Meine Blogroll

Dienstag, 19. September 2017

Herbstwetter in Kopf, Herz und Seele

Finde gerade keine Worte und bin in bewölkten Gedanken gefangen. Wenn ich wieder welche habe, Worte meine ich, werde ich auch ein paar hier verstreuen.

Donnerstag, 31. August 2017

Im leeren Raum


Mir kommt es vor, als stände ich nun in einem leeren Raum. Fast die ganze alte Möblierung ist rausgeflogen, ganz viel Ballast ist weg. Unsicherheit. Vor allem gegenüber anderen Menschen. Benehme ich mich richtig, anderen Menschen gegenüber? Bin ich zu aufdringlich, zu distanziert, wie komme ich an? Bin ich daneben? Es sind nicht mehr die alten bewertenden Gedanken. Es ist eher ein Erstaunen und Erkennen. Es ist, als würde ich aus einem sehr langen Dornröschenschlaf erwachen.

Mir wird klar, dass vieles in meinem bisherigen Leben ein Handeln aus einem tief empfundenen Defizit heraus war. Die Welt hat mich ständig überwältig. Davor wollte ich mich schützen. Da kommt auch ein wenig Scham hoch, weil ich mein Verhalten (gegenüber anderen) jetzt neu sehe. Vieles in meinem Leben steht auf dem Prüfstand. Selbstmitleid und starke Bedürftigkeit, Angst, Angriff und Trotz, Profiliersucht (Geltungsdrang) und Dominanz, Besserwisserei, Abwehrhaltung, Helfersyndrom, Ablehnung, Trotz, starke emotionale Umschwünge, Kontrolle ausüben .. das ist mir vertraut. Ein ganzes Bündel von Verhaltensweisen, die dazu dienten, mir Sicherheit zu geben, mein mentales Überleben zu sichern und mir (scheinbare) Überlegenheit gegenüber anderen zu geben. Mechanismen, die mir Raum und Zeit verschafft haben und damit die ständige drohende Ohnmacht in Schach hielten. "Es" im Griff zu haben war meine ständige Bemühung.

Vakuum. Ich fühle mich unsicher. Mir ist noch unklar, wie ich mich nun neu "einrichten" will. Wer bin ich denn überhaupt?! Was will ich in meinem Leben haben? Was passt noch? Welche der alten "Möbel" kann ich eventuell noch verwenden?! Ich bin froh, dass ich Menschen kenne, die mich genau "so" mögen und annehmen wie ich war und bin. Auch in der momentanen Phase. Mir hilft gerade das klassische Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood sehr. Ich erkenne Muster in meinem Leben, habe viele Aha-Erlebnisse. Werde ruhiger und gelassener dadurch.

Das was ich oben beschreibe, waren alles Strategien eines überforderten gestressten Menschen. Vieles davon erkenne ich heute noch, in viel milderer Form, aber ich verurteile mich nicht mehr dafür. Ich habe so lange in Angst und Stress gelebt. Ich bin immer noch daran, mich davon zu erholen und es ist ok. Und: Ich bin auch nur ein Mensch, ich kann und muss nicht perfekt sein. Ich arbeite nach wie vor an mir. Doch auch das will gelernt sein: Wissen, wann ich genug nachgedacht und an mir verbessert habe und einfach "leben" ....

Meine Stärke zu leben, aus dem Selbstwert und der Fülle heraus zu handeln, statt starr in den alten Abläufen zu bleiben, das ist ein Prozess in dem ich mitten drinstecke. Und den ich (inzwischen) schätzen gelernt habe.

Dienstag, 29. August 2017

Vermischtes KW 35

Eigentlich hab ich gerade nix zu sagen. Damit das Blöglein nicht ganz verwahrlost einige Notizen ...

Es ist wieder Laubbläser-Saison.
Yippieh, tiefseufz, kreisch ... 0_0
....
Noch 3 Arbeitstage bis zu meinem Urlaub. Die Zeit seit dem letzten Urlaub verlief sehr ähh.. schleichend ... Trotzdem: Viel gelernt, bin sicherer, ruhiger geworden. Und stabiler. Ich muss auch mal zufrieden sein!
....
In kleinen ruhigen Wellen verläuft mein Leben momentan. War schwer in Versuchung, es laaangweilig zu finden. Hab mich eines Besseren besonnen und nenne es jetzt: «beschaulich». So geht Marketing …
....
Spruch gelesen: Machen ist wie Wollen. Nur viel krasser. ;)

Sonntag, 20. August 2017

Kleinst-Urlaube / Zwischenräume gestalten / Work-Life-Balance

Ich habe vieles in meinem Leben der Nützlichkeit unterworfen und dem geordneten Tagesablauf. So bleibe ich zwar arbeitsfähig, aber das reicht einfach nicht aus. Es kann nicht sein, dass mein Leben nur in bestimmten Zeiträumen "stattfindet" in denen ich erholt und mental fit genug bin, um es auch zu geniessen. Es gib genug Gründe, mich bei der Arbeit zu ärgern. Ich will in Zukunft nicht mehr jeden Grund dazu wahrnehmen :)

Ich kann mein Leben nicht auf später aufschieben
Da am Abend nach der Arbeit und am Wochenende nicht immer Energie für die geplanten Aktivitäten da ist, muss ich meine Woche nochmal unter die Lupe nehmen. Was mir auffällt: Das Geniessen kommt allgemein zu kurz bei mir, ich bin eher in Daueranspannung. Mein Leben aus Wochenende zu schieben, funktioniert aber nicht. Abhilfe schaffen mir kleine Oasen im Alltag.

Gemeinschaft neu lernen
Das Zusammensein mit anderen erlebe ich nun anders als früher. Das ist inzwischen auf eine Art erholsam, dass ich einfach mal aus meinem Denkgebäude herauskommen kann. Die negativen Erfahrungen aus meiner Kinder-Vergangenheit müssen sich nicht wiederholen, denn ich werde inzwischen respektiert. Das Mass (wie oft und wie lang in in Gemeinschaft bin) entscheidet hier und auch die Menschen, mit denen ich zusammen bin. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich an jedem (Arbeits)Ort Menschen finde, mit denen ich gut auskomme und mit denen man sich auch etwas tiefergründig unterhalten kann. Meist sind es ein oder zwei. Und das ist eine gute Erfahrung. Ich selber schaue, was für mich stimmt und ich fühle mich freier in diesen Entscheidungen. Wenn es zwischenmenschlich stimmt, kann ich auch mal Loslassen. Und das hab ich sehr vernachlässigt, das Loslassen.

Mit dem Fluss treiben lassen
Zwei Mal war ich Mittags mit Arbeitskollegen in der Aare in Bern schwimmen. Das fand ich schön. Diesen grünen kühlen Fluss mitten in der Stadt zu haben, ist eine Wohltat. Eine Farbe wie Gletscherwasser (das Wasser kommt ja auch aus den Bergen) und man hört millionenfach die kleinen klirrenden Kiesel, die von der Strömung mitgetragen werden. Auch ausserhalb des Wassers. Ein ganz eigentümliches Geräusch ...

In die Bäume sehen
Am Arbeitsplatz hab ich eine Vertraute gefunden, die mir zur Freundin wurde. Mittags sind wir immer wieder in einem kleinen Park mitten in Bern. Auf der PicNic-Decke zu liegen und in die Bäume zu schauen, das geniesse ich.

Antizyklisch unterwegs sein
Wochenendtrips und Wochenendausflüge finde ich alles andere als erholsam. Kaum da, ist man schon wieder weg. Oder man sitzt mit der halben Schweiz im Zug, weil alle in die Berge wollen. Wo man sich dann gegenseitig an den schönsten Orten auf den Füssen rumlatscht. Es mag Menschen geben, die das geniessen können. Ich gehöre ganz bestimmt nicht dazu! Die Alternative: Das Unscheinbare zu geniessen, das ganz in der Nähe liegt. So wie wir es hier und hier gemacht haben. Das ist nah, machbar, überschaubar -- und unterwegs sind so wenig Menschen, weil alle an den "schönen Orten" sind :)

Yuhuhuuuuu .... viel Grün und Landschaft für lau!


Donnerstag, 17. August 2017

Jetzt ist jetzt (Notiz an mich selbst)

Nicht alles, was ich haben will, wäre auch gut für mich. Manches habe ich und weiss es nicht zu schätzen. Was jetzt nicht ist, kann vielleicht noch werden. Wichtig: Sehen und fühlen was JETZT IST.

Jeder hat seinen Moby Dick

Moby, bist du das?

Jeder Mensch hat seinen Moby Dick*. 

Etwas hinter dem man herjagt, eine offene Rechnung, eine Besessenheit, eine Wunde, die nicht vergessen ist. Interessanter Gedanke ...

* Aus der englischen Serie "New Tricks",
Folge 77/78 "Der Felsen"


Sonntag, 13. August 2017

Ein nerviger Sommerhit wird geadelt (Despacito)

Peter Bence ist ein ungarischer Piano-Künstler und Komponist.





Leo Moracchioli ist ein norwegischer Metaller und Musikstudio-Inhaber.




Das Original von Luis Fonsi ... seehr schmalzig ;)









Mittwoch, 9. August 2017

Weltenbeben (Zeitqualität)

Momentan kommen dauernd neue Zyklen, die durchgestanden werden wollen. So erlebe ich es. Extreme Wetterschübe. Wobei ich wahrnehme, dass es nicht immer ums "Eigene" geht, wenn man (mit)gebeutelt wird.

Schon auch, aber eben nicht _nur_. Die "Kondition" (körperliche und mentale Verfassung) in der ich zum jewiligen Zeitpunkt bin, entscheidet, wie locker ich die Welle surfen kann.

Manchmal frag ich mich schon auch: Was ist denn jetzt schon wieder?! Was habe ich jetzt wieder? Durch die Resonanz, das Mitschwingen kann es eben auch beängstigend sein, wenn sich Globales tut, die Erde fühlbar sich schüttelt.

Meines Erachtens nach spüren es hochsensible Menschen schneller, heftiger und früher als andere.

Ich schreibe das jetzt so hin wie ich es wahrnehme. Ich hab mich lange genug versteckt.  I'm born this way.

