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Montag, 30. Mai 2011

Hymne

Hommage an D. H. Lawrence

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Leidenschaft, Wärme und stilles Glühen …Lebenslust und Freisein von Zwängen …
Tiefe Menschlichkeit und ein grosses JA zu allem Lebendigen… Zärtlichkeit …

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Manchmal lässt es sich nicht beschreiben, was mir ein Buch oder ein Film gibt.
Meine erste Bildhommage geht an D. H. Lawrence und seine "Lady Chatterley" …
(Absolut sehens- und erlebenswert finde ich die Verfilmung von 2006 mit Marina Hands).

Donnerstag, 27. Januar 2011

Eat Pray Love


Dezember 2010. Ich wollte mal wieder ins Kino. Ein unproblematischer Film sollte es sein. Einfach mal wieder abtauchen und konsumieren. Zusammen mit meinem besten Freund und Weggefährten entschied ich mich für "Eat Pray Love". Ausser guter Unterhaltung erwartete ich mir nicht viel mehr von diesem Film, doch er begann mit starken Emotionen und er endete auch damit.. 

Das war weit mehr Tiefgang, als ich erwartet hatte! Während dem Abspann des Filmes blieb ich berührt sitzen. So schnell liess mich der Film nicht mehr los! Hollywood at it`s best.. 

Seither denke ich viel über diese Geschichte einer Suchenden nach. Ich habe angefangen, das Buch im Original zu lesen, auf dem der Film basiert. Mir ist klar geworden, dass es da draussen noch viele andere Menschen gibt, denen es so geht wie mir. Menschen die eine tiefe Sehnsucht nach Sinn und Erfüllung in sich tragen, eine Leere verspüren und sich darin nicht beirren lassen dieser Sehnsucht folgen – und damit ihrem Herzen. 

Eat Pray Love. Das reicht für ein ganzes Leben. 
Fehlt nur noch: Enjoy!

Montag, 24. Januar 2011

3 weisse Rosen


Diese wunderbar unschuldigen Rosen habe ich für meinen verstorbenen Bruder gekauft. Ich habe sie nicht auf den Friedhof gebracht. Zu diesem Ort der Trauer kann ich keine Verbindung aufbauen, er löst wenig in mir aus. Sondern ich habe die Rosen zu dem Haus gebracht, in dem M. zuletzt lebte. Dorthin zieht es mich ab und zu, dort kann ich Innehalten, Trauern, Gedenken... Das ist auch der Ort, an dem es mich mit voller Wucht trifft. Dort verliert sich seine Spur. Von dort aus suche ich mir meinen Weg zurück in mein eigenes Leben.

Samstag, 22. Januar 2011

Fühlen und Träumen

Im Symphoniekonzert weinen, einen Film tief berührt verlassen, andächtig ein Bilderbuch anschauen, lange über eine Szene in einer an sich banalen Fernseh-Serie nachdenken, sich von einem zwischenmenschlichen Konflikt (zu sehr) beeindrucken lassen. Ich habe nah ans Wasser gebaut. Der Gefühlsozean ist stets nur einen Schritt entfernt. Mich rührt sovieles an, was andere eher schnell wieder verdrängen oder vergessen, oder gar nicht erst wahrnehmen. Dieses tiefe Fühlen, Berührtwerden und Betroffenwerden nervt und beschäftigt mich, es ist soviel Sortierarbeit bis alles wieder an seinem Platz ist! Ich würde vieles viel lieber an mir abprallen lassen. Mein Vater sagte einmal, er habe lange gebraucht, bis er das im Griff hatte, diese Rührung. Diese Formulierung erschreckte mich. Muss man das denn im Griff haben? Mir ist bewusst geworden, dass ich genau das vergeblich versuche und es mich unglücklich macht. Ich gehöre zum Volk der Träumer und Phantastinnen, der Gefühlsmenschen und Innenweltforscherinnen - und langsam bin ich sogar stolz drauf..

Donnerstag, 20. Januar 2011

mein leben als joker

das gute an meinem leben als joker ist, dass ich mich stets selber überrasche.
mal ist die million in der tüte und mal die blosse asche. ich nehme es wies komm
meine lieblingkarte im tarot ist immer der narr.

Freitag, 14. Januar 2011

Ohne Fahrplan

Mit gutem Gefühl – und wenig Verstand zügig voran!

