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Dienstag, 2. März 2021

Etiketten?! Ne, danke. Mein Leben hat viele Farben.

Was mich nebenher privat noch beschäftigt, sind meine widersprüchlichen Emotionen, denen ich gerade auf den Grund gehe. Voll unter Dampf zu stehen, schleisst mich auch recht und wirbelt Altes hoch. Ich spüre viel mehr Power als in den letzten Jahren, da ich mich weniger selber blockiere und mein Coming Out als Mensch andauert. Ich hab mich soweit weg versteckt gehalten, mich zurückgehalten, mein Licht gedimmt. Es ist ein langes und intensives Rauskommen. Ich staune. 

Andererseits: wohin mit der nun freiwerdenden Kraft? Wofür verwende ich sie? Und da komm ich ins Stolpern. Allzuoft spült es alte Angst und Tabus hoch und manchmal spür ich auch, dass ich meine Gefühle blockiere und taub werde. 

Ich darf nicht ...

Stark sein, meine Persönlichkeit zeigen, anders sein, grüblerisch sein, kompliziert sein, widersprüchlich sein, empfindlich sein, genau sein, impulsiv sein, sensibel sein, Ideen haben, anderer Meinung sein, mich von der Masse abheben .... usw.

Ich hab überlebt, bin da. Ich lebe mein Leben in vollen Zügen und ein Zurück geht nicht mehr. Ich bin da. Ich bin sichtbar. 

Da kleben noch so viele Etiketten an mir! Soviel Energie geht noch in diesem Ballast verloren und der Mut sinkt wieder.

Und wenn ich mich mit LGBT+ Themen beschäftige, regnet es neue Labels. Als was labele ich mich denn nun?! Ich merke, dass ich dazu gar keine Lust habe. Rauskommen um dann wieder in einer Schublade zu verschwinden? Ne, soweit gekommen, das tue ich mir nicht an. 

Ich bin Anne. Basta. Und ihr findet mich irgendwo unter dem Regenbogen. Das Leben ist bunt...



Montag, 25. Januar 2021

Tag 112 (Gutes, Ideen und aktives Netzwerken)

Nun bin ich unterwegs mit der regionalen Arbeitsvermittlung und habe einen guten Berater erwischt. Das erste Telefonat war letzten Freitag. Zwar habe ich mich auf zu wenige Stellen bisher beworben (relevant für die Höhe der Auszahlung des Arbeitslosengeldes), aber bis Monatsende schaff ich das noch. 

Einerseits suche ich im Bereich Betreuung (Behinderte, Betagte) als Quereinsteigerin und andererseits in meinem angestammten Gebiet (Marketing, Gestaltung). Dazwischen streue ich noch Bewerbungen als Verkaufsberaterin in Gartencentern ... da ich mich dort auch heimisch fühlen könnte. So bin ich breit aufgestellt und neugierig. Bis jetzt hat sich noch kein Vorstellungsgespräch ergeben. 

Für mich ist klar, dass ich weiterhin Teilzeit arbeiten werde. Ich will mich weiterbilden können. Und mit einem 80% Pensum in einem hektischen Beruf hatte ich fast keine Energie mehr dafür. Das soll sich ändern. Ich bin mit Anfangs 40 noch fähig und gut dran, mich neu zu orientieren und das fühlt sich gut und richtig an. Stimmt für mich. Auch die damit einhergehenden finanziellen Einschränkungen nehme ich in Kauf. Einen Teil meiner Einnahmen werde ich mir künftig als Selbstständige erwirtschaften, dies ist mein Plan.

