Meine Blogroll

Dienstag, 29. Dezember 2015

So gut wie selten gefeiert

Die Festtage waren unterhaltsam wie nie. Ich weiss nicht, wann wir das letzte Mal soviel gelacht haben. Es wird Jahre her sein und wahrscheinlich war es noch vor dem Tod des kleinen Bruders. Einmal Weihnachten mit der Mutter und ein paar Tage später mit dem Vater. Mir geht es gut. Ich bin mit mir selber im Reinen und die Vergangenheit hat mich an den Festtagen nicht eingeholt. Ich bin da. Ich lebe mein Leben.

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Gnädiger Nebel




Wenn schon der Winter nicht mehr das ist, was er mal war ..
 dann gibt wenigstens der Nebel dieser Jahreszeit etwas ganz Besonderes.

Sonntag, 13. Dezember 2015

13.12. Tag der urbanen Schönheit: Der Blick von Eisenbahnbrücken

Im Rahmen der Aktion, die Herr Ackerbau gestartet hat, hier mein Beitrag:

3 x BERN

Ein vertrauter Anblick für alle ÖV-affinen BernerInnen und alle PendlerInnen die diesen Bahnhof tagtäglich (via diese Passerelle) benutzen: Die Welle von Bern (beim Hauptbahnhof).



Und da ich seit meiner Kindheit vor allem den Blick auf Brücken liebe, vor allem auf jene aus Stahlträgern, hier noch eine weitere Impression aus Bern. Auch eine Art von Eisenbahnbrücke, denn die Trambahn fährt darauf. 
Die Kornhausbrücke (Innenstadt) von unten. Seit der niederländischen Nutzung als Fussweg -- bei der EM 2008 -- ist die Brücke zusätzlich auch als Korenhuisbrug benannt (das Schild ist oranje!) 




Beim Bahnhof Bern Wankdorf (Berns Ausfalltor Richtung Berner/Walliser Alpen -- und Italien -- sowie in Richtung Zürich) war es gar nicht so einfach, ein Bild von den Schienen zu machen, da bei der Passerelle an den Seiten alles vergittert t. Vielleicht ist das den Fussballfans geschuldet, die diesen Übergang nutzen, um vom Zug ins Stadion zu kommen .. und wütend oder euphorisiert zurück.. zur Verhinderung gröberer Schäden an Mensch und Material.









Freitag, 11. Dezember 2015

Urbane Schönheit (Schienen von oben)

Herr Ackerbau (in Pankow) ruft für den 13.12. den Tag der urbanen Schönheit aus. Infos dazu findet ihr hier.

P.S. Mein (bernischer) Beitrag folgt am genannten Datum ..

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Mental gegen die Wand knallen

Aus aktuellem Anlass beschäftigt es mich, wenn ich den Eindruck habe, jemand fährt sein Leben mental immer wieder gegen die Wand. Also auf jedes Gespräch kommen zig (scheinbar) rationale Ausflüchte, warum es eben nicht anders geht. Man darf sich zwar das andauerende Gejammer anhören, kann aber der betroffenen Person nur schwer helfen. Die Umstände sind schuld -- oder andere Personen. Aber nie der jammernde Mensch selbst. Auf diese Weise bleibt alles beim alten -- und man hat auch immer einen Grund, sich zu beschweren. Praktisch.

Ich muss das jetzt wieder weglegen, aber es fällt mir schwer. Ich weiss, ich habe auch lange so gelebt, ich verstehe erst jetzt, wie es für mein Umfeld gewesen sein muss. Autschn.

Bin froh, dass ich da einen Schritt weiter gekommen bin. Und die Menschen in meiner Umgebung sind es auch ... 

Dienstag, 8. Dezember 2015

Long time no see

Eine grosse Ratlosigkeit angesichts der Probleme in der Welt, Blogmüdigkeit im Allgemeinen und der ganz normale Blödsinns des Arbeitsalltags haben mein Blog verwaisen lassen. Ehrlich gesagt weiss ich nicht, was ich noch schreiben soll. Manches was ich gerne niedergeschrieben hätte und auch niederzuschreiben versucht habe -- schien mir zu nichtig oder schlecht formuliert. Also hab ich es gelassen. Ich weiss nicht, wie es hier weitergeht, aber ich wollt mal wieder ein paar Zeilen dalassen.

Dienstag, 3. November 2015

Freitag, 30. Oktober 2015

Gut Ding will Weile haben *seufz*

Gute Entscheidungen brauchen Zeit und Geduld. Das eine habe ich, das andere fehlt mir manchmal.

Zur Zeit überlege ich™ mir, was ich eigentlich will, wohin ich will, was ich beruflich anstrebe. 

In der Vergangenheit habe ich in einem riesengrossen Stress gelebt. Wie gross dieser war, realisiere ich erst jetzt im Rückblick. Ich hatte vor allem und vor jedem Angst und stand unter innerem Druck. Ich bin daran, zu realisieren, dass diese Hetzerei nun vorbei ist und ich die Gestaltung meines Leben wirklich selber in die Hand nehmen darf. Das ist bis jetzt nicht in allen Winkeln meines Selbst angekommen. Dies zu überwinden ist kein einfacher Spaziergang, eher ein ständiger Kraftakt. 

Es gibt verschiedene Richtungen, die mich anziehen, aber nichts was mich zur Zeit wirklich "reisst". Da ist eher Ratlosigkeit. Ich möchte einmal so lange warten, bis ich wirklich spüre, was es denn sein soll -- auch wenn es noch viel Geduld mit mir selbst braucht. "Schnell entschieden" ist manchmal eben auch "schnell bereut". Ich habe in der Vergangenheit oft nur reagiert statt zu handeln. Viele abgebrochene Brücken liegen hinter mir. Vor Schwierigkeiten eingach davon zu laufen, funktioniert nicht mehr. 

Ich sehe bei der Erleicherung meines Leben noch genügend Potential, aber das Grundsätzliche ist erreicht. Ich habe einen lebenswerten Alltag. Und für weitreichende Entscheidungen, für das Umsetzen von Wünschen, da brauche ich dieses Fundament. Das ist mir ebenfalls klar geworden. Auf kippeligem Grund kann man nicht gerade und sicher laufen. 

Es muss nicht immer alles von jetzt auf gleich entschieden sein. Es muss auch nicht immer der ganz grosse Wurf werden. Die kleinen Schritte sind mir wichtiger geworden als früher. Wenn das Fundament gelegt ist, wird auch der Weg sicherer. Denn ich habe die Kraft und die Lust dazu, mir Gutes zu tun und mich nicht mehr mit Schreckensvisionen zu quälen. Die Entscheidungen in meinem Leben liegen wirklich bei mir und ich da auch tatsächlich die Wahl. Es ist mein Leben, um das es geht. 

Meine eigene Einstellung zu mir und zu meinen Leben zählt. Ich selbst zähle. Da ist eine neue Sicherheit, da ist eine lebenswerte Gegenwart - und mit dieser baue ich mir meine Zukunft ...

Geduld, Geduld ..


Samstag, 3. Oktober 2015

Arbeitsintegration -- eigener Druck -- Handicaps -- Arbeit an mir selbst

Freitag, 7. August
An einem Tag wie heute wäre ich früher daheim geblieben. Jetzt bin ich da, bin bei der Arbeit, und versuche das Beste daraus zu machen. Es sind auch meine hohen Ansprüche an mich selbst, die den Druck auslösen. Wenn ich im Kopf keine Klarheit habe, fühle ich mich unsicher. Es hat mit dem alten Gefühl des Ausgeliefertseins zu tun, und mit dem Bedürfnis, mich schützen zu wollen. Aber manches klärt sich eben erst mit der Zeit. Es hilft mir, wenn ich eins nach dem anderen mache, mehr können andere auch nicht tun :)

Diesen Text liess ich unveröffentlicht, bin aber heute wieder darauf gestossen und finde ihn wichtig. Dass ich mir selber den meisten Druck mache, wurde mir erst mit der Zeit klar. Zum Glück ist mir das bewusst geworden. Ich bin heute so stabil und routiniert, dass ich auch die weniger guten Tage bei der Arbeit meistern kann.

Dieses Jahr hatte ich noch keinen einzigen Fehltag aus psychischen Gründen. Die letzten Jahre waren es immer mehrere Tage, an denen ich ausfiel. Einmal konnte ich aus Angstgründen kaum das Bett verlassen.

Dieses Jahr war ich zweimal krank, einmal erkältet und einmal grippig. Da ich bei der Grippe auch Fieber hatte, blieb ich einige Tage daheim. Das dauerte aber insgesamt einige Wochen, bis ich mich wieder richtig erholt hatte. Die Erkältung war zwar heftig, aber ich bin trotzdem zur Arbeit, da dort gerade Not an der Frau war. Nicht dass ich das propagiere, krank Arbeiten zu gehen, aber ich kann nun verstehen, dass man sein Arbeitsumfeld nicht hängen lassen will.

---

Ein Handicap im Arbeitsleben war lange noch mein Selbstmitleid und mein Opfergefühl. Aus dem geschützten Arbeitsumfeld war ich mir gewöhnt, ein "Star" zu sein und immer wieder Lob für meinen Einsatz zu erhalten. Dieses "Gestreichel" fiel dann im normalen Arbeitsumfeld weg. Daran hatte ich zu knabbern .. Den Selbstwert beziehe ich seither viel mehr aus mir selbst. Das musste ich erst lernen.

Für mich war diese vorherige Phase im geschützten Umfeld, die immerhin 5 Jahre gedauert hat, wichtig gewesen, denn ich bekam wieder Vertrauen in meine Fähigkeiten. Durch Coachings wurde ich nach und nach mutiger. Aber dieses geschützte Umfeld hat seine eigenen Mechanismen und Tücken. Eine behütete Pflanze aus dem Treibhaus muss auch einmal ins Freiland .. so drückte es eine meiner fachlichen Begleitpersonen aus. Wie recht sie mit diesem Symbol hatte, das fällt mir erst im Nachhinein auf!

