Was in der Welt geschieht, beschäftigt mich. Auch wenn ich kein informierter Mensch bin. Mich nerven rechte und linke Parolen gleichermassen. Von politischem Aktionismus fühle ich mich
oft abgestossen. Partei-Grabenkämpfe lösen bei mir nur einen
Gähnreflex aus. Sachpolitik finde ich interessanter -- und
Wirtschaftsthemen sogar sehr hochspannend.
So bekomme ich doch das eine oder andere mit.
zB Block G20. Ich selber war noch nie an irgend einer Versammlung oder Demo. Weil das
nicht zu mir passt, weil es für mich nicht stimmt. Weil Menschenmengen
mir Angst machen. Weil ich gar nicht wüsste, wo genau ich mich einreihen
soll. Weder von der politischen noch von der thematischen Agenda her. In einer Welt in der sich die Extreme (Politik, Ressourcenverteilung, Klima) sich immer stärker entwickeln,
frage ich mich, ob das noch stimmig ist.
Müsste ich mich nun nicht einordnen,
Farbe bekennen? Wo? Wie?
Wobei vieles für mich auch nicht transparent ist. Oft sitze ich beispielsweise ratlos vor meinen Abstimmungs- und Wahlunterlagen, was in der Schweiz ja das öfteren an der Reihe ist. Wer will mir was auf welche Art verkaufen und was steckt wirklich dahinter? Ich weiss es oft nicht genau. Kann mich nur auf die vorhandenen Informationen stützen.
Ich muss von gewissen Annahmen ausgehen und mich dann entscheiden. Bei vielem ist das so. Ob es nun um Politik geht oder um etwas anderes.
Was mir sauer aufstösst ist, wenn nur noch über "die" geredet wird, denn da wirds meistens kritisch, denn ab da wird gnadenlos heruntergekürzt.
Die PolitikerInnen, die AktivistInnen, die SozialschmarotzerInnen, die Bosse, die AusländerInnen, die Rechten, die Linken, die Behörden. Danach kommen gleich die Kampfansagen und Parolen und darauffolgend wird Stellung bezogen und gekämpft. Egal worum es geht, Hauptsache es gibt ein fixes Bild.
Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen kann ich allerdings verstehen. Die Welt scheint komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wir leben in einem seltsamen System, in dem wir viele Freiheiten haben und das sich trotzdem wie permanente Fremdbestimmung anfühlt. So geht es mir jedenfalls.
Die Arbeit ist nicht unbedingt mehr sinnstiftend, sondern ein abstrakter Vorgang geworden an dessen Ende der Lohn steht. Das ist wohl das, was man Digitalisierung nennt: alles wird virtueller. Das ganze Leben. Die Emotionen sind trotzdem noch da. Auch die Gefühle, Hoffnungen.
Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen wird realer. Schent mir. Doch wogegen protestieren? Achja: Gegen die da oben!
Dass wir alle Teil des Systems sind, geht dann vergessen. Weil endlich der Kanal und das Feindbild geschaffen wurde, in den der ganze Frust fliessen kann. Auflehnung gegen die Autorität.
Dass durch die jüngsten Vorfälle in Hamburg nun politische Rechte und
die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden könnten, Journalisten auf
Watchlists der Behörden stehen etc. das gibt mir zu denken.
Ich bin kein
Mensch, der sich dermassen weit aus dem Fenster lehnen würde, aber ich
bewundere dennoch diejenigen, die es tun. Jene die sich für eine bessere Welt einsetzen. Weil ich das wichtig finde: Hinschauen und Aussprechen was es ist. Wenn es mehr ist, als nur Hass zu verbreiten, dann ist das wichtig.
Und manche schauen professionell hin und exponieren sich dadurch, zB eben auch JournalistInnen und PolitikerInnen. Nicht alle gehören einem extremen Lager an. Doch wer nicht laut ist, wird im globalen Tollhaus scheinbar nicht gehört. Das ist eine einfach Gleichung. Nur die Extreme gelangen auf Seite 1 und machen die Schlagzeilen. Schlagzeilen die wiederum den Hass schüren.