Nebenher bin ich noch aktiv mit der Mitarbeit bei den Landfrauen in der Region. Neue Slogans zu entwicklen war mein Einstand. Bei den Landfrauen bin ich im Herbst eingetreten. Ich kenn die Landfrauen-Organisation von meiner Tante in Deutschland her, da war ich schon ein paarmal dabei und es hat mir gefallen. Und da ich ein Bastelfuchs bin, mich für Garten und Landwirtschaft interessiere, bin ich nun auch dabei. Eigentlich ist die Schreinerin "schuld", die die neue Küche hier zusammen mit ihrem Mann geschreinert hat. Eine tolle kreative Frau und auch eine Landfrau, so kam ich dazu ... Im Juni werde ich den ersten eigenen Kurs geben: ein Mobile aus Strandgut basteln.

So habe ich ein buntes Paket geschnürt und positiv eingestellt, dass sich für mich was Gutes ergibt. Ich fühle mich dankbar dafür, wie sich mein Weg entwickelt!



Montag, 18. Januar 2021

Corona 2021, zusammengetragene Gedanken

Bislang hab ich es vermieden, einen Corona-Post zu schreiben. Es ist mir einfach zu komplex und ich hab "nur" eigene subjektive Ansichten. Aber ich mach mir Gedanken und die möchte ich doch mal festhalten. Weil ich wenig geistigen Austausch (mit mehreren Menschen) in meinem Alltag habe, mache ich es nun in meinem Blog.

Es sind verschiedene Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Lösung hab ich keine. Ausser: selber Denken, selber Handeln, Selbstverantwortlichkeit und Solidarität (wobei dies ganz verschieden aussehen kann).

Die Stimmungen und Tendenzen sind teilweise extrem, wenn es ums Thema Corona geht. Auch in meiner Familie gehen die Meinungen auseinander. Ich mache bei dieser Spalterei nicht mit und verweigere mich den Extremen. Eine Impfung ziehe ich in Betracht, warte aber noch eine Weile, möchte mich erst noch besser informieren. Zudem hab ich am neuen Ort noch keine Arztperson.

Staatliche Corona-Massnahmen: An eine Verschwörung aka Diktatur glaub ich nicht, an Dummheit und die Wirkung von Propaganda und Angstmache aber schon. Und eine Hilflosigkeit erkenn ich auch, angesichts der Lage probiert man halt Wege zu finden. Ich bin froh, dass nicht ich die Massnahmenpakete schnüren muss.

Dass es für uns neue Herausforderungen gibt: Ja. 

Dass es eine Ausnahmesituation ist: Ja. 

Doch Pandemien gabs auch immer schon. 

Und mit den Pandemien musste auch immer ein Sündenbock her, das ist klassisch. Häufig genug waren es in unseren Breitengraden die Juden: Volksverhetzung ist mit Corona nun auch wieder im Trend und das Vertiefen der schon vorhandenen Gräben leider in vielen Lagern verbreitet. Jemand muss Schuld tragen. Nationale und rassistische Denke gewinnt an Fahrt. 

Ich finde es arg, wie es durch die Massnahmen wirtschaftlich einen Kahlschlag gibt, vorallem bei den kleinen Geschäften. Mir scheint es auch nicht fair, dass online (bei den Grossen) eigentlich alles erhältlich ist und Ladengeschäfte dermassen eingeschränkt wirtschaften müssen. Ausser sie sind findig und kreativ und erschliessen sich neue Wege. Mir geht es nicht in den Kopf, dass die Wirtschaft sonst wie wild hofiert und lobbyiert wird und nun gibt es diese krassen Einschränkungen und wenig Antworten. 

Wir haben allgemein die Distanzen verkürzt und die lokale Wirtschaft vernachlässigt. Waren und Menschen reisen um den ganzen Globus, wir können die Globalisierung nicht mehr rückgängig machen! Auch die Krankheiten werden schneller ... Dass die menschlichen Grundrechte erst gelten sollen, sobald jemand geimpft ist, geht mir persönlich gegen den Strich. Wir können uns alle impfen lassen. Klar, und was machen wir beim nächsten Virus? Wieder Impfmarathon und wieder Lockdown? 