Ich habe Mittel und Wege gefunden, wie ich mich heute auch in schwierigen Zeiten entlasten kann. Das habe ich intus. Dabei hat mir auch die langjährige Psychotherapie geholfen (abgeschlossen 2013). Unter anderem bin ich auch so weit, dass ich es meinem Umfeld bei der Arbeit sage, wenn es mir nicht gut geht. Da ich ansonsten zuverlässig und genau arbeite, kommt auch mein Chef damit klar. Ich habe schon bei der Bewerbung und beim Vorstellungsgespräch keinen Hehl aus meiner lückenhaften Arbeitsbiografie und psychischen Schwierigkeiten der Vergangenheit gemacht -- und stets mit offenen Karten gespielt.

Meine guten Leistungen in der Berufsschule und einige gewonnene Gestaltungs-Wettbewerbe halfen dabei sicher mit. Ich bin froh, dass die Schule mir leicht fiel und ich damit einen Leistungsausweis hatte, denn für mich konnte ich mir kein anderes Vorgehen vorstellen als bei einem Vorstellungsgespräch ehrlich zu sein. Und da gehört eben meine gewundene Biografie dazu.

Erstaunlich dass es auf diese Art und Weise geklappt hat. Da kam mir auch viel Wohlwollen von seitens meines Arbeitgebers entgegen. Das muss auch gesagt werden! Eine solche Chance auf dem Arbeitsmarkt zu erhalten, ist nicht selbstverständlich.

---

Trotzdem war der Einstieg für mich eine harte Zeit. Meine Befindlichkeit wurde unwichtig und die Arbeit rückte in den Vordergrund. Kunden wollten zufrieden gestellt werden, Arbeiten speditiv und doch genau erledigt werden -- und das forderte mich heraus. Es sind nun 3 1/2 Jahre an diesem Arbeitsplatz, eine Zeit in der ich viel an mir und meinen Ängsten, auch meinen Eitelkeiten, meiner Egozentrik, gearbeitet habe. Es gab und gibt Krisen -- aber ich habe heute das Rüstzeug dazu, diese zu meistern. An schwachen Tagen schaue ich heute noch, wie ich mir selber helfen kann -- zB genaue Prioritäten setzen und auch mal fünfe grade sein lassen. Mich macht es Stolz, dass ich meinen Lebensunterhalt selber verdienen kann.

Es ist nicht immer nur das (Arbeits-)Umfeld, das den Einstieg schwierig macht. Man steht sich oft auch selbst im Weg. Psychische Krankheit kann wirklich egozentrisch machen .. die Gedanken kreisen stets um einen selbst oder um die eigene Wirkung nach aussen. Bis zum Exzess: Nachdenken hat einen grossen Teil meiner Kraft und Zeit in Anspruch genommen. Das Grübeln musste ich mir wirklich abgewöhnen! Die Gedanken immer wieder ins Konstruktive lenken -- oder sie einfach laufen lassen ohne ein Drama daraus zu spinnen.

---


Die Rente, die ich zusätzlich bekomme, macht nur 10% von meinem gesamten Verdienst aus. Ich verdienen einen Lohn, der unter dem schweizerischen Mindestlohn liegt, da ich nur Teilzeit arbeite. Ein 100% Pensum lassen meine Kräfte (noch) nicht zu. Mit meiner Erwerbsminderungsrente, damit decke ich nicht mal die monatliche Krankenkassenprämie. Trotzdem fühle ich mich reich. Ich habe einen langen Weg hinter mir und ich fühle mich in der Gesellschaft angekommen. Nach und nach entfalte ich mich und ich freue mich darauf, noch mehr bei mir und meinen Fähigkeiten anzukommen. Denn ich spüre, da geht noch was ...


Freitag, 2. Oktober 2015

Leichter Leben

Mein Fokus ist immer viel zu schnell bei den schweren, schwierigen und belastenden Dingen. Mir wird neu bewusst, wie wichtig es für mich ist, innerlich aufrecht zu bleiben und mich dem Schönen zu zuwenden.

Nicht alles was mich betroffen macht, ist wirklich "meins". Es darf mir gut gehen. Und das ist ok. Die Schwermut ist sowieso immer nur einen Schritt weit weg. Ich muss es mir da nicht noch schwerer machen! Die Last der irdischen Daseins kann erdrückend sein. Der Herbst trägt das seine dazu bei. Ich finde das Leben auf diesem Planeten manchmal schwierig.

ABER: Ich muss nicht beim kleinsten Regen gleich auf den Grund der Ozeane sinken. Wenn mir auch nicht oft nach Jubeln zumute ist, so will ich trotzdem weiter leben und ich lebe gerne! Mich zu freuen ist so schwer manchmal. Darum habe ich bewusst begonnen, mich dem Schönen zu zuwenden, das eben auch da ist. So kann ich sogar anderen etwas weitergeben. Wenn ich fertig bin mit der Welt, kann ich das nicht. Ich will mich, trotz meinem Hang zur Schwermut, leicht fühlen.

Wenn ich bereit bin, auch beim Schönen genau hinzuschauen. Wenn ich mich der Schwermut und der Leichtigkeit gleichermassen widme, stehe ich aufrecht. Wenn ich das Auf und Ab des täglichen Lebens annehme, lebe ich leichter. Wenn ich mich sträube und aufbegehre -- geht es schneller und tiefer runter. Klingt fatalistisch, aber ich empfinde es als richtig für mich, eine gewisse Ergebenheit dem Leben gegenüber zu haben. Das macht es leichter für mich, mein Leben als lebenswert zu empfinden.

Dienstag, 29. September 2015

Familientreffen aufm Vordach




Ein heiteres Familien-Patchwork aus Rentieren und Hirschen.. präsentiert von Berns Traditions-Kaufhaus. Gefunden auf meinem Arbeitsweg.





Freitag, 18. September 2015

Der Tag leuchtet wie ein Juwel



Das fiel mir heute morgen ein, als ich diese Blüte betrachtete.
Und ich mache es zu meinem Mantra für den heutigen Tag.


Samstag, 12. September 2015

Auf der Alp

Gestern, einen ganzen Vormittag lang. Berge, Kühe, Sennen, gemeinsames Käsen -- und ein gut gelauntes Team auf dem Betriebsausflug. Hat das gut getan! Und da war er wieder; der Sinn.. Spüre wieder mehr Kraft in mir. Wenn es zeitlich beim Job reinpasst, gehe ich nochmals hin, für den Abtrieb ins Unterläger (tiefstgelegene Alp), es wird Hilfe gebraucht.

Samstag, 8. August 2015

Über Ernährung (Bücher, Theorien und der eigene Weg)

Neue Bücher
In der Mittagspause liefen mir gestern zwei Bücher über den Weg, die ich gleich gekauft habe. Einmal das Buch über die Grünen Smoothies (Link zu meinem Post), in etwa das gleiche das mein Freund hat, und dann noch eines über die Paleo-Diät (siehe Bilder). Ich bin neugierig. Wie bei allem werde ich auch hier aussortieren, was für mich stimmt -- und was nicht. Ich überprüfe alles auf Tauglichkeit für mich. Nahrungsmittel die ich komplett weglasse, das gibts bei mir nicht. Ich esse (fast) alles.

Daher werde ich sicher auch das Paleo-Programm nicht durchziehen, da sollen zB Getreide- und Milchprodukte komplett weggelassen werden. Vielmehr suche ich in diesem Buch nach Rezepten und Ideen, die sich in meinen Tagesablauf einbauen lassen. Damit ich mehr Abwechslung habe. An der fehlt es manchmal.


Keine Diät!
In habe noch nie in meinem Leben eine Diät gemacht -- und das werde ich auch so beibehalten. Doch über die Erkenntnisse und Theorien anderer zu lesen, das finde ich spannend. Vor ein paar Jahren hab ich mir ein Buch über die Blutgruppen-Diät gekauft, das wanderte nach dem Anlesen gleich weiter zum Flohmarkt. So kompliziert dünkte mich das! Das darf ich essen, das nicht. Ernährungsverbote bewirken bei mir eher nur eines: Frust. Komplizierte Theorien lehne ich ab. Da standen zB bei der Blutgruppen-Diät Speisefische auf dem Plan, von denen ich noch nie gehört habe und von denen ich auch nicht wusste, wo ich diese herbekommen könnte. Andere hingegen, die mir bekannt waren, sollte ich nicht essen. Genauso ging es mir, als ich mich in Veganismus, Metabolic Balance oder LCHF reingelesen habe. Gebote/Verbote am laufenden Band.

Das mag alles funktionieren -- für mich ist es nichts, denn ich will das nicht. Ich stelle mir mein Essen lieber selber zusammen. Mein Programm ist es, kein festes Programm zu haben sondern offen zu bleiben und vor allem: auch auf meinen Körper zu hören.

Grüne Welle und intuitives Essen -- passt zusammen!
Begonnen hat die "grüne Welle" bei mir ja mit dem Romana-Salat, den ich immer noch sehr gerne esse oder im Grünen Smoothie trinke. Wie ich las, wirkt dieser Salat sogar schlaffördernd. Auf jeden Fall habe ich recht gut geschlafen die letzte Zeit. Durch die Grünen Smoothies hat sich einiges bei mir geändert: Ich esse bewusster, ich esse weniger, ich esse weniger Süsses, mein Blutzucker schwankt weniger, ich habe einige Kilos abgenommen. Das unbedingt-etwas-Essen-müssen-oder-ich-dreh-hier-durch (diejenigen die es kennen, wissen, was ich meine..) ist abgeflaut, das war evtl der extremen Hunger/Appetit der Unterzucker-Phasen.

