Meine Blogroll

Montag, 17. Juli 2017

Fund einer Arche-Noah

Der stumme Sommer
Letztens ist mir aufgefallen, wie wenig Insekten diesen Sommer unterwegs sind. Erschreckend wenige. Es ist wenig Gesumme zu hören. Vereinzelt sehe ich Bienen, aber nie viele. Wildbienen besuchen meine Blumenkisten, aber auch nur ab und an. Schmetterlinge sind auch kaum zu sehen. Nur die Ameisen scheinen unermüdlich zu sein. Es fühlt sich an wie eine zunehmende Leere. Das beschäftigt mich.

Zweckoptiierte Natur
Genauso wie Menschen die in ihren Hobbygärten Gifte und komische Mittelchen einsetzen, ich kann es nicht verstehen, denn es gibt keine wirtschaftliche Notwendigkeit dafür. Ist es denn wirklich so schlimm, wenn die Rosen Mehltau bekommen oder Läuse? Die zweckoptimierten Landwirtschaftswiesen in Neutralgrün ringsrum meinen Wohnort sind eher trist anzuschauen.

Erster Gedanke: Da müsste man mal jäten!


Arche Noah
Die Natur scheint generell dieses Jahr einfach nicht ihre ganze Vielfalt und Kraft entfalten zu können. Das ist für mich spürbar. Sobald ich etwas abseits bin von Strassen und Landwirtschaftszonen, sieht es bei den Insekten etwas anders aus. Die Vielfalt nimmt zu. Vorgestern sind wir zu einem Aussichtspunkt an der Autobahn gelaufen. Mir war danach, mäglichst weng Menschen zu sehen. Ein gibt da ein kleines Wäldchen zwischen Schienen und Strassen. Dort hatte es dann erstaunlich viele Insekten, was mich freute.

Bei einer Unterführung dachte ich noch, Mensch, da müsste man auch mal wieder Jäten! In den Betonelementen wuchsen Disteln, Brennesseln, Ahornbäumchen und viel anderes. 

Gut getarnte Krabbenspinne lauert auf Beute ...

Grüner Hüpfer
Jede Menge Disteln und Hmmeln
und ein kleiner Rüsselkäfer (?)
Brennsesseln sind eine gute Kinderstube für viele Insekten,
auch Schmetterlinge, hier Wanzennachwuchs
 

Auf 10 Meter Strecke habe ich mehr Insekten gesehen als auf dem ganzen Weg davor. Genau in diesem Niemandsland in der Nähe der Eisenbahnschienen, an einem völlig unscheinbaren Ort, blüht das Leben. Solange es solche Nischen gibt, gebe ich die Hoffung nicht auf.

Farbtupfer: Feuerwanze
Eine kleine Kreuzspinne
Ein völig unscheinbarer Ort!
Voller Leben ...
 

Sonntag, 16. Juli 2017

Angekommen (das Ende der grossen Sehnsucht)

Sehnsucht als zweite Natur 

Stets habe ich mich nach irgendwas und irgendwem verzehrt und mich so sehr gesehnt. War alle naselang unglücklich, weil natürlich unerwidert, verliebt. Meine stete Begleiterin, meine bittersüsse beste Freudin war die Sehnsucht. Romantische sehnsuchtsvolle Gedichte? Her damit! Der Mann, den es zu retten gilt? Her damit!

Wenn aber jemand MICH meinte, mit mir zusammensein wollte, schreckte mich das eher, denn Nähe war nichts, was ich gut zulassen konnte. Sex, das ging. Aber echte Nähe, die musste ich tatsächlich erst trainieren. Da war immer ein Machtgefälle, das ich nicht überwinden konnte. Entweder musste ich mich aufgeben oder der andere. Etwa in der Art. Bis ich merkte, dass man das bei den passenden Menschen gar nicht muss.

Ich bin so lange durch meine Trauer gewatet und durch meine Wut marschiert, bis ich nach und nach viele Mosaiksteinen gefunden habe und mich selber wieder zusammengesetzt hatte. Schlussendlich hatte ich vor allem nach einem bestimmten Menschen gesucht, nach dem einen wahren:  
Mir selbst. 

Ich habe jetzt ein Bild von mir, dass sich echt und natürlich anfühlt und bei dem ich nicht erschrecke, wenn ich hinsehe. Ich sehe Brüche und Schatten in mir, doch ich kenne sie genau und daher schrecken mich nicht mehr so. Die Schuld ist weg und die Scham. An beidem bin ich fast kaputt gegangen. Immer war da dieses Gefühl, falsch zu sein, irgendwie daneben und auf keinen Fall in Ordnung und auch nicht liebenswert. 

Innerhalb des letzten Jahres konnte ich hier Frieden schliessen. Indem ich mich besser um mich kümmerte und den Stimmen aus dem Schatten weniger Glauben schenkte. Dem Gezische und Geraune in mir weniger Glauben schenkte -- und mir genug Erholungsphasen. Zwischendurch gehts wieder etwas holpriger, aber meistens ist es jetzt viel besser als früher.

Es ist wie im Märchen: Während der Prüfung heisst es entweder "schau nicht zurück" oder "schau genau hin". Meine Seele führt mich und ich lasse mich von ihr führen. Ich betrachte meine Brüche und Schatten solange und mit so viel Liebe und Geduld, bis es mir wieder besser geht. Das gelingt mir mehr und mehr.

Endlich hab ich dich gefunden!


Mir ist kürzlich das Lied von den Toten Hosen eingefallen: Alles was zählt. Natürlich ist es ein Liebeslied. Für mich ergibt sich heute daraus ein ganz anderer Zusammenhang. Ich höre das Lied und mir wird klar, es beschreibt meinen Weg, wie ich mich selber gefunden habe und was es dafür gebraucht hat. Und dass ich mich jetzt nicht mehr von diesem Menschen trennen mag. Plötzlich habe ich Tränen in den Augen. Ich bin jetzt bei mir. Ich spüre diese Sehnsucht nur noch selten. Viele Lieder, die sich darum drehen, Liebe, Sehnsucht kann ich jetzt nix mehr damit anfangen. Es ist ein seltsames Gefühl, weil ich es nicht gewöhnt bin.

Da ist noch ein kleines Stück Sehnsucht in mir geblieben. Wenn ich mein Leben anschaue, dann ist es noch nicht ganz komplett und es ist mir klar, das noch ein paar Details fehlen. Doch die grosse allesverzehrende Sehnsucht, die ist gegangen.

Ich habe alles, was ich brauche. Daran halte ich mich. 

Ich muss nicht verzweifeln, wenn noch einiges fehlt, denn das ganz normale Leben ist meistens Stückwerk, bei den meisten Menschen.

Samstag, 15. Juli 2017

Politik und mein eigenes Leben

Was in der Welt geschieht, beschäftigt mich. Auch wenn ich kein informierter Mensch bin. Mich nerven rechte und linke Parolen gleichermassen. Von politischem Aktionismus fühle ich mich oft abgestossen. Partei-Grabenkämpfe lösen bei mir nur einen Gähnreflex aus. Sachpolitik finde ich interessanter -- und Wirtschaftsthemen sogar sehr hochspannend. 

So bekomme ich doch das eine oder andere mit. zB Block G20. Ich selber war noch nie an irgend einer Versammlung oder Demo. Weil das nicht zu mir passt, weil es für mich nicht stimmt. Weil Menschenmengen mir Angst machen. Weil ich gar nicht wüsste, wo genau ich mich einreihen soll. Weder von der politischen noch von der thematischen Agenda her. In einer Welt in der sich die Extreme (Politik, Ressourcenverteilung, Klima) sich immer stärker entwickeln, frage ich mich, ob das noch stimmig ist.

Müsste ich mich nun nicht einordnen, Farbe bekennen? Wo? Wie?

Wobei vieles für mich auch nicht transparent ist. Oft sitze ich beispielsweise ratlos vor meinen Abstimmungs- und Wahlunterlagen, was in der Schweiz ja das öfteren an der Reihe ist. Wer will mir was auf welche Art verkaufen und was steckt wirklich dahinter? Ich weiss es oft nicht genau. Kann mich nur auf die vorhandenen Informationen stützen.

Ich muss von gewissen Annahmen ausgehen und mich dann entscheiden. Bei vielem ist das so. Ob es nun um Politik geht oder um etwas anderes.

Was mir sauer aufstösst ist, wenn nur noch über "die" geredet wird, denn da wirds meistens kritisch, denn ab da wird gnadenlos heruntergekürzt.

Die PolitikerInnen, die AktivistInnen, die SozialschmarotzerInnen, die Bosse, die AusländerInnen, die Rechten, die Linken, die Behörden. Danach kommen gleich die Kampfansagen und Parolen und darauffolgend wird Stellung bezogen und gekämpft. Egal worum es geht, Hauptsache es gibt ein fixes Bild.

Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen kann ich allerdings verstehen. Die Welt scheint komplett aus den Fugen geraten zu sein. Wir leben in einem seltsamen System, in dem wir viele Freiheiten haben und das sich trotzdem wie permanente Fremdbestimmung anfühlt. So geht es mir jedenfalls.

Die Arbeit ist nicht unbedingt mehr sinnstiftend, sondern ein abstrakter Vorgang geworden an dessen Ende der Lohn steht. Das ist wohl das, was man Digitalisierung nennt: alles wird virtueller. Das ganze Leben. Die Emotionen sind trotzdem noch da. Auch die Gefühle, Hoffnungen.

Die Wut und Verunsicherung vieler Menschen wird realer. Schent mir. Doch wogegen protestieren? Achja: Gegen die da oben!

Dass wir alle Teil des Systems sind, geht dann vergessen. Weil endlich der Kanal und das Feindbild geschaffen wurde, in den der ganze Frust fliessen kann. Auflehnung gegen die Autorität.

Dass durch die jüngsten Vorfälle in Hamburg nun politische Rechte und die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden könnten, Journalisten auf Watchlists der Behörden stehen etc. das gibt mir zu denken.

Ich bin kein Mensch, der sich dermassen weit aus dem Fenster lehnen würde, aber ich bewundere dennoch diejenigen, die es tun. Jene die sich für eine bessere Welt einsetzen. Weil ich das wichtig finde: Hinschauen und Aussprechen was es ist. Wenn es mehr ist, als nur Hass zu verbreiten, dann ist das wichtig.

