Mittwoch, 2. Februar 2022

Yin-Schwäche, Covid und alternative Links

Zur Schwäche, die ich schon länger in mir trage, habe ich hier einen guten Artikel gefunden, der mir viel bringt. Da erkenne ich mich darin und mir ist auch klar, dass ich mich schon seit Jahren in dieser Abwärtsspirale befunden habe. Es macht Sinn für mich. Auch, dass konkrete Handlungsweisen und Tipps für die Ernährung besprochen werden.

Yin-Schwäche

Zu Covid habe ich aus Neugier alternative Infos zum Heilungsprozess recherchiert, mein Forschergeist wurde durch die eigene Erkrankung herausgefordert. Ich komme mit dem medizinischen System immer weniger zurecht und wünsche mir Wege, meine Gesundheit selber pflegen zu können, statt einfach Medikamente zu nehmen. Für mich ist das Universum beseelt und verwoben. Wir sind ein Teil des ganzen und keineswegs isoliert. Frequenzen, Schwingungen und Resonanzen sind für mich genauso real wie andere "Tatsachen".

Es kann doch nicht sein, dass wir als Gesellschaft und in der Medizin Symptome bekämpfen. Dass wir unsere Umwelt, uns (das Mikrobiom im Darm und im ganzen Körper, durch Medikamente und weitere Belastungen) und das Wasser vergiften (z.B. Desinfektion) und dann erwarten, dass alles gut wird. 

Das macht mich wütend. Für mich sind das Kurzschlusshandlungen aus Hilflosigkeit und mangelnden Antworten heraus. Menschliche Ignoranz. Die Weltverschwörung gibts meiner Meinung nach nicht. Und: der gesunde Menschenverstand ist durch nichts zu ersetzen, das Bauchgefühl ist auch wichtig. Das kann aber auch heissen, sich nach dem eigenen Gutdünken zu richten.

Ich habe mich letztes Jahr zwei mal Impfen lassen, danach war bei mir "die Luft raus" und der Wille für weitere Massnahmen dieser Art weg, aufgrund der körperlichen Schwäche. Da habe ich mit dem Boostern erstmal zugewartet. Dann kam Covid zu mir. Und nun ist erstmal 4 Monate diese Frage wegen dem weiteren Impfen geklärt ... 

Ein hilfreiches Interview fand ich, mit dem Virologen Alexander Kekulé. Eine Pille oder Impfung und dann ist gut, das funktioniert eben nicht. 

Fündig wurde ich bei meinen Recherchen in der Naturheilkunde, bei der Ernährung und bei der europäisch angepassten Traditionellen Chinesischen Medizin.

Der Gedanke aus der TCM, dass auch der ständige Konsum von Medien und News einen krankmachenden "Wind" produziert, dieser hat mir gefallen. Ständiger Alarmismus schadet eben doch, das sagt ja auch der Virologe im obigen Interview. Dass das Entrümpeln der Wohnung die Lunge unterstützt, fand ich auch einen spannenden Input (zweiter Link).

21 Nahrungsmittel, die das Immunsystem stärken

5 ungewöhnliche Tipps für dein Immunsystem

Es gibt noch weitere Ansätze, einen möglichen Zusammenhang mit dem Epstein-Barr-Virus als Vorerkrankung (möglicher Grund für gewisse Fälle von Long-Covid) .. doch es führt ins Uferlose.

Epstein-Barr-Virus und Covid

Was das Epstein Barr Virus mit Hashimoto, Erschöpfung und Long Covid Symptomen zu tun hat

Grundlegend finde ich, dass auch eine Erkrankung mit einem anderen Virus seine Ursachen hat, schliesslich muss da ja ein Schlupfloch sein, so dass sich ein Virus niederlässt und dann muss eine Schwäche vorhanden sein, dass es da nicht nur sanft schlummert, sondern auch ausbricht. Der Zusammenhang zwischen Psyche und Körper wird m.E. auch noch viel zuwenig berücksichtigt. Ab wann ist der Körper anfälliger für Schwäche"parasiten"? Es könnte eine Zusammenhang mit dem Lebensstil, (Existenz)ängsten, tiefsitzendem Groll, Lebensfrust geben ... das ist nur so ne vage Idee die mir ein Vögelchen gezwitschert hat ;)

Aus eigener Betroffenheit hier noch ein Link, wie eine Mandelentzündung alternativ angegangen werden könnte, bei mir stand eine Halsentzündung vor der Covid-Infektion:

Streptokokken & Angina: Symptome, Ursachen, Behandlung ohne Antibiotikum

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Dies sind weder Empfehlungen, noch Anweisungen oder medizinische Ratschläge. Bitte wendet euch bei Beschwerden an das medizinische Fachpersonal. 


