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Samstag, 20. Oktober 2012

Gedanken über Krankheit und Gesundheit (1) – Es schaffen –

Jeder sein eigener Patient
Gerade habe ich, betreffend der Bachblüten, daran gedacht, dass ich eigentlich meine beste Patientin bin. Seit Jahren nehme ich sie selbst, selten mache ich Beratungen, das ist nie ins Laufen gekommen. Sinnig. Das brachte mich zum Schmunzeln.

Dr. Bach sagte sinngemäss in seinen Schriften:
Betrachte die Bachblüten als Teil deines Weges.
Wir selbst sind unsere besten Patienten.


Das will heissen, wir sind keine Übermenschen die vor schwierigen Emotionen und Schicksalsschlägen gefeit sind. Das Leben bringt immer wieder neue Herausforderungen mit sich. Dr. Bach selbst ist relativ früh an Krebs gestorben.

Es "schaffen" – was heisst das eigentlich …
Ich glaubte früher wirklich daran, ich würde es einmal "geschafft" haben und dann würde ich keinerlei depressiven Rückfälle und seelischen Täler mehr erleiden. Ja, ich dachte, jetzt kenne ich ja den Weg und nun kann ihn auch anderen zeigen! So wie ich es gemacht habe, so wie ich meinen Weg aus der Depression gefunden habe, so können das andere auch andere für sich erreichen. Ich dachte stets: Was ich kann, das können andere auch. Ich glaubte fest daran, dass ich mir nur völlig über mich selber bewusst werden muss, um mein Leben immer an auf der Sonnenseite leben zu können.

Krank werden = Versagen?
Ich fühlte mich als Versagerin, als ich wieder doch wieder krank wurde und schwierige Momente hatte. Hilfe anzunehmen fällt mir schwer. Und mein Weltbild wurde immer wieder aufs Neue erschüttert. Krank sein heisst versagen? Gesund sei heisst siegen? Leben = Gut. Krankheit und Tod = Schlecht. Das geht nicht auf.

Keep smiling?!
Es geht für mich nicht mehr darum, immer oben auf zu sein oder gar den Weg für andere zu wissen und weisen zu können. Oder um die Fähigkeit, immer mit einem triumphierenden Lächeln und cleveren Plan durchs Leben zu gehen. Ich will den ganzen Weg gehen.


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