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Sonntag, 1. Oktober 2017

Armutsgefühl (5 der Münzen im Tarot)

Es gibt Momente, in denen ich gefühlt mit leeren Händen da stehe. Was an Gutem da ist, auch an Talenten, geht mir vergessen. Ein Armutsgefühl herrscht vor. Es herrscht Mangel. Das zerlumpte Dasein.

Früher regelmässig genutzt, nehme ich die Tarotkarten nur noch selten hervor. Doch eines der für mich deutlichsten Symbole, das dieses Armutsgefühl darstellt, ist mit in den Karten begegnet (Rider White, Bild selber g**geln)

5 der Münzen


Die Bedeutung dieser Karte (nach der Deutung von Hajo Banzhaf*) hat vor ein paar Jahren so gut mit meinem vorherrschenden Lebensgefühl übereingestimmt, dass sie sich mir tief eingeprägt hat. Darum will ich sie hier festhalten.

Aus dieser Haltung heraus betrachtet, wird alles wertlos. Es kann, muss aber nicht unbedingt um Materielles gehen. Das Armutsgefühl greift viel tiefer: es ist ein Gefühl von existenziellem Mangel. Kann Bedrohung/Gefährdung bedeuten.

Beim Bewusstwerden dieses inneren Zustands, da hat mir auf jeden Fall diese Karte geholfen. Die Karte hat mir oft einen (empfundenen) Mangel in meinem Leben anzeigt, auch die Angst vor dem Mangel/dem Verlust. Ich hatte oft das Gefühl "unten durch" zu müssen, dieses beständige Mangel- und Armutsdenken (immer immer ich, immer komme ich zu kurz ich armes Hascherl) konnte ich überwinden.

Ein inneres Armutsgefühl lässt sich nicht durch äusseren Wohlstand und materielle Dinge heilen. Da bleibt immer ein Loch in der Seele, das zu füllen ist. Für mich passt diese Karte auch gut zu Weihnachten. Es ist die Kehrseite der oft protzigen Zeit, in der emotionaler Mangel besonders stark empfunden wird. Wenn ich mich innerlich reich fühle, meistere ich mein Leben anders ... egal wie es im Aussen gerade aussieht.



* Hajo Banzhaf war ein Astrologe und Tarotspezialist (Quelle: wikipedia)


Dienstag, 8. November 2011

Der reine Tor

Mein Lieblingsmärchen ist "Hans im Glück". Und somit liebe ich auch den Narren des Tarotspiels sehr …

Doch bis dahin hats eine gute Weile gedauert, früher hatte ich nur Mitleid und Verachtung für den armen Tropf übrig. Ich meine er verliert alle seine Schätze auf dem (Heim)weg … Wie blöd muss man da sein! Heute glaube ich eher, dass das Märchen davon handelt, sich auf das zu beschränken, oder darauf beschränkt zu sein was im Leben wirklich zählt. Ballast abwerfen, unbeschwertes und unbekümmertes Unterwegssein, Narrenfreiheit …

Wer loslässt hat Hirn, Hände und das Herz frei …
Reduced to the max …

Donnerstag, 20. Januar 2011

mein leben als joker

das gute an meinem leben als joker ist, dass ich mich stets selber überrasche.
mal ist die million in der tüte und mal die blosse asche. ich nehme es wies komm
meine lieblingkarte im tarot ist immer der narr.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Lernen

Ein starker Traum von heute morgen beschäftigt mich noch jetzt.

Ich war im Lehrbetrieb meiner Klassenkameradin B., einer praktischen und tüchtigen zukünftigen Berufsfrau. Dieser Betrieb, eigentlich eine Druckerei, war im Traum aber auch ein Schreibwaren-Boutique und eine Werkstatt (und eine Galerie). Ich hätte für meine Kollegin stellvertretend den Laden hüten sollen.
Erste, anpruchsvolle Kundinnen, waren schon da, ich war mit ihren Fragen überfordert, sie hatten alle irgendwelche Spezialwünsche.

Später kam meine Kollegin und übernahm souverän den Laden, ich trottelte wie ein Dackel hinterher und fühlte mich nutzlos. Mit der Zeit füllte sich der Laden immer mehr und wandelte sich zu einer grossräumigen Galerie mit Vernissagen-Puplikum. Und mit was für welchem! IDa waren ganz exotisch gekleidete Menschen überall. Es war wie in einer intergalaktischen Versammlung bei Star Trek! Ich stand etwas verwirrt herum und wusste nicht recht wohin mit mir.

Es geht eindeutig ums Lernen und Zurechtkommen im Leben und im Beruf. Ich erlebte mich als Lernende, als Anfängerin, als eine die mit den Anforderungen der Anderen nicht zurechtkommt, als eine, die auch an den eigenen (hohen) Ansprüchen scheitert. Und wie stehts mit dem Annehmen von Hilfe und dem Eingestehen dass auch ich noch zu lernen habe?! …

Obwohl die sich die Szenen innerlich eher als Verwirrung, Gehetztsein und Überforderung angefühlt haben, hinterlässt der Traum ein heiteres Gefühl, es geht etwas! Da sind Farben, Menschen, Verbindungen und da ist auch Hilfe von pragmatischeren Menschen als ich es bin … Es geht voll die Post ab! Ich bin mitten drin … Dieser Traum zeigt mir das deutlich: mein Leben ist in Bewegung gekommen. Die Bilder und Farben im Traum sind heiter, es sind klare und lichtdurchflutete Räume, es ist überall hell und bunt. Mein Leben liegt im Morgenlicht vor mir.

Kraft, Mut, Hoffnung und Zuversicht sind wieder da … und meine Lernfreude und mein Wissenshunger auch.



Eingefallene Tarotkarte: 8 der Münzen ( und evtl. 3 der Münzen)
Eingenommenes Medi: Nux vomica spagyrisch (gestern abend)
und Zoloft 25mg (täglich seit 2 Monaten)