VORWEG: Es geht um den Suizid eines Angehörigen und meinem Leben damit. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.
Genau auf den Tag 10 Jahre ist es her ...
... dass mein kleinen Bruder gestorben ist.
Er fehlt immer noch. Der Schmerz darüber ist geringer geworden und ich kann ihn gut (er)tragen. Ich fühle mich dem Leben verbunden. Der Vergangenheit nachzuhängen, mich in Wehmut und "was wäre wenn nicht ..." zu verlieren, bringt mir nichts und es passt nicht mehr zu mir.
Das sein lassen, was eine nicht mehr ändern kann.
Ich weiss, es geht seit langem nur noch darum, mein eigenes Leben bestmöglich zu leben -- und wo ich kann und es stimmt -- mein Licht nach aussen zu tragen und strahlen zu lassen:
Und das zu leben, was da ist. Zuversicht zu hegen und pflegen. Das Schöne zu sehen. Die Liebe und die Leichtigkeit gewinnen lassen und das Leben frei fliessen zu lassen ...
Weitere Texte zum Thema unter diesem Link.
Posts mit dem Label narben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label narben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, 23. Oktober 2017
Genau 10 Jahre her ...
Labels:
abschied,
familie,
geschwister,
heilung,
jahrestage,
liebe,
momente,
narben,
resilienz,
schmerz,
seelenverwandt,
selbstmord,
suizid,
tod,
verbindungen,
wunden,
wünsche
Freitag, 8. Februar 2013
In Memoriam
In Momenten …
Immer wieder die Momente der Trauer und des Bedauerns. Mein kleiner Bruder. Warum nur hat es für ihn nicht gereicht? Das pralle Leben und das Tragische liegen nahe bei einander. Mir schnürt sich der Hals zu …
Er mochte den Film "Absolute Giganten", mich stimmte dieser Film sehr traurig. Gleiches gilt für: Herr Lehmann. Kult waren für uns beide Filme wie "Kein Pardon" oder "Schultze gets the Blues".
Als Kind sang und summte er sich selber in den Schlaf, noch lange nach dem gemeinsamen Gutenachtlied mit Papa und nach dem Lichterlöschen hörte man sein Summen …
Ebenfalls als Kind redete er gerne und viel, in Papas Urlaubsvideos machte er gerne den Clown und den Reporter vor Ort: "Hier sehen wir ... ". Beim Eishockey-Game am Computer machte er gleich selbst den Sportreporter. Das war lustig, konnte aber auch wirklich nerven! Das gleiche galt für seine Endlos-Loops beim Sampeln von Musik, argh …
Später wurde er schweigsam:Ausbilung und Berufsleben haben einen gebrochenen Menschen aus ihm gemacht. So sehe ich es heute. Erwachsenwerden nicht sein Ding, es war eine zu grosse Hürde für ihn. Er war ein Kreativer und Sensibler, der keinen Platz und Rolle fand für sich in dieser Welt. Du bist auch aus Trotz gegangen, oder?
- - -
Ich habe einen wunderbaren Menschenbruder verloren und einen Seelenverwandten, das wird mir immer wieder bewusst. Das schmerzt. Da ist eine Lücke die füllt niemand aus. Wirklich nicht. Und die muss auch ungefüllt bleiben: Du hast gelebt! Und das soll in Erinnerung bleiben …
Und dennoch gehts einfach immer weiter und weiter und weiter …
Was heisst schon verloren; ich glaube nicht mehr, dass irgendwer und irgendetwas verloren gehen kann. Doch "am Leben sein" meint eben einfach eine Präsenz aus Fleisch und Blut. Und die hast du nicht mehr. Die Unsterblichkeit der Seele wirkt als diffuses Konzept und in dieser Welt aus Fakten … Scheinbaren Fakten …
Liebe ist. Unbewiesen. Immer da.
Ich liebe dich …
Labels:
abschied,
familie,
geschwister,
heilung,
jahrestage,
liebe,
momente,
narben,
resilienz,
schmerz,
seelenverwandt,
selbstmord,
suizid,
tod,
verbindungen,
wunden,
wünsche
Abonnieren
Posts (Atom)