Meine Blogroll

Sonntag, 13. Februar 2011

Das Leben als Meditation

Seit längerem spiele ich mit dem Gedanken, mal wieder ein spirituelles Seminar zu besuchen. Heute ist mir plötzlich klar geworden, dass ich das gar nicht zu tun brauche. Ich bin ja selber dran! Ich finde in meinem Leben täglich genügend Sinnlich-Besinnliches, Momente des Staunens und Innehaltens. Ich habe Freundinnen und Freunde, die auch unterwegs sind; der Austausch ist da. Mein Alltag fordert mich die meiste Zeit als ganzen Menschen, es gibt kein Ausweichen auf die rein materielle oder rein geistige Seite des Lebens: Meine Seele sucht von selber Futterstellen und Ruheorte, der Körper fordert das Seine, der Geist auch. Und, was mir am Wichtigsten erscheint: Ich habe gar keine Lust auf Vorgekautes und Vorverdautes von irgendwelchen spirituellen Lehreren... Ganz im Gegenteil. Mehr denn je freue ich mich an meinem ganz eigenen Weg! Das Leben bringt die Lektionen und Aufgaben ganz von selbst mit sich. Wer Augen hat zu sehen, der sieht. Wer Ohren hat zu hören, der hört... So das Herz offen und bereit ist! Der Weg nach innen ist 24h Stunden geöffnet! Wieso sollte ich auch noch dafür bezahlen? Das erscheint mir plötzlich als absurd >_< ...

Kommentare:

  1. Hm.... ich bin zwei Mal in einem buddhistischen Retreat gewesen. Das erste Retreat war einfach super. Das zweite hatte auch seine guten zeiten. Habe viel über mich und meine Wut gelernt :O)

    Die Lehrerin schlicht, ruhig, humorvoll, Schweizerin...
    Das Schweigen, die Meditationen und das bewußte Gehen immer nur auf einer kleinen Stelle im großen Garten, das hat mir sehr viel gebracht. AUch das zusammen sein mit mir fremden Menschen, die aber alle einander mit Respekt und Achtung behandeln. Das war eine ganz eigene Erfahrung, die ich vermisse.
    Natürlich kann frau das auch zu Hause haben. Lernen kann man nur im hier und jetzt. Der Alltag ist der Weg zur Weisheit und innerem Frieden.
    Ich fahre Ende März endlich wieder in der Haus der Stille und lasse auf mich zukommen, was mit mir passiert. Das es so lange dauert hat mit dem Problem der Ernährung zu tun und das ich oft nicht die körperliche Kraft habe das Pensum durchzustehen.

    Es kostet die Unterhaltskosten für Haus, Essen. Die Lehrerin kostet nichts, denn nach der buddhistischen Lehre ist das lehren unbezahlbar. Aus Dankbarkeit zahle ich das, was ich zahlen kann und weiß, daß die Lehrerin damit leben kann und anderen eine Lehrerin sein kann.
    Grüße
    Oona

    AntwortenLöschen
  2. ich schliesse nicht aus, dass ich mal wieder in ein seminar gehe :) konnte auch schon viel gutes erleben. ich entdecke nur gerade ganz bewusst, was das leben einem in dieser richtung bieten kann... neige zum seminar-hopping ;)

    AntwortenLöschen