Meine Blogroll

Samstag, 27. Mai 2017

Von frustig zu lustig

(.. ja, ja, ich tu es des Reimes wegen ;)

Heute morgen frustig aufgewacht. Ich weiss, es steht grundsätzlich an, dass ich meine Haltung mir selber gegenüber ändere, lockerer lasse. Draussen der schönste Sonnenschein, aber innerlich fühle ich mich wolkig. Gestern würde es vor dem TV etwas später und ich hab es einfach verdrängt, dass mir das gar nicht bekommt. Fühle mich beduselt als hätte ich einen Jetlag.

Kleine Ursache, nervige Wirkung. Manchmal möchte ich es auch mal übertreiben können ohne dass mein hochsensibler Körper gleich motzt und schwitzt.. Wers nicht kennt, hat nichts verpasst. ;oP Naja, Jammern auf hohem Niveau! Das ist mir schon bewusst.

Aber zum Deprimiertsein muss man ja auch die richtige Haltung einnehmen. Und will ich das jetzt? Ne ... Also, Programmwechsel.

Samstag startet bei mir jeweils am besten, wenn ich gleich was schaffe. Also Wäsche zusammengelegt, Bett gemacht, Sommerkleider hervorgeholt und die warmen Sachen weggeräumt. Ein zwei Kleider kommen in den Kleidersack. So. Etwas ist bereits gemacht.

Der Tag wird etwas heller und ich muss bereits über mich grinsen ...

Donnerstag, 25. Mai 2017

Nachgedacht (Spiritualität)

Mir wird bewusst, dass die Spiritualität in meinem Leben wieder wichtiger wird. Dass ich Raum dafür brauche.

Aus einer Laune heraus habe ich mal nach der esoterischen Glaubensgemeinschaft gegoogelt, der ich mal fast beigetreten ... oder auf den Leim gegangen wäre. Wird von offiziellen Stellen als sektenartig angeschaut. Ich habe mir einige fundierte Artikel kritischer Beobachter durchgelesen, und musste mit dem Kopf nicken. Autsch. Gut dass ich da weg bin! Aber das habe ich ja schon damals instintiv gemerkt.

Ich wollte noch ein paar Dinge mehr dazu schreiben und merke, mehrere Text gibt es in meinem Blog schon, ich hab eigentlich schon alles geschrieben, was ich sagen wollte. Hier, Hier, Hier und Hier.

Ja. Immer noch suchend, doch noch wenuger an Regeln interessiert als jemals zuvor und auch nicht willens, feste Glaubenssätze nachzusprechen.

Mein Herz weist mir schon den Weg.




Dienstag, 23. Mai 2017

Kleinste Gärten (11)

Leben ist in der kleinsten Nische. Vor dem Berner Bundeshaus hab ich es mal wieder spriessen sehen, da war ja schon mal was.








Montag, 22. Mai 2017

It's the month of maying

Mir ist gerade nach Mailiedern ;)

Englisch (wo schaut der Typ rechts nur hin?)
Italienisch (Tessin/Norditalien)

Sonntag, 21. Mai 2017

Anderswo in Bloggersdorf (12)

Interessantes und Teilenswertes aus den Blogs und dem www.

Wieder was gelernt: Es gibt "aggressives Abwarten". Ist in diesem Dienstreisen-Post von Herrn Ackerbau zu finden. Dieser sprechende Begriff gefällt mir. Kann mir viel darunter vorstellen ...

Blogparade Angehörigenpflege: Zu dieser Blogparade ruft dergl vom Blog Fädenrisse auf. Mangels eigenen Erfahrungen teile ich hier nur den Link. Vielleicht mag ja jemand von euch mitmachen? Die Parade läuft noch bis zum 1. Juni.

Ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt, hier gut zusammengefasst: Überlebensschuld.

Nelly aus Sachsen. Eine Grosststadtsinglefrau erzählt vom Dating und von Männer- sowie Hundeerziehung. Interessante Analogien, kann ich da nur sagen ... ^_^

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Wer hier oder in einem früheren Post verlinkt wurde und dies nicht möchte, kann sich gerne per Mail an mich wenden, ich werde den Link dann, so rasch es mir möglich ist, entfernen.

Freitag, 19. Mai 2017

Seifenblasen ade, hallo Menschsein!