Samstag, 5. August 2017

Sterne statt Schiffe

Bei einer anderen Bloggerin las ich mal diesen Spruch:


Mit der Zeit lernt man, seinen Kurs nach dem Licht der Sterne zu bestimmen und nicht nach den Lichtern jedes vorbeifahrenden Schiffes. 

Omar Nelson Bradley
(Quelle)


Die Entscheidungen, Werte und Richtlinien in meinen Leben kommen, im besten Fall, aus meinem Inneren. Wenn ich mich nach anderen Meinungen und Trends richte, fahre ich in die Irre. Diese ändern sich ständig oder sind für mich oft unpassend. Diese Erfahrung habe ich gemacht und sie ist mir wichtig geworden. Vor allem wenn es um Lebensziele und persönliche Prozesse geht, kenne nur ich selber mich mit meinem Leben aus. Ich kann durchaus auch überprüfen, was für mich stimmt, wenn es von jemand anderem kommt. Aber den Kurs, den muss ich selber bestimmen. Einzig und alleine.

Und dann gibt es noch einen anderen Spruch, der mir viel bedeutet und über den ich lange nachgedacht habe. Für mich ist darin eine tiefe Wahrheit zu finden. Es ist ein Zitat aus einem Stück von Shakespeare.


Dies über alles: Sei dir selber treu!
Und daraus folgt so wie die Nacht dem Tage,
du kannst nicht falsch sein gegen irgendwen.
Hamlet I, 3. (Polonius)
William Shakespeare
(Quelle)



Kein Traum vom Eigenheim (Bohème-Leben)

Noch vor kurzem war ein eigenes kleines Häuschen mein Traum. Ich hatte immer das Bild von einem kleinen Hexenhäuschen inmitten von viel Grün. Bis ich verstand, was es an Aufwand bedeutet. Finanziell und auch vom Aufwand/Unterhalt her. Mein Leben hat immer etwas Spontanes -- oder ich wünsche mir zumindest, dass es so ist. Wieso will ich mir also einen solchen Klotz ans Bein binden? Klar, Träume sind was Schönes. Aber wenn ich mir vorstelle, was es in der Realität bedeutet... Will ich wirklich dermassen ans Geld gebunden sein, mehr Arbeiten, nur noch Sparen, nur damit ich mir ein Haus oder eine Wohnung leisten kann? Diese Sachzwänge sind nicht gut für mich.

Ich komme manchmal nur schwer in die Pötte, meine Kraftreserven sind oft schnell weg -- und schon die kleine Miet-Wohnung hier zu pflegen ist mir mehr als genug. Zudem will ich auch nichts solches zur Miete haben. Weil ich jemand bin, der sich sehr schnell mit der Umwelt, einem Ort verbindet.

Wenn ich einen Garten pflege, dann verankere ich mich auch. Diese Wurzeln dann wieder herauszureissen, das fällt mir schwer. Ich habe es schon mehrere Male erlebt.

Das Eigene und meine innere Heimat in mir zu tragen, flexibel zu bleiben, das Leben zu geniessen wie es sich bietet ... Das wird wohl die Antwort für den Moment sein.

Es fügt sich alles. Atmen. Leben. Freuen!

Donnerstag, 3. August 2017

WoFÜR bin ich?


Es nützt nicht immer, dagegen zu sein ^_^

Statt meine Kraft beim DaGEGENsein zu verschleudern, wie ich es jahrelang gemacht habe, nutze ich die Kraft nun lieber um. Ich merke, dass ein paar Rädchen in meinem Kopf noch irritiert sind, dass es nun geschmeidiger und in eine ganz andere Richtung läuft, aber es wird ... Laaangsam aber sicher.

Meine Energien umzunutzen heisst auch, mich von alten Feindbildern zu verabschieden, die jetzt ausgedient haben. Feindbilder dienten mir wohl vor allem dazu, meine diffus verstreuten und unter ziemlich viel Schutt verborgenen Kräfte auf ein Ziel hin zu bündeln.

Jetzt will ich meine Energie FÜR mich haben und für mich nutzen. 

Auch das Helfersyndrom flaut ab. Das Helfen-Müssen ist selten mehr stark spürbar. Wenn es dann wirklich darum geht, ob ich jemandem helfen WILL, dann überprüfe ich zuerst meine Motive. Warum will ich es tun? Worum geht es dabei? Danach höre ich auf Bauch und Herz. Es gelingt mir zunehmend besser. Wenn ich ganz bei mir bleibe und ruhig bin, dann kann Hilfe auch erst wirksam sein -- ohne dass daraus ein Wirrwarr entsteht.

Ich lasse mich nicht mehr so schnell ablenken. Auch bei Menschen, die mich von meinem Weg abzubringen versuchen, die mich irritieren wollen, bleibe ich sicher und bestimmt. Erst prüfe ich, was ein anderer Mensch zu sagen hat, dann entscheide ich mich, wie ich handeln will. Das ist eine neue Freiheit, die ich lange Zeit nicht kannte. Vorher schmierte mir ständig mein Selbstwertgefühl ab. Dieses kann ich nun besser gerade und aufrecht halten. Schön!

Am 1. August merkte ich, dass es keinen Sinn macht, ständig die Nerven zu verlieren wegen der Knallerei. Ob ich mich jetzt innerlich dagegen wehre oder nicht -- geknallt wird sowieso! Was für eine grossartiige Erkenntnis *smile* Aber es half! WoFür bin ich? --> Dafür, die Nerven zu bewahren, möglichst ruhig zu bleiben und es vorübergehen zu lassen. Das war eine Wohltat, diese Entspannung in mir zu spüren, trotz des Lärms.

Mich immer wieder zu fragen, woFÜR ich meine Kraft einsetzen will, ist für mich ein hilfreiches Mittel geworden.


Samstag, 29. Juli 2017

Begeisterung für den Nationalfeiertag (keine)

Meine Begeisterung für den schweizerischen Nationalfeiertag hält sich in engen Grenzen, wie ich schon einige Male anmerkte: Das ist der Knallerei geschuldet, ohne die es nicht zu gehen scheint. Letzte Nacht allein 3x hochgeschreckt deswegen.

Mir kommt da eher das Lied "Dynamit" von Berner Troubadour Mani Matter in den Sinn, wie er einen Mann davon abhielt, das Bundeshaus in die Luft zu sprengen und sich hinterher fragte, ob es richtig gewesen ist. Wenn ein grosses "Bumm" reichen würde, damit es nicht mehr ständig "bummt" .. *bösegrins*

Meine Vorbereitungen sehen dementsprechend enthusiastisch aus ;)


Nee, kleines Scherzerl, den Wecken und das Zubehör bekam ich geschenkt. Zusammengesteckt ergibt das den traditionellen "1-August-Wegge". Und sprengen werd ich auch nix. *schwör*

Kleinste Gärten (16)





Einen dem Zengarten (Kleinster Garten Nr. 4) verwandten Garten gefunden. Was für eine schöne Insel ...

Wieder besser (Problem identifiziert)

Schlussendlich wurde mir klar, warum ich gar keine Power mehr hatte. Wenn das Kraftwerk namens Bauch und Verdauung nicht läuft, woher soll denn auch die Energie kommen?! ... Seit der Magen wieder mitmacht, gehts mir besser. Manchmal liegt es an so selbst-verständlichen Dingen, auf die ich gar nicht komme. Das (für mich gesunde) Essen ist immer wieder ein Thema. Mal läuft es glänzend und dann wieder nur holprig. In letzter Zeit wars Essen vor allem ein Durcheinander, zuviel Hektik, zu wenig Ruhe. Die Selbstfürsorge ... auch hier wichtig. Es geht nicht darum, nach aussen gut auszusehen oder schlanker zu werden, sondern darum, dass es im Gesamten für mich stimmt. Und da bin ich immer noch auf dem Weg.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Es muss mehr als alles geben (Lebensinhalt)



Das Leben ist (k)ein langer ruhiger Fluss

Oben: So fühlt es sich bisweilen an
Unten: So wünscht ich mirs, manchmal ...
Und etwa in der Mitte lebe ich ;)

Das Motto und die Bilder hab ich aus einem meiner Nebenblogs geklaut. 
Heute will ichs etwas abtiefen.


Ich bin fühlbar über alle Grenzen hinausgewachsen, die ich mal hatte und kannte. Mein Leben fühlt sich gerade nach "viel zuwenig" an. Oder besser gesagt, es ist soviel Leben in mir, dass mein Alltag es nicht zu fassen vermag und auffangen kann. Das ist wohl das, was mich müde macht. Der alltägliche Stumpfsinn namens "ganz normaler Alltag". 

Ich wusste immer, wenn mehr Schwung reinkommt in mein Leben, wenn die Ängste schwinden, ich fitter und gesünder werde, dann reicht mir so ein 0815 Leben einfach nicht. Das kann mir einfach nicht reichen. Irgendwie ahnte ich das schon immer. Über die wilde weibliche Energie in mir hab ich hier einen Post verfasst, den ich selber sehr mag. Die Wildnis ist immer nur einen Schritt weit weg.

Ins Segment "live fast, die young" passe ich nicht .. weil ich diese Art von Rücksichtslosigkeit gegenüber mir selber und anderen nicht mehr leben will, das passt nicht zu mir. Es reicht, wenn es einer aus der Familie getan hat

Wie ich dieses hungrige "Meeeehr" in mir sonst satt machen kann?!

Ich werds halt rausfinden müssen ...

Wish me luck :)


 

 

Mittwoch, 26. Juli 2017

Schwäche und Freiheit, beides da

Es gab wieder phänomenale Wetterwände und Wolken zu sehen, an denen ich mich fast nicht sattknipsen konnte.




Bin schnell genervt, schlecht konzentriert, müde, und mir ist nicht ganz klar warum. Ist es eben so. Hab ich mich jetzt recht lang ruhig gehalten (keine Verabredungen neben der Arbeit etc.) und nichts Aussergewöhnliches losgehabt. Es lief jetzt über mehrere Wochen sehr gut bei mir, gerade schwächle ich. Früh zu Bett, doch zu müde, um Einschlafen zu können. Und morgens werde ich vom Wecker wach, wo ich eher sonst vorher wach bin. Die Qualität des Schlafs lässt gerade sehr zu wünschen übrig. Auf jeden Fall macht mir auch das heftige Hin und Her des Wetters zu schaffen.

