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Montag, 4. September 2017

Freitag, 2. Oktober 2015

Leichter Leben

Mein Fokus ist immer viel zu schnell bei den schweren, schwierigen und belastenden Dingen. Mir wird neu bewusst, wie wichtig es für mich ist, innerlich aufrecht zu bleiben und mich dem Schönen zu zuwenden.

Nicht alles was mich betroffen macht, ist wirklich "meins". Es darf mir gut gehen. Und das ist ok. Die Schwermut ist sowieso immer nur einen Schritt weit weg. Ich muss es mir da nicht noch schwerer machen! Die Last der irdischen Daseins kann erdrückend sein. Der Herbst trägt das seine dazu bei. Ich finde das Leben auf diesem Planeten manchmal schwierig.

ABER: Ich muss nicht beim kleinsten Regen gleich auf den Grund der Ozeane sinken. Wenn mir auch nicht oft nach Jubeln zumute ist, so will ich trotzdem weiter leben und ich lebe gerne! Mich zu freuen ist so schwer manchmal. Darum habe ich bewusst begonnen, mich dem Schönen zu zuwenden, das eben auch da ist. So kann ich sogar anderen etwas weitergeben. Wenn ich fertig bin mit der Welt, kann ich das nicht. Ich will mich, trotz meinem Hang zur Schwermut, leicht fühlen.

Wenn ich bereit bin, auch beim Schönen genau hinzuschauen. Wenn ich mich der Schwermut und der Leichtigkeit gleichermassen widme, stehe ich aufrecht. Wenn ich das Auf und Ab des täglichen Lebens annehme, lebe ich leichter. Wenn ich mich sträube und aufbegehre -- geht es schneller und tiefer runter. Klingt fatalistisch, aber ich empfinde es als richtig für mich, eine gewisse Ergebenheit dem Leben gegenüber zu haben. Das macht es leichter für mich, mein Leben als lebenswert zu empfinden.

Dienstag, 3. Februar 2015

Ich finde zurück zur Ruhe

Wie wichtig guter und genügend Schlaf ist, wird mir immer wieder aufs Neue bewusst. Sobald ich mich übermüdet fühle oder überreizt bin, fangen meine Gedanken wieder an zu kreisen, es tauchen Ängste, Sorgen und Zweifel auf. Das Karussel beginnt sich zu drehen, nimmt Fahrt auf, immer mehr und mehr, wird immer schneller, bis mir irgendwann Hören und Sehen ganz vergeht.

Die letzten Monate waren ein Höllenritt, ein kleiner zwar nur, im Vergleich, aber anders kann ichs nicht sagen. Zum Glück ists nun wieder für eine Weile genug und ich steige runter "vom Bock". Ich kenne mich immer besser. Nicht alles schön, was ich (in mir) zu sehen bekomme. Aber besser ist es, genau hinzuschauen. Auch wenns scheinbar noch auf diese harte Tour gehen muss.

Bei der Arbeit läuft es wieder besser, ich lerne, mich selber zu bleiben, auch wenn es um mich herum Spannungen gibt. Ich streife alle die Verantwortungen und Anhaftungen ab, die nicht zu mir gehören.

Ich muss nicht immer alles in Ordnung bringen! Mein eigenes Haus; meine Seele, mein Körper und mein Geist, das allein liegt in meiner Verantwortung, hier schalte und walte ich. Im Leben anderer bin ich höchstens Zaungast. Das ist meine Lektion: Loslassen, Ruhe bewahren, mich selber bleiben.


Mittwoch, 10. September 2014

Raum für Geist und Seele



ich und das mehr ...

Nachdem ich mich nun sehr lange in der allgemein akzeptierten "Realität" herumgetrieben habe, merke ich, dass mir etwas Wichtiges fehlt. Das Kontrollieren-Wollen ist stark, der Kopf zerdenkt vieles. Mein Innenraum fühlt sich unbewohnt und leer an. Innerlichkeit, Besinnung und Besinnlichkeit, danach sehne ich mich. Mittig sein. Es tut mir gut, wieder in mich zu gehen und leise zu werden, mich meinen inneren Bidern und Wünschen zu widmen, zu Spüren, zu Fühlen, den Dingen, die von selber wachsen, mehr Raum zu geben. Still werden, Leise werden, Vertrauen fassen, Zuhören, Wachsen lassen. Alles ist am Beginn, ich bin noch ungeübt wirklich zur Ruhe zu kommen.