Ich habe mal geglaubt, dass man in seinem Leben an einen Punkt kommt, ab dem es einfach nur noch läuft. Und man «es geschafft hat» und «es begriffen» hat. Dass einem ab da «nichts mehr passieren kann» oder man alle seine Krisen gemeistert hat. Weil man drüber weg ist. Es ist eine Illusion.

Wahrscheinlich wäre es auch recht langweilig so. Sollen da jetzt andere dran glauben. Auch Selbstoptimierung hat ihre Grenzen, wir sind nicht Gott, zum Glück. Menschsein reicht.

Lange habe ich mir immer irgendwelche Ziele gesetzt und gehofft, dass danach alles anders/besser/grösser ... oder was weiss ich ... ist. Ab da hätte ich mich dann gern gehabt, mich gefreut, mich gut genug gefühlt, aber vorher ... Irgendetwas Besonderes hätte es auf jeden Fall sein müssen. Gewöhnlich reicht ja nicht. Pfffffft ....

Aber jetzt habe ich keine Lust mehr, mein Leben augzusparen in der Hoffnung auf andere/bessere/farbigere Zeiten und erreichte, höchst kreative Ziele.

Eigentlich habe ich sogar immer weniger Ziele ... haha ... Und es geht mir besser dabei.

Ja, hin und wieder gibt es tatsächlich einen Höhepunkt, einige neue Erkenntnisse, mache ich etwas Besonderes, aber dann gehen die Lektionen, geht der Alltag einfach weiter. Als Mensch unter Menschen.

So empfinde ich es zumindest. Und ich finde es jetzt sogar ok. Ich weiss nicht, wovon ich vorher geträumt habe. Vom ganz grossen Leben eben. Aber die Seifenblasen sind nun weg und mein Leben ist trotzdem lebenswert.

Um mal den guten alten Rilke zu zitieren: « ... ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen ...». Manchmal sind es eben Schwimmringe am Bauch, und manchmal Augenringe, aber es geht einfach immer weiter ... Und das hat auch was Tröstliches. Es ist so ... menschlich.

Dienstag, 16. Mai 2017

Nach der Achterbahn

Zu einem neuen Selbst-Verständnis finden. Das ist gerade mein Thema.

Mir wird bewusst, dass gewisse Dinge, auf die ich gesetzt habe, plötzlich unwichtig geworden sind.

Ich anerkenne meinen Weg, sehe, dass ich bereits viel erreicht habe. Ob das nach gesellschaftlichen Massstäben reicht -- oder in den Augen von anderen -- wird mir zunehmend egal.

Die Trauer darüber, was hätte sein können wenn ... die schwindet wie Schnee in der Sonne!

Klar, ich könnte beruflich ganz woanders stehen. Könnte Karriere gemacht haben.

Wenn .. mein Leben ganz anders verlaufen wäre. Ist es aber nicht.

Und ich finde es inzwischen ok!

Etwas baff wegen der Achterbahn der letzten Zeit. Einiges war schwierig und fühlt sich immer noch so an.

Weil es mich an was Altes erinnert oder ich mich in der Verantwortung sah/sehe, etwas tun zu müssen. Altlasten.

An einigen Stelle hätte ich loslassen können, wenn ich mich nicht schon so drin verheddert hätte ... usw.

Aber ich mache mir keinen Vorwurf deswegen. Ich vergebe mir das und das ist befreiend. Es geht einfach weiter. Manchmal dienen Schwierigkeiten auch der Klärung und es ist in Ordnung. Manches muss ich eben erst noch sortieren.

Es darf mehr Leichtigkeit in mein Leben kommen. Dadurch kann ich einiges jetzt getrost weglegen, weil es nun nicht mehr zählt. Ich spüre wieder mehr, was ich alles schon erreicht habe.

Ich bin wieder spürbar lebendig.

Samstag, 13. Mai 2017

Der Krieg ist vorbei

... der Krieg in deinem Leben ist doch vorbei, du kannst die Waffen endlich ruhen lassen, sagt mein Freund. Das stimmt.

Doch es ist nicht nur eine Kopfsache. Keine Sache, die ich einfach entscheide und dann ist es so. Deshalb ist mir bewusst geworden, dass ich jetzt Hilfe brauche. Und diese habe ich auch in Gang gebracht.

Die letzten Monate stand ich dermassen unter Druck, dass ich wieder in den Stressmodus geraten bin.

