Meine Blogroll

Mittwoch, 17. Januar 2018

Sortierarbeit ("ich müsste ..")

Mein Kopf wird nach und nach freier und klarer. Die innere Hetze entsteht meist dadurch, dass ich mir Druck mache(n lasse). All diese "du müsstest jetzt" die dauernd auftauchen, ich kann die Mehrzahl davon getrost fallen lassen. Ich stelle mir dann immer wieder die Frage: Wer sagt denn, dass ich das jetzt muss?! Und dann verpufft es. Schön ...

Dienstag, 16. Januar 2018

Begrenzung/Entfaltung .. mein Weg

".. du hättest im Beruf viel mehr aus dir machen können, stattdessen ..."

Mir kommt dieser Satz in den Sinn, den mir mal jemand vor die Füsse geworfen hat, weil ich es provoziert hatte. Ich glaube diese Worte sind mir wieder eingefallen, weil ich mich innerlich mit der Begrenzung beschäftige, in der ich lebe. Hätte, hätte, Fahradkette! -- kommt mir dazu als nächstes in den Sinn.

Es sind immer noch Ängste da, vor allem sozialer Natur, Verlassenheitsängste und mentale Blockaden, doch ich lehne mich immer weniger dagegen auf. Ich nehme sie hin, reibe mich daran, setz mich mit ihnen zusammen ... oder auseinander. Ich arbeite mit dem, was ich habe!

Ich mache es eben, so gut ich kann und versuche, mich selber gern zu haben. Ich bin zunehmend im Reinen mit mir. Ich nehme es lockerer, übe es. Ich trage verschiedenes aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen, um mir ein Bild zu machen. Auch um dem Bild von meinem beruflichen Weg mehr Facetten zu geben. Es sind viele Facetten und bunte Seiten dabei.

Ich kann mich selber finanziell versorgen. Wie lange konnte ich das nicht! War nicht dazu im Stande, brauchte viel Hilfe dabei, meinen Weg so gehen zu können. Und nun kann ich das, und es macht mich dankbar -- und auf eine stille Art zufrieden, ruhiger. Ich gehe meinen beruflichen Weg stetig, er ist noch lange nicht zu Ende! Mein Leben gehört nur mir. Bewusste Entscheidung. Ich teste und taste mich voran.

Und der eingangs erwähnte Satz schmerzt mich nicht mehr, er erreicht mich nicht mehr -- weil er keine Macht mehr über mich hat. Ich weiss wer ich bin -- und ich hungere nicht mehr nach der Bedeutung, die einem ein gewisser Status im Berufsleben gibt. Ich lebe und bin einfach ich selbst. Alles fügt sich. Amen.

Daraus lebe ich.

Freitag, 12. Januar 2018

Wieder über den Berg

Ausser der Wand am Ende der Sackgasse habe ich die letzte Zeit oft nicht mehr viel gesehen. Überreizt und schwermütig, ich fühlte mich wie versteinert, nach aussen machte ich weiter.

Jetzt habe ich den Ausgang auf der anderen Seit der Gasse wieder gefunden, auch weil mir einige liebe Menschen Mut gemacht haben. Bin ich gerade wieder einmal über den Berg. Ich schlafe besser und bin einige Erkenntnisse und Erfahrungen reicher. Ich erkenne nun, dass ich mit meiner Art, in die Welt zu sehen, es mir schwerer mache, dass ich mich mental in Kleinkriegen und Gedankengängen verheddere, aus denen ich nicht so leicht wieder rauskomme.

... von einer lieben Freundin bekommen ....


Die alte Blockadehaltung; ich gegen der Rest der Welt. Was mir nicht gut bekommt ist abends zu lange Fernsehen und an den anderen digitalen Medien hängen. Und wenn ich in Lebenssituationen komme, wo ich immer nur reagieren kann, statt selber eine Aktion zu starten, dies löst Ohnmachtsgefühle und Überwältigtsein in mir aus und dann kommt die Schwärze oder Agression und Wut. Andererseits nehme ich auch viele Kleinigkeiten viel zu ernst und persönlich, die mich dann runterziehen. Stelle mich selber immer wieder in Frage, prüfe und hinterfrage mich selbst.

Ich hatte erst den Eindruck, dass ich den Winter viel besser wegstecke, als in anderen Jahren. Dies ist auch so. Doch es sind ganz neue Herausforderungen da, mit denen ich nun umgehen lerne. Zum Beispiel mehr Verantwortung bei der Arbeit, Zuständigkeit über einen grösseren Teil. Wenn ich zu wenig Rücksicht nehme und mir zuviel Zusätzliches zumute, dann geht es schief. Es ist wichtig, dass ich meiner Veranlagung, meiner sensiblen Konstitution, ja, meinem ganzen Wesen, Beachtung schenke -- und die Möglichkeit zur Erholung! Ich bin niemand anderes. Ich bin schon stark, aber auch ein recht verletzlicher Mensch und nicht besonders belastbar. 

Ich darf mir in meiner Freizeit nicht zu viel zumuten und ich muss auf meine Gedankenwelt achtgeben. Ich brauche immer Zeit und Raum zur Erholung, mehr als andere das vielleicht brauchen. Das ist wichtig. Und es ist in Ordnung.






Freitag, 5. Januar 2018

Kräftehaushalt ...

Ich habe die letzten Monate kräftmässig zu sehr "über meine Verhältnisse" gelebt. War zu übermütig mit der gewonnenen Energie. Habe zuviel am Wochenende unternommen. 