Dienstag, 5. April 2011

Rückzug

Luisa Francia schrieb gestern genau über das, worüber ich mir auch schon länger Gedanken mache; über den Rückzug ins Private. Dass sie genau für diesen (sehr bewusst gelebten) Rückzug angegriffen wird, passt zu dem, was ich allgemein beobachte: Hektik, Wut und Ratlosigkeit. Man muss doch jetzt sofort etwas "tun", das scheint die allgemeine Devise zu sein.

Geht es jetzt nicht eher um Besinnung anstelle von Aktionismus? Schon länger lese ich keine Zeitungen mehr, weil ich mich dadurch überfordert und gelähmt fühle. Politisch finde ich mich auch nicht zurecht.
Was soll ich denn glauben?

Verantwortung zu übernehmen heisst doch erst einmal, für sich selber verantwortlich zu sein! Was ist daran anrüchig? Ist das nicht gerade das Zentrale; sich selber und die eigenen Bedürfnisse zu kennen?
Was ist so falsch daran, nach innen zu gehen, sich zu besinnen, ganz eigene Entscheidungen zu treffen, ohne sich in einen Mainstream der Betroffenheit hineindrängen zu lassen?

Ich stellte mir vor Kurzem die Frage: Wo ist mein Platz und meine Aufgabe, wie finde ich diese? Die erste Antwort darauf lautet: Schau erstmal, dass es dir selber gut geht! 

Bei sich selber anzukommen, sich zu besinnen und die Kräfte zu bündeln. Ich glaube, dass das besonders wichtig ist, wenn im eigenen Leben das Wort "Katastrophe" vorkommt. Ich meine damit Erfahrungen und Erlebnisse, bei denen man mehr als nur über seine Grenzen gehen musste und die einen schockiert, verheert und beschädigt haben, leidvolle Tatsachen, die mit viel Schmerz verbunden sind. Egal welcher Art sie sind. Ich glaube, jeder Mensch muss selber erkennen, was es dazu braucht, damit er es überlebt und für sich ein lebenswertes Leben findet. Den Schmerz eines anderen Menschen kann man nur erahnen aber nie ermessen. Es gibt keine Grenzwerte und Richtlinien für Gefühle. 
Ich sehe eine Verbindung zwischen den globalen und den persönlichen Katastrophen. Das Gefühl von Ohnmacht, Trauer und Schmerz ist das gleiche.

Für mich haben die Besinnung auf das Eigene und der Rückzug dadurch einen Sinn. Das heisst nicht, dass ich allein und isoliert bin, denn mir gefällts nicht mehr, mich auf ewig in diesem Zimmer im Elfenbeinturm einzunisten. Ich finde auf diesem Weg aber nach wie vor meinen persönlichen Zugang zur Welt. In dem ich mich zurückziehe, mich zentriere und meine Kräfte bündle, rücke ich in meinem Inneren alles an seinen Platz. Dann tue ich wirklich etwas, das der Welt nützt … und alles Weitere folgt daraus …

Donnerstag, 20. Januar 2011

Ich ticke retro..

Die Tatkraft mancher Menschen empfinde ich schlicht als beängstigend. Im Extremfall: Erfolgreich bei der Arbeit, nebenher ehrenamtliche Tätigkeiten, Hausarbeit, Kursleitung, künstlerisches Talent, Ferien im Ausland, Wochenendtrips und eventuell Familie und was da sonst noch alles reinpasst. *Schluck* ..

Meine Talente sind woanders. Ich bin mehr mit der Innenwelt beschäftigt. Was das genau heisst und wie sich das auch finanziell lohnen könnte, steckt noch in der Planungsphase >_<..

Vielleicht kommt auch bei diesen Multitaskern das eine oder andere zu kurz.. (?) Zum Beispiel die Erholung. Das Modewort dazu heisst Burnout. Hiess es nicht mal, damals vor ein paar Generationen, "in der Ruhe liegt die Kraft"?! 
Das ist eher meins. Zumindest im Aussen. In meinem Kopf steppt der Bär..