Geredet über alles, das habe ich in meinem Leben und in der Therapie genug. Aber Reden, das ist wie zu kleine Pflaster aufkleben. Ich kenne Ursachen und Auswirkungen. Nur die Ausmasse des "Krieges", über die stolpere ich immer noch. Lange Jahre meines Lebens wurde ich gehetzt. Das hat mich traumatisiert. Punkt.

Ich scheute dieses grosse Wort lange Zeit: Trauma. Da haben andere weitaus Schlimmeres erlebt. Aber der sich erneuernde Schrecken lähmt mein Leben, Fühlen und Denken, wiederholt. Und zu gewissen Zeiten in einem Ausmass, das mir den Atem und die Lebensfreude nimmt.

Schlimm ist das, was man als schlimm erlebt (hat). Und das ist sehr individuell. Es gibt keinen Massstab.

Ich merke ... wenn ich mir die Wahrheit eingestehen, nimmt der Schrecken ab und auch der Schmerz. Ich werde weicher und menschlicher, fühle mich wieder, fühle mich lichter und lebendiger, statt nur taub zu sein.

Man hat es früher zu lange marginalisiert, wie es mir wirklich geht. Und es ist eine Erlösung, wenn ich mich selber in meiner Not anerkenne.

Da ist seit einer Woche unter Schmerzen leide, ist auch klar, dass es nicht von heute auf morgen gehen wird, dem Frieden zu vertrauen. Vertrauen in andere Menschen ist da, wenigstens zwischendurch. Und das Vertrauen zu mir selber wächst auch.

Ich möchte es wieder fühlen können, dass der Krieg vorbei ist!

Freitag, 12. Mai 2017

Fragen bei Kraftlosigkeit

Die letzten Tage war Kraft- und Mutlosigkeit immer wieder ein Thema für mich. Ich habe mir ein paar Fragen notiert, die mir dabei helfen, den Ursachen auf den Grund zu gehen.

- ist der Kraftaufwand, bei dem was ich gerade tue, verhältnismässig?
- gibt es einen leichteren einfacheren Weg?
- ist es zweckmässig was ich tu oder spule ich es einfach aus Gewohnheit ab?
- ist jetzt der richtige Zeitpunkt? wenn ich gerade keinen Ausweg sehe: ist es evtl Zeit, mich einfach nun zu erholen?
- macht es mir Freude oder «muss» ich es tun? (meine ich es tun zu müssen?)
- was will ich wirklich?

Nach mehreren getroffenen «Massnahmen» muss nun auch mal wieder Ruhe einkehren, das wird mir bewusst.

Das Leben ist eine Pilgerreise

Gute Gedanken über Sinn und Unsinn des Pilgerns hielt Luisa Francia gestern in ihrem Blog fest. Und ein Satz hat sich eingeprägt, der sich auch auf anderes anwenden lässt: Es scheint, dass die kraft für die qual reicht, aber nicht für die lebenslust.

Blog von Luisa


Donnerstag, 11. Mai 2017

Wieder besser

Gestern wirklich am Limit gewesen. Inzwischen wieder ruhiger geworden. Zwei Gespräche geführt, mit Menschen, die mich wahrgenommen haben. Zwei unterstützende Hilfstellungen für mich organisiert. Und jetzt: Ruhig werden und Vettrauen haben, Ballast loslassen.

Dienstag, 9. Mai 2017

Von Mut und unbekannten Zielen

Mut beruht vor allem auf dem Willen, ihn zu haben.

Ellen Key, schwedische Reformpädagogin und Schriftstellerin
(1849 bis 1926)

Das sagt ein Spruch auf meinem Kalender gerade. Ich fühle mich resigniert, willenlos müdegekämpft und frustriert. Als würde mein Leben seit einiger Zeit nur noch in Schwarzweiss stattfinden. Ich habe Mühe, echte Lebensfreude zu empfinden. Wandernde Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich seit einigen Tagen. Mit der Selbstliebe ist es gerade nicht weiter her.

Wenn ich mich genau sortiere, dann erkenne ich einiges. Ich mag nicht mehr kämpfen. Und da muss ich mich halt auch fragen: Warum kämpfe ich überhaupt – und gegen wen oder was? Und wann, verdammt nochmal, ist mein Leben dermassen lustlos geworden?