Generell wenn ich müde oder überreizt war, habe ich diesen Stress mit Hunger verwechselt, da mein Körper mir meldete: ALARM -- ENERGIE zuführen! Das hohle Gefühl im Bauch hat das seine dazu beigetragen und ich habe halt was gegessen. Neue Erkenntnis: Nicht jedes Bauch- und Darmgrummeln ist Hunger! .. Aha .. hach, und dazu musste ich erst 36 Jahre alt werden! Erst jetzt, wo der gröbste Stress weg ist, lerne ich Wesentliches für mich und mein Leben.

Ernährung und Verdauung besser verstehen lernen
Von allen Büchern bis jetzt hat mir "Darm mit Charme" von Giulia Enders am meisten weiter geholfen, da die Ernährung und Verdauung sehr bildhaft, unterhaltsam und packend beschrieben wird -- und ich einige Zusammenhänge begriffen habe. Dass es zB auch darauf ankommt, wie mein Körper im Mikrobenbereich "besiedelt" sind und welche Bakterien mir helfen, die Nahrung besser aufzuschliessen und welche eher Bakterien im Verdacht stehen, mich eher mehr zunehmen zu lassen. Ganz alles aus dem Buch habe ich nicht behalten, aber es ist auf jeden Fall eines, das ich unter meine persönlichen Top 50 einreihen würde und bestimmt nochmals lesen werde. (Siehe auch den Post über den Grünen Smoothie; unten).

Meine persönliche Richtung
Für mich ist es eine neue Erfahrung, mich konkret mit meiner Ernährung zu befassen. Vorher habe ich Theorien gelesen -- und gleich wieder verworfen, jetzt ist Ausprobieren angesagt. Diese Richtung interessiert mich: den Gelüsten und Inspirationen folgen, die mein Körper mir gibt. Und dies ist auch eine Spur, die die Autorin Giulia Enders in ihrem Buch legt: das persönliche Befinden ernst zu nehmen. Und das sind jetzt neue Impulse, weniger suchtgesteuerte (wie zB bei der Lust nach Süssem). Das wäre dann das "intuitive Essen": das zu essen, wonach ich wirklich Bedarf und Lust habe. Heute zB musste es plötzlich Trinkmolke sein -- und da ich im Laden keine ohne Süssstoff fand (was ich meide wo ich kann), bin ich auf Buttermilch umgeschwenkt. Sehr lecker!


Mein Post Über Ernährung -- meine 50 Cts
Mein Post über den Grünen Smoothie

Wasserwelten (31)

Dazulernen

Ich lerne dazu und ich mache weiter und gebe mir Mühe, meinen Tieren ein gutes Zuhause zu bieten. Den Zoohändlern glaube ich (nur noch) bedingt. An erster Stelle informiere ich mich mal selber. Ich lernte und lerne vom Lesen in Büchern, bei anderen Bloggern, in Internet-Foren. Ich schaute und schaue Videos auf Youtube, verglich und vergleiche Erfahrungen anderer mit meinen eignen und lerne durch eigene Beobachtungen dazu. Das genaue Beobachten gehört für mich zum A und O in der Aquaristik. Ich kenne meine Tiere inzwischen und kann ihr Verhalten meistens deuten.

Lernen von anderen - > meine Aquaristik Linkliste

Von Robert Jondalar Höck habe ich viel über Guppys und das Vergesellschaften von verschiedenen Nanofischen gelernt, ich mag seinen Youtube-Kanal sehr gerne! Roberts Youtube Kanal und seine 12 Tipps zur Guppy-Haltung. Roberts Website zur Aquaristik. Inzwischen halte ich selber keine Endler-Guppys mehr, aber sie gehören zu meinen Anfängen.

Auf Yvonnes Blog finden sich viele Erfahrungsberichte und tolle Tipps für den aquaristischen Hausgebrauch! Der Blog wird nicht mehr aktualisiert derzeit, ist aber sehr informativ. Aquawahn - Verrückt nach Fisch

Durch das Buch "Kleine Aquarien" von Jörg Vierke und seine Websiten habe ich Mut bekommen für meine Art der Aquaristik (viel Schauen und Beobachten, acht geben, wenig Messen). Selten liest man solch liebevolle Porträts und schaut solch witzig kommentierte Videos wie bei ihm. Das Beobachten des Verhaltens meiner Pfleglinge macht einen grossen Teil dessen aus, was mich an meinem Hobby fasziniert.

Sehr gut geholfen hat mir auch der Aquarium-Guide. Vor allem die Möglichkeit von Listung von Fischen und anderen Wasserlebewesen nach Wasserwerten, Beckengrösse, Beckenregion, Wassertemperatur (links in der Navigation) .. das ist sehr hilfreich und sucht seinesgleichen.

Ich bin nicht in Foren aktiv, aber ich lese viel dort, vor allem bringen einem kontroverse Diskussionen verschiedene, teilweise total entgegengesetzte, Ansichten näher. Das kann verwirren, aber auch sehr hilfreich sein. Im Gegensatz zu einer statischen Website mit Infos eines einzelnen Menschen und zu Büchern (in denen nicht alles auf Erfahrungen beruht) gibts es in Foren verschiedene Meinungen und auch Erfahrungswerte. Eine kleine, unvollständige Liste:

Garnelen-Forum
Aquarium.ch
aquariumforum.de
Aquaristik-live.de

Bei Einrichtungsbeispiele war ich eine Weile aktiv, bevor ich meine Profile deaktiviert habe. Das ständige Aktualisieren der einzelnen Aquarienprofile fand ich mühsam. Eine gute Seite um inspiriert zu werden, wie verschieden man Aquarien besetzen und bepflanzen kann und wie man ein Becken für eine gewünschte Tierart strukturieren kann.
Einrichtungsbeispiele.de

Es gibt natürlich noch viel mehr interessante Seiten, eventuell werde ich diese Liste also noch ergänzen!

Dienstag, 4. August 2015

Leseempfehlung: Andreas Glumm

Weil ich ihn einfach gerne lese. Ich kenne niemanden, der Menschen so beschreiben kann: Als würde er ihnen direkt in die Seele schauen. Was für eine Hommage:
Lehm’ is hart – Der schwierige Abschied vom dicken Hansen

Endlich hinter meiner Mauer hervorkommen

Endlich hervorkommen ..

Mir scheint ich habe einen Grossteil meines Lebens damit verbracht, mich innerlich oder vor anderen zu rechtfertigen und mich zu schämen. Schuldgefühle haben mich auf Schritt und Tritt begleitet. Da war so ein grundsätzliches Gefühl als müsse ich mich für meine eigene Existenz rechtfertigen. Als ich dann noch jahrelang gemobbt wurde, hat sich das bei mir festgesetzt. 

Das hat mich trotzig, aggressiv und stachlig gemacht: Wenn ihr mich nicht wollt, dann lasst es bleiben. Wenn mich die Welt ablehnt, dann lehne ich sie halt ebenfalls zurück ab. Macht euren Scheiss selber! An mich kommt ihr nicht mehr ran. Für mich war jeder (gefühlte) Widerstand von anderen eine Bestätigung, dass ich eben nicht ok bin: Ein Leben im Spiegelkabinett der Selbstablehnung. Kein besonders fröhliches Leben.

Wie so vieles, wird mir das erst jetzt im Rückblick im vollen Umfang bewusst.

Diese Abgrenzung bringt mich nicht mehr weiter. Ich habe das Spiegelkabinett als solches erkannt und den Ausgang gefunden.

Es ist befreiend, den Ballast an Angst, Scham, Groll und Hass endlich abzuwerfen.



Donnerstag, 30. Juli 2015

Über Ernährung -- Meine 50 Cts

Bei Journelle habe ich einen schlauen Artikel über die Clean-Food-Welle gelesen, den ich hiermit teilen möchte. Es sind für mich sehr wichtige Gedanken dabei, zB dass es heute beim Essen auch ums Funktionieren als Mensch geht: „Nimm das Weißbrot, Du Luder“ oder als das Essen dreckig wurde 

Schlichte Dankbarkeit fürs Genügend-zu-Essen-haben -- das vermisse ich -- und den Genuss. Scheinbar spielt beides heute keine grosse Rolle mehr.

Das _richtige_ Essen ist jetzt die neue Religion.

Ein gesundes Mass, Genuss, Dankbarkeit. Das ist das, was mir in dieser Ernährungs-Diskussion fehlt. Es geht heute zu sehr um die Extreme.

Die Funktionalität, die "richtige Nahrung", der Nährwert der Nahrung, wieviel Fett, wieviele Kohlenhydrate, die korrekte Zubereitung -- das ist viel wichtiger geworden. Es braucht immer exlusivere und hippere Zubereitungen oder exotischere Zutaten. Jede neue Food-Welle bringt einen anderen Heilsweg. Das ist Food-Porn -- im negativen Sinn!

Auch Nahrungsmittel für Vegetarier, Rohköstler, Veganer werden heute um die halbe Welt geflogen. Und es ärgert mich, wenn dies ignoriert wird. Vielleicht wär es besser, mal den erhobenen Zeigefinger weguzulassen und menschlich verträglich zu bleiben. Einiges läuft in die falsche Richtung, das ist mir bewusst. Die Nutztierhaltung gehört dazu. Ich habe jedoch Respekt vor dieser gewachsenen Kultur, die gerade auch den Alpenraum sehr geprägt hat. Es ist eine Industrie daraus geworden. Dies tut mir weh. Ich blende es aus, damit ich atmen und leben kann. Das kann man Ignoranz nennen -- oder einfach meine Überlebensstrategie.

Die Welt ist komplex und technisiert geworden. Das Rad der (industriellen) Globalisierung können wir aber nicht mehr zurückdrehen. Ja, das glaube ich wirklich. Können wir da nicht einfach mal dazu stehen?

