Meine Blogroll

Montag, 23. Juni 2014

Der beste Cognac meines Lebens

.. eine Symphonie an fruchtigen Düften und Geschmacksnoten wurde mir kredenzt. So etwas hab ich noch nie gehabt. Fantastisch! Zwei Wermutstropfen hat das Ganze: eine 5 Literflasche kostet 1240.- CHF und .. ich hatte die Verkostung heute morgen nur geträumt ;)

Mittwoch, 18. Juni 2014

11 Fragen

Irgendwo habe ich einmal diese 11 Fragen mitgenommen .. da das schon länger her ist, weiss ichs nicht mehr woher sie kamen... Vielleicht findet sich die Bloggerin oder der Blogger ja noch!

1. Wenn du wüsstest, dass du in exakt sechs Monaten sterben müsstest, bis dahin aber ohne Beschwerden und bei guter Gesundheit wärst, welche drei Dinge würdest du unbedingt noch tun wollen, um diese Welt gut verlassen zu können?
Ich würde versuchen, meine ganze Kern-Familie plus neuen Partnern wieder einmal an einen Tisch zu bringen. Das reicht.

2. Bei welchem Film, Buch, Musik- oder Theaterstück hast du zuletzt geweint und warum?
Das Tauschkonzert (bei VOX) beim (von Xavier Naidoo gesungenen) Song von Andreas Gabalier "Amoi seg` ma uns wieder" wer selber die Trauer nach einem Suizid im nahen Freundes/Familienkreis erlebt hat, kann das vielleicht verstehen. Rotz und Wasser hab ich geheult.
Und das tat gut, wie das ganze Tauschkonzert mir gut getan hat: ein wirkliches Fernsehhighlight, weitab vom üblichen Castingquatsch. Echte Musik. Hat alles gepasst. Fernsehsternstunden die mich nun Woche für Woche seelisch durchgefüttert haben mit tollen Neuinterpretationen, Entdeckungen und sympathischen Menschen! Echt: Mir sind alle ans Herz gewachsen als wäre ich selber dabei gewesen ..

3. Mal angenommen, du könntest für einen Monat das Leben eines anderen Menschen führen, und zwar unabhängig von Zeit und Raum, welche Person würdest du wählen?
Carla Bruni ;) aber da wäre ja auch noch Sarko .. ähm also ne..
Bin überfragt! Die Heilige Hildegard..? Ja, Deal..
Das war so aus dem bauch raus, ohne langes Überlegen.

4. Was bedeutet für dich Liebe?
Uff, drunter gehts nicht?
Da passe ich.

5. Wenn du nur die Wahl hättest, entweder selbst zu lieben, aber nicht wiedergeliebt zu werden oder geliebt zu werden, aber selbst nicht zu lieben – welche Variante würdest du wählen?
Selber zu lieben.

6. Was bedeutet für dich Erotik?
Sinnlichkeit, Spannung, Hitze, Faszination, Überraschung, Herausforderung. Kurz: Wenns knistert und brutzelt, sowohl in Andeutungen als auch in Tatsachen... ;)

7. Mal abgesehen von der unmittelbaren Berührung – welcher der noch verbleibenden vier Sinne ist für dich der wichtigste Quell erotischer Empfindungen?
Blickkontakt oder Geruch. 

8. Welches ist für dich die großartigste Liebesgeschichte, die je geschrieben, vertont, verfilmt oder auf der Bühne dargeboten wurde?
Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger.

9. Wenn du vor der Wahl stündest, in einem Raum voller Menschen als einzige/r zu singen oder zu tanzen, was würdest du wählen?
Singen, und zwar einen Volks-, Folk- oder Bluessong. zB Banks of the Ohio ..

10. Wenn es eine Tätigkeit gäbe, die du von heute an bis zum Ende deines Lebens jeden Tag mindestens einmal ausführen müsstest, welche würdest du wählen (Essen, Trinken, Atmen und andere lebensnotwendige Tätigkeiten einmal ausgenommen)?
Komische Frage .. Hm, täglicher Sex, der würd sich vermutlich "abnützen", sonst: Singen!