Mir wird bewusst, dass ich vieles in meinem Leben bisher aus einer reinen Pflichterfüllung heraus erledigt habe. Roboterhaft. Oder ich habe meine hochfliegenden Träume ohne Basis und gleich auf Flughöhe leben wollen, wo ich, so als Mensch, gar nicht hingehöre -- und bin gescheitert. Und so habe ich es irgendwann sein lassen, nach eigenen Wegen zu forschen, zu erkunden, was für mich stimmt im Leben. Wie es für mich besser passen könnte.

Ich habe einfach irgendein Puzzlestück genommen und solange gemurkst, bis es scheinbar gepasst hat. War ja kein besseres da. Nun merke ich, dass es kein Ganzes ergibt, dass ich mir nicht mehr länger ein X für ein O vormachen kann. Kein Selbstbeschiss mehr möglich. Es ist mir nun klar, dass ich anderswo nach dem passenden Stück suchen muss.

Entweder war da bisher einfach zu viel Angst, zu viel Misstrauen meinen eigenen Wünschen gegenüber (nach den Misserfolgen) oder ich habe zu viel Kraft bei Ungeliebtem verloren unterwegs.

Auf jeden Fall war da in den letzten Monaten nicht genug Lebenskraft spürbar für mich, um den Kopf wirklich oben – und den Horizont offen zu halten.

Nun merke ich, dass ich den Kurs anders setzen WILL. Dass die Zeit reif wird.

Wenn ich MEIN Leben leben will, dann muss ich auch selber ans Steuer, das kann ich an niemand anderen abgeben! Und ich WILL es nun auch, denn es fühlt sich gut an. Meine Stärke kommt zurück, wenn ich mir innerlich den Kurswechsel zugestehe! Das stimmt für mich.

Dass ich über das WIE noch nicht Bescheid weiss, stresst mich endlich nicht mehr ..

P.S. . . . Das WIE klärt sich langsam:

Heute habe ich einer befreundeten Heilerin angerufen um einen Termin abzumachen. Den spirituellen und energetischen Bereich will ich nun unbedingt mit dabei haben.Der seltsame Schmerz ist in den linken Schulter- und Armbereich gewandert -- und ich will mich mit ihr besprechen und mich auch von ihr behandeln lassen. Sie ist eine starke und geerdete Persönlichkeit, hat eine sehr gute medizinische Grundausbildung und ist auch im spirituellen/energetischen Bereich erfahren und bewandert.

Ich merke, dass ich an einer wichtigen Schwelle stehe -- und Begleitung mir jetzt nur helfen kann, wenn sie genau für mich passt.


Samstag, 22. April 2017

Anderswo in Bloggersdorf (11)

Lesenswertes aus Blogs und dem www.

Katha von Katastrophal schreibt über Selbstliebe. Der Artikel hat mich sehr angesprochen und berührt.

Szenen beim Kleiderkauf, die wohl viele Frauen kennen auf Hausfrauenseite.de. Musste schmunzeln, weil es mir seehr bekannt vorkam. Irgendwie im Netz darüber gestolpert.

Der Unterschied zwischen einer Kritik und einer Beschuldigung -- und was Scham damit zu tun hat. Kurz und persönlich auf den Punkt gebracht von Schneeweiss/Nachtschwarz.

Wenn Menschen am Rande der (finanziellen/materiellen) Existenz leben, dann wird noch das kleinste Privileg zum Luxus, den nicht alle haben. Gefunden auf dem Blog "Fädenrisse".

Es wird kalt werden, prognostiziert die Schreiberin auf diesem Blog. Ich glaube es auch. Und es geht nicht ums Wetter.

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Mittwoch, 19. April 2017

Draussentage vs Bürotage

Verfrorene aber erholsame Ostertage mit dem Lebensgefährten -- alias Reisekamerad -- alias Lieblingsitaliener -- in Stein am Rhein verbracht. Unsere Lieblingsplätze wieder aufgesucht. Und sie immer noch für wunderschön befunden. Dieses Jahr waren nur sehr wenige Leute in den Gassen, es war wohl vielen einfach zu kalt. Die Burg Hohenklingen wartete am Ostermontag auf Gäste, die aber nur spärlich eintröpfelten. Wir wollten sie auch dieses Mal nicht auslassen, die sensationelle Aussicht.

Zurück im Büro die Erkenntnis; achja, Geldverdienen muss ja auch sein. Umpf. Hapere noch mit der Erkenntnis und weiss mich dabei in guter Gesellschaft.

