Meine Blogroll

Freitag, 31. Dezember 2010

Ich bin glücklich

...und das ist ein wunderbar schönes Gefühl fürs Jahresende! Und eine wundervolle Verheissung fürs Neue Jahr! Ich wünsche mir selber ein gutes Neues Jahr, das seinen Namen verdient ... und Euch lieben MitleserInnen auch!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

König in Thule _ Faun

Und wenn wir schon beim Thema "schmelzende Melodie" sind, passt für mich auch diese Version vom "König in Thule" rein .. Dieses Lied singe ich gerade im Gesangsunterricht. Ich konnte mich bisher nicht besonders dafür begeistern. Es erscheint mir so "altväterisch". Seit ich die Version von "Faun" kenne, läufts etwas besser ..

Gospel-Joy

"Down by the riverside" ist derzeit mein liebstes Gospel-Lied.

I gonna lay down my heavy load, down by the riverside
I aint gonna study war no more..

Wer es mal eine Viertelstunde lang gesungen hat, weiss warum. ... Es nimmt einem wirklich die Last von der Seele! Mir gefällt die Vorstellung, meine Last am Ufer eines Flusses niederzulegen und mit dem Kämpfen endlich aufzuhören. Ein Gefühl von Freude und Leichtigkeit verspüre ich, wenn ich dieses Lied singe!
Die rockende Gitarrenlady Rosetta Tharpe hat mich schwer beeindruckt! >_<

Amazing Grace ist zwar auch wunderschön, doch überstrapaziert. Je nach Textfassung ists mir auch zu arg religiös, haha, naja, ist ja auch Gospel.. Dennoch, ein wunderbares Lied, das die Seele hebt, wenn man nicht mit der christlichen Religion komplett auf Kriegsfuss steht. Diese Gnade brauchen wir alle, oder? Gnade heisst für mich, dieses Gefühl von Übereinstimmung mit allem zu spüren, Gemeinschaft, Eingebundensein, ein JA zum eigenen Leben, zur Existenz eines Göttlichen Wesens und zur eigenen Existenz, das Gefühl, ein Teil des grossen Ganzen zu sein. Für mich dadurch eines der berührendesten Lieder überhaupt, auch wegen der schmelzenden Melodie.

Von den Türmen runter - ins Warme...

Mein Leben wird immer kraftvoller. Will heissen, ich spüre immer mehr von mir. Ich bin deutlicher da, vorhanden. Auch wenn ich bisweilen abdrifte, kann ich mich schneller zurückholen. Das Leben findet HIER statt, sage ich mir dann jeweils.
Manchmal hab ich mich dann schon zu weit in den Zinnen meiner Gedankengebäude verstiegen, der Wind weht eisig und im mir wirds immer einsamer und leerer... Dann muss ich nach mir selber rufen. Es braucht Geduld. Zögerlich steige ich dann die Stufen wieder hinunter, ins Warme, zum Kaminfeuer im grossen Saal - unten werde ich von mir selber schon sehnsüchtig und mit weit offenen Armen erwartet ...

Gayatri Mantra

Beim meinen Streifzügen durch diverse esoterische Kurse ist dieses Mantra hängengeblieben. Wenn gar nichts mehr geht, sing ich mir selber dieses Mantra. Es ist meine beste Notfall-Medizin. Die unglaubliche Kraft dieser Zeilen erstaunen mich jedesmal aufs Neue. Auch wenn ich mich zu Beginn leer und kraftlos fühle, spüre ich bald ein lichtvolles prickelndes lebendiges Gefühl bis in die letzte Körperzelle!

Montag, 27. Dezember 2010

Max (1999-2010)


Der Hund, dieses liebevolle Wesen, schnüffelt nun auf der Himmelswiese weiter! Ich bin dankbar für all die wunderbaren Stunden, die wir zusammen verbracht haben. Ja, Dankbarkeit und Liebe sind die stärksten Gefühle, wenn ich nun an ihn denke. Und: Ich spüre, er ist ganz nahe, mit seinem unglaublichen Humor und seiner grossen Liebe. Ab und zu spüre ich ihn um mich rumwuseln, und dann muss ich lächeln .. Soweit ist er eben doch nicht weg. Als ich ihn kurz nach seinem Tod fragte, ob ich noch etwas für ihn tun könne, meinte er: "Vergiss mich nicht. Behalte mich und meine Lektionen in Erinnerung!" Das werde ich tun, ganz bestimmt, versprochen ...

Dienstag, 21. Dezember 2010

Human Ressources ?!

Schneller! Höher! Weiter!
Die Maschinen können immer mehr und der Mensch ist daran, sich von ihnen überholen zu lassen. Die Globalisierung tut das ihre dazu. Die digitale Welt lässt Zeitabläufe und Distanzen schrumpfen. Schliesslich sind wir alle ja wunderbar vernetzt! Alles scheint machbar, lieferbar, verhandelbar und alles ist käuflich zu erwerben. (Wie steht es mir der menschlichen Würde und Gesundheit?) Glücklich schätzt sich, wer mit diesem Tempo noch mithalten kann. Fitness ist das Gebot der Stunde. Das gilt für die Firmen und auch die Arbeitnehmenden selbst.

K.O.
Die Beschleunigung der Arbeitswelt ist nicht mehr aufzuhalten. Viele haben zunehmend Mühe, in dieser Arbeitswelt der nüchternen Bilanzen, des Qualitätsmanagements und der Gewinnoptimierung zu überleben. Das menschliche Leben lässt sich nämlich nicht unendlich beschleunigen und optimieren. Der leere Raum fehlt; die Pausen und das kreative Chaos. Stattdessen geraten Körper und Seelen in Dysbalance. Bis zur Erschöpfung der natürliche Ressoucen, zu denen wir ja auch gehören!
Was wir der Erde zufügen, geschieht auch mit uns. Wir beuten die Erde aus. Wir beuten uns selbst aus.

Erwachen. Aha, da gibts noch andere!
Ich war selber bis vor kurzem von (teilweiser) Arbeitsunfähigkeit betroffen. Dabei habe ich viele andere kennengelernt, die, so wie ich, den Anforderungen des Alltags- und Berufslebens nicht (mehr) gewachsen waren. Burnout, Depressionen, Herzinfarkte, Ängste, Psychosen, Allergien, ADHS, chronische Rückenprobleme und andere Schmerzerkrankungen – es gibt Menschen und Geschichten ohne Zahl. Da relativiert sich, glücklicherweise, das eigene Lamentieren über das Schicksal. Es ist eine gute Erfahrung, plötzlich über den eigenen Tellerrand sehen zu können, es ist ein ernüchterndes, aber auch ermutigendes Erlebnis. Es ist ernüchternd, zu sehen, wieviele Menschen die gleichen oder ähnliche Probleme haben und das macht nachdenklich wohin bewegt sich die Arbeitswelt?! Es ist ermutigend, nicht alleine zu sein und Hilfe zu bekommen um wieder mit beiden Beinen auf dem Boden stehen zu können.

Reha
Meiner Erfahrung nach sind Menschen die (Arbeits)Rehabilitation oder Umschulungen bewilligt bekommen, keineswegs diejenigen, die zu faul zum Arbeiten sind oder es sich im Leben zu leicht machen, und dies gilt auch für Langzeitarbeitslose. Ich habe viele getroffen, die Belastendes zu lange ertragen haben, ob bei der Arbeit oder in der Familie. Zu lange wurden schwere Lasten getragen. Im übertragenen und im wörtlichen Sinn. Zuviel Verantwortung, zu viel Arbeit, zu grosse Sorgen, zu hohe Ansprüche. Wer seine Arbeit zu ernst nimmt, sich zu viel auflädt, sich zu wenig Ruhe gönnt, der geht einfach schneller kaputt. Basta. Die meisten von diesen Menschen sind alles andere als arbeitsscheu, sondern haben Mühe, ihre Kräfte beisammen zu halten, aus welchen Gründen auch immer.

