Sonntag, 14. Januar 2024

Werkzeuge die mir gerade helfen (Januar 2024)

Was ist anders seit dem Jahresende? Was mache ich anders?

Ich nehme mir mehr Zeit für Besinnung, Achtsamkeit, Meditation und meine Arten der Spiritualität. Dadurch bin ich entspannter und bewusster unterwegs. Es braucht noch Zeit und Geduld, zeigt aber Resultate. Dies mit Meditations-App, Tagebuch, und einem 21Tage-Online-Kurs.

Ich öffne mich wieder mehr, teile mich mit. Manchmal fällt mir das sehr schwer.

Anders sein und anders machen ist okay!

Kaffee reduziert auf eine Tasse am Tag.

Kräutertees: Zitronenverbena und Griechischer Bergtee sowie andere

Mehr bewusste Paarzeit in der Beziehung, ohne Elektronik.

1x die Woche gehe ich mit meiner Lebensgefährtin Joggen. Anschliessend gehe ich in den eiskalten Bach und nehme ein Kältebad. Während sie Stellung hält und die Handtuchhalterin spielt, wie sie betont :) Dieser Kälteschock gibt mir den Reset, den Körper und Nerven brauchen. Dieses Ganz-Da-Sein.

Ich mache Körperübungen wie Yoga, Kräftigung, Dehnung, Tanzen. Körperübungen hatte ich auch lange nicht mehr gemacht. Es geht langsam besser und es ändert sich.

Manchmal nehme ich mir für den Tag eine Widmung zu einem Thema: Selbstannahme. Vertrauen. Oder ich formuliere einen ganzen Satz mit einer Widmung/Absicht. Mir hilft das. Im Yoga nennt man das Sankalpa.

Es ist nicht alles perfekt, alles andere als das. Aber machen tut gut.

Neues Jahr, neues Leben ... Neues leben

Ende letztem Jahr war ich an einem Tiefpunkt angelangt mit mir selber. Mit meiner Einstellung mir selber gegenüber, meinen Erwartungen anderen gegenüber. Das Leben fühlte sich schrecklich an und von Angst beherrscht. Ich sah nur noch Baustellen und mein Blick auf alles war negativ. Schamgefühl. Verhaftet in Sorgen. Grau in Grau und ohne Lebensfreude. 

Ich wusste, jetzt muss ich da raus. Und ich habe seither vieles anders gemacht. 

Es ging nicht schlagartig bergauf, es ist ein steter Weg.

Es sind viele Baustellen, an denen ich dran bin und viele Vorhaben. Manches verfolgt mich schon mein Leben lang. Die Selbstzweifel und das Alleinsein mit mir selber, während die Welt aussen vor ist. Das gefühlte Fremdsein unter anderen Menschen, speziell in dieser Gesellschaft und der ewige Versuch, meinen Platz zu finden, ohne mich zu verbiegen. 

Ich versuche, zu verstehen und anzunehmen. Und wenn ich liebevoll mit mir bin, wirds leichter. Zu sehen und zu spüren, dass ich nicht allein bin. Dass ich geschätzt werde. 

Dass manches doch leichter wird, vor allem auch, weil ich mich besser verstehe. Die wunderbaren Zeichen zu sehen, die mir andere geben. Die Wärme anzunehmen!

Ich treffe Menschen, die auf einem ähnlichen Weg sind. 

Die Herausforderungen sind da. Die berufliche Selbstständigkeit ist ein Thema, das Gefühl zu versagen wenn keine Aufträge kommen. Die Angst, nicht zu genügen, wenn dann Aufträge kommen! 

Die Herausforderung, ein Leben zu leben, wie ich es will. Und den Konsequenzen, die sich daraus ergeben, auch die finanziellen Engpässe, das Jonglieren damits finanziell reicht. 

Und doch, da ist mehr Freude als Resignation. Es geht immer irgendwie weiter!

Die verinnerlichten gesellschaftliche Erwartung: So kann man doch nicht leben?! Wovon lebst du im Alter? Das sind Fragen die in mir auftauchen und die ich mir auch stelle. 

Jedoch: ich habe Jahre meines Lebens damit verbracht, mich einzufügen und es hat mich traurig gemacht. Weil ich mir damit fremd geworden bin, Verwirrung und Angst, kamen mit der Anpassung. Meine Stärken konnte ich zu wenig einbringen. 