Ich habe mich dagegen gewehrt, immer mehr in dieses Fliessen hineinzukommen, in dieses Fühlen und Wahrnehmen. Es schien mir zu Anfang, als würde ich immer mehr den Verstand verlieren. Jetzt bin ich mir sogar sicher, dass dem so ist, dass ich den Verstand verliere! Zumindest habe ich die normale Alltagskompatibilität verloren. Es funktioniert kein künstlicher Fahrplan und ich mache keine übertriebene Planung mehr. Das meiste in meinem Leben erledige ich jetzt gerade intuitiv. Es läuft von selbst. Vernünftig war ich lange genug! Ja, vielleicht geht es gerade darum, den Verstand als Werkzeug zu verlieren.  Je mehr ich mich gegen den Fluss des Lebens stelle, desto schlechter gehts mir. Der Verstand ist eben doch ei beschränktes und beschränkendes "Tool" das viel Sicherheit nötig hat und das in diesen Zeiten des Wandels mit allem so schnell überfordert ist.

Ich kann nicht mehr Bremsen, es ist eine wilde Reise – und der Verstand bremst da gewaltig. Seine rot blinkende Alarmlampen stören meine Sicht. Je mehr ich in einer Art Autopilotinnen-Modus lebe, desto ängstlicher wird der Verstand. Er versteht die Welt nicht mehr, er meint traurig zu mir, er habe doch immer gute Arbeit geleistet. Er traut diesem intuitiv gelenkten Blindflug nicht. Er möchte die Kontrolle zurück. Voller Mitgefühl versuche ich ihm die Sachlage zu erklären, er seufzt resigniert und traurig, und versucht tapfer, sich mit der neuen Arbeitssituation abzufinden. Restrukturierungsmassnahmen. Wir versuchen gerade, seine neuen Aufgaben zu definieren, sie sind noch nicht klar.. Es wird sind weitere Verhandlungen nötig. Der arme Kerl! Er beginnt gerade ein ganz neues Leben und ich coache ihn .. Wird schon werden ;)

Freitag, 7. Januar 2011

Gezeiten und Reisen

Über: Seelische Gezeiten, Untiefen, seelische Kartografie und wahnsinnige Zeiten.

Das Zyklische nimmt sich Raum in meinem Leben, es braucht Platz und raubt mir manchmal auch den Schlaf. Mein Leben bewegt sich in Wellen, auf und ab, vor und zurück. Manchmal fühle ich mich ausgeliefert, gestossen, gezogen, getrieben. Das Gewoge hat seine ganz eigene Macht und Dynamik. Ich reagiere auf alles; das Wetter, Stimmungen, meinen Zyklus, ... Je mehr ich mich dagegen stelle, je mehr ich die Oberhand behalten will, desto mehr wird mein Leben zu einem Kampf. So hab ich mich entschieden, eben mit diesem Strom zu schwimmen. Mal himmelhochjauchzend, mal zu Tode betrübt, wie es so schön heisst. Mein Medikament gleicht es etwas aus, doch ich bekomme dennoch alles mit. Weil ich es so will. Ich will wissen, woran ich mit mir selber bin. Es hat keinen Sinn, mehr Medikamente zu nehmen. Weil sich das anfühlt, als wäre ich ein havariertes Schiff; nicht mehr zu steuern, ich treibe hilflos dahin, abgeschnitten von meinen Gefühlen, von mir selbst. Neutrale Leere, das ist dann Stillstand. Da kann dann wirklich nicht mehr viel wehtun, doch Leben kann man das ja auch nicht nennen.

Drum habe ich mich fürs Aushalten und Weitergehen entschieden. Ich durchlebe mein Leben, meine Tiefen und Höhen. Rolle es rückwärts nochmal auf, jede Nacht träume ich, erfahre, setze neu zusammen. Werde sinkend leichter, so seltsam es klingt. Ich handle, auch wenn der nächste Schritt unklar ist, (weil ich schon den übernächsten im Visier habe!) Ich entdecke immer mehr von mir, so als wäre ich auf einer exotischen Insel gestrandet, die ich nach und nach erforsche! Ich kartiere mich selbst, neugierig und mit Spass. Ich lasse mich in den Brunnen fallen, bis zunterst, wenn es mal wieder nötig ist, die Tränen sind heilend, ich bin froh, dass ich Weinen KANN. Ich versuche, die Angst vor dem Wahnsinn zu verlieren, wenn die Nerven mal wieder mit mir durchgehen. Die Angst machts nur schlimmer. Ich verliere den Verstand. Mich schüttelts...Doch vielleicht gehts ja gerade darum? Verstand und Vernunft zu verlieren? Vielleicht war ich ja schon zu lange vernünftig?!  Ich nehme das Wort auseinander Wahn Sinn, und weiss: Achja, ich bin unterwegs, auf der Sinnsuche. Also ist alles ok... Ich lasse locker, lasse los und komme langsam wieder bei mir an.