Zweiter Arbeitsmarkt
Irgendwann wird der zweite Arbeitsmarkt den ersten übernehmen. Das ist zwar eine gewagte, aber realistische Vision. Hier in der Schweiz melden sich immer mehr Menschen bei der Invalidenversicherung. Menschen mit gesundheitlichen Problemen, die in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind. Warum dem so ist, wird nun diskutiert. Dazu gibt es viele Meinungen, je nach politischer Couleur. Meiner Meinung nach hat es mit dem beschriebenen Druck in der Arbeitswelt zu tun. Vielleicht war früher auch die Hemmschwelle höher, es kann sein. Man hat sich früher eher selber geholfen? Ich weiss es nicht. Tatsache ist: Es werden immer mehr Menschen diesen Schutzraum des zweiten Arbeitsmarktes nötig haben.

Erster Arbeitsmarkt
Es könnte durchaus sein, dass sich der Mensch als Arbeitskraft selbst abschafft, da bin ich mir noch nicht sicher … Oder es findet ein globales Umdenken statt und die Selbstausbeutung der Menschheit hört endlich auf.

Lernen

Ein starker Traum von heute morgen beschäftigt mich noch jetzt.

Ich war im Lehrbetrieb meiner Klassenkameradin B., einer praktischen und tüchtigen zukünftigen Berufsfrau. Dieser Betrieb, eigentlich eine Druckerei, war im Traum aber auch ein Schreibwaren-Boutique und eine Werkstatt (und eine Galerie). Ich hätte für meine Kollegin stellvertretend den Laden hüten sollen.
Erste, anpruchsvolle Kundinnen, waren schon da, ich war mit ihren Fragen überfordert, sie hatten alle irgendwelche Spezialwünsche.

Später kam meine Kollegin und übernahm souverän den Laden, ich trottelte wie ein Dackel hinterher und fühlte mich nutzlos. Mit der Zeit füllte sich der Laden immer mehr und wandelte sich zu einer grossräumigen Galerie mit Vernissagen-Puplikum. Und mit was für welchem! IDa waren ganz exotisch gekleidete Menschen überall. Es war wie in einer intergalaktischen Versammlung bei Star Trek! Ich stand etwas verwirrt herum und wusste nicht recht wohin mit mir.

Es geht eindeutig ums Lernen und Zurechtkommen im Leben und im Beruf. Ich erlebte mich als Lernende, als Anfängerin, als eine die mit den Anforderungen der Anderen nicht zurechtkommt, als eine, die auch an den eigenen (hohen) Ansprüchen scheitert. Und wie stehts mit dem Annehmen von Hilfe und dem Eingestehen dass auch ich noch zu lernen habe?! …

Obwohl die sich die Szenen innerlich eher als Verwirrung, Gehetztsein und Überforderung angefühlt haben, hinterlässt der Traum ein heiteres Gefühl, es geht etwas! Da sind Farben, Menschen, Verbindungen und da ist auch Hilfe von pragmatischeren Menschen als ich es bin … Es geht voll die Post ab! Ich bin mitten drin … Dieser Traum zeigt mir das deutlich: mein Leben ist in Bewegung gekommen. Die Bilder und Farben im Traum sind heiter, es sind klare und lichtdurchflutete Räume, es ist überall hell und bunt. Mein Leben liegt im Morgenlicht vor mir.

Kraft, Mut, Hoffnung und Zuversicht sind wieder da … und meine Lernfreude und mein Wissenshunger auch.



Eingefallene Tarotkarte: 8 der Münzen ( und evtl. 3 der Münzen)
Eingenommenes Medi: Nux vomica spagyrisch (gestern abend)
und Zoloft 25mg (täglich seit 2 Monaten)

Krümelmonsters Morgenritual

Die Schweiz ist das Land, in dem Teenager morgens im Zug, ganz ruhig und gemütlich, den ersten Joint des Tages drehen. Nach Fertigstellung dieses Produktes, zeugen grosszügig über die Sitzpolster verteilte gelbe und grüne Krümel von diesem Ereignis.

Montag, 20. Dezember 2010

Angeklagt: Die Jahreszeiten

Früher bekannt als:  "Lauf der Jahreszeiten"

Heute bekannt als: "Vorsätzliche Gefährdung menschlichen Wollens, Tuns und Lebens"

Gerade aktuell: Schneechaos in Europa.

Wenn der Winter ein Mensch wäre, würde er sich schon lange vor Gericht wiederfinden, wegen Verkehrsbehinderung, vorsätzlicher Tötung, fahrlässiger Tötung, Grausamkeit, Behinderung des Wirtschaftswachstums und mindestens einem Dutzend weiterer Anklagepunkte …

Das Geheimnis der Heilung - Wie altes Wissen die Medizin verändert

Bei Solve Lubaya habe ich diese drei Videos gefunden. Darin geht es um die Kraft der Imagination und des heilsamen Berührens. Das macht Hoffnung auf eine sich verändernde Medizin! Eine Medizin der Zukunft. In der sich die Methoden, Schulen und Disziplinen die Hand reichen. Die Zeichen stehen auf: Veränderung ...

Es gibt auch ein Buch zum Thema, mehr Infos unter:
http://www.das-geheimnis-der-heilung.de/

Sonntag, 19. Dezember 2010

Heldinnentaten

In aussergewöhnlichen Situationen ist es nicht besonders schwierig, aussergewöhnlich mutig zu sein. Die wahre und nötigste Heldinnentat ist es doch, jeden Tag anzunehmen, sei er auch noch so grau und ich noch so wacklig auf den Beinen. Mutig ists, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Die wahre Kunst ists, mir selber und dem ganz normalen Alltag ins Gesicht zu sehen, gerade wenn Ängste und Zweifel da sind – und dadurch über mich selber hinauszuwachsen.

Und, wichtig zu erinnern: Hilfe ist dann da, wenn ich sie zulasse.
 
 
planet112 am 8.12.10

Freitag, 10. Dezember 2010

Tomi Ungerer, das Urgestein

Eines meiner Idole ist der elsässische Zeichner Tomi Ungerer. Als ich sah, dass das neue "DU" ihm gewidmet ist, musste ich es kaufen. Auch mit 79 steckt dieser Mann noch voller sprudelnder Ideen! Und er twittert sogar!

Montag, 6. Dezember 2010

Erkenntnis

faszinierende Menschen ≠ unkompliziert

Samstag, 4. Dezember 2010

Sowohl-Als-Auch-Frau

Als ich bei meinen Stilkunde-Recherchen auf Rudolf Steiner stiess, dachte ich über mein Verhältnis zur Anthroposophie nach. Im anthroposophischen Welt- und Menschenbild habe ich viele von meinen eigenen Empfindungen und Gedanken wiedergefunden. Schon als Kind war ich eine grosse Sinnsucherin. Die grossen Fragen haben mich bis heute nicht verlassen. Meine Wahrnehmung der Welt, meine Sensitivität und Hypersensibilität fanden keine ausreichende Antwort in meinem christlichen Umfeld. Oft war ich von Bildern und Reizen in meinem Inneren völlig überflutet. Erst als ich mich, mit etwa 18, mit der Esoterik zu befassen begann, konnte ich mich selber und meine Wahrnehmung besser verstehen. Doch da geriet ich auch in seltsames Fahrwasser. Bis ich von dem ganzen "Licht-und-Liebe"-Klimbim die Schnauze voll hatte und wieder ganz eigene Wege entwickelte. Noch früher, als Kind und Jugendliche halfen mir vorallem meine Indianerbücher, ich las alles was mir in die Finger kam, denn da fand ich mich und meine Art der Spiritualität und Naturliebe wieder. Zuerst entwickelte ich meine Sicht der Welt, danach fand ich sie woanders wieder.