Seit dem Tod meines Bruders 2007 habe ich einfach immer weiter gemacht. Die Ausbildung abgeschlossen, gearbeitet, jede Hürde genommen. Eine richtige Auszeit gabs nie. Und es hat sich Groll, Trauer und Resignation in mir aufgestaut. S

So sehe ich diesen anderen Weg seit Herbst 2020 in einem anderen Licht. Ich akzeptiere, dass ich diesen Weg so brauche: Selbstbestimmt und selbstverantwortlich. 

Ich spüre Stärke, wenn ich mich ganz dem hingebe, was ansteht.

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Angesichts der Welt ... meine Gedanken

Die Schweizer Wahlen haben den Rechtsrutsch gebracht, wie ich befürchtet habe. Bin ich engstirnig, sehe ich Geister? Oder ... Ich kann es auch nicht genau sagen. Bin froh, dass wir zumindest genügend verschiedene Parteien und Stimmen haben um nicht so schnell in ein Extrem abzurutschen. Sonst? Ich weiss es nicht. Mir scheinen die Themen so weit auseinanderzudriften, auch zwischen Stadt und Land. 

Die antisozialen Kräfte die gerne die Demokratie für mehr Wirksamkeit umkrempeln wollen ... oder ganz abschaffen. Und ich werde mich äussern, wenn Menschen hetzen, tue es in meinem privaten Umfeld. Ich weiss nicht, wie weit mein Mut in der Öffentlichkeit reicht. Im Anti-Corona-Massnahmen-Umfeld gediehen antisemitische Ur-märchen und andere gespenstische Mythen wie mit Dünger gegossen, wie ich festgestellt habe. Da habe ich geredet.

Das alte Sündenbock-Spiel läuft medial immer noch und sogar noch besser. Die mediale Entrüstung und Hetze scheint schneller als alles andere. Terrorismus muss aber als solcher benannt werden. 

Angesichts der neuen und alten Konflikte auf diesem Planeten fühle ich mich sprachlos. Ich kämpfe nicht um mein Leben. Um mich herum wird nicht Krieg geführt. Ich kann diese Konflikte nicht lösen. 

So auch aktuell bezüglich Israel/Palästina. Manchmal bin ich lieber still. Gerade ist sehr viel Propaganda pro Palästina im Netz. Was ich verstehe. Rechtfertigt das eine Terrororganisation? Kann man Terror gut finden? Zerstörung nach allen Seiten?

Weil jeder getötete Mensch einer zu viel ist. Und Partei zu ergreifen fühlt sich falsch an. Als würde bedrohtes/genommenes Leben nicht ernst genommen. Im Krieg aufzuwachsen schädigt für immer. Terrorismus und Fanatismus im Namen einer Religion ist immer ein Krieg, der sich gegen Menschen richtet. Egal auf welcher Seite. Aufruf zum Hass ist Krieg. Es werden muslimische und jüdische Menschen bedroht. So wie an Corona die Asiaten schuld waren, gibts nun einen Freipass für Hass gegen jüdische und muslimische Menschen.

Ich möchte eine Stimme für diese Art von Menschlichkeit sein:

J.S. Park, dem ich auf Instagram folge, ein Geistlicher der als Seelsorger im Krankenhaus arbeitet, hat es auf diesen Punkt gebracht: 

I'm with those who grieve. Ich bin mit denen, die trauern.

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https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/av24/video-berlin-israelisches-palaestinensisches-restaurant-kanaan.html



Samstag, 14. Oktober 2023

Ich hab da noch Fragen ... (digitale Welt)

Warum/wann ist das digitale Leben nur so kompliziert geworden? Ich muss immer wieder an Asterix und Obelix und das "Haus das verrückt macht" denken ... 

Muss ich diesen Artikel für 10 CHF wirklich online bewerten? Wer ersetzt mir diese Lebenszeit?

Ich habe doch den Newsletter und weitere Werbung extra nicht angewählt, warum kommt all das jetzt trotzdem?

Wisst ihr noch, wo im Netz ihr überall ein Login habt? Und sicher benutzt ihr alle alle einen Passwortmanager ... ;)

Bekommt ihr auch Werbung als Nachricht auf Wha*tsApp? Leute die etwas Verkaufen wollen oder euch anheuern?

Und dann komm ich auf die Website eines lokalen Eisen- und Haushaltswarengeschäfts. Verzerrtes Logo mit allen Angaben; auch diese verzerrt, schlechtes Bild, weisser Hintergrund rund ums Bild, fertig. Kein Sicherheitszertifikat, also kein https oder so und nichts Interaktives (= unsichere Seite). 

