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Donnerstag, 20. Mai 2021

Von Pflanzen und Menschen (1) Lektionen aus dem Gartencenter

Bei meiner Arbeit im Gartencenter lässt sich vieles gut beobachten. Die körperliche Arbeit, der Umgang mit den Pflanzen und der Kundenkontakt in Kombination bekommen mir. Meine Tage dort sind ausgefüllt und bereichern mich. Jeden Tag bin ich von Schönheit umgeben; all die Blumen, Kräuter und anderen Pflanzen zu bestaunen, da werde ich nicht müde ...

Die Schattenseiten sehe ich auch täglich: Der Plastikmüll von Verpackungen, die verblühten Blumen die weggeworfen werden weil sie niemand mehr kaufen wird, der Umgang mit der Natur im Allgemeinen. Ich komme ins Nachdenken. 

Saisonblumen/Sommerflor
Blumen werden für den Sommer gekauft, in grossen Mengen: Geranien, Dipladenia, Kapkörbchen und viele mehr. Wunderschöne und dankbare Blüher ohne grosse Ansprüche, aber eben nicht winterhart in unserem Klima. Diese Pflanzen werden dann Ende Sommer entsorgt. Bei den meisten Kunden läuft das wohl so. Da komme ich ins Schleudern ... Wenn ich eine Pflanze kaufe, dann möchte ich diese behalten. Mit Saisonblumen hab ich es daher eher nicht, ausser zB mit Hornveilchen, die setze ich Ende Sommer in Kisten oder Töpfe und sie blühen dann den Winter über bis Mai/Juni, danach kommen sie auf den Kompost.

Insekten/Artenvielfalt/Entfremdung von der Natur
Kundin: Ziehen diese Blumen Bienen an?
Ich (naiv): Ja, diese sind besonders insektenfreundlich. // (Das Bienen-Symbol klebt am Gestell).
Kundin: Nein, wir wollen das nicht. Wir wollen keine Blumen die Bienen anziehen, dieses Problem hatten wir schon.
Ich: ... (erstmal sprachlos) hm, wie wäre es mit Kräutern, etwas Grünem?
Kundin: Ach nein, wir möchten schon etwas, was schön blüht. Haben sie nichts?
Ich: Jede Blume zieht Insekten an. Ich kann Ihnen höchstens noch Plectranthus empfehlen. (In meinem Kopf schreit es, und ich ziehe mich zurück, eigentlich lasse ich Kunden nicht einfach stehen, aber hier kann ich nicht anders!)
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Ich rede mit meiner Vorarbeiterin, sie grinst und meint, dass sowas immer wieder passiere. Ihr Beispiel: Kunden interessieren sich für einen Obstbaum und fragen: Zieht dieser Bienen an? Kollegin: Ja. Oder möchten Sie die Blüten am Baum mit dem Wattestäbchen selber bestäuben?

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(das wars mal fürs Erste ... da kommt sicher noch mehr :)


Dienstag, 19. Dezember 2017

Heilige/Unheilige Zeit des Konsums _ ein Rant

Mir scheint im Advent und zu Weihnachten tritt auch das Unheilige deutlicher hervor. Jedenfalls mir geht es so. Nicht alle haben etwas zu Feiern zu dieser Jahreszeit oder haben genug Geld, oder den Kopf frei, um Geschenke zu machen und überhaupt. Diese Schenkerei in diesem enormen Ausmass an sich ist ja absurd. Menschen die alles haben, schenken anderen Menschen, die ebenfalls alles haben, irgendwelchen Kram. Dazu stürmen sie im Dezember die Innenstadt oder irgenwelche Malls. Hm? Sinn macht das keinen.

Mir ist der Spass am Geschenkemachen auf Knopfdruck jedenfalls vergangen. Wenn ich etwas sehe, das für eine bestimmte Person passt und für das ich mich nicht finanziell verausgaben muss: ok. Bei einem Teil der Familie konnten wir uns darauf einigen, die Geschenke komplett abzuschaffen. Bei einem anderen Teil stösst es auf Widerstand.

Über ein festliches Essen freue ich mich schon, das kann ich auch geniessen. Aber das Ausmass des zu Weihnachten zelebrierten Konsumwahn stösst mich persönlich zunehmend ab. Es gäbe weitaus Sinnvolleres und Nötigeres zu tun auf diesem Planten.

Dienstag, 20. Juni 2017

Was passiert eigentlich mit den ganzen Geräten

... die noch gut sind? Wenn das Gerät länger hält, als der Akku, der neue Akku dann aber mehr kostet als ein neues Gerät? Die neue Simkarte, im Notfall, nicht mehr in ein altes Gerät passt. Die Garantie pünktlich zum Festplattencrash des Laptops bereits erloschen ist. Usw. usw. Es ist eine gigantische Verschwendung: Schmeiss weg, kauf neu!

Die Sofaheldin hatte auch bereits einen Post dazu. 

Samstag, 17. Dezember 2016

Gelungene Veränderungen in meiner Wohnung

Oder: Ich tausche mein altes Leben gegen ein neues ^_^  ...


Im Herbst hatte ich ja mal über die geplanten Veränderungen in meiner Wohnung gebloggt. Seit Anfang November sitze ich nun auf meinem neuen Sofa. So liess sich auch der bescheidene November besser ertragen.