Mein Land ist im Ranking der Pressefreiheit recht weit vorne, weiter
vorne als Deutschland. Trotzdem; wie weit würde ich gehen? Wo stehe ich
selber? Wozu äussere ich mich und wie?
Ich lehne die Anwendung von Gewalt ab. Für mich ist dies einfach kein Mittel solange es noch andere Wege gibt. Besonders mutig bin ich nicht. Aber ich will mich frei äussern. Ich fühle mich manchmal ratlos angeischts der Geschehnisse in der Welt, muss das auch so benennen -- und ich kann nur meinem eigenen Gewissen folgen.
Ich glaube, dass diejenigen Menschen die laut Parolen brüllen und diejenigen, die durch ihr eigenes Leben und Handeln wirklich zur einer globalen Veränderung beitragen, nicht unbedingt die selben sind.
Wie will ich selber handeln?
Bin ich selber bereit, mein Leben unter die Lupe zu nehmen?
Wozu schweige ich und wann mache ich den Mund auf?
Nur noch kurz die Welt retten -- geht nicht. Denn die Welt zu retten, das geht auf jeden Fall nicht schnell und einfach ... Und Hass führt nur zu neuem Hass.
Sind diejenigen, die in der westlichen Welt nach Umverteilung der Güter und anderem mehr schreien, bereit
auf eigene Annehmlichkeiten zu verzichten oder tuns sies nur, weil es
gerade chic ist, empört zu sein und irgendwo "gegen" zu sein?
Diese Betroffenheitskultur mag zwar sinnstiftend sein, ist sie auch zielführend, dient sie denjenigen um die es geht wirklich? Nützt Globalisierungskritik den Opfern der Globalisierung?
Wer steht zu Kompromissen und den eigenen Grauzonen im eigenen bewussten Handeln?
Wer kann Schwächen und gemachte Fehler öffentlich zugeben?
Auf dem Teppich bleiben ... und menschlich veträglich.
P.S.
Ich merke, wie unfertig das ist, was ich schrieb. Trotzdem lasse ich es
genau so stehen. Notizen von unterwegs sind immer Fragmente, laut
Gedachtes, Momentaufnahmen aus meiner Welt und aus meiner Weltsicht. Ich
glaube daran, dass die Welt nur aus dem Subjektiven heraus zum Besseren
verändert werden kann. Aus persönlichem Engagement heraus, aus
wahrgenommener Selbstverantwortung. Auch dadurch, dass man andere gelten
lässt und sie nicht niederschreit. Es gibt zu viel Geschrei, auch
digitales.
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Samstag, 15. Juli 2017
Sonntag, 7. August 2016
Wie gings mit den grünen Smoothies weiter?
Grüne Smoothies (siehe Link unten). Letztes Jahr waren die ja bei mir/uns hoch im Kurs. Und ich habe 11 kg an Gewicht verloren, was überraschend kam, und doch gut für mich war. Von meinem Höchststand von 84 kg bin ich jetzt runter. Meine Absicht war es eigentlich gewesen, einen für mich gesünderen Ernährungsstil zu pflegen, was ich auf diesem Weg erreicht habe. Ich war nicht mehr wohl mit mir selber, weil ich spürte, dass ich nicht zu dem komme, was mein Körper wirklich braucht.
Den letzten Sommer über habe ich reichlich Grüne Smoothies getrunken. Bei über 33 Grad im Büro war mir auch nicht nach richtigen Menus. Gegen Herbst machte ich mir dann eher Suppen. Ich habe die ähnlichen Zutaten wie für den Smoothie genommen --- plus eine Kartoffel -- und diese Gemüse dann zu püriert. Sehr lecker!
Seither habe ich viele Erkenntnisse gemacht. Ich kann besser auswählen, was ich essen will, weil ich weniger energetische Löcher habe.
