Donnerstag, 21. August 2014

taube nuss hat doch einen kern .. hat ihn nur verlegt .. und wie gehts weiter?

Taube Nuss?
Ich fühle mich in den letzten Monaten oft seelisch taub. Auch ein Grund, weshalb mein Blog verwaist bleibt. Ratlosigkeit, Flaute. Ich stecke in (m)einem Arbeitsleben fest, das mich weder erfüllt noch begeistert. Ich lerne zwar, mich nicht ständig zu ärgern, aber mich an der Arbeit zu freuen, dazu gibts für mich gerade keinen Anlass. Ich stehs durch. So sieht es gerade aus ..

Ach nee, da ist ja doch noch ein Kern!
Meine Seele macht sich auf den Rückzug ins Schneckenhaus. Höchste Zeit, meine Seele endlich wieder mehr lieb zu haben. Zwar habe ich immer weniger Fehltage, stehe immer besser im Arbeitsleben, aber zufrieden macht mich das nicht. Immer war ich bestrebt, über mich selber zu bestimmen und über meine Tätigkeiten. Nun bin ich im grauen Alltag gelandet, wie Millionen andere auch. Ich schaffe halt, was man mir ranschafft. Ich sehne mich nach mehr und spüre, dass es Zeit wird, aufzubrechen. Um heil zu bleiben, muss ich andere Wege gehen.

Doch wohin? Das ist momentan meine grosse grosse Frage. Und ich habe einige Antworten, doch keine davon reisst es raus .. vielleicht muss es noch ein wenig reifen .. fühlt sich noch nicht rund an.

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Auf der Suche nach meiner Realität 
Ich habe es ausprobiert, dieses normale Berufsleben und es gefällt mir nicht! Das hab ich ja vorher schon gewusst, doch nun hab ichs ausprobiert - und ich mag es nicht! Schon immer anders gepolt, mehr auf einen inneren Weg, kostet es mich viel Kraft mich dieser allgemeinen Realität zu stellen. Diese sogenannte allgemein akzeptierte Realität ist für mich oft fragwürdig. Irreal und absurd – so empfinde ich sie. Eine Daily Soap.

Was da alles als normal und gegeben gilt, kann ich nicht unterstützen. Deutlich wird es in meinen Träumen, da demaskiert sich manches "Vernünftige" als lebensfeindlich.

Vom Träumen zum Machen Momentan stecke ich in der Verwandlung von der Idealistin zur Realistin. Ich träume nicht mehr von der idealen Welt. Vielmehr suche ich danach, wie ich meine eigene Realität leben kann. Ich weiss, dass das nötig ist – doch wie das geht, ist mir noch nicht klar.

Mir ist klar, das ich vor einer wirklichen Wende stehe.  Was daraus wird, liegt bei mir. Jetzt, wo ich ich den allgemeinen Weg ausprobiert habe. Es liegt an mir, meine Schritte zu lenken. Und ich bin selber gespannt, wie es weitergeht! So ganz traue ich dieser Freiheit noch nicht. Wurde ich doch immer davor gewarnt, das Leben nach dem Lustprinzip leben zu wollen … das Unlustprinzip funktioniert jedoch keineswegs besser …

Was zu beweisen war >_< ..




Heilung (1)

Mein Weg aus der Depression
Meine eigene Genesung, mein Weg aus der Depression, begann, als ich mich selber endlich ernst nahm. Meine Empfindungen, meine Sehnsüchte, meine Wahrnehmungen. Ich beschäftigte mich intensiv mit spirituellen und esoterischen Themen und konnte endlich auch selber meiner Seele mehr Raum geben. 

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Diesen Raum, den konnte ich mir vorher nur im geschützten Raum der Psychotherapie geben. Ich begann, das Leben (mehr) in meinem Tempo zu leben. Ich liess alte Tabus los, die aus meinem christlichen Elternhaus stammten. Nun kamen nach und nach neue Ideen und Wege in mein Leben, beispielsweise die Blütenessenzen, deren wohltuende Wirkung ich noch heute für mich nutze. Was gut tut, ist nicht immer das, was gängig ist und allgemein akzeptiert wird. 

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Ich nahm mir viel viel Zeit. Ich kostete meine Eltern eine grosse Stange Geld und später dann den Staat. In den Augen anderer ging ich den Schwierigkeiten aus dem Weg. In Wirklichkeit kämpfte ich um mein seelisches Überleben. Alle diese Auszeiten und Brüche waren lebensnotwendig: Mich gibt es noch immer! Hätte ich unter noch grösserem Druck von aussen gestanden, ich weiss nicht, ob ich den inneren Druck dann noch ertragen hätte. 

