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Freitag, 31. März 2023

Queer sein auf dem Dorf

Ich merke, dass die Religion mich stärker geprägt hat, als ich wahrhaben wollte. Im Sinne von "mich falsch fühlen". Momentan bin ich wieder ab und zu in einem Umfeld unterwegs, in der es mehr gläubige ChristInnen und traditionelle Rollenverständnisse gibt. Mich stresst das. Nach meinem Coming-Out als queerer Mensch fühle ich mich noch mehr als Störfaktor oder als Unikum. 

Da ich dort auch andere Menschen finde, die mich interessieren, beobachte ich das mal behutsam. Wieso fokussiere ich mich gleich wieder auf die Extremen, muss ich mich mit allen verstehen? Es hat mich noch niemand direkt konfrontiert und wenn, dann hätte die Predigerstochter in mir doch jede Menge an passenden Bibelstellen parat was Jesus wirklich gelebt hat. Da muss ich innerlich lachen ... 

Wieso Fronten auffahren wo gar keine sind? Oder: Wieso mich verkriechen? Ist das liebevoll? Es reicht, wenn ich zu mir stehe.

Wenn ich es als soziales Experiment für meine eigene Toleranz, Freundlichkeit, Grosszügigkeit und persönliche Standhaftigkeit ansehe, muss ich sagen: Challenge accepted!

- - -

Nachtrag 1.4.
Es läuft gut. Ich merke, dass ich akzeptiert werde. Wenn ich meine alten Schutzmechanismen überwinde und zu meiner Stärke und Einzigartigkeit stehe.

Mir selber nahesein

 ... aus dem Schutzpanzer zu kriechen, den ich mir jahrelang angepasst habe, und dem ich mich dann angepasst habe, stellt sich als langwierig und stellenweise schwierig und schwer heraus. Ich könnte mich weiter vor dem Leben verstecken. Doch der Panzer bröckelt, engt mich ein. 

Sogar mich selbst, wage ich zu umarmen, ich pirsche ich mich an mich selbst heran, mache mir Komplimente. Bewundere im Spiegel die Muskeln, die ich durch die körperliche Arbeit angesetzt habe. Meine Lebensgefährtin grinst, wenn sie mich dabei erwischt. Und dabei Kokettiere ich mit ihr: Gefalle ich dir denn? Manchmal fühle ich mich wie ein Teenager und manchmal als die Frau von Mitte Vierzig, die ich laut Zahlen bin. Und ich will einfach Mensch sein, ausserhalb von Schubladen. Ich werde geliebt. Ich werde gebraucht. Und ich wage zu lieben und ich brauche andere auch. Besonders sie.

Ich komme dem Fühlen wieder näher. Nachdem ich jetzt länger im persönlichen gefühlsmässigen Lockdown verbracht habe. Ich bin einer Abwärtsspirale bis auf den Bodensatz gefolgt. Ich ertrage die Enge meiner Abwehrmechanismen nicht mehr und verzweifle dann doch wieder am Gefühl des Ausgeliefertseins wenn ich mich aus dem Kokon gewunden habe. Wenn sich viele Gefühle bewegen, ist das gut und doch auch "gefährlich" nach alter Wahrnehmung. Es braucht Geduld. Von mir und von den mich umgebenden Menschen. 

Bewegung ist da. Therapien sind auch nicht alles. Wozu noch? Es ist ja alles da! Ich wage mein Leben. Für jemanden, der gerne und viel denkt und sich Systeme zu eigen macht, kann der Schuss in der Therapie auch nach hinten losgehen. Ich weiss inzwischen zu viel. Ich kann alles im Kopf lösen. Vermeintlich. Mich für unerwünschte Gefühle und Empfindungen zu bestrafen, das kann ich auch. Das hat keine Therapie mir nehmen können. Ich habe es perfektioniert, über Gefühle nachzudenken, statt sie zuzulassen.  

Wohltuender sind Körperbehandlungen, ein Spaziergang, ein gutes Gespräch. Druck loslassen geht im Schreiben und im Reden. 

