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Donnerstag, 15. August 2013

Fragment statt Film – Eine dunkle Begierde

Habe gerade den Spielrein/Jung/Freud-Film «Eine dunkle Begierde» mit Keira Knightley gesehen. Der Film hat mich seltsam kalt gelassen und die erotischen Szenen sind tatsächlich peinlich bieder. Und die patriarchale Herrenszenerie mit Frauendekoration, so mag das gewesen sein, obwohl man sich damals für fortschrittlich hielt. Bei der Anstaltsatmosphäre schauderte es mich. Männer im Anzug, behaubte Krankenschwestern und halbnackige Patientinnen in dünnen Kleidchen.

Einzig an Sabina Spielreins Entwicklung nahm ich Anteil. Die Anfälle von Sabina konnte ich auch nachvollziehen, auch die die Verknüpfung von Schmerz und Lust, sie kommt mir bekannt vor. Sabina Spielrein und den Anarchisten Otto Gross musste ich, wegen Gefallen, googeln.

C. G. Jungs Gleichgültigkeit/Distanziertheit gegenüber seinen Kindern, seiner Frau; war das so? Man sieht ihn sich nie mit seinen Kindern abgeben. Oder hat man diese Beziehung nicht weiter darstellen wollen? Alles in allem dünkt mich dieser Film ein Fragment, eher was Halbes als was Ganzes.
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Next!

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Und ich persönlich glaube, die Welt würde gesünder, würde man die dunklen Begierden aus dem Keller holen. Aber nicht nur in diesem Film findet sich keine wirklich passable Lösung dafür.

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