Für mich mach vieles am Anthroposophsichen Sinn: Unter anderem die Landwirtschaft und die Medizin. Diese Art der Landwirtschaft fühlt sich für mich wirklich biologisch-dynamisch an, wenn ich in einem solchen Garten stehe, spüre ich eine starke Lebendigkeit und Beseeltheit in der Umgebung. Doch die ewige Nachbeterei von Steiners Thesen und Ideen langweilt mich. Wo ist die Verbindung zur Moderne? Wo die Freiheit des Geistes? Die Trockenheit und Humorlosigkeit mancher Anthroposophen, reizen mich zum Widerspruch. Ja, das sind Klischees - und doch ist Wahres dran! Ich bin keine, die sich in eine enge Gemeinschaft einfügen kann. Das merkte ich auch, als ich mal 3 Wochen in einer anthroposophisch geführten Psychiatrie verbrachte. Da kommt das "Über-Ich" mit seinem "Unter-Es"... sagte ich, als ich den Oberarzt meiner Station mit seinem mausgrauen Frauchen daherkommen sah. Das entlockte einem meiner Mitpatienten, in diesem Umfeld aufgewachsen, wieherndes Gelächter.

Der Klinikaufenthalt hat mir damals immerhin geholfen, meine Antidepressiva vollständig abzusetzen. Dazu wurde ich von einer Ärztin ermuntert. Dafür bin ich ihr im Nachhinein dankbar. Wenn ich heute, nach langem Abwägen, wieder Medikamente nehme, so konnte ich doch sieben Jahre ohne leben. In diesen 7 Jahren habe ich eine Menge erreicht. Mit meiner Entscheidung kann ich leben, sehr gut sogar, denn es ist eine gewachsene Entscheidung. Seither kann ich wieder träumen und Visionen für mein Leben entwicklen. Das ist das was ich brauche, denn ohne Visionen fühlt sich mein Leben kalt und leer an.

Das Sowohl-als-Auch scheint meine Lebensdevise zu sein. Es ist gut. Für mich. Sprituell und sonst im Leben bewege ich mich irgendwo zwischen allen Stühlen, zum Sitzen komme ich dabei nicht. Das ist eben mein Unterwegs-Sein. Für mich fühlt es sich genau richtig und passend an.

Tierliebe ..oder so ähnlich

Stela schreibt über falsch gehaltene Tiere, vorallem Pferde. Und ich denke daran, wie oft mich im Alltag schaudert, wenn ich Hundebesitzern zusehe. Da wird an der Leine gerissen, geschreien und zu sehr "geliebt" (was dann allgemein als "grosse Tierliebe" durchgeht). Da werden Kommandos gegeben, die der Hund nicht versteht und die ihn verwirren. Weil er es nicht versteht, wird dann wieder gezettert. etc. pp.

Mir kommen meine Zeiten als, überforderte, Hundehalterin mit (einem willensstarken Sennenhund) in den Sinn. Ich kenne es also aus eigener Erfahrung. In der Theorie hätte mans ja verstanden, es im Alltag umzusetzen, da siehts dann wieder anders aus..Und genau darum graust es mir wenn ich anderen zusehe. Ich erkenne dieselben Fehler und Missverständnisse. Ab und an schaue ich mir den "Hundprofi" auf Vox an, der seine Sache gut macht, wie ich finde. Es liegt viel im Argen.

Und dann sehe ich die Pferde auf der "Ranch" neben an. Solche gelangweilten Pferde habe ich selten gesehen! Den lieben langen Tag stehen sie rum und schauen traurig aus der Wäsche. Zwar haben sie einen Freilaufstall, doch draussen stehen sie dann im eigenen Mist, denn der Auslauf ist zu klein für diese Anzahl Pferde. Freizeitpferde... Abends oder wochenends werden sie dann als Sportgeräte benutzt.

Gut ist, dass es Menschen gibt, die aus Berufung etwas daran ändern wollen! Ich meine nicht die fanatischen Tierschützer und andere "Tierfreunde", die vorallem ihre eigenen Neurosen pflegen und das als Liebe verstehen, sondern Menschen, die sich wirklich der besseren Verständigung von Mensch und Tier widmen, oder dem Tierschutz. So zum Beispiel meine Freundin S., die Sonntag für Sonntag eine Welpenspielgruppe leitet (sowas gibts :) in der die lieben Kleinen Sozialverhalten erstmal lernen. Ich bin froh, gibt es Menschen wie sie. Vielleicht laufen dann ein paar Hunde mehr fröhlich durch die Gegend!

Es ist ja nicht so, dass Tiere nicht sprechen und sich ausdrücken. Wir verstehen sie nur nicht! Oder falsch.. Oder wollen über die Tiere irgendwas kompensieren (Nähe zur Natur?), das uns im Alltag abgeht..

Mittwoch, 1. Dezember 2010

mein lieblingsneurotiker wird heut 75!

happy birthday woody allen!
und: *prösterchen*

Dienstag, 30. November 2010

zeitgeschichts-schwelgerei

diese recherchen zur stilgeschichte des 20. jahrunderts (meine aufgaben zuletzt: psychedelia, punk-typo und organische architektur) sind für mich stundenlanges schwelgen in verbindungen, hintergründen, querverweisen, bildmaterial, slogans...

es ist ein wühlen in zeitgeschichte und philosophie. ich gehe mit den hippies auf einen knalligen lsd.trip wenn ich bei google in der bildersuche: psychedelia eingebe. ich finde goldige slogans: save petrol, burn cars! (von jamie reid, er gestaltete die cover der "sex pistols"). reid beeinflusste massgeblich die nachfolgenden typo-künstler wie neville brody und david carson. damit ergibt sich ein link ins digitale zeitalter... oder ich stelle mir steiner bei einer seiner stand-up-okkult-shows vor..

und am ende kommt mir in den sinn; achja ich sollte ja noch einen vortrag machen. das ist das eine - und ein hand-out für die klasse, das ist das andere! da beginnt dann das kondensieren.. für mich defintiv der schwierigste teil. denn es hängt ja alles mit allem zusammen..

stand-up-okkultismus..

durch die recherche zu "organischer architektur" für eine schulaufgabe bin ich bei faz.net auf einen launigen artikel über rudolf steiner gestossen. der verfasser oliver jungen nennt steiners vorträge "stand-up-okkultismus" und "ultraspätromantischen poetry slam".
yes..! köstlich..

unabhängig

sich von den launen anderer menschen unabhängig zu machen, scheint mir wichtig. von den eigenen, das lohnt sich auch, ist nur etwas schwieriger > _< ...

heute ist der 8. dezember

..weil ich einen adventskalender mit pralinen geschenkt bekommen hab > _ < – hmm, mocca!

Sonntag, 21. November 2010

schlangenträume

die letzten monate träumte es mir sehr viel von schlangen. zu diesen wesen habe ich eine besondere beziehung. sie faszinieren mich und ich habe grossen respekt vor ihnen. sie tauchen in meinen träumen und zeichnungen in zeiten von grossen inneren veränderungen auf. zurzeit nehme ich die bachblüte walnut, die hat mir schon auf geholfen gut "hinüber" zu kommen..

ein traum im september:

es war eine kleine schlange (mit einem goldenen köpfchen) in der nähe. weil sie mich nervös machte, sie war sehr qurilig, packte ich sie und sperrte sie in eine art käfig aus netzstoff. sie entwischte mir, ich konnte sie nicht mehr bändigen. sie biss mich in die linke leiste, es tat nicht sehr weh, nur wie ein insektenstich. sie war nun am boden, ich war immer noch nervös. darum zertrat ich die schlange. das tat mir hinterher leid.

meine gedanken und empfindungen dazu: ich mag schlangen und der traum hat mich etwas durcheinander gebracht. er muss etwas mit meinem derzeitigen gesundheitszustand und den seelischen dingen zu tun haben. ist dieses schlänglein (denn grösser war es nicht) vielleicht meine feine innere stimme, bei der ich manchmal nicht hinhören will? auf die ich mit ungeduld und mit hast reagiere? für mich geht es in diese richtung. und ich bringe die schlange zudem mit weiblicher urkraft in zusammenhang. stärke.

