Meine Blogroll

Samstag, 7. Oktober 2017

Anderswo in Bloggersdorf (14)

Es ist mal wieder Zeit für eine Runde durch Bloggersdorf ... Ein paar schöne Fundstücke aus den letzten Monaten möchte ich mit euch teilen.

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Ein Zitat, an dem ich mich nicht sattlesen kann, stammt von der Lebensgefährtin von Andreas Glumm, der Gräfin. Der Blogpost dazu, findet sich hier.


Mit einem umtriebigen Geist wie meinem gibt es nichts Schöneres, als am frühen Nachmittag im Bett zu liegen und dem Universum zu lauschen. Das ist die totale Entspannung. Weißt du, was die eigentliche Vertreibung aus dem Paradies ist? Unser Nicht-Entspannen-können in der Welt.

- Die Gräfin -
 
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Zauberhaft ist das passende Wort für dieses gefilzte Strandkörbchen von Sheepy. Es stammt sicher direkt aus dem Feenland! Wunderschön ...

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Mädchen sollen damenhaft sein ... das war sogar noch ein Thema in meiner Kindheit in den 80ern. Dies und das nicht tun und sich stattdessen so und so verhalten. Ich war (optisch) eher ein Wildfang und habs gehasst, daher beschloss ich, dass ich sicher, ganz sicher, nie eine Dame werden will :) ...
Ilse von Threefivesix hat einen Post darüber geschrieben.

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Etwas spät es hier noch zu notieren, aber eine gute Lektüre veraltet nicht. Sehkrank im Matrosenpulli schrieb im Juli einen Post zu dem G20-Protest-Debakel.

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Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail (((planet112 AT gmx.ch))) an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Freitag, 6. Oktober 2017

Stürme die vorüberziehen

Mir ist bewusst geworden, dass manches, was mich früher umgeworfen hätte, mich nur noch streift. Die emotionale Instabilität von Mittwochnachmittag war wohl im Zusammenhang mit dem aufkommenden Sturm. Mehrfach erlebt sowas. Wetterbedingtes Nebenmirstehen bis hin zur kompletten Dekompensation. Ich werde sicherer, hinterfrage meine Stimmungen weniger, erkenne sie und lebe einfach damit. Die Durchlässigkeit bleibt. Weil sie ein Teil von mir ist.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Anstrengend aber interessant (innen und aussen)

Innen
Weiterhin durchwachsen bei mir. Fühlt sich sehr lebendig an. Fürchte mich weniger vor den Schatten und Schattierungen. Meine mediale Seite ist wach, irgendwas tut sich. Es läuft irgendwas ab, ich muss nicht wissen, was genau es ist. Es mäandert eben herum. Loslassen. Atmen nicht vergessen. Ich nehme einen Tag nach dem anderen. Wie es eben kommt. Gerade brauch ich viel Schutz. Beweglich bleiben ... geschmeidiger damit umgehen ...

Auch an den tiefergründigen Tagen spüre ich mehr Boden jetzt. Schaue immer besser hin, bevor ich meine Energie in etwas hineingebe. Meide die Extreme. Entwickle mehr Sicherheit -- und habe mehr Vertrauen in mein Bauchgefühl.

40min Spazierengehen heute in der Mittagspause. Mir war einfach danach, mich freizulaufen. War erfrischend. Kopf durchlüften. Freiraum um mich herum ist auch wichtig. Menschen dicht an mir zu haben, ertrage ich gerade nicht gut.

Aussen
Wenn ich in die Welt schaue, komme ich aus dem Kopfschütteln nicht raus. Den Blick über den Tellerrand hinaus wage ich trotzdem. Hin und wieder. Auch wenn mir zu Gewalt und zum Fanatismus und Nationalismus verschiedener Orts nichts mehr einfällt was andere nicht auch schon gesagt haben.

Keine Erwiderung fällt mir ein ausser: So nicht. Wann haben schnelle und extreme "Lösungen" schon mal was Gutes gebracht?

Grenze
Ich lasse die Welt (und das Leben oder Leiden anderer) aber nur so weit an mich ran, wie ich es ertragen kann und mein Ziel ist, dass ich mich weder aufwiegeln noch niederkriegen lasse. Handlungsfähig bleiben ... wach und interessiert. Wachsam und offen -- aber nicht naiv.