Dienstag, 11. April 2017

Kleinste Gärten (10)




Es löwenzahnt allüberall ... Die tiefgrünen Blätter landen auch in meinem Magen. Abspülen, kurz in Salzwasser aufkochen, abtropfen lassen und dann mit etwas Olivenöl und einem Hauch von Knoblauch geniessen. Mjammm ....

Die Pioniere zwischen den Platten lasse ich natürlich ihr rebellisches Tun weiterverfolgen und bediene mich andernorts.

Mittwoch, 5. April 2017

Was für ein Tag

... Ein von Anfang bis Ende vermurkster Arbeitstag. Ich murkste, andere waren auch irgendwie vermurkst drauf und die Technikgötter waren mir auch nicht wohl gesinnt. Irgendwie hab ich schon morgens gespürt, dass "im Bett bleiben" eine gute Option gewesen wäre. Aber so bin ich ja nicht (mehr). Der morgige Tag kann nur besser werden. Abschütteln und weitergehen...

P.S. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, was ich selber ändern kann. An Murkstagen zeigen sich manchmal Muster. In der letzten Zeit bin ich meinen Aufgaben nur hinterhergehetzt. Selten war Zeit um die künstlichen von den echten Prioritäten zu sortieren. Ich hab mich ins Bockshorn jagen lassen. Dadurch ist was liegen geblieben, was ich eher hätte angehen sollen. Ich merke auch, das solche Momente der Klärung dienen können und nicht einfach nur die "totale" Katastrophe sind. Wenn ich den Kopf an solchen Tagen nicht in den Sand stecke, habe ich auch Perspektiven. Diese schnelle Resignation will ich überwinden lernen und die Blockaden nach und nach auflösen. Das macht mir Mut. Weil ich mögliche Wege finde, das zu verbessern.

Mit dem Kopf im Sand ists einfach nur perspektivelos duster, staubig und Atmen ist dadurch auch schwierig ^_^

Dienstag, 4. April 2017

Kleinste Gärten (9)

Der Winter ist vorbei und Merkwürdiges tritt zu Tage ... Verräterisch saftiggrüne Grasbüschel inmitten von dürrem Gras vom Vorjahr. Hexenringe die aussehen wie Kunst. Hund und Katz waren sehr fleissig in Sachen "Land-Art" unterwegs ...







Mittwoch, 29. März 2017

Die Schönheit der Monotonie


Angesichts gewisser Monotonien in meinem Alltag packte mich früher die schiere Verzweiflung. Heute erfreue ich mich an der Ästhethik der Serie, am steten Rhythmus, am technischen Ablauf einer Sache. Nichts fürs Herz, aber etwas fürs Hirn. Meine Arbeit -- mal anders gesehen.

Samstag, 25. März 2017

Wieder zurück -- und noch am Landen

Ich hatte 12 Tage Urlaub und danach war wieder Arbeiten angesagt. Vor und nach dem  Urlaub eine heftige Woche die mich gleich ganz absorbiert hat. Mich gibts also noch, aber ich muss mich erstmal wieder sammeln.

Mittwoch, 1. März 2017

Anderswo in Bloggersdorf (10)

Links zu anderen Blogs ... und sonstwohin ins Netz ... die ich gerne teile ...

 

> Die Störenfriedas -- das Ding mit der Eigenverantwortung 
In Farben statt nur in Schwarzweiss denkt Frau Ziggenheimer über das Thema Trennung/Scheidung und den Geschlechterk(r)ampf nach. Ein sehr umfassender, ausgewogener und doch sehr persönlicher Post -- wohltuend inmitten vom sonstigen digitalen Geschrei zu diesem Thema.

> Wie meine Yoni meine Freundin wurde
Ein bereits älterer Post auf einem Blog, in dem sehr persönlich geschrieben wird, auch über die weibliche Sexualität. Ja, es gibt eine Sexualität jenseits von "Porno".

> Komfortzonengedanken
Die Sofaheldin schreibt über ihre Komfortzone und das Leben als introvertierter Mensch. Was die Komfortzone im Zusammenhang mit einer Angsterkrankung bedeuten kann, die verschiedenen Facetten, das finde ich sehr hilfreich und klar geschildert.

> Druck erzeugt Gegendruck
In diesem Post geht es darum, was Menschen von und mit Pferden lernen können und was Depressionen mit Druck zu tun haben ...  Die Bloggerin schreibt über eigene Erfahrungen mit Depressionen und Hochsensibilität.