Fanatismus jeglicher Couleur stösst mich ab und wenn ich ihn bei mir selber feststelle, dann zügle ich mich. Für mich sind Hass und Zeigefinger-Moral keine Lösung für die globalen Probleme. Quasireligiöse Heilslehren machen die Welt nicht zu einem besseren Ort. Moral tut bei mir vor allem eines: Sie schlägt mir auf den Magen. Und den brauche ich, um meine Nahrung gut verdauen zu können. Ich will meinen Beitrag zu einer besseren Welt beitragen, aber ich lasse mir nichts aufzwingen. Ich habe die Weisheit nicht für mich gepachtet, aber ich leiste mir eine eigene Meinung. 

Ich will keinem exclusiven Club der Gerechten angehören -- sondern mit beiden Beinen auf der Erde stehen! Und solange ich auf diesem Planeten lebe, nehme ich das Leben anderer Lebewesen, damit ich überlebe. Warum soll ein Tierleben denn mehr wert sein als ein Pflanzenleben? Ich glaube nicht daran. Wer misst das? Geht es nicht einfach darum, dass ich etwas nehme? Was gebe ich dafür zurück? Spüre ich das, was ich zu mir nehme? Schätze ich es?

Als ich letzte Woche zwei ganze Fische im Ofen zubereitet habe (Biozucht-Doraden), war das etwas ganz Spezielles für mich. Weil mir der Wert von Nahrung wieder richtig bewusst wurde. Diese Lebewesen vor mir zu sehen, die ihr Leben gegeben haben, damit ich zu Essen habe, das hat mich berührt. Ich habe dieses Essen zelebriert und genossen. Mein Bezug zum Essen hat sich in den letzten Monaten gewandelt, ich esse bewusster. Ich geniesse es!

Mein Essen sorgfältig auszusuchen und es eben auch zu geniessen ist für mich viel wichtiger geworden, als Theorien über die Ernährung und Nachhaltigkeit zu befolgen. Mein Fleisch- und Fischkonsum hat sich von selbst reduziert durch die Grünen Smoothies.

Aber ich werde nach wie vor tierische Produkte essen. Mit gesundem Mass und vor allem mit Dankbarkeit. Ich gehe da nach meinem Gefühl. Ich will mich selber entscheiden können. Und ich schreibe auch darüber. Das sind unverfälscht meine Gedanken zum Thema. Alles andere wird sich, für mich, zeigen... Ich will mich weiterhin so ernähren, so dass ich auch zu einer auswärtigen Einladung zum Essen "Ja" sagen kann. Weil ich ein Mensch bin und gerne auch mit anderen Menschen verkehre. Das ist das was ich meine.

Dadurch, dass ich dankbar für meine Nahrung bin, würdige und schätze ich sie. Ich gebe etwas zurück. Meinen Dank. Das ist eine andere Dimension der Ernährung, die weder messbar noch erklärbar ist. Für mich aber wichtig ist:

 DANKE.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Mehr oder Weniger


Der bewaffnete Blues (Freygang)



Seit ich eine Wiederholung einer älteren Folge von "Der Kriminalist" gesehen habe, läuft mir der gleichnamige Titelsong nach ("Bluesgewehr"). Das Lied lässt mich nicht mehr los, so gradlinig und roh.

Beim Recherchieren im Netz habe ich herausgefunden, dass das Lied "Der bewaffnete Blues" heisst und von der Bluesrock-Band Freygang stammt (im Krimi nachempfunden als "Auszeit"), einer Band die in der DDR Teil des musikalischen Untergrundes war. Davon werd ich mir sicher noch mehr anhören.

Dienstag, 28. Juli 2015

bei mir selbst

bei mir selbst
bin ich daheim

ich kenne mich
ich schätze mich
ich verzeihe mir

ich bin angekommen

Montag, 27. Juli 2015

Der Berner ist generell bedächtig ..


Als schwäbische Bernerin oder als bernische Schwäbin, je hälftig :), stell ich hier einen meiner Lieblingssketche ein ..

Der Sketch ist von 1954, es sprechen Ernst Mischler (den Berner) und Karl Steuer (den "Schwaben"). Beide sind inzwischen verstorben. Auch das Blaue Bähnli ist schon fast Geschichte ..

Bahnlinie Bern--Worb Dorf

Freitag, 24. Juli 2015

Notiz an mich selbst


Nur so als Erinnerung, damit ich kein schlechtes Gewissen habe.
Es darf mir auch dann gut gehen, wenn es anderen weniger gut geht.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Uff, die Hitze ist erstmal vorbei


In den letzten beiden Tagen hätte ich fast aufgegeben im Büro. Jeweils um 15 Uhr war es nicht mehr erträglich (Büro unterm Dach). Mit zwei Bildschirmen vor meinem Gesicht bei über 30 Grad, da wurde mir schlecht.

Mein dauernd überhitzter interner Rechner, alias Gehirn fragte mich: "Möchten Sie das System JETZT herunterfahren?" ;) Und so fühlte es sich kreislaufmässig auch an: kurz vor dem Systemabsturz.


Und jetzt ist es zum Glück wieder erträglich mit der Temperatur .. Yeiiih!

Manche ..

.. haben das Herz schon auf dem rechten Fleck, sind aber vom Leben verwittert und spröde geworden.

Sonntag, 19. Juli 2015

Grüner-Smoothie-Fan über Nacht

Grünzeug, bitte! 

Schon länger meldete mir mein Körper, dass er sehr gerne mehr Grünes essen würde. Die Ernährung habe ich die letzten Jahre schleifen lassen. Sattwerden. Punkt. Es gab dann für meinen Körper grössere Mengen an Lattich (Romana-Salat). Ich hatte regelrecht Heisshunger darauf. Da ich aber rohen Salate nicht besonders gut vertrage (ich sage nur "Wind") - konnte das auch nicht die Lösung sein. Und zum Gemüsekochen bin ich abends zu müde und zu faul, ehrlich gesagt!

Mein Lebensgefährte begann etwas im April mit dem Mixen von Grünen Smoothies. Er hat ein Buch darüber gelesen, ebenso das Buch "Darm mit Charme" von Giulia Enders - und wollte das mit diesen Smoothies mal ausprobieren. Und seither gehört er zum Fan-Club. Seine Magenprobleme (entzündete Stellen und andere Schwierigkeiten) hat er damit in den Griff bekommen - und das nach Jahrzehnten.

Diese grüne breiige Masse ekelte mich schon beim reinen Anschauen. Etwa so stelle ich mir den Mageninhalt einer Kuh vor O_O - - - UUUUhh .. Sieht gar nicht attraktiv aus!

Lecker? Hm ....
Da mein Monsieur aber dermassen davon geschwärmt hat, hab ich einfach mal die Augen zugemacht und meinen ersten Schluck davon getrunken. Und ....... es war einfach nur LECKER! Es schmeckte, als würde ich eine grüne Wiese essen und eine unglaubliche Vielfalt schmecken. Dieser Smoothie war einer mit Nüsslersalat (Feldsalat). Diesen Salat habe ich inzwischen lieber gemixt als am Stück. Besonders am zweiten Tag schmeckt der Smoothie besonders intensiv nach "Grün".

Nun .. zu meinem Geburtstag habe ich mir dann von meinem besten Monsieur einen Standmixer gewünscht und mixe seither meine eigenen Grünen Smoothies (wir wohnen nicht unter den gleichen Dach). Diese bewahre ich etwa 2 Tage im Kühlschrank auf und einen Teil nehme ich mit zur Arbeit.

Geburtstagsgeschenk vom Freund

Ohne es anzustreben beginnt sich mein Körpergewicht nach unten zu bewegen und ich fühle mich fitter. Das Prämenstruelle Syndrom ist weniger ausgeprägt und mein Zyklus beginnt sich zu normalisieren (war vorher viel zu kurz). Mein Kaffeebedarf hat sich reduziert. Kopfschmerzen haben sich reduziert, ebenso gelegentliche Schmerzen beim Schulterblatt und auch die Wetterfühligkeit wird besser.

Essen macht mir wieder mehr Freude und gemeinsames Essen mit anderen wird für mich zu einem Fest. Es ist nicht mehr dieses Gefühl von etwas-essen-müssen und nicht genau wissen was. Ich ernähre mich weder vegan noch vegetarisch und esse nach wie vor Fleisch. Eine radikale Umstellung auf Rohkost habe ich ebenfalls nicht vor. Das einzige, was ich viel weniger zu mir nehme ist Milch, ich habe schon den Eindruck, dass das einen Einfluss auf mein Hormonsystem hat. Ich esse aber nach wie vor (in kleinem Mass) Milchprodukte wie Frischkäse und Co.

Mangolastig ;)

Es ist aber schon speziell, wie sich das Hungergefühl rein durch ein paar Gläser Smoothie pro Tag zu verändern beginnt und auch die Lust auf Süsses und Fettiges abnimmt. Da meine Smoothies nicht rein Grün sind, sondern auch Früchte enthalten, habe ich bereits genug Süsses zu mir genommen, und die Lust darauf reduziert sich von selber. Die Smoothies lösen bei mir keinerlei Blähungen aus, nicht so wie der Salat.

Grüner Smoothie bei der Arbeit
Grüner Smoothie daheim ..

Es ist eine lustvolle Forschungsreise .. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und was ich dabei noch entdecken werde!

Kräuter und Blattgemüse vom Balkon meines Freundes ..





Samstag, 18. Juli 2015

Erfrischend

Ich bin dankbar für diesen bewölkten, gewittrigen Tag. Ich mag die kühle Frische auf meiner Haut.

Freitag, 17. Juli 2015

Es muas oam a amoi was wurscht sei kenna: Martina Schwarzmann



Meine persönliche Glücksmelodie.. wenn mich etwas ärgert, 
summ ich nur das Lied vor mich hin und aus meinem verkniffenen Groll 
wird ein breites Grinsen.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Schön unperfekt



So fühlt sich also Freisein an ..