Ist-Zustand (upgedated)

2/2/2022

So, fertig mit dem Geheule. Ich spüre, dass es wieder aufwärts geht! Der graue Tigerkater auf meinem Schoss schnurrt, und schaut mir zu, wie ich in die Tasten haue. Ein echtes Highlight ist er, der Kerl.

Gerade ist vieles mühsam und ich muss mich informieren. Übers Arbeitsrecht muss ich Klarheit bekommen, wegen dem Kranksein (bekomm ich meinen Lohn trotzdem?). Beim geplanten Urlaub den wir nicht genau so nicht antreten können wie gebucht. Da muss ich einiges Klären mit dem Buchungsportal und der Besitzerin etc. Ich hasse Telefonieren und sowas alles Abklären, es stresst mich. Weil ich immer befürchte, es falsch zu machen. Aber es muss sein. Meine Lebensgefährtin ist zurück bei der Arbeit -- und froh für alles, was ich regeln kann. 

Brennholz für den Kachelofen hab ich auch noch bestellt. Bald alles weggeheizt. Alles so logistische Dinge die ich nicht gerne mache. Was solls. Ich machs so gut ich kann, trotz innerem Selbstverurteilungsprogramm. Dann lass ich eben das "alte Band" laufen bis es sich abgenützt hat und mache nebenher weiter. Den Kopf in den Sand zu stecken ist einfach keine echte Option mehr! 

Grundsätzlich ist Power da. Wenn ich sie nicht für mich nutze, sondern mich selber sabotiere, dann läuft mein Leben ins Arge! Zwischendurch muss ich mich dann wieder hinlegen, weil die Kräfte nachlassen. Auch das: Annehmen!

Geduld ... Geduld! ... Seufz

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3/2/2022

Auch heute sitzt der Tigerkater wieder auf meinem Schoss, während ich schreibe. Ich nenne ihn seit dem ersten Lockdown meinen Bürokollegen ;) Den ersten Lockdown 2020 hab ich ja bereits hier im Haus meiner Lebensgefährtin verbracht. Er ist an sich ein gemütlicher, ruhiger und zurückhaltender Kollege, der auch nicht in Zoommeetings reinplatzt, so wie andere Katzen das machen ... Nur bisweilen schreit er mich an, vor allem wenn es nach 14 Uhr ist, ... denn bald gibts ja was zu Essen (16.30h). Und da kann er mich nicht früh genug daran erinnern! Ich könnte es ja vergessen ... 

Heute morgen hab ich bereits einiges geregelt und ich spüre, dass ich wirklich jeden Tag mehr Kraft habe. Den Lebensfaden halte ich fest, den roten Faden habe ich wiedergefunden. Die mentale Kraft zu behalten ist die allergrösste Geduldsarbeit und ich bin da dran. Das ist ein ganz neuer Weg, diese komplexe Welt friedlich zu halten, die mich ausmacht. Zu vieles hab ich unterdrückt, zu lange. Der innere Kampf ist meine Realität gewesen, zu lange. Die 8.5 Jahre in einem Arbeitsumfeld, in dem ich mich fremd und falsch gefühlt habe, haben Spuren hinterlassen. Da habe ich mich (teilweise) selber verlassen. Aus Frust. Diese Verbindung zu mir selbst zu kappen, das hat mir geschadet. Aber sie hat mir geholfen, mich besser verstehen zu lernen. Auch Umwege sind Wege! Verstehen kann am Ende nur ich mich selbst. Und ich verstehe mich.

Ich hab so sehr versucht, Anschluss an diese "normale" Welt zu finden, dass ich einfach immer weitergemacht habe. Auch einiges von dem, was ich letztes Jahr ausprobiert habe, waren Fehlschläge. Doch ich bin dadurch gewachsen und ich hab mich weit mehr getraut als jemals zuvor! Vielleicht kann ich manches auch als "Ausschlussverfahren" abhaken. Immerhin hab ich mich getraut! 

Bei einer der letztjährigen beruflichen Verpflichtungen (abgeschlossen) da wartet noch jemand, auf etwas, was ich nicht zu geben bereit bin, da kann ich inzwischen darüber herzlich lachen. Mit Abstand sehe ich das Missverhältnis und ich habe jetzt das Bewusstsein, um diese Situation noch aufzulösen. Mit Geduld und den richtigen Worten. Ich bekomme das hin.