11. Wann und wieso hast du angefangen zu bloggen?
Herbst 2003. Weil ich schon immer gerne schrieb und jede Menge zu verarbeiten und auch mitzuteilen hatte. 

Juni in andern Jahren .. (Reblog 1)

Schreiben geht nach wie vor nur mühsam. Da mir ausser Polemiken und anderen, wenig erheiternden Dingen, gerade nichts einfällt, gibts was Seltenes zu lesen hier: Gehobene Schätze aus einem meiner alten Blogs ...


Monat Juni in anderen Jahren



der blues, ein individuum zu sein.
2.6.04 12:11
yep ... wobei mich der selten mehr so kalt erwischt wie früher!



immer wieder diese schmerzen des neu geboren werdens.
erst der druck, wenn die hülle zu eng wird, dann die
sprengung des alten, explosion, der radikale wandel, unaufhaltsam,
die verletzlichkeit - die neue zarte haut unter der alten,
verletzbar und empfindlich. weich. vorsichtig...
erste schritte im neuen kleid, im neuen gefühl,
langsam vertraut werden damit. und bald wieder
die ungeduld, die schmerzen, der druck, und dann wieder häutung.
immer wieder.
grenzen sprengen.
wachsen.

vorwärts.



ich wusst nicht recht, ob ich das hier wirklich reinschrieben soll.
doch ich tue es einfach. es geh?rt dazu. und vielleicht kennt
der eine oder die andere sowas auch. 
3.6.04 15:36
ja, immer und immer wieder.
und manchmal tuts immer noch sehr weh.
wachstumsschmerzen.



bist du dir treu oder gehst du fremd?
24.6.04 22:25
 heutzutage: mal so, mal so



19.6.05 20:40
immer noch knuffig ...

Heute Abend gehe ich zu zwei Wohnungsbesichtigungen. Morgen nochmal zu einer. Für zwei andere Wohnungen habe ich mich beworben, und bin nun gespannt auf den Bescheid. Die eine möchte ich, die andere eher nicht (doch besser als gar nix). Ich schwanke zwischen zwei Haltungen: "Hauptsache ich bekomme etwas Akzeptables" und "Ich bewerbe mich nur für die Wohnungen die mir auch gefallen." Nun denn - wie auch immer: auf ein Neues! Ich nehms leicht, die gute Laune hält an, und ich freu mich des Lebens; es ist ja schliesslich meines....
Ausserdem fühl ich mich ruhiger, seit ich eine Arbeitsstelle gefunden habe in einer LandschaftsGärtnerei, es ist noch nichts Festes, aber immerhin ab und zu ein paar Stunden Arbeit wenn sie dort was zu tun haben. 
20.6.05 13:16
ich habe die beste aller angeschauten wohnungen bekommen
und wohne nun seit 10 jahren darin :)


dass ich mich einmal für fussball am fernsehen
begeistern könnte, hätt ich nie geglaubt >_<
nun ja, es ist so. mein leben nimmt neue
wendungen! das spiel togo-schweiz hab
ich jedenfalls in voller länge mitverfolgt...
und hab gelitten und gejubelt... am meisten
gefreut hat mich an diesem sieg, dass es die
leistung einer gesamten mannschaft war und keine
star-egotour irgendeines torsüchtigen ...
20.6.06 10:52
fussball lässt mich sowas von kalt.
das war also nur ein kurzfristiger anfall .. ;)


kopfkino

er sagte "spielerisch" - doch alles an ihm strahlte eine
ernsthaftigkeit aus, die mir lähmend erschien und
unangenehm war. das eine sagte er, das andere
lebte er. es passte nicht zusammen.
vielleicht sah er sich sogar als lustigen menschen.
ich hatte schlicht das gefühl, dass er einer von der
verletzlichen sorte war, allerdings verblüffend
gut getarnt. kalkiges schneckenhaus um sich herum.
eine art erstarrheit stellte ich an ihm fest. ich sah
es an seinen gesten.
5.6.07 09:55
puh, was mich da wohl bewegt hat?!
hm, aber mir gefällt, wie ich es festgehalten habe.
oder besser, ihn festgehalten habe, obwohl ich
gar nicht weiss, wer er ist oder war .. und ob es
ihn ausserhalb meines kopfes überhaupt gibt.. 