Samstag, 20. November 2010

Bescherung im Alltag

In der Schweizer Online-Tauschbörse Exsila gerade den Soundtrack von "Das Piano" bestellt, den muss ich mir doch einfach mal wieder anhören, bei Klavierklängen schmelze ich dahin .. und von Erich Kästner bestellte ich mir "Als ich ein kleiner Junge war".

Freitag, 19. November 2010

Erkenntnis

Es gibt nichts zu erreichen, packen wirs an!

Montag, 15. November 2010

von selbst …


aus einer eigenen collage von 1999 – und immer noch wahr …

Samstag, 13. November 2010

im agro-disneyland

je mehr nahrungsmittel aus dem labor kommen, (direkt oder indirekt), desto krasser wird mit wagenladungen von nostalgie für fleisch und andere agrar-produkte geworben. das schwein spricht und fährt mit dem bauer heissluftballon, das huhn rennt persönlich in den supermarkt um sein ei zu legen, horden von eichhörnchen sammeln fleissig nüsse fürs müsli, eine rosig aussehende überschminkte landschönheit rührt von hand den joghurt.
alles ist in strahlende farben oder einen zarten sepia-ton getaucht.
absurd.

Mittwoch, 10. November 2010

befindlichkeitsthermometermessung

gesehen bei wort und bild, salamandra, 356 days


ich lese... derzeit wenig

ich trage... schwarze cordsamthosen, ein schwarzes shirt mit langen ärmeln, ein grosses rosafarbenes halstuch, rosageblümte weinfarbene armstulpen und schwarze turnschuhe

ich habe... gerade keinen plan was ich hier schreiben soll!

ich höre... die hintergrundgeräusche des lebens und smarten mundartrap von sensiblen berner jungs.
zb: greis. tommy vercetti.

ich trinke... wasser.

ich esse... schokolade. als vorbereitung auf die winterstarre.

ich stehe... auf dem teppich.

ich gehe... gerne essen >_<

ich finde... zwischentöne interessant.

ich schreibe... am meisten für mich selbst. / gerade wenig. / lieber briefe als emails.

ich mag... mich nicht mehr über die welt ärgern. denn die wird dadurch auch nicht besser. / mal wieder in die läden in der berner altstadt gehen, kunsthandwerk!

ich sehe.. beim blick in den spiegel heute richtig frisch aus!

Dienstag, 9. November 2010

typo- und grafikexploration in buchform

ein paar buchempfehlungen:

Schnellkurs Grafik-Design von Pina Lewandowsy.
liest sich von selbst. eignet sich auch toll als nachttisch- und unterwegslektüre, wie ich festgestellt habe.

Visuelles Gestalten mit dem Computer von Pina Lewandowsy
und Francis Zeischegg.
künstlerisch und inspirierend!

Crashkurs Typo und Layout von Cyrus Dominik Khazaeli
 ein umfangreicher einblick. begriffserklärungen. basics.

Schriften erkennen von Daniel Sauthoff, Gilmar Wendt, Hans Peter Willberg
eine typologie der satzschriften. sozusagen ein stammbaum.

Montag, 8. November 2010

rotkehlchen-saison

das perlende, kullernde, jubelnde getriller dieser vögel mag ich besonders.
am schönsten ist es am morgen im bett zu liegen und ihnen zuzuhören. in letzter zeit war es oft zu hören. vielleicht ist gerade rotkehlchen-saison?

Mittwoch, 3. November 2010

die eltern so sehen wie sie sind

ich stolpere bei meinen blättern für den deutschunterricht (drücke noch für 2 semester die schulbank) immer wieder über sprichworte und andere sinnreiche oder sinnfreie sprüche. erstaunlich was sich da alles findet! manches ist erschreckend konservativ, sicher schon älter. mich schaudert!

vieles regt mich zum nachdenken an. und statt dass ich dann über nebensatzarten und kommasetzung brüte, schweife ich gerne ab …

Die besterzogenen Kinder sind jene, die gelernt haben, in ihren Eltern das zu sehen, was sie sind.

ein mehrdeutiger satz, der nachwirkt. was heisst es, seine eltern so zu sehen, wie sie sind? kann ich das? sehe ich sie? für mich meine ich: ja, zunehmend. nämlich als menschen.

ich bin zwar immer noch ihr kind, aber doch kein kind mehr. es ist eine begegnung auf gleicher augenhöhe.

ja, ich möchte meine eltern so sehen, kennen, erkennen und anerkennen wie sie sind. es hat auch damit zu tun, mich selber zu erkennen und anzuerkennen. mich in ihnen zu erkennen. die familiengeschichte(n) zu sehen. es ist vielschichtig. es sind intensive begegnungen und entdeckungen. wurzeln .. verstrickungen und halt zugleich.

"besterzogen" das klingt so konservativ. auf jedenfall stört mich dieses wort, wenn auch der satz insgesamt sehr in die tiefe geht.  wenn ich google, komme ich auf george bernhard shaw als urheber des satzes. und der satz ist noch ist noch um eine ergänzung länger:

Die besterzogenen Kinder sind jene, die gelernt haben, ihre Eltern zu sehen, wie sie wirklich sind; Heuchelei ist nicht die erste Pflicht der Eltern.

George Bernard Shaw

das ergibt noch weitere dimensionen.. wirft andere fragen auf. heuchelei ist nicht die erste pflicht? aber doch eine pflicht? für mich reichts aber grade. interessant was ich beim lernen nebenbei alles so lerne, was fürs leben.. und dazu ist die schule ja unter anderem auch da ;)

körper freuden da-sein

freude macht mir, meine körperlichkeit neu zu erfahren.

vorallem durch das singen. seit ich gesangsstunden nehme, erlebe ich den körper viel bewusster und finde besseren zugang zu mir und meinem da-sein. zudem hilft mir qigong, es macht mich auch im alltag achtsam. zudem übe ich zwischendurch mudras, eine spannende sache!

alles ohne druck, einfach aus freude..

lebendig werden, lebendig bleiben

die wahre heldinnentat ist, im leben, am leben, trotz allen zweifeln und ängsten dranzubleiben.

Dienstag, 26. Oktober 2010

musikalische wurzeln entdecken..

ich glaube den eigenen wurzeln kann man nicht entkommen, denn man hat sie ja immer dabei! bei mir sind das gerade die musikalischen christlichen. es scheint auch mit der jahreszeit zu tun zu haben, es ist ahnenzeit .. und so höre ich in meinem kopf choräle und orgelstücke, einfache kirchenlieder und bachsche kantaten .. ob ichs will oder nicht!

dabei wächst mein interesse, diese stücke einmal ganz bewusst aufs neue zu hören. eine wunderbare musikalische erfahrung, für mich nun losgelöst von "glauben müssen". es gehen neue türen auf. und zugleich werden erinnerungen wach: der kirchgang mit oma und opa, vaters musikalische volle dröhnung nach getaner arbeit (oft wars j.s.bach ab schallplatte), geflötete weihnachtslieder ... die folgenden beiden stücken haben mir in schwierigen zeiten viel trost gegeben und sie tun es auch gerade wieder. auch wenn ich mich mit allem was mit religion zu tun hat, sehr schwer tue. generell singe ich längst nicht alles mit was da so in kirchenliedern steht, so ich denn mal in einer kirche bin.

die musik trägt viel mehr und ist weiter und offener als alle worte..