Andererseits habe ich ein Gefühl von Freisein und Freiheit in mir, das ich so noch nicht gekannt habe und das mein kostbarer Schatz ist. ... FREIHEIT ..

Frei sein ...
von Sabrina Setlur
https://youtu.be/Qn97-lbL4R0










Montag, 24. Juli 2017

Nicht soo zeitig auf, aber zeitig zu Bett ...

Manchmal muss ich lachen, wenn ich mich dabei ertappe, wie ich um 20 Uhr das erste Mal auf die Uhr schaue, wann ich denn endlich ins Bett "darf". 

Weil es mich sehr an meine Oma erinnert, die stets etwa um diese Uhrzeit oder sogar schon etwas davor, ankündigte, sie sei jetzt müde und gehe bald ins Bett.

Omas Tag hat aber auch noch bis ins hohe Alter stets um 5 Uhr morgens begonnen, während ich um diese Zeit täglich noch schlummere.

Und zu Opa sagte sie dann "also ich gehe jetzt, aber wenn du noch bleiben willst ... ICH geh jetzt" ... ( ... und Opa war ein gehorsamer Mensch ;)

Mir machts immer weniger aus, dass ich meine eigenen Rhythmen habe. Und seit ich auch danach lebe, geht es mir viel besser.

Heute hatte ich ein Probetraining und das schlauchte mich sehr. Zudem wettert das Wetter mal wieder rum. Müde.

Also, ich komm irgendwie ganz nach Oma. Meistens harre ich noch 2h aus. Aber 22 Uhr 22 min ist meine liebste Bettgehzeit, schon allein weils so ne schöne Zahl ist ..

Nur das mit 5 Uhr morgens aufstehen ... da bin ich doch zu spät für geboren *smile*.


Das Wetter: Immer wieder "spannend" ...

Heute: Auf oder zu? :)

Dieser Sommer ist wie ein extremes Wechselbad der Gefühle -- von heiss bis kalt. Kaum dreht man sich um, ändert das Wetter. Für mich Wetterfühlige schwer, damit klarzukommen. Im Fluss bleiben, entspannen, loslassen, es nehmen wies kommt.

Dafür ist er spektakulär schön anzusehen, der Sommer ...


Samstagnacht: Riesige Gewitterfront, kilometerlang

Sonntag, 23. Juli 2017

Rauskommen, zu Fuss gehen -- und vieles sehen ... (Wochenende)

Bewegung ... das ist das Thema meiner Wochenenden. Raus und einfach nur Gehen, stundenlang.

Immer wieder anderes sehen, neue Wege entdecken, einfach draussen sein.
Draussentage, die die Bürotage ausgleichen.

Wo führt der Feldweg hin, den man dort am Ende des Industriegebiets sehen kann? Meinst du, da geht es weiter? Komm, wir schauen mal! 

Siehst du die 5 Graureiher dort drüben?

Schau mal diese Kühe, solche habe ich noch nie gesehen! Sehen sehr urchig aus ... 
(Es waren Aubrac).

Es ist schön, die Neugierde und die Freude an der Natur ... und am Gehen und Schauen zu teilen.

Wir kommen an Orte, die nicht offiziell als "schön" und "sehenswert" bekannt sind. Darum haben wir viel Raum für uns. Vor allem ich --> brauche das.

Sehenswertes finden wir zwei immer. Wir finden immer was Schönes. An Stellen wo niemand mit dem Auto hinfahren würde, weils dort nix zu sehen gibt. Wir entdecken im Schritttempo diese Welt für uns.

Irgendwo nehmen wir dann einen Kaffee oder essen was Kleines. Mit Zug oder Bus fahren wir dann wieder heim.

Erfüllt, ausgeglichen und zufrieden.


Zum Eigenen finden (Gedanken dazu)

Was will ich in meinem Leben haben? Da habe ich noch einige Fragezeichen.

Denn ich weiss mehr darüber, was ich NICHT will. Etwas ablehnen, das kann ich.
FÜR etwas zu sein, ist finde ich weitaus anspruchsvoller und auch ungewohnter ...

Es ist einfacher, alles hinzuschmeissen und mit was/wem anderem oder woanders vorne anzufangen, oder immer einen Kontrakurs zu fahren, als bei mir selber anzufangen und eingefahrene bestehende Strukturen zu verändern.

Alles. Und. Das. JETZT! Ob es um Freundschaften und Beziehungen geht, um Arbeit, Freizeit, Urlaub oder etwas anderes. Heute herrscht so eine Instant-Kultur. Dem mag ich mich nicht anschliessen. Lebensgewohnheiten zu verändern, Wünsche zu realisieren, zum Eigenen zu finden, das braucht nach meiner Erfahrung: Kraft, Konsequenz, Mut und Zeeeeeeeeit. Das ist nicht "instant" lösbar. Somit brauche ich auch einiges an Geduld. Da muss ich mich auch immer wieder an der Nase nehmen ... 

Mein Leben darf inzwischen als GANZES wachsen. Dafür habe ich mich vor 14 Jahren entschieden. Danach wurde ich ziemlich durchgerüttelt, aber ich habe auch vieles endlich sortieren können. 

Ich habe mir geschworen, dass ich nie niemals zu den Menschen gehören werde, die für unerfüllte Lebenswünsche immer jemanden anderes verantwortlich machen. Da habe ich mehrere sehr abschreckende Beispiele erlebt, wie das dann ausschaut. «Ich konnte nicht, weil XYZ ...». «Mein Mann/meine Eltern/die Gesellschaft ist schuld ...».

Und dann immer diese Bitterkeit, dieser Groll und diese Verzweiflung dahinter. Und natürlich die Selbstgerechtigkeit, weil ja immer andere Schuld sind, nie man selber. Die ganze vorhandene Energie wird ins Negative und in den Widerstand gelenkt.

Was kann ich selber für mich tun? Im Rahmen meiner Kräfte? Welche Grenzen sind in meinem Kopf und welches sind die Grenzen, die ich (zumindest in diesem Moment) respektieren muss?



Meine Erkenntnis heute: Ich will keine Flucht- und Suchstrukturen mehr. Danach hatte ich noch jedes Mal den Blues -- und reichlich Trümmer zum Aufräumen.

Alte Träume vom Aussteigerleben kommen hoch, vom unkonventionellen, freien Leben. Diese Vision hatte ich schon als Kind. Am wohlsten fühlte ich mich, wenn ich ohne Struktur und nach meinen eigenen Regeln leben konnte. Am liebsten schnappte ich mir einen Hund und zog in der Natur herum, stundenlang. Dieses Gefühl von Freiheit und Verbindung mit der Natur hat sich mir eingepägt und ich sehne mich danach. Aus dem Leben einer Taugenichts ;)

Mir geht es so, dass ich gerade schneller wachse, als ich mein Leben umstellen kann. Da ist ein Druck vorhanden, weil der nötige Raum in meinem Leben gerade noch nicht da ist. Mir die Vision zur Umsetzung fehlt. Neues tut sich auf, behutsam. Weil ich mich mental auf die Veränderung einstelle. Dazu stehe, dass sich meine Bedürfnisse verändern.



Es gibt für mich in jedem Moment die Möglichkeit, mich für das eigene Leben zu entscheiden und den eigenen Weg. Ja, zu sagen zu dem, was sowieso da ist.

Wie das konkret aussehen mag, ist eher zweitrangig. Wünsche können überprüft, umgebaut und neu ausgerichtet werden. Schrittweise ausprobieren was geht, das kann man. Und daran glaube ich.

Manchmal ist man nur zu verbohrt, weil man den Eindruck hat, dass es genau auf diese oder jene Weise gehen muss! So verbohrt, dass man andere Möglichkeiten für sich ausschliesst und übersieht.


Es ist möglich. Wenn ich diesen Gedanken denke, komme ich weiter.


Montag, 17. Juli 2017

Fund einer Arche-Noah

Der stumme Sommer
Letztens ist mir aufgefallen, wie wenig Insekten diesen Sommer unterwegs sind. Erschreckend wenige. Es ist wenig Gesumme zu hören. Vereinzelt sehe ich Bienen, aber nie viele. Wildbienen besuchen meine Blumenkisten, aber auch nur ab und an. Schmetterlinge sind auch kaum zu sehen. Nur die Ameisen scheinen unermüdlich zu sein. Es fühlt sich an wie eine zunehmende Leere. Das beschäftigt mich.

Zweckoptiierte Natur
Genauso wie Menschen die in ihren Hobbygärten Gifte und komische Mittelchen einsetzen, ich kann es nicht verstehen, denn es gibt keine wirtschaftliche Notwendigkeit dafür. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn die Rosen Mehltau bekommen oder Läuse? Die zweckoptimierten Landwirtschaftswiesen in Neutralgrün ringsrum meinen Wohnort sind eher trist anzuschauen.

Erster Gedanke: Da müsste man mal jäten!


Arche Noah
Die Natur scheint generell dieses Jahr einfach nicht ihre ganze Vielfalt und Kraft entfalten zu können. Das ist für mich spürbar. Sobald ich etwas abseits bin von Strassen und Landwirtschaftszonen, sieht es bei den Insekten etwas anders aus. Die Vielfalt nimmt zu. Vorgestern sind wir zu einem Aussichtspunkt an der Autobahn gelaufen. Mir war danach, mäglichst weng Menschen zu sehen. Ein gibt da ein kleines Wäldchen zwischen Schienen und Strassen. Dort hatte es dann erstaunlich viele Insekten, was mich freute.

Bei einer Unterführung dachte ich noch, Mensch, da müsste man auch mal wieder Jäten! In den Betonelementen wuchsen Disteln, Brennesseln, Ahornbäumchen und viel anderes. 

Gut getarnte Krabbenspinne lauert auf Beute ...

Grüner Hüpfer
Jede Menge Disteln und Hmmeln
und ein kleiner Rüsselkäfer (?)
Brennsesseln sind eine gute Kinderstube für viele Insekten,
auch Schmetterlinge, hier Wanzennachwuchs
 

Auf 10 Meter Strecke habe ich mehr Insekten gesehen als auf dem ganzen Weg davor. Genau in diesem Niemandsland in der Nähe der Eisenbahnschienen, an einem völlig unscheinbaren Ort, blüht das Leben. Solange es solche Nischen gibt, gebe ich die Hoffung nicht auf.