Verletzliche Personen sind zusammengefasst an einem einzelnen Ort; in Heimen. Diesen Gedanken habe ich bei Luisa Francia gelesen und es stimmt. Dass hier der Tod um sich greift, liegt nahe. Vielleicht sind wir damit einfach auf dem Holzweg? 

Ich erlebe einige Menschen im Rentenalter, die nun vereinsamen, da jegliche Aktivitäten eingeschränkt sind oder sie sich nicht mehr trauen, unterwegs zu sein.

Die Vereinzelung von Menschen wird nun als der Weg gesehen, wie wir solche Krankheiten in den Griff kriegen.

Und wie lösen wir ganz allgemein die Themen Alter und Krankheit, Handicaps? Wir fassen Betroffene zusammen, weil wir die Aufgabe der Betreuung und Pflege nicht in unseren Alltag integrieren können. Teilhabe an der normalen Gesellschaft gilt nicht für alle. Das ist ein Fakt. Und verwaltete Menschen sind einfacher zu händeln.

Vereinzelung durch die Massnahmen. Gerade bei kleinen Kindern und Schülern: Wo soll das hinführen? Wenn der Austausch mit anderen fehlt, kann das Immunsystem auch nichts lernen und "updaten". Und es gibt wirklich Familien, die ihre Kinder wegen Corona einsperren und ihnen den Kontakt zu anderen Kindern verbieten. Oder dass es keinen Ausweg aus der häuslichen Gewalt mehr gibt. Doch. Das sind die Extreme. 

Meine Freundin erzählte mir, dass sie zu Beginn der Pandemie Radionachrichten hörte. Im ersten Beitrag ging es um die Überalterung der Gesellschaft. Im zweiten Beitrag gings um den Ausbruch des neuen Corona-Virus, der vorallem für ältere Menschen sehr gefährlich ist. Sie fand diese Reihung der Beiträge surreal. Muss man es "beschreien", dass wir eine Lösung des Themas Überalterung brauchen? Klar, das ist magisches Denken. Aber die Welt der Vorstellung, der Energien, des Denkens und Rufens .. die existiert für mich. Da bin ich unwissenschaftlich.

Wir kommen nicht drum rum, das Leben hat einen tödlichen Ausgang. Der Tod und Krankheiten können einem immer ereilen oder auch die Angehörigen. Und es ist gut, wenn man sich in gesunden Zeiten schon damit auseinandersetzt. Sich über die "letzten Dinge" mit den eigenen Liebsten zu unterhalten, sollte kein Tabu sein. 

Dass die Medizin mit ihren Denk- und Handlungsmustern an Grenzen stösst, scheint mir schon lange eine Tatsache. Auch ethische Grenzen. Aber das hat auch mit unserem Verständnis von Medizin zu tun. Der Arzt machts, weiss es. Gesundheit auf Garantieschein, ans medizinische Personal delegiert und an Experten. Es hat nichts mit mir zu tun. 

Wie weit darf ich denn selber über meinen Körper und die "Massnahmen" bestimmen? Wie ich jetzt innert Kürze zweifach von anderen erfahren habe, können dann Ärzte zu fünft am Bett stehen und eine Unterschrift unter einer Verzichtserklärung insistieren. Es betraf nicht Corona (einmal Krebsverdacht, einmal Riskoschwangerschaft), doch in diese Richtung sind wir unterwegs. Wird Eigenverantwortung eines informierten Patienten geschätzt oder ist sie nur ein Störfaktor im System? 

So habe ich vernommen, dass in Spanien Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, in Listen erfasst werden. Das wäre dann schon in erster Schritt in Richtung Diktatur. Ich glaube nicht, dass die Lösung daraus besteht, Andersdenkende in Listen zu erfassen. 

Menschen die Zwischentöne kennen, lese ich gerne. Ansonsten verweigere ich den Medienkonsum grosszügig, da ich den Füllfunk nicht mehr ertrage und die reisserischen Schlagzeilen. Zu meinem eigenen Besten, bleibe ich da weg.