Und manche schauen professionell hin und exponieren sich dadurch, zB eben auch JournalistInnen und PolitikerInnen. Nicht alle gehören einem extremen Lager an. Doch wer nicht laut ist, wird im globalen Tollhaus scheinbar nicht gehört. Das ist eine einfach Gleichung. Nur die Extreme gelangen auf Seite 1 und machen die Schlagzeilen. Schlagzeilen die wiederum den Hass schüren.

Mein Land ist im Ranking der Pressefreiheit recht weit vorne, weiter vorne als Deutschland. Trotzdem; wie weit würde ich gehen? Wo stehe ich selber? Wozu äussere ich mich und wie?

Ich lehne die Anwendung von Gewalt ab. Für mich ist dies einfach kein Mittel solange es noch andere Wege gibt. Besonders mutig bin ich nicht. Aber ich will mich frei äussern. Ich fühle mich manchmal ratlos angeischts der Geschehnisse in der Welt, muss das auch so benennen -- und ich kann nur meinem eigenen Gewissen folgen.

Ich glaube, dass diejenigen Menschen die laut Parolen brüllen und diejenigen, die durch ihr eigenes Leben und Handeln wirklich zur einer globalen Veränderung beitragen, nicht unbedingt die selben sind. 

Wie will ich selber handeln?
Bin ich selber bereit, mein Leben unter die Lupe zu nehmen?

Wozu schweige ich und wann mache ich den Mund auf? 

Nur noch kurz die Welt retten -- geht nicht. Denn die Welt zu retten, das geht auf jeden Fall nicht schnell und einfach ... Und Hass führt nur zu neuem Hass. 

Sind diejenigen, die in der westlichen Welt nach Umverteilung der Güter und anderem mehr schreien, bereit auf eigene Annehmlichkeiten zu verzichten oder tuns sies nur, weil es gerade chic ist, empört zu sein und irgendwo "gegen" zu sein? 

Diese Betroffenheitskultur mag zwar sinnstiftend sein, ist sie auch zielführend, dient sie denjenigen um die es geht wirklich? Nützt Globalisierungskritik den Opfern der Globalisierung?

Wer steht zu Kompromissen und den eigenen Grauzonen im eigenen bewussten Handeln?
Wer kann Schwächen und gemachte Fehler öffentlich zugeben?

Auf dem Teppich bleiben ... und menschlich veträglich.




P.S.
Ich merke, wie unfertig das ist, was ich schrieb. Trotzdem lasse ich es genau so stehen. Notizen von unterwegs sind immer Fragmente, laut Gedachtes, Momentaufnahmen aus meiner Welt und aus meiner Weltsicht. Ich glaube daran, dass die Welt nur aus dem Subjektiven heraus zum Besseren verändert werden kann. Aus persönlichem Engagement heraus, aus wahrgenommener Selbstverantwortung. Auch dadurch, dass man andere gelten lässt und sie nicht niederschreit. Es gibt zu viel Geschrei, auch digitales.





Klarheit, Bedürfnisse und das gewisse MEHR im Leben

Bewusst eigensinnig
Es passt mir einfach manches nicht mehr. Was ich vorher nur diffus als unangenehm oder unpassend wahrnahm, so als Info nebenbei, wird jetzt ganz KLAR fühlbar und sichtbar für mich. Mit der neuen Klarheit kann ich mich besser entscheiden: WILL ich dieses oder jenes in meinem Leben haben?

Weil ich mich besser und deutlicher wahrnehmen kann, wird das Leben leichter, fordert aber auch zur Konsequenz auf. 

Es kann sein, dass wenn eine sich entwickelt, sie etepete wird. Oder besser; nach aussen so WIRKT. Entschiedener auf jeden Fall und selbstsicherer -- und damit manchmal unbequemer für andere. Die Spreu scheidet sich vom Weizen, auch im zwischenmenschlichen Bereich. Darauf, dass ich nicht komplett zum Einsiedlerkrebs werde, achte ich. Manchmal bin ich im Alltag einfach zu ausgelastet um auf andere Menschen richtig eingehen zu können. Das ist mir sehr bewusst. Ich bin ein eher egozentrischer Mensch. Zu sehr spielen manchmal eigene Bedürfnisse die Hauptrolle. Da ich mir klar darüber bin, arbeite ich daran, zwischendurch innerlich ruhiger zu werden, damit ich auch mein Gegenüber besser wahrnehmen kann. Ich selber zähle und darum will ich auch den anderen zählen lassen. Daran arbeite ich. Noch ruhiger zu werden im sozialen Kontakt.

Raus aus der Entweder-oder-Falle
Menschen in Gruppen waren auch noch nie mein Ding. Zwar kann ich jetzt auch in Gruppen besser bei mir bleiben, aber anstrengend finde ich es nach wie vor. Zu viel Impulse, zu laut! Ich behalte mir vor, zB bei einer Feier früher heimzugehen als alle anderen. Weil bei mir bereits früher GENUG ist als bei anderen. Nicht alle verstehen das. Aber ich argumentiere bei Fragen nicht mehr lange rum oder fühle mich schuldig, sondern sage recht deutlich und bestimmt, dass es für mich so stimmt. Die Scham ist weg. Und ich bin aus der Entweder-Oder-Falle raus: Entweder ich oder die anderen. Beides hat Platz. Ich kann in Gesellschaft sein -- und ich kann meine Ruhe haben. Nicht gleichzeitig, aber nacheinander ;)

Ich will MEEHR!
Je besser es mir geht, desto klarer wird mir auch, dass ich noch tiefe Sehnsüchte in mir habe, denen ich nachgehen muss. Ich habe sie tief genug vergraben, um nur gelegentlich von ihnen gestört zu werden. Auf Dauer geht das natürlich nicht. Ich habe mir an der Umsetzung meiner Träume mehrere Male komplett die Pfoten verbrannt,  und daher bin ich vorsichtig geworden. Das hat mich Resignieren lassen. Ich habe zuviel Energie reingesteckt. Mir wird nun nach und nach bewusst, woran ich gescheitert bin, ich will mich dem stellen. Darüber schreiben will ich gerade nicht.

Sehnsüchtig -- und doch selbstfürsorglich sein
Eines wurde mir dabei klar: Wenn ich aus reiner Bedürftigkeit heraus handle, ist die Gefahr grösser, in die Falle zu gehen. Je brennender eine Sehnsucht ist, desto mehr bin ich bereit, über meine Grenzen zu gehen. Doch je mehr ich mich kennenlerne, desto besser kann ich auch meine Beweggründe verstehen. Wenn etwas brennt, kann man es auch mal so lange brennen lassen, bis der Kopf wieder klarer ist. Ganz ohne Verstand kann und will ich nicht leben.

Beides, Kopf und Herz in Einklang zu bringen, scheint mir ein gangbarer Weg um zu diesem MEHR im Leben zu kommen!

Montag, 10. Juli 2017

Schutz und Grenzen sind ok

Ich darf mich schützen, das wird mir zunehmend bewusst. Es ist ok, gewissen Menschen und Situationen aus dem Weg zu gehen. Vor allem wenn ich mich gerade unsicher fühle. Das hat mit Feigheit und Schwäche nichts zu tun. Ich darf auch Termine absagen oder verschieben. Und wenn es jemand anderem nicht gut geht, heisst das nicht, dass ich verantwortlich wäre. Grenzen zu setzen ist ok und gesund.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Die Schönheit der Seele / Die Liebe

Nach gesellschaftlichen Normen bin ich nicht schön, ja, die meisten Menschen entsprechen diesen Normen nicht. Manchmal ist die Angst da, dass das Geliebtwerden-Können und LIEBE von äusseren Faktoren abhängig sind. Ist es nicht. Äusserliche Schönheit und die Kraft des Körpers -- beides vergeht. Doch die Liebe ist unvergänglich, weil die Seele unsterblich ist. Wenn in einem Menschen die Seele leuchten darf, ist dieser Mensch schön, denn die Seele ist pure Schönheit. Und Liebe ist IMMER da.

Samstag, 1. Juli 2017

Kleinste Gärten (15)

Kleinste Gärten -- Home Edition (1)

Mangels eines Gartens, einer Terrasse oder eines Balkons, dienen mir halt die Fenstersimsen meiner Wohnung als Pflanzflächen. Auf vier von fünf Fenstersimsen grünt es in Blumenkästen. Alles zu meiner reinen Freude und zur Nutzung durch Blattläuse, Hummeln, Ameisen, Bienen, Ohrwürmer, Wildbienen, kleinste Schnecken, Schwebfliegen, Steinläufer, Nematoden und viele un- oder kaum sichtbare Wesen usf. Nur die stets masslosen Raupen werden von mir entfernt ;)

Gekaufte Pflanzen gehen mir oft ein, zu extrem die Standorte. Ich sammle darum Samen und Ableger von (Wild)Pflanzen und es geht jedes Jahr experimentell zu und her. Zwischendrin gibt es auch mal Gekauftes, was sich bewährt hat.

Platz für "mehr Natur" ist auch um die/in der kleinste/n Hütte ...


Mein Badezimmerfenster (Trockener Standort, 3. OG Mansarde, Nordnordost)


Badezimmerfenster rechter Teil 
Badezimmerfenster, die ganze Reihe

Nachtkerzen (werden nächstes Jahr blühen), eine Kamillenart (?), Löwenzahn, Johanniskraut, Mauerpfeffer, Bauernsenf oder anderes kresseartiges Pflänzchen (?), Hauswurzen, Moose etc. und was der Wind so daherträgt!

Badezimmerfenster Detail





Mittwoch, 28. Juni 2017

Anderswo in Bloggersdorf (13)

Interessantes und Teilenswertes aus den Blogs und dem www.


Märchen im Schuhkarton und andere schöne selbstgestaltete Dinge gibt es bei Beo auf dem Blog zu sehen.

Ein Blog über den ich erst kürzlich gestolpert bin, ist derjenige von Roe Rainrunner. Zum Lachen gebracht hat mich der Post Geschlechtsreife Grossstädter.

Metamorphose. In der Kinderstube der Marienkäfer war Vera von artifactumverabilis zu Besuch.

Ebenfalls neu auf meiner Leseliste ist die Notaufnahmeschwester. Empfohlener Post: Mit alternativen Heilmethoden heilt eben auch nicht alles, schon gar nicht auf der Notaufnahme ;)

Mit Feuer und Farbe ist Lorkyn vom Blog Dark Wooden Path am Werk. Ihre Brandmalereien sind einzigartig und kunstvoll.

Wo die alten Götter hin sind? Man findet sie auf den Strassen von Berlin, gelegentlich. Recherchiert von Herrn Ackerbau aus Pankow.