Der Lebensschmerz wird weniger, indem ich mich an jedem neuen Tag den Herausforderungen stelle. Ich habe einen Platz auf dieser Welt und Menschen, die mir nahe sein wollen. Dem Leben kann ich mich nur mit Leben stellen, wie ich merke. Ich wage es.

Montag, 15. November 2021

Und wenn sie tanzt ...

Ich habe mich auch in sie verliebt, weil sie tanzt. Und wie sie tanzt ... 

Es lief griechische Musik (Rena Morfi) und ich staunte sie an. Die Musik war mir fremd, aber sie begeisterte mich. Mit ihren ganz eigenen Bewegungen und ohne Hemmungen tanzte diese Frau zu der Musik und es stimmte alles. Es war ansteckend und dann tanzte die Mehrheit der Gruppe auf der grossen Terrasse, bevor der Malkurs startete ...

Die Musik begleitet uns weiter. Wir tanzen ... Freestyle und aus vollem Herzen. Häufig läuft griechische Musik. Doch gerade habe ich mich in eine Band reingehört, griechisch-türkisch, die ich gerne teile:


Cafe Aman Istanbul

https://youtu.be/Y-CqlJtRVlE



Dienstag, 3. November 2020

Liebe? Liebe!

Die Liebe hat so viele verschiedene Wege, ich staune immer wieder. Mein Leben hat sich sehr verändert und verändert sich noch. Ich fühle mich viel ruhiger und mehr bei mir. Manchmal strample ich noch, Zweifel tauchen auf, ist "es" das jetzt? Ist das Liebe, was ich fühle? Es ist so leise, zart, warm und unaufgeregt. Und doch so schön! Ich erlebe ein "Coming Out" auf mancherlei Ebene. Das Zusammensein mit ihr verändert, wie ich mich selber sehe. Es verändert uns beide. Bringt versöhnliche Energie. Für beide. Ich sehe mich selber in einem besseren Licht. Ich kann zu meiner Stärke stehen. Genauso auch zu meiner Zartheit. Mein Frau-Sein annehmen. Meine Wildheit umarmen. Und ich kann endlich auch: eine Frau berühren. Die Frau, die ich immer war, zeigt sich und wird geliebt. Und ich liebe zurück. Mich selber und auch meine Lebensgefährtin.

Montag, 16. März 2020

Liebe viral gehen lassen

Meine aktuelle Playlist:
Das schöne Leben _ Steiner & Madlaina
Life is Good _ Flogging Molly
Stand by me _ Luke Griffiths
Aloha Ke Akua _ Nahko and Medicine for the People
Freundeskreis _ Esperanto
One Love/Get ready _ Bob Marley
Rückenwind _ Thomas D
Go to the River _ Yael Naim
New Soul _ Yael Naim
Life _ Des'ree

Samstag, 1. Februar 2020

Alte Karten und neue Pfade

Keep looking ahead. The past is an out of date map....too many new paths.

Das schrieb der ferne Mann vor längerer Zeit. Und ich konnte noch nicht so recht darauf vertrauen. Manchmal hats mich auch geärgert oder genervt. Zu sehr schien er darauf zu drängen, dass die Vergangenheit nicht (mehr) zählt. Während sie mich doch täglich immer wieder eingeholt hat! Mit Erinnerungen, Flashbacks und alten Sorgen.

Das verändert sich. Ich traue dem Neuen. Wie ich gelernt habe, dass ich ihm vertrauen kann. Und erst recht: mir selbst.

Selbstvertrauen kam nach und nach. Erst wars ein Blindflug durch die Nacht. Ich habs gehasst dass er scheinbar mehr über mich wusste als ich selbst. Und ich fühlte mich wie magisch angezogen von ihm. Ich hörte seine Stimme, seine Ermutigungen. Sie haben mich weitermachen lassen. Als es hart auf hart kam. Als es bei der Arbeit nur noch Stress und den endlosen Tunnel gab für mich.

