Meine Blogroll

Samstag, 31. Dezember 2011

BeWerbung _ Süffisantes

Absage:
.. ist unsere Wahl auf eine Person gefallen, dessen Qualifikation dem Anforderungsprofil ...

Potentielle Antwort:
Absage akzeptiert, aber vielleicht bräuchten Sie noch jemanden fürs Korrektorat?

...

One day in my life _ Anastacia



Video: Hallo Inhalt?
 >_<

Neues zur Libelle

Die Libelle ist mir wieder begegnet, in einem Artikel über Glückstiere im Fernsehheft "Tele":

Die Chinesen sehen in ihr die Seele des Drachens, des grössten Glücksbringers überhaupt. In Japan, China und bei den Indianern Nordamerikas ist sie ein Symbol des Wandels. Sie wird mit dem Unterbewussten und mit den Träumen in Verbindung gebracht: Wer einer Libelle begegnet, hat das Glück und die Möglichkeit, Neues zu erkennen und sich zu verändern.

Kreise und Brüche

Wenn zwei Menschen sich zu einem Paar zusammentun, dann zieht das Kreise. In diese Kreise werden weitere Menschen hineingezogen, Freunde und Freundinnen, Kinder, Eltern … man begegnet sich, lernt sich kennen, mag sich oder hasst sich, ist sich gleichgültig oder toleriert einander.

Und wenn sich dann diese zwei wieder trennen, zieht auch das Kreise. Und wenn man jemanden sehr mochte, dann schmerzt es, dies lieb gewordene Wesen wieder loszulassen. Denn dann sieht man Menschen plötzlich nicht mehr, die man ins Herz geschlossen hat und mit denen man sich verbunden gefühlt hat. Auch der Schmerz zieht nun seine Kreise. Da muss was gewesen sein! Wo vorher ein warmes Gefühl war, ist nun Leere. Dieses taube Gefühl erfasst mich jedenfalls auch, wenn ich selber nicht betroffen bin. Ich fühle mit, fühle den Schmerz des anderen.

Und dann frage ich mich: Muss das so sein? Entweder oder? Zusammensein oder nicht zusammen sein? Diese abrupten Brüche und diese Trauer? Gehört das zum Menschsein?

Ein jüdisches Sprichwort sagt, dass nur ein gebrochenes Herz ein ganzes Herz ist. Weil das Gefäss zu eng war? Weil es dann grösser ist? Weil dann unendlich viel Raum ist für alles was Liebe sein kann? Weil man erst etwas verlieren muss um es zu gewinnen? (Illusionen?!) Weil die Liebe nichts ist, was man einsperren und abwägen kann?

Vielleicht ist das auch nur eine Form von Trost, den man sich selber zuspricht .. oder den anderen. Das Leben geht weiter. Ist man versucht zu sagen. Doch mag das jemand hören, der gerade verlassen wurde?

Zuviele Konzepte von Liebe und Partnerschaft. Zu viele Ideen wie sie sein sollte, was sie ist und was nicht. Wie sie auszusehen, zu riechen und zu schmecken hat, wievielt sie wert ist – zuviele Trugbilder … Liebe ist nichts was die Menschen erschaffen haben. Sie haben nur die beschränkten Hoffnungen und Illusionen dazu erfunden und ringen nun damit.
Hm, das tönt etwas buddhistisch. Doch für mich gehts in diese Richtung.

Samstag, 24. Dezember 2011

Stirb und Werde ..

Zeit des Wandels und Umbaus. Es auf die Pubertät zu schieben, dieser Zug ist schlicht schon abgefahren – und für die Midlifecrisis ist es, nach künftiger Lebenserwartung, noch viel zu früh. Vielleicht in 30 Jahren? Dann wäre ich mit Anfangs 60 etwa in der Hälfte ...

Ich schiebe es mal auf meine Phönixnatur. Ohne das ständige "Stirb und Werde" ist mir das Leben zu öde. Grade bin ich bei der Asche angelangt .. Ich kann mich nur überhaupt nicht mehr erinnern, dass ich das "Programm Phönix" mit dem himmlischen Reisebüro so vereinbart hatte. 

Ts ts ts. Pauschalreisen...

Etagenterrier

Kann man wirklich sagen, dass bei manchen Menschen Hopfen und Malz verloren ist? Mir scheint es so. Es gibt diesen verbitterten Mann im Wohnblock. Ich nehme an er ist zwischen Mitte siebzig und achtzig. Zu mir ist er immer nett und zuvorkommend. Vielleicht ist es auch einfach nur mein Glück, dass ich im Dachgeschoss wohne, also ist ein Stockwerk zwischen uns .. Und in diesem Stock wohnt der Werwolf. Ein charismatischer Trinker. Gegen diesen getraut sich der Terrier nicht anzukläffen.

Zum Terrier: Bevorzugt stehen junge Frauen auf seinem Speiseplan. Die lassen sich so schön schnell verunsichern. Seine Taktik: andauernde Zermürbung. Zusammen mit seiner Tochter, der Hauswartin. 

Es wird kontrolliert! Waschzeiten, Lüften nicht vergessen, kein lärmiger Besuch … Seit ich hier wohne (seit 6 Jahren) haben 5 Mietparteien das Haus verlassen. Wahrscheinlich begreifen sich alle in dieser Familie als echte Schweizer. 

Sonntag, 4. Dezember 2011

Esoterisches Variete und mein eigener Weg

Wenn ich zurückblicke, muss ich etwas bedröppelt über mich selber grinsen, was ich mir schon alles habe andrehen lassen. Sinnvolles war natürlich auch dabei. Doch ebenso war da einiges an Lehrgeld und Ramsch  ..

Für mehr als 100 Euro hab ich mir das elterliche Karma ablösen lassen. Wobei ich mich bis heute frage, was da genau ablief; ich habe keine Ahnung. Leichter wurde mein Leben dadurch jedenfalls nicht. Doch es ist schon wahr; wenn man verzweifelt genug ist .. lässt man sich gerne das Geld aus den Taschen ziehen!

Glücklicherweise bin ich ebenso praktisch wie mystisch - und so hält sich das Ganze die Waage. Inzwischen habe ich mehr Bodenhaftung, auch ein Leben das diese Bezeichnung verdient -  und des Besuchen von Kursen und Seminaren habe ich aufgegeben. Ich komme immer an den Punkt, wo ich alles wieder in Frage stelle und ich merke, dass ich ohne "Lehrer" besser dran bin. Ich bin eine Selfmadewoman und mag keine spirituellen Hausaufgaben und "reinen Lehren". Wenn, dann entstehen meine Rituale aus dem Alltag heraus und ich gebe ihnen den Rahmen, der mir wichtig erscheint. "Gott" im herkömmlichen Sinn - brauche ich nicht mehr. Ich ahne und spüre eine höhere Macht, doch ich möchte ihr weder einen Namen, noch ein Gesicht geben. Ich bin sehr wohl so. Es ist mein Leben - in seiner ganzen Fülle ...

When the moon ..



The Age of Aquarius

Freitag, 2. Dezember 2011

In Wonderland

Betritt das Wunderland des Bewusstseins … 

(lädt mich der Yogi-Tee heute ein -
manchmal passen seine Kommentare wirklich..)

Montag, 14. November 2011

Epiphanie am Herd

.. dass das Einkochen von Marmelade solche Glücksgefühle auslösen kann,
tststs ... Lecker ists geworden, Quittenmus und Bananen/Kürbis-Konfitüre.

Donnerstag, 10. November 2011

Suchend

Die Stellensuche stellt sich als recht kräftezehrend heraus. Mehrere Absagen sind eingetroffen. Ich überlege mir, ob ich meine Strategie ändern muss oder ob ich wirklich einen Wohnortswechsel in Kauf nehmen soll, da es in anderen Regionen der Schweiz wesentlich mehr Stellen in der grafischen Branche gibt.

Vielerlei schwirrt mir durch Herz und Hirn. Ich möchte mich nicht verbiegen indem ich meinen sperrigen und bunten Lebenslauf gradebiege. Andererseits; wie komme ich zu einem Vorstellungsgespräch, wenn ich schon in der Vorrunde aussortiert werde?

Meine Kräfte nicht zu verzetteln, das ist mir wichtig, bleibt aber bis jetzt Theorie, da mich gleichzeitig so vieles beschäftigt. Muss mal wieder mehr nach draussen gehen und meinen Kopf durchlüften …

Mittwoch, 9. November 2011

Die Narzissen blühen

Die Etepetete-Spezialkunden. Sonderwünsche und Animositäten inklusive. Es zeichnet sich ein deutliches Muster ab: Die wirklich "speziellsten" (und weitaus anstrengendsten...) unter den Kundinnen und Kunden (in der grafischen Branche) sind im sozialen, pflegerischen oder therapeutischen Bereich tätig: PhysiotherapeutInnen, HeilpraktikerInnen, SozialpädagogInnen .. und sie sind: mehrheitlich Frauen..

Natürlich werden alle anständig behandelt und bekommen ihr Wunschprodukt. Aber ich denk mir halt das eine oder andere ... Lieber sind mir jene, die weniger einen auf "ganzheitlich" oder "bewussten Lebensstil" machen und ganz einfach Mensch sind .. Mensch unter Menschen!

Krimis mit "Overkill"

Nach dem Konsum mehrerer TV-Krimis (v.a. Tatort) in den letzten Wochen bin ich zu folgendem Fazit gekommen: Das Überkandidelte ist durchs Band weg Trumpf. Die Dramaturgie ist meist ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch abstrus mit zunehmend noch sinnloseren Wendungen. Spannend ists zwar, aber mehr nach der filmischen "Haudraufmethode" und nicht nach Hitchcockmanier. Wenig inspiriert Fotografisches. Dafür mehr Psychologie, Psychiatrie und Pathologie. Mag die Story auch von Mankell stammen... Ich finds eher bescheiden.(So letzten Sonntag beim Tatort Borowski und der coole Hund

Wenn einmal erfolgreich und über längere Zeit Spannung aufgebaut wurde, kommt danach meistens irgendwann der inhaltliche oder visuelle "Overkill" (was für ein Wort ;). Immer nach dem Motto "pack mer doch noch was drauf" … Da komm ich mir als Zuschauerin irgendwie verarscht vor, am Schluss bekomme ich die Handlung nicht mehr auf die Reihe. Was war da..? Wer war jetzt ...? Und was war nochmal ...?!
- Ach egal...

