Mittwoch, 20. März 2013

Nichts Spektakuläres

.. zu berichten. 2 Wochen Ferien gehabt, eine davon erkältet auf dem Sofa verbracht, was sehr gut war. So bin ich endlich mal runtergekommen: Hat mein Körper prima gemacht >_< Im Kino gewesen, Nachtzug nach Lissabon, seltsame Geschichte, seltsamer Film mit zweifelhaftiger Dramaturgie. Muss wahrscheinlich das Buch lesen um die Hauptfigur besser zu verstehen...

Das Tropenhaus in Frutigen besucht, eindrücklich. Die Stör-Fischbecken und die paar Glasgucklöcher namens Aquarium waren jetzt nicht so der Hammer … Da drehen sie ihre halt ihre Kreise durch veralgte Becken diese Urzeitviecher! Ich finde da würde mehr gehen, optisch. Es wirkt ziemlich trostlos. Aber die Fische sind ja zum Verzehr gedacht … Die ganze Anlage ist jedoch sehr gut gemacht und wird auch noch weiter ausgebaut. Am beeindruckendsten fand ich es, in tropischer Wärme bei einem kühlen Getränk im Glashaus zu sitzen und schön verschneite Alphütten zu betrachten … DAS nenne ich mal Globalisierung ;)

Ansonsten noch Dählhölzli-Besuch (Berns Zoo) für den ich eine Jahreskarte habe, auch mal die ussurischen Braunbären gesichtet, noch etwas verschlafen guckten sie in die Welt. Hab zwei meiner Fische beerdigt, stilvoll, nämlich in der Blumenkiste auf dem Fenstersims … Und bin sehr viel spaziert  … zB an der Gürbe entlang und habe Biberspuren betrachtet, mich übers erste Grün gefreut, und dann war er bereits schon wieder vorbei, dieser Urlaub …

Nun bereits den dritten Tag wieder gearbeitet: Hier nichts neues. Ach, doch was: Einen guten Vorsatz hab ich in die Tat umgesetzt und bin in der Mittagspause draussen an der frischen Luft gewesen, nämlich im Botanischen Garten!

Sonntag, 10. März 2013

Wasserwelten (13)

Chillen zu zweit
Auge in Auge mit einem Otocinclus!
Feldsalat – heiss geliebt! Aber erst wenn er schön matschig ist ...
Diese Fischparade hat mich zum Lachen gebracht! 

Meine Fischchen machen mir immer noch grosse Freude. Eines ist zwar gestorben. Die restlichen fünf aber sind putzmunter und im ganzen Becken unterwegs.

PS vom 18. März: Nun ist doch noch ein weiterer Otocinclus (am 14. März) gestorben. Langsam erkenne ich wenigstens die Vorzeichen, wenn ich auch den Grund nicht kenne! Er wurde immer magerer, obwohl es zu Fressen gab. Die anderen wurden runder, dieser Fisch schien aber recht mager. Nun habe ich noch vier Fische. Eigentlich wollte ich den Bestand wieder aufstocken, momentan sind aber keine Otos zu haben, ich war in zwei Geschäften. Im zweiten Geschäft hatten sie zwar Otos, aber keine macrospilus. Daher werde ich mal abwarten und mir überlegen, was zu tun ist.

Samstag, 2. März 2013

Wasserwelten (12)

Montag, 18. Februar 
Ab diesem Tag 3 Otocinclus, Ohrgitterharnischwelse, in meinem Aquarium. Vermutlich sind es Otocinclus macrospilus, verkauft wurden sie mir als Otocinclus affinis (die soll laut Fachleuten es ja gar nicht im Handel geben). Erst hielten sie sich nach dem Einsetzen ganz still, später fanden sie wieder zum Trupp zusammen und begannen mit Fressen und freiem Umherschwimmen.

Dienstag, 19. Februar 
Morgens: Hektisches Umherschwimmen eines einzelnen Tieres (bei nicht nachweisbaren Nitrat/Nitritwerten; habe einen Test gemacht). Es ist auch kein Luftschnappen: Auf jeden Fall geht es jetzt, wie ich beobachten kann, den Cyclopsen an den Kragen! Bald schwimmen nämlich alle 3 Fische umher und jagen! Abends: Habe nur wenige Cyclops mehr umherschwimmen sehen … Soviel zum Thema "algenfressende (vegetarische) Fische" wie es mancherorts, zum Glück nicht überall, zu lesen ist!

Freitag, 19. Februar
Da die Fische einen verlorenen Eindruck gemacht haben, habe ich noch drei zusätzliche gekauft. Bei Panzerwelsen wird ständig betont, es seien Schwarmfische und es sollen nicht unter 8 Tieren gehalten werden. Bei den Otos, weil es so praktische Algenfresser sind?, liest man in Büchern von einem "Trio Ohrgitterharnischwelse" oder im Netz sogar von einzelnen Exemplaren in manchen Aquarien, obwohl auch Otos Schwarmfische sind! Auf jeden Fall wirken nun meine Fische in der grösseren Gruppe zufriedener! Sie sind gemeinsam unterwegs.