Es ist das erste selbstgekaufte Sofa. Und ich bin sehr glücklich damit. Die Farbe stimmt perfekt, ein helles Braun, es erinnert mich von der Farbe her an das Fell eines Tieres und wirkt natürlich. Es ist bequem und es bietet genug Platz für mehrere Personen. Und trotzdem habe ich auch alleine nicht den Eindruck, darin zu versinken. Ich habe noch einen Hocker/einen Pouf dazu gekauft, welcher im Preis fast gut die Hälfte ausgemacht hat, doch es lohnt sich und ich kann nun die Beine nach vorne ausstrecken. Als Anhängerin des zelebrierten TV-Dinners ist das jetzt echt bequem ;)


Welcome!

Es hat sich wirklich gelohnt, dass ich mir sehr viel Zeit genommen habe, das passende Teil für mich zu finden. Ich war mindestens 5x in einem Möbelhaus, bis ich mich definitiv entschieden hatte. Irgendwas hat mich immer gestört. Bis ich plötzlich sicher war: Das ist es! Als ich dann bestellt habe startete "zufälligerweise" genau an diesem Tag eine 20%-Aktion ... und von der konnte ich dann profitieren. Es passte einfach genau.

Good bye 70er Jahre...
Dass ein neues Sitzmöbel mir so viel mehr an Lebensqualität bringt, hätte ich niemals gedacht! Das runtergerockte alte 70er-Jahre-Teil ist nun im Sofa-Himmel gelandet. Etwas geschmerzt hat es mich doch. Ich habe quasi "meine Kindheit darauf verbracht". Aber es war einfach Zeit. Für etwas eigenes. Zum ersten Mal.

Für jemanden anderes mag meine Freude über ein stinknormales Sofa etwas seltsam sein. Für mich ist es ein neuer Lebensabschnitt und wichtig. Und mein Wohnzimmer ist nun zu einem richtigen Wohlfühl-Ort für mich geworden und ich freue mich noch jeden Abend aufs Neue darüber. 

Die Feste feiern, wie sie fallen ...

es werde ... licht ...





Donnerstag, 26. Mai 2016

Angststörungen als Volkskrankheit

Die Tage habe ich in einer Gratiszeitung gelesen, dass Angststörungen die neue Volkskrankheit sind, vorallem bei den Jungen. Da fällt mir ausser «Kein Wunder!» nix weiter dazu ein.

Da sind einfach zu viele Baustellen in diesem heutigen Leben -- und soviel Schein nach aussen. Der Mensch lässt sich nicht unendlich beschleunigen ohne irre zu werden. Es wird suggeriert, dass heute alles möglich ist, wir alle frei sind. Egal wie viele E-Mails im Postfach sind.

Wir sind so frei!

Dabei ist es das Zeitalter der Disclaimer. Scheinbare Freiheit -- zwischen Leitplanken.

Bombardiert mit Infos, Werbung, digitalem Schrott. 24/7. Musts, Don'ts. Must-Haves und Nice-To-Haves, Must-Have-Seens, und immer schön leistungsfähig bleiben.

Mittwoch, 9. November 2011

Krimis mit "Overkill"

Nach dem Konsum mehrerer TV-Krimis (v.a. Tatort) in den letzten Wochen bin ich zu folgendem Fazit gekommen: Das Überkandidelte ist durchs Band weg Trumpf. Die Dramaturgie ist meist ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch abstrus mit zunehmend noch sinnloseren Wendungen. Spannend ists zwar, aber mehr nach der filmischen "Haudraufmethode" und nicht nach Hitchcockmanier. Wenig inspiriert Fotografisches. Dafür mehr Psychologie, Psychiatrie und Pathologie. Mag die Story auch von Mankell stammen... Ich finds eher bescheiden.(So letzten Sonntag beim Tatort Borowski und der coole Hund) 

Wenn einmal erfolgreich und über längere Zeit Spannung aufgebaut wurde, kommt danach meistens irgendwann der inhaltliche oder visuelle "Overkill" (was für ein Wort ;). Immer nach dem Motto "pack mer doch noch was drauf" … Da komm ich mir als Zuschauerin irgendwie verarscht vor, am Schluss bekomme ich die Handlung nicht mehr auf die Reihe. Was war da..? Wer war jetzt ...? Und was war nochmal ...?!
- Ach egal...

Mittwoch, 6. Juli 2011

Das Produkt (1)

*Schlemmer*

Citterio Salami

Am Stück, nicht aufgeschnitten! Mir kommt keine andere mehr ins Haus, es sei denn, sie ist ebenso gut … Alles passt! Die Optik, die Konstistenz und natürlich der Geschmack,  … Die normale einheimische Aufschnitt-Salami mag ich nicht mehr essen, die schmeckt nach "Schnellbleiche" und die Gewürze passen nicht zum Produkt. Fazit: Die Italiener wissen eben, was Gusto ist!

http://www.citterio.com/

Das Produkt

Ich habe beschlossen, ab und zu ein Produkt vorzustellen, von dem ich begeistert bin. Absolute Subjektivität vorbehalten! Nachhaltigkeits- oder Sonstwie-Labels interessieren mich diesmal nicht, höchstens als positive Nebenerscheinung. Das Produkt muss an sich überzeugen.