Es gibt Menschen, die in der digitalen Steinzeit stehen geblieben sind, aber beruhigen tuts mich auch nicht.

*AArrrgllll ...*

Freitag, 13. Oktober 2023

Get up, stand up ... [yes, Bob!]

Die Welt brennt an so vielen Stellen auf einmal. News habe ich ganz abgestellt. Mitbekommen tue ich trotzdem vieles. Doch die geballte Masse von Leid und die Bilder dazu ist nicht zu ertragen. Es lähmt mich. Lähmung vor Betroffenheit bringt mir nichts. Und ich will aktiv werden.

Es ist Zeit, den Mund aufzumachen, zu Handeln und zu Wählen. Was kann ich tun? Und wo? Was ist mir wichtig? Auch wenn es Tropfen auf den heissen Stein sind. Nichts tun geht gar nicht mehr.

Die anstehende nationalen Wahlen hier in der Schweiz beschäftigen mich. Weil ich nicht informiert bin und weder linken noch rechten Parolen traue. Werde mich noch schlau machen. Eher links orientiert bin ich. Mit gesunder Skepsis. Weil ich glaube, dass die Durchmischung mit verschiedenen Parteien in der Regierung wichtig ist.

Doch wenn ich kapiere, dass manche Mittigen oder rechts der Mitte wirklich den Sozialstaat als Steinbruch behandeln (obligatorische Krankenversicherung abschaffen) und auch gegen Mindestlöhne sind, weil ein Mindestlohn ja nicht wirklich die richtige Antwort auf Armut sei, dann kommt die Wut hoch. Dann kann es mir nicht gleichgültig sein.

Es gibt Parteien, die für mich schlicht nicht mehr wählbar sind. Als Einzelperson mag ich vielleicht jemanden wählen, aber nicht die ganze Partei. Alles sehr christliche oder extrem linke oder extrem rechte, sowie alle Hetzer, das ist für mich nicht wählbar. Beim allgemeinen Rechtsdrall, europäisch betracht, wird meine Wahl links ausfallen.

Der unvergessliche Berner Liedermacher Mani Matter hats 1970 schon in 50 Sekunden zusammengefasst: 

Sonntag, 24. September 2023

Ein neuer Tag, die Reise geht weiter

Ich war in Versuchung, den gestrigen Blogpost zu löschen. Zu negativ, zu viel Vergangenheit. Werde ihn dennoch stehen lassen. Weil er relevant ist. Das ist einer der Pole, die in meinem Leben immer wieder auftauchen, wenn ich in Not und oder erschöpft bin. Und Packen und mich Zuhause abnabeln ist immer auch so eine Sache ...

Heute morgen fühle ich mich zwar immer noch erschöpft, aber ich habe wieder neue Perspektiven. Es ist fast alles Wichtige getan. Die Reise, die ansteht, führt mich nach Osten, da wo es mich schon so lange hin zieht. Wir fahren erst ins Tessin, dann kommen Italien, Slowenien und dann gehts nach Kroatien und damit erfüllt sich ein Wunsch, ein erstes Mal auf den Balkan. Als Kind bin ich über die an die Schweiz angrenzenden Staaten nicht hinaus gekommen (ausser DDR) und nun erweitert sich meine Welt. 

Meine Welt zu erweitern, das strebe ich auch sonst in meinem Leben an...

Samstag, 23. September 2023

Nüchtern bleiben | Bodensatz | Leben

Zum Titel "Nüchtern bleiben" kam ich heute morgen beim Entsorgen meiner Antidepressiva, die ich nun schon länger nicht mehr nehme. Ich gehe schon länger durch eine sehr schwierige, tiefgehende Zeit in meinem Leben. Der Griff zur Linderung und leichten Betäubung wäre verlockend. Die Depression begegnet mir immer wieder, doch dahinter verbirgt sich Überforderung, Erschöpfung und Angst. Der Ansatz "Medikamente" ist gerade nicht meine Wahl. Daher: Nüchtern,.

Die Selbstständigkeit, die Suche nach meinem Weg, meine Beziehung und Freundschaften, die frühen Wechseljahre. Ich erlebe überall Grenzzustände und Herausforderungen und ich kann mich nicht mehr hinter meiner alten Identität verstecken, diese ist viel zu klein geworden,

Ich bin in Versuchung, wieder abzutauchen, einfach mich mit etwas ablenken. Aber ich will es anders versuchen. Ich habe es mir CBD-Tropfen probiert, aber die machen mich passiv und belämmert. Als wäre ich am Dahindriften. Ins Handeln zu kommen, da helfen sie mir nicht. Alkohol vertrage ich schlecht und das ist auch ein zu schmaler Grat. So trinke ich halt Tee .. starte mit Meditation und dem Ändern dessen, WIE ich meine Herausforderungen bewältige.