Sonst: Die Tiere stürzten sich am Anfang regelrecht auf alles Fressbare. Sie waren wahrscheinlich in der Tierhandlung unter Stress. Die ersten Tage wurde sehr fleissig gefressen. Im Becken lebende Cyclops und verschiedene Algen-Aufwüchse (die auf den Scheiben sind scheinbar die besten!). Danach habe ich begonnen, Welstabs zu füttern. Nie grosse Mengen und keine ganzen Tabletten. Den Wasserwechsel einmal die Woche habe ich beibehalten. Dummerweise habe ich das Messen der Wasserwerte mit der Zeit unterlassen, da immer alles ok war. Ein grosser Fehler! Wie sich am 28. Februar herausstellte:

Nitritpeak!
Eines Morgens habe ich dann doch gemessen und der Schock war gross: Sowohl Nitrat als auch Nitrit waren deutlich erhöht. Das Nitrit war sogar bei 2 mg/l. Ich begann nun sofort, regelmässig und zwei Mal pro Tag Wasser zu wechseln. Das hat sich gelohnt, die Werte sind deutlich gesunken! Ganz vorbei ist es noch nicht, aber ich hoffe bald. Jedenfalls sind die Fische noch alle am Leben.

Das kommt davon, wenn man in diesem kleinen Beckenvolumen (25l) Trockenfutter füttert! Auch wenn ich die gefütterte Menge bescheiden fand …

Mit dem Wasserwechsel werde ich so lange weiterfahren, bis alles wieder i.O. ist. Zudem lasse ich ein paar Steine veralgen und füttere nur noch _wenig_ Trockenfutter. Lebende Artemia habe ich auch ausprobiert, sie werden nicht gefressen, habe es jedenfalls nicht beobachten können. Ich habs versucht und welche angesetzt, da den Fischen die Cyclops zu gut geschmeckt haben. Versuche es gerade mit einer rohen Kartoffelscheibe als neuer Futterrichtung. Mal schauen wies schmeckt …


Apropos Trockenfutter ...
Nun versteh ich auch den beliebten Antwort-Post in Aquarienforen ;)

Q: Ich habe zu viele Schnecken. Was soll ich tun?
A: Schmeiss weniger Trockenfutter rein.

Q: Ich habe gehoert, Starkstrom hilft gegen Schnecken. Stimmt das?
A: Ja. Hilft auch gegen Fische. Schmeiss weniger Trockenfutter
rein.

Q: Ich habe zu viele Schnecken. Soll ich mir einen Kugelfisch
kaufen?
A: Nein. Der Kugelfisch frisst zuerst die Schnecken und dann dich.
Schmeiss weniger Trockenfutter rein.

Q: Angeblich soll es gegen Schnecken helfen, wenn man 30 Minuten
pro Tag Schnecken und deren Laich einsammelt ...?
A: Nein. Schmeiss weniger Trockenfutter rein.

Q: Mein Zoohaendler empfiehlt gegen Schnecken einen Kanister
"Wasserterror" fuer nur 198,- Mark. Soll ich den kaufen?
A: Wenn du bereit bist, auch ein Glas davon zu trinken, ja.
Sonst: Schmeiss weniger Trockenfutter rein. .. mehr auf


Quelle: http://www.wer-weiss-was.de/faq1135/entry981.html 

. . .

Allerdings kann ich ergänzend sagen, dass sich Schlammschnecken auf jeden Fall und problemlos auch ohne Trockenfutter ganz wunderbar vermehren … 



Donnerstag, 28. Februar 2013

Grosse Seele

Einer Frau wiederbegegnet, die ich in einem Eingliederungsprogramm getroffen habe. Es hat mich berührt. Diese Frau berührt und beeindruckt mich. Sie hat Probleme neben denen meine lächerlich wirken. Obwohl wir über die gleichen Symptome und ähnliche Probleme reden, weiss ich, sie hat eine grössere Bürde zu tragen. Ihre zerschnittenen Arme sprechen eine eigene Sprache.

Auch wenn ich den Kontakt bewusst nicht mehr gesucht habe, habe ich sie trotzdem nie vergessen. Von allen Menschen die ich in meinem Leben getroffen habe, hebt sie sich ab. Ich spüre eine grosse Zärtlichkeit in mir. Ich lass das Rätsel Rätsel sein.