Ich fühle mich immer freier, mich selbst zu sein. Frei zu sein, auch dann, wenn es anderen gerade nicht gut geht. Meist bin ich gut gelaunt und das gebe ich nicht mehr so einfach auf. Lange hab ich mich meiner Umgebung ständig angepasst, als wäre ich kein eigenständiges Wesen, bin mit meiner Umgebung verflossen. Ich war stets abhängig davon, wie es den Menschen um mich herum geht. Alles verfloss ineinander, ich wanderte durch Nebel, die Grenzen waren unklar. Das gehört der Vergangenheit an. 

Nach wie vor spüre ich stark und schnell, wie es anderen geht, ich fühle mit - aber ich übernehme nicht mehr die Verantwortung für sie. Ich versuche, in meiner heiteren und ruhigen Präsenz zu blieben. Das gelingt auch nicht immer. Doch wenn, dann komme ich schnell wieder zurück in den Fluss, viel schneller als je zuvor.

Jetzt, wo ich mich besser kenne und spüre, brauche ich mich auch nicht mehr ständig gegen Einflüsse zu wehren oder mich zu verschliessen. Trotz meiner Hochsensibilität. Auch an einem unruhigen Ort bleibe ich besser bei mir. Ich fühle mich geschützter und gleichzeitig offner. Ich fühle Stärke und Sicherheit. Vorher war ich ständig im Verteidigungsmodus. Es blieb trotzdem vieles an mir hängen, vor allem die negativen Emotionen anderer. Weil ich selber ständig Grenzen überschritt, aus dem Gefühl heraus, für Menschen und Situationen verantwortlich zu sein. Oder mich nicht wehrte, wenn es jemand anderer bei mir tat.

Lange habe ich in meinem Leben alles so schwer gewichtet, hab mich selber gequält und alles hinterfragt, hab mich in Grübeleien verloren und es hat mir geschadet. Probleme zu wälzen kann eine Sucht sein, ohne das man es merkt. Ein Kollege nannte das mal "Negaholismus". Das ständige Sorgen und das Grübeln erzeugt meiner Erfahrung nach eine Form von klebriger Energie, an der allerhand anderes, Beschwerendes haften bleibt, was einen dann noch zusätzlich runterzieht. Schluss damit!

Es gibt noch schlechte Tage und auch Wochen, ja, aber ich will diese möglichst rasch hinter mich bringen und nicht danach noch tage- und wochenlang darüber nachdenken, was wieder los war und warum. Es geht vorbei! Wenn ich es denn vorbeiziehen lasse ..

Ich habe beschlossen, dem Leben all das Gute abzuringen, was es her gibt: Das Glas ist dreiviertel voll. 

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ich will

Ich will positiv denken
Ohne zu banalisieren

Ich will vorsichtig sein
Ohne meinen Ängsten zu verfallen

Ich will realistisch sein
Und an meine Träume glauben

Ich will nachdenklich sein
Und ansteckend Lachen können

Lotos-Effekt





Einfach abperlen lassen!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Herausforderungen

Die letzten Tage waren geprägt von Isolationsgefühlen und Selbstzweifeln. Um mein Herz herum befand sich eine eiserne Wand. Ich hasse es, wieder in dieser Einzelzelle zu sitzen. Ich fühle nur Distanz zu anderen. Am Montagabend hat es sich zugespitzt.

Gestern morgen war ich wieder aus dem Gröbsten heraus. Als ich herausfand, dass am Montagabend und nachts heftige Sonnenstürme stattgefunden haben, konnte ich es etwas einordnen. In kritischen Momenten reagiere ich viel stärker auf Atmosphärisches. Der Fokus ist dann haarscharf auf die Verletzungen und noch vorhandenen Schwachstellen gerichtet.

Ich bin froh, ist der Panzer wieder gewichen und ich fühle mein Herz lebendig schlagen. Es ist eine herausfordernde Zeit der Klärung.

Montag, 15. Juni 2015

Schüchterne Junisonne



Erleichterung

Der Sommer-Blues ist so plötzlich wieder vorbei gegangen wie er gekommen war, zum Glück. Auch die zerronnene Freundschaft schmerzt nicht mehr so fest. Vielleicht nähern wir uns einander einmal wieder an, vielleicht auch nicht.

Aber ich kann schöne Erlebnisse nicht wie in einem Museum konservieren und Menschen nicht zwingen, an meiner Seite zu bleiben. Und ich erlebe, dass andere sehr gerne mit mir Zeit verbringen, und wir es auch gut zusammen haben, darauf richte ich jetzt meinen Blick.

Freitag, 12. Juni 2015

Hape fertig gelesen - Lesenswert!.


Wollte ich schon lange lesen und hab ich gestern gemacht. In ca. 5h war ich fertig. Das Buch ist tragisch, schön, menschlich, klar geschrieben. Und der Mann sowieso eine Persönlichkeit. ..

Dieser Artikel der FAZ umschreibt gut, worum es geht.

Sommer-Blues

Zurzeit wieder mit umwölkter Seele unterwegs. Ich kann es nicht genau zuordnen. Fühle mich traurig und etwas erschöpft. Dass mir eine langjährige Freundschaft quasi online aufgekündigt wurde, kommt dazu. Das tut einfach nur weh. Und es bleiben viele Fragen offen, da es ziemlich kompromisslos ablief. Es ist mir monatelang sehr gut gegangen, so dass ich jetzt etwas hilflos bin und erschreckt. Ich weiss, dass es wieder gut kommt mit mir, aber es braucht seine Zeit. Geduld.

Samstag, 6. Juni 2015

Sichtbare Affenhitze

Die Affenhitze zeigte sich gestern als Gorillakopf ...

"Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche."

Dieser Satz hat sich einmal bei mir festgehakt, da war ich noch ein Teenie. Und seither habe ich ihn nicht mehr vergessen. Es war ein Buchtitel, das Buch habe ich dann gar nicht gelesen. Das Zitat war mir Anstoss genug. Es hat mich geärgert! Das klang für mich so unerträglich schicksalergeben ..

Aber irgendwo im Hinterstübchen hat das seither immer geschlummert.

Als ich den Satz in die Suchmaschine eingegeben habe, stosse ich darauf, dass es ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer ist, dem evangelischen Märtyrer aus der Nazizeit. Dass dieses Zitat aus so einem berufenen Mund stammt, passt für mich. Er wusste sicher, wovon er spricht.

Ich war immer ein sehnsüchtiger Mensch mit grossen Plänen und vielen Träumen. Die Realität war weniger meine Domäne. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass Fundamente wichtig sind, um im Leben Träume verwirklichen zu können. Wenn der Träumerin Fundamentales fehlt wie Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Geduld - dann muss auch der lohnendste Traum scheitert.

Und: Nicht jeder Traum ist umsetzbar. Das war eher eine bittere Erfahrung.

Manches ist einfach gegeben und ich nehme heute es so an, wie es ist. Das ist ein sehr anstössiger Gedanke, in der jetzigen Welt: Schicksalergebenheit Zuzugeben, dass die Selbstoptimierung Grenzen hat. Dass es Dinge gibt, die nicht in unserer Macht liegen und ausserhalb unserer Reichweite. Dass ich nicht alles haben kann, was sich schön präsentiert und in Greifweite in der Schaufensterauslage des Lebens liegt, nur weil ich es möchte.

Ich nehme heute an, dass es so etwas wie Fügung wirklich gibt. Und eine höhere Macht? Ja, auch das.

Heute stosse ich mich nicht mehr an diesem Zitat, sondern kann ihm zustimmen. Ich finde nicht mehr, dass es schicksalsergeben klingt. Oder vielmehr: ich finde es nicht mehr schlimm, mich in meinem Schicksal hinzugeben. Ich kann damit leben, dass manche meiner grössten Wünsche vielleicht nie in Erfüllung gehen (eine eigene Firma, Segeln auf den Weltmeeren, ein Leben als Dona Juana ;) zB.).
Vielleicht werde ich etwas davon umsetzen, vielleicht auch nicht. Ich habe gerade nichts, was mich besonders drängt.

Und das sind ja wirklich keine besonders hehren Ziele, eher ein paar magere Beispiele. Sie fallen weit von dem ab, was Bonhoeffer einst damit gemeint haben mag.

Aber was ich damit sagen will ist: Ich bin bereit, das Leben anzunehmen, so wie es sich mir bietet. Ich bin kein besonders mutiger oder aktiver Mensch. Auch nicht besonders ausdauernd. Aber ich bin neugierig und fröhlich. Und ich stelle mich den Herausforderungen, die sich mir bieten. Ich bin bereit, zu leben.

Ich bemühe mich darum, die Welt besser zu machen, in dem ich bewusst mit mir selber und mit anderen Menschen umgehe. Möglichst friedlich. Ich fordere nicht nur, sondern ich gebe auch. Das scheint mir auch so ein weiterer Knackpunkt.

Die jetzige Welt ist so voller Schein, als wäre das Leben eine einzige Party und 24h Konsum. Der Körper ist ein Lifestyleprodukt und alle haben tollen Sex. Alles ist möglich oder käuflich. Kredite gibts ja heute eben auch problemlos.

Ein erfülltes Leben ist jedoch was ganz anderes, in meinen Augen. Und leider nicht käuflich zu erwerben!

Es ist nicht alles möglich. Es ist für mich ok. Ich glaube daran, dass alles einen höheren Sinn hat und ich gestehe mir ein, dass das mein Verstehen bei weitem übersteigt.

Trotzdem finde ich das Leben lebenswert. Ich schiebe deswegen nicht mehr mein Leben auf unbestimmte Zeit auf, nein, ich geniesse es, wenn das Leben mir Genuss bietet und ich leide daran, wenn das Leben Leiden bedeutet, aber ich nehme Tag um Tag, denn Leben, das ist das, was passiert während man andere Pläne macht ...*






* Wie Herr Ackerbau in seinem Kommentar richtig bemerkt, endet mein Posting mit einem Zitat von John Lennon, was mir gar nicht bewusst war: life is what happens to you while you're busy making other plans

Dienstag, 2. Juni 2015

Mittwoch, 27. Mai 2015

Das letzte Wort

Das letzte Wort

ich fürchte mich
vor dem letzten Wort
denn danach
herrscht meist 
betretenes Schweigen.

