Meine Blogroll

Mittwoch, 22. Februar 2017

Kräftiger & klarer

Wenn ich nicht gerade stundenlang nachts wachliege oder sonstwie "absorbiert" bin, merke ich, dass ich kräftiger geworden bin. Auf jeden Fall nüchterner und klarer. Die Watte im Kopf ist schon lange Geschichte. Es gibt noch Momente, in denen ich mir abhanden komme, aber ich kann es inzwischen besser wahrnehmen.

Dass ich andererseits nicht verhärte, darauf achte ich. Weniger Grübeln, mehr Leben. Meistens klappt es. Nur nicht wenn ich Signale und Infos auf allen Kanälen gleichzeitig bekomme wie in der letzten Zeit, den letzten Wochen. Da kommt es halt nach wie vor zum "Systemabsturz" ... Es ist ok, selbstbestimmt zu denken, zu leben zu handeln. Das sage ich mir immer wieder. Inmitten von alltäglichen Automatismen eine rechte Herausforderung. Aber ich bin ja nicht die einzige, der es so geht!

Heute Nachmittag und Arbeit generell

Der Arbeitsnachmittag endete für mich mit Migräne um 15 Uhr. Da beschloss ich, dass es jetzt genug ist, fuhr nach Hause, nahm eine Tablette und legte mich ins Bett.

Nun bin ich wieder unter den Lebenden. Ruhe ist eingekehrt. Das Gespräch ist morgen. Mal schauen, wieviel Offenheit mir die Sache wert ist und inwieweit ich mich ansonsten zum Selbstschutz bedeckt halte.

Das Herz trage ich schon lang ich mehr auf der Zunge. Es tut mir leid, dass das Arbeitsleben einen in gewisser Weise abstumpft. Mit den Schultern zucken, "nicht mein Bier" denken, weitermachen. Kann ich inzwischen. Wenn ich auch denn Eindruck habe, dass das im Grunde nicht meine echte Haltung wäre.

Inzwischen lautet es bei mir in erster Linie "Alltag nicht so ernst nehmen", "nicht unterkriegen lassen" und "nicht zuviel nachdenken" über Sinn oder Unsinn meiner Beschäftigung. In erster Linie: Möglichst geschmeidig durchkommen, so dass ich mich und meinen Alltag selber managen kann.

Verselbständigtes Nervenkostüm

Nach nur 2 Stunden Nachtschlaf, von 8 eigentlich verfügbaren, fühle ich mich nicht besonders wohl. Strom in allen Kanälen. Die Nerven sind gerade sehr ausser Kontrolle geraten, haben sich selbständig gemacht, da mich auf der Arbeit etwas sehr beschäftigt. Scheinbar so sehr beschäftigt, dass ich innerlich gar nicht mehr Abschalten kann. Ich muss aus der Deckung kommen und einige Wahrheiten aussprechen, deutlich werden und das ist mir unangenehm. Anders sehe ich keine Besserung der Situation. Wie ich das anstelle, das entscheide ich heute.

Dienstag, 21. Februar 2017

Farbe bekennen, sich selber anerkennen

Sich im Prozess der Selbstheilung für die eigene Wahrheit zu entscheiden und diese auch zu vertreten, heisst nicht, sich _gegen_ jemand anderen zu entscheiden, sondern nur, dass man _zu sich selber_ steht.

Jump & Run

Ich merke, dass ich einen recht flachen Schlaf habe derzeit. Viele Träume in denen ich durch endlose Gänge und Labyrinthe laufe, richtige Hindernisparcours wie in manchen Gameshows. Postenläufe durch schöne Gartenlandschaften und fantastische Kulissen -- nur ohne wirklich an ein Ziel zu kommen oder zu wissen, warum ich da unterwegs bin.

Bei meinen Erkundungen bin ich sehr präsent, auch wenn das Umherirren wirklich in fast jedem Traum vorkommt. Meine Stimmung im Traum ist hoffnungsvoll und neugierig. Und es ist mir immer klar, dass die Struktur wirr ist und nicht ich wirr bin.