Trockener Humor eines Altenpflegers im Heimalltag. Eigentlich muss man den Altenheimblogger gar nicht mehr empfehlen, weil er schon sehr bekannt ist. Ich mach es trotzdem. Leseempfehlung: Leihfrau.

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Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Montag, 26. Juni 2017

Körperformen / Selbstakzeptanz / Fettaktivismus (TV-Tipp)

Zu diesen Theman habe ich auf Kalis Boudoir schon mehrfach geschrieben.

Heute möchte ich auf eine kommende Fernsehsendung hinweisen. Nicola Hinz von Candybeacheditorial wurde von Frau TV zum Thema Fettaktivismus interviewt: der Beitrag wird am 29. Juni um 22.10 Uhr in der Sendung gezeigt.

Einer der besten Beiträge, den ich je zum Thema Körper/Selbstakzeptanz gelesen habe, ist von Nicola. Darin wird deutlich, wie Normierungen/Schönheitsideale bereits eine Kindheit versauen können. Ich werd nicht müde, immer wieder auf diesen Post hinzuweisen, weil ich ihn wichtig so finde: Graue Vorzeit

Jeder Mensch hat das Recht auf den EIGENEN Körper.

Samstag, 24. Juni 2017

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 2

Es ist wieder passiert
An dem Tag, an dem ich über die Hitze im Büro schrieb, ist es mal wieder passiert. Durch die furchtbare Hitze im Raum und ein System/eine Software/das Content Management System, das/die ich bei der Arbeit nicht verstanden habe. Da war nur noch Mattscheibe, aber komplett.

Mein Hirn war einfach leeeeer. Niemand da.

Auch wenn der Mensch, der neben mir sass, mir geduldig -- und immer wieder -- half. Und sagte, jetzt musst du da und da klicken -- ich sah es einfach nicht (mehr). Das Nebeneinandersitzen hat es nicht verbessert. Da fühle ich mich sowieso schnell gestresst. Auch das Sehen ging nicht mehr wirklich: Ich klickte mich durch wie ein wildgewordenes Huhn. Mir verschwomm es vor den Augen. Danke, Hirn!

Was sonst nicht meine Art ist; wie wild rumzuklicken. An diesem Tag fühlte ich mich wie der legendäre DAU, der "dümmste anzunehmende User". Und für den ist dieses CMS auf jeden Fall schon mal nicht gemacht ;)

Vor Scham lieber sterben ...
Der Erklärer gab sich alle Mühe, aber der Groschen wollte bei mir einfach nicht fallen. Es war mir so peinlich. Ich wurde hektisch und ich nervte ihn. Was mir klar war. Irgendwann wurde er immer wortkarger. Habe dann noch alleine weitergearbeitet. Das Resultat sehe ich nächste Woche.

Auch wenn jemand Geduldiges mir hilft, verstehe ich nicht immer alles. Wenn ich mal dermassen feststecke, braucht es oft mehrere Anläufe und Pausen (manchmal Tage) dazwischen, damit ich mich wieder beruhigen kann. Vielleicht wird jetzt auch klar, warum der Stresstest für mich so wichtig war.

In diesem Fall war auch die Software des CMS mein zusätzliches Problem (zur Hitze, dem Neulernen und dem Nebeneinandersitzen), da die Nutzerführung alles andere als intuitiv zu verstehen ist. Alle Oberflächen sahen anders aus, sind anders strukturiert und ich wusste nie, in welchem Hierarchiebereich der Website ich nun bin.

Und dann ...
Schlussenlich habe ich mir viiiel Zeit genommen, die ganzen Prozesse durchzuspielen, um sie besser zu verstehen. Zeit die ich eigentlich nicht hatte, da sich nebendran die Arbeit stapelte. Doch beim Erklärer war es ja genauso. Er hat sich für mich extra Zeit genommen, mir zu helfen, obwohl er die selber auch nicht hatte. Und dann verstehe ich es nicht mal ....

Ich hatte ja bereits eine Schulung zu dem Ding. Aber ich verstand an dem Morgen nur Bahnhof, machte komplett zu. Da die Abteilung, die das veranstaltet hat, permanent überlastet ist, und die Leute dadurch oft gestresst, hab ich es dann auch aus Angst wieder schleifen lassen, mich weiter damit zu beschäftigen. Bis ich das System dann doch wieder gebraucht hab ... seufz

Was hilft?
Mich immer wieder dahinterzuklemmen. Pausen zu machen. Den Mut und den Selbstwert zu behalten. Ignorieren, was mein Hirn dazu laufend an Bewertungen produziert ("der denkt jetzt sicher du bist blöd", "du versagst ja schon wieder" etc. pp.). Mich selber in meiner Not ernst zu nehmen. Zu wissen, dass auch andere, die nicht viel damit arbeiten, mit diesem System rechte Mühe haben. Die Gewichtung aus der Situation rausnehmen (ich nutze das Programm sehr selten und punktuell), werde also nicht von nun an täglich gestresst sein ;)

Wie weiter ...
Ob das was ich produziert habe, nun läuft, weiss ich noch nicht. Das werde ich nächste Woche sehen. Aber ich habe jetzt erste Ansätze begriffen -- und kann nun auch endlich das Manual nutzen, das ich am Tag der Schulung bekommen hatte. Nicht mal das half mir nämlich.

Sonst gilt bei Systemen/Geräten in der IT ja (zu Recht) stets die goldene Regel, bevor es ans Beantworten von Userfragen geht:

RTFM! Read the fucking manual! ^_^



(Fortsetzung folgt)

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 1

.. wahrscheinlich heisst das anders. Mir geht es darum, zu schildern, wie drastisch ich es empfinde. Ich meine damit die Denkblockaden, die sich bei mir einstellen, wenn ich unter Druck komme.

Demenz nenne ich es deshalb, weil ich plötzich auch einfache Dinge nicht mehr kann oder weiss, die mal gut gingen, die sonst selbstverständlich sind. Oder ich es einfach nicht schaffe, neues Wissen aufzunehmen. Was andere oft nicht nachvollziehen können. Dann kommt etwas ein "aber das ist doch nicht so schwierig!". Dadurch wird alles nur noch schlimmer. Ich fühle mich dumm und behindert dadurch. Da ist nur noch ein weisses Rauschen in meinem Kopf. Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Natürlich kommt das Denkvermögen bei mir nach und nach wieder zurück, das schon. Aber es kann auch sein, dass ich eine Sache oder Aufgabe aufgebe, weil es mich zu sehr stresst.

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Es gibt Momente, da stehe ich neben mir.  Früher war das ein gewohnter Zustand, sobald es um Ausbildung oder Arbeitsleben ging. Mit kurzen und längeren Zeiträumen, in denen es leichter war, weil ich etwas tun konnte, in dem ich gut war oder mich sonst sicher fühlte. Die Blockaden können aber auch auftreten bei Dingen, die ich gerne mache, zum Beispiel bei Leistungsdruck, Abgabeterminen etc. Ich erkenne es heute als eine vorwiegend soziale Angst.

Heute ist es meistens leichter, auch im Alltag, also hat sich das Verhältnis umgekehrt. Innere Ruhe ist meistens da -- und die Blockaden nur noch gelegentlich. Ich habe mich, auch Dank der Psychotherapie, nach und nach "umprogrammiert". Das hat Jahre gebraucht, soweit zu kommen, dass ich unter anderen Menschen in der Arbeitswelt in einem Büroalltag nicht komplett dauergestresst bin.

Zudem lerne ich einfach anders als andere. Eher optisch und assoziativ: Wenn in einem Lehrbuch jede Seite gleich aussieht, prägt sich mir nichts ein. Wenn ich Tabellen oder Grammatik auswendig lernen muss, fällt mir das wieder "aus dem Speicher". Ausser ich kann etwas damit assoziieren oder es hat zB zusätzlich Bildergeschichten/Fotos auf den Seiten. Dafür kann ich mir alle möglichen Verbindungen, unnützes Wissen und viele Wörter fremder Sprachen merken. Alles was ich ohne Druck lerne und in entspannter Umgebung, geht oft spielerisch leicht und bleibt mir im Kopf. Ich kann Wissen im Grunde schnell aufnehmen und auch in Verbindung setzen. Nur eben ...

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Ich habe Jahre mit diesen Angstzuständen und sozialen Ängsten verbracht. Mir fehlen im Vergleich zu anderen Berufsleuten, circa 10 Jahre Berufserfahrung einfach dadurch, dass ich psychisch erkrankt war. Von 17 bis 27 Jahren hab ich mich arbeits- und ausbildungstechnisch irgendwie durchgehangelt und vor allem diese Angst, diese Blockaden, zu vermeiden versucht. Zwischendrin dann wieder (Erschöpfungs)Depression. Unaushaltbar schien mir vor allem die Angst.

Therapie hatte ich genug. Heute denke ich, da hätte man therapeutisch anders damit umgehen können/müssen. Aber es ist eben so gelaufen, wie es lief.

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(Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kreislauf an Hirn

Möchten Sie jetzt das System herunterfahren?


Ogottogott ist das heisss im Büro...


Mittwoch, 21. Juni 2017

Neue Energien, mehr Freude :)

Diesen Frühling bin ich an einer Stelle gestanden an der mir bewusst wurde: SO NICHT. Der extremste Punkt der Verzweiflung (seelische Starrheit und körperliche Schmerzen) war kurz aber extrem heftig. So, dass ich wirklich erschrocken bin.

Mir wurde in dieser Krise bewusst, dass ich die letzten Jahre mit der Überzeugung -- "ich muss da durch" -- einfach immer stur Tag um Tag weitergegangen bin, auch dann, wenn ich (so) eigentlich nicht mehr weitermachen wollte.

Plan B fehlte mir. Eigentlich fehlte überhaupt ein Plan. Und das machte mich fertig. Ich brauche sowas, einen Sinn. Das war teilweise eine wirklich freudlose Zeit voll reiner Pflichterfüllung. Pflichterfüllung als Lebenszweck hat noch nie zu mir gepasst. Das fühlt sich fremd an, ist mir auch fremd. Da will ich raus, aus diesem Modus.

Ich will auch den Alltag anders leben. Dass die Energie in meinem Leben mit mir steigt und fällt, dass ich meinen Alltag selber gestalte, auch mental vor allem, das merke ich erst jetzt, nach und nach. Und es beginnt nun auch im Arbeitsalltag eine lebendigere Zeit für mich. Sie ist bereits da.

Mehr aus der Kraft, der lebendigen Freude heraus. So Will Ich Leben. Und da ist er plötzlich, der Plan! Ich habe immer gemeint, es geht um etwas Äusseres, um "konkrete" Lebensziele, eine "Sache", wie zB eine neue Stelle oder eine Weiterbildung.