Was Gott tut das ist wohlgetan Orgelwerk von Pachelbel
Gott ist gegenwärtig aus dem ev. Kirchengesangbuch

Mittwoch, 20. Oktober 2010

ein wichtiger fund

was so offen sichtlich
wichtig
ist

kann ich nicht
übersehen

ich
kann mich
nicht übersehen



in neige meist dazu, zu hart zu mir selbst zu sein. es ist schön, wenn ich mich dann wieder mit mir selbst versöhnt habe und zu einem ganz zarten gefühl für mich selber finde. in einem solchen moment ist dieses gedicht entstanden

UMBAU

die letzten tage wusste ich gar nicht mehr, was ich schreiben soll. ich bin erschrocken ob meiner eigenen negativität (zb. beim "bio"-posting), hin und hergerissen zwischen lebenslust und lebensfrust, bin ich mir selber abhanden gekommen. und so hatte ich gelegenheit, mein eigenes leben mal ganz genau zu betrachten. inzwischen habe ich mich wieder aufgeklaubt und bin somit auferstanden. version 3.0.

und ich habe beschlossen, die gelegenheiten zum freuen und dankbarsein im leben anzunehmen!

Dienstag, 19. Oktober 2010

zuviel moral

verdirbt den appetit
aufs leben

herbstmorgen

sonne die durch den nebel scheint
ein moment der freude

Freitag, 15. Oktober 2010

Gut gesagt

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.

Epiktet
griechischer Philosoph

Mittwoch, 13. Oktober 2010

aus noch nicht aktuellem anlass (schnee)

warum weiss man, wie sehr schneekönige sich freuen können?

asche, aszendent lava

ich glaub in einem früheren leben war ich mal. ein vulkan. ab und zu brodelts, spuckts und zischts immer noch …

Dienstag, 12. Oktober 2010

darüber nachgedacht

dass mein leben ein einziges sowohl.als.auch ist … und habs für gut befunden.

"nachhaltigkeitswahn" oder "ideale in einer nichtidealen welt"

(vorsicht: es handelt sich hierbei um eine GLOSSE – zu risiken und nebenwirkungen hinter- oder befragen sie sich daher am besten selbst).

"nachhaltigkeit" hat sich so nachhaltig im wortschatz der werbung verankert, dass ich es schon gar nicht mehr hören mag!

waaaaaas! du verwendest noch kein fsc.papier und magst weiches, bedrucktes klopapier? und wagst es noch, anderen als msc.fisch zu essen?! überhaupt, tote tiere essen?! und essen überhaupt... und duuuu fliegst noch in den urlaub?!

beichte deine umweltsünden! bereue! kehre um, auf den pfad der tugend! aber sofort! lass dich erretten! bio hat dich lieb!

öko also. die konsumfreudigen 90er sind vorbei. jetzt kommt die abrechnung ...
der moderne ablasshandel blüht. schon wenn ich an das co2-kompensations-ding denke, muss ich grinsen! sind das christliche moralische rückfälle? mir scheint es so. zu sehr "sündenböckelt" es mir. moderner ablasshandel ... und wieder gibt es die rechtgläubigen, diejenigen die die zeichen der zeit erkannt haben und die vielen anderen, die noch errettet werden müssen.

es ist mehr als zwiespältig. der tenor: konsum ist ok, weil wirtschaftsdienlich und der wirtschaft zu helfen, das ist das gebot der stunde; denn es soll ja wieder aufwärtsgehen, das dient uns allen, dem arbeitsmarkt sowieso: also deswegen kein schlechtes gewissen haben.

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hm, was denn nun?

irgendwo in diesem dschungel der meinungen, weltanschauungen, handlungen und bestrebungen befinde ich mich. und ich finde oft mehr fragen als antworten. mal handle ich so, mal so.

manchmal kaufe ich bio, manchmal nicht. manche artikel immer, andere nie. manchmal dusche ich kurz, manchmal länger – und immer warm! der strom kommt nach wie vor aus der steckdose und weiter habe ich mich noch nicht drum gekümmert. manchmal fliege ich in den urlaub, meistens jedoch nicht. je nach dem wies mit den finanzen steht. ich entscheide selbst, was für mich gerade sinnvoll ist oder welche äpfel/müslis/x-was ich leckerer finde. beschäftigen tut es mich täglich wie es der welt geht! und es treibt mich möctig um. deshalb auch der scharfe ton; weil ich mich betroffen fühle und weil das ideologische an der ganzen diskussion mich trotzallem nervt.

mit sünderinnenmiene mag ich nicht durchs leben gehen … wo bliebe denn da der genuss? was würde das der welt bringen wenn es gar keine ideologiefreien unbeschwerten momente mehr gäbe?

calligraffiti

aufs wunderbarste verbinden sich kalligrafie und graffiti bei shoe, einem künstler aus den niederlanden! schon allein dieses video auf youtube ist eine augenweide, kunst, werbung und benefizveranstaltung zugleich. mich gelüstet es, auch mal wieder einen pinsel und einen stift in die hand zu nehmen. typo ganz old school statt mit dem computer ...

ein sonnentag

heute ist bei mir ein "guter-laune-tag" und ich freu mich drüber!

Montag, 11. Oktober 2010

seelisches durchatmen ..

seit ich zwei eiseninfusionen, wegen eisenmangels bekommen habe, geht es mir weit besser. mal schauen ob das so bleibt. es ist kein vergleich zu vorher mehr, ich war dermassen erschöpft! mit meiner psychiaterin habe ich besprochen, dass ich vorerst keine psychopharmaka nehmen will.
darüber schreib ich vor kurzem. ich habe keine lust auf irgend eine art von vernebelung. viel mehr will ich leben und aufdecken. gerade auch das was schmerzt.

ich will wissen, verstehen, mich annehmen, erkennen. und meine lebensfreude wecken!

meine bisherigen erfahrungen mit antidepressiva haben mir gezeigt, dass diese medikamente mangelnden selbstwert und eine zu negative sicht der welt auch nicht verbessern oder heilen können ... sie können nur den schmerz lindern. ich halte mich momanten an psychotherapie, bachblüten und homöopathie, tagebuchschreiben, fotografieren, gute gespräche mit meinem freund und meiner mutter. ein gutes verhältnis mit meinem chef, das gibt mir zudem sicherheit.

momentan warte ich noch auf das mittel meines homöopathen, er hat gemeint er könne mir helfen. beide ärzte meinten, es gäbe viele andere denen es ähnlich gehe wie mir. früher hätte mich das geärgert. heute tröstet es mich.

also grüsse ich euch anderen da draussen, alle die ihr ähnliches empfindet und erlebt!

ps: gestern war der who-welttag der psychischen gesundheit.

kindheitslieder und erinnerungen

claudia klinger schreibt über kindheitslieder. meine kindheit fällt in die 80er und 90er jahre. mir fallen da als erstes gleich reinhard mey und konstantin wecker ein, deren lieder sind am deutlichsten hängengeblieben. "alle soldaten wollen nach haus", "das letzte abenteuer" – die haben besonders eindruck hinterlassen! von wecker kann ich es nicht sagen. vielleicht "uferlos"?

radio hörten wir selten, ich erinnere mich zumindest nicht daran. es lief sehr viel klassik, vorallem wenn mein vater mit seiner arbeit fertig war (er arbeitete viel daheim).

mey höre ich heute nicht mehr. seine lieder stimmen mich melancholisch. und zudem verbinde ich seine lieder vorallem mit meinem verstorbenen bruder (1984–2007), denn er liebte meys lieder über alles. meinem kleinen bruder widme ich daher meys "mein kleines dorf am ende der welt."