In Luisa Francias Internet-Tagebuch lese ich gerne. Ebenso die Sonntagskolumne von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung, diese habe ich als Newsletter abonniert. Hier der für mich hilfreiche Artikel: Muss man sich die Grundrechte durch Impfen verdienen? Er hat dem verbreiteten Wunsch: "Bleiben Sie gesund!" den Wunsch "Bleiben Sie demokratisch!" hinzugefügt. Und darum gehts doch:

Wie gehen wir als Gesellschaft gemeinsam weiter ohne in eine totalitäre oder komplett individualistische Welt abzurutschen?




Donnerstag, 14. Januar 2021

Tag 101 (Dem eigenen Weg trauen)

Die ausgetretenen Pfade in der Arbeitswelt tragen in der heutigen Zeit oft nicht einmal mehr jene, die sich darauf verlassen haben, dass es immer geradeaus geht wenn mans nur richtig macht und genug arbeitet. Momentan ist so vieles unsicher und vage.

Dass es auf meinem eigenen Weg viele Möglichkeiten gibt und dass ich aus dem Vollen schöpfen kann, wird mir neu bewusst. Ich kann ernten. Durch eine Weiterbildung im letzten Herbst hab ich eine Vorstellung davon, wieviel ich an Talenten und Erfahrungen habe und es einfach darauf ankommt, ob ich auch etwas wage und mir selber etwas zutraue. 

In einer kleinen Gruppe habe ich mir in diesem Kurs zu meinen Ressourcen eine Übersicht verschafft und diese Panoramasicht auf mein Leben zu bekommen, davon zehre ich gerade in der Rückschau auf diesen Kurs. 

So richtig kommt das dort Erarbeitete nämlich erst jetzt zum Tragen. Bei jedem Motivationsschreiben für eine Stelle kann ich darauf zurückgreifen: Weil ich vor Augen habe, was ich schon alles erlebt und geschafft habe, Erfahrungen sind da und sie sind vielfältig.

Es gab auch kritische Stimmen, als ich den alten Job und den alten Wohnort hinter mir liess. Selber kam ich die letzten Monate immer wieder ins Zweifeln, ob ich noch auf Kurs bin. Doch ich hatte einen Punkt erreicht, an dem es auf dem alten Weg einfach nicht mehr weiterging.

Ich brauche keinen ausgefeilten Plan, mich voran zu tasten ist auch in Ordnung. Schritt für Schritt. Solange ich selbstverantwortlich handle und mit Freude bei der Sache bin, bin ich auf guten Wegen unterwegs. Das ist genug.

In meinem Kopf wirbeln gerade so viele neue mutmachende Impulse, dass es mich vorantreibt. 

Ich will dieses neue Leben. Immer mehr. Die alten Schaltkreise der Angst in meinem Hirn, die kenne ich gut genug. Da muss ich nicht mehr genau hinhören. Das Neue interessiert mich mehr. 



Donnerstag, 7. Januar 2021

Tag 94 (Hoch, Runter, Hoch --- ein Pilgerweg )

Schwermut begleitete mich jetzt über mehrere Wochen. Die sagenhaften Raunächte waren sehr rau diesmal. Ich war an einem Tiefpunkt angekommen: Bin ich wirklich noch auf dem richtigen Weg oder täusche ich mich einfach nur selber? Alles erschien mir erdenschwer und es lief einfach nichts mehr rund, ausser dem schwarzen Kopfkino. Jeder Tag eine mentale Berg- und Tal-Tour.

Die Famillienweihnacht fiel wegen Corona aus, weil zwei Familienmitglieder erkrankt sind. Das hat mich niedergedrückt. Das jährliche Zusammensein ist trotz allen Mentalitätsunterschieden in unserer Familie ein wichtiger Punkt in meinem Jahreskreis. Die beiden sind nun wieder genesen und wohlauf, trotzdem hat mich die Sorge um die beiden bewegt. 

