VORWEG: Es geht um den Suizid eines Angehörigen und meinem Leben damit. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.
Genau auf den Tag 10 Jahre ist es her ...
... dass mein kleinen Bruder gestorben ist.
Er fehlt immer noch. Der Schmerz darüber ist geringer geworden und ich kann ihn gut (er)tragen. Ich fühle mich dem Leben verbunden. Der Vergangenheit nachzuhängen, mich in Wehmut und "was wäre wenn nicht ..." zu verlieren, bringt mir nichts und es passt nicht mehr zu mir.
Das sein lassen, was eine nicht mehr ändern kann.
Ich weiss, es geht seit langem nur noch darum, mein eigenes Leben bestmöglich zu leben -- und wo ich kann und es stimmt -- mein Licht nach aussen zu tragen und strahlen zu lassen:
Und das zu leben, was da ist. Zuversicht zu hegen und pflegen. Das Schöne zu sehen. Die Liebe und die Leichtigkeit gewinnen lassen und das Leben frei fliessen zu lassen ...
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Montag, 23. Oktober 2017
Genau 10 Jahre her ...
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Sonntag, 23. Oktober 2016
Ein Mosaikstück (Thema Bruder)
Vorsicht: Es geht um den Tod, den Suizid eines Angehörigen und dem Leben damit und um Sucht. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.
Dass mein Bruder eventuell auch Tabletten/Pillen irgendwelcher Art genommen hat, wurde mir gestern zugetragen. Das ist ein neues Mosaikstück, was mich gerade beschäftigt. Und es bestätigt die Situation, die ich gefühlt habe, dass eine (zusätzliche) Suchtmittel-Abhängigkeit (neben dem Alkohol) dagewesen sein könnte. Gestern hatte ich die Gelegenheit, einen anderen Blick auf seine Geschichte zu bekommen, weil ich mit jemandem geredet habe, der ihn auch gekannt hat und der ihn sehr gerne hatte.
Es war jemand aus der Familie, aber nicht zu nah dran. Da ist also genug Distanz für einen klaren Blick von einer anderer Seite. Ich habe es als extrem wohltuend empfunden, offen reden zu dürfen und mich austauschen zu können. Ich merke, dass es wichtig ist, Menschen zu haben, mit denen ich mich darüber austauschen kann und die ihn ebenfalls gekannt haben. Eine grosse Entlastung für mich.
Dass mein Bruder eventuell auch Tabletten/Pillen irgendwelcher Art genommen hat, wurde mir gestern zugetragen. Das ist ein neues Mosaikstück, was mich gerade beschäftigt. Und es bestätigt die Situation, die ich gefühlt habe, dass eine (zusätzliche) Suchtmittel-Abhängigkeit (neben dem Alkohol) dagewesen sein könnte. Gestern hatte ich die Gelegenheit, einen anderen Blick auf seine Geschichte zu bekommen, weil ich mit jemandem geredet habe, der ihn auch gekannt hat und der ihn sehr gerne hatte.
Es war jemand aus der Familie, aber nicht zu nah dran. Da ist also genug Distanz für einen klaren Blick von einer anderer Seite. Ich habe es als extrem wohltuend empfunden, offen reden zu dürfen und mich austauschen zu können. Ich merke, dass es wichtig ist, Menschen zu haben, mit denen ich mich darüber austauschen kann und die ihn ebenfalls gekannt haben. Eine grosse Entlastung für mich.
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Samstag, 1. Oktober 2016
Warum schaffen es die einen, und die anderen schaffen es nicht? (Das Leben)
Vorsicht: Es geht um den Tod, Selbstzweifel, Suizid, Hoffnung. Und das LEBEN. Wer das nicht lesen mag oder kann, lässt es besser.
- - -
Zur Titelfrage
Dies ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle. Doch ich zerfleische mich nicht mehr damit. Ich habe die Distanz dazu, auch wenn es mich beschäftigt. Bald jährt sich der Todestag meines Bruders zum neunten Mal. Wie langjährige LeserInnen wissen, starb er durch eigene Hand.
Für mich stellt sich die Frage nicht mehr, ob ich es selber schaffen werde. Ich lebe. Mit Zweifeln, aber ich bin lebendig. Mein Wille geschehe. Ich bin eine harte Ego-Nuss, auch wenns mir selber nicht immer klar ist. Andere haben das erkannt und es benannt. Erst dann konnte ich selber darüber nachdenken. (danke T.!).
Und das bringt mich wiederum zum Schmunzeln. Ich freu mich darüber, zäher zu sein, als meine Lebenszweifel: Ich hungre euch aus und werde noch drüber lachen! Nein, meine Dämonen werden mich nicht kriegen. Nicht mehr. Nie mehr. Weil ich es schaffe.
Weil ich nicht so weit gekommen bin, um mich dann aufzugeben. Da ist immer wieder ein grosses JETZT ERST RECHT. Nach jedem überstandenen Sturm und jeder panischen Situation.
Ich frage auch nicht mehr die Ärzte nach einer Diagnose oder einer Prognose. Warum sollten sie mein Leben besser kenne als ich? Diese Deutungshoheit gestehe ich niemandem mehr zu.
2007. In der Familie war ich die einzige, die wirklich kapiert hat, dass mein Bruder die schiefe Bahn schon längst erreicht hatte. In seinem (grossen!) Freundeskreis gab es auch einen guten und verständigen Freund, der auch einen Verdacht hatte und der Hilfe bieten wolllte, welche von meinem Bruder aber abgelehnt wurde. Er hätte meinen Bruder auf dem Gang zu den Fachstellen und zu ärztlicher Hilfe begleitet.
Mein Bruder.
Er versuchte so viel wie möglich in sein Leben zu packen und er scheiterte daran. Viel Arbeit, hohe Sensibilität, Müdigkeit durch zu wenig Schlaf, Zweifel, Liebeskummer und Alkohol -- so würde ich es umschreiben, das war der Mix, der ihn das Leben gekostet hat. Die grundsätzliche Einsamkeit inmitten von Menschen. Die er nie losgworden ist. Sich selber keine Heimat gegen können. Das scheint ein Familienthema zu sein. Inneres Nomadentum.
Bei jedem Treffen fand ich, er sehe verlebt aus. Ich versuchte auch, ihm zu helfen. Stolz, Verletztlichkeit und ein grosser Dickkopf -- da ist schwer gegen anzukommen. Meine liebevollen Mahnungen vielen auf ausgetrockneten Boden. In mir war auch die Idee: Wenn ich es geschafft habe, schafft er es auch. Eine Illusion, wie mir jetzt klar ist.
Dass in meines Bruders Leben bereits ein Strudel war, der deutlich nach abwärts zeigte: Ich konnte das nicht wegschieben, ich spürte es. Hatte eine unterbewusst Vorahnung. Trotz allem Mitgefühl, war ich mir selber näher. Zu weit gekommen um mich jetzt wieder um jemand anderes zu kümmern. Genug Bedürftigkeiten anderer bedient, Löcher gestopft. Eigene, andere. Ich wollte das nicht mehr.