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Heil kann immer nur ich selbst mich fühlen. Das Gefühl von Heilsein kommt aus meinem eigenen Empfinden. Ich kann nicht beurteilen oder bestimmen, wann jemand anderes heil ist. "Heilsein" heisst auch nicht unbedingt "Gesundsein". Manchmal ging es mir in meinen schwärzesten Stunden so, dass sich die Depression wie ein weicher, schwerer, schwarzbrauner Mantel um mich legte, mich zu Boden zog und ich mich einfach hinunterziehen liess. Was für eine Befreiung, Loslassen zu können ... mich dieser Erdenschwere endlich ganz hinzugeben, war ein ganz inniges und warmes Gefühl. So lange ich aber gegen die Schwere ankämpfte, war es schier unerträglich.

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Hier gehts zu Teil 2






Herbst ohne Rilke

Meine liebste Jahreszeit beginnt: Es wird Herbst. Vor einigen Tagen bei tropischer Schwüle spazieren gegangen - und nun fröstelt es mich. Doch das Licht, das Licht .. mein Herbstlicht! Klare Luft, klare Gedanken.

Man kann nicht sagen, dass der Sommer "sehr hoch" war, eher, dass die Regenwolken sehr tief hingen. Deshalb - und weil ichs zutodezitiert nicht mehr sehen mag - spare ich mir Rilkes berühmtes Herbstgedicht - und zeige lieber ein paar Knochen ..


Donnerstag, 31. Juli 2014

Mehr Leben

Manchmal fühle ich mich, als würde ich nach wie vor nur zu einem Teil am Leben teilnehmen. Altes drückt mich noch und mein Weg erscheint in diffusem Licht. Das ärgert mich dann oder macht mich betroffen, frustriert.

Andererseits gehts mir so gut wie nie und das muss ich mir dann selber immer wieder bewusst machen! Dass der Weg halt nach wie vor etwas unklar ist, das ist wirklich nicht sooo tragisch! Dass ab und an einiges eher mühsam ist und es auch trübere Tage gibt, ist doch einfach menschlich: So ist das Leben!

Ab all den kleineren Stolpersteinchen muss es mir also wirklich nicht bange sein.
Ich habe weitaus Grösseres gemeistert!

Deshalb ist für mich Rückschau halten wichtig, erst im Vergleich mit dem Gestern sehe ich, wie weit ich tatsächlich gekommen bin. Auch mein Freund erinnert mich ab und zu daran, an Schwieriges, das ich geschafft habe, vieles habe ich bereits vergessen! Klar, das ist gut - und trotzdem darf es nicht komplett vergessen gehen. Es geht ja nicht (mehr) ums Bejammern was alles früher nicht so war, wie es hätte sein sollen/können .. denn bei wem gibt es das nicht?!
Es geht darum, mich zu verstehen und mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.
Gegenwärtig sein und bewusst, mich kennen. Herauszufinden was mich wirklich bewegt.

Es geht mir darum, mehr Leben in mein Leben zu bringen.

Freitag, 25. Juli 2014

Ziemlich rumgekommen ... (2)




Kleine Hüpfer und Flieger .. (die Schmetterlinge hat meine Mutter fotografiert)

Der Garten

Vom schweizerischen zum schwäbischen Jura..

Jedes Jahr im Sommer fahre ich nun seit einigen Jahren mit meiner Mutter nach Deutschland (Schwäbische Alb) zu unseren Verwandten. So wars auch dieses Jahr.. Dort kümmern wir uns um den Garten meiner Grosseltern. Die beiden sind schon vor einigen Jahren gestorben. Schon vor ihrem Tod wurde es mit der Bewirtschaftung schwierig. Mit 90 noch an steilen Hängen herumkraxeln ist schwer!

Die Kuckucksuhr ist etwas lädiert, der Kuckuck ist abgefallen,  die Zeit einzustellen geht nimmer recht,
aber "gekuckuckt" wird noch lautstark, und das ist doch die Hauptsache!