Doch was ist konkreter als Lebensfreude?!

Meine Bedürfnisse achten (Selbstachtung)

Ich habe mir eine neue Klarheit erarbeitet und angewöhnt, wie ich mit Ansprüchen umgehe, die von anderen kommen, und die für mich nicht stimmen. Das war vorher sehr schwierig für mich.

Vorher versank ich in entweder in einer Grübelhaltung (hab gewusst, dass es nicht stimmt, aber die Entscheidung ewig hinausgezögert), hab eine Ausrede erfunden, oder mich anderswie entzogen, wurde verbal aggressiv (ohne dass mir klar war weswegen) oder ich machte (auf meine eigenen Kosten*) mit.

Inzwischen kann ich meine eigenen Bedürfnisse ganz klar formulieren, ohne deswegen in Scham- oder Schuldgefühlen zu versinken. Ich übernehme die Verantwortung für mein eigenes Leben und auch für die Klarheit darin. Mich klar zu äussern, finde ich befreiend.

Keine ständigen Vernichtungs- und Unwertgefühle mehr deswegen zu haben, da ist viel LAST von mir weggegangen. Ich übernehme für meine Gefühlswelt und mein Wohlbefinden die Verantwortung und bleibe bei mir.

Ich übernehme nicht mehr die Verantwortung für die Gefühle der anderen deswegen. Ich lerne auch selber, Übergriffe anderen gegenüber zu vermeiden. Manchmal gehts leichter, manchmal etwas schwerer. Doch es geht mir allgemein immer besser.

Co-Abhängigkeit adé!



Was für ein Meilenstein!







* Verwirrung, gegenseitige Grenzüberschreitungen, Reizüberflutung, Erschöpfung etc


Dienstag, 20. Juni 2017

Was passiert eigentlich mit den ganzen Geräten

... die noch gut sind? Wenn das Gerät länger hält, als der Akku, der neue Akku dann aber mehr kostet als ein neues Gerät? Die neue Simkarte, im Notfall, nicht mehr in ein altes Gerät passt. Die Garantie pünktlich zum Festplattencrash des Laptops bereits erloschen ist. Usw. usw. Es ist eine gigantische Verschwendung: Schmeiss weg, kauf neu!

Die Sofaheldin hatte auch bereits einen Post dazu. 

Montag, 19. Juni 2017

Im Körper daheim

Inzwischen finde ich mich selber ok, aussen und innen. Es passt alles immer besser zusammen! Ich fühle mich sehr wohl mit mir. Das bin ich. Und für mich ist das das Wichtigste überhaupt: Mich selbst zu sein.

Sonntag, 18. Juni 2017

Stresstest

Medizinischer Stresstest
Aus Neugier und Interesse habe ich mich einem medizinischen Stresstest unterzogen. Im Rahmen dieser (voll von mir bezahlten) Stressuntersuchung wurde bei mir festgestellt, dass ich eine leichte Nebennierenschwäche habe, Cortisol ist zu niedrig, Serotonin ist zu niedrig usw. Dagegen ist die Herzratenvariabilität (24h-Messung) ausgezeichnet, sogar überdurchschnitlich gut.*

Vorgeschlagen wurde von der Ärztin für die Nebennieren eine ganz leichte Cortisontherapie über mehrere Monate. Am Tag 2 der Einnahme hatte ich bereits eine Matschbirne, hatte unkontrollierbaren Heisshunger auf Süsses und fühlte mich emotional destabilisiert (wie schon länger nicht mehr).

Ich habe dann beschlossen, dass ich das nicht will und es sein lassen. Wahrscheinlich wird Frau Doktor beim nächsten Termin nicht sehr entzückt sein, aber das nehme ich in Kauf. Sie kennt mich und meinen Sturkopf schon. Und hat zum Glück inzwischen auch eine grosse Achtung vor meinem guten Körpergefühl.

Medi: Ich kenne es von anderen Medikamenten; erstmal ca. 5 Wochen Achterbahn, bis sich alles richtig eingependelt hat. Ich bin nicht hochsensibel, sondern hypersensibel ... Fakt.

Zweiter Vorschlag: Mikronährstoffmischung. Sackteuer und ich müsste alles selbst bezahlen. Würde über 2300 CHF pro Jahr kosten! Wahnsinn. Ich habe mich entschieden, dass ich auch das nicht will. Auf jeden Fall gibt es im Bereich Mikronährstoffe Gutes, ich schliesse es für mich nicht komplett aus. Aber ich versuche für mich, den Weg anders zu gehen. Auf jeden Fall nicht dieses grosse und teure Programm.

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Meine Lebensqualität ist inzwischen sehr gut geworden (die meiste Zeit) und ich arbeite weiter daran, diese zu verbessern. Das mache ich daran fest, dass ich grösstenteils souverän handeln kann, ohne im Dauerstress oder Kopfnebel zu sein und ewig Erholung zu brauchen. Die Erholungsintervalle sind weitaus kürzer geworden, das merk ich. Ich fühle mich auch die meiste Zeit meines Lebens nun fit, handlungsfähig und wach. Dass die körperlichen Reserven erst daran sind, sich wieder aufzubauen, ist mir bewusst, das spüre ich. Aber den Kopfnebel durch ein Medi, auch wenn es nur vorübergehend ist, den brauche ich deswegen mir nicht antun. Nach wie vor nehme ich noch ein niedrig dosiertes Antdepressivum.

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Die interessanten Kommentare zum Eisen waren auf jeden Fall schon aufschlussreich! Vielleicht lässt sich auch zum Aufbau der Nebennieren noch was finden.

Und vor allem will ich: Weiter an der Stressreduktion dranbleiben. Den Körper mit Nahrung versorgen, die mir gut tut. Wenig Reiz- und Genussmittel zu mir nehmen. Für mich Unverträgliches (zB auch gewisse Situationen) und allgemein Stress meiden, wo ich kann.

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* Ich bewege mich mit vorgenannten Untersuchungen sicher im Bereich der "Luxusmedizin", das ist mir bewusst. Dieser Post hier soll auch keine Werbung sein, sondern es sind einfach meine Erfahrungen.

Mehr Selbstfürsorge leben. Das war die Botschaft.

Mir hat die Untersuchung vor allem für mein Selbst-Verständnis geholfen, ich weiss jetzt noch besser, dass ich mir selber, und meinem Gefühl für mich, trauen darf. Ich realisiere den Stress, der hinter mir liegt erst jetzt so richtig. Ich habe es nun tatsächlich schwarz auf weiss auf einem Blatt stehen ... 


Donnerstag, 15. Juni 2017

Eisenmangel energetisch betrachtet

Wers nicht esoterisch und drauflosgeschrieben mag, bitte woander weiterlesen. Danke.

Nachdem bei mir der Eisenmangel festgestellt wurde, begann ich auch auf der energetischen Ebene zu "ermitteln". Die medizinischen Zusammenhänge/Ursachen/Symptome etc. lasse ich jetzt mal weg, das googelt sich leicht und das können andere besser erklären. Zudem gibt es auch ganz verschiedene Betrachtungsweisen je nach Art, Ausrichtung und Lehre einer Medizin.

Energetisch
Dass Eisen erdet, klingt für mich logisch. Die Erde besteht zu einem grossen Teil daraus. Eisenmangel, mangelnde Erdung. Mangelnde Erdung, Eisenmangel.

Eisen - Blut - Leben. Eisenarm. Blutarm. Lebensarm.

Ich begann damit herumzuspielen! Und fand immer neue Zusammenhänge.

Für mich ist dieser Weg der Assoziation ein persönlicher geworden. Ich haue niemandem mehr Zitate aus der Büchern von Louise Hay um die Ohren; "du musst nur XyZ etc erkennen dann ...". Neee, solche Leute meide ich inzwischen selber grossräumigst ;)

Doch ich nutze diesen Weg der Assoziation, um mich selber besser zu verstehen.

Bei Louise Hay steht unter Anämie: Angst vor dem Leben, Mangel an Freude.

Metall verleiht seinem Träger Macht, heisst es im Fengshui. Eisenmangel als Krankheit der Machtlosen? da fand ich eine andere Spur.

Freudlosigkeit und Ohnmacht? Da wurde ich fündig! Mich der materiellen Welt und dem Dasein entziehen zu wollen, das ist ja auch ein Thema bei mir.

Nach und nach war ich bei meiner Spurensuche erfolgreich: Mein Mangel war kein Fehler, sondern ein deutlicher Hinweis darauf, dass ich mich freudlos von der Welt abwandte.

Ich weiss nicht mehr, an welchem Punkt sich das geändert hat, doch jetzt empfinde ich es anders und das Eisen bleibt jetzt auch besser bei mir. Ich bin von der anderen Seite her gekommen: Eisen "auffüllen" und das Leben wieder spüren. Auch wenn manche (Alternativ)Mediziner da aufschreien mögen ... *grins*


Quellen:
  • Bücher von Louise Hay zB: "Heile deinen Körper"
  • Pura Maryam Website (zu dieser Website sage ich nur; die Dosis macht, dass die Medizin kein Gift ist)
  • Weiteres interessantes Buch zu energetischen Hausmitteln: Der magische Haushalt (von Monnica Hackl)


Alles psychisch? Nein. Alles gehört zusammen. (2)

Hier gehts zu Teil 1

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(Bitte P.S. beachten!)

Die Stressmedizinerin hatte ich im Internet gefunden, wobei das mit der Stressmedizin habe ich da noch nicht wirklich wahrgenommen. Mir ging es in erster Linie eben um die Eiseninfusionen. Klingt ein bisschen nach Junkie, seufz. Doch mein Befinden hatte sich durch die ersten Infusionen dermassen verbessert, dass ich diesen Weg einfach weiterverfolgen wollte. Da war mehr dahinter, das spürte ich. Dermassen frappante Unterschiede bei meinem Wohlbefinden hatte ich vorher selten erlebt.

Diese weiteren Infusionen bekam ich dann in der neuen Praxis auch, nach dem meine Blutwerte dort gecheckt worden waren. Da es sich beim richtigen "Eisenwert" um eine individuelle Sache handelt, wird in dieser Praxis auch indivduell vorgegangen. Vitamin B12 Vitamin D3 werden ebenfalls ergänzt. Zusammen mit Akupunktur, die ich wegen meiner Rückenverspannungen erhielt und der einfühlsamen Art der Ärztin, spürte ich nach und nach eine wirkliche Besserung. Nach einigen Unverträglichkeiten (zB Zusatzstoffe von Medis, hochdosiertes Magnesium), lernte die Ärztin auch, dass meine Wahrnehmung für meinen Körper stimmt. Dadurch wuchs auch mein Vertrauen in sie. Ich habe mich von ihr ernst- und wahrgenommen gefühlt. Ich kann mich in dieser Praxis äussern, ohne als Hypochonderin angeschaut zu werden. Ahhh .. was für ein Weg bis da!

