Posts mit dem Label selbsthilfe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label selbsthilfe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 4. März 2015

Nach der Krise

.. ist immer vor der Krise? Irgendwie habe ich mich daran gewöhnt. Allerdings sind diese letzten 3 Jahre (Einstieg ins Arbeitsleben) hartes Brot gewesen und nach wie vor ist an jedem Brot mehr Kante als Weiches dran. Scheint mir. Ich bin nicht hart im Nehmen. Bin oft zu ernst. Bin schnell mitgenommen. Ich lebe damit. Der letzte Post ist ein Beispiel, wie ich mich täglich auf die kleinen Dinge fokussiere. Denn diese Kleinigkeiten helfen mir dabei, nicht unterzugehen. Schönheit finden. Interessantes entdecken.


Mache auch kleine kreative Fingerübungen. Immer wieder. Ich schreibe nicht mehr gerne in mein Blog, weil ich mich gerade nicht mehr erklären mag. Einen auf heiter zu machen gelingt mir auch nicht so recht. Ich hab momentan nicht viele Antworten.


Freitag, 22. November 2013

Nach der Krise oder Einfach leben!

Ich war überzeugt, dass ich intensivere Therapie brauche. Das sehe ich nun nicht mehr so. Ich hatte bereits genug davon. Das Leben will vor allem eines: gelebt werden!

Samstag, 5. Oktober 2013

An einer Wegkreuzung, eine Verschnaufpause

Wer bin ich eigentlich und was will ich selber? 
Zu lange habe ich das gemacht, was von mir erwartet wurde. Menschen, die mich schon länger kennen, wird das erstaunen. Sie nehmen mich anders war, eigenständig, reflektiert und selbstbewusst. Rebellisch vielleicht. In der Schule galt ich als Eigenbrötlerin. Auf meinem (Ausbildungs)weg habe ich aber oft das getan, was mir jemand vorschlug, etwas von dem ich annahm, dass es von mir erwartet wurde. Die äussere Welt hat mich schon früh verunsichert. Bin im äusseren Leben an vielem gescheitert.

Jetzt bin ich Mitte dreissig und habe seit etwas mehr als zwei Jahren eine Berufsausbildung. Und nun stehe ich zum ersten Mal in meinem Leben an einem Punkt, an dem wirklich alles offen ist! Weil ich verstehe, dass es so ist. Ich verstehe nun, dass die Verantwortung bei mir liegt. Niemand schreibt mir etwas vor, oder macht mir Vorschläge, wie ich mich beruflich zu entwickeln habe …

Etwas, das nicht zu mir passt, kann ich mir nicht aufbürden ohne direkt die Folgen zu erfahren. Das mit dem missglückten Kursbesuch hat mich sehr verunsichert. Wenn ich nachsinne, merke ich, dass es ein Verstandesentscheid war, diesen Kurs zu machen. Die Panik übernahm die Führung, das hat sie immer getan wenn ich mich überfordert habe oder wenn mich jemand überfordert hat. Ich verbuche es unter "Lebens - und Lernerfahrung". Ich verurteile mich nicht (mehr) dafür und gehe meinen Weg ohne Bedauern weiter.


Es liegt an mir, die Würfel neu zu mischen! Die Neugierde kitzelt >_< .. ein schönes Gefühl …


Was ist denn anders als früher?
Ich fühle mich sicherer. Früher trat ich selbstbewusst auf, doch es war eine brüchige Fassade. Ich trat zwar für meine Überzeugungen ein, die ich tief in mir fühlte, doch dahinter schwankte ich, mit blanken Nerven … Ich war ein Nervenbündel. Nach und nach, während 16 Jahren Therapie und Arbeit an mir selber, habe ich immer mehr Gewissheit bekommen, dass ich meinen Gefühlen und Empfindungen trauen darf. Es war soviel Arbeit! Und ist es manchmal noch …

Ich bin präsent. Das was ich vorgebe zu sein und das was ich bin, das deckt sich nun besser. Früher habe ich mich als zerstörtes Mosaik empfunden. 10 000 Teile. Ich wusste, da gibt es ein Ganzes, ich wusste, es gibt das wirklich, doch die Teile waren in alle Winde zerstreut. Das machte mich fast verrückt. Ich bekam meine Teile einfach nicht zusammen, fühlte mich verschoben, verschüttet und zerrüttet …

Nach wie vor habe ich keinen Plan ^_^ … für mein Leben, doch ich suche – im Unterschied zu früher – auch nicht mehr wie verzweifelt danach! Ich nehme wahr: Mein Weg entwickelt sich dann, wenn ich ihn gehe. Vergangenheit und Zukunft fokussieren sich in mir auf einen Punkt: Gegenwart. In mir ist die Gewissheit, dass das ok ist so.

Ich habe mir diese Sicherheit erarbeitet in dem ich meiner Wahrnehmung mehr Raum gab. Und auf diesem Weg will ich weiter gehen …

Montag, 2. September 2013

Schreiben, schreiben, schreiben

Es geht mir so vieles durch den Kopf, das ich unmittelbar niederschreiben muss. Egal wo ich gerade bin. Manchmal, im Nachhinein betrachtet, handelt es sich wirklich nur um Bagatellen – die mir aber im Moment der Not, des Niederschreibenmüsses, auf der Seele brannten. Ich merke, wie es mich befreit, Notizen zu machen, Gedankengänge festzuhalten. Ich besitze/besass regalmeterweise Tagebücher. Seitdem ich blogge, hält sich der weitere Platzbedarf dankenswerterweise in Grenzen *g*.

Ebenso verhält es sich mit den Briefen. Tagebücher und Briefe. Vieles habe ich fortgeworfen. Das meiste. Ich will diese Altlasten nicht mehr mit mir herumtragen! Ich erkenne darin die Not, die ich hatte, als ich mich nicht anders ausdrücken konnte als auf diese Weise. Es schockiert mich jedes Mal aufs neue, wenn ich mich in diesen Zeilen festlese. Mir tut dieses Wesen leid, es tut mir in der Seele weh, mich zu lesen. Jedes Äussern meiner inneren Not kostete mich damals soviel Kraft. Ich anerkenne meine Qual von damals, aber ich brauche sie nicht (mehr) zu konservieren. Ich habe andere Zeugen. Nicht nur diese papierenen. Ich habe mich selbst und alle, die meinen Weg, im Herzen, mit mir gegangen sind, auch mein bester Freund und Weggefährte ist einer von ihnen.

Jetzt stehe ich im Leben, kann mich ausdrücken und auch unter anderen bewegen ohne permanent am Limit zu sein.

Doch verdanke ich einen Teil dieses Fortschrittes, auf jedem Fall, dem Schreiben. Das Schreiben war mein Weg vom Innen nach Aussen – und ist es manchmal noch.*







* Und manchmal führt mich der Weg heute noch auch vom hektischen Aussen zu einem ein ruhigeren Innern …