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Reagierenmüssen macht müde

Eine heftige Zeit. Heute Abend fühle ich mich irgendwie getrost/getröstet. Ich war einfach froh, als ich nach Hause kam und die Türe hinter mir schliessen konnte. Ruhe kehrte ein, als ich endlich für mich war. Ahhhh ...

Das ständige Reagierenmüssen bei der Arbeit hat mich mürbe gemacht in letzter Zeit. Viele Dinge die abgeklärt werden müssen, bevor ich mit den jeweiligen Arbeiten überhaupt beginnen kann. Unvollständige Aufträge bei denen man nachhaken muss, nicht durchdachte oder fehlerhafte Manuskripte, Kundenwünsche die nicht zu erfüllen sind.

Ich weiss, dass es vielerorts so läuft. Manchmal ist es ein Trost -- aber eher meistens finde ich es erschreckend, dass es so ist. Alles soll gleichzeitig möglich sein. Am besten schon gestern fertig sein. Und dennoch wird viel zu oft ohne klares Konzept vorgegangen. So viel Leerlauf allüberall und unnütze Schlenker, eine Mailflut ohne Sinn und Verstand, es wird Schindluder getrieben mit den Ressourcen, mit Menschen und Material. Wahnsinn.

Wenn das wirklich die sogenannte Leistungsgesellschaft ist, dann frage ich mich, warum soviel Zeit und so viele Ressourcen verschleudert werden können?

Wo ist denn da bitte die Leistung?!

Meine Substanz ist gerade aufgebraucht und ich hangle mich vorwärts von Tag zu Tag. Ich tue was getan werden muss und ich tue es automatisch, für anderes, oder mehr, habe ich keine Kraft. Ich weiss, dass es wieder besser wird. Gerade mag ich gar nicht vorausdenken oder mir über neue Lösungen gedanken machen -- sondern erstmal nur Ausruhen.

Wie heisst es in diesem Sprichwort?  
Wenn du in Eile bist, gehe langsam. 

Dienstag, 28. Februar 2017

Adieu Bootcamp!

Nach 2x Kurs und 2x Kursausfall weil es mir nicht gut ging, hab ich beschlossen, dass ich es zwar ausprobiert habe, es aber von nun lasse weil es nicht pssst. Ich habe mich vom Kurs abgemeldet. Dermassen hochgeputscht, vollgepumpt mit Adrenalin zu sein, dass ich gar nicht einschlafen kann, das brauch ich nicht noch mal zu erleben. Ich merke, dass dieser Entscheid mir Erleichterung bringt. Der Schlaf ist wichtiger und ich werde einen anderen körperlichen Ausgleich finden, der weniger "hochtourig" läuft.

Der Sport ist für mich da und nicht umgekehrt!

Montag, 27. Februar 2017

Geschützter Blog

Auf dem geschützten Nebenblog geht es zusätzlich weiter. Wer die URL möchte und den Zugang, sendet mir eine Mail an planet112@gmx.ch. Zugang ist nur mit Blogger-Profil möglich, ich werde einzeln freischalten.

Samstag, 25. Februar 2017

Einschränkung und Erkenntnisgewinn

Nachdem ich den vorigen Text abgeschlossen habe, ist mir noch ein Punkt eingefallen, den ich vergass zu erwähnen. Und zwar, dass es für mich wichtig war, zu lernen, dass ich mich einschränken und begrenzen muss. Dass ich nicht alles machen kann, was mir gerade so einfällt. Dass ich nur mit denjenigen Ressourcen und Bausteinen arbeiten kann, die auch tatsächlich da sind!

Bevor ich diesen Weg (Arbeitsintegration) vor über zehn Jahren mit einem ersten Integrationsprogramm unter die Füsse nahm, habe ich meine Freundschaften recht intensiv gepflegt. Solange bis ich merkte, dass mein Bewusstsein und meine Kraftreserven sich zu verändern begannen. Ich hatte plötzlich weder die Lust noch hatte ich mehr die Kraft, mich bei Menschen zu melden, die von sich aus keinen Schritt machten, die Freundschaft zu pflegen. Mal anzurufen und was auszumachen. Dadurch habe ich einige Kontakte verloren. Habe aber auch für mich an Klarheit gewonnen und dafür einiges an Illusionen verloren. Heute ist es mir wichtiger, dass die Beziehungen und Kontakte stimmen.