Farbtupfer: Feuerwanze
Eine kleine Kreuzspinne
Ein völig unscheinbarer Ort!
Voller Leben ...
 

Sonntag, 16. Juli 2017

Angekommen (das Ende der grossen Sehnsucht)

Sehnsucht als zweite Natur 

Stets habe ich mich nach irgendwas und irgendwem verzehrt und mich so sehr gesehnt. War alle naselang unglücklich, weil natürlich unerwidert, verliebt. Meine stete Begleiterin, meine bittersüsse beste Freudin war die Sehnsucht. Romantische sehnsuchtsvolle Gedichte? Her damit! Der Mann, den es zu retten gilt? Her damit!

Wenn aber jemand MICH meinte, mit mir zusammensein wollte, schreckte mich das eher, denn Nähe war nichts, was ich gut zulassen konnte. Sex, das ging. Aber echte Nähe, die musste ich tatsächlich erst trainieren. Da war immer ein Machtgefälle, das ich nicht überwinden konnte. Entweder musste ich mich aufgeben oder der andere. Etwa in der Art. Bis ich merkte, dass man das bei den passenden Menschen gar nicht muss.

Ich bin so lange durch meine Trauer gewatet und durch meine Wut marschiert, bis ich nach und nach viele Mosaiksteinen gefunden habe und mich selber wieder zusammengesetzt hatte. Schlussendlich hatte ich vor allem nach einem bestimmten Menschen gesucht, nach dem einen wahren:  
Mir selbst. 

Ich habe jetzt ein Bild von mir, dass sich echt und natürlich anfühlt und bei dem ich nicht erschrecke, wenn ich hinsehe. Ich sehe Brüche und Schatten in mir, doch ich kenne sie genau und daher schrecken mich nicht mehr so. Die Schuld ist weg und die Scham. An beidem bin ich fast kaputt gegangen. Immer war da dieses Gefühl, falsch zu sein, irgendwie daneben und auf keinen Fall in Ordnung und auch nicht liebenswert. 

Innerhalb des letzten Jahres konnte ich hier Frieden schliessen. Indem ich mich besser um mich kümmerte und den Stimmen aus dem Schatten weniger Glauben schenkte. Dem Gezische und Geraune in mir weniger Glauben schenkte -- und mir genug Erholungsphasen. Zwischendurch gehts wieder etwas holpriger, aber meistens ist es jetzt viel besser als früher.

Es ist wie im Märchen: Während der Prüfung heisst es entweder "schau nicht zurück" oder "schau genau hin". Meine Seele führt mich und ich lasse mich von ihr führen. Ich betrachte meine Brüche und Schatten solange und mit so viel Liebe und Geduld, bis es mir wieder besser geht. Das gelingt mir mehr und mehr.

Endlich hab ich dich gefunden!


Mir ist kürzlich das Lied von den Toten Hosen eingefallen: Alles was zählt. Natürlich ist es ein Liebeslied. Für mich ergibt sich heute daraus ein ganz anderer Zusammenhang. Ich höre das Lied und mir wird klar, es beschreibt meinen Weg, wie ich mich selber gefunden habe und was es dafür gebraucht hat. Und dass ich mich jetzt nicht mehr von diesem Menschen trennen mag. Plötzlich habe ich Tränen in den Augen. Ich bin jetzt bei mir. Ich spüre diese Sehnsucht nur noch selten. Viele Lieder, die sich darum drehen, Liebe, Sehnsucht kann ich jetzt nix mehr damit anfangen. Es ist ein seltsames Gefühl, weil ich es nicht gewöhnt bin.

Da ist noch ein kleines Stück Sehnsucht in mir geblieben. Wenn ich mein Leben anschaue, dann ist es noch nicht ganz komplett und es ist mir klar, das noch ein paar Details fehlen. Doch die grosse allesverzehrende Sehnsucht, die ist gegangen.

Ich habe alles, was ich brauche. Daran halte ich mich. 

Ich muss nicht verzweifeln, wenn noch einiges fehlt, denn das ganz normale Leben ist meistens Stückwerk, bei den meisten Menschen.

Samstag, 15. Juli 2017

Politik und mein eigenes Leben

Was in der Welt geschieht, beschäftigt mich. Auch wenn ich kein informierter Mensch bin. Mich nerven rechte und linke Parolen gleichermassen. Von politischem Aktionismus fühle ich mich oft abgestossen. Partei-Grabenkämpfe lösen bei mir nur einen Gähnreflex aus. Sachpolitik finde ich interessanter -- und Wirtschaftsthemen sogar sehr hochspannend. 

So bekomme ich doch das eine oder andere mit. zB Block G20. Ich selber war noch nie an irgend einer Versammlung oder Demo. Weil das nicht zu mir passt, weil es für mich nicht stimmt. Weil Menschenmengen mir Angst machen. Weil ich gar nicht wüsste, wo genau ich mich einreihen soll. Weder von der politischen noch von der thematischen Agenda her. In einer Welt in der sich die Extreme (Politik, Ressourcenverteilung, Klima) sich immer stärker entwickeln, frage ich mich, ob das noch stimmig ist.

Müsste ich mich nun nicht einordnen, Farbe bekennen? Wo? Wie?

Wobei vieles für mich auch nicht transparent ist. Oft sitze ich beispielsweise ratlos vor meinen Abstimmungs- und Wahlunterlagen, was in der Schweiz ja das öfteren an der Reihe ist. Wer will mir was auf welche Art verkaufen und was steckt wirklich dahinter? Ich weiss es oft nicht genau. Kann mich nur auf die vorhandenen Informationen stützen.

Ich muss von gewissen Annahmen ausgehen und mich dann entscheiden. Bei vielem ist das so. Ob es nun um Politik geht oder um etwas anderes.

Was mir sauer aufstösst ist, wenn nur noch über "die" geredet wird, denn da wirds meistens kritisch, denn ab da wird gnadenlos heruntergekürzt.

Die PolitikerInnen, die AktivistInnen, die SozialschmarotzerInnen, die Bosse, die AusländerInnen, die Rechten, die Linken, die Behörden. Danach kommen gleich die Kampfansagen und Parolen und darauffolgend wird Stellung bezogen und gekämpft. Egal worum es geht, Hauptsache es gibt ein fixes Bild.

Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen kann ich allerdings verstehen. Die Welt scheint komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wir leben in einem seltsamen System, in dem wir viele Freiheiten haben und das sich trotzdem wie permanente Fremdbestimmung anfühlt. So geht es mir jedenfalls.

Die Arbeit ist nicht unbedingt mehr sinnstiftend, sondern ein abstrakter Vorgang geworden an dessen Ende der Lohn steht. Das ist wohl das, was man Digitalisierung nennt: alles wird virtueller. Das ganze Leben. Die Emotionen sind trotzdem noch da. Auch die Gefühle, Hoffnungen.

Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen wird realer. Schent mir. Doch wogegen protestieren? Achja: Gegen die da oben!

Dass wir alle Teil des Systems sind, geht dann vergessen. Weil endlich der Kanal und das Feindbild geschaffen wurde, in den der ganze Frust fliessen kann. Auflehnung gegen die Autorität.

Dass durch die jüngsten Vorfälle in Hamburg nun politische Rechte und die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden könnten, Journalisten auf Watchlists der Behörden stehen etc. das gibt mir zu denken.

Ich bin kein Mensch, der sich dermassen weit aus dem Fenster lehnen würde, aber ich bewundere dennoch diejenigen, die es tun. Jene die sich für eine bessere Welt einsetzen. Weil ich das wichtig finde: Hinschauen und Aussprechen was es ist. Wenn es mehr ist, als nur Hass zu verbreiten, dann ist das wichtig.

Und manche schauen professionell hin und exponieren sich dadurch, zB eben auch JournalistInnen und PolitikerInnen. Nicht alle gehören einem extremen Lager an. Doch wer nicht laut ist, wird im globalen Tollhaus scheinbar nicht gehört. Das ist eine einfach Gleichung. Nur die Extreme gelangen auf Seite 1 und machen die Schlagzeilen. Schlagzeilen die wiederum den Hass schüren.

Mein Land ist im Ranking der Pressefreiheit recht weit vorne, weiter vorne als Deutschland. Trotzdem; wie weit würde ich gehen? Wo stehe ich selber? Wozu äussere ich mich und wie?

Ich lehne die Anwendung von Gewalt ab. Für mich ist dies einfach kein Mittel solange es noch andere Wege gibt. Besonders mutig bin ich nicht. Aber ich will mich frei äussern. Ich fühle mich manchmal ratlos angeischts der Geschehnisse in der Welt, muss das auch so benennen -- und ich kann nur meinem eigenen Gewissen folgen.

Ich glaube, dass diejenigen Menschen die laut Parolen brüllen und diejenigen, die durch ihr eigenes Leben und Handeln wirklich zur einer globalen Veränderung beitragen, nicht unbedingt die selben sind. 

Wie will ich selber handeln?
Bin ich selber bereit, mein Leben unter die Lupe zu nehmen?

Wozu schweige ich und wann mache ich den Mund auf? 

Nur noch kurz die Welt retten -- geht nicht. Denn die Welt zu retten, das geht auf jeden Fall nicht schnell und einfach ... Und Hass führt nur zu neuem Hass. 

Sind diejenigen, die in der westlichen Welt nach Umverteilung der Güter und anderem mehr schreien, bereit auf eigene Annehmlichkeiten zu verzichten oder tuns sies nur, weil es gerade chic ist, empört zu sein und irgendwo "gegen" zu sein? 

Diese Betroffenheitskultur mag zwar sinnstiftend sein, ist sie auch zielführend, dient sie denjenigen um die es geht wirklich? Nützt Globalisierungskritik den Opfern der Globalisierung?

Wer steht zu Kompromissen und den eigenen Grauzonen im eigenen bewussten Handeln?
Wer kann Schwächen und gemachte Fehler öffentlich zugeben?