In einem kurzen Augenblick wurde mir bildlich klar, was die Konsquenz daraus sein könnte, wenn es so weitergeht, dann war das Bild wieder weg. Vom eigenen Alltag weggewischt. Und ich machte mit meinem eigenen Leben weiter. Weil ich da endlich weiterkommen wollte, ich nochmal eine Chance bekommen hatte für eine Ausbildung.
Ein paar Wochen später gab es ihn nicht mehr, meine kurze Vision war Realität geworden.
Ich vermisse ihn nach wie vor, und es bleibt eine Leere zurück. Immer. Manchmal ist sie stärker, manchmal spüre ich sie kaum. Trotzdem bin ich froh, habe ich mich für mein eigenes Leben entschieden, so beschissen das auch klingen mag. Inzwischen stehe ich vor mir selber dazu. Und ich bin verantwortlich für meinen Weg. Immer.
Bruder: Ich vergesse dich nicht, weil du in meinem Herzen bist. Doch ich habe mein Leben nicht für deins in die Waagschale geworfen, weil ich mir zu wertvoll dazu war. Weil du auch um deine Selbstständigkeit gerungen hast und ich dir deinen Willen nicht nehmen wollte. Ich habe gesehen, was aus Menschen wird, die man entmündigt hat. Welche Spuren das hinterlässt. Und ich habe verdrängt, dass ich es vorausgeahnt habe, dass du bereits ans Gehen denkst.
Wieso bekommen also die einen ihr Leben auf die Reihe und andere schaffen es nicht? Und was heisst "schaffen" überhaupt? Wer misst das und warum?
Warum packen es die einen und andere nehmen den Notausgang oder versinken für Jahre oder lebenslang in den Wolken im Wolkenkuckucksheim?
Für mich heisst "es schaffen": Am Leben zu sein. Ein möglichst selbstständiges (im Rahmen der Möglichkeiten) und selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich weiss, dass "Erfolg" völlig verschieden definiert wird. Und in unserer Status- und Leistungsgesellschaft sicher nicht so, wie ich es gerade für mich beschrieben habe. Für mich habe ich den Grundsatz, dass ich selbstständig sein will, so gut es geht und dass ich möchte, dass sich mein Leben als lebenswert anfühlt. Alles andere ist für mich Beigemüse ...
- - -
... es gäbe noch mehr dazu zu schreiben, aber erstmal mache ich einen Punkt.
- - -
Zur Titelfrage
Dies ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle. Doch ich zerfleische mich nicht mehr damit. Ich habe die Distanz dazu, auch wenn es mich beschäftigt. Bald jährt sich der Todestag meines Bruders zum neunten Mal. Wie langjährige LeserInnen wissen, starb er durch eigene Hand.
Für mich stellt sich die Frage nicht mehr, ob ich es selber schaffen werde. Ich lebe. Mit Zweifeln, aber ich bin lebendig. Mein Wille geschehe. Ich bin eine harte Ego-Nuss, auch wenns mir selber nicht immer klar ist. Andere haben das erkannt und es benannt. Erst dann konnte ich selber darüber nachdenken. (danke T.!).
Und das bringt mich wiederum zum Schmunzeln. Ich freu mich darüber, zäher zu sein, als meine Lebenszweifel: Ich hungre euch aus und werde noch drüber lachen! Nein, meine Dämonen werden mich nicht kriegen. Nicht mehr. Nie mehr. Weil ich es schaffe.
Weil ich nicht so weit gekommen bin, um mich dann aufzugeben. Da ist immer wieder ein grosses JETZT ERST RECHT. Nach jedem überstandenen Sturm und jeder panischen Situation.
Ich frage auch nicht mehr die Ärzte nach einer Diagnose oder einer Prognose. Warum sollten sie mein Leben besser kenne als ich? Diese Deutungshoheit gestehe ich niemandem mehr zu.
2007. In der Familie war ich die einzige, die wirklich kapiert hat, dass mein Bruder die schiefe Bahn schon längst erreicht hatte. In seinem (grossen!) Freundeskreis gab es auch einen guten und verständigen Freund, der auch einen Verdacht hatte und der Hilfe bieten wolllte, welche von meinem Bruder aber abgelehnt wurde. Er hätte meinen Bruder auf dem Gang zu den Fachstellen und zu ärztlicher Hilfe begleitet.
Mein Bruder.
Er versuchte so viel wie möglich in sein Leben zu packen und er scheiterte daran. Viel Arbeit, hohe Sensibilität, Müdigkeit durch zu wenig Schlaf, Zweifel, Liebeskummer und Alkohol -- so würde ich es umschreiben, das war der Mix, der ihn das Leben gekostet hat. Die grundsätzliche Einsamkeit inmitten von Menschen. Die er nie losgworden ist. Sich selber keine Heimat gegen können. Das scheint ein Familienthema zu sein. Inneres Nomadentum.
Bei jedem Treffen fand ich, er sehe verlebt aus. Ich versuchte auch, ihm zu helfen. Stolz, Verletztlichkeit und ein grosser Dickkopf -- da ist schwer gegen anzukommen. Meine liebevollen Mahnungen vielen auf ausgetrockneten Boden. In mir war auch die Idee: Wenn ich es geschafft habe, schafft er es auch. Eine Illusion, wie mir jetzt klar ist.
Dass in meines Bruders Leben bereits ein Strudel war, der deutlich nach abwärts zeigte: Ich konnte das nicht wegschieben, ich spürte es. Hatte eine unterbewusst Vorahnung. Trotz allem Mitgefühl, war ich mir selber näher. Zu weit gekommen um mich jetzt wieder um jemand anderes zu kümmern. Genug Bedürftigkeiten anderer bedient, Löcher gestopft. Eigene, andere. Ich wollte das nicht mehr.
In einem kurzen Augenblick wurde mir bildlich klar, was die Konsquenz daraus sein könnte, wenn es so weitergeht, dann war das Bild wieder weg. Vom eigenen Alltag weggewischt. Und ich machte mit meinem eigenen Leben weiter. Weil ich da endlich weiterkommen wollte, ich nochmal eine Chance bekommen hatte für eine Ausbildung.
Ein paar Wochen später gab es ihn nicht mehr, meine kurze Vision war Realität geworden.
Ich vermisse ihn nach wie vor, und es bleibt eine Leere zurück. Immer. Manchmal ist sie stärker, manchmal spüre ich sie kaum. Trotzdem bin ich froh, habe ich mich für mein eigenes Leben entschieden, so beschissen das auch klingen mag. Inzwischen stehe ich vor mir selber dazu. Und ich bin verantwortlich für meinen Weg. Immer.
Bruder: Ich vergesse dich nicht, weil du in meinem Herzen bist. Doch ich habe mein Leben nicht für deins in die Waagschale geworfen, weil ich mir zu wertvoll dazu war. Weil du auch um deine Selbstständigkeit gerungen hast und ich dir deinen Willen nicht nehmen wollte. Ich habe gesehen, was aus Menschen wird, die man entmündigt hat. Welche Spuren das hinterlässt. Und ich habe verdrängt, dass ich es vorausgeahnt habe, dass du bereits ans Gehen denkst.
