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Samstag, 9. Februar 2013

Keine Antwort ist auch eine Antwort

Wir kenne uns von der Ausbildung her. Ich hatte sie ein wenig unter die Fittiche genommen, fühlte mich verbunden. Ab und zu kommt ein Brief, ein Mail oder auch ein SOS-Signal, reagiere ich darauf, kommt manchmal ein Echo, manchmal keines.

Ich glaube sie würde es nicht mögen, über sich hier zu lesen, doch ich muss es deponieren.

Einmal kam per SMS die Mitteilung "Ich kann nicht mehr" – ich mache mir Sorgen, gerate in Panik, versuche zu helfen, biete per SMS an, dass sie zu mir und zu V. kommen kann. Wir können reden. Keine Antwort.

Ende des letzten Jahres ein langer und intensiver Brief, in dem sie ihre Probleme und Zweifel schildert. Kinder, Beziehung, Glauben. Ich habe mich gleich hingesetzt und eine Antwort entworfen; es wurden immer mehr und mehr Seiten, ohne dass ich es richtig getroffen hätte. Ich versuchte es in mehreren Anläufen. Dann habe ich es gelassen. Ich kenne sie und ihre Situatuon zu wenig, um darauf zu antworten. Die Zeit ging vorüber. Ich fühlte mich nicht stark genug, für sie da zu sein. War mal wieder selber am Rudern.

Jetzt , wo es mir besser geht, fühle ich mich präsent genug. Diese Woche habe ich ihr dann eine SMS geschickt, in der ich ihr für den Brief dankte, mitteilte, dass ich viel darüber nachgedacht habe, jedoch diese Fragen nicht beantworten könne. Schrieb, dass wir uns stattdessen doch einmal treffen könnten um mit den beiden Kleinen spazieren zu gehen, schlug diesen Samstag vor. Keine Antwort.

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P.S.: Und sie hat sich doch noch gemeldet, heute nämlich (15. Februar) …


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