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Freitag, 1. Juni 2012

Nicht nachhaltig

Der Nachhaltigkeitswahn ist zur Religion geworden. Ich scheiss auf dieses "korrekte" Leben.

Lange hatte ich wirklich den Eindruck, das sei mir wichtig. (Schon als Kind wollte ich die Natur/Welt retten).

Dann habe ich gemerkt, dass die Moralinsäure sehr schlecht für das Säure-Basen-Gleichgewicht ist >_<

Drum zieh ich mir die Jesuslatschen aus und geh shoppen …

Kommentare:

  1. bei der moralinsäure muss ich dir recht geben. aber sonst passt dein statement nicht ganz in das bild, das ich bisher von dir gewonnen hatte... es klingt für mich nach entweder - oder, nach "von einem extrem ins andere"...
    großes "?"

    ich hab 10 jahre im umweltbereich gearbeitet und hatte anfangs das problem mit dem "welt retten" auch, konnte ziemlich missionarisch sein...
    da die kurve zu kratzen, war eine enorme herausforderung, bedurfte einiges an selbstreflexion und ich finde, es kann eh nur jede/r selbst schauen, welchen beitrag sie/er für sich leisten bzw. vertreten will und kann.
    ich bin immer noch sehr naturverbunden, aber shoppen geh ich manchmal auch gern...;-)

    eine ausgeglichene woche wünsch ich dir
    lg, karin

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  2. Ja, das mag komisch rüberkommen. Es war auch eine spontane Reaktion auf allzu "bewusste" Mitmenschen die sich als Gerechte unter lauter Sündern aufführen.

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  3. Und ich stimme dir darin zu, dass jeder seinen Anteil am Ganzen selber erkennen und leisten kann. Ich glaube die Welt steuert genau in diese zwei Extreme die du auch an mir oder in meinem Post erkennst: Mehr Konsum und mehr Umweltbewusstsein/Sinn für Nachhaltigkeit. Passt eben auch nicht zusammen ..

    Fakt: Das Thema wird mich auf jeden Fall noch weiterbeschäftigen.

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  4. danke für deine ergänzung!

    diese allzu gerechten sind überall (im strassenverkehr "mag" ich sie besonders...;-)) und die sind ja oft unerträglich mit ihrer scheinheiligkeit.
    wie bei so vielen dingen geht die schere immer weiter auseinander, das seh ich ähnlich.

    diese enorme diskrepanz aushalten zu können, ist immer wieder eine herausforderung.
    da mein mann ebenfalls beruflich mit diesen themen konfrontiert ist (er hat vor 17 jahren eine firma gegründet - bietet für industriebetriebe konzepte/strategien für energieeffizienz an), hält ihn/uns dieses thema ständig am laufenden. derzeit läuft gerade etwas seltsames in vorarlberg: der dortige "energieversorger" diktiert der politik, wo's langgeht und hat die angebote meines mannes damit unterbunden... das sind schon mafiöse machenschaften...
    aber wahrscheinlich ist es eh überall so, nur erfährt es halt meistens keiner...
    ja, das thema wird uns alle noch weiterbeschäftigen.

    habs gut und grüße vom see
    karin

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  5. liebe karin
    danke für deine weiteren ergänzungen und gedanken …

    was mich vorallem stört:

    ... diese hochgereckten moralischen zeigefinger. die do`s und dont`s derer, die immer genau wissen, wie die welt zu retten wäre. wobei ich die einfach in ihrer extremistenecke stehen lassen möchte, statt mich emotional da reinziehen zu lassen ;)

    zudem: dieser moderne ablasshandel mit klimazertifikaten. der ist mir zutiefst suspekt. ich sehe darin vor allem ein geschäft. und manche sichern sich schlicht ihre monopole.
    das scheint ja auch in vorarlberg so zu sein, wenn ich dich recht verstehe.

    .. werde sicher nicht das letzte mal darüber geschrieben haben ;)
    und danke für deine inputs!

    anne

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