Das letzte Wort
möge doch lieber
ein heiteres sein,
denn ich 
wünsche ich mir

wildes Gelächter!

Freitag, 22. Mai 2015

Arbeitsleben: Viel besser

Endlich bin ich mental soweit, dass ich auch das Arbeitsleben ohne grosse innere Anspannung angehen kann. Es läuft viel besser. Noch vor ein paar Monaten sah das ganz anders aus. Dezember, Januar und Februar sind tatsächlich auch immer sehr arbeitsintensiv. Mit der Zeit geht die Anspannung an die Substanz. Der sonnige Urlaub (Teneriffa) kam auf jeden Fall zum richtigen Zeitpunkt. Das habe ich bewusst auch so geplant und das hat sich für mich bezahlt gemacht. 

Dass sich die Zeiten geändert haben, das hat sich noch nicht bis in die hintersten Winkel meiner Selbst herumgesprochen. Es sind nach wie vor Ängste da, aber ich stehe jetzt über ihnen. Ich nehme sie ernst, aber ich mag mich ihnen nicht mehr ständig beugen. Inzwischen kann ich auch mein Arbeitspensum (in den Zeiten mit normaler Auslastung) gut leisten (70 % verteilt auf 5 Tage). Vorher hab ich es nur knapp geschafft und war danach jeden Abend fertig mit der Welt. Heute leiste ich das meistens ohne grosse Anstrengungen. Da hab ich auch etwas Druck rausgenommen, dass ich nicht immer unter Vollgas arbeite. Wenn es die Arbeit zulässt, schraube ich einen Gang runter. Früher standen mir quasi bei jedem Mail mit «hoher Priorität» die Nackenhaare zu Berge. Heute kann ich besser Priorisieren.

Überschaubarkeit ist wichtig. Das hat sich für mich als das A und O herausgestellt: Immer wieder Klarheit zu schaffen.

Letzten Dienstag war ich auf einer Weiterbildung zum Thema «Infografiken in Adobe Illustrator». Das war eine gute Auffrischung und ich habe den fachlichen Austausch mit anderen genossen. Mir wurde bewusst, dass ich fachlich doch nicht so weit ab vom Schuss bin wie ich oft befürchte. Zudem bekam ich diese Weiterbildung bezahlt, was mich natürlich gefreut hat. Ich will auf dieser Spur weitermachen. Mit kleinen Schritten. Ich geniesse es, dass endlich innerlich mehr Ruhe in mein Leben einkehrt, auch im Arbeitsalltag. 

Ich mag keine verbrannte Erde und abgebrochenen Brücken mehr hinter mir lassen. Ich will bewusst vorwärts gehen und das Alte was mich noch quält nach und nach hinter mir lassen. Das geht langsam voran, doch stetig. Ich brauche die alten Begrenzungen, Zweifel und Hindernisse nicht mehr. Und ich habe mein eigenes Tempo dabei gefunden.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Lebensweg

Ein langer Weg

Wissen was man kann. Wissen was man nicht kann.
Wissen was man noch nicht kann, aber lernen will.
Die eigenen Stärken und Schwächen kennen. 
Sentimentlität vermeiden ohne Gefühle zu unterdrücken. Menschlich sein.
Sich selber verzeihen. Grosszügigkeit leben. Liebe leben und zulassen.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Alles politisch korrekt?!

Mit Sorge beobachte ich das mit der „political correctnes“. Die greift immer mehr um sich. Es wird diskutiert, alte Bücher, Klassiker, umzuschreiben. Sobald jemand sich betroffen fühlt, wird laut medial aufgeschrien. Twitter und Co heizen das Klima an. Alle fühlen sich diskriminiert, jede Betroffenenorganisation präsentiert sich medial. Dann wird sich von der anderen Seite her entschuldigt (was man zwar nicht so meint, aber man will ja nicht im gesellschaftlichen Aus landen).
Verordnetes soziales Verhalten - aber ohne wahre Einsicht.. 
Andererseits ruft die anonyme Medienwelt auch jede Menge Pöbler, Volksverhetzer und Profiliersüchtige auf den Plan.
Ein an sich ein wertvoller Gedanke wäre; der Diskriminierung und Herabsetzung anderer wirklich ein Ende zu setzen. Und doch befürchte ich, dass etwas anderes geschieht. Mit der Zeit wird es schlicht verboten sein, frei nach Schnauze zu reden und zu schreiben, auch kritische Gedanken zu äussern. 
Die Menschen werden dadurch nicht toleranter werden. Sie werden sich weiterhin in ihren Gedanken gleich verhalten (sexistisch, rassistisch, ..), aber es nicht mehr äussern (dürfen). Was wäre dadurch gewonnen? Mich ängstigt diese Vision einer neuen Form der Unterdrückung. Ich glaube, dass sich wertschätzendes Verhalten nicht diktieren lässt. Es muss gelebt und auch vorgelebt werden. Soziales Verhalten kann nicht verordnet werden.

Mittwoch, 22. April 2015

Aufwärts und zum Licht .. Grünkraft!

Viriditas, Grünkraft, Lebensenergie .. (aus meinem Tagebuch)

Nach der strengen "Wintersaison" bei der Arbeit, wage ich es langsam wieder, den Kopf hochzustrecken und mich der Sonne hinzugeben. Zögerlich noch und verzagt fühle ich mich .. aber ich will endlich ans Licht und ins Grüne, und dazu muss ich rauskommen und wachsen!

Heute habe ich mich für eine berufliche eintägige Weiterbildung im Mai angemeldet, das Thema (Umsetzen von Infografiken) ist nützlich und interessant: Zwei Fliegen mit einer Klappe!


Blumenkiste im Detail (vor meinem Küchenfenster)

Und gestern war ich auf "Balkonberatung" bei einer lieben Bekannten. Sie möchte einen lebendigen Balkon (sie ist kürzlich umgezogen) und hat ein paar Tipps gebraucht. Bald gehts ans Anpflanzen und Gestalten auf dem Balkon. Dabei helfe ihr. Der familiäre vererbte grüne Daumen, meine Erfahrungen (Arbeit in Gärtnerei) und meine Liebe zum Grün --- kommen mir jetzt zu gute. Selber habe ich leider weder Garten noch Balkon. Ich nenne mehrere (extra) verwilderte "Blumen"kästen und 3 bepflanze Aquarien mein eigen .. aber auch das braucht Liebe und Hingabe. Und die habe ich.

Ja ..

Mittwoch, 15. April 2015

Borderline und ähnliches - Familie und eigenes

Früchte der langen Arbeit an mir selbst
Ein Konflikt innerhalb der Familie hat mich dazu bewogen, mal wieder etwas über das Borderline-Syndrom nachzuforschen. Mich selber betrifft es immer weniger, wie ich merke: Die heftigen emotionalen Impulse nehmen ab, ich kann andere Menschen sein lassen wie sie sind, ohne dauernd in Bewertungen oder Verlassenheitsängste zu verfallen. Wenn ich starke Impulse spüre, versuche ich, den akuten Moment auszuhalten und erst wieder zu handeln, wenn ich mich beruhigt habe. In manchen Situationen verfalle ich noch in die alten Muster, doch es wird besser.

Dankbarkeit
Die jahrelange Auseinandersetzung (in der Therapie und ausserhalb) mit mir selber, sie trägt Früchte und ich fühle mich die meiste Zeit gelassen. Das liegt auch daran, dass ich einige Menschen in meinem Leben habe, die nicht einfach weglaufen oder sich ausklinken, wenn ich neben mir stehe. Davon ist einer mein Lebensgefährte ..

Danke auch den professionellen Helferinnen
Und es liegt auch an den beiden Therapeutinnen, die ich (nacheinander) hatte. Die erste, mütterliche, fing mich als Teenager auf und lehrte mich, dass ich Vertrauen zu Menschen haben darf. Die zweite, nüchterne, lehrte mich, dass meine heftigen emotionalen Reaktionen durchaus wahrgenommen werden und wie diese ankommen. Das war eher eine Schocktherapie. Vielleicht hat es das beides gebraucht, um flügge zu werden. Ja, ich denke schon.

Schon so weit gekommen!
Ich hätte nie geglaubt, einmal so weit zu kommen. Mit meiner seelischen Gesundheit. Ich lebe ein relativ bescheidenes Leben (beruflich), im Vergleich zu dem, wo ich stehen "könnte". Aber ich trage mir das (nicht mehr) nach. Es kommt was kommt. Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen. Keine verbrannte Erde mehr hinter mir zu lassen, ist mir inzwischen wichtig(er) geworden: Manches habe ich im Übermut begonnen und dann abgebrochen. Da bleibe ich lieber bescheiden und taste mich langsam vor. Dem ganz grossen Wurf, dem traue ich nicht mehr. Ich bin immer noch daran, dem sicheren Boden trauen zu lernen, auf dem ich stehe und gehe. Das braucht sehr lange, finde ich. Vielleicht ein Zeichen dafür, wie zerrüttet mein Innenleben war, auch wenn es nach aussen nicht immer so aussah.

Belastete und belastende Familie
Die Fortschritte sind da. Unverkennbar. Aber das geht anderen in meiner Familie nicht genau gleich. Das wurde mir mal wieder deutlich bewusst. Da schwelt einiges. Manchmal finde ich es anstrengend, erwachsen zu sein und ruhig zu bleiben, wo sich andere wie Kinder in der Trotzphase verhalten. Mühsam. Da nicht in Kälte und Ablehnung zu verfallen ist manchmal schon eine Kunst. Die eigne Spannung in diesem Moment auszuhalten und beim Gefühlskomplott nicht mehr mitzumachen! Mir ist noch nicht klar, inwieweit ich da noch bereit bin, krankhaftes und schwieriges Verhalten anderer mitzutragen: Wo ist mein Platz und wie verhalte ich mich? Wann habe ich genug getan? Wie handle ich "richtig", so dass es auch mir selber gut geht? Ich schwanke zwischen Mitgefühl, Ärger und Wut. Manchmal fühle ich mich hilflos. Vor allem wenn ich an meine eignen Grenzen komme, was manchmal schnell passiert.

