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Donnerstag, 30. Oktober 2014

Kino zuhaus.. "Sons of Norway"

Es gibt so einiges, was mich beschäftigt. Bei der Arbeit und Privates. Aufs Papier, respektive ins Blog, dafür scheint mir der Weg aber zu weit. Die Zeit ist nicht reif. Dafür hier Tipp für einen Film den ich letztens gesehen habe.

Die letzen Tage habe ich mir, in Etappen, den Film Sons of Norway angesehen. Thema: Wie funktioniert Weiterleben nach dem Tod eines geliebten Menschen (nicht)? Ein Vater-Sohn-Film der besonderen Art: Hippie (Vater) und Punk (Sohn). Manches ist und bleibt abstrus, heftig. Ist surreal. Vielleicht ist das das, was es ausmacht, warum der Film einfährt und man mit den Figuren mitgehen kann: Sie sind nicht abgefilmt, man rutscht in sie rein. Auch in ihre Stimmung. Am Schluss bleibt Melancholie, ein zwar trauriges Lächeln - aber immerhin ein Lächeln - auf den Lippen und alles ist offen ..

Dienstag, 27. August 2013

Bei Römers ist was los!


Bei den Zelten der Legionäre

Impressionen vom 
Römerfest in Augusta Raurica 2013

Freitag 23/8/2013

Normaler Arbeitstag, am Abend dann Fahrt nach/Ankunft in Augusta Raurica alias Augst/Kaiseraugst um 20 Uhr.

Nachtessen: Fischspezialitäten.
Ausnahmsweise: Bierchen (Panache/Radler).

22.30 Uhr Nachtruhe (im römisch eingerichteten Hotelzimmer) …
Gelächter aus dem Garten der Wirtschaft. Eine Frau hat ein dermassen lautes Organ, sie könnte problemlos unplugged als Stadionsprecherin, nämlich ohne Mikrofon, eingestellt werden …

00.00 Uhr Ich bin soeben eingedöst und erwache wegen dem Radiowecker der auf diese Uhrzeit eingestellt ist!! What the Fuck?!

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Samstag 24/8/2013

06.00 Uhr Kirchenglocken!! Ach du liebes christliches Abendland …

Döse dann ein. Mein Liebster beginnt zu schnarchen.
Ich bin endgültig WACH..

Guten Morgen Welt!


Ein römischer -ähm- Pfeiler
Statuette im Zimmer (Hotel)






















Samstag und Sonntag am Römerfest
Das Römerfest ist grossartig und gefällt mir. Soviele liebevolle Details und liebenswerte Freaks *g* in mehr oder weniger originaler Tracht. Mein Liebster und ich tauchen ein … und geniessen zwei Tage voller Impressionen und Spektakel. Bauchtanz und Spanferkel, antike Tänze, Seiler und Schumacher, Knochenschnitzerin, Latrinensklavin, Gladiatoren, Legionäre und Co ...


Kleiner Junge: Ich will auch noch die Radiatoren sehen!
(Radiator = schweizerisch für Heizkörper/Heizung ... natürlich meinte er die Gladiatoren!)

Legionäre und Legionellen >_<

Überall strolchten kleine Nachwuchs-Legionäre herum, mit römischem Federhelm aus Karton, Holzschwertern und Kartonschilden. Mit der Zeit nervte mich diese Kleinen etwas .. da sie überall ihre Gefechte austrugen und gegen die anderen Besucher stiessen, respektive mit ihren Schilden rammten; ich nannte sie ab da Legionellen ;)

Ich fand, wieder Erwarten, Gefallen an den Gladiatoren. Das hat was. Männer die kämpfen. Gott Mars lässt grüssen. Testosteron findet seine Arena und Bestimmung …

Als wir jedoch das etwas weiter entfernte Amphitheater aufsuchten und ich mir vor Augen führte, welches Blutopfer diese Spiele tatsächlich verlangten, wieviel Leid(en) damit verbunden war, löschte es mir dann doch ab … Trotzdem finde ich Kampfkunst etwas total Spannendes. Solange die Teilnahme freiwillig ist – versteht sich!

Alles in allem waren es gelungenes Wochenende und ich bekam zum ersten Mal in meinem Leben bei einem solchen Anlass keine Panik und keine Krise. Was ich auch meinem Freund zu verdanken habe, der mich begleitet hat und immer bereit war, eine Pause einzulegen, wenn es der Eindrücke zuviel wurde. Endlich kann ich solche Anlässe auch mal geniessen! Das wünsche ich mir schon lange … Jetzt geht es !

>>> Bilder klicken zum Vergrössern …


Dienstag, 12. Juli 2011

Maman


"Mutter" – So heisst diese riesige Skulptur der französisch/amerikanischen Künstlerin Louise Bourgeois (1911–2010). Louise Bourgeois und ihre Kunst faszinieren mich schon lange. 

