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Montag, 4. Februar 2013

Wasserwelten (5)

Das Projekt Aquarium

25 Liter Becken // Version 1.0

... das läuft jetzt in der 6. Woche. Obwohl ich mit dem Streifentest keinerlei Nitrat nachweisen konnte, hatte ich zeitweise viele Algen. Die Scheiben waren mit Teppich bewachsen, einzelne Fadenalgen waren auch da (diese sind nun weg). Wahrscheinlich waren die Werte des Wasser zu wenig stabil, ich hab auch rumexperimentiert, respektive nicht immer gemessen: Ich mischte einfach Leitungswasser mit destilliertem Wasser. Zum Kauf der genaueren Tröpfchen-Wassertests hat mein Geld noch nicht ausgereicht. Möchte mir da noch das Grundset kaufen. Vorerst messe ich halt nur ungefähre Bereiche. Momentan ist das Wasser noch etwas zu hart, der PH-Bereich ist ok, liegt jedenfalls unter 7.

25 Liter Becken // Version 2.0

Die Reste der Cabomba habe ich in einen Topf gesetzt, was es nicht gebracht hat. Auch dort haben sie nur noch vor sich hingekümmert und wurden dann auch immer schlapper, deshalb sind sie nun im Kompostkübel gelandet. Vorerst nehme ich robustere Pflanzen! Die Vallisnerien begannen, wie wild Ausläufer zu treiben. Den Filter musste ich zeitweise mit einem Teefilter schützen, da der Depotboden durch meine Umräumerei Torfstückchen "verlor", die mich fast in den Wahnsinn trieben …

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Algen: Ich glaube ich hatte bisher einfach zu wenig Pflanzen drin alleinzig Vallisnerien, die mickernde Cabomba und Entengrütze. Der Sandboden (der ursprünglich ja für die Triopse gedacht war) hat das Ganze sicher noch beschleunigt. Da gibt es einfach zuviele feine Partikel im Wasser, der Boden war zudem mit der Zeit oberflächig richtig verbacken mit Algen, die Schnecken waren mit der Zeit mehr an den Scheiben als am/im Grund. Ich glaube jedoch, dass Algen eher die menschliche Vorstellung von Ästhetik stören, als dass sie ein ernsthaftes Problem darstellen würden :) Ich meine natürlich, solange das Aq. nicht total überdüngt/überfüllt ist. Nun habe ich die Scheiben gereinigt, den Filter grob ausgespült und das Wasser habe ich sowieso regelmässig gewechselt.

Total genervt von meiner "Pfütze", habe ich die Überarbeitung gestartet. Version 3.0 sah dann folgendermassen aus:

25 Liter Becken // Version 3.0

Ästheisch war ich nun total happy, es wirkte wie ein Zen-Garten – aber ... irgendwie auch lebensfeindlich. Zu leer und zu hell, den Schnecken gefiel das starke Licht nicht. Der nun wieder aufgelockerte Sandboden dagegen sehr, was die wilden kurvigen Spuren im Sand bewiesen.

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Die nochmalige totale Umgestaltung fand am Wochenende statt. Den Sandboden habe ich teilweise nun mit feinem Kies über/unterlegt, es war ein riesengrosses Umräumen und Umgestalten! Manche Bereiche bestehen nun nur aus Kies, bei anderen dominiert der Sand. Nach hinten rechts steigt die Landschaft an. Die Vallisnerien sind raus und warten in einem Behälter auf ihren späteren Einsatz, das gleiche betrifft die Entengrütze.

25 Liter Becken // Version 4.0

Neu als Pflanzen dabei sind: Anubia nana, die auf eine gut gewässerte Mangrovenwurzel aufgebunden ist und im Bodengrund stecken rechts neu erworbene Cryptocoryne wendtii broadleaf. Zu den Cryptocorynen habe ich je eine fixfertige Düngekugel *JBL* gesteckt, mal sehen, was daraus wird. Die Wuzeln habe ich leicht mit Kieseln bedeckt. Irgendwelche Moosfitzelchen unbestimmter Art, habe ich ganz links an eine Kante der Wurzel geklemmt, bin gespannt ob sich da etwas tut …

Den bisherigen Deponitboden einer teuren Marke ;) habe ich nicht nochmals ausprobiert, da mich bei vorherigen Versuchen die Torfstücke total nervten, die aufschwemmten, niemals mehr untergegangen sind und dann irgendwann im Filter landeten oder an der Scheibe klebten. Aaarghhh! Diesen Boden möchte ich für den 23-Liter Nanocube aufbewahren, der noch auf seinen Einsatz wartet. Da dort ein anderer Filter (Sinterröhrchen?) ins Spiel kommt, sind mir dann auch die Torfstückchen egal.

An das dunkle Design des Beckens muss ich mich wirklich erst gewöhnen. Als ich fertig war, musste ich mehrmals leer schlucken, denn ich mochte die lichte Wirkung der Vallisnerien und des Sandes sehr sehr gerne. Von der Pflege her hat sich das mit dem Sand aber einfach nicht bewährt. Vielleicht starte ich einmal ein ganz neues Sandbecken, wenn ich mehr Erfahrung habe und das mit dem Zusammenbacken des Sandes lösen kann! Vielleicht wäre es mit einer Art Bodenbelüftung oder mehr Schnecken gelöst? Grösseres Aquarium mit mehr Pflanzen?

Dunkle Wirkung von Version 4.0: Da fehlte mir schlicht die Erfahrung. Ich wusste nicht, wie dunkel die Wurzel und die Anubien tatsächlich rüberkommen. Allerdings will ich das Ganze nun endlich in Ruhe lassen. Jetzt bieten sich endlich auch richtige Verstecke die Tiere. Und da ich in einigen Wochen einen Trupp Zwergpanzerwelse einsetzen will, musste ich einfach mehr Struktur anbieten. Sand zum Wühlen haben sie immer noch reichlich. Jetzt geht es noch an den Feinschliff. Die Filterwirkung scheint mir noch ungenügend. Sie soll zwar bis 40 Liter Nanos reichen, doch ich glaube nicht, dass das hier reicht. Hab da auch schon einen Plan …


1 Kommentar:

  1. Na endlich: Bilder vom Becken - es wird schön! Könnten ruhig noch mehr Pflanzen sein Anne - damit alles stabiler läuft und eine beckenfüllende feinverzeigte Wurzel mit aufgebundenen Pflanzen wäre sicher der Traum deiner Schnecken. Ich finde jedes Gurkenglas mit ein paar Pflanzen bereits entspannend. Ein Aquarum ist wie ein dickes spannendes Buch, eine Welt in die man total abtauchen kann...

    Recht anteilnehmende Grüße
    Ev

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