Meine letztjährigen Posts:
Über Ernährung, meine 50 cts.
Grüner Smoothie Fan über Nacht
Die Gewichtsabnahme kam dann nebenbei. Durch den Ess-Ratgeber-Dschungel kämpfe ich mich nicht (mehr). Eine Zeitlang liebäugelte ich mit der Paläo-Diät. Bis ich dann entschied, dass mir das zu extrem, zu kompliziert ist -- und ich in anderen Bereichen schon genug verinnerlichte Do's und Dont's in meinem bisherigen Leben hatte. Hier sollte jetzt endlich mehr die Lust und Neugier und weniger der Krampf vorherrschen!
Ich bin hochsensibel und zum Glück ist es auch mein Lebensgefährte, so konnten wir eine Art von Küche entwickeln, die für beide stimmt. Auswärtig essen ins Restaurant gehen wir nur noch selten.
Wesentlich für meine Ernährung ist, dass ich seit einiger Zeit besser mit stressigen Momenten klar komme. Vorher habe ich einiges mit Essen kompensiert, was bei mir sehr schnell gegen Gestresstsein hilft. Kurzfristig. Ich glaube, dies hat die Art meiner Ernährung am meisten beeinflusst: Vorher musste einfach superschnell Energie her, weil sonst nichts mehr ging. Heisshunger war für mich eher die Regel als die Ausnahme. Es ist durch die Ausbildung und die zusätzliche Belastung gekommen.
Mein Verhältnis mit mir selber hat sich geändert. Ich bin ausgeglichener und ruhiger geworden. Das wirkt sich positiv auf meine Ernährung aus. Und diese wirkt wiederum positiv und beruhigend auf mich zurück.
Mir sind einige Dinge bei meiner Ernährung klar und wichtig geworden:
Insgesamt esse ich jetzt viel mehr Gemüse und Salate. Durch die Smoothies hat sich das verändert, auch wahrscheinlich die Verdaaungsflora. Ich vertrage die geliebte Rohkost jetzt viel besser. Vorher machte mir Rohkost eher Mühe = Blähungen, Durchfall etc. Ich habe den Eindruck, dass sich durch die Ernährung mit frischem Gemüse und frischen Früchten auch mein Prämenstruelles Syndrom gemildert hat.
Dadurch, dass ich besser achtgebe, gehts auch meiner Psyche besser. Denn der Blutzucker bleibt stabil, ich habe praktisch keine Heisshungerattacken mehr.
Wichtig: Eisen wird im Zusammenhang mit Vitamin C vom Körper leichter aufgenommen. zB Zitronensaft auf das Schnitzel geben. Oder einen vitmainreichen Saft zu den Mahlzeiten geniessen. Generell kombiniere ich gerne Fleisch mit Früchten und Gemüsen. Auch die für die Ernährung wertvolle Tier-Leber kann man durchaus lecker zubereiten, für die die sie essen mögen! Blattgrünreiche Gemüse sind ebenfalls wertvolle Eisenspender -- es muss nicht immer Fleisch sein.
Diese Erkenntnisse gelten für mich persönlich und sind nicht zu verallgemeinern!
.... to be continued ..
Den letzten Sommer über habe ich reichlich Grüne Smoothies getrunken. Bei über 33 Grad im Büro war mir auch nicht nach richtigen Menus. Gegen Herbst machte ich mir dann eher Suppen. Ich habe die ähnlichen Zutaten wie für den Smoothie genommen --- plus eine Kartoffel -- und diese Gemüse dann zu püriert. Sehr lecker!
Seither habe ich viele Erkenntnisse gemacht. Ich kann besser auswählen, was ich essen will, weil ich weniger energetische Löcher habe.
Meine letztjährigen Posts:
Über Ernährung, meine 50 cts.