Donnerstag, 7. Oktober 2010

innenwelt, knochenwelt

ich finde es interessant, dass es in der (konsum)welt von der sommer-strand-deko nahtlos zum weihnachtswahnsinn übergeht. vielleicht noch ein paar kürbisse und hexenfiguren dazwischen, aber nur ganz kurz.

für mich geniesse ich den niedergang vom sommer zum herbst zum winter sehr.
im spätsommer beginne ich, mich nach innen zu wenden, sammle mich.

die verstorbenen rücken näher zu mir her, die ebenen werden durchlässiger. ich spüre den sog in die tiefe, in die innen und -unterwelt. die träume sind dementsprechend. ich fürchte mich immer weniger davor. nehme auch die melancholie als gästin in meinem haus auf. knochenzeit. nusszeit. speck, trauben und nüsse essend... fühle ich mich wohl.

wieviel wertvoller wird mir das leben, wenn ich auf diese zeiten und
übergänge rücksicht nehme! ich gleite in einen rhythmus, in einen
wärmemantel. es fühlt sich so wohltuend, so uralt und wertvoll an!

manchmal bitter, manchmal süss wie trauben.

dass sich diese dunkle jahreshälfte (abgesehen von weihnachten/neujahr) schlecht vermarkten lässt – ist mir nur recht.

so kann ich sie für mich still geniessen.

Montag, 4. Oktober 2010

Meine Schreibe

In diesem Beitrag bei Wildgans gefunden, und gleich ausprobiert.. >_< Seeehr Amüsant!


Samstag, 25. September 2010

welche realität? über gesundheit.

ich machte in letzter zeit ganz gute erfahrungen mit ärzten. als patientin.

die allgemeinmediziner sind (zumindest in der schweiz) offener geworden für alternative wege. wenn ich die homöopathie ins spiel bringe, wird nicht gleich abgewinkt. es ist bereitschaft da zum zuhören und auch dazu, mit der alternativmedizin zusammenzuarbeiten.

mich langweilt der grabenkampf schul/alternativmedizin. der vor allem in einigen hirnen noch stattzufinden scheint. im alltag habe ich ihn nämlich schon lange nicht mehr angetroffen! ich habe mich entschlossen, mich aus diesem stellungskrieg zu verabschieden. und ganz einfach mit wachen sinnen durchs leben zu gehen, alle meine 7 sachen beisammen zu halten.

wer mit seelischen schwierigkeiten durchs leben geht, dem wird meist schnell zu psychopharmaka geraten. als selbstverständliches mittel der wahl. als vernünftiger weg. als letzten strohhalm habe ich diese mittel (antidepressiva) auch lange in anspruch genommen. bis mein körper das nicht mehr wolte. er hatte einfach genug davon. inzwischen macht mich das nicht mehr wütend, wenn mir diese mittel vorgeschlagen werden. doch ich lasse mich zu nichts mehr drängen.

realität ist immer eine frage der perspektive

ja, da fehlt ein stoff im gehirn, wenn jemand depressiv ist. das weiss ich. mein bester freund und weggefährte pflegt zu sagen: dieser stoff heisst "liebe"!

und so nehme ich meine seelischen tiefen gerade wieder etwas gelassener. was kann ich mir selber zuliebe tun? dieser frage spüre ich jetzt wieder intensiver nach. ich bin ja durch mich selbst dazu aufgerufen ...

ps: und es macht mich doch wütend, wenn mir antidepressiva vorgeschlagen werden. weil es einfach "dazugehört" und scheinbar allgemeiner standard ist. ich respektiere aber auch, dass das als professionell gilt, diesen vorschlag zu machen.

nach der reise

die studienwoche ist überstanden. ich bin immer noch kein fan von gruppenreisen, zuviele eindrücke in zu kurzer zeit. und ulm hat mich eher abgeschreckt, vielleicht war es auch das wetter, wer weiss. ich meinte die stadt zu kennen, nun erschien sie mir unpersönlich, ich fand keinen rechten zugang. stadt im umbruch? konnte keinen rechten kern finden, empfand sie als zergliedert.

der kuhberg aber, der hat mich fasziniert. die aussicht und die lage am rande der stadt inmitten von viel grün. ein seltsamer ort, der es in sich hat. und viel stärker auf mich gewirkt hat als die stadt. kuhberg: ein kz war dort (1933 bis 1935), ein ehemaliger galgenberg ist in der nähe.von allem was ich in dieser woche erlebte, hat mich diese umgebung, die landschaft, am meisten beeindruckt. wie mir das meistens so geht mit den landschaften!
das münster war wie ein exotisches raumschiff. ausserhalb der restlichen stadtgefüges. die gotik vermochte mich noch nie beosonders zu begeistern. trotzdem hörte ich der stadtführerin aufmerksam zu. eine bürgerkirche ist sie, diese kirche. man legte zusammen um dieses werk zu schaffen. wie immer reizte mich die akustik. im altarraum liess ich ein kurzes "magnificat" in die höhe steigen, etwas gehemmt und hastig. und doch grinsend ob meines mutes.






Dienstag, 7. September 2010

futter fürs romantische gemüt!

die lieder von franz schubert sind auch im digitalen zeitalter angekommen.
auf  http://www.schubertlied.de/ sind sie daheim.

gartenzeiten, damals

oma und opa. in ihrem kleinen haus am hang. das dritte haus in einer haarnadelkurve. 3 gärten hatten die beiden. einer davon war ums haus herum, mit einem baum auf dem sowohl reineclauden als auch zwetschgen wuchsen!  rote, schwarze und weisse johannisbeeren, stachelbeeren. ein frühbeet mit salat. tagetes. der schuppen mit den gerätschaften und dem holz. es roch gut. nach erde und holz, leicht moderig.

der zweite garten, das "stückle". mit dem tomatentunnel, dem misthaufen; der "miste", und ein paar beeten mit gemüse, erdbeeren, salat. der haufen verrotteter kompost, zu erde geworden, in dem sich für mich immer interessante knochenstücke (überbleibsel vom essen) fanden aus denen ich mir indianerschmuck bastelte.

der dritte garten, das war ein grosser schrebergarten, hanglage, ohne wasseranschluss und ohne strom. magere erde, jurakalk. tausende von blüten, eidechsen, schmetterlinge. ein gartenhaus, einer hexe würdig. mit gasherd. und nicht zu vergessen, einer kuckucksuhr!

opa, der für mich im garten immer einen schweizer radiosender eingestellt hat. sich dann freute, wenns klappte, und gar nicht verstand, dass mir in diesen momenten die schweiz so gar nicht fehlte! ich muss noch heute darüber lächeln.

und das alles schimmert golden im licht der nostalgie …

Freitag, 3. September 2010

homöopathie

immer wieder aufs neue fasziniert mich diese form der medizin (in form einer konstitutionstherapie). was ich empfinde, was sie in mir auslöst, lässt sich so beschreiben: wie bei einer zwiebel schälen sich körperliche und seelische probleme langsam von aussen nach innen ab. immer in einem mass, das lebbar ist. als würde ein eisberg langsam von oben her abschmelzen. alle unterseeischen sorgen steigen empor und werden sichtbar. manches erscheint auch erst in träumen um später im wachzustand noch klarer erlebbar und vorallem lösbar zu werden.

es ist eine interessante reise mit mir und zu mir selbst.

