Meine Blogroll

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Überwintern ...

... läuft leichter als in vergangenen Jahren. Ich bin viel fitter geworden, körperlich und mental. Ich erinnere mich an schwer depressive Zeiten, mit etwa 20 Jahren, in denen ich mich irgendwie psychisch durch den Winter gehangelt habe. Ich half mir damals in den schwersten Stunden mit dem nächtlichen Fotografieren erleuchteter fremder Fenster. Dieses Fokussieren aufs Lichte im Dunkel, das hielt mich mental über Wasser.

Wie weit das alles zurückliegt ... Es ist mir diese Tage wieder präsent geworden, wie das damals war. Wie erschöpft ich war damals und wie ich gekämpft habe. Dieser Unterschied ... wie es sich heute anfühlt, der macht mich echt dankbar. Das Leben konnte ich mir regelrecht erarbeiten seither ...

Zwar merke ich jedes Jahr wieder das saisonale "Einnachten" ab Ende August, doch ich weiss dann auch, dass es wieder Zeit wird, mich mehr zu sammeln, ruhiger zu werden und nach Innen zu gehen. Die Einsiedelei ruft. Die andere Seite drückt dann mit Macht. Ich brauche Ruhe und Rückzug. Nach Hause wenns Dunkel wird. Nicht unter Menschen sein. Und wenn ich nachlasse, mein Licht nicht nutze, werden die Dämonen stärker. Die saisonalen Stimmungen kann ich nun besser für mich nutzen. Genug draussen zu sein, ist mir wieder wichtig geworden. Sonnenstrahlen einfangen und frische Luft tanken. Wenn die Berner Innenstadt schwarz wird vor adventlich-kaufirren Menschen, dann ziehts mich in der Mittagspause ins Freie, in die Nebenquartiere der Stadt oder nach unten an die Aare. Dort wo ich wieder Atmen kann.

Und: Weihnachtslieder sind für mich besser als Weihnachtskekse, denn sie nützen deutlich besser ...  Endlich spüre ich ihn, den Advent ,,,

Joy to the World ... Adeste fideles! ...

Donnerstag, 23. November 2017

Dankbar sein (müssen) und gläserne Decken



Sei dankbar?! An diesem Dankbarseinmüssen stosse ich mich, seit es mir besser geht und ich mit viel weniger Stress lebe. Dankbarsein. Sei dankbar. Da kommt mir auch das Lied Dankbar von den Toten Hosen in den Sinn.

Doch es gelingt mir nicht ständig, dankbar zu sein, weil ich mich nun keineswegs nonstop zufrieden fühle. Und das ist die Krux: Frust.

Wahrscheinlich hab ich mir das so gedacht: Geht es mir dann in meinem Leben mal besser, ist ab da dann alles in Butter.

Aber nun stosse ich mich an gläsernen Decken und Wänden. Mein bisheriges Leben wird mir zu eng. Hmpf. Nun soll ich also noch dankbar sein dafür, dass da wieder ein innerer Druck entsteht?!

Manchmal getraue ich mich kaum, darüber zu sprechen oder zu reden, wie frustriert ich mich manchmal fühle, weil ich ja eben "dankbar sein müsste". Doch es muss raus. Die Arbeit an mir selbst hört nicht einfach von einem Tag auf den anderen auf. Jammern auf hohem Niveau versus es-beschreiben-wie-es-für-mich-ist.

Ich komme nun einfach in neue Räume meines Leben, in denen ich vorher noch nicht war. Und auch das ist eine Herausforderung. Es ist einfach "anders" herausfordernd. Dankbar zu sein IST wichtig für mich. In Momenten der Frustration brauche ich aber was anderes. Weil die Seele mich dann braucht und nicht mit hohlen Phrasen beschwichtigt werden will.

Räume von denen ich nichts wusste oder die ich als unerreichbar für mich angeschaut habe tun sich vor mir auf. Es ist, als wäre mein Leben ein Haus und ich hätte vorher nur im Keller und im Ergeschoss gewohnt .. und an manchen Tagen in der staubigen Rumpelkammer.

Nun entdecke ich, dass da im Grunde noch viel mehr ist als das -- und da ist ein Erstaunen in mir und auch ein wenig ein Schock. Denn mir wird bewusst, wie eingeschränkt ich bis jetzt gelebt habe. Das muss ich erst mal setzen lassen.

Ich geh dann mal die Treppe hoch und schaue was es da so alles gibt ....

So ganz ist es eben auch noch nicht in meinem Bewusstsein angekommen, dass ich mich wirklich von einem grossen Teil meines Ballastes befreit habe.

Manchmal komme ich mir vor wie ein Goldfisch, den man aus seinem viel zu engen Glas geholt und in einen grossen See gesetzt hat; ich ziehe immer noch die gleichen engen Kreise, mental. Das Leben ist neu, aber das innere Programm ist noch alt.

Die Resignation ist wie vorprogrammiert. Auch das ist eben auch ein Prozess; der seine Zeit braucht. Mir meinen Raum auch zu nehmen, zu klären was ich NUN brauche -- denn was ich vorher gebraucht habe, dient mir jetzt nicht mehr und es ist wichtig, den Kopf zu heben und den Blick für neue Möglichkeiten offen zu halten -- und durchzuatmen.


Dienstag, 7. November 2017

Ich will mehr Zauber ... !