Keine Hilfe ohne Selbsthilfe
Was ich so schwierig finde ist, dass ich jetzt, wo es mir gut geht, manches einfach glasklar erkenne. Manchmal schaffe ich es, etwas anzusprechen. Nicht immer sind diese Verbesserungen aber von Dauer. Das hat mich etwas mitgenommen. Es geht nicht allein um Borderline-Verhalten, da gibt es auch anderes, was ich schwierig finde. Ich bin keine therapeutische Fachperson und es ist nicht meine Aufgabe, diese Position in der Familie einzunehmen. Vor allem gibt es Selbstverantwortung und jedes noch so gut gemeinte Helfen bringt nichts, wenn jemand nicht bereit ist, die Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen! Irgendwann ist man, bei intaktem geistigem Vermögen, einfach erwachsen und gross genug dafür. Aber es geht darum, dass nicht alle Menschen erkennen, dass sie es selbst sind, die sich das Leben schwer machen.

Hilfreiche Seite und Aussichten von Heilung
Ich habe eine gute Internet-Seite gefunden, auf der einiges über Borderline in gut verständlicher Sprache geschrieben steht. Den letzten Abschnitt (6.3) finde ich besonders spannend, denn er beschäftigt sich damit, dass es wirklich gut kommen kann, wenn man dranbleibt. Was ich aus eigener Sicht und Erfahrung auch bestätigen kann. Es ist auch eine Frage von Geduld und Aushaltenkönnen. Es ist eine Gratwanderung, aber es kann klappen.

Freitag, 10. April 2015

Die schönen Dinge




.. sind nicht immer da, wo
man sie erwartet!




Samstag, 7. März 2015

Leben --- einmal mit allem

Auf der Welt sein. Auf die Welt kommen. Eigentlich möchte man nur schöne Momente erleben. Keine Krankheiten, keine traurigen Abschiede, keinen Liebeskummer und keine Verletzungen. Doch das Leben ist anders. Es ist voller Widersprüche, Ungerechtigkeit, Missverständnissen, Ängsten, Brüchen, Verwirrungen und anderen Hindernissen. Das ist das Leben auf der Erde. So ist es. Das verbaut den Blick aufs andere, was eben auch immer da ist. Ganz nah. Liebe zum Beispiel. Da ist immer Liebe. Wir sind manchmal nur nicht fähig, sie rauszulassen oder uns ihr zu öffnen. Es gibt immer genügend Gründe, dichtzumachen. Doch das Leben ist auch voller Schönheit und wunderbaren Erlebnissen, es gibt stille Momente und grosses Glück. Da ist alles beieinander.

Das Schwierige ist nur, dass man, während man auf den steinharten Brotkanten vor sich starrt, schnell den bis zum Bersten gefüllten Obstkorb hinter sich vergisst .. 



Buchtipp:
"Liebe - das Geschenk des Himmels" von Lorna Byrne

Wieder mal geschafft - Auszeit für die Seele

Nun ist es endlich soweit, und ich kann zwei Wochen ausspannen. Ich freue mich so an dieser freien Zeit. Das ist Gold für mich. Um mehr Abstand und einen klaren Kopf zu bekommen, ist eine Flugreise geplant. Am Montag fliege ich mit meinem Lebensgefährten für 12 Tage nach Teneriffa.

Dass ich nun die Zeit bis zu meinen Ferien doch noch geschafft habe, hat mich selber erstaunt. Keine Fehltage gehabt bei der Arbeit seit Anfangs Jahr. Im Gegenteil. Noch nie hatte ich soviel Überzeit. Nicht dass ich es darauf angelegt habe. Es war einfach zuviel Arbeit. Und ich wollt nicht alles meinem Kollegen überlassen.

Ich kann inzwischen mehr leisten bei der Arbeit und ich tue es auch. Es ist ein ständiger Balanceakt und ich habe die letzten Monate kräftemässig oft am Limit gelebt. So richtig ermessen kann das nur ich selber. Ich glaube nicht, dass meine Umgebung (auf der Arbeit oder auch privat) das richtig versteht. Privat habe ich niemanden, der mich wirklich unterstützt. Ausser meinem Lebensgefährten, der mich kennt und versteht wie niemand anders es tut. Meine grösste Hilfe in meinem Leben.

Ich war sehr erschöpft in letzter Zeit, was man wohl auch an meinen Posts gemerkt hat. Zeitweise fiel es mir einfach nur schwer, den Kopf oben zu behalten und weiterzumachen.

Zeitweise wollte ich einfach nicht mehr (so) weitermachen. Doch die Zeiten der Verweigerung sind vorbei. Die Zeiten von verbrannter Erde und abgebrochenen Brücken hinter mir. Das ist mir zu extrem. Das macht zu vieles noch schwerer. Zerbrochenes Geschirr und schnelle Fluchten haben mich bisher auch nicht weiter gebracht. Ich bin zu oft aus schwierigen Situationen abgehauen. Seit fast 10 Jahren stelle ich mich nun meinen Ängsten, denn 2006, da begann mein Weg in die Arbeitswelt. Einer Welt die ich immer noch als "draussen" empfinde und in der ich oft fremd bin.

Mein Selbstvertrauen wächst in kleinen Schritten. Wirklich langsam. Es gibt immer wieder Tiefs. Die Ängste sind meist nur einen Schritt weit weg. Die Hektik und Oberflächlichkeit des modernen Lebens ist nicht mein Ding. Sie stressen mich. Es wird oft schnell entschieden und gehandelt ohne längerfristigen Plan dahinter. Ich bin eher bedächtig. Manchmal auch im Denken bei der Arbeit. Manche würden es "langsam" nennen. Doch meine Arbeit hat Qualität, ich denke mit bei Prozessen, denke voraus --- und habe den Kunden und seine Zufriedenheit im Sinn.

Perfekte Arbeit abzuliefern ohne dass es auch zwischenmenschlich passt, ist nicht meine Sache. Ich habe viele positive Feedbacks diesbezüglich bekommen in letzter Zeit. Meine Arbeit wird von den Kunden geschätzt. Vor der "Sache" kommt bei mir immer der Mensch.

Auch ist mir bewusst geworden, dass ich eher jemand bin, der im Hintergrund wirkt. Ich bin in der zweiten oder dritten Reihe wohl, oder auch weiter hinten, und bin keine Frau für die "Front". Ich stehe mehr für Konstanz und Überlegtheit als für schnelle Aktionen.

Ich weiss, dass es wieder besser kommt in meinem Leben. dass ich meinen Platz finden werde. Ich ruhe in mir selbst und ich fühle mich beschützt und begleitet. Ich habe ein gutes Gefühl für mich selbst und auch für andere. Dies wird mir die Zukunft weisen.




Mittwoch, 4. März 2015

Nach der Krise

.. ist immer vor der Krise? Irgendwie habe ich mich daran gewöhnt. Allerdings sind diese letzten 3 Jahre (Einstieg ins Arbeitsleben) hartes Brot gewesen und nach wie vor ist an jedem Brot mehr Kante als Weiches dran. Scheint mir. Ich bin nicht hart im Nehmen. Bin oft zu ernst. Bin schnell mitgenommen. Ich lebe damit. Der letzte Post ist ein Beispiel, wie ich mich täglich auf die kleinen Dinge fokussiere. Denn diese Kleinigkeiten helfen mir dabei, nicht unterzugehen. Schönheit finden. Interessantes entdecken.


Mache auch kleine kreative Fingerübungen. Immer wieder. Ich schreibe nicht mehr gerne in mein Blog, weil ich mich gerade nicht mehr erklären mag. Einen auf heiter zu machen gelingt mir auch nicht so recht. Ich hab momentan nicht viele Antworten.


Weitere Kleinigkeiten

Ich habe wieder ein paar Kostbarkeiten gesammelt, die sich mir unterwegs
aufgetan haben











Samstag, 21. Februar 2015

Suchmodus an

Woran merkt eine, dass sie etwas zu sehr in der digitalen Welt lebt?

Wenn sie bspw. ein bestimmtes Buch sucht - - - notabene in der eigenen Wohnung - - - und einen kurzen Moment lang ernsthaft dran denkt, die Suchfunktion zu verwenden.. *autsch*

>_< .. Da musst ich über mich selber grinsen ..

Mittwoch, 18. Februar 2015

Im Arbeitsalltag gelandet

Ich habe keinen stressigen Job bei dem der Chef direkt hinten dran steht und auf die Uhr tippt --- ich habe gleitenden Arbeitszeiten, selbstständige Arbeitseinteilung, einen Chef der mit sich reden lässt, und trotzdem ist die Arbeit stets hinter mir her. Hetze ist es manchmal. Anspruchsvoll ist es meistens. Zuviel ist es ab und an auch. Gerade jetzt ist eine besonders strenge Zeit.

Ich bin ich jeden Tag froh, wenn sich abends die Bürotür hinter mir schliesst. Ich bin fitter geworden, kann mehr leisten ... aber müder werd ich innerlich dadurch auch. Leerer auch? Stumpfer? Hm, ein Teil mag stimmen. Andererseits wachse ich gerade jetzt besonders an diesen Herausforderungen. Deshalb halte ich es auch aus. Ich sehe einen Sinn darin. Oder besser: Ich sehe einen Sinn dahinter.

An sich ist mir dieses Arbeitsleben immer noch fremd. Weshalb ich auch lange eine Riesenangst davor hatte. Ich hasse es, in einem festen Rahmen festzustecken. Ich lasse mich halt gerne treiben und tue das, wozu es Zeit ist, das was mich gerade was angeht. Spüre den Gezeiten nach. Im Innen wie im Aussen.