Dazu muss ich sagen, dass ich weiter an mir gearbeitet habe, damit ich weniger Stress in meinem Leben habe. Ich hab nicht nur den Arm hingehalten und die Ärztin pieksen und machen lassen. Ich habe mich auch selber um mich gekümmert, richtig zu kümmern begonnen. Ich habe mich intensiv auch mit meinem hausgemachten Stress beschäftigt, damit ich diesen reduzieren konnte.

Seit der ersten Stunde in dieser Praxis und heute sind fast 5 Jahre vergangen. Und mit Ups und Downs zusammengenommen kann ich sagen: Es hat sich so sehr gelohnt, dran zu bleiben!

P.S.: Jeder Mensch ist ein individuelles Wesen und hat andere Ansprüche, einen anderen Organismus und hat seinen ganz eigenen Weg. Mir geht es hier darum, über _meinen Weg_ zu schreiben. In meiner eigenen Art -- und aus meiner Sicht heraus -- zu schreiben. Ich empfehle weder eine bestimmte medizinische Behandlung noch kann ich anderen Menschen medizinische Ratschläge geben, denn dazu bin ich nicht berechtigt und das will ich auch nicht.

Aber wozu ich allen Menschen (vor allem mit psychischen) Problemen Mut machen möchte: Kümmert euch darum, wahr- und ernstgenommen zu werden! Lasst euch nicht beiseiteschieben. Nehmt euch selber ernst und pflegt euch, so gut ihr könnt. Auch wenn es manchmal schwer ist, das Schwerste überhaupt ist: Seid gut zu euch! So gut ihr könnt, seid gut mit euch. Seid stur. Lasst euch nicht nur schnell schnell medizinisch abspeisen. Nicht nach der Methode: Deckel drauf/Medi rein -- und gut is ... der Nächste bitte!

(Fortsetzung folgt)

Alles psychisch? Nein. Alles gehört zusammen. (1)

"Sie wissen doch, dass es psychisch ist, warum gehen Sie trotzdem noch zu den somatischen Ärzten?" 

Das fragte mich meine Psychiaterin vor ein paar Jahren. (Ich muss dazu sagen, ich verdanke ihr sehr viel, sie ist äusserst fähig, aber an diesem Punkt war ich nicht mit ihr einig und an einigen anderen auch nicht).

In einer akuten Krise mit starker körperlicher Schwäche war ich damals in eine Hausarztpraxis gegangen, statt mich gleich bei ihr zu melden. Ich fühlte mich (psycho)therapiemüde und diese Frage machte mich daher etwas ratlos und beschämte mich.

Ich sagte dann zur Psychiaterin dann irgendetwas in der Art von dass es mir eben gut tue, wenn sich auch körperlich um mich gekümmert würde. (Uhhhps, Hypochonderfalle .. das war blöd, doch es war das, was ich eben auf die Schnelle als Begründung zusammenbrachte, weil ich mich rgendwie dumm und ertappt fühlte).

Die körperlichen Beschwerden spürte ich ja ganz genau! Es war, als könne ich nicht mehr genügend Atmen, als würde mein Körper nie genug Sauerstoff bekommen. Die Eiseninfusion in der Hausarztpraxis hat mir dann auch etwas geholfen. Das war ein erstes grosses Ahaerlebnis. Ab da liess mich das nicht mehr richtig los, dass es auch anders besser werden kann.

- - -

Heute würde ich ihr antworten: Wenn man von Psychosomatik und von psychosomatischen Beschwerden redet, also von der Zusammengehörigkeit von Körper UND Seele, dann gehört eben beides auch zusammen, oder? Dann darf doch auch der Körper angeschaut und behandelt werden?

Warum wird in der Medizin der Mensch in Fachgebiete aufgespalten, als wäre er eine Maschine, deren Teile man separat reparieren und dann wieder zusammensetzen kann? Oder gar eine Maschine, deren Teile keinen direkten Zusammenhang haben? Das wundert mich einfach. Wissenschaftlich ist das nicht zu begründen, nur ideologisch.

- - -

Heute weiss ich, dass ich zu dem Zeitpunkt einfach erschöpft war vom jahrelangen Kämpfen, meinen Weg in die Gesellschaft zu finden, dass eben auch mein Körper ausgelaugt war. Vorher wurde zB mein (niedriger) Eisenwert nie richtig ernst genommen oder behandelt. Das war eben "psychisch bedingt" dass ich mich oft so schwach fühlte.

Kurz darauf liess ich dann auch diese Hausarztpraxis hinter mir. Weitere Eiseninfusionen wollten sie mir dort nicht mehr geben (nach 2x), stattdessen bekam ich diese Eisentabletten, von denen mir übel wurde. Ich machte mich auf die Suche nach jemandem, der sich mit dem Eisen auskennt. Und fand eine Stressmedizinerin, die mir helfen konnte.


(Fortsetzung hier)


Dienstag, 13. Juni 2017

Im Stillen wirken

Das ist mein Ding. Je mehr die Welt spinnt, desto mehr igle ich mich ein, schotte mich ab. Schlechte Nachrichten verdaue ich sehr schlecht, sie setzen mir zu. Und das lasse ich nicht mehr zu. Ich nehme es in Kauf, weltfremd zu wirken, nicht informiert zu sein, nicht Bescheid zu wissen.

Informiert zu sein, nützt mir nämlich gar nichts gegen meine Angst vor der Welt. Sie wird dadurch nur stärker. Meistens sickert es dann doch wieder durch, wenn irgendwo wieder etwas Extremes und Schlimmes passiert ist.

Jetzt, wo es mir selber gut geht, bis sehr gut, bewegt mich der Gedanke, wie ich ich zu einer besseren Welt etwas beitragen kann und wie mein Beitrag genau aussehen soll. Da bin ich dran. Und das meine ich mit "im Stillen wirken". Etwas tun, so wie ich es eben vermag und wie es für mich stimmt. Ohne mich wieder zu verlieren, sondern mit meiner eigenen Präsenz standhalten und strahlen. Gegenüber dem Zerstörerischen, was in der Welt ist.

Kleinste Gärten (14)

Ein fast unsichtbarer Garten

Ein grauer Brocken Jurakalk vor einem Materiallager am Wegrand
...
...

Samstag, 10. Juni 2017

Bedürfnisse und Klartext

Ich übe mich in klaren Ansagen im Alltag. Fällt mir nicht so leicht. Doch mit zunehmender Übung wird es auch besser. Und es erleichtert mein Leben. Wenn ich zu jemandem sage: "Das stimmt für mich nicht", dann schaffe ich Fakten. Da gibt es nichts daran zu deuteln und ich rede in einer Ich-Botschaft. Wenn mein Gegenüber dann eingeschnappt ist, sich abkapselt, statt sich einem Dialog mit mir zu stellen, ist das nicht mehr mein Problem. Ich will anderen ihre Emotionen nicht mehr abnehmen.

P.S. Auf diese Weise bringe ich viel mehr Ruhe in mein Leben, wie mir auffällt. Ruhe die ich auf die Art und Weise gar nicht kenne. Und ich muss auch selber nicht mehr angriffig werden, auch nicht misstrauisch abwarten, denn weder Angriff noch Flucht sind (gerade) nötig.

Montag, 5. Juni 2017

Sprüche (1)

Schon als Teenie hatte ich einen Zettelkasten mit Sprüchen, Zitaten, Gedichten. Mehrere Hundert von "Weise" über "Poetisch" bis "Blöd" habe ich gesammelt. Es wird Zeit, auf dem Blog mal eine neue Rubrik einzuführen.

Den Zettelkasten habe ich immer noch, allerdings wird er schon länger mehr ergänzt, also nicht mehr handschriftlich geführt. Sprüche speichere ich jetzt auf dem Handy. Vielleicht packe ich mal ein paar der alten Schätze aus. In der Zwischennzeit kommt Aktuelleres, Aufgeschnapptes, wenn mir die Quelle bekannt ist, gebe ich sie an. Für Ergänzungen und Hinweise bin ich dankbar, falls jemand mehr weiss!




Ob das in der heutigen Zeit noch stimmt ... *haha* Daher habe ich den Nachsatz in weisser Schrift dazugeschrieben.

Das Design habe ich mit Canva erstellt (lässt sich via Google-Account nutzen). Leider läuft die App nicht auf Android Handys, was ich zu spät realisiert hab, daher hab ich sie mir leider umsonst runtergeladen und nutze jetzt halt die Desktop-Version am PC.

Samstag, 3. Juni 2017

Handycrash

Ich bin ja eine dieser Smartphoneabhängigen, da oute ich mich jetzt mal. Also nicht dass ich als starrer ferngesteuerter Zmombie (Smartphone-Zombie) durch die Stadt laufe. Das nicht.

Aber ich nutze das Smartphone wirklich als All-in-One-Gerät. Vor allem als Kamera, um Infos zu suchen, als Notizblock, Uhr, Countdown beim Wäschewaschen (praktisch wenn man in einer Dachwohnung wohnt und in den Keller muss), zum Kontakthalten mit mir lieben Menschen (via Chatprogramme, Blog, Mail) ... Social Media benutze ich keine, das ist mir zu schnell und zu viel auf einmal (und oft zu seicht).

Telefonieren ist da fast nur eine Nebenfunktion!

Vorvorletzte Nacht ist mir mein gutes Teil dann verstorben. Komplett. Wiederbelebungsversuche blieben wirkungslos. Etwas gewundert hats mich schon, dass mich das so gestört hat. Einige Daten gingen verloren, zB alle meine Audiodateien und Notizen. Doch ich verschmerze es ;)

Ich weiss, wenn ich müsste, könnte ich wieder ohne sein, aber ich muss es ja nicht. IT ist irgendwie mein Ding, auch wenn ich eigentlich kein Techie bin und in vielem nur Basiswissen habe. Aber das www in der Hosentasche zu haben, ist halt schon mein Ding. Am liebsten würde ich es ja kremieren lassen, mein altes Sa-m-sung *grins*

Naja, seit gestern habe ich ein neues Telefon in Gebrauch und bin wieder online ;)

Eine gute Zeit (Dankbarkeit)

Eine gute Zeit, in der ich wieder zu meinen Ressourcen komme, die erlebe ich gerade. Es klärt und lockert sich vieles, auch im Arbeitsleben. Weniger Spannung ist da. Was mich dann auch wieder wundert ist, und was mir jetzt auffällt, ist, dass ich es eben gewohnt bin, mit Spannungen zu leben und diese auch anregend sein (und Depri-Löchern entgegenwirken) können. Und wenn mal keine Anspannungen da sind, empfinde ich: Langeweile *lach* ... Naja, wird dann wohl auch mal Zeit, dieses innere Programm umzustellen. Ich fühle Dankbarkeit ...