alte und neue art des lehrens und lernens
die einstellung, dass ein schüler am anfang seines weges
per se nichts kann, weiss, darstellt - ist, finde ich, überholt.
ich glaube daran, dass es vorallem gilt, das innewohnende
wissen im schüler zu wecken, anstatt seine schwächen zu
betonen. üben ist sicher wichtig bei allem.
so dass die verschiedenen ebenen von seele, körper, geist
zeit haben, sich miteinander einzuspielen.
fokussieren - die kräfte zusammenbringen.
7.6.07 16:04
das war wohl (vorallem) auf das spirituelle/esoterische schüler/meister-ding gemünzt.
der text ist für mich nach wie vor relevant.
ich glaube nicht, dass wir als unbeschriebene blätter auf die welt kommen ..


Dialekt-Schwänke
Ich liebe Dialekt-Komödien, meist kommen sie auf Bayern oder im SWR. Immer gibts am Ende (mindestens) eine Hochzeit.. Ende gut alles gut. Die Welt in diesen Schwänken ist schnell wieder in Ordnung gebracht. Ich mag diese überschaubare Welt.

Und genauso hab jedesmal ich Lust, selber so ein Stück zu schreiben, doch es gäbe ein paar Sachen, die wären gaaanz anders wenn ich so ein Stück schreiben würde..
Der Toni und die Vroni würden am End nicht heiraten,
denn - und jetzt kommts: Der Toni steht nämlich auf den Ferdl... Und die Vroni hats nicht so mit dem Heiraten, sie möchte lieber noch ein paar Männer ausprobieren bevors ernst wird. Oder andere Möglichkeit - der Vroni gefällt halt die Marie recht gut... oder der stockkatholische Herr Pfarrer hängt sein Habit an die Wand und...

Ich möchte eine Bombe in dieses Heile-Welt-Theater schmeissen! Irritationen, unterschwelliges, andere Lebensentwürfe.. Ohhja! Mal schauen was daraus noch wird!
17.6.08 21:47
*schmunzel* .. hab ich schon länger keine mehr geschaut..
irgendwann war einfach genug geheiratet ..
aber zB den bullen von tölz schau ich mir immer wieder gern an..


liebevolles ordnen
die letzten jahre konnte ich vieles einfach machen
wie es mir gerade passte. ich habe gelernt, so zu leben.
diese zeit verbrachte ich aber auch teilweise
seelisch gelähmt. ich habe die zeit totgeschlagen
und in meinen gedanken gelebt. ich war
am auftauen …

nun bin ich auf dem weg in die arbeitswelt, mache eine
ausbildung, habe meinen haushalt zu erledigen.
obwohl ich weniger zeit für mich habe, fühle ich
mehr sinn in meinem leben. der kraftaufwand fürs
leben ist sicher noch höher als bei vielen anderen.
all das was sonst noch zu bewältigen ist in
seele und geist - braucht auch raum und kraft.

ich erforsche weiter, wo es sinn macht, mich in eine ordnung
einzufügen - und wo ich meine ganz eigenen wege gehe.
oder auch: wie gehe ich innerhalb einer ordnung meine
eigenen wege?

wo entziehe ich mich, wo weiche ich aus?
(wo schiebe ich wichtiges beiseite?
(arbeiten die mir schwerfallen, lernen für die schule
und andere angstschwellen)....

welche ordnungen dienen mir? und wo stress
ich mich selbst mit ausgedachten regeln?!
ich habe mir ganz viele regeln auferlegt,
die ich jetzt als müll erkenne. sie waren mal
nüttzlich für irgendwas - jetzt sind sie verbraucht.
sie behindern mich jetzt.