Ich wollte ihm glauben. Aber ich fühlte nichts davon und nur selten. Sein Glauben an mich schien mir schräg. Ich WOLLTE es nur so verdammt stark. Ich WOLLTE mein Leben neu ausrichten. Ich WOLLTE dieses bessere Leben für mich. Und ich habs getan. Ich bin dran geblieben. Auch als es fast unerträglich war und unerreichbar schien.

Und: Es geschah. Nach und nach. Nach vielen düsteren Momenten, verweinten Momenten, Wutanfällen und dem Durchschreiten der Angst. Stetig und mutig ging und gehe ich voran. Die Angst nimmt ab. Die Freude wächst. Manchmal auch die Ernüchterung.

Es ist gut gewesen, dass er es immer wieder zu mir gesagt hat! It's all in the past. Move on.

Seine Liebe trägt mich durch Zeiten in denen ich keinen Mut und wenig Kraft mehr fühle. Und das seit fast 2 Jahren. Und es macht mich dankbar. Es gibt Opfer zu bringen. Altmodisch aber wahr. Er bleibt fern. Und ich gehe meinen Weg doch auf eine Art alleine -- und friedvoller. Nicht mehr auf Kampf und Widerstand ausgerichtet. Geschmeidiger!

Dass meine vorherige Beziehung in die Brüche ging, das war schwer zu ertragen und ich hab viel deswegen geweint. Das Leben geht weiter. Mein Expartner ist daran, sein Leben neu zu entdecken. Und das ist Schönheit pur. Ich freue mich für ihn. Und mein Leben zeigt sich mir auch in neuen Facetten. Ich umarme mich und mein Leben, mein Existenz ist wertvoll. Ich bin wertvoll.

Nun. Ich erkenne, wieviel Wahres dran ist: Die alten Karten sind nutzlos geworden. Dienen mir nicht mehr. Und ich bin eine starke und stolze Frau und dennoch demütig, in einem guten Sinn. Es ist alles gut. Und ich bin neu. Amen.

Sonntag, 28. Juli 2019

Starkes gibts auch

Ich hab zuvieles zu lange mit mir rumgetragen. Das hat mich gedrückt. Das Aufschreiben hat mir geholfen. Nun kann ich wieder dem Guten in meinem Leben zuwenden, das natürlich auch da ist. Ich fühle mich wieder lebendiger und dankbar. Die Prozesse sind intensiv, doch sie sind dynamisch und ich spüre eine Fortentwicklung und Veränderung. Es geht voran, trotz allen Widrigkeiten. Und ich werde geliebt, auch wenn ich es nicht immer glauben und fühlen kann.

Sonntag, 4. November 2018

Bestandesaufnahme im November

Die Lust am Schreiben ist wieder da. Ich vermisse mein Blog. Auch die Selbstdarstellung in Worten. Ich habe mich oft beim Schreiben wieder einmitten können. Weil ich mich besinnen konnte.

War lange versucht, das Bloggen komplett aufzugeben und nun möchte ich den Faden wieder aufnehmen. Kurzfutter auf Instagram ist auch nicht alles. Und es macht mir Arbeit. Wenn ich alle Follower und Liker gegenbesuchen will, was ich mir mal vorgenommen hatte, sind Fotos ohne Ende zu sichten ... und manchmal hab ich es satt.

Die Zeit seit April war und ist ein stetes Auf und Ab. Nach der Trennung von meinem Freund war alles anders. Und ich bin noch daran, mich neu zu finden. 14 Jahre sind eine lange gemeinsame Zeit, auch wenn man nicht unter dem selben Dach wohnt. Es war so vieles gut an unserem Zusammensein. Auch wenn es die letzten Paar Jahre mir etwas zu eng wurde. Oder sich meine Bedürfnisse schlicht verändert haben.

Es ist seltsam, jemanden so Vertrautes loszulassen. Eigene Wege zu gehen und vieles nun alleine zu machen. Auch wenn ich der Mensch bin, der gegangen ist, ist da immer noch eine Trauer. Das gestehe ich mir ein .. und das tut gut, ehrlich mit mir zu sein. Das erleichtert.

