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Mittwoch, 1. März 2017

Reagierenmüssen macht müde

Eine heftige Zeit. Heute Abend fühle ich mich irgendwie getrost/getröstet. Ich war einfach froh, als ich nach Hause kam und die Türe hinter mir schliessen konnte. Ruhe kehrte ein, als ich endlich für mich war. Ahhhh ...

Das ständige Reagierenmüssen bei der Arbeit hat mich mürbe gemacht in letzter Zeit. Viele Dinge die abgeklärt werden müssen, bevor ich mit den jeweiligen Arbeiten überhaupt beginnen kann. Unvollständige Aufträge bei denen man nachhaken muss, nicht durchdachte oder fehlerhafte Manuskripte, Kundenwünsche die nicht zu erfüllen sind.

Ich weiss, dass es vielerorts so läuft. Manchmal ist es ein Trost -- aber eher meistens finde ich es erschreckend, dass es so ist. Alles soll gleichzeitig möglich sein. Am besten schon gestern fertig sein. Und dennoch wird viel zu oft ohne klares Konzept vorgegangen. So viel Leerlauf allüberall und unnütze Schlenker, eine Mailflut ohne Sinn und Verstand, es wird Schindluder getrieben mit den Ressourcen, mit Menschen und Material. Wahnsinn.

Wenn das wirklich die sogenannte Leistungsgesellschaft ist, dann frage ich mich, warum soviel Zeit und so viele Ressourcen verschleudert werden können?

Wo ist denn da bitte die Leistung?!

Meine Substanz ist gerade aufgebraucht und ich hangle mich vorwärts von Tag zu Tag. Ich tue was getan werden muss und ich tue es automatisch, für anderes, oder mehr, habe ich keine Kraft. Ich weiss, dass es wieder besser wird. Gerade mag ich gar nicht vorausdenken oder mir über neue Lösungen gedanken machen -- sondern erstmal nur Ausruhen.

Wie heisst es in diesem Sprichwort?  
Wenn du in Eile bist, gehe langsam. 

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