Auf dem Teppich bleiben ... und menschlich veträglich.




P.S.
Ich merke, wie unfertig das ist, was ich schrieb. Trotzdem lasse ich es genau so stehen. Notizen von unterwegs sind immer Fragmente, laut Gedachtes, Momentaufnahmen aus meiner Welt und aus meiner Weltsicht. Ich glaube daran, dass die Welt nur aus dem Subjektiven heraus zum Besseren verändert werden kann. Aus persönlichem Engagement heraus, aus wahrgenommener Selbstverantwortung. Auch dadurch, dass man andere gelten lässt und sie nicht niederschreit. Es gibt zu viel Geschrei, auch digitales.





Klarheit, Bedürfnisse und das gewisse MEHR im Leben

Bewusst eigensinnig
Es passt mir einfach manches nicht mehr. Was ich vorher nur diffus als unangenehm oder unpassend wahrnahm, so als Info nebenbei, wird jetzt ganz KLAR fühlbar und sichtbar für mich. Mit der neuen Klarheit kann ich mich besser entscheiden: WILL ich dieses oder jenes in meinem Leben haben?

Weil ich mich besser und deutlicher wahrnehmen kann, wird das Leben leichter, fordert aber auch zur Konsequenz auf. 

Es kann sein, dass wenn eine sich entwickelt, sie etepete wird. Oder besser; nach aussen so WIRKT. Entschiedener auf jeden Fall und selbstsicherer -- und damit manchmal unbequemer für andere. Die Spreu scheidet sich vom Weizen, auch im zwischenmenschlichen Bereich. Darauf, dass ich nicht komplett zum Einsiedlerkrebs werde, achte ich. Manchmal bin ich im Alltag einfach zu ausgelastet um auf andere Menschen richtig eingehen zu können. Das ist mir sehr bewusst. Ich bin ein eher egozentrischer Mensch. Zu sehr spielen manchmal eigene Bedürfnisse die Hauptrolle. Da ich mir klar darüber bin, arbeite ich daran, zwischendurch innerlich ruhiger zu werden, damit ich auch mein Gegenüber besser wahrnehmen kann. Ich selber zähle und darum will ich auch den anderen zählen lassen. Daran arbeite ich. Noch ruhiger zu werden im sozialen Kontakt.

Raus aus der Entweder-oder-Falle
Menschen in Gruppen waren auch noch nie mein Ding. Zwar kann ich jetzt auch in Gruppen besser bei mir bleiben, aber anstrengend finde ich es nach wie vor. Zu viel Impulse, zu laut! Ich behalte mir vor, zB bei einer Feier früher heimzugehen als alle anderen. Weil bei mir bereits früher GENUG ist als bei anderen. Nicht alle verstehen das. Aber ich argumentiere bei Fragen nicht mehr lange rum oder fühle mich schuldig, sondern sage recht deutlich und bestimmt, dass es für mich so stimmt. Die Scham ist weg. Und ich bin aus der Entweder-Oder-Falle raus: Entweder ich oder die anderen. Beides hat Platz. Ich kann in Gesellschaft sein -- und ich kann meine Ruhe haben. Nicht gleichzeitig, aber nacheinander ;)

Ich will MEEHR!
Je besser es mir geht, desto klarer wird mir auch, dass ich noch tiefe Sehnsüchte in mir habe, denen ich nachgehen muss. Ich habe sie tief genug vergraben, um nur gelegentlich von ihnen gestört zu werden. Auf Dauer geht das natürlich nicht. Ich habe mir an der Umsetzung meiner Träume mehrere Male komplett die Pfoten verbrannt,  und daher bin ich vorsichtig geworden. Das hat mich Resignieren lassen. Ich habe zuviel Energie reingesteckt. Mir wird nun nach und nach bewusst, woran ich gescheitert bin, ich will mich dem stellen. Darüber schreiben will ich gerade nicht.

Sehnsüchtig -- und doch selbstfürsorglich sein
Eines wurde mir dabei klar: Wenn ich aus reiner Bedürftigkeit heraus handle, ist die Gefahr grösser, in die Falle zu gehen. Je brennender eine Sehnsucht ist, desto mehr bin ich bereit, über meine Grenzen zu gehen. Doch je mehr ich mich kennenlerne, desto besser kann ich auch meine Beweggründe verstehen. Wenn etwas brennt, kann man es auch mal so lange brennen lassen, bis der Kopf wieder klarer ist. Ganz ohne Verstand kann und will ich nicht leben.

Beides, Kopf und Herz in Einklang zu bringen, scheint mir ein gangbarer Weg um zu diesem MEHR im Leben zu kommen!

Montag, 10. Juli 2017

Schutz und Grenzen sind ok

Ich darf mich schützen, das wird mir zunehmend bewusst. Es ist ok, gewissen Menschen und Situationen aus dem Weg zu gehen. Vor allem wenn ich mich gerade unsicher fühle. Das hat mit Feigheit und Schwäche nichts zu tun. Ich darf auch Termine absagen oder verschieben. Und wenn es jemand anderem nicht gut geht, heisst das nicht, dass ich verantwortlich wäre. Grenzen zu setzen ist ok und gesund.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Schönheit der Seele / Die Liebe

Nach gesellschaftlichen Normen bin ich nicht schön, ja, die meisten Menschen entsprechen diesen Normen nicht. Manchmal ist die Angst da, dass das Geliebtwerden-Können und LIEBE von äusseren Faktoren abhängig sind. Ist es nicht. Äusserliche Schönheit und die Kraft des Körpers -- beides vergeht. Doch die Liebe ist unvergänglich, weil die Seele unsterblich ist. Wenn in einem Menschen die Seele leuchten darf, ist dieser Mensch schön, denn die Seele ist pure Schönheit. Und Liebe ist IMMER da.

Samstag, 1. Juli 2017

Kleinste Gärten (15)

Kleinste Gärten -- Home Edition (1)

Mangels eines Gartens, einer Terrasse oder eines Balkons, dienen mir halt die Fenstersimsen meiner Wohnung als Pflanzflächen. Auf vier von fünf Fenstersimsen grünt es in Blumenkästen. Alles zu meiner reinen Freude und zur Nutzung durch Blattläuse, Hummeln, Ameisen, Bienen, Ohrwürmer, Wildbienen, kleinste Schnecken, Schwebfliegen, Steinläufer, Nematoden und viele un- oder kaum sichtbare Wesen usf. Nur die stets masslosen Raupen werden von mir entfernt ;)

Gekaufte Pflanzen gehen mir oft ein, zu extrem die Standorte. Ich sammle darum Samen und Ableger von (Wild)Pflanzen und es geht jedes Jahr experimentell zu und her. Zwischendrin gibt es auch mal Gekauftes, was sich bewährt hat.

Platz für "mehr Natur" ist auch um die/in der kleinste/n Hütte ...


Mein Badezimmerfenster (Trockener Standort, 3. OG Mansarde, Nordnordost)


Badezimmerfenster rechter Teil 
Badezimmerfenster, die ganze Reihe

Nachtkerzen (werden nächstes Jahr blühen), eine Kamillenart (?), Löwenzahn, Johanniskraut, Mauerpfeffer, Bauernsenf oder anderes kresseartiges Pflänzchen (?), Hauswurzen, Moose etc. und was der Wind so daherträgt!

Badezimmerfenster Detail





Mittwoch, 28. Juni 2017

Anderswo in Bloggersdorf (13)

Interessantes und Teilenswertes aus den Blogs und dem www.


Märchen im Schuhkarton und andere schöne selbstgestaltete Dinge gibt es bei Beo auf dem Blog zu sehen.

Ein Blog über den ich erst kürzlich gestolpert bin, ist derjenige von Roe Rainrunner. Zum Lachen gebracht hat mich der Post Geschlechtsreife Grossstädter.

Metamorphose. In der Kinderstube der Marienkäfer war Vera von artifactumverabilis zu Besuch.

Ebenfalls neu auf meiner Leseliste ist die Notaufnahmeschwester. Empfohlener Post: Mit alternativen Heilmethoden heilt eben auch nicht alles, schon gar nicht auf der Notaufnahme ;)

Mit Feuer und Farbe ist Lorkyn vom Blog Dark Wooden Path am Werk. Ihre Brandmalereien sind einzigartig und kunstvoll.

Wo die alten Götter hin sind? Man findet sie auf den Strassen von Berlin, gelegentlich. Recherchiert von Herrn Ackerbau aus Pankow.

Trockener Humor eines Altenpflegers im Heimalltag. Eigentlich muss man den Altenheimblogger gar nicht mehr empfehlen, weil er schon sehr bekannt ist. Ich mach es trotzdem. Leseempfehlung: Leihfrau.

- - -
Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Montag, 26. Juni 2017

Körperformen / Selbstakzeptanz / Fettaktivismus (TV-Tipp)

Zu diesen Theman habe ich auf Kalis Boudoir schon mehrfach geschrieben.

Heute möchte ich auf eine kommende Fernsehsendung hinweisen. Nicola Hinz von Candybeacheditorial wurde von Frau TV zum Thema Fettaktivismus interviewt: der Beitrag wird am 29. Juni um 22.10 Uhr in der Sendung gezeigt.

Einer der besten Beiträge, den ich je zum Thema Körper/Selbstakzeptanz gelesen habe, ist von Nicola. Darin wird deutlich, wie Normierungen/Schönheitsideale bereits eine Kindheit versauen können. Ich werd nicht müde, immer wieder auf diesen Post hinzuweisen, weil ich ihn wichtig so finde: Graue Vorzeit

Jeder Mensch hat das Recht auf den EIGENEN Körper.

Samstag, 24. Juni 2017

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 2

Es ist wieder passiert
An dem Tag, an dem ich über die Hitze im Büro schrieb, ist es mal wieder passiert. Durch die furchtbare Hitze im Raum und ein System/eine Software/das Content Management System, das/die ich bei der Arbeit nicht verstanden habe. Da war nur noch Mattscheibe, aber komplett.

Mein Hirn war einfach leeeeer. Niemand da.