Das "Wegmachen" von unerwünschten Gefühlen ist so naheliegend. Es ist tiefggehend echt, was gerade passiert. Ich habe Zugang zu Erinnerungen, die ich lange verdrängt habe. Da sind auch Schmerzen, die endlich mal in Gänze erkannt werden wollen. Die Verlassenheit und Einsamkeit, die ich über Jahre als Teil meiner Existenz kannte, wurde zu so einer existenzbedrohend starken Empfindung und Angst, dass ich verstand, dass dies ein transgenerationales Thema (Trauma) sein könnte. Eine frühkindliche, existenzbedrohende Erfahrung, die ich mehrfach zuordnen kann in meiner Familie. Aufgerüttelt durch die Instabilität und meine wachsene Stärke: Da kommt Bewusstsein in meine Existenz. Und ich empfinde Dankbarkeit. Mitten im Bodensatz meines Lebens erkenne ich, was drückt.

Das zweite ist: Falsch sein, das Alien sein, nicht erkannt werden, Abgelehnt werden und sogar Angegriffen werden fürs eigene Sein und dadurch auch wieder Angst, Stress und Einsamkeit. Zudem Unverständnis, Überforderung und ungesunde Rollenverschiebungen in der Familie. Mir half das Hörbuch "Tragisch aber Geil 2.0" von Barbie Breakout, weil das Fremdsein und "falsch sein" und die Suche nach dem eigenen Selbst da wesentlicher Teil der Lebensgeschichte ist (Autobiographie als Buch oder Hörbuch). Ich habe noch nie eine solch gleichermassen ungeschönte, reflektierte, tragische und zugleich bunte, herzergreifende, ermutigende Autobiografie gelesen oder gehört wie diese. Grosse Empfehlung.

Wer bin ich?

Warum ist es so schwierig, einfach zu sein? Wie kann ich SEIN?

Was will ich in dieser Welt für mich?

Wie stelle ich das an?

Die ganz grosse Waschküche ist das bei mir. Und eine riesige Chance, solange ich nicht im Selbstmitleid, in der Depression, im Groll und im mich Vergraben und Mauern feststecke. Es bewegt sich viel. Meinen Fokus bestimmte ich selbst. Wie kann ich anders leben, besser zu mir sein?

Mir kam auch Glennon Doyle in den Sinn, die in ihrem Buch "Ungezähmt" genau so eine Zeit beschreibt. Bei ihr war es eine Essstörung und andere Selbstbestrafung aus denen sie den Ausweg fand. Sie hat ihr Leben komplett geändert. Und ich habe mein Leben komplett umgestellt. Da sind Parallelen. Glennon Doyle schreibt auch, dass dieser Weg nicht einfach Friede Freude Eierkuchen ist, auch wenn man Süchten entkommt: Der Weg bleibt ein Weg. Und die Gefahr eines Rückfalls in alte Muster bleibt.

Bei mir sind es alte Wunden die weh tun, die geweckt werden und daraus entstandene destruktive Muster mit denen ich früher zurechtkam. Ich komme damit nicht mehr zurecht! Diese Muster schränken mich sehr stark ein und es wird mir immer enger darin. Momentan bin ich froh, wenn ich den Tag durchstehe mit dem was ich mir vornehme. 

Mich wohlzufühlen, das ist noch eine andere Sache. Ich lebe schon so lange mit bewertenden Gedanken (in denen ich mich abwerte) und gleichzeitig ist da dieser ständige Hunger nach Gesehenwerden und Anerkanntwerden. Wenn ich dieses Geschätztwerden und den Respekt bekomme, kann ich das dann nicht annehmen. Als würde mir da etwas fehlen um dies zu "verstoffwechseln"!  Aka Imposter-Syndrom ...

Der Freude folgen: Das ist der Weg. Es leichter werden zu lassen. Da brauche ich noch Übung! Ich bin so viel besser darin, es mir schwerer zu machen... und das kann ich so nicht stehen lassen. Er-Leichterung, Er-Mutigung und Be-Geisterung ziehen mich mehr an. Es mangelt einfach an Vertrauen und an Ruhe. Jetzt 2 Wochen Urlaub im Süden. Mal sehen, was in der Zeit geht...