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Mittwoch, 1. März 2017

Reagierenmüssen macht müde

Eine heftige Zeit. Heute Abend fühle ich mich irgendwie getrost/getröstet. Ich war einfach froh, als ich nach Hause kam und die Türe hinter mir schliessen konnte. Ruhe kehrte ein, als ich endlich für mich war. Ahhhh ...

Das ständige Reagierenmüssen bei der Arbeit hat mich mürbe gemacht in letzter Zeit. Viele Dinge die abgeklärt werden müssen, bevor ich mit den jeweiligen Arbeiten überhaupt beginnen kann. Unvollständige Aufträge bei denen man nachhaken muss, nicht durchdachte oder fehlerhafte Manuskripte, Kundenwünsche die nicht zu erfüllen sind.

Ich weiss, dass es vielerorts so läuft. Manchmal ist es ein Trost -- aber eher meistens finde ich es erschreckend, dass es so ist. Alles soll gleichzeitig möglich sein. Am besten schon gestern fertig sein. Und dennoch wird viel zu oft ohne klares Konzept vorgegangen. So viel Leerlauf allüberall und unnütze Schlenker, eine Mailflut ohne Sinn und Verstand, es wird Schindluder getrieben mit den Ressourcen, mit Menschen und Material. Wahnsinn.

Wenn das wirklich die sogenannte Leistungsgesellschaft ist, dann frage ich mich, warum soviel Zeit und so viele Ressourcen verschleudert werden können?

Wo ist denn da bitte die Leistung?!

Meine Substanz ist gerade aufgebraucht und ich hangle mich vorwärts von Tag zu Tag. Ich tue was getan werden muss und ich tue es automatisch, für anderes, oder mehr, habe ich keine Kraft. Ich weiss, dass es wieder besser wird. Gerade mag ich gar nicht vorausdenken oder mir über neue Lösungen gedanken machen -- sondern erstmal nur Ausruhen.

Wie heisst es in diesem Sprichwort?  
Wenn du in Eile bist, gehe langsam. 

Donnerstag, 10. November 2011

Suchend

Die Stellensuche stellt sich als recht kräftezehrend heraus. Mehrere Absagen sind eingetroffen. Ich überlege mir, ob ich meine Strategie ändern muss oder ob ich wirklich einen Wohnortswechsel in Kauf nehmen soll, da es in anderen Regionen der Schweiz wesentlich mehr Stellen in der grafischen Branche gibt.

Vielerlei schwirrt mir durch Herz und Hirn. Ich möchte mich nicht verbiegen indem ich meinen sperrigen und bunten Lebenslauf gradebiege. Andererseits; wie komme ich zu einem Vorstellungsgespräch, wenn ich schon in der Vorrunde aussortiert werde?

Meine Kräfte nicht zu verzetteln, das ist mir wichtig, bleibt aber bis jetzt Theorie, da mich gleichzeitig so vieles beschäftigt. Muss mal wieder mehr nach draussen gehen und meinen Kopf durchlüften …

Samstag, 23. Juli 2011

Zaum und Zügel - oder pure Power?

Zerstört sich in 5 min selbst....
So heissts doch bei Geheimnachrichten in diesen Spionagegeschichten für Kinder.

Genau so einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus haben Frauen auch. Nagende Selbstzweifel bis hin zur Selbstzerfleischung, eine grosse Neigung zu unglückseligen Liebschaften, sich selber klein halten, Minderwertigkeitskomplexe, sich selber zu wenig zutrauen, aus Unzufriedenheit die Umgebung und sich selber in den Wahnsinn nörgeln, tränenschwangere Tage, nervenzerreibende Entscheidungsschwierigkeiten,  ... (endlose Liste) ...

Hier allein "die Hormone" als Grund vorzuschieben, scheint mir falsch. Obwohl ich durchaus beobachte, dass die einen Teil zum Chaos beitragen. Die Hormone sind aber nur deshalb schuld, weil sie Angestautes an die Oberfläche bringen und so das Fass zum Überlaufen. Als Auslöser. Der Fokus wird auf all die Baustellen und Narben gelenkt, die sonst im Verborgenen liegen.

Der Hang zur selbstzerstörerischen Gedanken und Verhalten, das muss eine Art Zaum und Zügel sein. Wir Frauen sind uns gewöhnt, unsere Kraft zurückzuhalten. Wenn die Kraft losbricht, bestrafen wir uns dafür selbst - statt sie zu leben!

Dienstag, 22. Februar 2011

Gute Frage

Would you rather be right … or happy?
Marshall B. Rosenberg