Ich will diese langersehnte Komfortzone nicht mehr hergeben. Sie ist mir nicht einfach so zugefallen, ich habe sie mir erkämpft.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Herbstfarben (durchmischt)



Bereits in den Ferien begann es bei mir seelisch schattiger zu werden. Der alljährliche Herbst-Stimmungsumschwung ... hin zu mehr Tiefe, Substanz, aber auch hin zu mehr schweren Gedanken. Dann kam noch eine heftige emotionale Knacknuss für mich hinzu. Seither bin ich in verhaltener Stimmung.

Für mich da sein. An guten wie an schlechten Tagen. Damit aufhören, das was ich habe schlechtzumachen, sondern es aufwerten -- die schwereren Stimmungen akzeptieren ohne sie runterzuspielen oder zu dramatisieren. Mich nicht gegen den Fluss meines Lebens stellen.

Ein schöner Moment, in dem ich kürzlich merkte, dass ich genau das Leben lebe, das ich immer wollte: Keine eigene Familie. In einer festen Beziehung lebend, in der beide frei sind. Selbstbestimmt. Selbstverantwortlich. Ohne grosse Sachzwänge. Keine grossen finanzielle Wünsche. Das fühlt sich ganz nach «Ernte» an. Ein schönes Gefühl mit Ende Dreissig.






Dienstag, 19. September 2017

Herbstwetter in Kopf, Herz und Seele

Finde gerade keine Worte und bin in bewölkten Gedanken gefangen. Wenn ich wieder welche habe, Worte meine ich, werde ich auch ein paar hier verstreuen.

Donnerstag, 31. August 2017

Im leeren Raum


Mir kommt es vor, als stände ich nun in einem leeren Raum. Fast die ganze alte Möblierung ist rausgeflogen, ganz viel Ballast ist weg. Unsicherheit. Vor allem gegenüber anderen Menschen. Benehme ich mich richtig, anderen Menschen gegenüber? Bin ich zu aufdringlich, zu distanziert, wie komme ich an? Bin ich daneben? Es sind nicht mehr die alten bewertenden Gedanken. Es ist eher ein Erstaunen und Erkennen. Es ist, als würde ich aus einem sehr langen Dornröschenschlaf erwachen.

Mir wird klar, dass vieles in meinem bisherigen Leben ein Handeln aus einem tief empfundenen Defizit heraus war. Die Welt hat mich ständig überwältig. Davor wollte ich mich schützen. Da kommt auch ein wenig Scham hoch, weil ich mein Verhalten (gegenüber anderen) jetzt neu sehe. Vieles in meinem Leben steht auf dem Prüfstand. Selbstmitleid und starke Bedürftigkeit, Angst, Angriff und Trotz, Profiliersucht (Geltungsdrang) und Dominanz, Besserwisserei, Abwehrhaltung, Helfersyndrom, Ablehnung, Trotz, starke emotionale Umschwünge, Kontrolle ausüben .. das ist mir vertraut. Ein ganzes Bündel von Verhaltensweisen, die dazu dienten, mir Sicherheit zu geben, mein mentales Überleben zu sichern und mir (scheinbare) Überlegenheit gegenüber anderen zu geben. Mechanismen, die mir Raum und Zeit verschafft haben und damit die ständige drohende Ohnmacht in Schach hielten. "Es" im Griff zu haben war meine ständige Bemühung.

Vakuum. Ich fühle mich unsicher. Mir ist noch unklar, wie ich mich nun neu "einrichten" will. Wer bin ich denn überhaupt?! Was will ich in meinem Leben haben? Was passt noch? Welche der alten "Möbel" kann ich eventuell noch verwenden?! Ich bin froh, dass ich Menschen kenne, die mich genau "so" mögen und annehmen wie ich war und bin. Auch in der momentanen Phase. Mir hilft gerade das klassische Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood sehr. Ich erkenne Muster in meinem Leben, habe viele Aha-Erlebnisse. Werde ruhiger und gelassener dadurch.

Das was ich oben beschreibe, waren alles Strategien eines überforderten gestressten Menschen. Vieles davon erkenne ich heute noch, in viel milderer Form, aber ich verurteile mich nicht mehr dafür. Ich habe so lange in Angst und Stress gelebt. Ich bin immer noch daran, mich davon zu erholen und es ist ok. Und: Ich bin auch nur ein Mensch, ich kann und muss nicht perfekt sein. Ich arbeite nach wie vor an mir. Doch auch das will gelernt sein: Wissen, wann ich genug nachgedacht und an mir verbessert habe und einfach "leben" ....

Meine Stärke zu leben, aus dem Selbstwert und der Fülle heraus zu handeln, statt starr in den alten Abläufen zu bleiben, das ist ein Prozess in dem ich mitten drinstecke. Und den ich (inzwischen) schätzen gelernt habe.