Wieso bekommen also die einen ihr Leben auf die Reihe und andere schaffen es nicht? Und was heisst "schaffen" überhaupt? Wer misst das und warum?
Warum packen es die einen und andere nehmen den Notausgang oder versinken für Jahre oder lebenslang in den Wolken im Wolkenkuckucksheim?
Für mich heisst "es schaffen": Am Leben zu sein. Ein möglichst selbstständiges (im Rahmen der Möglichkeiten) und selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich weiss, dass "Erfolg" völlig verschieden definiert wird. Und in unserer Status- und Leistungsgesellschaft sicher nicht so, wie ich es gerade für mich beschrieben habe. Für mich habe ich den Grundsatz, dass ich selbstständig sein will, so gut es geht und dass ich möchte, dass sich mein Leben als lebenswert anfühlt. Alles andere ist für mich Beigemüse ...
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... es gäbe noch mehr dazu zu schreiben, aber erstmal mache ich einen Punkt.
Samstag, 27. August 2016
Ernüchterung und neue Chancen (Arbeit 1)
Oder: Was die letzten 10 Jahre geschah
Per aspera ad astra -- hat das mein Vater einmal genannt, weil er es auch kennt.. Durch die Mühsal zu den Sternen. Und es passt wie die Faust aufs Auge.
Am Freitag hatte ich so einen Moment, an dem mir plötzlich bewusst wurde, wie viel ich schon an mir gearbeitet habe. Ich hatte einen ganz klaren Entscheidungsmoment -- wo ich mich für meine eigene Wahrheit entschieden habe (innerlich) und standhaft geblieben bin, in einer Situation, in der ich sonst in Panik verfalle. Das tat so gut.
Mir ist klargeworden, dass ich sehr viele "vernünftige" Entscheidungen getroffen habe die letzten Jahre. Erst kamen die beruflichen Abklärungen für psychisch Angeschlagene (2006). Die Berufswahl war ein besserer Kompromiss. Ich wollte die Lehre unbedingt im geschützten Bereich absolvieren und da sind die Berufe nicht so vielseitig. Die Lehre durchzustehen war ein Knochenjob (aufgrund meiner Ängste) und der Suizid meines Bruders fiel genau in den Beginn meiner Lehre (Herbst 2007). Ab da hab ich mich nur noch mehr reinversenkt. Da war dieses Gefühl von "jetzt erst recht". Ich war wirklich verbissen. Manches habe ich nur noch im Tunnelblick erlebt. Doch ich habe meine Erstausbildung mit 32 Jahren auf diese Weise abgeschlossen. In dem ich drangeblieben bin. Mir haben sehr viele Menschen geholfen, dass ich die Spur nicht verloren habe. 2010 war ein Scheissjahr, aber irgendwie ging auch das vorüber ... seither nehme ich halt wieder ein Medikament für die Psyche. Ich habe 2011 eine vollwertige vierjährige Lehre abgeschlossen. Nur die praktische Prüfung, da hats vor Prüfungssstress haarscharf noch für "genügend" gereicht. Trotz guter bis sehr guter Leistungen über die ganze Lehrzeit.
Die Spur habe ich nie komplett verloren. Auch dann nicht, als ich 2012 den Schritt in den ersten Arbeitsmarkt geschafft habe. Vorher bekam ich noch ein Coaching, damit ich mich darauf vorbereiten konnte. Also auf den Schritt vom geschützten Bereich in die Freie Wildbahn (alias freier Arbeitsmarkt). Ich habe sehr viel Hilfe bekommen und auch die Zusammenarbeit mit den Fachpersonen und Ämtern habe ich als hilfreich und konstruktiv erlebt. Mir wurde wirklich Verständnis entgegengebracht. Horrorgeschichten habe ich keine erlebt.
Die Angst ist trotzdem meine ständige Begleiterin. Und ich versuche, mich mit ihr zu arrangieren.
Freitag, 29. November 2013
Wolfsheim -- Kein Zurück
Dieses Lied hat sich in meinem Kopf gerade festgesetzt. Darum leg ich es hier ab …
Es erinnert mich an Vergangenes. Keine falsche Sentimentalität. Auch Abschiede wollen gewürdigt werden. Ich sehe klaren Blickes zurück.
Manches tat weh die letzten Jahre. Grosse Liebe, tiefer Abgrund. Trennung. Lange Zeit ein Schmerz ohne Ende. Abschiede von vielen mir lieben alten Menschen, deren Zeit halt gekommen war …
Abschied vom Elternhaus, alle Familienmitglieder sind in verschiedene Richtungen auseinander gegangen. … Etwas später der Tod meines Bruders ...
Momentan gibts auch etwas, das mich belastet. Doch ist es nicht (mehr) meine eigne Geschichte, nicht mein eigenes Leben, das mich drückt. Bin (noch) zu einseitig durchlässig. Als Schwere empfinde ich manchmal die Schicksalsschläge, die anderen widerfahren. Ich fühle mich so hilfllos.
Das Eigene stärken.
Freitag, 18. Oktober 2013
Tretmühlentage
Bevor ich es nicht selber erlebt hab, konnte ich meinen verstorbenen Bruder nur zu einem Teil verstehen. Warum konnte er den Druck bei der Arbeit nicht abbauen, wieso konnte er das nicht mit seiner Chefin klären? Ich mache meistens irdgendwann den Mund auf. In letzter Zeit immer weniger. Weil ich mich ratlos fühle.
Jetzt verstehe ich es besser: Wenn man mal in dieser Tretmühle namens Arbeitsleben drin ist, Teil eines Teams ist und auch sein will, dann will man auch mitziehen können, möchte nicht das schwächste Glied in der Kette sein. Vor allem wenn man pflichtbewusst ist. Und das ist meine Familie. Die anderen Kollegen bewältigen die Arbeit ja auch, dann muss man das selber doch ebenfalls können. Das muss einfach zu schaffen sein ... Das muss muss muss.
In der Freizeit versucht man sich abzulenken, so gut es geht. Beim Bruder waren es die Wochenenden: Alkohol, Ausgehen und Musikmachen. Bei anderen in meiner Familie ist es das Reisen … Und das exzessiv. Ich selber versinke vor dem Fernsehen, in Büchern oder im Internet.
Mit meinem Vorgesetzten hab ich ein paar Mal bereits geredet. Er hat Verständnis. Und besteht dann doch darauf, dass dieses und jenes noch erledigt wird, auch wenn ich geistig bereits im Feierabend bin. Wie Chefs eben so sind. Selber Priorisieren zu dürfen, das wär mal was … Er fragt zwar immer nach, ob er was tun kann oder ob es mit der Arbeit zu tun hat, wenn es mir mal nicht gut geht. Ich antworte ausweichend, spreche Manches an, eher die Details. Ans Eingemachte traue ich mich nicht ran.
