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Samstag, 5. August 2017

Kein Traum vom Eigenheim (Bohème-Leben)

Noch vor kurzem war ein eigenes kleines Häuschen mein Traum. Ich hatte immer das Bild von einem kleinen Hexenhäuschen inmitten von viel Grün. Bis ich verstand, was es an Aufwand bedeutet. Finanziell und auch vom Aufwand/Unterhalt her. Mein Leben hat immer etwas Spontanes -- oder ich wünsche mir zumindest, dass es so ist. Wieso will ich mir also einen solchen Klotz ans Bein binden? Klar, Träume sind was Schönes. Aber wenn ich mir vorstelle, was es in der Realität bedeutet... Will ich wirklich dermassen ans Geld gebunden sein, mehr Arbeiten, nur noch Sparen, nur damit ich mir ein Haus oder eine Wohnung leisten kann? Diese Sachzwänge sind nicht gut für mich.

Ich komme manchmal nur schwer in die Pötte, meine Kraftreserven sind oft schnell weg -- und schon die kleine Miet-Wohnung hier zu pflegen ist mir mehr als genug. Zudem will ich auch nichts solches zur Miete haben. Weil ich jemand bin, der sich sehr schnell mit der Umwelt, einem Ort verbindet.

Wenn ich einen Garten pflege, dann verankere ich mich auch. Diese Wurzeln dann wieder herauszureissen, das fällt mir schwer. Ich habe es schon mehrere Male erlebt.

Das Eigene und meine innere Heimat in mir zu tragen, flexibel zu bleiben, das Leben zu geniessen wie es sich bietet ... Das wird wohl die Antwort für den Moment sein.

Es fügt sich alles. Atmen. Leben. Freuen!

Kommentare:

  1. Ich weiß zwar dein Alter nicht, aber jetzt würde ich auch nicht mehr mit dem Sparen anfangen (Ü50). Unser Haus ist seit bald 30 Jahren abbezahlt und von dem Geld, das wir jeden Monat an Miete sparen sind 2-3 Fernreisen pro Jahr drin. Auch eine tolle Form das Leben und Glück in vollen Zügen zu genießen.
    Geld für Haushaltshilfe und Gärtner bleibt auch noch übrig. Da kann man genug Kraft tanken um sich am Alltag zu erfreuen.

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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    1. Hallo Arti

      ich bin 38 Jahre alt. In der Schweiz ist es nicht üblich, dass man das Haus ganz abbezahlt, da die Steuerlast sonst höher ist, als das was man spart (knapp zusammengefasst). Das Haus gehört also immer zu einem Teil der Bank und wird nie ganz abgelöst. Vielleicht werde ich mir irgendwann doch was eigenes leisten (können). Allerdings konnte ich bis jetzt nichts Sparen, da ich lange gesundheitliche Probleme hatte und bis vor ein paar Jahren komplett auf staatliche Hilfe angewiesen war. Daher ist es zum jetzigen Zeitpunkt eh müssig, darüber nachzudenken ;) Mit zwei Einkommen im gleichen Haushalt sieht es auch etwas anders aus, denke ich. Ich müsste es alleine finanzieren. So ganz schliesse ich es noch nicht für mich aus. Danke für deinen mutmachenden Input, das freut mich auch, dass ihr euren Lebensstil gefunden habt, die Bilder von euren Reisen sind sehr beeindruckend!


      Lieben Wochenendgruss zurück!
      Anne

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