. . .

zeit die ich für mich zuhause verbringe, kann ich nach wie vor noch
nicht genügend schätzen. oft falle ich nach dem heimkommen
in ein loch - und irgendwann geh ich dann ins bett. das tägliche
telefonat mit v. ist meine verbindung zur aussenwelt am abend.
manchmal möchte ich mir für diese passivität selber einen
arschtritt verpassen. ich hasse mich selbst dafür. mache
mir vorwürfe, und alles bleibt beim alten!

das einzige was mir da hilft, ist liebevoll
und geduldig mit mir selber umzugehen. wie mit einem kind.
und das ist der weg hinaus ins leben - oder auch hinein
in die eigene fülle…
3.6.09 14:20
genau ...


schlaf und landschaft
es ist tröstlich, bereits zu wissen, wohin ich den sommerferien fahren werde. weil ich mich bereits jetzt darauf freue und es mir mut macht. ich werde wieder nach süddeutschland fahren. zuerst zu den verwandten auf die schwäbische alb. danach an den bodensee, in die nähe von lindau auf den campingplatz.
dort war ich bereits über auffahrt. das tat einfach nur gut.
runterkommen, entspannen, schlafen, essen, kartenspiele, spazierengehen. schlaf und landschaft – das muss gegeben sein, wenn ich in den urlaub fahre!
und die gesellschaft von mir lieben menschen. mehr brauche ich nicht.
1.6.10 15:41
nähe lindau, campingplatz: die allerallerverregnetsten ferien meines lebens..


- - - 

... da wäre noch viel mehr .. aber alles kann ich ja nicht rebloggen..

.. und da sind noch, die vielen vielen alten und tollen kommentare zu diesen posts, die ich hier nicht rebloggen will, aus respekt vor bloggern, zu denen ich längst den kontakt verloren habe .. und deren eigene blogs teilweise längst verwaist in den weiten des www dümpeln ..

.. seltsam auch, kommentare von menschen zu lesen, an die ich mich teilweise gar nicht mehr erinnere, von denen mir entfallen ist, dass ich mich mit ihnen ausgetauscht habe - und da sind andere, deren posts und blogpersönlichkeit mir noch lebhaft in erinnerung sind.


Donnerstag, 5. Juni 2014

Ökonomisierung aller Lebensbereiche

… las ich im Netz, es mag in einem Blog gewesen sein. Ich erinner mich nicht mehr. Falls sich jemand in seinem Blog dazu geäussert hat, der hier mitliest; bitte melden! Dann verlinke ich sofort …

Diese drei Worte haben viel in mir angestossen. Ich habe mich schon früher immer geweigert, nützlich zu sein. Ich wollte ich sein. Punkt.

Klar nützt es mir, wenn ich ein Einkommen habe. Aber inwieweit muss ich mich dafür (be)nutzen lassen? Da ich kein karriereorientierter Mensch bin, schaue ich, dass ich nicht unter die Räder komme. Das gelingt mir. Trotzdem beschäftigen mich diese Themen.

Ökonomisierung aller Lebensbereiche heisst das auch; entweder sind wir Konsumenten und somit Leistungsträger oder dann Kostenfakor (?)

Dass das aktuelle Leistungsideal krank macht, liegt für mich auf der Hand. Nonstop Leistung: das kann nicht mal von Maschinen erreicht werden, auch diese geben irgendwann auf, müssen gewartet werden oder brauchen Ersatzteile; also sind wir eine Ersatzteilegesellschaft?

Schneller, höher, weiter! Heute muss sich ein Geschäft nicht nur rentieren, sondern der Gewinn muss sich deutlich sichtbar steigern. Nur dann läuft es (scheinbar) gut. Mehr, mehr, mehr ...

Wie verträgt sich das denn bitte mit der gerne zitierten "Nachhaltigkeit"?
Umgang mit Ressourcen ... Krankheit ist in diesem Fall etwas, da von aussen über mich gestülpt wird: Gehen wir zum Arzt und sagen: Mach das weg! Ich habe nichts damit zu tun!

Der Arzt stellt mich ein/operiert mich/weiss, was gut für mich ist; selber kann ich das ja nicht.

Es MUSS besser werden; was heisst das dann? 

Meiner Meinung nach: Ich muss wieder funktionieren ..

. . .

Das sind so Gedanken, die mich beschäftigen.


---  PS ---
Hier habe ich noch einen Link zum Thema