Die Nächte sind noch unruhig, der Schlaf flach. Zuviele Inputs wollen verarbeitet werden.

Schönes gibt es in meinem Leben. Allemal. Nur bin ich in der letzten Zeit zu erschöpft, um es auch geniessen zu können. Ich merke, dass es wirklich wesentlich ist, dass ich dafür erholt bin. Weil sonst die Schwere überwiegt. Schwere Gedanken kommen und ich sehe das Leben düsterer.

Die Zeit, um Kräfte wieder aufzubauen, habe ich im Grunde. Aber nehme ich sie mir auch? Lasse ich locker? Gebe ich mir den Raum?

Das Wertvollste: Es gibt ein paar einzelne Menschen, bei denen ich keinerlei Masken tragen muss, bei denen ich ungeschützt ich sein kann, ohne mich danach leer oder unverstanden zu fühlen. Bei denen ich einfach so sein kann, wie ich bin. ... 

Und was sich bei mir verändert hat, ist, dass ich innerlich freier geworden bin, und es auch annehmen kann.



Zuletzt angepasst am 6.1.18 um 08.24 Uhr

Samstag, 30. Dezember 2017

Verträumt

Man kann eigentlich nicht zuviele Märchenfilme schauen, aber sie haben ihre Nebenwirkungen und erhöhen massiv den Filzstiftverbrauch ^_^

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Donnerstag, 28. Dezember 2017

Lebenskraft (Traum)

Fühle mich so unglaublich müde. Ich mache auf meinem Weg weiter, bleibe nach aussen stark und währenddessen dämmert es mir, dass dieser Weg gar nicht der meine sein kann, weil ich mir dabei fremder werde. Wo gehts denn dann lang?! Ich weiss er gerade nicht.

Ein drastischer Traum letzte Nacht. Die Lebenskraft geraubt, mein Inneres hohl. Weil ich mich darauf verliess, dass andere schon wissen, was gut für mich ist.

Die Frage daraus an mich ist deutlich: Was mache ich mit meiner Lebenskraft? Wo gebe ich sie hinein und an wen verschenke ich sie?

Heftige Zeit gerade. Ausdehnen ... Mich mental wieder aus der Ecke rausholen. Irgendwo da klebe ich gerade fest. Mental fühle ich mich wie ausgewrungen.

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Arbeit und die Grenzen

Es ist nicht so einfach, jemandem ruhig dabei zuzusehen, wie er sich bei der Arbeit ins kräftemässige Abseits manövriert. Wenn es menschlich passt und stimmt, kann ich was dazu sagen, ansonsten muss ich es zukünftig besser an mir abperlen lassen. Das Leben des anderen ist dessen Leben.

Ich kenn den Sog selber, wenn man meint, man müsse immer weiter gehen. Weiter als die Kräfte reichen und auch weiter als es die eigene Konstitution im Grunde zulässt.* Weil die Arbeit da ist, weil ein Projekt abzuarbeiten ist, weil man die Kollegen nicht hängen lassen will oder aus Ehrgeiz etwas zu schaffen/zu beweisen oder warum auch immer ...

In den verschiedenen Arbeits-Reha-Programmen, die ich als Teilnehmerin besucht habe, konnte ich auch sehen, wie das Leben eines Menschen nach einem körperlichen oder psychischen Total-Zusammenbruch aussehen kann. Menschen die nie mehr voll oder höherprozentig einsatzfähig werden, weil sie sich aufgerieben haben und dadurch gesundheitliche Schäden zurückgeblieben sind. Das hat mich geschockt. Auch die Geschichten dahinter. In die harten Drogen abgerutscht, weil der Leistungsstress anders nicht mehr zu ertragen war, das ist nur ein Beispiel.

Das hat sicher auch mit der persönlichen Geschichte/Verantwortung eines Menschen zu tun, ist jedoch auch ein gesellschaftliches Phänomen: Leistung um (fast) jeden Preis. Meine Meinung: Keine normale Arbeit ist ein Menschenleben oder die eigene Gesundheit wert. Es gibt immer Spitzenzeiten an Auslastung. Aber auf Dauer ist das, was krank macht eben einfach nur eines: krank.

Ein extremer Zusammenbruch ist mir in diesem Ausmass noch nie passiert, kleinere Episoden davon aber schon. Und es braucht seine Zeit, bis man das dann wieder überwunden hat. Ich will es zukünftig nicht mehr passieren lassen und und ich nehme auch die Erlebnisse anderer Menschen für mich als Mahnung.

Es gibt Grenzen und ich spüre sie genau. Das ist vielleicht das, was ich anderen voraushabe: Meine genaue Wahrnehmung für mich selbst. Diese wurde mir aber immer aberkannt und als "übertrieben" dargestellt. Irgendwie hatte und habe ich trotzdem diesen gesunden Egoismus in mir, und den Willen, mich nicht unterkriegen zu lassen. Meine Instinkte sind sicher und zuverlässig. Mein Körper meldet sich sehr genau und deutlich. Ich habe inwischen, dank meiner Stressmedizinerin, sogar medizinische "Beweise" dafür.

Und was das Leben der anderen Menschen anbelangt, ist das einfach ein anderes Paar Schuhe. Jedenfalls nicht meines. Ich will weder rechthaberisch noch übergriffig noch überbesorgt gegenüber anderen sein, bin es aber hin und wieder, daher werde ich auch mir selber gegenüber kritisch bleiben, was das "Einmischen" anbelangt.


*Die eigene Konstitution besser verstehen und anerkennen zu lernen, das ist ein Thema über das ich noch gesondert schreiben will.