Da es auch Persönlichkeiten und Strukturen in unserem Team und in der Firma betrifft. Das ist mir ein zu heißes Eisen. Da hab ich weder das Selbstvertrauen noch den langen Atem, um das Auszufechten. Menschen und Abläufe ändern sich nicht einfach so. Ich fühle mich müde, habe immer wieder mich mit vielem auseinandergesetzt. Meist hab ich auch etwas bei mir geändert. Ich mag nicht mehr. Mag mich nicht mehr auflehnen, mich aber auch nicht mehr anpassen.
Pattsituation.
Jetzt verstehe ich es besser: Wenn man mal in dieser Tretmühle namens Arbeitsleben drin ist, Teil eines Teams ist und auch sein will, dann will man auch mitziehen können, möchte nicht das schwächste Glied in der Kette sein. Vor allem wenn man pflichtbewusst ist. Und das ist meine Familie. Die anderen Kollegen bewältigen die Arbeit ja auch, dann muss man das selber doch ebenfalls können. Das muss einfach zu schaffen sein ... Das muss muss muss.
In der Freizeit versucht man sich abzulenken, so gut es geht. Beim Bruder waren es die Wochenenden: Alkohol, Ausgehen und Musikmachen. Bei anderen in meiner Familie ist es das Reisen … Und das exzessiv. Ich selber versinke vor dem Fernsehen, in Büchern oder im Internet.
Mit meinem Vorgesetzten hab ich ein paar Mal bereits geredet. Er hat Verständnis. Und besteht dann doch darauf, dass dieses und jenes noch erledigt wird, auch wenn ich geistig bereits im Feierabend bin. Wie Chefs eben so sind. Selber Priorisieren zu dürfen, das wär mal was … Er fragt zwar immer nach, ob er was tun kann oder ob es mit der Arbeit zu tun hat, wenn es mir mal nicht gut geht. Ich antworte ausweichend, spreche Manches an, eher die Details. Ans Eingemachte traue ich mich nicht ran.
Da es auch Persönlichkeiten und Strukturen in unserem Team und in der Firma betrifft. Das ist mir ein zu heißes Eisen. Da hab ich weder das Selbstvertrauen noch den langen Atem, um das Auszufechten. Menschen und Abläufe ändern sich nicht einfach so. Ich fühle mich müde, habe immer wieder mich mit vielem auseinandergesetzt. Meist hab ich auch etwas bei mir geändert. Ich mag nicht mehr. Mag mich nicht mehr auflehnen, mich aber auch nicht mehr anpassen.
Pattsituation.
Samstag, 31. August 2013
Leistung bis zum ... oder gehts auch anders?
Gedanken, Erlebnisse, Notizen zum Leistungsideal
Wie ich schon schrieb, ist es mein Ziel, meine Arbeit zu erledigen ohne selbst total erledigt zu sein. Wenn ich meine Gesundheit an die erste Stelle setzte, hab ich langfristig etwas davon und kann auch meine Arbeit zuverlässig erledigen. Im Endeffekt ist das auch für meinen Arbeitgeber interessant!
. . .
Leider hat es fast etwas anrüchiges, gut für sich zu sorgen.
. . .
Nur noch eben schnell was wegarbeiten ...
. . .
Wir werden alle immer mehr zu Dienstleistern.
Wie diese Hochleistungskühe..
. . .
Ich leiste, also bin ich!
Ists nicht so?!
. . .
Ich bin keineswegs ein Spitzentier in der Arbeitswelt. Den Sprung von der Schulzeit in die Arbeitswelt habe ich sehr sehr lange nicht geschafft. Ich spüre meine Grenzen sehr deutlich. Wenn ich mich nicht daran halte, fahren Körper und Seele sozusagen automatisch herunter..
Ich schaffte es dann doch noch eine Ausbildung zu machen. Aber erst auf dem circa dritten Anlauf. Meine Ausbildung habe ich nicht in der freien Wirtschaft sondern in einem Ausbildungszentrum für "Menschen mit Einschränkungen" absolviert. Eine vollwertige vierjährige Lehre, aber unter entschärften Bedingungen: So hat es geklappt. Ich bin dankbar, habe ich diese staatliche Hilfe bekommen!!
. . .
Gut zu sich zu schauen, das schaffte mein Bruder, der Verstorbene mein ich, nicht. Immer hatte er mindestens zwei Eisen im Feuer... Arbeit, Musikmachen bis spätnachts, Ausgehen und Feiern mit Freunden - und auch Trinken..
Ich glaube er brachte sich auch deshalb um, mit 23 Jahren, weil er bei der Arbeit unter Druck stand. Er arbeitete mit Behinderten, befand sich in der zweiten Ausbildung, zum Sozialpädagogen. Er konnte die geforderte Zeitlimite für die Pflegezeit pro Person nicht einhalten, war zu langsam und litt darunter. Dieses Gefühl kenne ich so gut, nicht mit anderen mithalten zu können.Wir haben unsere Begabungen mehr im musischen Bereich ...
Ein paar Mal riet ich ihm dazu, diese extremen Stresssituationen mit seiner Chefin zu besprechen. Riet ihm, dies unbedingt mit ihr zu klären, wie sehr ihn der Zeitdruck stresst. Ich dachte daran, er könne eventuell auch ein Attest oder etwas ähnliches anstreben, damit er in diesem Gebiet weniger unter Druck steht. Ansonsten war er sehr gut im Job, glaube ich. Er wurde auch geschätzt. Von Kollegen und Bewohnern. Eben auch wegen seiner feinen Art und der Sensibilität im Umgang mit besonderen Menschen war er geschätzt.
. .
Ich riet ihm dazu, sich mehr Zeit zum Erholen zu schaffen, weniger zu Saufen, und einfach Zeit für sich selber zu haben . . .Ich riet und riet ...
. . .
Diese Hilfe zu suchen, sich selber Raum zu geben - und etwas an seinem exzessiven Lebensstil zu ändern, das hat er sich dann nicht mehr erlaubt.
. . .
Es geht. Es geht. Es geht nicht mehr.
. . .
Die Selbstmorde zweier Spitzenleute der Schweizer Wirtschaft, Carsten Schloter und Pierre Wauthier, werfen ein gewaltiges Schlaglicht auf dieses fragwürdige Leistungsideal. Wie lange ertragen wir es noch?! Ich glaube wir könnten es uns gar nicht leisten ...
Und das betrifft nicht nur die Spitzenleute sondern alle!
Wie ich schon schrieb, ist es mein Ziel, meine Arbeit zu erledigen ohne selbst total erledigt zu sein. Wenn ich meine Gesundheit an die erste Stelle setzte, hab ich langfristig etwas davon und kann auch meine Arbeit zuverlässig erledigen. Im Endeffekt ist das auch für meinen Arbeitgeber interessant!
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Leider hat es fast etwas anrüchiges, gut für sich zu sorgen.
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Nur noch eben schnell was wegarbeiten ...
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Wir werden alle immer mehr zu Dienstleistern.
Wie diese Hochleistungskühe..
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Ich leiste, also bin ich!
Ists nicht so?!
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Ich bin keineswegs ein Spitzentier in der Arbeitswelt. Den Sprung von der Schulzeit in die Arbeitswelt habe ich sehr sehr lange nicht geschafft. Ich spüre meine Grenzen sehr deutlich. Wenn ich mich nicht daran halte, fahren Körper und Seele sozusagen automatisch herunter..