Auch wenn der Mensch, der neben mir sass, mir geduldig -- und immer wieder -- half. Und sagte, jetzt musst du da und da klicken -- ich sah es einfach nicht (mehr). Das Nebeneinandersitzen hat es nicht verbessert. Da fühle ich mich sowieso schnell gestresst. Auch das Sehen ging nicht mehr wirklich: Ich klickte mich durch wie ein wildgewordenes Huhn. Mir verschwomm es vor den Augen. Danke, Hirn!

Was sonst nicht meine Art ist; wie wild rumzuklicken. An diesem Tag fühlte ich mich wie der legendäre DAU, der "dümmste anzunehmende User". Und für den ist dieses CMS auf jeden Fall schon mal nicht gemacht ;)

Vor Scham lieber sterben ...
Der Erklärer gab sich alle Mühe, aber der Groschen wollte bei mir einfach nicht fallen. Es war mir so peinlich. Ich wurde hektisch und ich nervte ihn. Was mir klar war. Irgendwann wurde er immer wortkarger. Habe dann noch alleine weitergearbeitet. Das Resultat sehe ich nächste Woche.

Auch wenn jemand Geduldiges mir hilft, verstehe ich nicht immer alles. Wenn ich mal dermassen feststecke, braucht es oft mehrere Anläufe und Pausen (manchmal Tage) dazwischen, damit ich mich wieder beruhigen kann. Vielleicht wird jetzt auch klar, warum der Stresstest für mich so wichtig war.

In diesem Fall war auch die Software des CMS mein zusätzliches Problem (zur Hitze, dem Neulernen und dem Nebeneinandersitzen), da die Nutzerführung alles andere als intuitiv zu verstehen ist. Alle Oberflächen sahen anders aus, sind anders strukturiert und ich wusste nie, in welchem Hierarchiebereich der Website ich nun bin.

Und dann ...
Schlussenlich habe ich mir viiiel Zeit genommen, die ganzen Prozesse durchzuspielen, um sie besser zu verstehen. Zeit die ich eigentlich nicht hatte, da sich nebendran die Arbeit stapelte. Doch beim Erklärer war es ja genauso. Er hat sich für mich extra Zeit genommen, mir zu helfen, obwohl er die selber auch nicht hatte. Und dann verstehe ich es nicht mal ....

Ich hatte ja bereits eine Schulung zu dem Ding. Aber ich verstand an dem Morgen nur Bahnhof, machte komplett zu. Da die Abteilung, die das veranstaltet hat, permanent überlastet ist, und die Leute dadurch oft gestresst, hab ich es dann auch aus Angst wieder schleifen lassen, mich weiter damit zu beschäftigen. Bis ich das System dann doch wieder gebraucht hab ... seufz

Was hilft?
Mich immer wieder dahinterzuklemmen. Pausen zu machen. Den Mut und den Selbstwert zu behalten. Ignorieren, was mein Hirn dazu laufend an Bewertungen produziert ("der denkt jetzt sicher du bist blöd", "du versagst ja schon wieder" etc. pp.). Mich selber in meiner Not ernst zu nehmen. Zu wissen, dass auch andere, die nicht viel damit arbeiten, mit diesem System rechte Mühe haben. Die Gewichtung aus der Situation rausnehmen (ich nutze das Programm sehr selten und punktuell), werde also nicht von nun an täglich gestresst sein ;)

Wie weiter ...
Ob das was ich produziert habe, nun läuft, weiss ich noch nicht. Das werde ich nächste Woche sehen. Aber ich habe jetzt erste Ansätze begriffen -- und kann nun auch endlich das Manual nutzen, das ich am Tag der Schulung bekommen hatte. Nicht mal das half mir nämlich.

Sonst gilt bei Systemen/Geräten in der IT ja (zu Recht) stets die goldene Regel, bevor es ans Beantworten von Userfragen geht:

RTFM! Read the fucking manual! ^_^



(Fortsetzung folgt)

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 1

.. wahrscheinlich heisst das anders. Mir geht es darum, zu schildern, wie drastisch ich es empfinde. Ich meine damit die Denkblockaden, die sich bei mir einstellen, wenn ich unter Druck komme.

Demenz nenne ich es deshalb, weil ich plötzich auch einfache Dinge nicht mehr kann oder weiss, die mal gut gingen, die sonst selbstverständlich sind. Oder ich es einfach nicht schaffe, neues Wissen aufzunehmen. Was andere oft nicht nachvollziehen können. Dann kommt etwas ein "aber das ist doch nicht so schwierig!". Dadurch wird alles nur noch schlimmer. Ich fühle mich dumm und behindert dadurch. Da ist nur noch ein weisses Rauschen in meinem Kopf. Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Natürlich kommt das Denkvermögen bei mir nach und nach wieder zurück, das schon. Aber es kann auch sein, dass ich eine Sache oder Aufgabe aufgebe, weil es mich zu sehr stresst.

- - -

Es gibt Momente, da stehe ich neben mir.  Früher war das ein gewohnter Zustand, sobald es um Ausbildung oder Arbeitsleben ging. Mit kurzen und längeren Zeiträumen, in denen es leichter war, weil ich etwas tun konnte, in dem ich gut war oder mich sonst sicher fühlte. Die Blockaden können aber auch auftreten bei Dingen, die ich gerne mache, zum Beispiel bei Leistungsdruck, Abgabeterminen etc. Ich erkenne es heute als eine vorwiegend soziale Angst.

Heute ist es meistens leichter, auch im Alltag, also hat sich das Verhältnis umgekehrt. Innere Ruhe ist meistens da -- und die Blockaden nur noch gelegentlich. Ich habe mich, auch Dank der Psychotherapie, nach und nach "umprogrammiert". Das hat Jahre gebraucht, soweit zu kommen, dass ich unter anderen Menschen in der Arbeitswelt in einem Büroalltag nicht komplett dauergestresst bin.

Zudem lerne ich einfach anders als andere. Eher optisch und assoziativ: Wenn in einem Lehrbuch jede Seite gleich aussieht, prägt sich mir nichts ein. Wenn ich Tabellen oder Grammatik auswendig lernen muss, fällt mir das wieder "aus dem Speicher". Ausser ich kann etwas damit assoziieren oder es hat zB zusätzlich Bildergeschichten/Fotos auf den Seiten. Dafür kann ich mir alle möglichen Verbindungen, unnützes Wissen und viele Wörter fremder Sprachen merken. Alles was ich ohne Druck lerne und in entspannter Umgebung, geht oft spielerisch leicht und bleibt mir im Kopf. Ich kann Wissen im Grunde schnell aufnehmen und auch in Verbindung setzen. Nur eben ...

- - -

Ich habe Jahre mit diesen Angstzuständen und sozialen Ängsten verbracht. Mir fehlen im Vergleich zu anderen Berufsleuten, circa 10 Jahre Berufserfahrung einfach dadurch, dass ich psychisch erkrankt war. Von 17 bis 27 Jahren hab ich mich arbeits- und ausbildungstechnisch irgendwie durchgehangelt und vor allem diese Angst, diese Blockaden, zu vermeiden versucht. Zwischendrin dann wieder (Erschöpfungs)Depression. Unaushaltbar schien mir vor allem die Angst.

Therapie hatte ich genug. Heute denke ich, da hätte man therapeutisch anders damit umgehen können/müssen. Aber es ist eben so gelaufen, wie es lief.

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(Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kreislauf an Hirn

Möchten Sie jetzt das System herunterfahren?


Ogottogott ist das heisss im Büro...


Mittwoch, 21. Juni 2017

Neue Energien, mehr Freude :)

Diesen Frühling bin ich an einer Stelle gestanden an der mir bewusst wurde: SO NICHT. Der extremste Punkt der Verzweiflung (seelische Starrheit und körperliche Schmerzen) war kurz aber extrem heftig. So, dass ich wirklich erschrocken bin.

Mir wurde in dieser Krise bewusst, dass ich die letzten Jahre mit der Überzeugung -- "ich muss da durch" -- einfach immer stur Tag um Tag weitergegangen bin, auch dann, wenn ich (so) eigentlich nicht mehr weitermachen wollte.

Plan B fehlte mir. Eigentlich fehlte überhaupt ein Plan. Und das machte mich fertig. Ich brauche sowas, einen Sinn. Das war teilweise eine wirklich freudlose Zeit voll reiner Pflichterfüllung. Pflichterfüllung als Lebenszweck hat noch nie zu mir gepasst. Das fühlt sich fremd an, ist mir auch fremd. Da will ich raus, aus diesem Modus.

Ich will auch den Alltag anders leben. Dass die Energie in meinem Leben mit mir steigt und fällt, dass ich meinen Alltag selber gestalte, auch mental vor allem, das merke ich erst jetzt, nach und nach. Und es beginnt nun auch im Arbeitsalltag eine lebendigere Zeit für mich. Sie ist bereits da.

Mehr aus der Kraft, der lebendigen Freude heraus. So Will Ich Leben. Und da ist er plötzlich, der Plan! Ich habe immer gemeint, es geht um etwas Äusseres, um "konkrete" Lebensziele, eine "Sache", wie zB eine neue Stelle oder eine Weiterbildung.

Doch was ist konkreter als Lebensfreude?!

Meine Bedürfnisse achten (Selbstachtung)

Ich habe mir eine neue Klarheit erarbeitet und angewöhnt, wie ich mit Ansprüchen umgehe, die von anderen kommen, und die für mich nicht stimmen. Das war vorher sehr schwierig für mich.

Vorher versank ich in entweder in einer Grübelhaltung (hab gewusst, dass es nicht stimmt, aber die Entscheidung ewig hinausgezögert), hab eine Ausrede erfunden, oder mich anderswie entzogen, wurde verbal aggressiv (ohne dass mir klar war weswegen) oder ich machte (auf meine eigenen Kosten*) mit.

Inzwischen kann ich meine eigenen Bedürfnisse ganz klar formulieren, ohne deswegen in Scham- oder Schuldgefühlen zu versinken. Ich übernehme die Verantwortung für mein eigenes Leben und auch für die Klarheit darin. Mich klar zu äussern, finde ich befreiend.

Keine ständigen Vernichtungs- und Unwertgefühle mehr deswegen zu haben, da ist viel LAST von mir weggegangen. Ich übernehme für meine Gefühlswelt und mein Wohlbefinden die Verantwortung und bleibe bei mir.