Grüner Smoothie Fan über Nacht
Die Gewichtsabnahme kam dann nebenbei. Durch den Ess-Ratgeber-Dschungel kämpfe ich mich nicht (mehr). Eine Zeitlang liebäugelte ich mit der Paläo-Diät. Bis ich dann entschied, dass mir das zu extrem, zu kompliziert ist -- und ich in anderen Bereichen schon genug verinnerlichte Do's und Dont's in meinem bisherigen Leben hatte. Hier sollte jetzt endlich mehr die Lust und Neugier und weniger der Krampf vorherrschen!
Ich bin hochsensibel und zum Glück ist es auch mein Lebensgefährte, so konnten wir eine Art von Küche entwickeln, die für beide stimmt. Auswärtig essen ins Restaurant gehen wir nur noch selten.
Wesentlich für meine Ernährung ist, dass ich seit einiger Zeit besser mit stressigen Momenten klar komme. Vorher habe ich einiges mit Essen kompensiert, was bei mir sehr schnell gegen Gestresstsein hilft. Kurzfristig. Ich glaube, dies hat die Art meiner Ernährung am meisten beeinflusst: Vorher musste einfach superschnell Energie her, weil sonst nichts mehr ging. Heisshunger war für mich eher die Regel als die Ausnahme. Es ist durch die Ausbildung und die zusätzliche Belastung gekommen.
Mein Verhältnis mit mir selber hat sich geändert. Ich bin ausgeglichener und ruhiger geworden. Das wirkt sich positiv auf meine Ernährung aus. Und diese wirkt wiederum positiv und beruhigend auf mich zurück.
Mir sind einige Dinge bei meiner Ernährung klar und wichtig geworden:
- Was für den einen stimmt, muss für die andere keinesfalls stimmen! Ernährungsmythen immer für mich selber ausprobieren und selber Erfahrungen sammeln.
- ein belasteter Magen und Darm, sogar nachhaltige Blähungen, das kann bei mir Depressionen auslösen (es fühlt sich wirklich so an!)
- Am Mittag habe ich für mich Take-Away-Stellen gefunden, die für mich stimmen und bei denen sich für mich gute Kompromisse ergeben (zB frischgekochtes Thai-Essen)
- auswärts Essen gehen ist Stress für meinen Körper, sobald Fertigsaucen, Bratbutter und hefehaltige und glutamatige Streuwürzen ins Spiel kommen
- Ich folge keiner Diät, schon gar keiner, die mich sozial isoliert! Die Inputs waren zwar interessant und einiges habe ich integriert. Ich esse nach wie vor gekochte Nahrung, tierische Produkte, Getreide, usw. Ich will nicht als Exotin durchs Leben gehen, die allein essen muss, weil sie irgend einer Ernährungsreform folgt.
- Das extreme Hungergefühl war nicht durch Hunger, sondern durch Stress ausgelöst und durch Zucker/Kohlenhydrate
- helles Brot sollte ich möglichst meiden (und als spezielle Form, fast wie ein Dessert, ansehen)
- Vor allem morgens darf ich nicht zuviel Zuckerhaltiges zu mir nehmen; Konfitüre, zu viel Brot, zu stark gesüssten Tee, Kakao, Kaffee etc. Kurz darauf rasselt nämlich mein Blutzucker in den Keller und mir wird flau und schwummrig. Wirklich mühsam.
- Gebäck sollte ich nur sparsam zu mir nehmen. Brunchen mag ich daher gar nicht = zuviel Gebäck. Der Energiemangel nach einem Tag, an dem ich vorallem Brot/Sandwiches gegessen habe, ist enorm.