Dienstag, 8. November 2011

Der reine Tor

Mein Lieblingsmärchen ist "Hans im Glück". Und somit liebe ich auch den Narren des Tarotspiels sehr …

Doch bis dahin hats eine gute Weile gedauert, früher hatte ich nur Mitleid und Verachtung für den armen Tropf übrig. Ich meine er verliert alle seine Schätze auf dem (Heim)weg … Wie blöd muss man da sein! Heute glaube ich eher, dass das Märchen davon handelt, sich auf das zu beschränken, oder darauf beschränkt zu sein was im Leben wirklich zählt. Ballast abwerfen, unbeschwertes und unbekümmertes Unterwegssein, Narrenfreiheit …

Wer loslässt hat Hirn, Hände und das Herz frei …
Reduced to the max …

Sonntag, 6. November 2011

Fix You- Young@Heart




http://www.youngatheartchorus.com/

Einer der berührendsten und schönsten Filme die ich die letzten Jahre sah, war jener über den Seniorenchor Young@Heart. Wenn man weiss, dass der Duettpartner des Sängers im Video ein paar Tage vorher starb, wird das Lied "Fix You" von Coldplay zu einer Hymne ...

Alltag

... ist das was passiert, während man versucht, seinem Leben mehr Glamour zu verleihen.

Samstag, 29. Oktober 2011

Ohrwurm



Electric Blanket: "City Lights"
Gutes aus der Region ...

Samstag, 22. Oktober 2011

Zum Gedenken



Für meinen Bruder M., den Denker, Dichter, Musiker, Rapper und Hiphop-Fan (1984-2007). Dein Leben war kurz und doch erfüllt. Leider hast du zu schwer daran getragen. Du hast dich dagegen entschieden.
23. Oktober 2007. Ein Tag den ich nie vergessen werde.
- - -
Zum Glück hast du mir die Musik dagelassen. Seither mag ich Hip Hop.
Das ist dein Vermächtnis.
Darum dieses Lied - das wir beide so mochten - für uns beide und alle die zuhören mögen ..

One Love - ei Liebi
für immer ..

Geld und Gut

Eine Hauptform von Geldsorgen ist doch die, dass jemand anderes zuviel hat, während man selbst .. etc. pp.

Na, erwischt? ..
>_<

Täglich im Angebot:

- gemischte Gefühle

Monk



Monk IST meine Therapiegruppe ;)
sozusagen ...

Gestalterischer Alltag

1 - Kundenwünsche


Wenn der Kunde etwas Hässliches will, dann wird halt zähneknirschend etwas Hässliches gestaltet, unter kompletter Ignoration meines gelernten digitalen Handwerks ... Nur gut, wenn dort dann mein Name nicht mit draufsteht :)))

Freitag, 21. Oktober 2011

BeWerbung

Sich zu bewerben ist eine komische Sache. Werbung hausgemacht: Was schreib ich? Wie schreib ich es? Wieviel schreibe ich? Was ist wichtig für diesen Job? Was ist mir wichtig? Wie komme ich rüber, worauf wird geachtet.

Einerseits hats was von einer Inszenierung, andererseits möchte man doch ganz locker rüberkommen,vor allem beim direkten Gespräch oder am Telefon - auch wenn es man in diesem Moment gar nicht ist. Nervenkitzel, Vorfreude, Neugier und eine kleine Prise Existenzangst - das macht diese unvergleichliche Bewerbungs-Mischung aus.

Freitag, 30. September 2011

Lovestories

So viele grosse Lovestories gingen die letzten Jahre in die Brüche. Erst kriselte es zwischen Xavier Naidoo und Gott, jüngst wars dann bei Stefan und Stefanie soweit und nun gehts auch bei Demi Moore und Kutchi los...

Vernetzt

Ich bin jetzt sicher; die Hyperlinks wurden in meinem Kopf erfunden.

Drückt den Fuchs!

Drück den Fuchs! Der Post der Misanthropin wider Willen: Lesen!

Donnerstag, 29. September 2011

Babel

Ein Deutschweizer und eine Welschschweizerin unterhalten sich zusammen auf Englisch, weil das besser geht. Ja, das ist sie, meine vielgelobte mehrsprachige Schweiz... >_<

Sonntag, 11. September 2011

Freitag, 9. September 2011

Affenfreude

Inmitten aller globalen Hiobsbotschaften, vor denen ich mich meistens bewusst verschliesse, haben mich doch die TV-Bilder von der grossen Affenfreude erreicht. Die Freude der österreichischen Laborschimpansen die aus ihrem langjährigen Dienst entlassen worden sind und nun doch noch so etwas wie ein artgerechtes Leben führen können.. diese unverstellte Begeisterung und der Unglauben in ihren Gesten, das Glück, das hat mich sehr berührt.

Donnerstag, 8. September 2011

Gestrandet oder gelandet

Das Nichts hat mich wieder ausgespuckt, ich nehme Form an - und ich fühle mich in etwa wie Jona, nur hab ich komplett meinen Text vergessen. Der scheint nicht massentauglich zu sein, eher nur für den Hausgebrauch. Na. Und in meiner rechten Manteltaschen hab ich ein Pokerspiel gefunden (woher?!), damit soll ich mich nun durchschlagen. Möcht echt mal wissen wer dieses Drehbuch geschrieben hat..

Von Omas, Apfelstrudeln und Hefezöpfen

Ingrid von "Sonne, Mond etc." schreibt herzerwärmend liebevoll und appetitanregend vom Apfelstrudel ihrer Oma. Und darüber, wies die Oma mit dem Äpfelklauben gehalten hat....
http://ingridkellner.blogspot.com/2011/08/kindheits-apfelstrudel.html

Mittwoch, 7. September 2011

Sonntag, 28. August 2011

Reich bevölkert

.. sind meine Träume. Habe von Pferden, Füchsen, Libellen, Hunden und von (m)einem Urgrossvater geträumt. Den ich (in echt) gar nie kennengelernt habe. Doch was ist realistischer als von ihm zu Träumen! Idyllisch und aufschlussreich, fast schon arkadisch. Ein Spaziergang durch die Anderswelt. Sumpfwiesen und Apfelhaine. Bin bereichert aufgewacht.

Freitag, 26. August 2011

Umbau und Schlangenhaut

Ich habe meine Blogtapete gewechselt. Hab mich vorerst mal in der Bibliothek verschanzt. Was Altvertrautes wird als vorübergehende Bleibe ganz passabel sein. Mit Kaminfeuer und Ohrensessel. Währends draussen in der Welt stürmt und ich selber einen Kokon brauche. Cocooning. Die Nachrichten bleiben aussen vor, und ich studiere lieber die grösseren Zusammenhänge. Und ich versuche, vor allem, mich selber besser zu verstehen und meinen ganz normalen Alltag zu leben.

In meinem Leben ist ebenfalls Umbau. Ich habe eine neue Arbeit, läuft ganz gut. Mit vielen Unsicherheiten, doch auch ersten Erfolgen und in einem angenehmen Arbeitsklima. Der viel grössere Umbau findet währenddessen in mir selbst statt. Die Müdigkeit der letzten Jahre.. Kann ich die denn nie ablegen?! Ich spüre schon die nächste Krise herannahen, wenn man das so nennen will. In meinem Leben laufen die Veränderungen meist über schmerzhafte Metamorphosen. Schmerzhaft vielleicht deshalb, weil ich mich dagegen sträube, dauernd eine neue zu werden. Die uralte Schlange häutet sich, wälzt sich aus der zu eng gewordenen Haut. Es ist eine mühsame Prozedur.  Ich versuche zu verstehen, woran das liegt. Ist es Schicksal? Oder sehe ich das zu fatalistisch? Manchmal kann ich es einfach nur an- und hinnehmen. Worte reichen da nicht hin, wo der Urgrund dieser Gefühle liegt. Hm, ich kann es nicht Gefühle nennen, es ist elementarer. Elemente. Ungefärbt. Urschlamm. Es gibt kein Ankommen. Es gibt nichts zu erreichen. Nur ein Sein. WachSein. DaSein! Sei da; Denn DaSein heisst; da zu sein...
In meinem Erleben ist es auch nichts, was sich einfach so ändern liesse; ich lebe sehr stark in diesen Zyklen und Elememten, das wird mir immer deutlicher bewusst. Ich muss da durch. Gerade ist es eine immense Erdenschwere und eine tiefe Trauer, die ich spüre. Die Bürde der Existenz. Inkarnation. Vielleicht als Anker, um nicht davon zu driften, Form annehmen, irdisch sein, ...

Freitag, 19. August 2011

Le plus beau du quartier



Lustiger Kommentar auf Youtube zu diesem Lied:
sarko ne correspond a aucun des critères du plus beau du quartier....

Donnerstag, 18. August 2011

Mittwoch, 17. August 2011

AstroLogisch

Mit einer Freundin, die eine Astro-Ausbildung macht, habe ich mein Horoskop etwas näher angeschaut. Und: Je mehr ich mich nun selber damit beschäftige, umso konkreter wird Astrologie für mich. Ich habe bisher immer etwas verächtlich auf diese Wissenschaft geschaut, ähnlich wie bei der Nummerologie, bei der am Schluss alles herbeigedeutet werden kann. Aber so ists doch bei allem: Es kommt auf die Perspektive an und auf die Haltung, mit der man an etwas heran geht. Wer etwas bestimmtes sehen will, wird es sehen, notfalls herbeizwingen. Das gilt auch für Orakel wie die Tarotkarten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Karten anzuschauen. Mal sind sie der Spiegel der eigenen Illusionen, mal das Zünglein an der Waage um eine wichtige Entscheidung treffen zu können, mal sind sie eine übersichtliche Landkarte, mal der Gipfel eines Berges von dem sich ein weites Panorama auftut - und mal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! Und so ists wohl auch bei den Sternen ..

Kristalle suchen






Diese Tage war ich im Berner Oberland auf Kristallsuche. Bergkristall habe ich nur wenig gefunden, 2 kleine Bruchstücke und einen Doppelender mit aufsitzenden kleineren Kristallen. Einige schöne Calzit- und Feldspatkristalle habe ich auch mitgenommen. Meine Begleitung fand einige winzige und doch perfekte Bergkristall-Doppelender (Ähnlichkeit mit Herkimer Diamant). Versteinerungen gabs auch. Hier hatte ich jedoch das Gefühl, das ihnen die Entstehung der Alpen nicht besonders gut bekommen ist: Im Vergleich zu den Versteinerungen aus dem Schwabenland sind sie eher verquetscht.