Mittwoch, 31. Mai 2017

Kleinste Gärten (13) und Rostparade (3)

Wenn zwei Serien sich finden ... 
Ein kleinster Garten und ein Objekt für die Rostparade von Frau Tonari!



Montag, 29. Mai 2017

Jungbullen auf der Weide (Lackschäden)


Durch die Innenstadt brettern zu schnelle, zu laute, zu schwarze Schlitten mit getönten Scheiben. Und andere fahrbare Waffen.

Es ist Sommer. In der City.

Das Testosteron sinkt wieder in den Bleifuss.

Ja, eines Tages, werde ich --- in einem unbeobachteten Moment --- einen Schlüssel packen und unter seinem sanften und doch nachhaltigen Druck wird der hochglanzpolierte schwarze Lack splittern wie Bitterschokolade. 

Aaaah --- ja.

Sommer in der City, schön!

Kleinste Gärten (12)







Seit Jahren komme ich fast jeden Tag an diesem Zaun vorbei. In der Nähe meines Wohnblocks. Meint ihr, er wäre mir auch nur ein einziges Mal aufgefallen? Nein. Aber plötzlich habe ich ihn gesehen ... Als wäre er neu, dabei ist er es offensichtlich nicht.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Nachgedacht (Spiritualität)

Mir wird bewusst, dass die Spiritualität in meinem Leben wieder wichtiger wird. Dass ich Raum dafür brauche.

Aus einer Laune heraus habe ich mal nach der esoterischen Glaubensgemeinschaft gegoogelt, der ich mal fast beigetreten ... oder auf den Leim gegangen wäre. Wird von offiziellen Stellen als sektenartig angeschaut. Ich habe mir einige fundierte Artikel kritischer Beobachter durchgelesen, und musste mit dem Kopf nicken. Autsch. Gut dass ich da weg bin! Aber das habe ich ja schon damals instintiv gemerkt.

Ich wollte noch ein paar Dinge mehr dazu schreiben und merke, mehrere Text gibt es in meinem Blog schon, ich hab eigentlich schon alles geschrieben, was ich sagen wollte. Hier, Hier, Hier und Hier.

Ja. Immer noch suchend, doch noch wenuger an Regeln interessiert als jemals zuvor und auch nicht willens, feste Glaubenssätze nachzusprechen.

Mein Herz weist mir schon den Weg.




Dienstag, 23. Mai 2017

Kleinste Gärten (11)

Leben ist in der kleinsten Nische. Vor dem Berner Bundeshaus hab ich es mal wieder spriessen sehen, da war ja schon mal was.








Montag, 22. Mai 2017

It's the month of maying

Mir ist gerade nach Mailiedern ;)

Englisch (wo schaut der Typ rechts nur hin?)
Italienisch (Tessin/Norditalien)

Sonntag, 21. Mai 2017

Anderswo in Bloggersdorf (12)

Interessantes und Teilenswertes aus den Blogs und dem www.

Wieder was gelernt: Es gibt "aggressives Abwarten". Ist in diesem Dienstreisen-Post von Herrn Ackerbau zu finden. Dieser sprechende Begriff gefällt mir. Kann mir viel darunter vorstellen ...

Blogparade Angehörigenpflege: Zu dieser Blogparade ruft dergl vom Blog Fädenrisse auf. Mangels eigenen Erfahrungen teile ich hier nur den Link. Vielleicht mag ja jemand von euch mitmachen? Die Parade läuft noch bis zum 1. Juni.

Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt, hier gut zusammengefasst: Überlebensschuld.

Nelly aus Sachsen. Eine Grosststadtsinglefrau erzählt vom Dating und von Männer- sowie Hundeerziehung. Interessante Analogien, kann ich da nur sagen ... ^_^

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Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Freitag, 19. Mai 2017

Seifenblasen ade, hallo Menschsein!

Ich habe mal geglaubt, dass man in seinem Leben an einen Punkt kommt, ab dem es einfach nur noch läuft. Und man «es geschafft hat» und «es begriffen» hat. Dass einem ab da «nichts mehr passieren kann» oder man alle seine Krisen gemeistert hat. Weil man drüber weg ist. Es ist eine Illusion.

Wahrscheinlich wäre es auch recht langweilig so. Sollen da jetzt andere dran glauben. Auch Selbstoptimierung hat ihre Grenzen, wir sind nicht Gott, zum Glück. Menschsein reicht.

Lange habe ich mir immer irgendwelche Ziele gesetzt und gehofft, dass danach alles anders/besser/grösser ... oder was weiss ich ... ist. Ab da hätte ich mich dann gern gehabt, mich gefreut, mich gut genug gefühlt, aber vorher ... Irgendetwas Besonderes hätte es auf jeden Fall sein müssen. Gewöhnlich reicht ja nicht. Pfffffft ....

Aber jetzt habe ich keine Lust mehr, mein Leben augzusparen in der Hoffnung auf andere/bessere/farbigere Zeiten und erreichte, höchst kreative Ziele.

Eigentlich habe ich sogar immer weniger Ziele ... haha ... Und es geht mir besser dabei.

Ja, hin und wieder gibt es tatsächlich einen Höhepunkt, einige neue Erkenntnisse, mache ich etwas Besonderes, aber dann gehen die Lektionen, geht der Alltag einfach weiter. Als Mensch unter Menschen.

So empfinde ich es zumindest. Und ich finde es jetzt sogar ok. Ich weiss nicht, wovon ich vorher geträumt habe. Vom ganz grossen Leben eben. Aber die Seifenblasen sind nun weg und mein Leben ist trotzdem lebenswert.

Um mal den guten alten Rilke zu zitieren: « ... ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen ...». Manchmal sind es eben Schwimmringe am Bauch, und manchmal Augenringe, aber es geht einfach immer weiter ... Und das hat auch was Tröstliches. Es ist so ... menschlich.

Dienstag, 16. Mai 2017

Nach der Achterbahn

Zu einem neuen Selbst-Verständnis finden. Das ist gerade mein Thema.

Mir wird bewusst, dass gewisse Dinge, auf die ich gesetzt habe, plötzlich unwichtig geworden sind.

Ich anerkenne meinen Weg, sehe, dass ich bereits viel erreicht habe. Ob das nach gesellschaftlichen Massstäben reicht -- oder in den Augen von anderen -- wird mir zunehmend egal.

Die Trauer darüber, was hätte sein können wenn ... die schwindet wie Schnee in der Sonne!

Klar, ich könnte beruflich ganz woanders stehen. Könnte Karriere gemacht haben.

Wenn .. mein Leben ganz anders verlaufen wäre. Ist es aber nicht.

Und ich finde es inzwischen ok!

Etwas baff wegen der Achterbahn der letzten Zeit. Einiges war schwierig und fühlt sich immer noch so an.

Weil es mich an was Altes erinnert oder ich mich in der Verantwortung sah/sehe, etwas tun zu müssen. Altlasten.

An einigen Stelle hätte ich loslassen können, wenn ich mich nicht schon so drin verheddert hätte ... usw.

Aber ich mache mir keinen Vorwurf deswegen. Ich vergebe mir das und das ist befreiend. Es geht einfach weiter. Manchmal dienen Schwierigkeiten auch der Klärung und es ist in Ordnung. Manches muss ich eben erst noch sortieren.

Es darf mehr Leichtigkeit in mein Leben kommen. Dadurch kann ich einiges jetzt getrost weglegen, weil es nun nicht mehr zählt. Ich spüre wieder mehr, was ich alles schon erreicht habe.

Ich bin wieder spürbar lebendig.

Samstag, 13. Mai 2017

Der Krieg ist vorbei

... der Krieg in deinem Leben ist doch vorbei, du kannst die Waffen endlich ruhen lassen, sagt mein Freund. Das stimmt.

Doch es ist nicht nur eine Kopfsache. Keine Sache, die ich einfach entscheide und dann ist es so. Deshalb ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt Hilfe brauche. Und diese habe ich auch in Gang gebracht.

Die letzten Monate stand ich dermassen unter Druck, dass ich wieder in den Stressmodus geraten bin.

Geredet über alles, das habe ich in meinem Leben und in der Therapie genug. Aber Reden, das ist wie zu kleine Pflaster aufkleben. Ich kenne Ursachen und Auswirkungen. Nur die Ausmasse des "Krieges", über die stolpere ich immer noch. Lange Jahre meines Lebens wurde ich gehetzt. Das hat mich traumatisiert. Punkt.

Ich scheute dieses grosse Wort lange Zeit: Trauma. Da haben andere weitaus Schlimmeres erlebt. Aber der sich erneuernde Schrecken lähmt mein Leben, Fühlen und Denken, wiederholt. Und zu gewissen Zeiten in einem Ausmass, das mir den Atem und die Lebensfreude nimmt.

Schlimm ist das, was man als schlimm erlebt (hat). Und das ist sehr individuell. Es gibt keinen Massstab.

Ich merke ... wenn ich mir die Wahrheit eingestehen, nimmt der Schrecken ab und auch der Schmerz. Ich werde weicher und menschlicher, fühle mich wieder, fühle mich lichter und lebendiger, statt nur taub zu sein.

Man hat es früher zu lange marginalisiert, wie es mir wirklich geht. Und es ist eine Erlösung, wenn ich mich selber in meiner Not anerkenne.

Da ist seit einer Woche unter Schmerzen leide, ist auch klar, dass es nicht von heute auf morgen gehen wird, dem Frieden zu vertrauen. Vertrauen in andere Menschen ist da, wenigstens zwischendurch. Und das Vertrauen zu mir selber wächst auch.

Ich möchte es wieder fühlen können, dass der Krieg vorbei ist!