Wir haben ganz verschiedene Wege seither beschritten. Wenigstens äusserlich. Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen. Sie, einige Jahre jünger, und zu 100% auf eine Rente angewiesen beneidet mich Angekommene. Meint, ich wäre weitergekommen, während sie immer noch am gleichen Punkt sei. Ich sehe sie an, mit ihrem Bier in der Hand, möchte sie am liebsten ganz fest drücken – und wiegle ab während ich innerlich nicke. Nein, das glaube ich nicht, sage ich, dass sich nichts verändert hat. Ja, es haben sich schon ein paar Dinge verändert, aber arbeiten könne sie nach wie vor nicht. Nun weiss ich, dass wir am selben Ort wohnen. Die Begegnung beschäftigt mich. Ich möchte sie wiedersehen, mit ihr reden.

Ich möchte mich nicht beneiden lassen, von niemandem – und ich verstehe sie trotzdem. Ich wiederum beneide sie nicht. Wobei ich ganz deutlich erkennen kann, welch grosse, strahlende und erfurchtgebietende Seele sich in dieser zerbrechlichen menschlichen Hülle verbirgt. Und das ist das Wunderbare. Es ist nicht alles so wies scheint … Worte klingen dagegen fahl. Ich kann es nicht beschreiben. Wunder kann man eben nicht beschreiben …


Gerade in der Schwebe

.. zwischen "Ach was bin ich doch für eine geile Socke" und tiefer Erschöpfung/Ernüchterung.

Befinde mich in zwei parallelen Universen gleichzeitig:

Geile Socke: Ich schnalle es endlich, dass ich noch jung bin und mir so viele Möglichkeiten offen stehen! Es kribbelt und ich fühle mich endlich wieder richtig lebendig.

Müde, KO: Die Arbeit laugt mich aus, der Pendenzenstapel wird einfach nicht kleiner und ich komme mir fehl am Platz vor: Ich habe Angst, nicht zu genügen. Meine Selbstzweifel werden stärker, je müder ich bin. Und wenn ich viel zu tun habe, werde ich eben müde! Das Jammer-Ich steht dann wieder zur Stelle und will für jeden Furz gelobt werden. Etcetera …

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Das Arbeitsleben ist und bleibt eine Gratwanderung, meinte die Psychiaterin gestern. Das war der beste Satz gestern.

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Um diese beiden Hälften wieder zusammen zu führen, stehen mir ab morgen Abend 2 Wochen Ferien zur Verfügung …

Mann mit einer Mission vs. Frau mit Humor

Auszug aus einer SMS eines ehemaligen Arbeitskollegen:

« (...) Vergiss es nicht, Jesus wartet auf dich. Sprich ihn an.»

Da war ich gestern erstmal sprachlos. Ich finde es eine Frechheit, jemandem seinen Glauben aufzudrängen. Wir hatten zwar schon mal eine durchaus interessante Religionsdiskussion, von mir angestossen, doch ich glaube das bringts nicht. Wenn jemand immer ins gleiche Horn stösst ... dann geh ich lieber in einer andere Richtung. Kurz dachte ich dran, ihm klipp und klar zu sagen, dass Religion Privatsache sei, doch wollte ich ihm nicht genauso bierernst antworten wie seine Worte rüberkamen.

Heute morgen dann, hatte ich plötzlich die passenden Worte bereit, nachdem ich darüber nachgedacht hatte, dass J. alias I.N.R.I. das sicher damals weder so gemeint, noch gewollt hätte, das man sich seinetwegen unter Druck setzen lässt.

« (...) Die Frage nach Jesus ist mir etwas zu intim. Schliesslich ist es eine Zweierkiste zwischen ihm und mir. Du kannst das also ruhig uns beiden überlassen.»

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Mittwoch, 27. Februar 2013

Bau dein Nest …

Lebenslied

Ernst Moritz Arndt 

Steh' und falle mit eignem Kopfe,
Thu' das Deine und thu' es frisch!
Besser stolz an dem irdnen Topfe,
Als demütig am goldnen Tisch:
Höhe hat Tiefe,
Weltmeer hat Riffe,
Gold hat Kummer und Schlangengezisch.

Bau dein Nest, weil der Frühling währet.
Lustig bau's in die Welt hinein;

Hell der Himmel sich oben kläret,
Drunten duften die Blümelein:
Wagen gewinnet,
Schwäche zerrinnet,
Wage! dulde! die Welt ist dein.

Steh' nicht horchend, was Narren sprechen.
Jedem blüht aus der Brust sein Stern;
Schicksal webet an stygischen Bächen,
Feigen webet es schrecklich fern.
Steige hinnieder!
Fasse die Hyder!
Starken folget das starke gern.

Wechselnd geht unter Leid und Freuden
Nicht mitfühlend der schnelle Tag.
Jeder suche zum Kranze bescheiden,
Was von Blumen er finden mag.
Jugend verblühet,
Freude entfliehet:
Lebe! halte! doch lauf' nicht nach.

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Zwei Zeilen waren mir vage in Erinnerung, nun hab ich, dank Google,  auch das zugehörige Gedicht gefunden. Mir ist gerade danach: Mein Nest. Lustig bau ich`s in die Welt hinein …

Luftig und offen ist es und voller Hoffnung … Frei sein