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Samstag, 15. Dezember 2012

Über Religion und Neurosen

Selbst im Traum beschäftigte mich der Film von gestern Abend noch: Populärmusik aus Vittula. Am meisten hängengeblieben ist bei mir die Familie von Niila. Der religiöse Fanatismus und die gleichzeitige Brutalität seines Vaters Isaak. Die Laestadianer musste ich dann googeln. Pietismus auf die brutale Art. Wo da die Innerlichkeit und Gottesbezogenheit sein soll ... Wobei es im Film ja auch heisst, Isaak habe sich an Gottes Stelle gesetzt … In sehr streng christlich-religiösen Familien scheint die "Züchtigung" von Kindern generell verbreitet zu sein. Die Erbsünde muss ausgetrieben sein, die Schulden müssen bekannt werden.Verbrechen aus religiöser Verblendung.

Wobei ich den Pietismus, aus eigener Erfahrung, auch von der sozialen Seite her kenne. Nicht von mir, aber aus der Familie. Zuwendung zum Menschen, Gemeinschaftsgeist, Bescheidenheit, tätiges Christentum. Die neurotische Seite ist aber genauso gut bekannt. Das ewige sich Niedermachen à la "Wir sind alle Sünder" und "klein vor Gott". Das hat mich schon als Kind befremdet und mich auf andere Wege gebracht. Einen Gott vor dem ich mich klein und unwert fühle, den brauche ich nicht.

Das Buch Religiöse Neurosen von Helmut Hark kann ich zum Thema empfehlen.

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