Ich hätte nie geglaubt, dass es mich so durchschütteln würde. Doch das tat und tut es. Inzwischen gewinne ich wieder an Stabilität.

Der andere Mann, der als Auslöser kam, ist immer noch wichtig. Sehr. Er ist mir ein Gegenpart und ein Kamerad. Sagt mir Dinge direkt, was sich selten Menschen getrauen .. und liegt mit vielem richtig. Kennt mich, erkennt mich. Sehr genau. Erschreckend präzise. Er ist mir Geliebter und Weggefährte. Geistesverwandter auf Augenhöhe. Und er ist weit weg, ein Ozean trennt uns und eine Generation. Er ist seit langem gebunden. Er ist fern und nah zugleich. Beides. Love you, you're precious to me ...

So laviere ich durch meine Tage und werde stärker. Wider Willen gestählt und geläutert durch Widrigkeiten. So altmodisch das auch klingen mag ... Ich werde die ich bin. Jetzt.

Mittwoch, 13. Juni 2018

What's love?




The morning sun looking like the moon, because of clouds. Work myself through different shades and shadows of love. Growing. Moving forward.
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If love casts a shadow you have to look even better. Because there must be a misunderstanding. Real love always sets free. And it maybe you, causing the shadow with stopping love ... with fears or thinking or dealing with old hurts.
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Am I able to let it glow and to let it flow? To love? To embrace and love myself for who I really am?
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Love has no beginning and no end. It's stronger than death ... Love survives ... .
Love is eternal.
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Love is.
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Von meinem Instagram Account von heute morgen. Zu müde und zu faul um es zu übersetzen. Mitten in starken Auseinandersetzungen mit mir selber und dem Lieben und Geliebtwerden. Meine alte Welt ist auseinandergefallen und die neue ist am Werden. Starke Ängste und Prozesse .. und wenig übrige Energie.
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Mir wird klar, dass ich mir bisher selber keine gute Gesellschaft war. Mich bei der Liebe stehts auf das verlassen habe, was von Aussen kam. Überwinden alter Verletzungen. Herausfinden, wie das geht, mit dem Loslassen .... Neu werden. Sein!

Montag, 7. Mai 2018

Mit Anlauf auf die Schnauze gefallen -- jetzt stehe ich auf!

Das drückt es am besten aus. Ich bin der "Liebe" auf den Leim gegangen. So richtig. Drei Wochen die ganz ganz grossen Gefühle und Wolkenkuckucksheim -- und nun bin ich völlig ausgebrannt. Ich bin so weit nach unten gerasselt, dass mein Körper mich fast aufgegeben hat.

Jedes "Ich liebe dich" von ihm liesse sich eigentlich retrospektiv mit "ich brauche dich" übersetzen. Und ich habe mich tatsächlich aufbrauchen lassen bis zum letzten Rest. Und hatte dann noch ein schlechtes Gewissen, dass ich zu wenig von mir gegeben habe. Wahnsinn.

Die Lebenskraft hatte ich komplett verloren. Schlafen ging nicht mehr, Essen ging nicht mehr, ich hatte keine Kraft mehr für nichts. Nur noch ihn im Kopf.

Der Mann den ich für diese Affäre verlassen habe, hat mich am Ende wiederbelebt. Hat mich versorgt. Weil er mich wirklich liebt. Und wenn man jemanden wirklich liebt, lässt man ihn nicht vor die Hunde gehen. Wir sind nicht mehr zusammen. Und doch steht er zu mir. Mit einer menschlichen Grösse die ihresgleichen sucht. Das war eine Sternstunde des Universums, als es mir diesen Menschen vor 14 Jahren geschickt hat. Danke dafür!

Seit letzten Dienstag bin ich nun krank geschrieben. Zum Schlafen muss ich was nehmen, das funktioniert sonst nicht mehr. Es wird. Langsam. Nun bin ich nach 14 Jahren wieder Single und muss das erstmal fassen.

