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Freitag, 8. März 2024

Neuro-dingens

Mir wird bewusst, dass ich anders vernetzt bin in meinem Sein und Denken, es schon immer war. Ich habe Formen von grossen Begabungen (Sprache, Imagination, Intuition, Kreativität) und in anderen Bereichen da hapert es recht (Koordination, Mathematik, Systeme verstehen, soziale Interaktion in Gruppen). 

Mir hilft der Begriff der Neurodivergenz und ich ordne mich da ein. Ich brauche keine Diagnose, kein Schema, keine Therapie. Doch es tut mir gut, dass die Wissenschaft doch langsam versteht, dass Menschen nicht genormt sind und man zu lange die Abweichungen von der Norm als krankhaft und behandlungsbedürftig angesehen hat. 

Mir gibt das eine Genugtuung. Und ich treffe auf andere, auf Lebensgeschichten von anderen und Erfahrungen und Tools, die mir helfen. Ich verstehe mein Scheitern, mich in ein gesellschaftlich anerkanntes System einzufügen.

Das grosse Bedürfnis, es irgendwo zu lesen, was ich denn bin, ist weg. Wer soll denn das besser wissen als ich?! Niemand. 

Die spannende und wirklich wichtige Frage ist: wie komme ich klar? Wie gestalte ich ein gutes Leben für mich? Und das ist ein schöner Weg. Ich brauch halt Wanderschuhe und genügend Wasser und Proviant dazu! Und Menschen, die auch unterwegs sind. 

Sonntag, 14. Januar 2024

Werkzeuge die mir gerade helfen (Januar 2024)

Was ist anders seit dem Jahresende? Was mache ich anders?

Ich nehme mir mehr Zeit für Besinnung, Achtsamkeit, Meditation und meine Arten der Spiritualität. Dadurch bin ich entspannter und bewusster unterwegs. Es braucht noch Zeit und Geduld, zeigt aber Resultate. Dies mit Meditations-App, Tagebuch, und einem 21Tage-Online-Kurs.

Ich öffne mich wieder mehr, teile mich mit. Manchmal fällt mir das sehr schwer.

Anders sein und anders machen ist okay!

Kaffee reduziert auf eine Tasse am Tag.

Kräutertees: Zitronenverbena und Griechischer Bergtee sowie andere

Mehr bewusste Paarzeit in der Beziehung, ohne Elektronik.

1x die Woche gehe ich mit meiner Lebensgefährtin Joggen. Anschliessend gehe ich in den eiskalten Bach und nehme ein Kältebad. Während sie Stellung hält und die Handtuchhalterin spielt, wie sie betont :) Dieser Kälteschock gibt mir den Reset, den Körper und Nerven brauchen. Dieses Ganz-Da-Sein.

Ich mache Körperübungen wie Yoga, Kräftigung, Dehnung, Tanzen. Körperübungen hatte ich auch lange nicht mehr gemacht. Es geht langsam besser und es ändert sich.

Manchmal nehme ich mir für den Tag eine Widmung zu einem Thema: Selbstannahme. Vertrauen. Oder ich formuliere einen ganzen Satz mit einer Widmung/Absicht. Mir hilft das. Im Yoga nennt man das Sankalpa.

Es ist nicht alles perfekt, alles andere als das. Aber machen tut gut.

Samstag, 27. Juli 2019

Berufsleben

7 Jahre, 3 Monate.

Ich spiele nicht in einer andren Liga. Es ist eine andere Sportart. Mich jeden Tag meinen Ängsten zu stellen ist meine Herausforderung. Den bewertenden Gedanken in meinem Kopf weniger Gewicht zu geben, ich stelle mich dieser Aufgabe. Die tauchen auch Abends und am Wochenende auf. Und manchmal versinke ich bis über beide Ohren darin.

Es gibt in meinem Leben eigentlich keinen Tag komplett ohne Angst oder irgendeine Besorgnis. Wie ich damit umgehe, ändert sich langsam. Meine Geschichte kann ich nicht ändern. Aber den Umgang mit mir selber. Es braucht viel Zeit und Geduld.

Ich weiss, dass manche denken, ich mach es mir zu einfach oder ich könnte mich mehr einsetzen. Ja. Ich hab den Perfektionismus abgelegt. Weil ich es musste. Von meinen inneren Prozessen haben diese Menschen keine Ahnung. An manchen Tagen ist es eine Leistung für mich, nicht schreiend oder heulend aus dem Büro zu laufen. That's it. Das ist meine ganz eigene Leistungsshow.

Und während andere neben der Arbeit noch ein Studium absolvieren, mach ich eben meine Selbstwert-Arbeiten und halte mich möglichst emotional stabil. Mache meine eigenen Hausaufgaben. Suche Therapeuten auf, die mir weiterhelfen. Gehe Schwimmen, oder tue anderes, was mir gut tut. Momentan kostet es mich immer noch viel Kraft, das Arbeitsleben. Und da bin ich unterwegs. Es ist schon viel besser geworden. Die Herausforderung wurden aber auch grösser!

Da es mehr Luft gibt, wird auch Weiterbildung wieder möglich. Im August werde ich zwei Kurse machen die mir beruflich was bringen.

Eine Zusatzausbildung wäre schön, aber ich sehe momentan davon ab. Die mentale Kraft und die Kondition fehlen mir, das durchzustehen.

Mit dem fernen Mann bin ich weiter gekommen bei meiner mentalen Einstellung. Am Anfang hab ich seine Sprüche gehasst. Go with the flow. Don't beat yourself up. Be nice to yourself. Und so weiter. Erst nach und nach hab ich verstanden und es das annehmen lernen. Und er hat mir auch davon erzählt, wie gut er es selber kennt, das Leben mit der Angst.

Es hilft mir immens, dass er in einem ähnlichen Feld gearbeitet hat wie ich und daher die Strukturen versteht.

Ich will handeln statt nur zu Träumen.

Statt den grossen Traum zu leben, den ich nicht habe, will ich einen praktikablen Weg finden, meine finanzielle Existenz zu sichern und dabei das Leben zu geniessen. Kleine Träume leben. Erreichbare Ziele setzen. Das ist mein Weg.

Montag, 26. Juni 2017

Körperformen / Selbstakzeptanz / Fettaktivismus (TV-Tipp)

Zu diesen Theman habe ich auf Kalis Boudoir schon mehrfach geschrieben.

Heute möchte ich auf eine kommende Fernsehsendung hinweisen. Nicola Hinz von Candybeacheditorial wurde von Frau TV zum Thema Fettaktivismus interviewt: der Beitrag wird am 29. Juni um 22.10 Uhr in der Sendung gezeigt.

Einer der besten Beiträge, den ich je zum Thema Körper/Selbstakzeptanz gelesen habe, ist von Nicola. Darin wird deutlich, wie Normierungen/Schönheitsideale bereits eine Kindheit versauen können. Ich werd nicht müde, immer wieder auf diesen Post hinzuweisen, weil ich ihn wichtig so finde: Graue Vorzeit

Jeder Mensch hat das Recht auf den EIGENEN Körper.