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Freitag, 22. Mai 2015

Arbeitsleben: Viel besser

Endlich bin ich mental soweit, dass ich auch das Arbeitsleben ohne grosse innere Anspannung angehen kann. Es läuft viel besser. Noch vor ein paar Monaten sah das ganz anders aus. Dezember, Januar und Februar sind tatsächlich auch immer sehr arbeitsintensiv. Mit der Zeit geht die Anspannung an die Substanz. Der sonnige Urlaub (Teneriffa) kam auf jeden Fall zum richtigen Zeitpunkt. Das habe ich bewusst auch so geplant und das hat sich für mich bezahlt gemacht. 

Dass sich die Zeiten geändert haben, das hat sich noch nicht bis in die hintersten Winkel meiner Selbst herumgesprochen. Es sind nach wie vor Ängste da, aber ich stehe jetzt über ihnen. Ich nehme sie ernst, aber ich mag mich ihnen nicht mehr ständig beugen. Inzwischen kann ich auch mein Arbeitspensum (in den Zeiten mit normaler Auslastung) gut leisten (70 % verteilt auf 5 Tage). Vorher hab ich es nur knapp geschafft und war danach jeden Abend fertig mit der Welt. Heute leiste ich das meistens ohne grosse Anstrengungen. Da hab ich auch etwas Druck rausgenommen, dass ich nicht immer unter Vollgas arbeite. Wenn es die Arbeit zulässt, schraube ich einen Gang runter. Früher standen mir quasi bei jedem Mail mit «hoher Priorität» die Nackenhaare zu Berge. Heute kann ich besser Priorisieren.

Überschaubarkeit ist wichtig. Das hat sich für mich als das A und O herausgestellt: Immer wieder Klarheit zu schaffen.

Letzten Dienstag war ich auf einer Weiterbildung zum Thema «Infografiken in Adobe Illustrator». Das war eine gute Auffrischung und ich habe den fachlichen Austausch mit anderen genossen. Mir wurde bewusst, dass ich fachlich doch nicht so weit ab vom Schuss bin wie ich oft befürchte. Zudem bekam ich diese Weiterbildung bezahlt, was mich natürlich gefreut hat. Ich will auf dieser Spur weitermachen. Mit kleinen Schritten. Ich geniesse es, dass endlich innerlich mehr Ruhe in mein Leben einkehrt, auch im Arbeitsalltag. 

Ich mag keine verbrannte Erde und abgebrochenen Brücken mehr hinter mir lassen. Ich will bewusst vorwärts gehen und das Alte was mich noch quält nach und nach hinter mir lassen. Das geht langsam voran, doch stetig. Ich brauche die alten Begrenzungen, Zweifel und Hindernisse nicht mehr. Und ich habe mein eigenes Tempo dabei gefunden.

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