Zu sehen ist diese Riesenspinne derzeit am Bürkliplatz in Zürich/CH. Ein paar Jungs fanden es lustig, ihr Auto drunter zu stellen und sich so ablichten zu lassen.

Für mich war es ein "must", einmal in echt ein 3-D Werk von Bourgeois zu sehen, bisher habe ich nur einige Zeichungen gesehen. Obwohl ich nicht unter Spinnenphobie leide, gruslig war das also schon …

Dienstag, 31. Mai 2011

Nichtorte

Gleisdreicke, Spazierwege an Eisen- und Autobahn, stilles Industriegelände am Sonntag, Recyclingplätze, Deponien, Komposthalden, Bauschutthalden, Steinbrüche. Ich mag auch die Brachflächen von Baustellen, ich liebe überwachsene Erdhaufen und Miststöcke. Diese Orte habe ich schon immer gemocht. Sie dienen dem Transit.

Sedimente. Meinen bisher besten und abwechslungsreichtsten Job hatte ich an einem solchen Ort. Für einen guten Lohn arbeitete ich halbtags in der Werkhalle eines Recyclingunternehmens. Es galt, Haushaltsmüll zu sortieren. Von Hand. Nicht auf dem Fliessband, sondern auf einem Werktisch, dieser Müll wurde dann in verschiedene Fraktionen aufgeteilt und die Daten erfasst. Das Ganze war eine Studie. Für mich wars reine Archäologie, wieviele Schichten und Geschichten sich da zeigten! Das Persönlichste, was ein Mensch von sich gibt sind seine Hinterlassenschaften und sein Müll! Vor dem Aufschneiden eines Müllsacks weiss man nie, was einen erwartet … Diese Arbeit würde ich (für diesen Lohn) jederzeit wieder tun. Für eine Geschichtensammlerin wie mich ist so was eine reine Goldgrube …

Montag, 30. Mai 2011

Hymne

Hommage an D. H. Lawrence

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Leidenschaft, Wärme und stilles Glühen …Lebenslust und Freisein von Zwängen …
Tiefe Menschlichkeit und ein grosses JA zu allem Lebendigen… Zärtlichkeit …

. . .

Manchmal lässt es sich nicht beschreiben, was mir ein Buch oder ein Film gibt.
Meine erste Bildhommage geht an D. H. Lawrence und seine "Lady Chatterley" …
(Absolut sehens- und erlebenswert finde ich die Verfilmung von 2006 mit Marina Hands).

Montag, 16. Mai 2011

Im Kreis

Das Labyrinth lässt sich auf der Insel Werd bei Eschenz (CH) erfahren!


Und plötzlich war da nur noch Stille…. 


Vorher hatte ich mich inmitten einer Menschenmenge auf einem Spazierweg am See befunden. Aus dem allgemeinen Trubel war ich entkommen, ich hatte mich in einen kleinen Park hinein gewagt, dessen eisernes Tor leicht offen stand.  Der Lärm des Menschentrubels verlor sich in der meterhohen Lebensbaumhecke.

Nun stand ich auf einem kleinen Kiesweg und schaute mich um. Das Ganze sah recht privat aus, doch die Ruhe war so wohltuend, dass ich einfach stehenblieb und erst einmal tief durchatmete. Es war eine gepflegte Wildnis aus hohen Parkbäumen, Rasen und Wiesenflächen mit einigen Obstbäumen. Alles stand in jetzt voller Blüte. In der grünschattigen Tiefe entdeckte ich eine spiralige Figur im Rasen, es schien eine Art Weg zu sein. Neugierig ging ich näher.

Es war ein grosses Labyrinth, die Pfade waren aus hellem Kalksplitt in den Rasen gezogen. Es sah übersichtlich und leicht aus. Da waren keine hohen Hecken oder Maisstauden, da waren nur schmale Wege in niedrig gemähtem Rasen!

Ich begann, die erste Runde zu ziehen und lief das erste Viertel des Kreises ab. Bald würde ich in der Mitte sein! So dachte ich mir. Doch unversehens zog der Weg nun eine enge Kurve und führte mich in die Richtung zurück, aus der ich eben gekommen war. Verblüfft und frustriert schaute ich mich um. Es war ganz anders als ich gedacht hatte! Da war kein schnelles Ankommen drin. Jede einzelne der Kiesschlaufen musste ich entlanggehen, wenn ich die Mitte des kreisförmigen Labyrinthes erreichen wollte. Es gab zwar keine Sackgassen jedoch auch keinerlei Abkürzungen!