Rumoren der Emotionen und die Sorge um mich selber und meinen beruflichen Weg, eintrudelnde unerwartete Rechnungen und die damit schwindenden Finanzen ... das war auch noch Teil des Kopfkinos. Ich laufe finanziell auf den Reserven und komme ins Grübeln, ob ich mich nun doch arbeitslos melden soll, damit ich wenigstens zu einem Teil finanziell unterstützt werde und eine Struktur. Mein Selbstwert ist manchmal wie ein Blatt im Wind. Ich ringe darum.

Der Widerwille, mich bei Anmeldung auf der regionalen Arbeitsvermittlung auf jeden verfügbaren Job (möglichst gut bezahlt) bewerben zu müssen, ist stark. Ich wollte diesen Weg der beruflichen Neuorientierung selber gehen und nun geht mir die Puste aus. Weder wollte ich eine Bevormundung noch zu enge Leitplanken haben. Ein Zurückgehen auf meinen angestammten Beruf, das sehe ich für mich momentan nicht. Zu stressig. Ein Arbeitsleben nur am Schreibtisch und mit Deadlines zu verbringen ist mir zu einschränkend ... Ich weiss, dass ich der Gestaltung treu bliebe. Halt auf meine Art.

Der Mut ist da, mein Weg war schon immer jenseits der Norm -- und wird es bleiben. Das fühlt sich sehr gut an. Gerade in diesen ver-rückten Zeiten fühle ich, dass ich einen Leitstern habe. Das gibt mir Sicherheit. Es ist etwas, das von ganz innen kommt, mag das Aussen auch noch so seltsam erscheinen. Stern auf den ich schaue .. 



Montag, 30. November 2020

Tag 56 (Selbst-Bewusst-Sein)

Zwar galt ich schon immer als selbstbewusst (bis hin zu arrogant), doch manches Mal war es eher ein "fake it till you make it". Es war Flucht nach vorne oder ein Ankämpfen gegen die Umstände. Innerlich war ich unruhig und oft in Zweifeln. Gar nicht so sicher. 

Nun fühlt es sich immer mehr als echt an, ich bin mir meiner Selbst sicher(er): Hier bin ich. So bin ich. Ich habe gelernt, FÜR etwas zu leben, statt mich im Kämpfen zu verlieren. Ich weiss, was ich will. Das WIE und die Umsetzung sind manchmal noch knifflig. Doch mehr übers WIE herauszufinden -- DAS ist bereits schon ein Weg. 

Ich merke, dass ich immer noch stark auf die Stimmungen von anderen reagiere und ich dann schon etwas zu tun habe, um herauszufinden: meins oder deins? Atmosphärisches bekomme ich mit und habe dann zu tun, dies zu filtern. 

Es gelingt mir immer besser, zu mir zu stehen! Dabei hilft mir auch meine Lebensgefährtin. Sie ist sehr klar in vielem und dadurch werde ich klarer darin, wie ich mich ausdrücke, mich definiere. Klarheit tut gut.

PS: Beim Stichwort Klarheit fällt mir ein, dass ich mich früher davor gefürchtet habe, klar zu sein/sehen oder die Wahrheit (über mich) zu hören. Da war die Befürchtung, nicht (gut) genug zu sein und dass es etwas Schlechtes sein würde. Die tiefe Überzeugung war da, dass ich ja nicht richtig sein kann, sonst wäre ich ja nicht immer wieder abgelehnt worden für mein Sosein. Mir hat ein Text geholfen, dies etwas besser zu verstehen: How Being Bullied Affects Your Adulthood

Nun spüre ich, dass meine Kraft wächst, wenn ich diesen Befürchtungen auf den Grund gehe und dahinter schaue. 



Mittwoch, 13. Juni 2018

What's love?