Die Steine-Suche an sich ist ja schon interessant. In einer bergigen Runse im Bachbett sitzend, spähend nach glitzerenden Schätzen .. Hab mir gleich noch eine Spa-Behandlung mit dem öligen Schieferschlamm aus dem Bach gegönnt. Auf dem untersten Bild sitze ich in der oberen Bildhälfte, dort wo das Bachbett beginnt, dass sich an den unteren Bildrand zieht (beim Klicken ausfs Bild sieht man mich). So verschwindet der Mensch in dieser gewaltigen und ursprünglichen Landschaft. Vom Gefühl her könnte es auch auf Island gewesen sein... Nur die Kühe waren eindeutig von hier!

(Für die Bilder danke ich M.)

Mittwoch, 10. August 2011

fadengrade melodisch



achja, und neben dem nichts ist da auch noch eine volle ladung power, noch originalverpackt. nach jedem stück von diesem schwermetall trage ich ein fettes grinsen im gesicht.. >_<

das album gehört zu meinen ewigen top ten..

ps: vielleicht klingt hier meine lilith im quadrat zu mars an? >_<
möglich wärs..

Nichts, amorph

Es ist eine seltsame Zeit, die ich gerade erlebe. Ich habe keinen Plan, keine Vorstellung über meinen weiteren Weg. Ich habe keinerlei Ambitionen mehr; nirgendwo und bei nichts, der Ehrgeiz (was für ein Wort..) hat unbezahlt frei genommen, null Checkung. Und doch ... Die aufsteigende Panik weicht einem Schmunzeln: Es ist schön, dieses Nichts!

Montag, 1. August 2011

Vision

Ich brauche keine Visionssuche im Grand Canyon und keine Gruppen-Reise zu den Frauenkultorten auf Malta. Keinen Ashram in Kalkutta, kein Schweige-Retreat im Berner Oberland, keine überteuerte Lichtarbeiterei an meinen feinstofflichen Körpern. Mir braucht niemand mehr sagen, was ich an einem starken Ort zu empfinden habe. Die Lust auf all das ist mir gründlich vergangen.Vielleicht hing ich da zu sehr drin, in diesem spirituellen Geführt-Werden-Wollen. Ich brauche es nicht mehr.

Meine Vision finde ich entweder in meinem eigenen Leben - oder gar nicht. Und wenn ich meine Träume so anschaue, bin ich schon mittendrin. Letzte Nacht träumte es mir von den grossmütterlichen Sofakissen mit den Navajo-Mustern. Äh? Die Inneneinrichtung meiner Träume bleibt aufschlussreich ... On the road again!

Die blaue Blume



.. sie wächst auch in der Vorstadt!

Ich mag meine Wegwarten auf dem Fensterbrett. Es freut mich, dass die Samen dann doch noch aufgegangen sind, ich hatte fast nicht mehr damit gerechnet. Doch nun kann ich schon seit Monaten täglich blaue Blumen bewundern und staune über die unermüdliche Kraft und Ausdauer dieser Pflanze.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Libellen

Dragonfly
Pferdebeisser
Trollspindel
Natterndiener
Snake Doctor
...

Eine Libelle hat mich im Traum besucht. Sie schlüpfte aus und ich bewunderte sie, sie war daran, sich zu entfalten. Und ich erinnerte mich heute morgen an eine Schlauchbootfahrt, bei der eine grosse Libelle lange Zeit ganz still auf meiner Hand sass, obwohl ich am Paddeln war. Ein wunderschönes Erlebnis, diese Kriegerin auf meiner Hand zu halten, ich spürte eine starke Verbindung. Ein Vogel flog über unseren Köpfen vorbei, sie registierte die Bewegung blitzschnell und ganz genau, wendete den Kopf in Richtung der Bewegung.

Und nun dieser Traum! Bei der Recherche im Netz finde ich einige symbolische Verbindungen. Bei den Navajo steht die Libelle für das "reine Wasser". In anderen Kulturen wurde die Libelle eher gefürchtet, man dachte, dass sie Pferde töten kann. Ausführlichere Erklärungen hier: Was symbolisieren Libellen?

Alltagsspuren

kryptische Spuren im Alltag
Geheimschrift des Alltäglichen
kleine Schönheiten am Rande

Dienstag, 26. Juli 2011

Tous les corps sont permis




Das steht aussen an einer grossen neuen Halle in der Nähe des Kongresshauses in Biel. Erst musste ich überlegen, ob mit Corps wohl eine Feuerwehrmannschaft gemeint ist. Dann sah ich erst, dass es sich um eine Turnhalle handelt und somit lautet der Spruch: Alle Körper sind erlaubt/zugelassen/willkommen ... Ein schöner Sinnspruch für einen solchen Ort und eine Hoffnung zugleich.

Es war unmöglich, den ganzen Spruch auf einmal zu fotografieren. Ich habe mich auch gefragt, ob die Planer  des Sinnspruches die Platzierung der Fahrradständer genau vor dieser Wand wohl zähneknirschend akzeptieren mussten. So wie ich die empfindliche Spezies der Gestalter kenne, ein mögliches Szenario >_< ...

Einen Hals haben

Wenn man sich ärgert, sagt man: "Ich habe soooo einen Hals!". Manches will nicht rauf, anderes nicht runter. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, weil sich meine Schilddrüse mal wieder bemerkbar macht. Ein leichter, ständig anhaltender, leicht schmerzhafter, etwas heisser, unangenehmer Druck. Habe den Eindruck, dass es eher in Richtung "Unterfunktion" geht.

Ich weiss von immer mehr Frauen, dass sie Probleme mit der Schilddrüse haben. Vage weiss ich auch, dass der weibliche Zyklus via dieses Organes gesteuert wird. Ich bringe diese Drüse in direkten Zusammenhang mit dem ganzen Gefühlshaushalt. Bei mir beobachte ich, dass, wenn sich zu viele Gefühle anstauen, Ärger, Trauer, Ängste, die Schmerzen wieder beginnen.

Für mich selber recherchierend, habe ich folgende Verbindungen gefunden:

Wo geht es hin? Wo will ich hin? Wer bin ich? Was will ich? Was brauche ich (dazu)? Was lähmt mich, was hält mich zurück? Was halte ich zurück? Wo halte ich mich zurück? Wovor habe ich Angst?

Ziel/Ziellosigkeit. Ängstliche Zurückhaltung. Willenskraft/Verwirrung, Ausdruck, Aussprache, Ausreden, Mitteilung, Macht/Ohnmacht. Innen und Aussen. Oben und Unten. Ich oder Du. Mein Wille – Dein Wille.

Übergang zwischen oben und unten. Herz oder Hirn? (Halschakra als Mittler, Durchgang oder Engpass, Sitz des Selbstausdrucks).

Lebe ich – oder werde ich gelebt? Lebe ich mich?
Habe ich in meinem Leben das Sagen?
Wo habe ich den Eindruck, zu kurz zu kommen?
Wo muss ich leer schlucken?

Leben und Leben lassen.

Bachblüten:
Cerato – Die eigene Intuition leben
Chicory – Wer nährt wen und warum?
Wild Oat – Kompass
Vervain – Übereifer oder Lebensfreude?
Agrimony – Gefühlen Ausdruck verleihen
Centaury – Dienstschluss..
etc.

Samstag, 23. Juli 2011

Zaum und Zügel - oder pure Power?

Zerstört sich in 5 min selbst....
So heissts doch bei Geheimnachrichten in diesen Spionagegeschichten für Kinder.

Genau so einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus haben Frauen auch. Nagende Selbstzweifel bis hin zur Selbstzerfleischung, eine grosse Neigung zu unglückseligen Liebschaften, sich selber klein halten, Minderwertigkeitskomplexe, sich selber zu wenig zutrauen, aus Unzufriedenheit die Umgebung und sich selber in den Wahnsinn nörgeln, tränenschwangere Tage, nervenzerreibende Entscheidungsschwierigkeiten,  ... (endlose Liste) ...

Hier allein "die Hormone" als Grund vorzuschieben, scheint mir falsch. Obwohl ich durchaus beobachte, dass die einen Teil zum Chaos beitragen. Die Hormone sind aber nur deshalb schuld, weil sie Angestautes an die Oberfläche bringen und so das Fass zum Überlaufen. Als Auslöser. Der Fokus wird auf all die Baustellen und Narben gelenkt, die sonst im Verborgenen liegen.

Der Hang zur selbstzerstörerischen Gedanken und Verhalten, das muss eine Art Zaum und Zügel sein. Wir Frauen sind uns gewöhnt, unsere Kraft zurückzuhalten. Wenn die Kraft losbricht, bestrafen wir uns dafür selbst - statt sie zu leben!

Dienstag, 12. Juli 2011

Maman


"Mutter" – So heisst diese riesige Skulptur der französisch/amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois (1911–2010). Louise Bourgeois und ihre Kunst faszinieren mich schon lange. 

Zu sehen ist diese Riesenspinne derzeit am Bürkliplatz in Zürich/CH. Ein paar Jungs fanden es lustig, ihr Auto drunter zu stellen und sich so ablichten zu lassen.

Für mich war es ein "must", einmal in echt ein 3-D Werk von Bourgeois zu sehen, bisher habe ich nur einige Zeichungen gesehen. Obwohl ich nicht unter Spinnenphobie leide, gruslig war das also schon …

Freitag, 8. Juli 2011

Vorsicht! Verfallsdatum!

Schnell! Dein! Markwert! Sinkt! Tu! Was! Dagegen!

Die Menschen werden immer älter, ihr Haltbarkeitsdatum jedoch immer kürzer.

«Wertpapiere»

Über Diplome und Zeugnisse

Auf der Jagd nach Anerkennung, machen sich Diplome besonders gut. Ich habe sie bis vor kurzem gerne "gesammelt". Obwohl alles in meinem Leben in eine andere Richtung weist, denn mein Leben entwickelt sich alles andere als linear. Soeben habe ich, anfangs Dreissig, meine Erstausbildung abgeschlossen.

Inzwischen habe ich den Glauben an diese "Wertpapiere" verloren. Was sagt denn so ein Zeugnis aus? Doch nur, dass man lange genug einen Weg geradeaus gegangen ist. Ich weiss auch nicht, ob ich mir den Stress wirklich machen will, noch einmal nach einem solchen Papier zu jagen. Lernen will ich immer. Doch dazu bietet das Leben ja an sich genug Möglichkeiten.