Ich schaffte es dann doch noch eine Ausbildung zu machen. Aber erst auf dem circa dritten Anlauf. Meine Ausbildung habe ich nicht in der freien Wirtschaft sondern in einem Ausbildungszentrum für "Menschen mit Einschränkungen" absolviert. Eine vollwertige vierjährige Lehre, aber unter entschärften Bedingungen: So hat es geklappt. Ich bin dankbar, habe ich diese staatliche Hilfe bekommen!!
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Gut zu sich zu schauen, das schaffte mein Bruder, der Verstorbene mein ich, nicht. Immer hatte er mindestens zwei Eisen im Feuer... Arbeit, Musikmachen bis spätnachts, Ausgehen und Feiern mit Freunden - und auch Trinken..
Ich glaube er brachte sich auch deshalb um, mit 23 Jahren, weil er bei der Arbeit unter Druck stand. Er arbeitete mit Behinderten, befand sich in der zweiten Ausbildung, zum Sozialpädagogen. Er konnte die geforderte Zeitlimite für die Pflegezeit pro Person nicht einhalten, war zu langsam und litt darunter. Dieses Gefühl kenne ich so gut, nicht mit anderen mithalten zu können.Wir haben unsere Begabungen mehr im musischen Bereich ...
Ein paar Mal riet ich ihm dazu, diese extremen Stresssituationen mit seiner Chefin zu besprechen. Riet ihm, dies unbedingt mit ihr zu klären, wie sehr ihn der Zeitdruck stresst. Ich dachte daran, er könne eventuell auch ein Attest oder etwas ähnliches anstreben, damit er in diesem Gebiet weniger unter Druck steht. Ansonsten war er sehr gut im Job, glaube ich. Er wurde auch geschätzt. Von Kollegen und Bewohnern. Eben auch wegen seiner feinen Art und der Sensibilität im Umgang mit besonderen Menschen war er geschätzt.
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Ich riet ihm dazu, sich mehr Zeit zum Erholen zu schaffen, weniger zu Saufen, und einfach Zeit für sich selber zu haben . . .Ich riet und riet ...
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Diese Hilfe zu suchen, sich selber Raum zu geben - und etwas an seinem exzessiven Lebensstil zu ändern, das hat er sich dann nicht mehr erlaubt.
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Es geht. Es geht. Es geht nicht mehr.
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Die Selbstmorde zweier Spitzenleute der Schweizer Wirtschaft, Carsten Schloter und Pierre Wauthier, werfen ein gewaltiges Schlaglicht auf dieses fragwürdige Leistungsideal. Wie lange ertragen wir es noch?! Ich glaube wir könnten es uns gar nicht leisten ...
Und das betrifft nicht nur die Spitzenleute sondern alle!
Freitag, 24. Mai 2013
Leben (mit dem) Tod
Leben die Toten von den Lebenden?
Kurz flog mir dieser Satz durch den Kopf, der etwas seltsam anmuten mag. Ich kann das Ganze noch nicht ganz fassen, es ist mehr ein Brainstorming, das ich aus einem inneren Bedürfnis heraus festhalten möchte. Es sind eher Samhain-Gedanken, Allerseelennotizen – doch das Wetter ist auch danach!
Kurz flog mir dieser Satz durch den Kopf, der etwas seltsam anmuten mag. Ich kann das Ganze noch nicht ganz fassen, es ist mehr ein Brainstorming, das ich aus einem inneren Bedürfnis heraus festhalten möchte. Es sind eher Samhain-Gedanken, Allerseelennotizen – doch das Wetter ist auch danach!
- Die Verstorbenen leben durch unsere Erinnerung weiter. Wir halten sie gewissermassen lebendig. Manchmal auch in etwas schauriger Weise;
- Manche Hinterbliebenen können nicht loslassen, wagen das eigene Leben nicht (mehr) – und bauen aus den Erinnerungen gewissermassen Luftschlösser in denen sie dann leben. Ich kann es verstehen, für mich ist es nicht der richtige Weg. Aber ich weiss nicht, was wäre, würde ich eine ganz grosse Liebe verlieren. Wobei, verliert sich Liebe überhaupt?!
- Sterbende, alte und kranke Menschen können durchaus "zehren", dies meine ich nicht wertend. Ich habe es schon zweimal erlebt, dass mich jemand während seines Sterbens fast mitnahm, obwohl ich nicht körperlich anwesend war. Und ich habe erlebt, wie fordernd es ist, jemanden zu betreuen der hochbetagt ist, wenn ich auch nur die Gesellschafterin und Gärtnerin war
- Memento mori. Den Toten gedenken – aber auch der eigenen Sterblichkeit. Thema vieler alter Stillleben. Vanitas. Alles ist eitel und vergänglich. Füllhörner neben Aas. Granatäpfel und Motten. Kleine Denk.Mäler. Das ist aus der Mode gekommen. Vor allem das mit der Sterblichkeit … Ich denke selber auch nicht besonders gerne daran, beobachte das Älterwerden, vorallem meines Körpers, mit Skepsis. Bin wohl in dieser Angelegenheit doch ein Kind meiner Zeit …
- Ich glaube nicht, dass Selbstmord der "schlechtere Tod" ist und "weiteres Leiden nach dem Tod" nach sich zieht, wie manche behaupten. Ich glaube an den freien Willen. Auch wenn ich erfahren habe, wie bitter es schmeckt, trauernd, mit leeren Händen und vielen Fragen zurückzubleiben.
- Ich glaube, man kann Streit und Schwieriges auch noch nach dem Tod eines Menschen mit diesem klären und ausdiskutieren, ich glaube dazu braucht es nur die Bereitschaft, sich diesem Weg und der Seele des anderen zu öffnen
- es ist noch einiges Weitere in mir, für das ich gerade noch keine Bilder finde, bin auch langsam etwas müde … und meine Frage aus dem Titel kann ich auch nicht beantworten, …
In manchen Kulturen darf der Name des Verstorbenen niemals wieder erwähnt werden. Fort ist fort! Doch ich glaube es gibt mehr Kulturen, in denen die Erinnerung und sogar die Verehrung der Ahnen gelebt wird: Einige Kulturen pflegen die Tradition, die Toten ganz nahe zu behalten, aufzubahren, einzubalsamieren oder im Lehmboden unter der Hütte zu vergraben (wenn ich mich recht erinnere ) … Andernorts werden Ahnenschreine betreut und das Andenken an die Verstorbenen wird so bewahrt. So gehört bei einem Teil meiner Verwandtschaft (im Schwäbischen) der Gang auf den Friedhof – Giessen, Gärtnern, Gedenken – zum alltäglichen Leben.