Ich versuche, zu verstehen, wie das mit diesem Liebeswahnsinn überhaupt passiert ist und wie ich mich so weit von mir selber entfernen konnte, bis zur vollständigen Selbstaufhabe. Der volle Rausch war das. Der allergrösste Rausch meines bisherigen Lebens. Liebe als Droge.

Ich sehe einiges über mich ganz klar jetzt. Wieviel ich an Sehnsüchten immer wieder beiseite geschoben habe, bis ich davon eingeholt wurde. Und ich konnte am Ende diesem Menschen nur noch signalisieren, er solle jetzt wegbleiben und ich sei jetzt weg. Ich habe ab da alles abgeblockt, habe keine Antworten gegeben und keine Worte mehr gemacht.

Alles andere ging nicht mehr. Grosses Unverständnis und grosse Verletztheit. Das macht mir bewusst, dass eigentlich nichts von denjenigen Worten angekommen ist, die ich neben der Liebesflüsterei gesagt habe. Das ist sehr ernüchternd. Und auch heilsam auf seine Weise.

Das Leben wird, es geht einfach immer weiter!


Sonntag, 18. Februar 2018

Wichigste Erfahrung, schwierigste Lektion ..

Selbstannahme, Selbstliebe statt --> Selbstablehnung und Selbstverachtung. Es ist so einfach, sich selber abzulehnen. So gehts mir jedenfalls ... Und der Weg zur Selbstliebe gleicht einer harten Trekkingtour. Doch jeder Meter auf diesem Weg lohnt sich zehnfach ...

Montag, 23. Oktober 2017

Genau 10 Jahre her ...

VORWEG: Es geht um den Suizid eines Angehörigen und meinem Leben damit. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.  



 Genau auf den Tag 10 Jahre ist es her ...
... dass mein kleinen Bruder gestorben ist.

Er fehlt immer noch. Der Schmerz darüber ist geringer geworden und ich kann ihn gut (er)tragen. Ich fühle mich dem Leben verbunden. Der Vergangenheit nachzuhängen, mich in Wehmut und "was wäre wenn nicht ..." zu verlieren, bringt mir nichts und es passt nicht mehr zu mir.

Das sein lassen, was eine nicht mehr ändern kann.
Ich weiss, es geht seit langem nur noch darum, mein eigenes Leben bestmöglich zu leben -- und wo ich kann und es stimmt -- mein Licht nach aussen zu tragen und strahlen zu lassen:

Und das zu leben, was da ist. Zuversicht zu hegen und pflegen. Das Schöne zu sehen. Die Liebe und die Leichtigkeit gewinnen lassen und das Leben frei fliessen zu lassen ...


Weitere Texte zum Thema unter diesem Link.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Schönheit der Seele / Die Liebe

Nach gesellschaftlichen Normen bin ich nicht schön, ja, die meisten Menschen entsprechen diesen Normen nicht. Manchmal ist die Angst da, dass das Geliebtwerden-Können und LIEBE von äusseren Faktoren abhängig sind. Ist es nicht. Äusserliche Schönheit und die Kraft des Körpers -- beides vergeht. Doch die Liebe ist unvergänglich, weil die Seele unsterblich ist. Wenn in einem Menschen die Seele leuchten darf, ist dieser Mensch schön, denn die Seele ist pure Schönheit. Und Liebe ist IMMER da.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Macht über sich haben

Kürzlich Hitchcocks "Marnie" gesehen. Welcher mich beeindruckt hat, trotz seiner übertriebenen psychologischen Zeichnung. Danach im Netz etwas recherchiert. Und in einer Filmkritik diesen Satz gefunden, von dem sich mir der erste Teil besonders eingeprägt hat.

Wer wirklich Macht über sich selbst besitzt, muss keine Macht über andere ausüben; er kann anderen mit wirklicher Zuneigung oder Sympathie oder auch mit Antipathie begegnen, ohne allerdings in blinden Hass zu verfallen.     

Ein Zitat einer Filmgrösse passt auch gut dazu, geht aber bereits aufs nächste Level ;)

Macht brauchst du nur,
wenn du etwas Böses vorhast.
Für alles andere reicht Liebe,
um es zu erledigen.