Ich habe den Wert, den ich mir selber gebe. Wenn ich mir selber nichts wert bin, nützen mir auch Diplome und Zeugnisse nichts. Wenn ich mir selber wertvoll bin, dann ist so ein Stück Papier nur eine Begleiterscheinung, quasi ein Eintritsticket in gewisse Gebiete und Berufe, jedoch niemals ein Beweis meines Wertes als menschliches Wesen.

Jede Organisation der ich bisher beigetreten bin, geht mir über kurz oder lang auf die Nerven. Dazu gehören auch die diversen Eso-Kurse die ich besucht habe, einiges behalte ich, das meiste jedoch geht wieder über Bord! Ich reise mit leichtem Ballast. Entweder taugt mir etwas, oder es fliegt raus.

Mein Leben wird gerade um einiges leichter. Ich möchte nur mehr von diesen Konventionen abschütteln! Obwohl, ich finde es beruhigend, nun einen Zettel zu haben, ein offizielles Papier, auf dem steht, welchen Beruf ich gelernt habe und ausüben kann. Verrückt …

Donnerstag, 7. Juli 2011

Yael Naim



Wunderbares Lied einer erstaunlichen Frau die zauberhafte Musik macht …

Hier der direkte Link, falls das Video nicht funktioniert.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Das Produkt (1)

*Schlemmer*

Citterio Salami

Am Stück, nicht aufgeschnitten! Mir kommt keine andere mehr ins Haus, es sei denn, sie ist ebenso gut … Alles passt! Die Optik, die Konstistenz und natürlich der Geschmack,  … Die normale einheimische Aufschnitt-Salami mag ich nicht mehr essen, die schmeckt nach "Schnellbleiche" und die Gewürze passen nicht zum Produkt. Fazit: Die Italiener wissen eben, was Gusto ist!

http://www.citterio.com/

Das Produkt

Ich habe beschlossen, ab und zu ein Produkt vorzustellen, von dem ich begeistert bin. Absolute Subjektivität vorbehalten! Nachhaltigkeits- oder Sonstwie-Labels interessieren mich diesmal nicht, höchstens als positive Nebenerscheinung. Das Produkt muss an sich überzeugen.

Dienstag, 5. Juli 2011

Unverschämt zufrieden

.. zu sein ist auch einmal ein tolles Erlebnis!

Montag, 4. Juli 2011

Jobs für LichtarbeiterInnen

Als da wären:

BeleuchterIn
LampenshopverkäuferIn
ElektromonteurIn
LeuchttumwärterIn
Feuerwehrfrau/mann
KerzenhalterIn (dank an Sp.)
AmpelmonteurIn

...

> beliebig zu ergänzen

Verwechslung

Hab den Montag mit dem Freitag verwechselt – will heissen: Die Woche wird lang!

Samstag, 25. Juni 2011

Der frühe Vogel hat nen Knall ..

Morgens um halb vier fängt der erste Federball (vor meinem Fenster) mit dem Gezwitscher an.

Freitag, 17. Juni 2011

Entwarnung

Ein Symptom für einen bevorstehenden Nervenzusammenbruch ist die Überzeugung,
die eigene Arbeit sei ungeheuer wichtig.

Bertrand Russell




Da besteht bei mir also gerade keine Gefahr >_<

Donnerstag, 16. Juni 2011

Grenzüberschreitungen

Ich habe es gerade mit den schweren Themen.

Sexuelle Gewalt
Gerade habe ich (via Mädchenmannschaft) die Geschichte einer Vergewaltigung gelesen. Verstörend. Was dieser Frau, Liz Seccuro, geschehen ist – und vor allem, wie es danach weiterging. Wie ein traumatisierter Menschen einfach ignoriert werden kann.. Völlig entwürdigt wird durch das Schweigen derjenigen, die sich kümmern sollten. Erschreckend auch das Wissen, das so etwas tausendfach, ja, millionenfach passiert. Ich bin froh, dass Vergewaltigung heute kein Kavaliersdelikt mehr ist. Doch was ist, wenn Aussage gegen Aussage steht? Und was ist mit all den Gefälligkeiten die Frauen immer noch leisten "einvernehmlich", weil sie keinen anderen Ausweg sehen …

Collateral Damage
Es beschäftigt mich auch, was in vielen Beziehungen geschieht. Ich meine damit die Schattenseiten der Zweisamkeit. Ich nehme mich selbst nicht aus. Beispielsweise wenn einer für etwas herhalten muss, wenn er/sie eine Projektionsfläche bildet für das eigene …. Erwünschtes, Befürchtetes, Verhasstes, Geliebtes. ... Ich glaube daran, dass es wichtig ist, sich selber auf die Spur zu kommen – statt den anderen als Geisel zu nehmen. Mir ist der herrschende "Beziehungsmarkt" total suspekt, all diese Datingportale, Fremdgehbüros etc.

Ich will herausfinden, wer ich selber bin. Ich bin weder die Kampffrau noch das Mäuschen. Ich bin eins und alles. Ich bin genauso derb wie poetisch. Ich will. So. Sein. Weil das "ICH" viel mehr ist, als ein eng gesteckter Jägerzaun um irgend ein eignes Gärtchen …

Mir geht eine Wahrheit nach der anderen auf. Mir wird auch bewusst, dass und wie ich meine Spielchen treibe mit dem anderen Geschlecht. Ich brauche es, mich überlegen zu fühlen, die Situation im Griff zu haben. Es braucht schon einen sehr sanften Mann, damit ich mich zurücknehme und friedlich bleibe. ich habe soviel Lebenskraft, Wut und Lebenslust in mir. Das drängt nach draussen. Und ich fühle mich auch noch sehr beeinträchtigt von meiner Vergangenheit. Die vermag ich zwar langsam abzustreifen, doch es braucht Zeit und Geduld. Darum gehts mir: um Menschlichkeit. ich möchte menschlich behandelt werden und darum will ich auch andere menschlich behandeln. Auch wenn innerlich oft ein Kampf tobt. Ich bin auf dem Weg.

Frauen und Gewalt
Das Schema Frauen = Opfer, Männer = Täter – das geht für mich nicht mehr auf. Ich rede jetzt nicht von Vergewaltigungsdelikten und von häuslicher Gewalt sondern vom ganz normalen Beziehungsalltag. Ich sehe einiges anders. Weil meine Erfahrungen andere sind. Weil ich (seelische) Gewalt und Machtausübung von Frauen sehr wohl kenne. Das mag auch der Grund sein, warum ich mich nicht als Feministin sehe, obwohl ich mich wie eine fühle.

Meine These: Frauen sind genauso grenzüberschreitend wie Männer. Es ist nur nicht so offensichtlich. Weil offene Gewalt bei Frauen (eher) tabu ist. Hintenrum geschieht es aber doch: Frauen sind schneller dabei, jemanden zu mobben. Über den Mund fahren, jemanden bedürftig halten, Niederhalten, Abwerten, subtile "Spielchen". Oder der Mutter rutscht halt öfter die Hand aus. Oder der Ehemann wird fertiggemacht. Frauen sind auch gewalttätig. Darum mag ich die alte Leier nicht mehr hören. Wegschauen gilt auch hier nicht …

These: Gewalt geschieht immer dann, wenn ich mein Gegenüber abwerte oder in seinen Grenzen verletzte.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Jetzt

Fürs Bravsein wird man nicht belohnt.
Lieber wach sein und geschmeidig bleiben …

Sonntag, 12. Juni 2011

Sofareisen GmbH

Gestern war ich eine Weile auf der Nordseeinsel Juist, dann im Schwäbischen und ganz zu Anfang war ich im Südosten der Türkei, im kurdischen Gebiet, mit einem längeren Abstecher in den kurdischen Teil des Irak. Dort würde ich gerne mal in echt hinreisen, in den Südosten der Türkei und allgemein in den Nahen Osten. Libanon, Jemen, Jordanien … Dennoch, die brisante Lage dort möchte ich nicht live erleben. Ich war schon in Israel, bin über die Golanhöhen gefahren, habe die Checkpoints bei Jerusalem passiert  – und die angespannte Lage dort hat mir gereicht. Überall bis an die Zähne bewaffnetes Militär. Wie muss es erst in den umgebenden Ländern sein?

Wenn ich so eine Sendung gesehen habe ist mir immer, als wäre ich wirklich dort gewesen! Ich sammle Landschaften, Gerüche, Stimmungen, Eindrücke von Menschen und Kultur ...  ich erlebe alles sehr real.

Dienstag, 7. Juni 2011

Speckberg

TV. Gestern wurde ein Walross in einer Naturdoku als "Speckberg" bezeichnet. Ob es sich nun wohl einen Anwalt nimmt? – Das Gerede bei all diesen Sendungen ist eh zu 80% überflüssig …

Montag, 6. Juni 2011

Gratwanderung über die Goldwaage

Wenn ich über "Sex" rede, was meine ich dann damit? Meine ich
Sinnlichkeit, Lust, Spielen, pure Triebbefriedigung oder etwas ganz anderes? Ich finde das Wort an sich nichtssagend, meistens ist damit landläufig das Rein.Raus gemeint. Davon zeugen all die "Viagra"-Spammails …

Wenn ich das Wort "Liebe" benutze, bringt das ebenfalls schon einen Riesenballast mit sich. Und trotzdem mag ich weder das Wort und noch das Gefühl verbannen. Ich mag nur die Konsumvariante nicht.

Was ist mit "Geschlecht" (Neudeutsch "gender")? Damit gehts mir wie mit den anderen Wörtern. Geschlecht klingt nach Verwaltungssprache oder nach Anatomie (Pathologie?). Damit ist noch nichts gesagt. Geschlecht ist (k)eine Frage der Identität. Idenittät ist (k)eine Frage des Geschlechts. Das biologische Geschlecht muss keineswegs dem gefühlten entsprechen. Der Begriff scheint eher eine Formsache zu sein. Etwas worauf "man" sich "einigen" muss. Wie wärs mit "Geschlecht: Unbestimmt".

Mittwoch, 1. Juni 2011

WiderspruchsKraft

Meine Widersprüche fallen übereinander her
ich sitze im Publikum und sehe zu,
wie sich Raubtiere zerfleischen,
das Publikum tobt. Ich schaue.

Meine Widersprüche fallen übereinander her,
und ich bin einmal dieser, einmal jener,
alles scheint richtig und falsch. Zugleich.
Aua. Ich blute.