Den roten Faden habe ich inzwischen wieder aufgenommen, ich bin mit mir verbunden. Das Band ist stark. Einiges ist noch arg am Rumoren, doch das Hinschauen bringt mich weiter und ich merke, dass ich wirklich selber Laufe und nicht die Erwartung habe, dass mich jemand rettet. Und das fühlt sich stark an!

Dienstag, 1. Februar 2022

Ja (ja zum Weg, ja zu meiner Gestalt und ja zu meinem Sein und Werden)

Aus meinem Seelenhunger heraus habe ich einst ganz laut: WACHSTUM! ins Universum hinaus gerufen. Und das geschieht nun, konsequent ... ohne Wenn und Aber. 

Ich erinnere mich noch an den Herbst 2017, da hatte ich eine Vorahnung, dass sich mein Leben verändern wird. Es war wie ein ferner Ruf den oder ein inneres Reissen/Gerissensein das ich innerlich spürte/hörte und es machte mir auch etwas Angst, da ich es nicht verstehen oder einordnen konnte. Es war ein unwiderstehlicher Sog, der mich aus meinem alten Leben herausgelöst und herausgepulst hat. 

Heute, mehr als 3 Jahre später, sieht mein Leben so ganz anders aus, und die Angst ist nicht ganz gewichen, ich ahne, da kommt noch anderes. "Zu Ende" ist es jedenfalls nicht. Das ist eher erst der Start ...

Aber nicht nur die Leber wächst mit ihren Aufgaben (danke Herr Hirschhausen)! Auch ich tue es ... Ich wachse. Täglich .. Und dann kommt mir Rilke in den Sinn. Dankbar bin ich auch für: Seelenverwandte, die Kunst, das Göttliche und das Internet (wo ich wiederum auf Seelenverwandte und Impulse stosse). Dankbar bin ich für die Kraft der Natur, die sich um mich und in mir, immer wieder Bahn bricht, manchmal mit Wucht. Bis es wieder stimmt: So muss das sein ... Ich wehre mich, nach wie vor, manchmal. Ich kenne meine Aufgaben und doch wehre ich mich gegen meine Bestimmung. Ich muss wahrhaftig sein und ich muss Wahrheiten aussprechen. Ich muss gestalten und ich werde gestaltet. 

Ich ziehe eine Göttinnenkarte in meiner Not der letzten Zeit: Bleudewedd. Die Blumengöttin. Mutter Erde. Gut. Die Erde fordert einen Tribut von mir. Ich werde krank. Es macht Sinn. Der Engpass will überwunden werden, und wenn ich nicht selber zur Ruhe finde, dann halt so ... 

Aktuell genese ich gerade von Covid19, das letzte Woche bei mir ausgebrochen ist, und ich bin auch daran, die Erschöpfung zu überwinden, die ich schon seit letzten Herbst spüre. 

Es ist immer wieder die Auseinandersetzung damit, wer ich eigentlich bin, die Frage nach meiner Identität. Wenn ich mir fremd werde, hat das Konsequenzen. Es gibt kein Zurück mehr! Ein zu enges Gefäss, ein zu enger Geist, zu enge Verhältnisse, das passt nicht mehr.

Diese Auseinandersetzung mag sich nicht allen Menschen so existenziell und wesentlich zeigen, wie sie es bei mir tut. Die Auseinandersetzung gehört zu meinem Wesen und meinem Weg und ich will/muss darüber schreiben. Auch das ist mir wichtig. 

Mir geht es gut damit, zwischen den Geschlechtern zu stehen, und zu den Gestaltwandlern zu gehören.  Und ich wachse in dies alles hinein, da ist mein Weg, da ist der Platz, an den ich gehöre. Mein Bauch sagt ja, und Wärme breitet sich in mir aus.


Mittwoch, 12. Januar 2022

Aussaat (1)

Ja, es ist noch Winter.

Doch. Wachstum. ist. spürbar. Ich will aussäen. Und zusehen wie's wächst!

Ich bin da und anerkenne, was ist. 

Mich selber auszuhalten, die Königsdisziplin. 

Der Selbstwert ist ein wackliges Ding. Unstet. Auch das, hinnehmen. Weiterleben. 

Ich habs genügend probiert, mich daran abgearbeitet.

Lass mich jetzt. Einfach leben. Einfach sein. 