The morning sun looking like the moon, because of clouds. Work myself through different shades and shadows of love. Growing. Moving forward.
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If love casts a shadow you have to look even better. Because there must be a misunderstanding. Real love always sets free. And it maybe you, causing the shadow with stopping love ... with fears or thinking or dealing with old hurts.
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Am I able to let it glow and to let it flow? To love? To embrace and love myself for who I really am?
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Love has no beginning and no end. It's stronger than death ... Love survives ... .
Love is eternal.
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Love is.
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Von meinem Instagram Account von heute morgen. Zu müde und zu faul um es zu übersetzen. Mitten in starken Auseinandersetzungen mit mir selber und dem Lieben und Geliebtwerden. Meine alte Welt ist auseinandergefallen und die neue ist am Werden. Starke Ängste und Prozesse .. und wenig übrige Energie.
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Mir wird klar, dass ich mir bisher selber keine gute Gesellschaft war. Mich bei der Liebe stehts auf das verlassen habe, was von Aussen kam. Überwinden alter Verletzungen. Herausfinden, wie das geht, mit dem Loslassen .... Neu werden. Sein!

Donnerstag, 23. November 2017

Dankbar sein (müssen) und gläserne Decken



Sei dankbar?! An diesem Dankbarseinmüssen stosse ich mich, seit es mir besser geht und ich mit viel weniger Stress lebe. Dankbarsein. Sei dankbar. Da kommt mir auch das Lied Dankbar von den Toten Hosen in den Sinn.

Doch es gelingt mir nicht ständig, dankbar zu sein, weil ich mich nun keineswegs nonstop zufrieden fühle. Und das ist die Krux: Frust.

Wahrscheinlich hab ich mir das so gedacht: Geht es mir dann in meinem Leben mal besser, ist ab da dann alles in Butter.

Aber nun stosse ich mich an gläsernen Decken und Wänden. Mein bisheriges Leben wird mir zu eng. Hmpf. Nun soll ich also noch dankbar sein dafür, dass da wieder ein innerer Druck entsteht?!

Manchmal getraue ich mich kaum, darüber zu sprechen oder zu reden, wie frustriert ich mich manchmal fühle, weil ich ja eben "dankbar sein müsste". Doch es muss raus. Die Arbeit an mir selbst hört nicht einfach von einem Tag auf den anderen auf. Jammern auf hohem Niveau versus es-beschreiben-wie-es-für-mich-ist.

Ich komme nun einfach in neue Räume meines Leben, in denen ich vorher noch nicht war. Und auch das ist eine Herausforderung. Es ist einfach "anders" herausfordernd. Dankbar zu sein IST wichtig für mich. In Momenten der Frustration brauche ich aber was anderes. Weil die Seele mich dann braucht und nicht mit hohlen Phrasen beschwichtigt werden will.

Räume von denen ich nichts wusste oder die ich als unerreichbar für mich angeschaut habe tun sich vor mir auf. Es ist, als wäre mein Leben ein Haus und ich hätte vorher nur im Keller und im Ergeschoss gewohnt .. und an manchen Tagen in der staubigen Rumpelkammer.

Nun entdecke ich, dass da im Grunde noch viel mehr ist als das -- und da ist ein Erstaunen in mir und auch ein wenig ein Schock. Denn mir wird bewusst, wie eingeschränkt ich bis jetzt gelebt habe. Das muss ich erst mal setzen lassen.

Ich geh dann mal die Treppe hoch und schaue was es da so alles gibt ....

So ganz ist es eben auch noch nicht in meinem Bewusstsein angekommen, dass ich mich wirklich von einem grossen Teil meines Ballastes befreit habe.

Manchmal komme ich mir vor wie ein Goldfisch, den man aus seinem viel zu engen Glas geholt und in einen grossen See gesetzt hat; ich ziehe immer noch die gleichen engen Kreise, mental. Das Leben ist neu, aber das innere Programm ist noch alt.

Die Resignation ist wie vorprogrammiert. Auch das ist eben auch ein Prozess; der seine Zeit braucht. Mir meinen Raum auch zu nehmen, zu klären was ich NUN brauche -- denn was ich vorher gebraucht habe, dient mir jetzt nicht mehr und es ist wichtig, den Kopf zu heben und den Blick für neue Möglichkeiten offen zu halten -- und durchzuatmen.