Visionäres wächst immer zwischen den Zeilen und Zeiten.

Ich nutze lieber die Qualität des Augenblicks, folge der jeweiligen Zeitqualität, statt einem künstlichen Terminplan hinterher zu hetzen. Ja, ich glaube daran und ich spüre, dass es so etwas wie die Qualität der jeweiligen Zeit gibt. Und das habe ich mit vielen anderen Sensiblen gemeinsam.

Abwarten, Abwägen, Sinnieren. Besonnen handeln. Modern ist das nicht. Für alles gibt es heute ein Zeitfenster, eine Roadmap, eine Time-Schedule .. selbst fürs Schwangerwerden und Kinder haben! Alles nach Plan. Organisch ist das nicht. Das ist reines Menschenwerk. Oder ist es kristallin? Jedenfalls ist es starr. Wir erstarren!

Ich habe viel Zeit bekommen, um mich hier "einzugliedern" auf diesem Planeten, äh in der Arbeitswelt, um mich daran zu gewöhnen, ein Rädchen im Getriebe dieser Welt zu sein. Nun bin ich halt so ein Rädchen. Was ich auch mit etwas Humor betrachten kann, inzwischen. Ich gehe Arbeiten. Tatsächlich!

Ich mache es, weil ich gesund genug bin, es zu tun, sehe es als Notwendigkeit an, um finanziell über die Runden zu kommen. Pläne habe ich andere, ja, da sind welche. Arbeiten, ja, aber anders. Die Pläne, sie müssen noch wachsen: Sie schlafen gerade ihren Wachstumsschlaf!

Psst, nicht stören... sie brauchen noch Ruhe und Zeit. Bitte leise sein ..


Was gibts über das Leben zu berichten?

Was gibts über mein Leben zu berichten? Puuuh... Das Jammern lass ich ebenso wie das Jubeln. Zwischendurch erlebe ich es als schwer; da ist noch so viel zu lernen! Ich stosse mich an den "Umständen" im Alltag manchmal grün und blau. Bevor ich wieder drüber lachen muss, auch über mein eigenes Getue und Gewese und das Rollenspiel wieder akzeptiere, das wir Menschen hier unten aufführen.

Gleichzeitig ists auch heiter wie schon ewig nicht mehr, mein Leben, es ist kicherig und quirlig wie in (Klein)Kindertagen zuletzt! Es ist jeden Tag neu herausfordernd, das Leben, mein Leben, manchmal echt schwierig - und auf jeden Fall stets, auch wenns vergessen geht im Alltagsgrau der Alltagsfrau: ist es immer wieder aufs neue vor allem eins: Lebenswert!

Wasserwelten (30)

Von 2012 bis 2014: Ich feiere 2-Jähriges! Ein (verspäteter) Aquaristik-Jubiläumspost ...

Vor mehr als 2 Jahren, im Dezember 2012, habe ich mit der Aquaristik begonnen und bin immer noch dabei. Mittlerweile bin ich bei 4 Aquarien, Erfahrung und Bibliothek sind ebenfalls gewachsen.
Drei der vier Aquarien beinhalten momentan "nur" noch Pflanzen, Schnecken und einige Wasserflöhe, Algen, Planarien ..

Ich habe glücklicherweise nicht zu denen gehört, die das Hobby nach mehreren Wochen oder Monaten aufgegeben haben. Obwohl ich das gut verstehen kann und ich selber zwischenzeitlich nahe daran war, vor allem da mir alle meine Zwerggarnelen (ausser den Amanos) und einige Otos gestorben sind und weil die Endler-Guppys karnickelten wie verrückt und ich mit Fische abgeben kaum nachkam .. Stress!

Ein Resumee meiner Fische, Schnecken, Garnelen und anderen Aquarienbewohner ... 


Zwerggarnelen: Da habe ich es wohl mit dem Wasserwechseln übertrieben. Wahrscheinlich haben Temperatur und Geschwindigkeit des Wasserwechsels ihnen zugesetzt. Inzwischen habe ich auch die 4 Amanos die gross und frech geworden sind und alle (vor allem die Otos) im 64-Liter-Becken auf Trab gehalten haben, verkauft. Es ist mir nicht leicht gefallen! Sie sind immer auf Achse und sehr spannend zu beobachten. Momentan halte ich keine Garnelen mehr.

An Wasserschnecken halte ich eine dunkle und eine helle Art Turmdeckelschnecken, sowie Raubschnecken, Blasenschnecken, Schlammschnecken und rosa/orange Posthornschnecken.

In einigen meiner Becken halten sich Formen von kleinen Krebschen auf; Muschelkrebse oder eine Art andere "Wasserflöhe", ich lasse diese natürlich leben.

Planarien hats auch, in überschaubarer Menge. Zu diesen und anderen "Plagegeistern" im Aquarium hab ich einen extra Eintrag geschrieben. Erschreckend wie schnell in Aquarianerkreisen (zumindest im Web) von "bekämpfen", "töten" und "vernichten" die Rede ist! Auch was Algen und andere Lebensformen anbelangt. Meine Form der Aquaristik ist das nicht!!! Ich beobachte und handle lieber bedacht, statt einfach zu töten ..

Einmal hatte ich sogar einen wandelnden Schleimpilz im Aquarium! Das war ein Erlebnis .. Dass es so etwas wie ein Pilz sein könnte, war mir klar. Aber dass der sich sogar bewegt ... das war eine Begegnung der anderen Art! Töten oder bekämpfen, das kam mir nicht in den Sinn. Irgendwann war er (sie?) einfach weg .. Es handelt sich sozusagen um eine Lebensgemeinschaft einzelliger Wesen. Weder Tier noch Pilz noch Pflanze .. wenn ich es richtig verstehe!

Otocinclus: Sind heikel und ich hatte auch einige Male halbverhungerte Exemplare gekauft, die dann von Wackel- zu Todeskandidaten wurden. Mir ist inzwischen auch klargeworden, dass hier die hohe Endler-Guppy-Besatzdichte auch den Ausschlag gegeben haben mag, das war zuviel für die Neuankömmlinge. Momentan halte ich nur noch vier dieser Welse im 64 Liter Becken. Eine weitere Aufstockung ist noch nicht fix. 

Kampffische halte ich keine mehr. Meine Kampffisch-Dame ist gestorben, ich weiss nicht genau woran aber vermute es war eine Infektion. Ich habe es als problematisch erlebt, einen Fisch einzeln in einem 25-Liter-Becken zu halten. Ich hab mich vorgängig ausführlich informiert und die Einzelhaltung in kleinen Becken wurde überall als das einzig Wahre hingestellt. Erst viel später fand ich dazu Gegenstimmen und alternative Haltungsmöglichkeiten. Das hat schon was von "Goldfisch im Glas". Mir schien irgendwie, dass der Fisch "verblödet" und abgestumpft ist. Seine Sinne wurden zuwenig beansprucht. Aber den Fisch mit anderen Fischen zusammen zu halten hätte ich ein viel grösseres Becken haben müssen, er hat alles gejagt, was in seine Nähe kam. Für einen territorialen und jägerischen Fisch ist das ja normal. Daher bin ich zur Zeit von Fischen abgekommen, die territorial sind und halte zB deshalb auch keine Zwergbarsche oder ähnliches.

Die Endler-Guppys habe ich inzwischen alle abgegeben. Das 64-Liter-Becken hat für diese Fische nicht ausgereicht und für die restlichen Bewohner war es zuviel Stress, wenn ich die Jungfische gekeschert habe. Und für mich wars Stress, immer neue Abnehmer zu suchen.

Von den Perlhuhnbärblingen (im 45-Liter-Becken) habe ich alle Fische abgegeben,  es gab auch viel Nachwuchs, diese Jungfische habe ich dann grossgezogen und verkauft. Und diese Fisch-Teenies hatten bereits wieder selber Kinder ... auch diese habe ich abgegeben. Diese Art Bärblinge habe ich als dermassen schreckhaft erlebt, dass ich ihnen keinen angepassten Lebensraum bieten konnte. Ich habe momentan keine Chance, irgendwo ein genügend grosses Becken aufzustellen um ihnen genügend Verstecke plus Vergesellschaftung mit "mutigeren" Fischen anbieten zu können.

Inzwischen sind 13 Zwergbärblinge, Boraras maculatus, im 64 Liter Aquarium eingezogen! An diesen habe ich sehr viel Freude .. Von einer Aquarianerfreundin erhielt ich zusätzlich einen Restbestand (4 Stk) Zwergbärblinge, die den B. maculatus zwar auf den ersten Blick sehr sehr ähnlich sehen, aber auf den zweiten Blick und im Verhalten doch etwas anders sind. Sie sind knallrot und "schnittiger" gebaut: Boraras cf. micros "Red Thai"? Sie bewegen sich schneller und sind wendiger. Insgesamt halte ich 17 Zwergbärblinge im 64 Liter Aquarium.

Eine Übersicht aller Pflanzen in meinen Aquarien gibts in einem späteren Post!

Insgesamt ist mehr Ruhe in mein Hobby gekommen. Es wird nix mehr "gesammelt" an Lebewesen und ich habe durch Beobachten vieles gelernt. Bevor ich mich zum Kauf entscheide, belese ich mich erst (Web, Bücher) und schaue mir auf Youtube Aquaristikvideos mit normalen bepflanzten Aquarein an, damit ich mir ein Bild vom Verhalten der Tiere machen kann.

Das Verhalten von (gestressten) Tieren ((in mit verschiedenen Arten dichtbesetzten/kleinen Aquarien)) im Zoogeschäft, das sagt nicht viel aus.

Über kurz oder lang werde ich mich auf maximal 3 Aquarien reduzieren. Ich hab schon Pläne, aber es ist noch nichts entschieden!

Mit aquaristischen Grüssen ...
Anne