Meine Widersprüche fallen übereinander her,
ich spüre eine gewaltige Energie, die mich
antreibt. Die Kraft des Sowohl-Als-Auch.
Ja, ich bin. Und Wie!

Zutiefst Mensch. Mich. Selbst.

Liebe/Lust/Gewalt

Schon einen passenden Titel zu finden stellt sich als schwer heraus. Ich belasse es bei dieser Variante.

Die Fälle Kachelmann und Strauss-Kahn beschäftigen mich. Alle wissen Bescheid und haben doch keine Ahnung. Mir gehts auch so. Trotzdem beschäftigts mich und ich werde meine Gedanken dazu festhalten, auch wenn ich noch nicht "durch" bin damit und mir so vieles durch den Kopf geht und mitunter eben sehr widersprüchliches.

Fall Strauss-Kahn: Hier ein Mann, der sich scheinbar für unwiderstehlich hält und auch das Geld dazu hat, das auszustrahlen. Manchmal nützt auch das Geld nichts. Er will herrschen, nimmt sich was und wen er will, ohne jegliches Schuldbewusstsein. Die Frau als Objekt. Da ist dieser uralte Machismo. Und auch das ebenso alte Klischee. Frauen sollen sich "nicht so anstellen". Aussagen wie "sie hat es doch auch gewollt" sind als Entschuldigung sexueller Gewalt immer noch üblich. Ich bin froh, dass das heute bestraft wird.

Trotzdem, der Fall ist für mich nicht eindeutig. Die mediale Inszenierung passt zeitgenau in politische Ränke. Und das ist das, was mich daran stört, von der sexuellen Gewalt abgesehen. Wenn die Franzosen den Amerikanern Puritanismus vorwerfen, macht auch das Sinn. Es kommt ans Tageslicht, was die Menschen wirklich bewegt.

Wieviel Sexismus allein schon in der Diskussion steckt, bringt der Artikel von Magda von der Mädchenmannschaft auf den Punkt. Darum fühle ich mich auch gehemmt, darüber zu schreiben, die Fettnäpfchen lauern überall …

Oversexed and underfucked … könnte den allgemeinen Zustand am ehesten beschreiben. Sex ist überall und nirgends. Ich glaube viele sind heutzutage verunsichert. Das soll nichts entschuldigen. (Das muss ich, der politischen Korrektheit halber, auch gleich noch schreiben, obwohl ich diese Korrektheit auch im Verdacht habe, eine falsche Sache zu sein – aber Schwamm drüber … )

Fall Kachelmann: Wer kennt sich in einem solchen medial aufgeheizten Wirrwarr aus? Die (sexuelle) Grenze liegt für mich genau dort, wo einer von beiden sich verletzt fühlt. S/M ist ok, solange es für beide stimmt. Doch wie schnell enden auch "normale" (Gänsefüsschen!) Beziehungen in einem totalen gegenseitigen Kollateralschaden? Im Verletzen, da stehen die Frauen den Männern in nichts nach. Ist es nicht auch weiblich, subtil oder weniger subtil, Rache auszuüben für enttäuschte Liebe, Eifersucht, verletzten Stolz? Ist nicht auch das uralt? Wobei ich mir keineswegs die Zeiten zurückwünsche, in denen Frau, ohne negative Konsequenzen für den Täter, betatscht und "genommen" werden durfte.

Für mich gibts in diesem Fall keine Eindeutigkeit, eigentlich in beiden Fällen nicht. Auf jeden Fall wurden Grenzen überschritten, mich kotzt es an, wenn Menschen so sehr von sich überzeugt sind, dass sie andere zu ihrem Objekt machen. Ob im Sexuellen oder sonst. Es ist viel Heuchelei im Spiel, bei beiden Geschlechtern.

Was alles unter dem Label "Liebe" unter Menschen läuft, ist manchmal das Seltsamste und Traurigste überhaupt.

Hier bei Wildgans habe ich den passenden Satz dazu gefunden:

Die Gewalt fängt nicht an
wenn einer einen erwürgt
Sie fängt an
wenn einer sagt:
„Ich liebe dich:
Du gehörst mir!“

Erich Fried

Dienstag, 31. Mai 2011

Wetterbericht

Berndeutsch 1

Der Plagöri

.. ist ein Aufschneider, jemand der ganz gross angibt, also "plagiert" … Scheinbar kommt das Wort von "Plagiat", steht also auch fürs Nachmachen. Alternativ gibt es auch den "Blöffer" (aus dem Englischen von "to bluff"=täuschen). Die Begriffe sind eher am Aussterben, hab sie schon ewig nicht mehr gehört.

Nichtorte

Gleisdreicke, Spazierwege an Eisen- und Autobahn, stilles Industriegelände am Sonntag, Recyclingplätze, Deponien, Komposthalden, Bauschutthalden, Steinbrüche. Ich mag auch die Brachflächen von Baustellen, ich liebe überwachsene Erdhaufen und Miststöcke. Diese Orte habe ich schon immer gemocht. Sie dienen dem Transit.

Sedimente. Meinen bisher besten und abwechslungsreichtsten Job hatte ich an einem solchen Ort. Für einen guten Lohn arbeitete ich halbtags in der Werkhalle eines Recyclingunternehmens. Es galt, Haushaltsmüll zu sortieren. Von Hand. Nicht auf dem Fliessband, sondern auf einem Werktisch, dieser Müll wurde dann in verschiedene Fraktionen aufgeteilt und die Daten erfasst. Das Ganze war eine Studie. Für mich wars reine Archäologie, wieviele Schichten und Geschichten sich da zeigten! Das Persönlichste, was ein Mensch von sich gibt sind seine Hinterlassenschaften und sein Müll! Vor dem Aufschneiden eines Müllsacks weiss man nie, was einen erwartet … Diese Arbeit würde ich (für diesen Lohn) jederzeit wieder tun. Für eine Geschichtensammlerin wie mich ist so was eine reine Goldgrube …

Montag, 30. Mai 2011

Hymne

Hommage an D. H. Lawrence

. . .

Leidenschaft, Wärme und stilles Glühen …Lebenslust und Freisein von Zwängen …
Tiefe Menschlichkeit und ein grosses JA zu allem Lebendigen… Zärtlichkeit …

. . .

Manchmal lässt es sich nicht beschreiben, was mir ein Buch oder ein Film gibt.
Meine erste Bildhommage geht an D. H. Lawrence und seine "Lady Chatterley" …
(Absolut sehens- und erlebenswert finde ich die Verfilmung von 2006 mit Marina Hands).

Dienstag, 24. Mai 2011

nachtnest

© planet112.blogspot.com

 ich baue mir
noch
schnell ein nest 

vor der gespinste 
nacht
schlummer ich
schon

in
goldener
höhe

Mittwoch, 18. Mai 2011

Wa(h)re Fotografie

Gerade wieder die Diskussion gehabt wegen den "unbearbeiteten" digitalen Fotos. Ein digitales Foto ist niemals "unbearbeitet". Denn schon in der Kamera werden Farben und andere Daten berechnet, wird geschärft und so weiter. Die meisten stellen ja sowieso auf Automatik. Die analoge Fotografie und der Purismus in allen Ehren, aber wir befinden uns schon lange im Digitalen Zeitalter! Die Purismus-Diskussion ärgert mich.

Es ist in etwa so, als müsse man wieder darüber diskutieren, dass der Mensch immer "nach der Natur" malen solle …

Für mich muss ein Bild für sich sprechen – und dann ist es mir auch egal was daran gemacht wurde, ob die Auflösung stimmt, ob es photogeshoppt ist oder was auch immer. Absichtliche Täuschungen (Bildmontagen etc.) in Web und Zeitschriften, die die Menschen politisch oder anderswie motivieren/manipulieren sollen, sind natürlich ein Extra-Thema.

Amok im Beautystudio

Davon träumte es mir letzte Nacht – und zwar mit mir als Hauptdarstellerin. Betrat ich doch tatsählich des Nachts eines dieser modernen sterilen Waxing-Bleeching-Nail-Irgendwas-Studios (!). Von A bis Z betüdelt, angemalt und beraten – wurde ich zunehmend kirre! Am Ende drehte ich komplett durch und randalierte was das Zeug hielt!

Dabei war ich gestern doch nur bei der Friseurin – und die wollte mir dann eines ihrer teuren Supershampoos andrehen ...

Ich grinse mir immer noch eins.

Dienstag, 17. Mai 2011

Mikro.Makro:Kosmos

© planet112.blogspot.com

Die Welt der Zellen und Mikroorganismen zieht mich immer mehr in ihren Bann.
Ein paar Ulmensamen einscannen, ein Foto von einem ausgetrockneten Acker als Negativ verwenden – und schon entsteht eine ganz eigene neue Welt …
Wenn ich schon kein Rasterelektronenmikroskop habe >_< !

Montag, 16. Mai 2011

Im Kreis

Das Labyrinth lässt sich auf der Insel Werd bei Eschenz (CH) erfahren!


Und plötzlich war da nur noch Stille…. 


Vorher hatte ich mich inmitten einer Menschenmenge auf einem Spazierweg am See befunden. Aus dem allgemeinen Trubel war ich entkommen, ich hatte mich in einen kleinen Park hinein gewagt, dessen eisernes Tor leicht offen stand.  Der Lärm des Menschentrubels verlor sich in der meterhohen Lebensbaumhecke.

Nun stand ich auf einem kleinen Kiesweg und schaute mich um. Das Ganze sah recht privat aus, doch die Ruhe war so wohltuend, dass ich einfach stehenblieb und erst einmal tief durchatmete. Es war eine gepflegte Wildnis aus hohen Parkbäumen, Rasen und Wiesenflächen mit einigen Obstbäumen. Alles stand in jetzt voller Blüte. In der grünschattigen Tiefe entdeckte ich eine spiralige Figur im Rasen, es schien eine Art Weg zu sein. Neugierig ging ich näher.

Es war ein grosses Labyrinth, die Pfade waren aus hellem Kalksplitt in den Rasen gezogen. Es sah übersichtlich und leicht aus. Da waren keine hohen Hecken oder Maisstauden, da waren nur schmale Wege in niedrig gemähtem Rasen!

Ich begann, die erste Runde zu ziehen und lief das erste Viertel des Kreises ab. Bald würde ich in der Mitte sein! So dachte ich mir. Doch unversehens zog der Weg nun eine enge Kurve und führte mich in die Richtung zurück, aus der ich eben gekommen war. Verblüfft und frustriert schaute ich mich um. Es war ganz anders als ich gedacht hatte! Da war kein schnelles Ankommen drin. Jede einzelne der Kiesschlaufen musste ich entlanggehen, wenn ich die Mitte des kreisförmigen Labyrinthes erreichen wollte. Es gab zwar keine Sackgassen jedoch auch keinerlei Abkürzungen!