Ich übernehme nicht mehr die Verantwortung für die Gefühle der anderen deswegen. Ich lerne auch selber, Übergriffe anderen gegenüber zu vermeiden. Manchmal gehts leichter, manchmal etwas schwerer. Doch es geht mir allgemein immer besser.

Co-Abhängigkeit adé!



Was für ein Meilenstein!







* Verwirrung, gegenseitige Grenzüberschreitungen, Reizüberflutung, Erschöpfung etc


Dienstag, 20. Juni 2017

Was passiert eigentlich mit den ganzen Geräten

... die noch gut sind? Wenn das Gerät länger hält, als der Akku, der neue Akku dann aber mehr kostet als ein neues Gerät? Die neue Simkarte, im Notfall, nicht mehr in ein altes Gerät passt. Die Garantie pünktlich zum Festplattencrash des Laptops bereits erloschen ist. Usw. usw. Es ist eine gigantische Verschwendung: Schmeiss weg, kauf neu!

Die Sofaheldin hatte auch bereits einen Post dazu. 

Montag, 19. Juni 2017

Im Körper daheim

Inzwischen finde ich mich selber ok, aussen und innen. Es passt alles immer besser zusammen! Ich fühle mich sehr wohl mit mir. Das bin ich. Und für mich ist das das Wichtigste überhaupt: Mich selbst zu sein.

Sonntag, 18. Juni 2017

Stresstest

Medizinischer Stresstest
Aus Neugier und Interesse habe ich mich einem medizinischen Stresstest unterzogen. Im Rahmen dieser (voll von mir bezahlten) Stressuntersuchung wurde bei mir festgestellt, dass ich eine leichte Nebennierenschwäche habe, Cortisol ist zu niedrig, Serotonin ist zu niedrig usw. Dagegen ist die Herzratenvariabilität (24h-Messung) ausgezeichnet, sogar überdurchschnitlich gut.*

Vorgeschlagen wurde von der Ärztin für die Nebennieren eine ganz leichte Cortisontherapie über mehrere Monate. Am Tag 2 der Einnahme hatte ich bereits eine Matschbirne, hatte unkontrollierbaren Heisshunger auf Süsses und fühlte mich emotional destabilisiert (wie schon länger nicht mehr).

Ich habe dann beschlossen, dass ich das nicht will und es sein lassen. Wahrscheinlich wird Frau Doktor beim nächsten Termin nicht sehr entzückt sein, aber das nehme ich in Kauf. Sie kennt mich und meinen Sturkopf schon. Und hat zum Glück inzwischen auch eine grosse Achtung vor meinem guten Körpergefühl.

Medi: Ich kenne es von anderen Medikamenten; erstmal ca. 5 Wochen Achterbahn, bis sich alles richtig eingependelt hat. Ich bin nicht hochsensibel, sondern hypersensibel ... Fakt.

Zweiter Vorschlag: Mikronährstoffmischung. Sackteuer und ich müsste alles selbst bezahlen. Würde über 2300 CHF pro Jahr kosten! Wahnsinn. Ich habe mich entschieden, dass ich auch das nicht will. Auf jeden Fall gibt es im Bereich Mikronährstoffe Gutes, ich schliesse es für mich nicht komplett aus. Aber ich versuche für mich, den Weg anders zu gehen. Auf jeden Fall nicht dieses grosse und teure Programm.

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Meine Lebensqualität ist inzwischen sehr gut geworden (die meiste Zeit) und ich arbeite weiter daran, diese zu verbessern. Das mache ich daran fest, dass ich grösstenteils souverän handeln kann, ohne im Dauerstress oder Kopfnebel zu sein und ewig Erholung zu brauchen. Die Erholungsintervalle sind weitaus kürzer geworden, das merk ich. Ich fühle mich auch die meiste Zeit meines Lebens nun fit, handlungsfähig und wach. Dass die körperlichen Reserven erst daran sind, sich wieder aufzubauen, ist mir bewusst, das spüre ich. Aber den Kopfnebel durch ein Medi, auch wenn es nur vorübergehend ist, den brauche ich deswegen mir nicht antun. Nach wie vor nehme ich noch ein niedrig dosiertes Antdepressivum.

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Die interessanten Kommentare zum Eisen waren auf jeden Fall schon aufschlussreich! Vielleicht lässt sich auch zum Aufbau der Nebennieren noch was finden.

Und vor allem will ich: Weiter an der Stressreduktion dranbleiben. Den Körper mit Nahrung versorgen, die mir gut tut. Wenig Reiz- und Genussmittel zu mir nehmen. Für mich Unverträgliches (zB auch gewisse Situationen) und allgemein Stress meiden, wo ich kann.

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* Ich bewege mich mit vorgenannten Untersuchungen sicher im Bereich der "Luxusmedizin", das ist mir bewusst. Dieser Post hier soll auch keine Werbung sein, sondern es sind einfach meine Erfahrungen.

Mehr Selbstfürsorge leben. Das war die Botschaft.

Mir hat die Untersuchung vor allem für mein Selbst-Verständnis geholfen, ich weiss jetzt noch besser, dass ich mir selber, und meinem Gefühl für mich, trauen darf. Ich realisiere den Stress, der hinter mir liegt erst jetzt so richtig. Ich habe es nun tatsächlich schwarz auf weiss auf einem Blatt stehen ... 


Donnerstag, 15. Juni 2017

Eisenmangel energetisch betrachtet

Wers nicht esoterisch und drauflosgeschrieben mag, bitte woander weiterlesen. Danke.

Nachdem bei mir der Eisenmangel festgestellt wurde, begann ich auch auf der energetischen Ebene zu "ermitteln". Die medizinischen Zusammenhänge/Ursachen/Symptome etc. lasse ich jetzt mal weg, das googelt sich leicht und das können andere besser erklären. Zudem gibt es auch ganz verschiedene Betrachtungsweisen je nach Art, Ausrichtung und Lehre einer Medizin.

Energetisch
Dass Eisen erdet, klingt für mich logisch. Die Erde besteht zu einem grossen Teil daraus. Eisenmangel, mangelnde Erdung. Mangelnde Erdung, Eisenmangel.

Eisen - Blut - Leben. Eisenarm. Blutarm. Lebensarm.

Ich begann damit herumzuspielen! Und fand immer neue Zusammenhänge.

Für mich ist dieser Weg der Assoziation ein persönlicher geworden. Ich haue niemandem mehr Zitate aus der Büchern von Louise Hay um die Ohren; "du musst nur XyZ etc erkennen dann ...". Neee, solche Leute meide ich inzwischen selber grossräumigst ;)

Doch ich nutze diesen Weg der Assoziation, um mich selber besser zu verstehen.

Bei Louise Hay steht unter Anämie: Angst vor dem Leben, Mangel an Freude.

Metall verleiht seinem Träger Macht, heisst es im Fengshui. Eisenmangel als Krankheit der Machtlosen? da fand ich eine andere Spur.

Freudlosigkeit und Ohnmacht? Da wurde ich fündig! Mich der materiellen Welt und dem Dasein entziehen zu wollen, das ist ja auch ein Thema bei mir.

Nach und nach war ich bei meiner Spurensuche erfolgreich: Mein Mangel war kein Fehler, sondern ein deutlicher Hinweis darauf, dass ich mich freudlos von der Welt abwandte.

Ich weiss nicht mehr, an welchem Punkt sich das geändert hat, doch jetzt empfinde ich es anders und das Eisen bleibt jetzt auch besser bei mir. Ich bin von der anderen Seite her gekommen: Eisen "auffüllen" und das Leben wieder spüren. Auch wenn manche (Alternativ)Mediziner da aufschreien mögen ... *grins*


Quellen:
  • Bücher von Louise Hay zB: "Heile deinen Körper"
  • Pura Maryam Website (zu dieser Website sage ich nur; die Dosis macht, dass die Medizin kein Gift ist)
  • Weiteres interessantes Buch zu energetischen Hausmitteln: Der magische Haushalt (von Monnica Hackl)


Alles psychisch? Nein. Alles gehört zusammen. (2)

Hier gehts zu Teil 1

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(Bitte P.S. beachten!)

Die Stressmedizinerin hatte ich im Internet gefunden, wobei das mit der Stressmedizin habe ich da noch nicht wirklich wahrgenommen. Mir ging es in erster Linie eben um die Eiseninfusionen. Klingt ein bisschen nach Junkie, seufz. Doch mein Befinden hatte sich durch die ersten Infusionen dermassen verbessert, dass ich diesen Weg einfach weiterverfolgen wollte. Da war mehr dahinter, das spürte ich. Dermassen frappante Unterschiede bei meinem Wohlbefinden hatte ich vorher selten erlebt.

Diese weiteren Infusionen bekam ich dann in der neuen Praxis auch, nach dem meine Blutwerte dort gecheckt worden waren. Da es sich beim richtigen "Eisenwert" um eine individuelle Sache handelt, wird in dieser Praxis auch indivduell vorgegangen. Vitamin B12 Vitamin D3 werden ebenfalls ergänzt. Zusammen mit Akupunktur, die ich wegen meiner Rückenverspannungen erhielt und der einfühlsamen Art der Ärztin, spürte ich nach und nach eine wirkliche Besserung. Nach einigen Unverträglichkeiten (zB Zusatzstoffe von Medis, hochdosiertes Magnesium), lernte die Ärztin auch, dass meine Wahrnehmung für meinen Körper stimmt. Dadurch wuchs auch mein Vertrauen in sie. Ich habe mich von ihr ernst- und wahrgenommen gefühlt. Ich kann mich in dieser Praxis äussern, ohne als Hypochonderin angeschaut zu werden. Ahhh .. was für ein Weg bis da!

Dazu muss ich sagen, dass ich weiter an mir gearbeitet habe, damit ich weniger Stress in meinem Leben habe. Ich hab nicht nur den Arm hingehalten und die Ärztin pieksen und machen lassen. Ich habe mich auch selber um mich gekümmert, richtig zu kümmern begonnen. Ich habe mich intensiv auch mit meinem hausgemachten Stress beschäftigt, damit ich diesen reduzieren konnte.

Seit der ersten Stunde in dieser Praxis und heute sind fast 5 Jahre vergangen. Und mit Ups und Downs zusammengenommen kann ich sagen: Es hat sich so sehr gelohnt, dran zu bleiben!

