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Mittwoch, 18. Februar 2015

Im Arbeitsalltag gelandet

Ich habe keinen stressigen Job bei dem der Chef direkt hinten dran steht und auf die Uhr tippt --- ich habe gleitenden Arbeitszeiten, selbstständige Arbeitseinteilung, einen Chef der mit sich reden lässt, und trotzdem ist die Arbeit stets hinter mir her. Hetze ist es manchmal. Anspruchsvoll ist es meistens. Zuviel ist es ab und an auch. Gerade jetzt ist eine besonders strenge Zeit.

Ich bin ich jeden Tag froh, wenn sich abends die Bürotür hinter mir schliesst. Ich bin fitter geworden, kann mehr leisten ... aber müder werd ich innerlich dadurch auch. Leerer auch? Stumpfer? Hm, ein Teil mag stimmen. Andererseits wachse ich gerade jetzt besonders an diesen Herausforderungen. Deshalb halte ich es auch aus. Ich sehe einen Sinn darin. Oder besser: Ich sehe einen Sinn dahinter.

An sich ist mir dieses Arbeitsleben immer noch fremd. Weshalb ich auch lange eine Riesenangst davor hatte. Ich hasse es, in einem festen Rahmen festzustecken. Ich lasse mich halt gerne treiben und tue das, wozu es Zeit ist, das was mich gerade was angeht. Spüre den Gezeiten nach. Im Innen wie im Aussen.

Visionäres wächst immer zwischen den Zeilen und Zeiten.

Ich nutze lieber die Qualität des Augenblicks, folge der jeweiligen Zeitqualität, statt einem künstlichen Terminplan hinterher zu hetzen. Ja, ich glaube daran und ich spüre, dass es so etwas wie die Qualität der jeweiligen Zeit gibt. Und das habe ich mit vielen anderen Sensiblen gemeinsam.

Abwarten, Abwägen, Sinnieren. Besonnen handeln. Modern ist das nicht. Für alles gibt es heute ein Zeitfenster, eine Roadmap, eine Time-Schedule .. selbst fürs Schwangerwerden und Kinder haben! Alles nach Plan. Organisch ist das nicht. Das ist reines Menschenwerk. Oder ist es kristallin? Jedenfalls ist es starr. Wir erstarren!

Ich habe viel Zeit bekommen, um mich hier "einzugliedern" auf diesem Planeten, äh in der Arbeitswelt, um mich daran zu gewöhnen, ein Rädchen im Getriebe dieser Welt zu sein. Nun bin ich halt so ein Rädchen. Was ich auch mit etwas Humor betrachten kann, inzwischen. Ich gehe Arbeiten. Tatsächlich!

Ich mache es, weil ich gesund genug bin, es zu tun, sehe es als Notwendigkeit an, um finanziell über die Runden zu kommen. Pläne habe ich andere, ja, da sind welche. Arbeiten, ja, aber anders. Die Pläne, sie müssen noch wachsen: Sie schlafen gerade ihren Wachstumsschlaf!

Psst, nicht stören... sie brauchen noch Ruhe und Zeit. Bitte leise sein ..


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