- Regeln beim Essen helfen mir nicht, mir selber zu vertrauen
- wenn ich meine Bedürfnisse beachte, entsteht eine Balance
- Ausnahmen sind erlaubt und werfen bei mir nicht gleich alles über den Haufen (zB ein Eis ab und zu)
- Süssgetränke meide ich wo ich kann (zuviel zusätzliche Energie)
- stark kohlenhydrathaltige Menus (ausser Kartoffeln) lösen nach enigen Stunden bei mir Heisshunger aus (Nudeln, Polenta, Reis)
- monatelanges Schwarzteetrinken (mit viel Zucker) löst bei mir Eisenmangel aus (Vermutung)
- (gewisse) Glutamathaltige Produkte lösen sofortige Übelkeit und Bauchdrücken bei mir aus, manchmal sogar Herzrasen, das kann wiederum auch zu Ängsten führen
- Knoblauch kann ähnliches bewirken bei mir wie Glutamat (Übelkeit, Bauchschmerzen). Zwiebeln und Knoblauch, Kohlsorten, Hülsenfrüchte -- (alles was bläht) esse ich inzwischen sehr eingeschränkt.
- Xylit (kalorienarmer Zuckerersatz) wirkt bei mir auf den Energiehaushalt/Blutzucker und ich bekomme danach ebenso energetische Löcher wie beim Zucker
- PMS wurde bei mir besser / milderte sich durch verbesserte Ernährung
- ein schlechtes Gewissen gegenüber einer zugeführten Kostbarkeit ist Hohn (böses Fleisch, sündiger Cappuccino, teuflisches Süsses) -- Genuss statt Verschwendung --
- der "Superfood" roher reiner Kakao löst bei mir Bauchweh (sofort) und Kopfschmerzen / Migräne aus (am nächsten Tag) das gleiche gilt für Schokolade, wenn ich oft davon esse
- (schnelle) Ortswechsel lösen Stress und Hunger aus, sehr viel Trinken hilft mir da sehr und salzige Nahrung (Erdung, in die Gegenwart kommen)
- Fertig- und Halbfertigprodukte spielen keine grosse Rolle mehr (auch zB Tortelloni aus der Kühlung etc lasse ich besser weg)
- das Weglassen von Milch und tierischen Produkten macht keinen Sinn für mich (Vit. B12 Mangel wurde bei mir festgestellt)
- ...
- es gäbe noch mehr :), aber das tuts vorerst
Insgesamt esse ich jetzt viel mehr Gemüse und Salate. Durch die Smoothies hat sich das verändert, auch wahrscheinlich die Verdaaungsflora. Ich vertrage die geliebte Rohkost jetzt viel besser. Vorher machte mir Rohkost eher Mühe = Blähungen, Durchfall etc. Ich habe den Eindruck, dass sich durch die Ernährung mit frischem Gemüse und frischen Früchten auch mein Prämenstruelles Syndrom gemildert hat.
Dadurch, dass ich besser achtgebe, gehts auch meiner Psyche besser. Denn der Blutzucker bleibt stabil, ich habe praktisch keine Heisshungerattacken mehr.
Wichtig: Eisen wird im Zusammenhang mit Vitamin C vom Körper leichter aufgenommen. zB Zitronensaft auf das Schnitzel geben. Oder einen vitmainreichen Saft zu den Mahlzeiten geniessen. Generell kombiniere ich gerne Fleisch mit Früchten und Gemüsen. Auch die für die Ernährung wertvolle Tier-Leber kann man durchaus lecker zubereiten, für die die sie essen mögen! Blattgrünreiche Gemüse sind ebenfalls wertvolle Eisenspender -- es muss nicht immer Fleisch sein.
Diese Erkenntnisse gelten für mich persönlich und sind nicht zu verallgemeinern!
.... to be continued ..
Donnerstag, 26. Mai 2016
Angststörungen als Volkskrankheit
Die Tage habe ich in einer Gratiszeitung gelesen, dass Angststörungen die neue Volkskrankheit sind, vorallem bei den Jungen. Da fällt mir ausser «Kein Wunder!» nix weiter dazu ein.
Da sind einfach zu viele Baustellen in diesem heutigen Leben -- und soviel Schein nach aussen. Der Mensch lässt sich nicht unendlich beschleunigen ohne irre zu werden. Es wird suggeriert, dass heute alles möglich ist, wir alle frei sind. Egal wie viele E-Mails im Postfach sind.