Das war mühsam, am liebsten wäre ich davongelaufen! Meine Lust auf Meditation war schon verflogen. Ich musste schmunzeln, war es nicht auch im Leben so? Dass ich immer möglichst schnell ankommen wollte, statt dass ich mir Zeit nahm und ich dann unversehens länger brauchte? Der Weg führt mich in die Nähe der Mitte, dann wieder nach aussen. Das Leben kannte keine Abkürzungen und dennoch gab es keinen gradlinigen Pfad. Diese geheimnisvollen Gedanken und Empfindungen beschäftigten mich auf dem weiteren Weg. Wer hatte wohl diese Figur ersonnen? Ich staunte, wie dieser äussere Weg mir zu einem inneren Weg wurde. Den Weg überschaut man im Leben nicht während dem Gehen, er führt in Windungen und Wendungen, vor und zurück, in Spiralen um eine Mitte …

Unzählige Meter später stand ich in der Mitte des Labyrinthes!

Nun würde ich schnell wieder draussen sein, dachte ich, denn der Ausgang lag mir ja vor Augen. Ich machte also kehrt und stand wieder verwirrt da! Es gab gar keinen Ausgang!  Der Weg den ich hinein genommen hatte, war auch der Weg, der mich wieder hinausführen würde …



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Diese Kurzgeschichte schrieb ich für die Aktion "Die Flotte Feder" von Follygirl … Zu einem vorgegeben Anfangssatz können alle die Lust haben, eine eigene Geschichte schreiben. An jedem 15. eines Monats wird sie online gestellt und es gibt Kurzgeschichten-Frischfutter. Hier gehts lang zur Aktion und den weiteren Beiträgen:  Petras Reserve Blog

Mittwoch, 11. Mai 2011

Alles Dreck!?

Mikro Welt !

Unvergesslich ist mir, wie ich bei einem Gartenjob vom Chefgärtner belehrt wurde: Ich redete von "Dreck", weil ein Weg sehr schlammig war. Da sagte er: "Das ist kein Dreck, das ist Erde."

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Was ist Dreck? Wirklicher Dreck ist das, was wir aus der Natur entnehmen, raffinieren und kombinieren und dann wieder verbrennen oder sonstwie "entsorgen" oder den Abfluss runterspülen. Dreck ist das, was der Mensch produziert, Substanzen die die Umwelt gefährden.

Der moderne Mensch fühlt sich dreckig, wenn er nicht mindestens zwei Mal täglich duscht. Nicht ohne mein Deo! Die Mutti spritzt dem 7-jährigen Mädchen Botox gegen Mimikfalten ins Gesicht, damit sein Frischhaltedatum nicht so schnell abläuft.. Und Frauen sind ab 13 Jahren bis zu ihrem Tod non stop auf Hormonen. Erst die Pille dann der Hormonersatz.  …

Die Toilette ist (in der Werbung) sozusagen der Hochaltar der bösen Keime (wobei Küche und Kühlschrank viel keimfreundlicher sind als das Klo, aber egal..). Die Keime werden also mit allerhand scharfem Zeugs (WC-Steine und Co) sozusagen exorziert. Diese aggressiven Mittel gelangen dann ins Abwasser (wo sie zusammen mit Hormonen und Antibiotika die eine oder andere Party feiern). Diese lustige Partygesellschaft reist dann weiter in Richtung Weltmeere wo sie ganz viele andere Kumpels treffen.

These: In Zukunft werden mehr Menschen an der Sauberkeit sterben, als an (organischem) "Dreck".

Die Natur wird unterdessen immer mehr zu einem verkitschten Disneyland verklärt. Bakterien, Viren, Pilze und andere Wesen aus einer anderen Dimension haben zu diesem Paradies leider keinen Zutritt. Insekten haben Hausverbot, Gewürm sowieso. Ein allgemeines Viren- und Bakterienbashing ist im Gange! Ausser sie erweisen sich als "nützlich", dies im menschlich-kurzsichtigen Sinn.

Inzwischen leben wir alle mehr oder weniger eng mit diesen Stoffen, man kann ihnen nicht mehr aus dem Weg gehen. Selbst an den abgelegensten Orten der Welt lassen sich diese Zivilisationsspuren nachweisen. Es gibt nur eines: damit leben! Ist unser Organismus fit genug, sich an den hausgemachten Dreck anzupassen? Es bleibt spannend … Bleiben Sie dran!!

Ich glaube diesen Wettbewerb werden die Mikroorganismen gewinnen … Sie sind einfach schlauer und anpassungsfähiger! Und weniger eitel ..

Dienstag, 10. Mai 2011

Forschungsreise



Spielen, Eintauchen, Forschen, Schauen, Sich nähern, Staunen, Wundern …

Aufregend zufrieden



Ich bin zufrieden. Auf eine aufregende Art, nicht auf die satte. Ich will mehr! Mehr Leben ... Und das Leben wächst mir zu! Ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt. Mein Leben gefällt mir immer besser, denn es gelingt mir leichter, in einem Gleichgewicht der Kräfte zu bleiben. Die Zukunft wird gross, je geduldiger und zuversichtlicher ich werde, desto mehr Möglichkeiten ergeben sich. Das finde ich aufregend.

Ich habe mich immer gegen die Ansicht gewehrt, dass es nur die richtige "Einstellung" durch Medikamente braucht, damit es einem besser geht. Jetzt erlebe ich es selbst, bei mir sind es homöopathische Mittel (Hochpotenzen und Urtinkturen) und ein niedrig dosiertes Antidepressivum (Zoloft). Es verblüfft mich. Seit ich meine Schwarzweiss-Sicht verloren habe, geht es mir besser: Es ist erstaunlicherweise *ironie* nicht zwingend, für medizinische Hilfe seine Seele zu verkaufen! Ich muss mich nicht für die "richtige" Medizin oder Weltsicht entscheiden. Ich entscheide mich für meine eigene Wahrheit.

Freitag, 6. Mai 2011

Es schneit...

Erst schaute ich blöd.
Es sind die Pappelsamen!

Wow-eine-nackte-Frau …

Etwas wirklich ganz Neues und Ausgefallenes.
Elisabetta Canalis: Öffentliches Ausziehen für die Tierrechte.
Fleisch statt Pelz.
Aha. Toll …

Montag, 2. Mai 2011

Ich will Zauber!

© planet112.blogspot.com


Die Welt. Nüchtern betrachtet bekommt sie mir nicht. Anstelle von Alkohol ziehe ich jedoch das Träumen und Visionieren vor …

Lebensstrandgut

Beim Kelleraufräumen lässt sichs gut übers eigene Leben sinnieren. Was kommt weg? Was bleibt mir? Zwischen altem Schrott, wertvollen Schätzen und anderem Lebensstrandgut sortiere ich mich selbst… Schlussendlich habe ich mich wiedergefunden.

Freitag, 15. April 2011

Feierabend

Aufatmend ließ ich mich auf das Sofa fallen, was war das für ein verückter Tag gewesen, und griff nach der Fernbedienung. Mir war jetzt alles recht, was mich aus meinen Gedanken herausriss. Ganz egal was es war. Hauptsache, das Dröhnen in meinem Kopf hörte endlich auf! Jetzt nur nicht nachdenken, weg mit all dem Mist, nur ins Vergessen absinken …

Lustlos drückte ich mich durch die Programme. Heute vermochte mich selbst der sonst so zuverlässige Kasten nicht abzulenken. Ich war wie unter Strom. Der Nachbar unter mir war in seinem üblichen Feierabendsuff und heulte wieder wie ein Wolf... Das verbesserte meine Stimmung um null Grad. Ich wünschte mir, meinem inneren Schweinehund auch endlich zu folgen. Ich stellte es mir vor, wie ich brav hinter ihm her dackelte.

Ein leises Grinsen stieg in mir auf und dann musste ich schallend lachen!  Mein hysterisches Gelächter musste auch eine Etage tiefer zu hören sein, jedenfalls herrschte jetzt Ruhe. Die Anspannung der letzten Monate fiel von mir ab während ich mir die Lachtränen aus den Augen rieb. Mein Ärger verschwand. All die Reibereien bei der Arbeit lagen hinter mir, ich hatte mich entschieden: Morgen würde ich kündigen und ab nächstem Montag unbezahlt freinehmen. Einfach so ins Blaue hinaus. Mir wars egal, es fühlte sich saugut an.

Ich sass noch eine ganze Weile still auf dem Sofa während es draussen dämmerte und dann Abend wurde. Dann griff ich zum Telefon und rief meiner Liebsten an. "Schatz, wie wärs mit Ostern in Rio?" Am anderen Ende der Leitung hörte ich erst atemlose Stille und dann einen sehr sehr lauten Jauchzer …



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Diese Kurzgeschichte schrieb ich für die Aktion "Die Flotte Feder" von Follygirl … Zu einem vorgegeben Anfangssatz können alle die Lust haben, eine eigene Geschichte schreiben. An jedem 15. eines Monats wird sie online gestellt und es gibt Kurzgeschichten-Frischfutter.
Hier gehts lang: Follygirls Blog

Donnerstag, 14. April 2011

Schmerzensmutter und Wilde Kraft

Gestern tat es mir wieder in Herz und Seele weh, als ich beim Zugfahren all diese verschnittenen Bäume und Sträucher sah. Da gibt es Bäume die es schlicht nicht mehr schaffen Blätter auszutreiben, verkrüppelt wie sie sind.

Ich starre in die die leergeräumten Landschaft in monotonem Weizengrasgrün oder wahlweise auch auf rostrote totgespritze Felder die so aussehen, als wäre eine Ladung Agent Orange niedergegangen. Was geht da ab?

Ich hadere mit den Menschen, ich hadere und grolle. Mich schmerzt dieser Anblick. Und plötzlich höre ich eine liebevoll amüsierte, weibliche Stimme die meint "Ich bin gnädig!". Ich spüre Grösse, Nachsicht, Geduld. Eine warme Welle Mitgefühl die mir zufliesst und die von mir wieder zurückfliesst. Die Natur antwortet mir. Mein Schmerz verfliegt.

