Die letzten Monate waren eine der Zeit der Grenzerfahrungen. Ich wurde bei der Arbeit so sehr gefordert, dass ich mich wirklich mit mir selber auseinandersetzen musste. Als wäre ich nonstop auf dem Prüfstand. Meine eigene Ernsthaftigkeit und Besorgtheit wurde mir voll bewusst. Ich musste sicheres Gebiet verlassen auf dem ich mich eingearbeitet hatte und mich auf ungewohntem Terrain behaupten und beweisen, zB darin, andere Menschen führen. Da fühlte ich mich so unwohl und da kam die Angst, dass ich wieder zu dominant auftrete, was mir schnell passiert, wenn ich meine eigene Unsicherheit nicht aushalte. Die Feedbacks waren jedoch durchwegs positiv. Mir sind meine Schwächen im Sozialverhalten durchaus bewusst und ich bleibe da dran.
Arbeit und Baustellen gibt es immer noch genug. Komfortzonen haben sich in meinem Leben sowieso selten nach Komfort angefühlt; eher nach "hier halte ich es einigermassen aus". Das "aber dir gehts doch jetzt gut?" und "das ist doch jetzt gar nicht so schwierig?" -- solche Aussagen von Mitmenschen
haben mich immer irritiert. -- > Was weisst du denn, wie es IN mir
aussieht? Was es mich kostet, jetzt nicht wegzulaufen!
Das innere Getriebensein war stets deutlich stärker als das kurzfristige Moment des Wohlbefindens. Doch ich will nun endlich ankommen in diesem meinem Leben!
So waren diese letzten Monate auch eine Chance, meinen Handlungsspielraum zu erweitern und mich selber auf andere Weise zu erfahren. Ich hätte mich sicher selber nie einem solchen Stress ausgesetzt. Doch aufgeben wollte ich an diesem Punkt auch nicht mehr. Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, ist irgendwann schluss mit Selbstzweifeln und Zögerlichkeit. Jetzt kann ich das rückblickend anerkennen, vorher empfand ich es einfach oft als Alptraum.
Geholfen hat mir mehr Bewegung und Sport. Viele Spaziergänge in der Mittagspause und an den Wochenenden. Das Training vom Montag und neu das Schwimmen am Freitag. Den angestauten Stress durch Bewegung abzubauen, funktioniert bei mir!
Geholfen hat mir auch der Mann an meiner Seite, mit offenen Ohren und Armen. Ein Mensch der seit 14 Jahren an mich glaubt, mit dem ich gemeinsam wachsen konnte.
Wenn ich nun in einen Spiegel schaue, sehe ich wirklich mich selbst, denn das Bild ist klar und deutlich. Ich fühle mich, sehe mich mit allen meinen Facetten. Es sind viele verschiedene Facetten. Manches lässt sich kaum gemeinsam in einem Menschen unterbringen und so ist immer eine Spannung da. Ich habe keine Angst mehr vor dem, was da ist. Es fühlt sich wahr an. Ich konnte mich weiter entwickeln, bin aber auch deutlich über meine Schattenseiten gestolpert. Es geht nun eindeutig nicht mehr zurück ins Schneckenhaus, weil ich da nicht mehr hineinpasse. Eine Ent-Wicklung raus aus alten Verstrickungen und aus dem gewohnten Verwirrtsein.
Ich gehe aufrecht.
Sonntag, 25. Februar 2018
Sonntag, 18. Februar 2018
Wichigste Erfahrung, schwierigste Lektion ..
Selbstannahme, Selbstliebe statt --> Selbstablehnung und Selbstverachtung. Es ist so einfach, sich selber abzulehnen. So gehts mir jedenfalls ... Und der Weg zur Selbstliebe gleicht einer harten Trekkingtour. Doch jeder Meter auf diesem Weg lohnt sich zehnfach ...
Samstag, 10. Februar 2018
Frühling im Kopf
Ich will in Möglichkeiten denken. Doch. Ich will. Als unmöglich Empfundenes wahr machen. Die Blickrichtung lenken, auf das was ich umsetzen will.
Montag, 22. Januar 2018
Kleinste Gärten (18)
Was einem alles am Weg begegnen kann, ist immer wieder unglaublich. Noch der banalste und ödeste Weg hat seine geheimen Schätze zu bieten. So man hinsieht! So geschehen auf dem Weg zum Einkaufen letzten Samstag ...