Ich pflege eine Mischung aus alle dem, betreibe aber keinerlei regelmässigen Kult. Meine eigenen lieben Toten bewahre ich in der Erinnerung, zünde ab und zu eine Kerze an, wenn mir danach ist. Ich brauche keinen Friedhof, um ihnen nage zu sein. Ich sinniere auch über weniger geschätzte verstorbene Menschen nach, versuche zu erahnen, welches wohl ihr Lebensmotto war, warum sie wurden wer sie waren. Allgemein fühle ich mich der Seele eines verstorbenen Menschen an seinem Lebens- und Wirkungsort nahe – oder bei einer Tätigkeit, die Erinnerungen auslöst, gemeinsam Erlebtes widerspiegelt. Ein Lied, ein Satz …eine Blume – vieles verbindet sich zu etwas Gemeinsamem.
Allgemein widerstrebt es mir, meine Meinung starr zu halten oder mich selbst an einem Ritual oder einem bestimmten Glauben festzumachen – und das betrifft auch den Tod und die Toten. Beschäftigen tut es mich immer wieder, vorallem wenn ich an den Selbstmord meines Bruders denke. Die Erinnerung verblasst nach und nach, die Fragen sind nach wie vor da. Doch ich lebe damit, es gehört zu meinem Kosmos, hat seinen Platz dort. Warum auch immer. Manche Fragen mag ich nicht mehr stellen, weil ich gar keine Antwort (mehr) haben möchte.
Memento mori. Gedenken.
Carpe diem. Das Leben auskosten.
Freitag, 8. Februar 2013
In Memoriam
In Momenten …
Immer wieder die Momente der Trauer und des Bedauerns. Mein kleiner Bruder. Warum nur hat es für ihn nicht gereicht? Das pralle Leben und das Tragische liegen nahe bei einander. Mir schnürt sich der Hals zu …
Er mochte den Film "Absolute Giganten", mich stimmte dieser Film sehr traurig. Gleiches gilt für: Herr Lehmann. Kult waren für uns beide Filme wie "Kein Pardon" oder "Schultze gets the Blues".
Als Kind sang und summte er sich selber in den Schlaf, noch lange nach dem gemeinsamen Gutenachtlied mit Papa und nach dem Lichterlöschen hörte man sein Summen …
Ebenfalls als Kind redete er gerne und viel, in Papas Urlaubsvideos machte er gerne den Clown und den Reporter vor Ort: "Hier sehen wir ... ". Beim Eishockey-Game am Computer machte er gleich selbst den Sportreporter. Das war lustig, konnte aber auch wirklich nerven! Das gleiche galt für seine Endlos-Loops beim Sampeln von Musik, argh …
Später wurde er schweigsam:Ausbilung und Berufsleben haben einen gebrochenen Menschen aus ihm gemacht. So sehe ich es heute. Erwachsenwerden nicht sein Ding, es war eine zu grosse Hürde für ihn. Er war ein Kreativer und Sensibler, der keinen Platz und Rolle fand für sich in dieser Welt. Du bist auch aus Trotz gegangen, oder?
- - -
Ich habe einen wunderbaren Menschenbruder verloren und einen Seelenverwandten, das wird mir immer wieder bewusst. Das schmerzt. Da ist eine Lücke die füllt niemand aus. Wirklich nicht. Und die muss auch ungefüllt bleiben: Du hast gelebt! Und das soll in Erinnerung bleiben …
Und dennoch gehts einfach immer weiter und weiter und weiter …
Was heisst schon verloren; ich glaube nicht mehr, dass irgendwer und irgendetwas verloren gehen kann. Doch "am Leben sein" meint eben einfach eine Präsenz aus Fleisch und Blut. Und die hast du nicht mehr. Die Unsterblichkeit der Seele wirkt als diffuses Konzept und in dieser Welt aus Fakten … Scheinbaren Fakten …
Liebe ist. Unbewiesen. Immer da.
Ich liebe dich …
Labels:
abschied,
familie,
geschwister,
heilung,
jahrestage,
liebe,
momente,
narben,
resilienz,
schmerz,
seelenverwandt,
selbstmord,
suizid,
tod,
verbindungen,
wunden,
wünsche
Freitag, 28. Dezember 2012
Raus aus Angst und Ohnmacht (4)
Zu Teil 1
zu Teil 2
zu Teil 3
Auftrieb
Die Lehre verlieh mir Auftrieb. Ich ging mit Leuten in die Berufschule die 10 Jahre jünger waren als ich. Das forderte mich heraus. Es war wie ein Nachholen meiner Jugend, endlich war ich einmal Teil einer Gruppe ... Die Lehre war aber auch anstrengend. Ich hatte nicht mehr viel Energie für meine Freizeit und andere Menschen. Ich konzentrierte mich ganz auf meinen Weg. Alles andere blendete ich aus. Das war meine Chance, diese Ausbildung, die wollte ich packen. Ich wusste, dass ich einen weiteren Anlauf wahrscheinlich nicht mehr nehmen würde.
Abschied in Trauer – und Wut
Mein Bruder. Ich hatte mir eingeredet, dass er es schon schaffen würde, schliesslich hatte ich es ja auch geschafft! Doch er hat aus seinen Schwierigkeiten keine Konsequenzen gezogen, hat professionelle Hilfe verweigert. Unsere Gespräche halfen ihm jeweils für eine Weile. Doch heftiges Partymachen und nächtelang seine Musik aufnehmen und sampeln plus eine Ausbildung, davon brachte ich ihn nicht ab. Wenn ich ihn traf, war er oft verkatert, vorallem an den Wochenenden.
Er wurde müde, zu müde zum Leben. Dann nahm sich mein kleiner Bruder mit 23 Jahren das Leben …
Das beschäftigt mich bis heute. Obwohl ich der Überzeugung bin, dass jemand auch aktiv etwas für sich tun muss, wenn man ihm die Chance bietet. Seine Verweigerung seine Probleme anzugehen, das löste in mir Hilflosigkeit und auch Wut aus. Warum machte er einfach so weiter? Ich verstand es nicht und kümmerte mich wieder mehr um mich. Bis heute weiss ich nicht, ob er es spontan entschied oder plante.
Ich verdränge einen Teil davon bis heute. Und ich glaube daran, dass jeder Mensch für sich selber verantwortlich ist. Stark sein für andere, das kann ich nicht, so bin ich nicht gebaut. Sonst hätte ich selber keine Energie mehr. Es kommt alles immer wieder stückweise aus der Erinnerung hoch. Auch bei ihm kam der Knick in der Pubertät und mit dem Eintritt in die Erwachsenenwelt. Vorher war er ein Strahlemann und Goldjunge gewesen, immer fröhlich. Bis die Schwermut durchschlug …
Ich bin immer noch hin und hergerissen zwischen Wut und Trauer. Er war kein einfacher Mensch. Ich vermisse ihn.
Weitermachen!
Das geschah im dritten Monat meiner vierjährigen Ausbildung. Nur nicht zur Besinnung kommen! Das war danach mein Motto. Ich stürzte mich erst recht in die Arbeit und Ausbildung. Obwohl ich immer weniger Energie hatte ging es bis zu meiner Krise 2010 (letztes Ausbildungsjahr) auch einigermassen gut. Dann war ich so erschöpft und leer und wünschte mir den Tod. Einfach Ruhe. Aktiv wurde ich in dieser Hinsicht nicht. Eher total passv. Ich wollte nur nicht mehr. Seither nehme ich wieder Psychopharmaka. Ansonsten hätte ich die Ausbildung aufgeben müssen. Das war aber der rote Faden in meinem Leben. Etwas woran ich mich festhielt.
