Mittwoch, 31. Dezember 2014

Dienstag, 30. Dezember 2014

Raus aus dem Loch - rein in ein neues Jahr!

Gerade "Echte Frauen haben Kurven" auf DVD angesehen. Und mir dabei gedacht: Mit dieser Gradlinigkeit von Ana möchte ich zukünftig auch durchs Leben gehen!

Die Segel sind gesetzt, auf in ein neues, unverbrauchtes Jahr ...

Montag, 22. Dezember 2014

4 Stunden Schlaf

.. letzte Nacht. Scheinbar ging es anderen ähnlich. Wo frau sich umhört klingts ganz danach.

Freitag, 19. Dezember 2014

Erwachsen und doch kindlich

In meinen eignen Augen habe ich die Krise relativ gut gemeistert. Und ich bin froh, geht es mir wieder besser. Trotzdem weiss ich, es ist noch nicht vorbei. Weil das Leben immer neue Herausforderungen mit sich bringt und weil die Nerven immer noch etwas zittern. Was mir ebenfalls zu schaffen macht, ist, dass ich mich trotzdem für mich schäme, obwohl ich erkenne, dass ich persönlich einen Schritt weitergekommen bin.

Die Scham rührt daher, dass ich die (vermutete) Aussensicht nicht komplett ausblenden kann. Arbeitskollegen, Chef. - - - Jetzt hat sie wieder gefehlt - - - Jetzt musste ich wieder für zwei arbeiten - - - ... und was da sonst noch an Gedanken sein mag. Ich bin nicht mehr im geschützten Umfeld eines Sozialbetriebes, ich bin in der freien Wirtschaft. Wenn ich nicht da bin, macht jemand anderes meine Arbeit, muss sie machen, weil sie oft tagesaktuell getan werden muss. Das ist mir nicht recht und ich vermeide es, wenn möglich. Aber ich musste einfach einen Stopp einlegen, ich wollte nicht "auf offener Strecke" zusammenklappen.

Meine Befindlichkeit nimmt noch zuviel Raum ein, auch an meinem Arbeitsplatz. Ich rede zu oft darüber, wie es mir geht. Rede allgemein gerne. Trage das Herz oft auf der Zunge. Ich brauche soviel Aufmerksamkeit, Kommunikation, Anerkennung und Sicherheit. Und dann halte ich inne, merke ich unversehens, dass ich zwar kein Kind mehr bin, mich aber immer noch fremd fühle in dieser Welt der "Erwachsenen", und dann werde ich ernst.

Zu ernst, werde schweigsam - - - und dann gehts wieder abwärts. Da braucht es einfach noch viel mehr Zeit bis einiges heilen kann. Und ich brauche die Geduld und die Liebe zu mir selber, all dies gelassener zu nehmen und mich nicht für mein So-Sein zu schämen, sondern einfach ganz mich selbst zu sein ... ohne Scham.

Nach der Krise

Heute war ich wieder bei der Arbeit. Gestern Abend hab ich stundenlang mit meinem Freund über die Dinge geredet, die mich im Arbeitsleben belasten. Er hat mir bestätigt, aber auch gemeint, dass ich mich an manche Unstimmigkeiten und Irritationen einfach gewöhnen muss. Weil das Arbeitsleben heute eben so sei. Ich hasse es, das zu hören - und weiss doch, dass es leider wahr ist. Scheinbar muss ich wirklich lernen, einiges weniger ernst zu nehmen, mich weniger aufzuregen. Huh ...

Ich weiss, dass ich härtere Bandagen brauche, mehr an mir abperlen lassen muss, mich besser abgrenzen muss, es scheint mir aber sooo schwer. Da spielt auch mein Handicap rein; eine gewisse traumatische Vorbelastung, ein paar Gene ..

Es entsteht ein latenter Alarmzustand in den ich komme, wenn ich von Ereignissen überwältigt werde, auch wenn diese gar nichts mit mir direkt zu tun haben. Es ist wie ein feines Beben in meinem Nervensystem, wenn dieses lange genug anhält, wird es immer stärker und ich werde buchstäblich zerrüttet. Diese enorme Müdigkeit manchmal, die stammt von diesen vielen kleinen Alarmbeben in meinem System, hunderte Fehlalarme gehen auf einen echten Alarm. Das zermürbt. Dazu kommt die anstrengende Saison vor Jahresende, die immer besonders viele Arbeiten mit sich bringt, die termingerecht ausgeführt sein wollen.

Längere Zeit hab ich jetzt vieles für mich behalten, da ich eh immer nur das Gleiche zu erzählen hatte und nicht dauernd meinen Frust bei meinem Freund abladen wollte. Darüber hat er gelächelt, mich fest gedrückt, als ich es ihm erzählt hab. Er hat gemeint: - - - Das bringt doch nichts, das muss doch raus, ich hab gemerkt, dass du komisch bist - nicht mehr die Anne, die ich kenne. - - - Das tat gut, diese Nähe zu spüren, dieses Verständnis - und nach einigen Tränen konnte ich auch wieder freier atmen, der grosse Druck war plötzlich weg, der auf meiner Brust lag. Heute morgen ging ich mit etwas wackligen Beinen zur Arbeit. Ich wusste, ich muss wieder hin und ich will auch hin. Die Zeit der hinter mir abgerissenen Brücken und der Scherbenhaufen ist vorbei, das passt nicht mehr zu mir.

Es geht weiter. Weil ich es so will. Ich bin nicht am Ziel, auch nicht nah dran, aber der Weg entsteht bekanntlich beim Gehen ..

Donnerstag, 18. Dezember 2014