Mittwoch, 17. Januar 2018
Sortierarbeit ("ich müsste ..")
Mein Kopf wird nach und nach freier und klarer. Die innere Hetze entsteht meist dadurch, dass ich mir Druck mache(n lasse). All diese "du müsstest jetzt" die dauernd auftauchen, ich kann die Mehrzahl davon getrost fallen lassen. Ich stelle mir dann immer wieder die Frage: Wer sagt denn, dass ich das jetzt muss?! Und dann verpufft es. Schön ...
Dienstag, 16. Januar 2018
Begrenzung/Entfaltung .. mein Weg
".. du hättest im Beruf viel mehr aus dir machen können, stattdessen ..."
Mir kommt dieser Satz in den Sinn, den mir mal jemand vor die Füsse geworfen hat, weil ich es provoziert hatte. Ich glaube diese Worte sind mir wieder eingefallen, weil ich mich innerlich mit der Begrenzung beschäftige, in der ich lebe. Hätte, hätte, Fahradkette! -- kommt mir dazu als nächstes in den Sinn.
Es sind immer noch Ängste da, vor allem sozialer Natur, Verlassenheitsängste und mentale Blockaden, doch ich lehne mich immer weniger dagegen auf. Ich nehme sie hin, reibe mich daran, setz mich mit ihnen zusammen ... oder auseinander. Ich arbeite mit dem, was ich habe!
Ich mache es eben, so gut ich kann und versuche, mich selber gern zu haben. Ich bin zunehmend im Reinen mit mir. Ich nehme es lockerer, übe es. Ich trage verschiedenes aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen, um mir ein Bild zu machen. Auch um dem Bild von meinem beruflichen Weg mehr Facetten zu geben. Es sind viele Facetten und bunte Seiten dabei.
Ich kann mich selber finanziell versorgen. Wie lange konnte ich das nicht! War nicht dazu im Stande, brauchte viel Hilfe dabei, meinen Weg so gehen zu können. Und nun kann ich das, und es macht mich dankbar -- und auf eine stille Art zufrieden, ruhiger. Ich gehe meinen beruflichen Weg stetig, er ist noch lange nicht zu Ende! Mein Leben gehört nur mir. Bewusste Entscheidung. Ich teste und taste mich voran.
Und der eingangs erwähnte Satz schmerzt mich nicht mehr, er erreicht mich nicht mehr -- weil er keine Macht mehr über mich hat. Ich weiss wer ich bin -- und ich hungere nicht mehr nach der Bedeutung, die einem ein gewisser Status im Berufsleben gibt. Ich lebe und bin einfach ich selbst. Alles fügt sich. Amen.
Daraus lebe ich.
Mir kommt dieser Satz in den Sinn, den mir mal jemand vor die Füsse geworfen hat, weil ich es provoziert hatte. Ich glaube diese Worte sind mir wieder eingefallen, weil ich mich innerlich mit der Begrenzung beschäftige, in der ich lebe. Hätte, hätte, Fahradkette! -- kommt mir dazu als nächstes in den Sinn.
Es sind immer noch Ängste da, vor allem sozialer Natur, Verlassenheitsängste und mentale Blockaden, doch ich lehne mich immer weniger dagegen auf. Ich nehme sie hin, reibe mich daran, setz mich mit ihnen zusammen ... oder auseinander. Ich arbeite mit dem, was ich habe!
Ich mache es eben, so gut ich kann und versuche, mich selber gern zu haben. Ich bin zunehmend im Reinen mit mir. Ich nehme es lockerer, übe es. Ich trage verschiedenes aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen, um mir ein Bild zu machen. Auch um dem Bild von meinem beruflichen Weg mehr Facetten zu geben. Es sind viele Facetten und bunte Seiten dabei.
Ich kann mich selber finanziell versorgen. Wie lange konnte ich das nicht! War nicht dazu im Stande, brauchte viel Hilfe dabei, meinen Weg so gehen zu können. Und nun kann ich das, und es macht mich dankbar -- und auf eine stille Art zufrieden, ruhiger. Ich gehe meinen beruflichen Weg stetig, er ist noch lange nicht zu Ende! Mein Leben gehört nur mir. Bewusste Entscheidung. Ich teste und taste mich voran.