Es ist fast wie so ein altes «Jump & Run»-Spiel ... nur eben in High Definition. Es ist immerhin sehr abwechslungsreich weil ich immer wieder durch eine andere Kulisse laufe ... Ich weiss nur nicht, wieviele Levels dieses scheinbar endlose Game hat. Aber so lange das Unterwegssein jede Nacht dermassen spannend ist ... ist das auch egal!

Trotzdem bin ich froh, wenn ich in diesem Game mal eine Pause bekomme.
In knapp 2 Wochen habe ich Urlaub. Da ziehe ich der Konsole vorübergehend den Stecker. Ein paar Leben extra hab ich immer.

Sonntag, 5. Februar 2017

Im Boot-Camp

Letzten Mittwochabend hatte ich nun meine erste Lektion "Fight Power" (alter Post zum Thema). 

Nachdem mir der Trainer die Boxbewegungen und die Stellung der Beine gezeigt hatte, gings auch bald heftig los. (Die anderen Teilnehmerinnen waren schon länger dabei, daher musste er ihnen nichts erklären).

Erst richtig Durchwärmen und dann rechter Haken, linker Haken and so on, Ausfallsschritt nach links, nach rechts ....

Ich dachte noch so: Ah, krass! Das ist wohl jetzt noch das Aufwärmen und danach wirds dann sicher ruhiger!!

Denkste: In diesem Tempo und dieser Intensität ging es "locker" fast 40min weiter. Aua!

Sowas hab ich noch nie erlebt. Meine Halbliterflasche Wasser war in kürzester Zeit leer. Ich wusste nicht, ob ich besser die Abfolge sauber mitmachen oder lieber das hohe Tempo halten soll, beides zugleich zu schaffen, war mir nicht möglich.

Ich habe mich dann fürs Tempo entschieden und bin so gut es ging mitgehampelt. Zum Glück hatte ich keinen Blick auf den bodenlangen Spiegel an der Turnhallenfront, da ich direkt hinter jemand anderem stand ;) Dieser Anblick meinerselbst hätte mir wahrscheinlich den Rest gegeben. *feix*

Das Training war nichts besonders Komplexes von den Abfolgen her, aber ich bin totale Anfängerin in Sachen Kickboxen und Co .. und sowieso kein grosser Hirsch in Sachen "Koordination meiner Gliedmassen" ...

Was hab ich mir da nur vorgenommen?!

Als anschliessend noch ein kurzer Teil Krafttraining kam, merkte ich, dass ich wenigstens da sehr gut mithalten konnte, da macht sich das Training aus dem Bodytoning bemerkbar (in den bisherigen Posts als Krafttraining in der Gruppe erwähnt). Ein kleiner Trost!

Am Ende der Lektion war ich völlig perplex über die Heftigkeit dieses Trainings, daher nenne ich es jetzt einfach mal Boot-Camp!

Die erfahreneren Teilnehmerinnen meinten, es sei von den Abläufen her nicht besonders schwierig gewesen, nur das Tempo seit schon etwas hoch gewesen.
Dem Kreislauf hats äusserst gut getan, das Selbstbewusstsein war danach angeknackst. Mein rechter Oberarm hat sich die nächsten Tage angefühlt, als wäre darauf eingeprügelt worden ... *g*

Auf jeden Fall gebe ich noch nicht gleich auf! Und es geht auch nicht darum, dass ich darin super sein oder mir etwas beweisen muss. Ich möchte nur möglichst gut mitkommen, soweit es eben geht. falls das auch mit mehr Erfahrung nicht klappt, suche ich mir eben etwas anderes!

Und als kleinen Nebeneffekt bewältige ich die schlechten Erfahrungen aus dem Schulsport ganz nebenbei, denn es gibt hier keine Noten, denn ich zahl freiwillig fürs Gequältwerden und ich bin ja jetzt ein grosses Mädchen .... ;)

Nächsten Mittwoch gehe ich jedenfalls wieder hin und dann schaue ich weiter ...