Her mit dem Schönen! Ich hab beschlossen, dass ich mehr Zauber in meinem Leben haben will und ich zieh es jetzt einfach konsequent durch *g*. 

Wenn weit und breit nur nur Quark zu sehen ist, dann tröste ich mich damit, dass Quark immerhin sehr proteinreich ist ... Da ich eher ein vorsichtiger Mensch bin, tut es mir gut, öfter die rosa Brille anzuziehen. Denn es gibt noch genug Situationen, die ich stressig, belastend oder zum Fürchten finde.

Ich bin FÜR mehr Farben, Licht, Schönheit und Freude in meinem Leben, denn das tut meiner emotionalen und mentalen Immunabwehr gut. Mist gibt es eh genug und dafür braucht es genug Power und den passenden Soundtrack, um den zu durchwaten. Die glücklichen Momente zu kitzeln bis sie kichern und in allen Farben leuchten ... ist wertvoll geworden für mich.

Passend zu den Pilzen vom letzten Post habe ich hier noch einige neue Pilzkollegen ein wenig aufgepeppt, und wer mag, kann mir auch over the Rainbow nach Insta followen ...

Sonntag, 29. Oktober 2017

Kleinste Gärten (17)

Im Wunderland der Zwerge ...

Diese winzigen Kollegen oben fand ich am Fusse einer gut bewässerten Palme in meinem letzten Urlaub ... fast hätte ich sie übersehen, und sie mussten, sobald entdeckt, natürlich mit. Wenigstens als Fotoerinnerung. Die nette Gruppe erinnerte mich an diejenige von Kleinste Gärten Nr. 8 ..

Ein weiterer Fund ist schon einige Jahre her und sieht eher aus wie eine Stadt aus kleinen Pilzen. Man kann sich gut vorstellen, dass dort nachts die Strassenbeleuchtung brennt, in Pilzhausen, .. aber natürlich nur dann, wenn gar kein Mensch hinsieht:

Pilzhausen am Tag ... (ohne Strassenbeleuchtung)

Achja, und ich hab nicht daran genascht, noch nie. Ich bin nämlich auch sonst so ... ^_^

Montag, 23. Oktober 2017

Das Leuchtfeuer brennt. Ich bin daheim.

Trotz dem Jahrestag geht es mir gut. Es ist, als würde in meinem Innern endlich das Licht brennen, das ich so lange vermisst habe. Auch die Inspiration, meine kreative Natur, ist zurückgekehrt. Die Entfremdung von mir selbst durch den Alltag, sie nimmt ab. Daheimsein, in mir selbst. So fühlt sich das also an. Das ist neu ...

Genau 10 Jahre her ...

VORWEG: Es geht um den Suizid eines Angehörigen und meinem Leben damit. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.  



 Genau auf den Tag 10 Jahre ist es her ...
... dass mein kleinen Bruder gestorben ist.

Er fehlt immer noch. Der Schmerz darüber ist geringer geworden und ich kann ihn gut (er)tragen. Ich fühle mich dem Leben verbunden. Der Vergangenheit nachzuhängen, mich in Wehmut und "was wäre wenn nicht ..." zu verlieren, bringt mir nichts und es passt nicht mehr zu mir.

Das sein lassen, was eine nicht mehr ändern kann.
Ich weiss, es geht seit langem nur noch darum, mein eigenes Leben bestmöglich zu leben -- und wo ich kann und es stimmt -- mein Licht nach aussen zu tragen und strahlen zu lassen:

Und das zu leben, was da ist. Zuversicht zu hegen und pflegen. Das Schöne zu sehen. Die Liebe und die Leichtigkeit gewinnen lassen und das Leben frei fliessen zu lassen ...


Weitere Texte zum Thema unter diesem Link.


Samstag, 7. Oktober 2017

Anderswo in Bloggersdorf (14)

Es ist mal wieder Zeit für eine Runde durch Bloggersdorf ... Ein paar schöne Fundstücke aus den letzten Monaten möchte ich mit euch teilen.

- - -

Ein Zitat, an dem ich mich nicht sattlesen kann, stammt von der Lebensgefährtin von Andreas Glumm, der Gräfin. Der Blogpost dazu, findet sich hier.


Mit einem umtriebigen Geist wie meinem gibt es nichts Schöneres, als am frühen Nachmittag im Bett zu liegen und dem Universum zu lauschen. Das ist die totale Entspannung. Weißt du, was die eigentliche Vertreibung aus dem Paradies ist? Unser Nicht-Entspannen-können in der Welt.

- Die Gräfin -
 
- - -

Zauberhaft ist das passende Wort für dieses gefilzte Strandkörbchen von Sheepy. Es stammt sicher direkt aus dem Feenland! Wunderschön ...

- - -

Mädchen sollen damenhaft sein ... das war sogar noch ein Thema in meiner Kindheit in den 80ern. Dies und das nicht tun und sich stattdessen so und so verhalten. Ich war (optisch) eher ein Wildfang und habs gehasst, daher beschloss ich, dass ich sicher, ganz sicher, nie eine Dame werden will :) ...
Ilse von Threefivesix hat einen Post darüber geschrieben.

- - -

Etwas spät es hier noch zu notieren, aber eine gute Lektüre veraltet nicht. Sehkrank im Matrosenpulli schrieb im Juli einen Post zu dem G20-Protest-Debakel.

- - - 



Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail (((planet112 AT gmx.ch))) an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.