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Montag, 15. Juni 2015

Erleichterung

Der Sommer-Blues ist so plötzlich wieder vorbei gegangen wie er gekommen war, zum Glück. Auch die zerronnene Freundschaft schmerzt nicht mehr so fest. Vielleicht nähern wir uns einander einmal wieder an, vielleicht auch nicht.

Aber ich kann schöne Erlebnisse nicht wie in einem Museum konservieren und Menschen nicht zwingen, an meiner Seite zu bleiben. Und ich erlebe, dass andere sehr gerne mit mir Zeit verbringen, und wir es auch gut zusammen haben, darauf richte ich jetzt meinen Blick.

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ja, find ich auch :)
      Wünsche dir auch einen guten Wochenstart!

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  2. In einem Museum konservieren: das erinnert mich an eine Methode, die ich bei Luisa Francia kennenlernte: mir eine Situation in der Kindheit vorstellen, in der ich glücklich war. Schmecken, riechen, tasten, fühlen, ausmalen wie es war. Dann, wenn's passt, mit einem Fingerschnippen die Szene "fotografieren". Anschliessend dasselbe in die Zukunft gerichtet mir eine Situation vorstellen, in der mir wohl ist, in der ich mich glücklich fühle. Die Bilder, die damals kamen, habe ich immer noch im Kopfkino :-)

    Ganz einfach war‘s nicht, zu der Szene in der Kindheit zu kommen. Das erste Mal erschrak ich. Glückliche Szene in der Kindheit? Gab es die? Ich erinnere mich an keine... (anderen Frauen erzählten, ihnen ging es ähnlich) doch dann, plötzlich, kam die eine oder andere Erinnerung, und es wurde gut.

    Danke dir, dass du mich daran erinnert hast.

    Du machst ja was ähnliches, wenn du dich darauf konzentrierst, dass es Menschen gibt, die gerne Zeit mit dir verbringen.

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  3. Solche Rituale finde ich wichtig. Sich bewusst zu befreien nötig. Mich selber befreien zu können ist etwas Schönes, ich bin so froh, dass ich das gelernt habe. Manchmal dauert das eben seine Zeit.

    Und dazu kommt: Es ist viel einfacher, sich auf das alte Gefühl des Verlassen- und Verstossenseins zu konzentrieren und an diesem traurigen Ort zu bleiben. Abgeschlossen und allein im Schmerz.
    Früher habe ich die Wärme, Zuneigung und Anteilnahme anderer oft nicht zulassen können/wollen. Nichts hat diese Leere ausfüllen können. Heute freue ich mich über darüber, wenn ich merke, dass es andere gibt, die mich wirklich mögen und schätzen...

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