Mittwoch, 25. Mai 2016

Nowhereland Bahnhof

Bahnhöfe ..

Wenn ich unterwegs bin, dann in 95% der Fälle mit dem ÖV, da ich keinen Führerschein besitze. Noch nie einen besessen habe. Vielleicht nie einen besitzen werde.

In den letzten Jahren hab ich mitbekommen, wie sich die grösseren Bahnhöfe immer kommerzialisiert haben.

Gratis Sitzplätze wurden beinahe abgeschafft, jede Fläche kommerziell nutzbar gemacht. Nur noch beengte stickige Behältnisse anstelle eines "Wartsaals". Sitzplätze werden heute durch eine Konsumation bezahlt.

Wenn ich in einem Bhf bin, dann, weil ich unterwegs bin -- und meist nicht zum Shoppen!

Im Berner Bhf hat es jetzt zum Glück am offiziellen "Treffpunkt"wieder einige Sitzplätze zur Verfügung.

Lästig sind die Give-Away-Verteiler und ständig wechselnden Werbemenschen, die im Weg rumstehen. Grosszügig umlaufe ich diese. Grimmig dreinblickend, versteht sich. Ich will nix. Ich hab doch alles!

Aufgefallen im Bhf Milano Centrale: Die digitalen Werbeanzeigen am Bahnsteig sind mindestens ums doppelte grösser als die schräg oberhalb dahinter angebrachten Informationen zum Zug.

Seltsame Welt.


2 Kommentare:

  1. Liebe Anne,

    am Bonner Bahnhof ist das nicht ganz so schlimm, dafür ist er einfach zu klein. Aber wenn ich schonmal zu Freunden fahre und dann an den größeren Bahnhöfen rumstehe, fällt mir genau das auch auf, was Du beschreibst. Überall versucht man eben, zahlende Menschen zu finden. Und wieviele Menschen ich allein am Karlsruher Bahnhof schon gesehen habe, die auf den nächsten Zug wartend sich die Zeit mit shoppen verbringen, ist schon bemerkenswert. Das System scheint zu funktionieren.

    Das einzige, was ich mir am Bahnhof gerne schonmal kaufe und was schon zu einem "Reise-Ritual" wurde, ist ein Buch für die Fahrt zu besorgen. Den Rest habe ich dabei :)

    Liebe Grüsse
    Clara

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  2. Zeigt einem deutlich, die wahren Bedürfnisse werden nicht Ernst genommen, wenn das Geschäft mit dem EGO winkt. Das ist die Krux unserer Tage.

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