Mittwoch, 1. September 2010

störfunk in meinen antennen

über hochsensibilität, empfindsamkeit und reizüberflutung

ich finde es schwierig, dass vieles, was sensible menschen an erweiterten realitäten spüren, immer noch belächelt wird. die wissenschaft hinkt stets hinterher, hält sich aber oft für den einzigen massstab was glaubwürdigkeit angeht. das fühlen, ahnen, das innere spüren und wissen – wird nur (und auch nicht immer) in psychologie, neurologie und theologie erforscht und wahrgenommen. oder in anderen sogenannten "grenzwissenschaften" wie parapsychologie, radiästhesie, geomantie...

wir haben soviel mehr an fähigkeiten als wir im alltag einsetzen!

wenn ich etwas abseits der zivilisation bin, merke ich immer, wie präzise meine wahrnehmung im grunde ist. ich rieche, ich spüre wenn das wetter umschlägt, sehe aus den augenwinkeln die tiere, .. ich fühle mich sicher und mit beiden beinen auf dem boden. ich fühle mich um welten besser, wenn ein grosser teil des  elektrosmogs und anderen "störfunks" wegfällt! es ist, als wäre ich dann wirklich mich selbst. wie wenn ein schalter in meinem inneren sich umgelegt hätte.

und wie überfordert mit meinen sinnen bin ich dann wieder im alltag! all die strahlen, die bilder, der lärm, die informationen.. eine katzenmusik, kakophonie!

8h (oder mehr) pro tag hinter dem computer zu verbringen, das höhlt mich auf dauer zu sehr aus. ich merke, wie meine kreativität verkümmert! und als gestalterin brauche ich doch gerade die besonders.

das hin zu bekommen, diese balance, da sehe ich noch einiges an arbeit auf mich zukommen. ich freu mich drauf! denn stur war ich schon immer, und für diesen weg muss ich es auch sein..

- - -

sehr nützlich fand ich diese beiden bücher:

Andrea Brackmann: Jenseits der Norm - Hochbegabt und hochsensibel? Klett-Cotta, 2007.
(ein erfrischendes buch, sehr genau, fundiert und doch sehr nahe am menschen! )

Dr. Marianne Skarics: Sensibel kompetent - zart besaitet und erfolgreich im Beruf

- - -

mehr zum thema im web:

http://www.lebensraum-shiatsu.de/8.html

http://www.zartbesaitet.net/

http://www.empfindsam.de/

Mittwoch, 25. August 2010

bergkristall

schweizer fernsehen schaue ich mir nicht mehr an. ausser es läuft ein spielfilm. das grossartig zelebrierte mittelmass und die biederkeit langweilen mich.

stattdessen erwische ich mich immer wieder beim schauen von deutschen regionalsendern... mdr, swr, ndr, br oder ich bleibe auf 3sat bei einer fernweh- oder kultursendung hängen. arte ist mir oft zu überkandidelt.

seltsamerweise erscheint mir das regionale und bodenständige viel weniger bieder, oder auf eine viel erfrischendere art, als die hochglanzpolierten sendungen. es sind die menschen, die geschichten und die landschaften die mich interessieren. beim regionalen ist einfach weniger zuckerguss dran.

im bayrischen fernsehen bin ich auch dem  franz xaver gernstl zum ersten mal begegnet, dem filmemacher und regisseur. hingerissen schaute ich mir die etappen seiner deutschlandreise an. die gespräche mit ganz verschiedenen leuten, seine warmherzige und schlitzohrige art, mit den menschen ins gespräch zu kommen, das hat mir gefallen. viele wunderschöne orte, ausgefallene ideen und unterschiedlichste lebenskonzepte sind mir da begegnet. mir scheinen diese porträts fair und aus dem leben gegriffen. würdevoll. genauso geht es mir mit den lebenslinien, der biografie-sendung im bayrischen fernsehen.

solche fernseh-sternstunden heben sich wohltuend von der restlichen mittelmässigen fernsehlandschaft ab.

Montag, 23. August 2010

life is just ...

a slow train crawling up a hill! katie meluas song kam gerade angeflogen und wollte mal wieder angehört werden:

Dienstag, 17. August 2010

ron orps mail

ron orp bietet stadt-infos: inserate, kaufen oder tauschen, kontaktanzeigen, konzerte, kunst, filosofisches ... gibts aber leider noch nicht überall.

spiegel und feng shui

da ich mich am morgen oft genau so müde fühle wie beim zubettgehen, wollte ich eine fengshui-regel ausprobieren: spiegel im schlafraum hindern, laut fengshui, die seele beim schlafen.

der betreffende spiegel ist bei mir auf der türe des kleiderschrankes angebracht. der schrank steht neben meinem bett, genau gegenüber vom fenster. an dieser stelle steht er erst seit einigen monaten. vorher war er im büro. diesen spiegel habe ich vor dem schlafengehen gestern mit einem tuch verdeckt.

sobald ich den spiegel verdeckt hatte, spürte ich, wie sich die energie im raum schlagartig beruhigt hat. das hat mich schon erstaunt. seltsamerweise fühlte ich mich heute morgen so erholt wie schon lange nicht mehr!  … ich werde das tuch noch ein paar weitere tage über dem spiegel lassen. es ist eine wohltat, so gut zu schlafen!

Montag, 16. August 2010

erdbeben monitor

wo es die letzte zeit gebebt hat, kann man hier erfahren: erdbebenkarte

Mittwoch, 11. August 2010

charakterköpfe – über schriften und typen



je länger ich mit schriften zu tun haben, desto mehr fallen mir ihre eigenheiten auf. jede schrift hat ihren charakter und ihre persönlichkeit. im französischen nennt man einen schriftschnitt auch charactère ..

manche schriften sind anspruchlos, richtige arbeitstiere, man kann sie überall und jederzeit verwenden. sie wirken vetraut, so wie die garamond, die häufig für den buchdruck verwendet wird. oder auch die gute alte frutiger; man kennt sich zwar vom sehen, aber nicht beim namen .. andere schriften wiederum brauchen hege und pflege, gedeihen nur unter den richtigen bedingungen.

da gibt es die sperrige und geometrische futura, eine etwas ältere dame, die hohe ansprüche stellt, wenn man sie für fliesstext verwenden will, da muss der zeilenabstand stimmen und auch der abstand zwischen den zeichen. die gill ist auch eine anspruchsvolle kundin! hingegen gedeiht die univers, wies der name sagt, meist überall, ein vertrautes alltagsgesicht, das auch zu höherem fähig ist.

und dann gibt es unter den schriften die "jungen wilden", häufig wohnen sie auf dafont.com. sie sind eher unwillig und störrisch in der zusammenarbeit, es sind eben teenager – doch für titel und flyer durchaus auch mal zu haben. hauptsache es knallt in der gestaltung!

links:
http://www.100besteschriften.de/
http://www.dafont.com/

oder etwas edler:
http://www.typolexikon.de/

Cartoon gelesen

Er: Das war`s, ja?
Sie: Ja.
Er: Einen Mann wie mich findest du nicht mehr.
Sie: Ich suche auch nicht nach einem Mann wie dir.

achja, so gehts im leben … kam mir irgendwie verdammt bekannt vor.