P.S.: Jeder Mensch ist ein individuelles Wesen und hat andere Ansprüche, einen anderen Organismus und hat seinen ganz eigenen Weg. Mir geht es hier darum, über _meinen Weg_ zu schreiben. In meiner eigenen Art -- und aus meiner Sicht heraus -- zu schreiben. Ich empfehle weder eine bestimmte medizinische Behandlung noch kann ich anderen Menschen medizinische Ratschläge geben, denn dazu bin ich nicht berechtigt und das will ich auch nicht.

Aber wozu ich allen Menschen (vor allem mit psychischen) Problemen Mut machen möchte: Kümmert euch darum, wahr- und ernstgenommen zu werden! Lasst euch nicht beiseiteschieben. Nehmt euch selber ernst und pflegt euch, so gut ihr könnt. Auch wenn es manchmal schwer ist, das Schwerste überhaupt ist: Seid gut zu euch! So gut ihr könnt, seid gut mit euch. Seid stur. Lasst euch nicht nur schnell schnell medizinisch abspeisen. Nicht nach der Methode: Deckel drauf/Medi rein -- und gut is ... der Nächste bitte!

(Fortsetzung folgt)

Alles psychisch? Nein. Alles gehört zusammen. (1)

"Sie wissen doch, dass es psychisch ist, warum gehen Sie trotzdem noch zu den somatischen Ärzten?" 

Das fragte mich meine Psychiaterin vor ein paar Jahren. (Ich muss dazu sagen, ich verdanke ihr sehr viel, sie ist äusserst fähig, aber an diesem Punkt war ich nicht mit ihr einig und an einigen anderen auch nicht).

In einer akuten Krise mit starker körperlicher Schwäche war ich damals in eine Hausarztpraxis gegangen, statt mich gleich bei ihr zu melden. Ich fühlte mich (psycho)therapiemüde und diese Frage machte mich daher etwas ratlos und beschämte mich.

Ich sagte dann zur Psychiaterin dann irgendetwas in der Art von dass es mir eben gut tue, wenn sich auch körperlich um mich gekümmert würde. (Uhhhps, Hypochonderfalle .. das war blöd, doch es war das, was ich eben auf die Schnelle als Begründung zusammenbrachte, weil ich mich rgendwie dumm und ertappt fühlte).

Die körperlichen Beschwerden spürte ich ja ganz genau! Es war, als könne ich nicht mehr genügend Atmen, als würde mein Körper nie genug Sauerstoff bekommen. Die Eiseninfusion in der Hausarztpraxis hat mir dann auch etwas geholfen. Das war ein erstes grosses Ahaerlebnis. Ab da liess mich das nicht mehr richtig los, dass es auch anders besser werden kann.

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Heute würde ich ihr antworten: Wenn man von Psychosomatik und von psychosomatischen Beschwerden redet, also von der Zusammengehörigkeit von Körper UND Seele, dann gehört eben beides auch zusammen, oder? Dann darf doch auch der Körper angeschaut und behandelt werden?

Warum wird in der Medizin der Mensch in Fachgebiete aufgespalten, als wäre er eine Maschine, deren Teile man separat reparieren und dann wieder zusammensetzen kann? Oder gar eine Maschine, deren Teile keinen direkten Zusammenhang haben? Das wundert mich einfach. Wissenschaftlich ist das nicht zu begründen, nur ideologisch.

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Heute weiss ich, dass ich zu dem Zeitpunkt einfach erschöpft war vom jahrelangen Kämpfen, meinen Weg in die Gesellschaft zu finden, dass eben auch mein Körper ausgelaugt war. Vorher wurde zB mein (niedriger) Eisenwert nie richtig ernst genommen oder behandelt. Das war eben "psychisch bedingt" dass ich mich oft so schwach fühlte.

Kurz darauf liess ich dann auch diese Hausarztpraxis hinter mir. Weitere Eiseninfusionen wollten sie mir dort nicht mehr geben (nach 2x), stattdessen bekam ich diese Eisentabletten, von denen mir übel wurde. Ich machte mich auf die Suche nach jemandem, der sich mit dem Eisen auskennt. Und fand eine Stressmedizinerin, die mir helfen konnte.


(Fortsetzung hier)


Dienstag, 13. Juni 2017

Im Stillen wirken

Das ist mein Ding. Je mehr die Welt spinnt, desto mehr igle ich mich ein, schotte mich ab. Schlechte Nachrichten verdaue ich sehr schlecht, sie setzen mir zu. Und das lasse ich nicht mehr zu. Ich nehme es in Kauf, weltfremd zu wirken, nicht informiert zu sein, nicht Bescheid zu wissen.

Informiert zu sein, nützt mir nämlich gar nichts gegen meine Angst vor der Welt. Sie wird dadurch nur stärker. Meistens sickert es dann doch wieder durch, wenn irgendwo wieder etwas Extremes und Schlimmes passiert ist.

Jetzt, wo es mir selber gut geht, bis sehr gut, bewegt mich der Gedanke, wie ich ich zu einer besseren Welt etwas beitragen kann und wie mein Beitrag genau aussehen soll. Da bin ich dran. Und das meine ich mit "im Stillen wirken". Etwas tun, so wie ich es eben vermag und wie es für mich stimmt. Ohne mich wieder zu verlieren, sondern mit meiner eigenen Präsenz standhalten und strahlen. Gegenüber dem Zerstörerischen, was in der Welt ist.

Kleinste Gärten (14)

Ein fast unsichtbarer Garten

Ein grauer Brocken Jurakalk vor einem Materiallager am Wegrand
...
...

Samstag, 10. Juni 2017

Bedürfnisse und Klartext

Ich übe mich in klaren Ansagen im Alltag. Fällt mir nicht so leicht. Doch mit zunehmender Übung wird es auch besser. Und es erleichtert mein Leben. Wenn ich zu jemandem sage: "Das stimmt für mich nicht", dann schaffe ich Fakten. Da gibt es nichts daran zu deuteln und ich rede in einer Ich-Botschaft. Wenn mein Gegenüber dann eingeschnappt ist, sich abkapselt, statt sich einem Dialog mit mir zu stellen, ist das nicht mehr mein Problem. Ich will anderen ihre Emotionen nicht mehr abnehmen.

P.S. Auf diese Weise bringe ich viel mehr Ruhe in mein Leben, wie mir auffällt. Ruhe die ich auf die Art und Weise gar nicht kenne. Und ich muss auch selber nicht mehr angriffig werden, auch nicht misstrauisch abwarten, denn weder Angriff noch Flucht sind (gerade) nötig.

Montag, 5. Juni 2017

Sprüche (1)

Schon als Teenie hatte ich einen Zettelkasten mit Sprüchen, Zitaten, Gedichten. Mehrere Hundert von "Weise" über "Poetisch" bis "Blöd" habe ich gesammelt. Es wird Zeit, auf dem Blog mal eine neue Rubrik einzuführen.

Den Zettelkasten habe ich immer noch, allerdings wird er schon länger mehr ergänzt, also nicht mehr handschriftlich geführt. Sprüche speichere ich jetzt auf dem Handy. Vielleicht packe ich mal ein paar der alten Schätze aus. In der Zwischennzeit kommt Aktuelleres, Aufgeschnapptes, wenn mir die Quelle bekannt ist, gebe ich sie an. Für Ergänzungen und Hinweise bin ich dankbar, falls jemand mehr weiss!




Ob das in der heutigen Zeit noch stimmt ... *haha* Daher habe ich den Nachsatz in weisser Schrift dazugeschrieben.

Das Design habe ich mit Canva erstellt (lässt sich via Google-Account nutzen). Leider läuft die App nicht auf Android Handys, was ich zu spät realisiert hab, daher hab ich sie mir leider umsonst runtergeladen und nutze jetzt halt die Desktop-Version am PC.

Samstag, 3. Juni 2017

Handycrash

Ich bin ja eine dieser Smartphoneabhängigen, da oute ich mich jetzt mal. Also nicht dass ich als starrer ferngesteuerter Zmombie (Smartphone-Zombie) durch die Stadt laufe. Das nicht.

Aber ich nutze das Smartphone wirklich als All-in-One-Gerät. Vor allem als Kamera, um Infos zu suchen, als Notizblock, Uhr, Countdown beim Wäschewaschen (praktisch wenn man in einer Dachwohnung wohnt und in den Keller muss), zum Kontakthalten mit mir lieben Menschen (via Chatprogramme, Blog, Mail) ... Social Media benutze ich keine, das ist mir zu schnell und zu viel auf einmal (und oft zu seicht).

Telefonieren ist da fast nur eine Nebenfunktion!

Vorvorletzte Nacht ist mir mein gutes Teil dann verstorben. Komplett. Wiederbelebungsversuche blieben wirkungslos. Etwas gewundert hats mich schon, dass mich das so gestört hat. Einige Daten gingen verloren, zB alle meine Audiodateien und Notizen. Doch ich verschmerze es ;)

Ich weiss, wenn ich müsste, könnte ich wieder ohne sein, aber ich muss es ja nicht. IT ist irgendwie mein Ding, auch wenn ich eigentlich kein Techie bin und in vielem nur Basiswissen habe. Aber das www in der Hosentasche zu haben, ist halt schon mein Ding. Am liebsten würde ich es ja kremieren lassen, mein altes Sa-m-sung *grins*

Naja, seit gestern habe ich ein neues Telefon in Gebrauch und bin wieder online ;)

Eine gute Zeit (Dankbarkeit)

Eine gute Zeit, in der ich wieder zu meinen Ressourcen komme, die erlebe ich gerade. Es klärt und lockert sich vieles, auch im Arbeitsleben. Weniger Spannung ist da. Was mich dann auch wieder wundert ist, und was mir jetzt auffällt, ist, dass ich es eben gewohnt bin, mit Spannungen zu leben und diese auch anregend sein (und Depri-Löchern entgegenwirken) können. Und wenn mal keine Anspannungen da sind, empfinde ich: Langeweile *lach* ... Naja, wird dann wohl auch mal Zeit, dieses innere Programm umzustellen. Ich fühle Dankbarkeit ...