Das war mühsam, am liebsten wäre ich davongelaufen! Meine Lust auf Meditation war schon verflogen. Ich musste schmunzeln, war es nicht auch im Leben so? Dass ich immer möglichst schnell ankommen wollte, statt dass ich mir Zeit nahm und ich dann unversehens länger brauchte? Der Weg führt mich in die Nähe der Mitte, dann wieder nach aussen. Das Leben kannte keine Abkürzungen und dennoch gab es keinen gradlinigen Pfad. Diese geheimnisvollen Gedanken und Empfindungen beschäftigten mich auf dem weiteren Weg. Wer hatte wohl diese Figur ersonnen? Ich staunte, wie dieser äussere Weg mir zu einem inneren Weg wurde. Den Weg überschaut man im Leben nicht während dem Gehen, er führt in Windungen und Wendungen, vor und zurück, in Spiralen um eine Mitte …

Unzählige Meter später stand ich in der Mitte des Labyrinthes!

Nun würde ich schnell wieder draussen sein, dachte ich, denn der Ausgang lag mir ja vor Augen. Ich machte also kehrt und stand wieder verwirrt da! Es gab gar keinen Ausgang!  Der Weg den ich hinein genommen hatte, war auch der Weg, der mich wieder hinausführen würde …



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Diese Kurzgeschichte schrieb ich für die Aktion "Die Flotte Feder" von Follygirl … Zu einem vorgegeben Anfangssatz können alle die Lust haben, eine eigene Geschichte schreiben. An jedem 15. eines Monats wird sie online gestellt und es gibt Kurzgeschichten-Frischfutter. Hier gehts lang zur Aktion und den weiteren Beiträgen:  Petras Reserve Blog

Freitag, 15. April 2011

Feierabend

Aufatmend ließ ich mich auf das Sofa fallen, was war das für ein verückter Tag gewesen, und griff nach der Fernbedienung. Mir war jetzt alles recht, was mich aus meinen Gedanken herausriss. Ganz egal was es war. Hauptsache, das Dröhnen in meinem Kopf hörte endlich auf! Jetzt nur nicht nachdenken, weg mit all dem Mist, nur ins Vergessen absinken …

Lustlos drückte ich mich durch die Programme. Heute vermochte mich selbst der sonst so zuverlässige Kasten nicht abzulenken. Ich war wie unter Strom. Der Nachbar unter mir war in seinem üblichen Feierabendsuff und heulte wieder wie ein Wolf... Das verbesserte meine Stimmung um null Grad. Ich wünschte mir, meinem inneren Schweinehund auch endlich zu folgen. Ich stellte es mir vor, wie ich brav hinter ihm her dackelte.

Ein leises Grinsen stieg in mir auf und dann musste ich schallend lachen!  Mein hysterisches Gelächter musste auch eine Etage tiefer zu hören sein, jedenfalls herrschte jetzt Ruhe. Die Anspannung der letzten Monate fiel von mir ab während ich mir die Lachtränen aus den Augen rieb. Mein Ärger verschwand. All die Reibereien bei der Arbeit lagen hinter mir, ich hatte mich entschieden: Morgen würde ich kündigen und ab nächstem Montag unbezahlt freinehmen. Einfach so ins Blaue hinaus. Mir wars egal, es fühlte sich saugut an.

Ich sass noch eine ganze Weile still auf dem Sofa während es draussen dämmerte und dann Abend wurde. Dann griff ich zum Telefon und rief meiner Liebsten an. "Schatz, wie wärs mit Ostern in Rio?" Am anderen Ende der Leitung hörte ich erst atemlose Stille und dann einen sehr sehr lauten Jauchzer …



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Diese Kurzgeschichte schrieb ich für die Aktion "Die Flotte Feder" von Follygirl … Zu einem vorgegeben Anfangssatz können alle die Lust haben, eine eigene Geschichte schreiben. An jedem 15. eines Monats wird sie online gestellt und es gibt Kurzgeschichten-Frischfutter.
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Freitag, 7. Januar 2011

Prinzessin 2.0 (Rapunzel)

Gestern war ich im Kino. In der Nachmittagvorstellung von Disneys "Rapunzel". Ein schöner Film mit einem Power-Girl in der Hauptrolle. Diese Prinzessin weiss sich zu helfen! Der Film war farbig, romantisch, lustig - und wie immer bei Disney, ziemlich moralisch. Gut und Böse sind fein säuberlich getrennt. Und die romantische Liebe als Lebensideal?! Ich fragte mich, was wohl die Knirpse so dachten, was bleibt da hängen? Naja - Schwamm drüber, Denkmaschine runter fahren.
Schön wars! Am weissen Palastpferd Maximus hab ich einen Narren gefressen, das war mein absoluter Lieblingscharakter! Ich und meine Freundin waren die einzigen "grossen" Mädchen ohne Begleitung. Sonst waren da fast nur Mütter und Grossmütter mit Nachwuchs. Zum Glück bin ich zum Geniessen von Disneyfilmen immer noch kindlich genug >_<