Wind of Change

 Immer dieser Wind. Tag und Nacht. Er weht und weht, geht durch und durch. Wirbelwind, Sonnengezeiten, Mondstürme. Feuer und Wasser. Das Unterste zuoberst gekehrt.

Mittwoch, 13. April 2011

Tagesteller

Lese-Tipp des Tages: Dicke Dinger bei Schibo. Ich grins mir immer noch eins …

Sinnlich-sinnloser Reigen

Gestern abend wollte ich mir auf DVD den Film "Klimt" mit John Malkovich anschauen.Ich hab nicht mal die erste Hälfte geschafft. Ich bin dabei fast eingepennt. Bemüht und hölzern, sowohl die Szenen als auch Malkovich selbst – trotz irrer Szenen und guter Ideen. Der Film ersäuft in sich selbst; sinnliche Opulenz ohne sinnvolle Dramaturgie. Schade …

Montag, 11. April 2011

Das kleine Glück

Mein kleines Glück ist ein stilles Glück. Es drängt sich nicht auf, es will gefunden werden. Ich finde es in Zwischenmomenten. Ein Sonnenstrahl, ein kleiner Käfer, ein Lachen, eine Blume, ein tiefes Gefühl – und unversehens ist es da. Es strahlt, lacht und glänzt, fast wie ein grosses Glück. Diebisch freut es sich, dass ichs doch noch entdeckt habe. Es jubelt aus voller Kehle, wenn ich es endlich gefunden habe. Doch es bleibt bescheiden, es ist immer um mich, still wartet es darauf, entdeckt zu werden. Wenn ich die Augen öffne, es zu sehen, dann ist es da … Und ich wundere mich immer, dass es nur einen Herzschlag weit weg war …

Donnerstag, 7. April 2011

Farbrausch



Unter kuler.adobe.com lassen sich Farbstimmungen zu bestimmten Themen finden. Ich gebe beispielsweise "Spring" als Suchbegriff ein. Kuler zeigt mir nun haufenweise 5erFarbharmonien, die andere User zum Thema Frühling hochgeladen haben. Wenn ich einen Account bei Kuler oder bei Adobe erstelle, habe ich weitere Funktionen zur Verfügung.
Ich kann diese Themen modifizieren, runterladen und für Layoutarbeiten oder anderes verwenden. Oder ich lade ein eigenes Bild hoch und das Programm erstellt aus diesem wieder eine Farbharmonie, diese kann ich beliebig verändern, abspeichern, runterladen, veröffentlichen... Helligkeit, Sättigung, Farbton – alles lässt sich anpassen.

Die Spiele sind eröffnet!

Mittwoch, 6. April 2011

MundArt

Vor kurzem, als wieder mal des Nachts wachlag, spukten mir ein paar hartnäckige Fetzen einer Geschichte im Kopf herum. Versuchsweise begann ich, diese in Mundart statt in Schriftsprache niederzuschreiben. Es war erstaunlich! Ich habe schon seit mehreren Jahren keine Kurzgeschichten mehr geschrieben, einfach deshalb, weil ich mich immer über meine trockene Sprache geärgert habe. In Berndeutsch ist einfach viiieel mehr Fleisch am Knochen! Plötzlich macht mir das Schreiben wieder Spass … Mal schauen, was daraus wird!

Wortspiele

tailleur
d`ailleur

Blowing in the wind …

Eins fügt sich zum anderen. Langsam wird ein Schuh draus. Wenn mir etwas nicht mehr taugt: Weg mit dem Scheiss! Die Fetzen der Vergangenheit sind eben nur noch genau das: Fetzen und Lappen. Das ängstigt mich nicht mehr. Ich lasse sie fliegen. Gutes Wetter, um sie als Drachen steigen zu lassen und ordentlich die Keller und Verliesse zu lüften – und dort kurzfristig und spontan eine Flutlichtanlage zu installieren… Das eine oder andere Dämönchen flüchtet sich dadurch schleunigst ganz wo anders hin. Dahin wo es hergekommen ist. Yeah!

Dienstag, 5. April 2011

Astro-Date

Heute war ich bei einer Astrologin zu einer Standortbestimmung. Im Grunde kann mir sehr selten jemand etwas über mich erzählen, das ich noch nicht weiss (oder zumindest ahne). Das finde ich immer lustig. Es war dennoch sehr informativ und ich jedenfalls mit weit besserer Laune rausgekommen, als ich reingegangen bin. Ich bin auf guten Wegen, was ich schon seit einigen Tagen spüre. Jetzt traue ich dem endlich. Trotz all den Turbulenzen der vergangenen Monate und Jahre.

Einiges in meinem Leben hat sich in Deutung und Gespräch geklärt, bereits Geahntes hat sich bestätigt. Anderes hat mich erstaunt: Scheinbar überwiegt das Element Erde in meinem Geburtshoroskop, da hätte ich eher auf Wasser getippt. Fast alle meine Planeten stehen beim "Ich". Mein Weg führt vom Kollektiven zum Persönlichen. Meine Suche nach Essenz und Perfektion, da grüsst eindeutig Saturn. Ein vorwitziger Merkur in Löwe erklärt meine grosse Freude am dramatischen, möglichst monologen, Vortrag ;)

Es war wie ein Treffen mit lieben alten Bekannten.. Schön!

Rückzug

Luisa Francia schrieb gestern genau über das, worüber ich mir auch schon länger Gedanken mache; über den Rückzug ins Private. Dass sie genau für diesen (sehr bewusst gelebten) Rückzug angegriffen wird, passt zu dem, was ich allgemein beobachte: Hektik, Wut und Ratlosigkeit. Man muss doch jetzt sofort etwas "tun", das scheint die allgemeine Devise zu sein.

Geht es jetzt nicht eher um Besinnung anstelle von Aktionismus? Schon länger lese ich keine Zeitungen mehr, weil ich mich dadurch überfordert und gelähmt fühle. Politisch finde ich mich auch nicht zurecht.
Was soll ich denn glauben?

Verantwortung zu übernehmen heisst doch erst einmal, für sich selber verantwortlich zu sein! Was ist daran anrüchig? Ist das nicht gerade das Zentrale; sich selber und die eigenen Bedürfnisse zu kennen?
Was ist so falsch daran, nach innen zu gehen, sich zu besinnen, ganz eigene Entscheidungen zu treffen, ohne sich in einen Mainstream der Betroffenheit hineindrängen zu lassen?

Ich stellte mir vor Kurzem die Frage: Wo ist mein Platz und meine Aufgabe, wie finde ich diese? Die erste Antwort darauf lautet: Schau erstmal, dass es dir selber gut geht! 

Bei sich selber anzukommen, sich zu besinnen und die Kräfte zu bündeln. Ich glaube, dass das besonders wichtig ist, wenn im eigenen Leben das Wort "Katastrophe" vorkommt. Ich meine damit Erfahrungen und Erlebnisse, bei denen man mehr als nur über seine Grenzen gehen musste und die einen schockiert, verheert und beschädigt haben, leidvolle Tatsachen, die mit viel Schmerz verbunden sind. Egal welcher Art sie sind. Ich glaube, jeder Mensch muss selber erkennen, was es dazu braucht, damit er es überlebt und für sich ein lebenswertes Leben findet. Den Schmerz eines anderen Menschen kann man nur erahnen aber nie ermessen. Es gibt keine Grenzwerte und Richtlinien für Gefühle. 
Ich sehe eine Verbindung zwischen den globalen und den persönlichen Katastrophen. Das Gefühl von Ohnmacht, Trauer und Schmerz ist das gleiche.

Für mich haben die Besinnung auf das Eigene und der Rückzug dadurch einen Sinn. Das heisst nicht, dass ich allein und isoliert bin, denn mir gefällts nicht mehr, mich auf ewig in diesem Zimmer im Elfenbeinturm einzunisten. Ich finde auf diesem Weg aber nach wie vor meinen persönlichen Zugang zur Welt. In dem ich mich zurückziehe, mich zentriere und meine Kräfte bündle, rücke ich in meinem Inneren alles an seinen Platz. Dann tue ich wirklich etwas, das der Welt nützt … und alles Weitere folgt daraus …

Montag, 4. April 2011

Emo & Drama-Queen

Es hat auch Vorteile, noch auf der seichtesten Pfütze surfen zu können: In meinem Leben ist immer was los! Der Nachteil ist, genau in dieser Pfütze auch ersaufen zu können …

Donnerstag, 31. März 2011

Dem Selbst vertrauen …

Selbstvertrauen heisst, dem Selbst zu vertrauen. Doch ich habe gelernt, mir selber und dieser inneren Wahrheit gründlich zu misstrauen. Dem Selbst zu vertrauen ist für mich trotzdem das einzig Wesentliche. Das ist keine Einbildung, es ist kein Traum und kein Wolkenkuckucksheim – sondern es ist mein Leben, mit seiner eigenen Weisheit und Wahrheit. Mein Verstand meint, ich bewege mich mit ihr in unsicherem Gewässer und beschreite gefährliche terra incognita, der er nicht trauen kann und will. Er sendet dauernd Notsignale an den Rest der Truppe, verlangt den Stopp der Reise. Die Mannschaft steht dann irritiert im Schilf rum. Dann muss ich als Chefin an Deck treten und sagen: Aaachtung! Weiter gehts! Alle an ihren Platz!!

Lithopolis

Dort werde ich gemütlich über Ostern ein paar Tage im Hotel verbringen ... 
Und ich freuuuuu mich schon so!
Tipp: Der Ort liegt von Bern aus gesehen nicht im Süden, Westen und nicht im Osten :)
Nordost passt besser … Hier:  47° 39′ 33.65″ N 8° 51′ 34.09″ E


..................> Stein am Rhein!

Mittwoch, 30. März 2011

Fragil und doch stark

Es ist seltsam, sich fragil und stark zugleich zu fühlen. Ich kann es nicht einordnen. Weil ich mich selber nicht einordnen kann. Jeder Moment fordert Aufmerksamkeit. Und gerade geht es total nach innen, an die Substanz. Die äusseren Anforderungen sind unwichtig. Zu diesem Zeitpunkt fordert mein Innenleben meine ganze Aufmerksamkeit. Es keine Flucht, sondern eine Notwendigkeit. Würde ich das Ganze überspielen, käme es später noch dicker. Mir ist nach Rückzug und Innenschau. Mal schauen, wie ich hinbekommen kann. Es ist wichtig …

Movie

Ein Buch ist ein kinetisches Objekt.