Und der eingangs erwähnte Satz schmerzt mich nicht mehr, er erreicht mich nicht mehr -- weil er keine Macht mehr über mich hat. Ich weiss wer ich bin -- und ich hungere nicht mehr nach der Bedeutung, die einem ein gewisser Status im Berufsleben gibt. Ich lebe und bin einfach ich selbst. Alles fügt sich. Amen.
Daraus lebe ich.
Freitag, 12. Januar 2018
Wieder über den Berg
Ausser der Wand am Ende der Sackgasse habe ich die letzte Zeit oft nicht mehr viel gesehen. Überreizt und schwermütig, ich fühlte mich wie versteinert, nach aussen machte ich weiter.
Jetzt habe ich den Ausgang auf der anderen Seit der Gasse wieder gefunden, auch weil mir einige liebe Menschen Mut gemacht haben. Bin ich gerade wieder einmal über den Berg. Ich schlafe besser und bin einige Erkenntnisse und Erfahrungen reicher. Ich erkenne nun, dass ich mit meiner Art, in die Welt zu sehen, es mir schwerer mache, dass ich mich mental in Kleinkriegen und Gedankengängen verheddere, aus denen ich nicht so leicht wieder rauskomme.
Die alte Blockadehaltung; ich gegen der Rest der Welt. Was mir nicht gut bekommt ist abends zu lange Fernsehen und an den anderen digitalen Medien hängen. Und wenn ich in Lebenssituationen komme, wo ich immer nur reagieren kann, statt selber eine Aktion zu starten, dies löst Ohnmachtsgefühle und Überwältigtsein in mir aus und dann kommt die Schwärze oder Agression und Wut. Andererseits nehme ich auch viele Kleinigkeiten viel zu ernst und persönlich, die mich dann runterziehen. Stelle mich selber immer wieder in Frage, prüfe und hinterfrage mich selbst.
Ich hatte erst den Eindruck, dass ich den Winter viel besser wegstecke, als in anderen Jahren. Dies ist auch so. Doch es sind ganz neue Herausforderungen da, mit denen ich nun umgehen lerne. Zum Beispiel mehr Verantwortung bei der Arbeit, Zuständigkeit über einen grösseren Teil. Wenn ich zu wenig Rücksicht nehme und mir zuviel Zusätzliches zumute, dann geht es schief. Es ist wichtig, dass ich meiner Veranlagung, meiner sensiblen Konstitution, ja, meinem ganzen Wesen, Beachtung schenke -- und die Möglichkeit zur Erholung! Ich bin niemand anderes. Ich bin schon stark, aber auch ein recht verletzlicher Mensch und nicht besonders belastbar.
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| ... von einer lieben Freundin bekommen .... |
Die alte Blockadehaltung; ich gegen der Rest der Welt. Was mir nicht gut bekommt ist abends zu lange Fernsehen und an den anderen digitalen Medien hängen. Und wenn ich in Lebenssituationen komme, wo ich immer nur reagieren kann, statt selber eine Aktion zu starten, dies löst Ohnmachtsgefühle und Überwältigtsein in mir aus und dann kommt die Schwärze oder Agression und Wut. Andererseits nehme ich auch viele Kleinigkeiten viel zu ernst und persönlich, die mich dann runterziehen. Stelle mich selber immer wieder in Frage, prüfe und hinterfrage mich selbst.
Ich hatte erst den Eindruck, dass ich den Winter viel besser wegstecke, als in anderen Jahren. Dies ist auch so. Doch es sind ganz neue Herausforderungen da, mit denen ich nun umgehen lerne. Zum Beispiel mehr Verantwortung bei der Arbeit, Zuständigkeit über einen grösseren Teil. Wenn ich zu wenig Rücksicht nehme und mir zuviel Zusätzliches zumute, dann geht es schief. Es ist wichtig, dass ich meiner Veranlagung, meiner sensiblen Konstitution, ja, meinem ganzen Wesen, Beachtung schenke -- und die Möglichkeit zur Erholung! Ich bin niemand anderes. Ich bin schon stark, aber auch ein recht verletzlicher Mensch und nicht besonders belastbar.
Ich darf mir in meiner Freizeit nicht zu viel zumuten und ich muss auf meine Gedankenwelt achtgeben. Ich brauche immer Zeit und Raum zur Erholung, mehr als andere das vielleicht brauchen. Das ist wichtig. Und es ist in Ordnung.
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