Früher lag der Garten in Magerwiesen eingebettet, ich erinnere mich, in denen einzelne Büsche und Bäume wuchsen. Nun ist es eher ein von Busch- und Waldland umgebenes "grünes Reservat". In Handarbeit wurde er in den 50er Jahren terassiert, es sind etwa 6 bis 7 Etagen. Efeuumrandete Terassen, Trockensteinmauern. Sehr kalkhaltige Erde: Schwäbischer Jura! Einige Obstbäume und ein Walnussbaum stehen dort. Alles ist überwuchert. Meine Mutter fährt mehrmals im Jahr hin um zu jäten und zu roden, Herbst-Blätter vom Dach zu holen und vieles mehr. Zwischendrin, inmitten des Grüns, behaupten sich die gesetzten und gezogenen Blumen, Bäume, Stauden und anderen Pflanzen. Es ist ein Insekten- und Eidechsenparadies! Wilde Orchideen hats auch ..

Quittenblüte. Die Quitte trägt dieses Jahr zum ersten Mal zwei Früchte..
Den Baum schenkte mir meine Mutter, er steht bereits ein paar Jahre.
Das Bild stammt von meiner Mutter.



Es sind regelmässig Rodung- und Jätarbeiten nötig um hier den Wald vor der Übernahme des Gartens abzuhalten! Bergahorne, Eschen, Cotoneaster, Haselsträucher; Kanadische Goldruten; Himbeerbüsche, alle wollen sie einen Platz an der Sonne ...

Waldgarten würde heute als Name passen. Hinter dem grossen Gartenhaus steht ein riesiger Bergahorn, der sich das Gemäuer drückt und einen Teil des Dachs eingedellt hat. Kein Wasser, kein Strom, kein direkter Zufahrtsweg! Dieser Garten wurde immer nur in Handarbeit bewirtschaftet. Und das ist noch heute so! Leider merke ich hier, dass ich zur Büroarbeiterin geworden bin, war jeden Tag sowas von völlig geschafft am Abend ..

Die Apfelbaumveteranen tragen immer noch ...
Foto stammt von meiner Mutter.
Wo ist die Gärtnerin? Meine Mutter in Aktion ..
Laubkompostbewohnerin .. 
Wer kann schon, von seiner Immobilie aus,
einen solchen Blick sein eigen nennen?
Und das während man auf dem Plumpsklo sitzt ...

Eine Neuerwerbung von diesem Jahr,  Name vergessen ..
Mal schauen wie sie sich macht!
Vintage... Original Gartenhaus mit der Gärtnerin Nummer 2





Dienstag, 22. Juli 2014

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ziemlich rumgekommen ... (1)

Man bringt von diesem Naturwunder nie alles auf einmal aufs Bild.. hier eine Aufnahme
meines Bruders: stellt euch einfach vor, beim Blick nach rechts seht ihr noch mal das gleiche..
zusammen gibts dann eine riesige Felsenarena!

Creux du Van
Am 5. Juli ging es mit meinem Bruder und meinem Freund zum Creux du Van im Neuenburger/Waadtländer Jura. Diese Felsenarena hat mich vor ein paar Jahren so beeindruckt, dass ich unbedingt einmal wieder dorthin wollte. Da es zum Hochkommen eine sehr gute Kondition braucht, haben wir diesen Punkt ausgelassen und sind mir dem Auto gefahren. Angekommen sind wir bei kaltem und nebligem Wetter - unser erstes Ziel war die Berghütte Le Soliat auf dem gleichnamigen Plateau.

So proppenvoll hatte ich mir das Bergrestaurant nicht vorgestellt, sie fragten uns sogar, ob wir reserviert hätten.. Auf die Idee, bei diesem Wetter, wäre ich nie gekommen >_< trotzdem schafften wir es, drei Plätze zu finden und angesichts des Wetters gabs ein wunderbares Fondue, das beste das ich bisher gegessen habe!

Danach genossen wir die beeindruckende Sicht .. durch die Nebelschleier bekam alles einen mysteriösen Hauch .. Wieder einmal beeindruckten mich die Pflanzen dieser Bergwelt
ebenso wie die Landschaft.

Von dieser Jura-Landschaft gings ein paar Tage später zu einer anderen, Bericht folgt hier ..

Durchblick in die Felsenarena ..


So entspannt liegt nur eine Kuh herum, die sich wohl fühlt.. das Kalb gleich mit!
Gelber Enzian
 Ganz in der Nähe, im Val de Travers wird der berühmte Absinth daraus gemacht

Die ersten Blüten der Türkenbundlilien öffnen sich ...
Ein Bild, das mein Freund gemacht hat