Selbstbestimmung
2010 wechselte ich von meiner Psychologin zu einer Psychiaterin. Es war ein Abschied nach 13 gemeinsamen Jahren. Die Ärztin begleitete mich durch die Krise und von ihr erhielt ich nun auch wieder ein Medikament. Ich rang massiv mit mir selber, sollte ich wirklich wieder etwas nehmen? Doch weiter runter ging es nicht mehr – ich wollte wieder Leben in mir fühlen.
Dabei ist es mir diesmal wirklich gelungen, eine gute Verhandlung mit der behandelnden Psychiaterin zu führen: Was für ein Mittel? Wogegen? Wofür? Welche Nebenwirkungen sind akzeptabel? Wie handhaben wir das mit der Dosierung? Ich konnte es in der Tropfenform einschleichen. Es ist geglückt, das für mich passende Mittel zu finden und auch die richtige Dosis zu treffen. Damit kann ich leben. (Substanz Sertralin, 25mg). Wobei ich auch parallel Alternativmedizin in Anspruch nehme. Das Entweder-Oder habe ich für mich abgehakt: Warum nicht das Hilfreiche aus allem wählen?!
Wie weiter 2013?
2012 war wieder ein Jahr der Krisen, auch wieder Erschöpfung. Scheinbar ist es mein Muster, mich bis zur Selbstaufgabe in etwas zu vertiefen. Das wurde ja auch meinem kleinen Bruder zum Verhängnis, diese Grenzenlosigkeit. Eine Familie von Grenzgängern … Nun hat die Ärztin gemeint, dass ich mein Mittel 2013 absetzten kann, weil es mir wieder viel besser geht. Ich will das nicht. Es ist noch zu früh. Eine weitere Verhandlung ist also fällig. Sie meint, der psychiatrische Teil sei eigentlich abgeschlossen, nun käme allenfalls noch der psychotherapeutische. Vielleicht gehe ich auch nochmal zu jemand anderem, hab ich mir gedacht. Zudem werde ich dieses Jahr wieder auf Jobsuche gehen. Das ist nötig. Wir müssen wir also noch schauen, wie wir weiter machen. Fühle mich stärker in diesen Besprechungen mit ihr, einer nüchternen und pragmatischen Fachfrau, da ich meine Impulse (Übertragungen) besser reflektieren kann. Das klingt nach Gesundung, auch wenn ich mich oft anders fühle. Doch, ich sehe und fühle klarer. Ich werde sehen.
2013 wird auf jeden Fall ein interessantes Jahr … da bin ich mir sicher.
Ich war noch nie so sehr DA ^_^
Samstag, 27. Oktober 2012
Innerlich stark
Ich weiss nicht, das was ich schreibe, über das Leben und über den Tod meines Bruders, das klingt so verdammt abgeklärt. Ich möchte das nicht so stehen lassen. In der Welt und unter Menschen bewege ich mich eher unsicher, ich bin mit vielen Ängsten und Unsicherheiten behaftet, aber ich ziehe viel Kraft und Sicherheit aus meinem Inneren. Ich habe eine andere Art, das Leben zu nehmen, eine innerliche, das "wie" lässt sich schwer in Wort fassen … Über vieles habe ich schon sehr lange, teilweise jahrelang, nachgedacht. Vielleicht wirkt es daher abgeklärt …
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Montag, 22. Oktober 2012
Brand New Angel – Jeff Bridges
Ein Song zum Gedenken an meinen "kleinen" Bruder M.
(27.3.1984–23.10.2007)
Eine andere, wunderbare Version, inkl Lyrics
Mehr über M. und mich und die Musik:
Zum Gedenken
Verhallend
3 weisse Rosen
Kindheitslieder und Erinnerungen
Samstag, 16. Juni 2012
Rückblende
Interessantes Recycling des Nachts: Träume von früher. Bruckstückhaftes, Hängengebliebenes aus der Schulzeit. Schliesse ab. Weniger Träume von Tieren gerade, die sind sonst häufiger. Habe den Eindruck, endlich mal einiges verarbeiten zu können, was "liegengeblieben" ist. Schreiben ist nicht mehr so nötig, wie es einmal war. Nicht mehr der absolut notwendige Exorzimus. Und doch … befreiend.
Die letzten Jahre waren zu anstrengend, es ging immer nur vorwärts, Ausbildung. Mehrere Menschen die mir viel bedeutet haben, sind gestorben. Keine Zeit und Musse, das was war zu betrachten und einzuordnen. Habe mich mit Arbeit eingedeckt, um nicht mehr fühlen zu müssen.
Nun, da mit der neuen Stelle etwas mehr Ruhe eingekehrt ist, gehts ans Recycling. Einiges ist wohl auch der Homöopathie geschuldet (Konstitutionstherapie).
Gerade wird auch der Freitod meines Bruders wieder Thema. Vorallem die Zeit vorher. Viele Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Zeit und Filme, Musik die wir beide mochten (Norah Jones, Katie Melua, Singer/Songwriter ..). Das bleibt seltsamerweise am deutlichsten: Filme. zB Schultze Gets The Blues, .. diesen Film haben wir beide gemocht. Als ich das Video entsorgt habe, war es erst halb geschaut. Wir konnten es nicht mehr zu Ende schauen, er ist vorher gegangen. Vor kurzem sah ich "Fleisch ist mein Gemüse" und habe diesen Film innerlich meinem Bruder gewidmet. So ein ähnliches Leben lebte er auch …
Ich finde es traurig und tröstlich zugleich, diese Verbindungen und Gemeinsamkeiten zu spüren. Er hat sich gewünscht, an einen Ort zu gehen, wo Musik anstelle vieler Worte die verbindende Sprache ist. Ich hoffe (und ahne) es ist ihm gelungen!
Die letzten Jahre waren zu anstrengend, es ging immer nur vorwärts, Ausbildung. Mehrere Menschen die mir viel bedeutet haben, sind gestorben. Keine Zeit und Musse, das was war zu betrachten und einzuordnen. Habe mich mit Arbeit eingedeckt, um nicht mehr fühlen zu müssen.
Nun, da mit der neuen Stelle etwas mehr Ruhe eingekehrt ist, gehts ans Recycling. Einiges ist wohl auch der Homöopathie geschuldet (Konstitutionstherapie).
Gerade wird auch der Freitod meines Bruders wieder Thema. Vorallem die Zeit vorher. Viele Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Zeit und Filme, Musik die wir beide mochten (Norah Jones, Katie Melua, Singer/Songwriter ..). Das bleibt seltsamerweise am deutlichsten: Filme. zB Schultze Gets The Blues, .. diesen Film haben wir beide gemocht. Als ich das Video entsorgt habe, war es erst halb geschaut. Wir konnten es nicht mehr zu Ende schauen, er ist vorher gegangen. Vor kurzem sah ich "Fleisch ist mein Gemüse" und habe diesen Film innerlich meinem Bruder gewidmet. So ein ähnliches Leben lebte er auch …
Ich finde es traurig und tröstlich zugleich, diese Verbindungen und Gemeinsamkeiten zu spüren. Er hat sich gewünscht, an einen Ort zu gehen, wo Musik anstelle vieler Worte die verbindende Sprache ist. Ich hoffe (und ahne) es ist ihm gelungen!