Wir sind so frei!
Dabei ist es das Zeitalter der Disclaimer. Scheinbare Freiheit -- zwischen Leitplanken.
Bombardiert mit Infos, Werbung, digitalem Schrott. 24/7. Musts, Don'ts. Must-Haves und Nice-To-Haves, Must-Have-Seens, und immer schön leistungsfähig bleiben.
Da sind einfach zu viele Baustellen in diesem heutigen Leben -- und soviel Schein nach aussen. Der Mensch lässt sich nicht unendlich beschleunigen ohne irre zu werden. Es wird suggeriert, dass heute alles möglich ist, wir alle frei sind. Egal wie viele E-Mails im Postfach sind.
Wir sind so frei!
Dabei ist es das Zeitalter der Disclaimer. Scheinbare Freiheit -- zwischen Leitplanken.
Bombardiert mit Infos, Werbung, digitalem Schrott. 24/7. Musts, Don'ts. Must-Haves und Nice-To-Haves, Must-Have-Seens, und immer schön leistungsfähig bleiben.
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zeitgeistig
Mittwoch, 25. Mai 2016
Nowhereland Bahnhof
Bahnhöfe ..
Wenn ich unterwegs bin, dann in 95% der Fälle mit dem ÖV, da ich keinen Führerschein besitze. Noch nie einen besessen habe. Vielleicht nie einen besitzen werde.
In den letzten Jahren hab ich mitbekommen, wie sich die grösseren Bahnhöfe immer kommerzialisiert haben.
Gratis Sitzplätze wurden beinahe abgeschafft, jede Fläche kommerziell nutzbar gemacht. Nur noch beengte stickige Behältnisse anstelle eines "Wartsaals". Sitzplätze werden heute durch eine Konsumation bezahlt.
Wenn ich in einem Bhf bin, dann, weil ich unterwegs bin -- und meist nicht zum Shoppen!
Im Berner Bhf hat es jetzt zum Glück am offiziellen "Treffpunkt"wieder einige Sitzplätze zur Verfügung.
Lästig sind die Give-Away-Verteiler und ständig wechselnden Werbemenschen, die im Weg rumstehen. Grosszügig umlaufe ich diese. Grimmig dreinblickend, versteht sich. Ich will nix. Ich hab doch alles!
Aufgefallen im Bhf Milano Centrale: Die digitalen Werbeanzeigen am Bahnsteig sind mindestens ums doppelte grösser als die schräg oberhalb dahinter angebrachten Informationen zum Zug.
Seltsame Welt.
Wenn ich unterwegs bin, dann in 95% der Fälle mit dem ÖV, da ich keinen Führerschein besitze. Noch nie einen besessen habe. Vielleicht nie einen besitzen werde.
In den letzten Jahren hab ich mitbekommen, wie sich die grösseren Bahnhöfe immer kommerzialisiert haben.
Gratis Sitzplätze wurden beinahe abgeschafft, jede Fläche kommerziell nutzbar gemacht. Nur noch beengte stickige Behältnisse anstelle eines "Wartsaals". Sitzplätze werden heute durch eine Konsumation bezahlt.
Wenn ich in einem Bhf bin, dann, weil ich unterwegs bin -- und meist nicht zum Shoppen!
Im Berner Bhf hat es jetzt zum Glück am offiziellen "Treffpunkt"wieder einige Sitzplätze zur Verfügung.
Lästig sind die Give-Away-Verteiler und ständig wechselnden Werbemenschen, die im Weg rumstehen. Grosszügig umlaufe ich diese. Grimmig dreinblickend, versteht sich. Ich will nix. Ich hab doch alles!
Aufgefallen im Bhf Milano Centrale: Die digitalen Werbeanzeigen am Bahnsteig sind mindestens ums doppelte grösser als die schräg oberhalb dahinter angebrachten Informationen zum Zug.
Seltsame Welt.
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