Mich selber sein lassen. Mich mich selbst sein lassen.

Es wühlt zwar im Innern, doch ich anerkenne es.
Niemand muss mehr "nach mir schauen". Ich schaue mir selber!

Daraus wächst mir Stärke; dass ich für mich selber verantwortlich bin.
Ich werde geschätzt, geliebt, kann ich es annehmen?

Und dieses starke Wesen, das mir da mit grossen Augen aus dem Spiegel entgegensieht. Bin ich?

Ich bin.


Dienstag, 16. November 2021

Das Erbe antreten (Vater)

Es ist glaube ich wirklich die richtige Jahreszeit, sich mit den Ahnen auseinander -- und in Verbindung zu setzen. Mir kam wieder in den Sinn, dass in einem der Tiefs in diesem Jahr (Melancholie und grosse Schwere), ich mich gefragt hab, was das soll. Diese Mühsal! Ich hatte genug davon.

Mir kam auch mein Vater in den Sinn, der Zeit seines Lebens immer wieder unter Depressionen und Schwermut litt. Ebenfalls der Vater meiner Mutter, also mein Opa. Das grüblerische Zurückgezogensein liegt halt schon auch irgendwo in meinem Blut. Was mache ich daraus? Als Impuls kam: Tritt das Erbe deines Vaters an. Das kam bestimmt und direkt. Hm, welches Erbe? Was genau, was lebte er denn?

Er hat sich Mitte dreissig nochmals für einen neuen Weg entschieden, in dem er eine geistliche Laufbahn einschlug. Nach seinen Jahren als Bürokaufmann wählte er den Weg seiner Berufung. Fürs akademische Studium (Pfarrer werden) war sein Kampf mit den alten Sprachen eine zu grosse Hürde. Daher entschied er sich, eine Schule zu besuchen, die Diakone und Prediger ausbildet. Das war eine grosse Lebenswende für ihn. Und diesen Weg verfolgte er. 

Ich hatte einen Vater, der viel zu Hause war, weil sein Home auch sein Office war. Ich bekam mit, wenn Menschen mit ihren Sorgen zu ihm kamen und wie er sich abmühte, bis Samstags seine Predigten vollendet waren. Als Perfektionist tat er sich da nicht leicht. Und die Rolle des Seelsorgers war eine Last für ihn. Die Verkündigung des Evangeliums von Podium und Kanzel war seine Berufung, die Menschen hörten ihm gerne zu. Lebensnahe Predigten mit echten Kernbotschaften, die kamen an. Oft gabs noch einen Papierausdruck, den die Predigtbesucher mit nach Hause nehmen konnten.

Streitbar war er, wenn Menschen jeden Buchstaben in der Bibel für Gottes Wort hielten und sich bigott verhielten. Und dafür schätze ich ihn bis heute: Einfach nur glauben ... das ist zu wenig. Es darf und muss hinterfragt werden und die Auseinandersetzung gehört dazu.

Ja, und was ist nun das Erbe?

Er war:

Gläubiger
Fragender
Zweifelnder
Seelenhirte
Hoffender!
Betender
Sich Informierender
Lesender
Segnender
Erstgeborener (wie ich auch)
Humorist
Musikalischer
Künstler
Sammler
Zuhördender
Vater und Ehemann
Verkünder der Frohen Botschaft, Evangelist
Schreibender und Texter
Wortliebhaber
Geniesser
Liebender
Sensibler
Hellfühlender

Lehrer

Gesprächspartner

. . .

Ich habe vieles davon in mir und ich werde weiter hineinhorchen, was davon für mich zu leben ist. Erstmal: Danke, Papa!


Montag, 15. November 2021

Und wenn sie tanzt ...

Ich habe mich auch in sie verliebt, weil sie tanzt. Und wie sie tanzt ... 

Es lief griechische Musik (Rena Morfi) und ich staunte sie an. Die Musik war mir fremd, aber sie begeisterte mich. Mit ihren ganz eigenen Bewegungen und ohne Hemmungen tanzte diese Frau zu der Musik und es stimmte alles. Es war ansteckend und dann tanzte die Mehrheit der Gruppe auf der grossen Terrasse, bevor der Malkurs startete ...

Die Musik begleitet uns weiter. Wir tanzen ... Freestyle und aus vollem Herzen. Häufig läuft griechische Musik. Doch gerade habe ich mich in eine Band reingehört, griechisch-türkisch, die ich gerne teile:


Cafe Aman Istanbul

https://youtu.be/Y-CqlJtRVlE



Dienstag, 2. November 2021

Aller Seelen ...