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Samstag, 22. Oktober 2011
Zum Gedenken
Für meinen Bruder M., den Denker, Dichter, Musiker, Rapper und Hiphop-Fan (1984-2007). Dein Leben war kurz und doch erfüllt. Leider hast du zu schwer daran getragen. Du hast dich dagegen entschieden.
23. Oktober 2007. Ein Tag den ich nie vergessen werde.
- - -
Zum Glück hast du mir die Musik dagelassen. Seither mag ich Hip Hop.
Das ist dein Vermächtnis.
Darum dieses Lied - das wir beide so mochten - für uns beide und alle die zuhören mögen ..
One Love - ei Liebi
für immer ..
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Montag, 24. Januar 2011
3 weisse Rosen
Diese wunderbar unschuldigen Rosen habe ich für meinen verstorbenen Bruder gekauft. Ich habe sie nicht auf den Friedhof gebracht. Zu diesem Ort der Trauer kann ich keine Verbindung aufbauen, er löst wenig in mir aus. Sondern ich habe die Rosen zu dem Haus gebracht, in dem M. zuletzt lebte. Dorthin zieht es mich ab und zu, dort kann ich Innehalten, Trauern, Gedenken... Das ist auch der Ort, an dem es mich mit voller Wucht trifft. Dort verliert sich seine Spur. Von dort aus suche ich mir meinen Weg zurück in mein eigenes Leben.
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Montag, 10. Januar 2011
Verhallend
An meinen kleinen Bruder M. (geboren 1984, gestorben 2007)
Ich höre ein melancholisches Lied, da kommst plötzlich Du mir in den Sinn. Bilder und Szenen aus unserer Kindheit tauchen auf. Ich frage mich: Habe ich das alles tatsächlich erlebt? Es erscheint mir so unendlich weit entfernt, unwirklich. Eine Fata Morgana die unerreichbar ist, es könnte auch ein intensiver Film gewesen sein, in dem ich mich verloren habe. Und doch weiss ich deutlichst, es war genau so, denn ich erinnere mich an Dich. Wie Du aussahst, wie Du sprachst, worüber Du gelacht hast und wie Deine Stimme dabei klang.
Ich weiss noch, was Dich bewegt hat, weiss es zu genau. Ich weiss, was Du gern gegessen hast und welche Serien Du Dir gerne angeschaut hast. ich erinnere mich an viele gute Gespräche, ein Tiefgang wie der Deine findet sich nun selten in meinem Alltag. An Dein interessiertes Nachfragen erinnere ich mich, wenn ich Dir etwas erzählt habe was ich erlebt habe, Du wolltest es stets genau wissen. Manchmal nervte mich das.
Ich erinnere mich an soviele Deiner Eigenheiten und Eigenarten, an gemeinsame Erlebnisse und Geschichten. Ich vermisse Dich. Doch die Erinnerungen fühlen sich immer seltsamer an, als wären sie nichts mehr wert. Eine ungültig gewordene Währung. Sie lösen sich nicht ganz auf, die Erinnerungen, sie fühlen sich nur immer weiter entfernter an, sie gleichen einem langsam verhallenden Lied. Worte und eine Melodie die langsam vergehen. Als würden mich das alles nichts mehr abgehen. Es fühlt sich vergangen an.
Darum lasse ich Dich jetzt gehen. War schön mit Dir.
Was bleibt, ist das Leben. Das meine. Und das geht mich was an!
Machs gut …
Ich höre ein melancholisches Lied, da kommst plötzlich Du mir in den Sinn. Bilder und Szenen aus unserer Kindheit tauchen auf. Ich frage mich: Habe ich das alles tatsächlich erlebt? Es erscheint mir so unendlich weit entfernt, unwirklich. Eine Fata Morgana die unerreichbar ist, es könnte auch ein intensiver Film gewesen sein, in dem ich mich verloren habe. Und doch weiss ich deutlichst, es war genau so, denn ich erinnere mich an Dich. Wie Du aussahst, wie Du sprachst, worüber Du gelacht hast und wie Deine Stimme dabei klang.
Ich weiss noch, was Dich bewegt hat, weiss es zu genau. Ich weiss, was Du gern gegessen hast und welche Serien Du Dir gerne angeschaut hast. ich erinnere mich an viele gute Gespräche, ein Tiefgang wie der Deine findet sich nun selten in meinem Alltag. An Dein interessiertes Nachfragen erinnere ich mich, wenn ich Dir etwas erzählt habe was ich erlebt habe, Du wolltest es stets genau wissen. Manchmal nervte mich das.
Ich erinnere mich an soviele Deiner Eigenheiten und Eigenarten, an gemeinsame Erlebnisse und Geschichten. Ich vermisse Dich. Doch die Erinnerungen fühlen sich immer seltsamer an, als wären sie nichts mehr wert. Eine ungültig gewordene Währung. Sie lösen sich nicht ganz auf, die Erinnerungen, sie fühlen sich nur immer weiter entfernter an, sie gleichen einem langsam verhallenden Lied. Worte und eine Melodie die langsam vergehen. Als würden mich das alles nichts mehr abgehen. Es fühlt sich vergangen an.
Darum lasse ich Dich jetzt gehen. War schön mit Dir.
Was bleibt, ist das Leben. Das meine. Und das geht mich was an!
Machs gut …
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Montag, 11. Oktober 2010
kindheitslieder und erinnerungen
claudia klinger schreibt über kindheitslieder. meine kindheit fällt in die 80er und 90er jahre. mir fallen da als erstes gleich reinhard mey und konstantin wecker ein, deren lieder sind am deutlichsten hängengeblieben. "alle soldaten wollen nach haus", "das letzte abenteuer" – die haben besonders eindruck hinterlassen! von wecker kann ich es nicht sagen. vielleicht "uferlos"?
radio hörten wir selten, ich erinnere mich zumindest nicht daran. es lief sehr viel klassik, vorallem wenn mein vater mit seiner arbeit fertig war (er arbeitete viel daheim).
mey höre ich heute nicht mehr. seine lieder stimmen mich melancholisch. und zudem verbinde ich seine lieder vorallem mit meinem verstorbenen bruder (1984–2007), denn er liebte meys lieder über alles. meinem kleinen bruder widme ich daher meys "mein kleines dorf am ende der welt."
radio hörten wir selten, ich erinnere mich zumindest nicht daran. es lief sehr viel klassik, vorallem wenn mein vater mit seiner arbeit fertig war (er arbeitete viel daheim).
mey höre ich heute nicht mehr. seine lieder stimmen mich melancholisch. und zudem verbinde ich seine lieder vorallem mit meinem verstorbenen bruder (1984–2007), denn er liebte meys lieder über alles. meinem kleinen bruder widme ich daher meys "mein kleines dorf am ende der welt."
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