Freitag, 12. Mai 2017

Fragen bei Kraftlosigkeit

Die letzten Tage war Kraft- und Mutlosigkeit immer wieder ein Thema für mich. Ich habe mir ein paar Fragen notiert, die mir dabei helfen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

- ist der Kraftaufwand, bei dem was ich gerade tue, verhältnismässig?
- gibt es einen leichteren einfacheren Weg?
- ist es zweckmässig was ich tu oder spule ich es einfach aus Gewohnheit ab?
- ist jetzt der richtige Zeitpunkt? wenn ich gerade keinen Ausweg sehe: ist es evtl Zeit, mich einfach nun zu erholen?
- macht es mir Freude oder «muss» ich es tun? (meine ich es tun zu müssen?)
- was will ich wirklich?

Nach mehreren getroffenen «Massnahmen» muss nun auch mal wieder Ruhe einkehren, das wird mir bewusst.

Das Leben ist eine Pilgerreise

Gute Gedanken über Sinn und Unsinn des Pilgerns hielt Luisa Francia gestern in ihrem Blog fest. Und ein Satz hat sich eingeprägt, der sich auch auf anderes anwenden lässt: Es scheint, dass die kraft für die qual reicht, aber nicht für die lebenslust.

Blog von Luisa


Donnerstag, 11. Mai 2017

Wieder besser

Gestern wirklich am Limit gewesen. Inzwischen wieder ruhiger geworden. Zwei Gespräche geführt, mit Menschen, die mich wahrgenommen haben. Zwei unterstützende Hilfstellungen für mich organisiert. Und jetzt: Ruhig werden und Vettrauen haben, Ballast loslassen.

Dienstag, 9. Mai 2017

Von Mut und unbekannten Zielen

Mut beruht vor allem auf dem Willen, ihn zu haben.

Ellen Key, schwedische Reformpädagogin und Schriftstellerin
(1849 bis 1926)

Das sagt ein Spruch auf meinem Kalender gerade. Ich fühle mich resigniert, willenlos müdegekämpft und frustriert. Als würde mein Leben seit einiger Zeit nur noch in Schwarzweiss stattfinden. Ich habe Mühe, echte Lebensfreude zu empfinden. Wandernde Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich seit einigen Tagen. Mit der Selbstliebe ist es gerade nicht weiter her.

Wenn ich mich genau sortiere, dann erkenne ich einiges. Ich mag nicht mehr kämpfen. Und da muss ich mich halt auch fragen: Warum kämpfe ich überhaupt – und gegen wen oder was? Und wann, verdammt nochmal, ist mein Leben dermassen lustlos geworden?

Mir wird bewusst, dass ich vieles in meinem Leben bisher aus einer reinen Pflichterfüllung heraus erledigt habe. Roboterhaft. Oder ich habe meine hochfliegenden Träume ohne Basis und gleich auf Flughöhe leben wollen, wo ich, so als Mensch, gar nicht hingehöre -- und bin gescheitert. Und so habe ich es irgendwann sein lassen, nach eigenen Wegen zu forschen, zu erkunden, was für mich stimmt im Leben. Wie es für mich besser passen könnte.

Ich habe einfach irgendein Puzzlestück genommen und solange gemurkst, bis es scheinbar gepasst hat. War ja kein besseres da. Nun merke ich, dass es kein Ganzes ergibt, dass ich mir nicht mehr länger ein X für ein O vormachen kann. Kein Selbstbeschiss mehr möglich. Es ist mir nun klar, dass ich anderswo nach dem passenden Stück suchen muss.

Entweder war da bisher einfach zu viel Angst, zu viel Misstrauen meinen eigenen Wünschen gegenüber (nach den Misserfolgen) oder ich habe zu viel Kraft bei Ungeliebtem verloren unterwegs.

Auf jeden Fall war da in den letzten Monaten nicht genug Lebenskraft spürbar für mich, um den Kopf wirklich oben – und den Horizont offen zu halten.

Nun merke ich, dass ich den Kurs anders setzen WILL. Dass die Zeit reif wird.

Wenn ich MEIN Leben leben will, dann muss ich auch selber ans Steuer, das kann ich an niemand anderen abgeben! Und ich WILL es nun auch, denn es fühlt sich gut an. Meine Stärke kommt zurück, wenn ich mir innerlich den Kurswechsel zugestehe! Das stimmt für mich.

Dass ich über das WIE noch nicht Bescheid weiss, stresst mich endlich nicht mehr ..

P.S. . . . Das WIE klärt sich langsam:

Heute habe ich einer befreundeten Heilerin angerufen um einen Termin abzumachen. Den spirituellen und energetischen Bereich will ich nun unbedingt mit dabei haben.Der seltsame Schmerz ist in den linken Schulter- und Armbereich gewandert -- und ich will mich mit ihr besprechen und mich auch von ihr behandeln lassen. Sie ist eine starke und geerdete Persönlichkeit, hat eine sehr gute medizinische Grundausbildung und ist auch im spirituellen/energetischen Bereich erfahren und bewandert.

Ich merke, dass ich an einer wichtigen Schwelle stehe -- und Begleitung mir jetzt nur helfen kann, wenn sie genau für mich passt.


Samstag, 22. April 2017

Anderswo in Bloggersdorf (11)

Lesenswertes aus Blogs und dem www.

Katha von Katastrophal schreibt über Selbstliebe. Der Artikel hat mich sehr angesprochen und berührt.

Szenen beim Kleiderkauf, die wohl viele Frauen kennen auf Hausfrauenseite.de. Musste schmunzeln, weil es mir seehr bekannt vorkam. Irgendwie im Netz darüber gestolpert.

Der Unterschied zwischen einer Kritik und einer Beschuldigung -- und was Scham damit zu tun hat. Kurz und persönlich auf den Punkt gebracht von Schneeweiss/Nachtschwarz.

Wenn Menschen am Rande der (finanziellen/materiellen) Existenz leben, dann wird noch das kleinste Privileg zum Luxus, den nicht alle haben. Gefunden auf dem Blog "Fädenrisse".

Es wird kalt werden, prognostiziert die Schreiberin auf diesem Blog. Ich glaube es auch. Und es geht nicht ums Wetter.

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Wer hier oder in einem der früheren Posts verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail an mich wenden, ich werde den Link dann so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Mittwoch, 19. April 2017

Draussentage vs Bürotage

Verfrorene aber erholsame Ostertage mit dem Lebensgefährten -- alias Reisekamerad -- alias Lieblingsitaliener -- in Stein am Rhein verbracht. Unsere Lieblingsplätze wieder aufgesucht. Und sie immer noch für wunderschön befunden. Dieses Jahr waren nur sehr wenige Leute in den Gassen, es war wohl vielen einfach zu kalt. Die Burg Hohenklingen wartete am Ostermontag auf Gäste, die aber nur spärlich eintröpfelten. Wir wollten sie auch dieses Mal nicht auslassen, die sensationelle Aussicht.

Zurück im Büro die Erkenntnis; achja, Geldverdienen muss ja auch sein. Umpf. Hapere noch mit der Erkenntnis und weiss mich dabei in guter Gesellschaft.

Dienstag, 11. April 2017

Kleinste Gärten (10)




Es löwenzahnt allüberall ... Die tiefgrünen Blätter landen auch in meinem Magen. Abspülen, kurz in Salzwasser aufkochen, abtropfen lassen und dann mit etwas Olivenöl und einem Hauch von Knoblauch geniessen. Mjammm ....

Die Pioniere zwischen den Platten lasse ich natürlich ihr rebellisches Tun weiterverfolgen und bediene mich andernorts.

Mittwoch, 5. April 2017

Was für ein Tag

... Ein von Anfang bis Ende vermurkster Arbeitstag. Ich murkste, andere waren auch irgendwie vermurkst drauf und die Technikgötter waren mir auch nicht wohl gesinnt. Irgendwie hab ich schon morgens gespürt, dass "im Bett bleiben" eine gute Option gewesen wäre. Aber so bin ich ja nicht (mehr). Der morgige Tag kann nur besser werden. Abschütteln und weitergehen...

P.S. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, was ich selber ändern kann. An Murkstagen zeigen sich manchmal Muster. In der letzten Zeit bin ich meinen Aufgaben nur hinterhergehetzt. Selten war Zeit um die künstlichen von den echten Prioritäten zu sortieren. Ich hab mich ins Bockshorn jagen lassen. Dadurch ist was liegen geblieben, was ich eher hätte angehen sollen. Ich merke auch, das solche Momente der Klärung dienen können und nicht einfach nur die "totale" Katastrophe sind. Wenn ich den Kopf an solchen Tagen nicht in den Sand stecke, habe ich auch Perspektiven. Diese schnelle Resignation will ich überwinden lernen und die Blockaden nach und nach auflösen. Das macht mir Mut. Weil ich mögliche Wege finde, das zu verbessern.

Mit dem Kopf im Sand ists einfach nur perspektivelos duster, staubig und Atmen ist dadurch auch schwierig ^_^

Dienstag, 4. April 2017

Kleinste Gärten (9)

Der Winter ist vorbei und Merkwürdiges tritt zu Tage ... Verräterisch saftiggrüne Grasbüschel inmitten von dürrem Gras vom Vorjahr. Hexenringe die aussehen wie Kunst. Hund und Katz waren sehr fleissig in Sachen "Land-Art" unterwegs ...







Mittwoch, 29. März 2017

Die Schönheit der Monotonie


Angesichts gewisser Monotonien in meinem Alltag packte mich früher die schiere Verzweiflung. Heute erfreue ich mich an der Ästhethik der Serie, am steten Rhythmus, am technischen Ablauf einer Sache. Nichts fürs Herz, aber etwas fürs Hirn. Meine Arbeit -- mal anders gesehen.

Samstag, 25. März 2017

Wieder zurück -- und noch am Landen

Ich hatte 12 Tage Urlaub und danach war wieder Arbeiten angesagt. Vor und nach dem  Urlaub eine heftige Woche die mich gleich ganz absorbiert hat. Mich gibts also noch, aber ich muss mich erstmal wieder sammeln.

Mittwoch, 1. März 2017

Anderswo in Bloggersdorf (10)

Links zu anderen Blogs ... und sonstwohin ins Netz ... die ich gerne teile ...

 

> Die Störenfriedas -- das Ding mit der Eigenverantwortung 
In Farben statt nur in Schwarzweiss denkt Frau Ziggenheimer über das Thema Trennung/Scheidung und den Geschlechterk(r)ampf nach. Ein sehr umfassender, ausgewogener und doch sehr persönlicher Post -- wohltuend inmitten vom sonstigen digitalen Geschrei zu diesem Thema.