Charlie Chaplin

Samstag, 7. März 2015

Leben --- einmal mit allem

Auf der Welt sein. Auf die Welt kommen. Eigentlich möchte man nur schöne Momente erleben. Keine Krankheiten, keine traurigen Abschiede, keinen Liebeskummer und keine Verletzungen. Doch das Leben ist anders. Es ist voller Widersprüche, Ungerechtigkeit, Missverständnissen, Ängsten, Brüchen, Verwirrungen und anderen Hindernissen. Das ist das Leben auf der Erde. So ist es. Das verbaut den Blick aufs andere, was eben auch immer da ist. Ganz nah. Liebe zum Beispiel. Da ist immer Liebe. Wir sind manchmal nur nicht fähig, sie rauszulassen oder uns ihr zu öffnen. Es gibt immer genügend Gründe, dichtzumachen. Doch das Leben ist auch voller Schönheit und wunderbaren Erlebnissen, es gibt stille Momente und grosses Glück. Da ist alles beieinander.

Das Schwierige ist nur, dass man, während man auf den steinharten Brotkanten vor sich starrt, schnell den bis zum Bersten gefüllten Obstkorb hinter sich vergisst .. 



Buchtipp:
"Liebe - das Geschenk des Himmels" von Lorna Byrne

Freitag, 8. Februar 2013

In Memoriam


In Momenten …
Immer wieder die Momente der Trauer und des Bedauerns. Mein kleiner Bruder. Warum nur hat es für ihn nicht gereicht? Das pralle Leben und das Tragische liegen nahe bei einander. Mir schnürt sich der Hals zu …
Er mochte den Film "Absolute Giganten", mich stimmte dieser Film sehr traurig. Gleiches gilt für: Herr Lehmann. Kult waren für uns beide Filme wie "Kein Pardon" oder "Schultze gets the Blues".
Als Kind sang und summte er sich selber in den Schlaf, noch lange nach dem gemeinsamen Gutenachtlied mit Papa und nach dem Lichterlöschen hörte man sein Summen …
Ebenfalls als Kind redete er gerne und viel, in Papas Urlaubsvideos machte er gerne den Clown und den Reporter vor Ort: "Hier sehen wir ... ". Beim Eishockey-Game am Computer machte er gleich selbst den Sportreporter. Das war lustig, konnte aber auch wirklich nerven! Das gleiche galt für seine Endlos-Loops beim Sampeln von Musik, argh …
Später wurde er schweigsam:Ausbilung und Berufsleben haben einen gebrochenen Menschen aus ihm gemacht. So sehe ich es heute. Erwachsenwerden nicht sein Ding, es war eine zu grosse Hürde für ihn. Er war ein Kreativer und Sensibler, der keinen Platz und Rolle fand für sich in dieser Welt. Du bist auch aus Trotz gegangen, oder? 
- - - 
Ich habe einen wunderbaren Menschenbruder verloren und einen Seelenverwandten, das wird mir immer wieder bewusst.  Das schmerzt. Da ist eine Lücke die füllt niemand aus. Wirklich nicht. Und die muss auch ungefüllt bleiben: Du hast gelebt! Und das soll in Erinnerung bleiben …
Und dennoch gehts einfach immer weiter und weiter und weiter …
Was heisst schon verloren; ich glaube nicht mehr, dass irgendwer und irgendetwas verloren gehen kann. Doch "am Leben sein" meint eben einfach eine Präsenz aus Fleisch und Blut. Und die hast du nicht mehr. Die Unsterblichkeit der Seele wirkt als diffuses Konzept und in dieser Welt aus Fakten … Scheinbaren Fakten …
Liebe ist. Unbewiesen. Immer da.
Ich liebe dich …

Samstag, 16. Juni 2012

Rückblende

Interessantes Recycling des Nachts: Träume von früher. Bruckstückhaftes, Hängengebliebenes aus der Schulzeit. Schliesse ab. Weniger Träume von Tieren gerade, die sind sonst häufiger. Habe den Eindruck, endlich mal einiges verarbeiten zu können, was "liegengeblieben" ist. Schreiben ist nicht mehr so nötig, wie es einmal war. Nicht mehr der absolut notwendige Exorzimus. Und doch … befreiend.