Etwas düster in der Stimmung und Verfassung, und die Jahreszeit ist halt auch so. Andererseits mag ich ja gerade diese Zentrierung, die diese Zeit des Jahres mit sich bringt. Innerlichkeit und Konzentration, Rückzug aufs Wesentliche. Das Abgründige und Schwere, Erdige schwingt halt auch mit. Unter Menschen zu sein, strengt gerade besonders an. Vielleicht ist die irdische Schwere da für die nötige Bodenhaftung bei aller Innenschau? Ja, so mag es sein.

Die Selbstzweifel sind hochaktiv, wenn ich bei der Arbeit bin. Nun arbeite ich im Innenbereich der Gartenabteilung und kenne mich da schlecht aus. Das stresst. Die Kunden erwarten Auskünfte zu Rasenmähern und Laubbläsern und Co, die ich nicht geben kann. Trotzdem verstecke ich mich nicht vor ihnen ;) Ich stelle mich dem Ganzen, und muss halt auch viel meine Kolleginnen fragen, die auch unter Druck sind, wegen Personalmangel. Das fühlt sich nicht gut an und macht mich nervös. Als finanzielles Zubrot wasche ich Zuhause Betriebswäsche, was für mich stimmig ist und was ich nebenher machen kann, Bügeln muss ich nicht, das wäre nix für mich.

Der Todestag meines Bruders jährte sich zum 14. Mal am 23. Oktober. Omas Todestag fast zum gleichen Zeitpunkt, einfach 2 Jahre vor seinem. Wir (Bruder mit Tochter, Mutter und ich) trafen uns letztes Wochenende mit vier von seinen alten Kumpels, die ihm immer noch die Treue halten. 

Ich dankte einmal im gemeinsamen Gruppenchat dem Organisator des jährlichen Treffens für die Treue und es kam diese Antwort: "Ich glaube ich rede für alle, wenn ich sage, dass er ein Teil unseres Lebens ist und dies auch bleibt."

Das Treffen berührte mich tief, einmal mehr. Schade ist, dass dies ihn nicht im Leben halten konnte, so gute Freunde zu haben! 6 tolle und wahrhafte Freunde und es reichte nicht. Natürlich ist da auch immer noch Trauer, und manchmal bin ich in meinen Träumen auch die grosse Schwester, die mit dem kleinen Bruder schimpft, wegen dem Mist, den er verbockt hat. Ja, Trauer ist da und ein "schade". Vor allem weil mein Vater ja im Dezember 2018 auch noch gestorben ist. Ich ehre das Andenken der beiden. Und ich lebe mein eigenes Leben so gut und wahrhaft wie ich es vermag!

Meine eigenen Tiefen: Ich halte dagegen mit Gebet, Yoga, Gesprächen und dem, was ich sonst zustande bringe. Ich weiss, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dass dieser leicht ist, kann ich nicht sagen. Doch er ist lohnend, es ist meiner und ich werde begleitet, von Menschen und anderen Wesen. Auch einem Wesen mit vier Pfoten und weichem Fell ... unserem Kater, der die Weisheit und Sensibilität hat, mich zu erreichen.

Menschen gelangen mit gestalterischen Anliegen in letzter Zeit an mich, ich konnte einer Lernenden mit den Adobe Programmen helfen und ich spüre, dass ich da wieder Substanz am Knochen habe in der Gestaltung und Kunst --- und aus dem Vollen schöpfen kann. Die berufliche Pause war jetzt lang genug, der Hunger ist wieder da! 

Heute lege ich einen Gestaltungstag ein, da ich frei hab. Einen Blumentopf hab ich aufgehübscht und ein weiterer wartet noch drauf. Nebenher läuft die Betriebswäsche in der Maschine. Das kreative Tagebuch, wo ich reinmale und reinschreibe, liegt neben mir. Ich ringe mir ab und zu eine Seite ab. Und freue mich dann, wenn ich wieder durch das Buch blättere, es lohnt sich.

Zudem hab ich mal wieder Hand angelegt und mir selber einen 5mm Haarschnitt verpasst, es musste mal wieder sein. Danach auch immer der Griff zum Kajal um meine Augen zu betonen... den brauchts. So fühle ich mich als mich selbst. Bei aller Radikalität. Weich und hart zugleich, unvergleichlich mich selbst ... beständig in meiner Wandlungsfähigkeit.