Montag, 9. August 2010

bauchgefühl oder pflicht



die perfekte welle

die welle DANN zu nehmen, wenn sie perfekt ist – so stelle ich mir mein leben vor. das will ich. so will ich leben. mein pflichtgefühl hat da eine ganz andere meinung dazu. wie andere menschen auch, arbeite ich brav meine listen ab, erledige meine pflichten der reihenfolge nach ab. versuche eine chronologie einzuhalten, den lebenslauf zu begradigen, zu planen …

all die killersätze und leitplanken haben immer noch ihre macht:
wenn das alle so machen würden!
man kann nicht immer nach dem lustprinzip leben!
man muss vorsorgen, sparen, organisieren!
eine berufliche laufbahn sollte man bewusst planen!
(und wer ist "man"?)

doch dieses äussere system, das gerät mir zunehmend durcheinander. es läuft meinem bauchgefühl zuwider. das leben ist keine autobahn. es geht nicht immer geradeaus. die abzweigungen sind nicht gross angeschrieben. für mich jedenfalls nicht. denn je mehr ich versuche, mich einzuspuren, desto mehr lust bekomme ich, mich stattdessen einzuspüren:

was geht? was läuft gerade? was ist aktuell? wie geht es mir gerade? kommt es gut, wenn ich diese aktion jetzt starte, oder warte ich besser noch? im laden: sind diese früchte reif? welche themen liegen in der luft? wie ist die zeitqualität? was ist unnötig? wo wende ich kraft auf und wieviel? vor dem telefonat: ist x. wohl daheim, kann ich jetzt anrufen, ist es günstig, jetzt anzurufen? was würde mir jetzt gerade gut tun? hab ich wirklich lust, xy diese woche zu treffen?

die antworten kommen. treffsicher. nützlich. effizient. wenn ich ehrlich mit mir selber bin. klarheit. mein leben wird klarer. nicht immer gefällt mir, was ich aufdecke, was ich fühle, denn der eigene mist wird genauso sichtbar und deutlich wie alle meinen inneren schätze.

wie verwegen und wild, wie egoistisch erscheint es mir, den lebensweg auf diese art zu gehen! ich lasse mich dermassen gehen! erfühle meinen weg vorwärts, was für eine lust, was für eine freude!

ich lasse mich gehen, lasse mich treiben; immer in der gewissheit, dass mich mein ziel schon finden wird.

warum soll ich mich also beeilen?

Dienstag, 3. August 2010

contentmanagement

ich bin in meinem leben noch daran, den content zu managen. ums design kümmere ich mich später ...

interne umstrukturierungen

das leben ist nur in unserer vorstellung linear. zum schutz unseres verstandes haben wir uns das ausgedacht. weil es uns sonst den kopf sprengen würde, sähen wir alle verbindungen, querverweise, alle wege und netze, alle fallen und köstlichkeiten auf einmal. der verstand ist das falsche werkzeug um mit dem ereignis "leben" zurechtzukommen. ich habs meinem kopf bis jetzt verschwiegen. er war bisher immer so stolz auf seine arbeit! da kann ich ihm ja nicht einfach sagen dass .. oder?!

Luciano de Crescenzos Roman "Der Listenreiche"

Luciano De Crescenzo
Der Listenreiche
Roman
Albrecht Knaus Verlag
(übersetzt aus dem Italienischen)

Es handelt sich bei diesem Buch um eine Nacherzählung der Odyssee und eine Art persönlicher Charakterstudie des Schlitzohres Odysseus. Der Roman wird vom Erzähler laufend kommentiert, seine persönlichen Ansichten kommen ins Spiel, Homers ursprüngliche Erzählung wird gespickt und auflockert durch de Crescenzos eigene, teilweise witzige, Interpretationen.

Die Fussnoten und Randnotizen hat sich der Autor dankenswerterweise gespart – und diese direkt in den Text hineingearbeitet, eine kunstvolle Lösung. Das Buch ist dadurch aus einem Guss. Es ist eine regelrechte Soap und Kopfkino im besten Sinne, keine mühsame Geschichtslektion, keine trockene Fingerübung. Die ursprüngliche Einteilung der Kapitel wird beibehalten, ein zusätzliches, neues Ende wird eingeführt. Die Sorgfalt, Begeisterung und Erzählfreude de Crescenzos wird dem Stoff mehr als gerecht! Am Schluss findet sich sogar ein Personenregister von beachtlichem Umfang.

Für mich war es eine sehr unterhaltsame und abwegige Reise! Die Götter sind launisch, das Meer ist es auch – und die Abenteuer sind ohne Zahl. Odysseus ist ein listiger bis hinterlistiger Abenteurer und Eroberer mit Heimweh. Der Machismo der Antike kommt deutlich zu Tage, de Crescenzos eigener kommt noch hinzu. So interpretiert er die Zauberin Kirke als schlichte Bordellbesitzerin. (?). Die Frauenfiguren (ausgenommen die Göttinnen) sind Beigemüse, sind Ehefrauen, Deko, Kriegsbeute oder Mägde. Mord und Totschlag gehören in diesem Buch beinahe zum guten Ton. Daher ist es ein sinnloses Unterfangen diese Geschichte unter moralischen und ethischen Gesichtspunkten anschauen zu wollen.

Dieses Buch liest sich von selbst! Eine fantastische und zeitlose Geschichte mit Charakteren die sich mir für immer eingeprägt haben. Und meine Lust, einmal nach Griechenland zu reisen, ist dadurch nur noch grösser geworden >_< !

Wort oder Bild?

Am Anfang war das Wort? Oder war es das Bild? Darüber werden sich Typografen und Grafiker wohl ewig streiten >_< ...

Montag, 2. August 2010

nicht vermisst

habe ich in der campingidylle am bodensee all die schreckensmeldungen. obwohl es einen fernseher (inkl. dvd-player) hatte, brauchten wir diesen nur für die wetteraussichten. mir reichte das eine mal, als wir in die aktuellen nachrichten switchten - und die horrormeldungen aus duisburg sahen. danach war ich ziemlich groggy. mir reichen meine eigenen grösseren und kleineren schwierigkeiten vollkommen.

schlaue und sinnreiche kommentare las ich bei http://www.cantharis.blogspot.com/ und in luisa francias tagebuch http://www.salamandra.de/tagebuch im eintrag vom 25. Juli.

und wieder die erkenntnis, dass ich lust habe und es für mich das lohnendste ist, mir meine eigene realität zu erschaffen. massenveranstaltungen meide ich immer. sogar den stossverkehr im öv, wenn ich kann. ich will bei mir bleiben.

und doch finde ich es spannend, zunehmend, mich in gruppen zu bewegen, neue kontakte zu knüpfen, alte zu erneuern. so wie ich es auch auf dem campingplatz genossen habe, andere menschen zu sehen und hin und wieder ein lächeln oder ein paar worte zu tauschen.
lustig war es auch, mir von einem kleinen jungen die regeln des billard spieles beibringen zu lassen!

mir scheint, ich entdecke das leben neu ..

Bodensee


Die vergangene Woche habe ich am Bodensee verbracht. Für mich ein See, an den ich immer wieder gerne fahre, für mich hat er etwas Magisches! Das Wetter war regnerisch, Unwetter tobten auch über unserem Campingplatz. Und doch waren es gerade diese Wetterstimmungen, die mich fasziniert haben. Wenn die Farben des Himmels und des Wassers ineinander übergehen, entsteht eine besondere Stimmung, in der ich mich wohl fühle.




Freitag, 25. Juni 2010

kunst?

Kunst ist Ausdruck. Kunst kommt nicht von Können sondern von Müssen. Über Kunst lässt sich streiten. Kunst ist persönlich. Kunst ist individuell. Über Kunst lässt sich daher nicht streiten. Kunst ist Erschaffung. Kunst ist Zerstörung. Kunst ist ein Trieb des Menschen, der weit über die Alltagswelt hinausragt. Kunst quält. Kunst erlöst. Kunst ist Licht und Schatten. Kunst ist widersprüchlich. Kunst ist eigensinnig. Kunst ist Lebensenergie. Kunst ist nie fertig. Kunst ist Besessenheit. Kunst ist Spiel. Kunst ist Ernst. Über Kunst darf jederzeit gelacht werden. Über Kunst darf man nicht lachen. Kunst erfindet sich jederzeit neu. Kunst ist in jedem Moment. Jeder Moment ist Kunst. Kunst ist nicht zu fassen.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Frisch eingezogen

Willkommen auf meinem Planeten 112! Die Einräumarbeiten sind noch in vollem Gange …