Dienstag, 29. März 2011

Dienstag, 22. März 2011

Intuitiv up to date

Ich habe noch weiter über das nachgedacht, was ich am am 16. März geschrieben habe. Kann ich es so stehen lassen, kann ich dazu stehen? Ja, ich kann. Der Welt gehts auch nicht besser, wenn ich hektisch werde oder mich vom Tagesgeschehen fremdbestimmen lasse. In der Klausur kann ich für mich selbst sortieren, was mir wichtig ist. Wenn ich soweit bin, kann ich mich wieder der Welt zuwenden. Störfunk kann ich im täglichen Leben nicht brauchen, da ist genug anderes zu sortieren. Störfunk ist all das, was mich von meinem intuitiven Weg abbringt.

Ich glaube immer weniger an eine objektive, messbare Wahrheit. Die einzige objektive Wahrheit ist die subjektive, denn wer Anschluss an die eigene Intuition hat, ist immer online und up to date …

Montag, 21. März 2011

Frühlingssegen

Es ist eindeutig Frühling: Die katholischen Pfarrer kommen aus ihren Krypten und präsentieren ihren Nachwuchs.

Freitag, 18. März 2011

Mittwoch, 16. März 2011

Alles im Griff! Oder?

Die globalen Katastrophen haben zur Folge, dass ich selber immer ruhiger werde. Mich immer mehr auf das besinne, was MIR wichtig ist. Zentrierung. Meine 7 Sachen und Sinne beieinander behalten. Etwas anderes erscheint mir sinnlos.

Wieso sollte ich mir die Horror-Meldungen reinziehen. Um dann in Panik zu geraten? Mich schreckt das verwendete Vokabular: etwas unter Kontrolle haben. Wann hatte der Mensch jemals etwas unter Kontrolle? Und wieso glaubt er immer noch daran? Wer nicht schon vorher misstrauisch war, könnte es jetzt werden …

Mittwoch, 9. März 2011

Die Erde kocht

"Lasst uns durch die Minen von Moria gehen!" sagt Gimli in "Herr der Ringe", nachdem die Passage durch die Berge von Saruman verunmöglicht wurde. Was danach kommt, wird Legende: Die Zwerge haben in der Vergangenheit zu tief gegraben und das Grauen in der Tiefe geweckt, einen Balrog, ein Wesen aus der Unterwelt, aus dem Erdinnern. "Du kannst nicht vorbei, Flamme von Undûn" schreit Gandalf einige Zeit später, bevor er selber in eben derselben Tiefe verschwindet … (und als "Gandalf der Weisse" später aufersteht, doch das ist eine andere Geschichte) …

ikarus

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Mensch, Charlie …

Auf neue Folgen dieser "Familienidylle" muss ich wohl zukünftig verzichten. Da die Realität die Fiktion längst schon mit Lichtgeschwindigkeit überholt hat. *Prost* Charlie Sheen … Hat mich gefreut! Vielleicht schaffst dus ja noch in die Reha. Danach gehts erst recht los! Denn Rehab (und danach ein neuer Film/eine CD/neue Karriere ist ja DER Trend in Hollywood.

Dienstag, 8. März 2011

Mitten in der Pampa ist mitten im Leben!

Wenn ich mir sage, ich lasse die die alten Begrenzungen hinter, dann stelle ich mir immer ein altes halbzerfallenes Holzfort mitten in der Prärie vor. Das steht dort, völlig morsch und sinnlos inmitten einer grünen Landschaft. Wozu ist das noch nütze? Erst da merke ich, wie absurd diese alte Grenzen sind!

Bei den Bachblüten würde da WALNUT (Nr. 33) entsprechen, mit der Hilfe von Walnut lassen sich die alten Begrenzungen leichter überwinden.

Die sein, als die ich gemeint bin!

Die Gedanken aus dem Interviewbuch mit Marshall B. Rosenberg* öffnen mir neue Räume. Ein Aha-Erlebnis folgt aufs andere. Ich verstehe plötzlich, warum mein Leben mir so mühsam erscheint. Ich gehe davon aus, dass es mühsam ist in der Welt, dass sie mir sowieso feindlich gesinnt ist und es hier keinen Platz hat für mich. Deshalb bin ich ständig am Kämpfen. Dauernd sehe ich Dinge und Zustände und Menschen, die zu verbessern sind. Ich analysiere, beurteile und verurteile: Dabei fürchte ich mich doch selber am meisten davor, in Schubladen gesteckt zu werden! Ich empfinde Misstrauen, Angst, fühle mich verunsichert und wünsche mir zugleich, einfach Mensch unter Menschen sein zu dürfen. Ich will ich selbst sein und bleiben. Ich will die sein, als die ich gemeint bin.


* Marshall B. Rosenberg: Konflikt lösen durch gewaltfreie Kommunikation. Ein Gespräch mit Gabriele Seils. Freiburg: Herder, 2004, ISBN 3-451-05447-7

Freiheit aushalten

Was ich gestern geschrieben habe, ist noch nicht das, worum es mir geht, es klingt noch nicht passend. Es geht mir nicht um eine Schuldzuweisung, sondern darum, zu erkennen, wo ich mich selber erfolgreich verhindere, eben weil ich den alten Mustern folge. Mir geht es darum, dass die meisten Menschen stark durch Verhaltensmuster geprägt sind, die wenig mit ihnen selbst zu tun haben. Die Konsequenzen davon werden mir zunehmend bewusst: Ich fühle mich frustriert und frage mich, was ich eigentlich vom Leben will/erwarte. An diesem Punkt merke ich, dass mir die Welt offen stehen würde, wenn ich die alten Grenzen als nichtig erkenne. Diese Freiheit muss ich erstmal aushalten (!!!) bevor ich sie dann genüsslich auskosten kann!

Montag, 7. März 2011

Der Ort

Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.
Dschalâl-ed-dîn Rumî

Unbequem Grossartig

Wann wurde mir weisgemacht, dass es im Leben nicht um die Erfüllung und Verwirklichung meiner Bedürfnisse geht? Haben diese Menschen es selber geglaubt oder mussten sie ebenfalls davon überzeugt werden? Und wann hab ich selber beschlossen, es zu glauben? Warum halte ich immer noch daran fest, obwohl das für mich nicht taugt, noch nie getaugt hat? Es gibt heute niemand anderen mehr, der mir vorschlägt, wie ich zu leben habe.

Warum halte ich mich dann ständig an den alten Begrenzungen auf?

Warum gebe ich anderen zu spüren, dass auch sie sich gefälligst danach zu richten haben, dass das Leben kein Ponyhof ist? Wann bin ich so bestimmend, ängstlich, zögerlich und gehemmt geworden?

Herauszufinden dass das Alte nichst mehr taugt, das ist das eine, es ist ein Anfang. Etwas ganz Neues zu kreieren das ist ungewohnt, unbequem und gross … Manchmal scheinbar eine Nummer zu gross!

In wie vielen welchen Momenten ahn(t)e ich bereits, dass alles auch ganz anders sein könnte! Und dieses Gefühl wird immer stärker und deutlicher, wird zur beständigen Erinnerung, dass ein anderes Leben besser für mich wäre.

Meine tiefste Sehnsucht ist:  Mein Leben ganz nach meiner Vorstellung
zu leben und gerade auch mein Arbeitsleben!

Neu! Alles auf Start! Ein grosses Gefühl …

Freitag, 4. März 2011

Es kommt noch viel besser …

Die Veränderung im Denken ist der Anfang. Es kommt noch viel besser!

Ich merke: Es reicht nicht, nur die alten Muster immer besser zu erkennen (und dann ewig darauf rumzukauen).

Es lohnt sich nicht, sich zu grämen,weil vieles nicht lief, wie es hätte laufen müssen (in einer idealen Welt …).

Ich gebe mich frei.
Ich lasse los.

Ich fühle mich gut, weil endlich mein verzagtes, verstocktes Herz befreit und lebendig schlagen kann!

Schöne Worte

Wahrnehmung
gehört für mich zu den schönsten Wörtern der deutschen Sprache.
Ich nehme wahr. Was nehme ich für wahr? Fürwahr.

Donnerstag, 3. März 2011

Verwertbare Neurosen

Wenn Woody Allen sein Leben lang Filmstoff aus seinen Neurosen gewinnt, sollte mir das doch mit Schreibstoff ebenso gelingen!

Worte finden

"Weiterbildung" auf Französisch: "Perfectionnement".
Wunderbar …

Mittwoch, 2. März 2011

Das eigene Leben.
Das Eigene leben.

Happy Birthday, Fritz!

Bedřich Smetana würde heute seinen 187. Geburtstag feiern …
Hier habe ich ihn schon mal zu Besuch in meinem Blog gehabt.

Traumpfade

Es gibt Tage, an denen kann ich nicht geradeaus und logisch denken, sondern ich denke vernetzt und bildhaft. Eigentlich ist es eher ein Fühlen und Sehen anstelle von Denken. Mondhaft. So heute.

Montag, 28. Februar 2011

Made in Dagenham

Gestern im Kino gewesen. Fand den Film sehr gut. Sally Hawkins habe ich alles geglaubt! So echt und überzeugend wirkte ihr Schauspiel. Stellenweise hätte ich laut raus heulen können, weil mich der Kampf der Frauen so mitgerissen hat (Fabrikarbeiterinnen bei Ford, Ende der 60er Jahre).

Sehr blöd und irreführend dagegen der übersetzte Titel (Englisch übsetzt in Englisch?):
"We want Sex" > Geht komplett am Thema vorbei.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Mancherorts immer noch nicht erreicht, wie frau hört.

Englischer Trailer: Hier!

Freitag, 25. Februar 2011

Wehmut und Dankbarkeit

Ich merke, dass die Trauer um ein Tier genauso intensiv und langwierig sein kann, wie diejenige um einen Menschen. Max fehlt mir – und ich denke viel an ihn. Mir kommen immer wieder viele schöne gemeinsame Momente in den Sinn. Das ist das, was mich dankbar macht, trotz der Traurigkeit. Zudem habe ich den Eindruck, dass der Tod und was danach kommt, für die Tiere nichts Beängstigendes ist, sie sind schon die ganze Zeit in dem Fluss von Werden und Vergehen. Sie sind in diesem Strom geborgen, gegen dessen Sog wir Menschen uns so sehr wehren. Ohne Erfolg natürlich >_< Ich habe ein gutes Gefühl wenn ich an Max denke; es gehe ihm gut, lässt er mich wissen. Ich glaubs, denn ich kann es spüren. Und es macht mich fröhlich.