Die letzten Jahre waren zu anstrengend, es ging immer nur vorwärts, Ausbildung. Mehrere Menschen die mir viel bedeutet haben, sind gestorben. Keine Zeit und Musse, das was war zu betrachten und einzuordnen. Habe mich mit Arbeit eingedeckt, um nicht mehr fühlen zu müssen.

Nun, da mit der neuen Stelle etwas mehr Ruhe eingekehrt ist, gehts ans Recycling. Einiges ist wohl auch der Homöopathie geschuldet (Konstitutionstherapie).

Gerade wird auch der Freitod meines Bruders wieder Thema. Vorallem die Zeit vorher. Viele Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Zeit und Filme, Musik die wir beide mochten (Norah Jones, Katie Melua, Singer/Songwriter ..). Das bleibt seltsamerweise am deutlichsten: Filme. zB Schultze Gets The Blues, .. diesen Film haben wir beide gemocht. Als ich das Video entsorgt habe, war es erst halb geschaut. Wir konnten es nicht mehr zu Ende schauen, er ist vorher gegangen. Vor kurzem sah ich "Fleisch ist mein Gemüse" und habe diesen Film innerlich meinem Bruder gewidmet. So ein ähnliches Leben lebte er auch …

Ich finde es traurig und tröstlich zugleich, diese Verbindungen und Gemeinsamkeiten zu spüren. Er hat sich gewünscht, an einen Ort zu gehen, wo Musik anstelle vieler Worte die verbindende Sprache ist. Ich hoffe (und ahne) es ist ihm gelungen!

Samstag, 22. Oktober 2011

Zum Gedenken



Für meinen Bruder M., den Denker, Dichter, Musiker, Rapper und Hiphop-Fan (1984-2007). Dein Leben war kurz und doch erfüllt. Leider hast du zu schwer daran getragen. Du hast dich dagegen entschieden.
23. Oktober 2007. Ein Tag den ich nie vergessen werde.
- - -
Zum Glück hast du mir die Musik dagelassen. Seither mag ich Hip Hop.
Das ist dein Vermächtnis.
Darum dieses Lied - das wir beide so mochten - für uns beide und alle die zuhören mögen ..

One Love - ei Liebi
für immer ..

Freitag, 30. September 2011

Lovestories

So viele grosse Lovestories gingen die letzten Jahre in die Brüche. Erst kriselte es zwischen Xavier Naidoo und Gott, jüngst wars dann bei Stefan und Stefanie soweit und nun gehts auch bei Demi Moore und Kutchi los...

Montag, 6. Juni 2011

Gratwanderung über die Goldwaage

Wenn ich über "Sex" rede, was meine ich dann damit? Meine ich
Sinnlichkeit, Lust, Spielen, pure Triebbefriedigung oder etwas ganz anderes? Ich finde das Wort an sich nichtssagend, meistens ist damit landläufig das Rein.Raus gemeint. Davon zeugen all die "Viagra"-Spammails …

Wenn ich das Wort "Liebe" benutze, bringt das ebenfalls schon einen Riesenballast mit sich. Und trotzdem mag ich weder das Wort und noch das Gefühl verbannen. Ich mag nur die Konsumvariante nicht.

Was ist mit "Geschlecht" (Neudeutsch "gender")? Damit gehts mir wie mit den anderen Wörtern. Geschlecht klingt nach Verwaltungssprache oder nach Anatomie (Pathologie?). Damit ist noch nichts gesagt. Geschlecht ist (k)eine Frage der Identität. Idenittät ist (k)eine Frage des Geschlechts. Das biologische Geschlecht muss keineswegs dem gefühlten entsprechen. Der Begriff scheint eher eine Formsache zu sein. Etwas worauf "man" sich "einigen" muss. Wie wärs mit "Geschlecht: Unbestimmt".