Sonntag, 1. Oktober 2017

Armutsgefühl (5 der Münzen im Tarot)

Es gibt Momente, in denen ich gefühlt mit leeren Händen da stehe. Was an Gutem da ist, auch an Talenten, geht mir vergessen. Ein Armutsgefühl herrscht vor. Es herrscht Mangel. Das zerlumpte Dasein.

Früher regelmässig genutzt, nehme ich die Tarotkarten nur noch selten hervor. Doch eines der für mich deutlichsten Symbole, das dieses Armutsgefühl darstellt, ist mit in den Karten begegnet (Rider White, Bild selber g**geln)

5 der Münzen


Die Bedeutung dieser Karte (nach der Deutung von Hajo Banzhaf*) hat vor ein paar Jahren so gut mit meinem vorherrschenden Lebensgefühl übereingestimmt, dass sie sich mir tief eingeprägt hat. Darum will ich sie hier festhalten.

Aus dieser Haltung heraus betrachtet, wird alles wertlos. Es kann, muss aber nicht unbedingt um Materielles gehen. Das Armutsgefühl greift viel tiefer: es ist ein Gefühl von existenziellem Mangel. Kann Bedrohung/Gefährdung bedeuten.

Beim Bewusstwerden dieses inneren Zustands, da hat mir auf jeden Fall diese Karte geholfen. Die Karte hat mir oft einen (empfundenen) Mangel in meinem Leben anzeigt, auch die Angst vor dem Mangel/dem Verlust. Ich hatte oft das Gefühl "unten durch" zu müssen, dieses beständige Mangel- und Armutsdenken (immer immer ich, immer komme ich zu kurz ich armes Hascherl) konnte ich überwinden.

Ein inneres Armutsgefühl lässt sich nicht durch äusseren Wohlstand und materielle Dinge heilen. Da bleibt immer ein Loch in der Seele, das zu füllen ist. Für mich passt diese Karte auch gut zu Weihnachten. Es ist die Kehrseite der oft protzigen Zeit, in der emotionaler Mangel besonders stark empfunden wird. Wenn ich mich innerlich reich fühle, meistere ich mein Leben anders ... egal wie es im Aussen gerade aussieht.



* Hajo Banzhaf war ein Astrologe und Tarotspezialist (Quelle: wikipedia)


Samstag, 5. August 2017

Sterne statt Schiffe

Bei einer anderen Bloggerin las ich mal diesen Spruch:


Mit der Zeit lernt man, seinen Kurs nach dem Licht der Sterne zu bestimmen und nicht nach den Lichtern jedes vorbeifahrenden Schiffes. 

Omar Nelson Bradley
(Quelle)


Die Entscheidungen, Werte und Richtlinien in meinen Leben kommen, im besten Fall, aus meinem Inneren. Wenn ich mich nach anderen Meinungen und Trends richte, fahre ich in die Irre. Diese ändern sich ständig oder sind für mich oft unpassend. Diese Erfahrung habe ich gemacht und sie ist mir wichtig geworden. Vor allem wenn es um Lebensziele und persönliche Prozesse geht, kenne nur ich selber mich mit meinem Leben aus. Ich kann durchaus auch überprüfen, was für mich stimmt, wenn es von jemand anderem kommt. Aber den Kurs, den muss ich selber bestimmen. Einzig und alleine.

Und dann gibt es noch einen anderen Spruch, der mir viel bedeutet und über den ich lange nachgedacht habe. Für mich ist darin eine tiefe Wahrheit zu finden. Es ist ein Zitat aus einem Stück von Shakespeare.


Dies über alles: Sei dir selber treu!
Und daraus folgt so wie die Nacht dem Tage,
du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.
Hamlet I, 3. (Polonius)
William Shakespeare
(Quelle)