Mich den Zyklen ganz hinzugeben, ist schwierig. Es heisst keineswegs, dass ich stehenbleibe, wenn ich das tue. Es ist ein ständiges Unterwegs-Sein, eine Heimatlosigkeit. Und das macht Angst. Gibt es denn nichts Sicheres, Gewisses, Bleibendes? Ich gehe auf Wegen, auf denen mir niemand folgen kann. Weil es MEINE WEGE sind. Es ist eine nötige Zeit. Es ist ein Dazwischen-Sein. Wachstum. Übergang. (Ist nicht das ganze Leben ein Übergang?!). Es fühlt sich so an, als wäre ich auch mit Anfangs Dreissig noch daran, erwachsen zu werden. Zur Selbstverantwortung und Eigenmacht finden und gleichzeitig den ureigenen Platz im Grossen Ganzen finden... Vielleicht ist man dahin ja ein Leben lang unterwegs. Oder mehrere Leben lang? Wer weiss das schon ...

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Gospel-Joy

"Down by the riverside" ist derzeit mein liebstes Gospel-Lied.

I gonna lay down my heavy load, down by the riverside
I aint gonna study war no more..

Wer es mal eine Viertelstunde lang gesungen hat, weiss warum. ... Es nimmt einem wirklich die Last von der Seele! Mir gefällt die Vorstellung, meine Last am Ufer eines Flusses niederzulegen und mit dem Kämpfen endlich aufzuhören. Ein Gefühl von Freude und Leichtigkeit verspüre ich, wenn ich dieses Lied singe!
Die rockende Gitarrenlady Rosetta Tharpe hat mich schwer beeindruckt! >_<

Amazing Grace ist zwar auch wunderschön, doch überstrapaziert. Je nach Textfassung ists mir auch zu arg religiös, haha, naja, ist ja auch Gospel.. Dennoch, ein wunderbares Lied, das die Seele hebt, wenn man nicht mit der christlichen Religion komplett auf Kriegsfuss steht. Diese Gnade brauchen wir alle, oder? Gnade heisst für mich, dieses Gefühl von Übereinstimmung mit allem zu spüren, Gemeinschaft, Eingebundensein, ein JA zum eigenen Leben, zur Existenz eines Göttlichen Wesens und zur eigenen Existenz, das Gefühl, ein Teil des grossen Ganzen zu sein. Für mich dadurch eines der berührendesten Lieder überhaupt, auch wegen der schmelzenden Melodie.

Von den Türmen runter - ins Warme...

Mein Leben wird immer kraftvoller. Will heissen, ich spüre immer mehr von mir. Ich bin deutlicher da, vorhanden. Auch wenn ich bisweilen abdrifte, kann ich mich schneller zurückholen. Das Leben findet HIER statt, sage ich mir dann jeweils.
Manchmal hab ich mich dann schon zu weit in den Zinnen meiner Gedankengebäude verstiegen, der Wind weht eisig und im mir wirds immer einsamer und leerer... Dann muss ich nach mir selber rufen. Es braucht Geduld. Zögerlich steige ich dann die Stufen wieder hinunter, ins Warme, zum Kaminfeuer im grossen Saal - unten werde ich von mir selber schon sehnsüchtig und mit weit offenen Armen erwartet ...

Gayatri Mantra

Beim meinen Streifzügen durch diverse esoterische Kurse ist dieses Mantra hängengeblieben. Wenn gar nichts mehr geht, sing ich mir selber dieses Mantra. Es ist meine beste Notfall-Medizin. Die unglaubliche Kraft dieser Zeilen erstaunen mich jedesmal aufs Neue. Auch wenn ich mich zu Beginn leer und kraftlos fühle, spüre ich bald ein lichtvolles prickelndes lebendiges Gefühl bis in die letzte Körperzelle!