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Donnerstag, 5. Juni 2014

Ökonomisierung aller Lebensbereiche

… las ich im Netz, es mag in einem Blog gewesen sein. Ich erinner mich nicht mehr. Falls sich jemand in seinem Blog dazu geäussert hat, der hier mitliest; bitte melden! Dann verlinke ich sofort …

Diese drei Worte haben viel in mir angestossen. Ich habe mich schon früher immer geweigert, nützlich zu sein. Ich wollte ich sein. Punkt.

Klar nützt es mir, wenn ich ein Einkommen habe. Aber inwieweit muss ich mich dafür (be)nutzen lassen? Da ich kein karriereorientierter Mensch bin, schaue ich, dass ich nicht unter die Räder komme. Das gelingt mir. Trotzdem beschäftigen mich diese Themen.

Ökonomisierung aller Lebensbereiche heisst das auch; entweder sind wir Konsumenten und somit Leistungsträger oder dann Kostenfakor (?)

Dass das aktuelle Leistungsideal krank macht, liegt für mich auf der Hand. Nonstop Leistung: das kann nicht mal von Maschinen erreicht werden, auch diese geben irgendwann auf, müssen gewartet werden oder brauchen Ersatzteile; also sind wir eine Ersatzteilegesellschaft?

Schneller, höher, weiter! Heute muss sich ein Geschäft nicht nur rentieren, sondern der Gewinn muss sich deutlich sichtbar steigern. Nur dann läuft es (scheinbar) gut. Mehr, mehr, mehr ...

Wie verträgt sich das denn bitte mit der gerne zitierten "Nachhaltigkeit"?
Umgang mit Ressourcen ... Krankheit ist in diesem Fall etwas, da von aussen über mich gestülpt wird: Gehen wir zum Arzt und sagen: Mach das weg! Ich habe nichts damit zu tun!

Der Arzt stellt mich ein/operiert mich/weiss, was gut für mich ist; selber kann ich das ja nicht.

Es MUSS besser werden; was heisst das dann? 

Meiner Meinung nach: Ich muss wieder funktionieren ..

. . .

Das sind so Gedanken, die mich beschäftigen.


---  PS ---
Hier habe ich noch einen Link zum Thema

Kommentare:

  1. also, echt, ich bin schon noch nicht so gewandt mit dem umgang korrigieren oder löschen is blogs. eigentlich hatte ich nur vergessen, beim zitat den namen der autorin einzufügen. lösche doch bitte die beiden leeren kommentare. danke. hier also, dieses mal klappt es :-)

    guten morgen, ökonomisierung aller lebensbereiche. da wird mir ganz gschmuch. und mit nachhaltigkeit verträgt sich schneller höher... eher wenig. aber das sind ja hoffentlich nicht dieselben leute... oder irre ich da? vermutlich gibt es auch da überschneidungen.

    Luisa Francia:

    "Wo du nützlich bist,
    wirst du benutzt.
    Sei Königin
    deines eigenen Reiches
    und du wirst
    wie eine Königin behandelt.
    Achte dich selbst,
    achte auf dich selbst
    und du wirst geachtet.
    Verzeih dir selbst
    und alles kommt
    ins Gleichgewicht.
    Sei eigenmächtig
    und niemand wird
    Macht über dich haben."

    damit bin ich zu etwa 85% einverstanden. es soll mich aber auch nicht zu allmachtphantasien verführen. denn manchmal werden situationen erzeugt, auf die ich wenig bis keinen einfluss habe. jedoch: ich übe ... :-)

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    1. hm, deine antwort (über)fordert mich jetzt etwas ;) es sind mehr gesellschaftliche tendenzen oder allgemeine slogans die ich da aufgreife und beackere. ich musste das einfach mal in reisserischer form festhalten um mir den kropf zu leeren ..

      ich finde es wird so viel geschwollen daher geredet oder geschrieben wo es doch eigentlich ums geschäft(en) geht. doch, manchmal ist es tatsächlich so, dass von beidem die rede ist, man will nachhaltig sein (angeblich) und dabei eigentlich nur etwas verkaufen. wobei sich das für mich ausschliesst. Werbung im sinne von: verkaufen sie uns ihr altes auto und kaufen sie sich bei uns ein hybridauto ;)

      das gedicht von luisa kenne ich, danke fürs erinnern. für mich ist vor allem der letzte absatz wichtig. wobei ich das vielleicht etwas anders interpretiere als luisa.
      manchmal ist man gegenüber äusseren umständen gegenüber ohnmächtig - und ist doch geborgen, so habe ich es jedenfalls schon selber erfahren.

      ui, viele mir wichtige themen in einem einzigen kommentar ..

      lieber gruss
      anne

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