> Wie meine Yoni meine Freundin wurde
Ein bereits älterer Post auf einem Blog, in dem sehr persönlich geschrieben wird, auch über die weibliche Sexualität. Ja, es gibt eine Sexualität jenseits von "Porno".

> Komfortzonengedanken
Die Sofaheldin schreibt über ihre Komfortzone und das Leben als introvertierter Mensch. Was die Komfortzone im Zusammenhang mit einer Angsterkrankung bedeuten kann, die verschiedenen Facetten, das finde ich sehr hilfreich und klar geschildert.

> Druck erzeugt Gegendruck
In diesem Post geht es darum, was Menschen von und mit Pferden lernen können und was Depressionen mit Druck zu tun haben ...  Die Bloggerin schreibt über eigene Erfahrungen mit Depressionen und Hochsensibilität.


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Reagierenmüssen macht müde

Eine heftige Zeit. Heute Abend fühle ich mich irgendwie getrost/getröstet. Ich war einfach froh, als ich nach Hause kam und die Türe hinter mir schliessen konnte. Ruhe kehrte ein, als ich endlich für mich war. Ahhhh ...

Das ständige Reagierenmüssen bei der Arbeit hat mich mürbe gemacht in letzter Zeit. Viele Dinge die abgeklärt werden müssen, bevor ich mit den jeweiligen Arbeiten überhaupt beginnen kann. Unvollständige Aufträge bei denen man nachhaken muss, nicht durchdachte oder fehlerhafte Manuskripte, Kundenwünsche die nicht zu erfüllen sind.

Ich weiss, dass es vielerorts so läuft. Manchmal ist es ein Trost -- aber eher meistens finde ich es erschreckend, dass es so ist. Alles soll gleichzeitig möglich sein. Am besten schon gestern fertig sein. Und dennoch wird viel zu oft ohne klares Konzept vorgegangen. So viel Leerlauf allüberall und unnütze Schlenker, eine Mailflut ohne Sinn und Verstand, es wird Schindluder getrieben mit den Ressourcen, mit Menschen und Material. Wahnsinn.

Wenn das wirklich die sogenannte Leistungsgesellschaft ist, dann frage ich mich, warum soviel Zeit und so viele Ressourcen verschleudert werden können?

Wo ist denn da bitte die Leistung?!

Meine Substanz ist gerade aufgebraucht und ich hangle mich vorwärts von Tag zu Tag. Ich tue was getan werden muss und ich tue es automatisch, für anderes, oder mehr, habe ich keine Kraft. Ich weiss, dass es wieder besser wird. Gerade mag ich gar nicht vorausdenken oder mir über neue Lösungen gedanken machen -- sondern erstmal nur Ausruhen.

Wie heisst es in diesem Sprichwort?  
Wenn du in Eile bist, gehe langsam. 

Dienstag, 28. Februar 2017

Adieu Bootcamp!

Nach 2x Kurs und 2x Kursausfall weil es mir nicht gut ging, hab ich beschlossen, dass ich es zwar ausprobiert habe, es aber von nun lasse weil es nicht pssst. Ich habe mich vom Kurs abgemeldet. Dermassen hochgeputscht, vollgepumpt mit Adrenalin zu sein, dass ich gar nicht einschlafen kann, das brauch ich nicht noch mal zu erleben. Ich merke, dass dieser Entscheid mir Erleichterung bringt. Der Schlaf ist wichtiger und ich werde einen anderen körperlichen Ausgleich finden, der weniger "hochtourig" läuft.

Der Sport ist für mich da und nicht umgekehrt!

Montag, 27. Februar 2017

Geschützter Blog

Auf dem geschützten Nebenblog geht es zusätzlich weiter. Wer die URL möchte und den Zugang, sendet mir eine Mail an planet112@gmx.ch. Zugang ist nur mit Blogger-Profil möglich, ich werde einzeln freischalten.

Samstag, 25. Februar 2017

Einschränkung und Erkenntnisgewinn

Nachdem ich den vorigen Text abgeschlossen habe, ist mir noch ein Punkt eingefallen, den ich vergass zu erwähnen. Und zwar, dass es für mich wichtig war, zu lernen, dass ich mich einschränken und begrenzen muss. Dass ich nicht alles machen kann, was mir gerade so einfällt. Dass ich nur mit denjenigen Ressourcen und Bausteinen arbeiten kann, die auch tatsächlich da sind!

Bevor ich diesen Weg (Arbeitsintegration) vor über zehn Jahren mit einem ersten Integrationsprogramm unter die Füsse nahm, habe ich meine Freundschaften recht intensiv gepflegt. Solange bis ich merkte, dass mein Bewusstsein und meine Kraftreserven sich zu verändern begannen. Ich hatte plötzlich weder die Lust noch hatte ich mehr die Kraft, mich bei Menschen zu melden, die von sich aus keinen Schritt machten, die Freundschaft zu pflegen. Mal anzurufen und was auszumachen. Dadurch habe ich einige Kontakte verloren. Habe aber auch für mich an Klarheit gewonnen und dafür einiges an Illusionen verloren. Heute ist es mir wichtiger, dass die Beziehungen und Kontakte stimmen.

Ich hatte früher oft mehrere Ideen, denen ich parallel nachgegangen bin und meistens einige angefangene Projekte oder Kurse. (Die sind schon damals nicht fertig geworden ... ähm). Heute pflege ich nur noch die Aquaristik (3 Becken) und ich werde wahrscheinlich auf 2 oder sogar 1 Becken reduzieren. Zudem habe ich begonnen, mich mit der Gestaltung von Schmuck zu beschäftigen. Die mentale Kraft reicht nicht aus, mehr zu machen. Es ist Jammern auf hohem Niveau, aber für jemanden der 1001 Idee hat, ist das eben eine Einschränkung.

Das starke Bedürfnis nach Weiterbildung, Schule und Wissen ist da. Ich habe mich nie richtig damit auseinandergesetzt, was eigentlich für ein beruflicher Weg zu mir passt. Nun, mit 37 Jahren hätte ich die nötige Klarheit und auch Gesundheit, um für mich das Passende herauszufinden. Trotzdem spüre ich, dass auch JETZT weder die Kraft noch der Zeitpunkt da sind, da mehr zu unternehmen. Ich brauche alles davon für meinen Alltag. Gelegentlich macht mich das traurig. Die Lehre hat mir so viel abverlangt, dass ich nun erst einige Jahre gebraucht habe, um mich davon zu erholen. Daher braucht das einfach noch Zeit. Es ist ok, wenn es nur mosaikmässig vorwärtsgeht. Mit den Karrieren anderer kann ich mich nicht messen, das brauche ich auch nicht. Gelegentlich muss ich leer schlucken wenn ich sehe, wie erfolgreich andere sind, aber das geht wohl vielen so ... Das passt auch zum nächsten Abschnitt.

Eine dieser berühmten Roadmaps zu entwerfen, das habe ich nie hinbekommen. Dieses ominöse "wo sehen Sie sich in 5/10/... Jahren? Was soll das? Das bin ich nicht. Das will ich nicht. Da musste ich mich auch innerlich einige Male dagegen wehren. Mein Leben hat sich immer irgendwie ergeben. Jedes Mal, wenn ich Pläne machte, gings es schief. Bis ich es gelassen habe. Einfach immer den nöchsren Schritt zu machen, daraus entsteht auch ein Weg! Wenn es mir gelingt, still zu werden, kann ich meinem Leben vertrauen ..

Das neue Leben ganz woanders. Dieser Traum schlummert schon lange in mir. Bis ich erkennen musste, dass ich Strapazen sehr schlecht ertrage. Und Auswandern oder seinen Wohnsitz in komplettes Neuland zu verlegen, ist strapaziös. Ich hatte vor Jahrten ein "Gastspiel" in München (begann eine Ausbildung dort) und es lief schief. Fern von meinem Beziehungsnetz vetrocknete ich zunehmend. Ich habe meinen Lebensmittelpunkt nun schon länger bei Bern, in der Vorstadt, auch wenn ich mich hier nicht zugehörig fühle, und die Stadt Bern als eng und starr empfinde. Ich bin hier nun mal gelandet und hier spielt sich mein Leben ab. Vielleicht ändert sich das mal, wer weiss. Aber gerade ist es gut für mich, einfach mal in meinem Leben anzukommen und mich auch innerlich endlich darin niederzulassen. Meinem Alltag die nötige Würze zu geben, das ist meine eigene Aufgabe!

Eine eigene Familie, von diesem Gedanken habe ich mich verabschiedet. Ich bin mir mein eigenes Kind und ich verbringe viel Zeit damit, mich zu trösten und zu nähren und das ist eine ständige Aufgabe. Für einen bedürftigen kleinen Menschen zusätzlich, da ist kein Platz in meinem Leben. Obwohl ich noch nie einen starken Kinderwunsch hatte, schmerzt mich diese Erkenntnis manchmal, dass meine Kräfte es nicht zulassen. Ich weiss, dass meine Kreativität mein inneres Potential ist und dies mein Weg ist, etwas von mir in die Welt zu setzen. Aus dieser Gewissheit schöpfe ich Kraft und Frieden. Es ist ein gutes Gefühl, nur für mich selber sorgen zu müssen und es erleichtert mich sehr.

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Für mich ist es wichtig geworden, dass ich Trauer in meinem Leben erkennen kann und sie auch spüre. Ab einem gewissen Punkt ist dann auch wieder "gut" und ich lege das Gefühl beseite, oder ich schaue, was ich daraus machen kann. Gibt es etwas, was ich "im Kleinen" davon umsetzen kann, ohne mich zu überfordern? Soll ich dem nachgehen oder reicht es, wenn ich es einfach anerkenne und dann beiseite lege? Darüber mit jemandem reden?

Das Bedauern über verfehlte (zum Teil sehr tiefe) Lebenswünsche ist ein Familienthema (auf beiden Seiten!) und deshalb bin ich da sensibilisiert. Ich will niemandem am Ende meines Lebens einmal vorwerfen: Wegen dir konnte ich nicht XYZ ... Daher ist Behutsamkeit in diesem Thema für mich besonders wichtig ...

... Niemand anderes ist für mein Leben verantwortlich ausser mir selbst ....
.... Für das Tun oder Lassen in meinem Leben ... bin ich selber da!

... Erschreckend, aber auch seeehr erleichternd! ...

Die Trauer nur wegzudrücken, verstärkt und verlängert den Schmerz, das Gefühl des Mangels nur. Der Gier kein Futter geben ... In vielem muss es ein Masshalten sein, auch wenn es mir nicht immer leicht fällt!

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