Ich hatte früher oft mehrere Ideen, denen ich parallel nachgegangen bin und meistens einige angefangene Projekte oder Kurse. (Die sind schon damals nicht fertig geworden ... ähm). Heute pflege ich nur noch die Aquaristik (3 Becken) und ich werde wahrscheinlich auf 2 oder sogar 1 Becken reduzieren. Zudem habe ich begonnen, mich mit der Gestaltung von Schmuck zu beschäftigen. Die mentale Kraft reicht nicht aus, mehr zu machen. Es ist Jammern auf hohem Niveau, aber für jemanden der 1001 Idee hat, ist das eben eine Einschränkung.

Das starke Bedürfnis nach Weiterbildung, Schule und Wissen ist da. Ich habe mich nie richtig damit auseinandergesetzt, was eigentlich für ein beruflicher Weg zu mir passt. Nun, mit 37 Jahren hätte ich die nötige Klarheit und auch Gesundheit, um für mich das Passende herauszufinden. Trotzdem spüre ich, dass auch JETZT weder die Kraft noch der Zeitpunkt da sind, da mehr zu unternehmen. Ich brauche alles davon für meinen Alltag. Gelegentlich macht mich das traurig. Die Lehre hat mir so viel abverlangt, dass ich nun erst einige Jahre gebraucht habe, um mich davon zu erholen. Daher braucht das einfach noch Zeit. Es ist ok, wenn es nur mosaikmässig vorwärtsgeht. Mit den Karrieren anderer kann ich mich nicht messen, das brauche ich auch nicht. Gelegentlich muss ich leer schlucken wenn ich sehe, wie erfolgreich andere sind, aber das geht wohl vielen so ... Das passt auch zum nächsten Abschnitt.

Eine dieser berühmten Roadmaps zu entwerfen, das habe ich nie hinbekommen. Dieses ominöse "wo sehen Sie sich in 5/10/... Jahren? Was soll das? Das bin ich nicht. Das will ich nicht. Da musste ich mich auch innerlich einige Male dagegen wehren. Mein Leben hat sich immer irgendwie ergeben. Jedes Mal, wenn ich Pläne machte, gings es schief. Bis ich es gelassen habe. Einfach immer den nöchsren Schritt zu machen, daraus entsteht auch ein Weg! Wenn es mir gelingt, still zu werden, kann ich meinem Leben vertrauen ..

Das neue Leben ganz woanders. Dieser Traum schlummert schon lange in mir. Bis ich erkennen musste, dass ich Strapazen sehr schlecht ertrage. Und Auswandern oder seinen Wohnsitz in komplettes Neuland zu verlegen, ist strapaziös. Ich hatte vor Jahrten ein "Gastspiel" in München (begann eine Ausbildung dort) und es lief schief. Fern von meinem Beziehungsnetz vetrocknete ich zunehmend. Ich habe meinen Lebensmittelpunkt nun schon länger bei Bern, in der Vorstadt, auch wenn ich mich hier nicht zugehörig fühle, und die Stadt Bern als eng und starr empfinde. Ich bin hier nun mal gelandet und hier spielt sich mein Leben ab. Vielleicht ändert sich das mal, wer weiss. Aber gerade ist es gut für mich, einfach mal in meinem Leben anzukommen und mich auch innerlich endlich darin niederzulassen. Meinem Alltag die nötige Würze zu geben, das ist meine eigene Aufgabe!

Eine eigene Familie, von diesem Gedanken habe ich mich verabschiedet. Ich bin mir mein eigenes Kind und ich verbringe viel Zeit damit, mich zu trösten und zu nähren und das ist eine ständige Aufgabe. Für einen bedürftigen kleinen Menschen zusätzlich, da ist kein Platz in meinem Leben. Obwohl ich noch nie einen starken Kinderwunsch hatte, schmerzt mich diese Erkenntnis manchmal, dass meine Kräfte es nicht zulassen. Ich weiss, dass meine Kreativität mein inneres Potential ist und dies mein Weg ist, etwas von mir in die Welt zu setzen. Aus dieser Gewissheit schöpfe ich Kraft und Frieden. Es ist ein gutes Gefühl, nur für mich selber sorgen zu müssen und es erleichtert mich sehr.

. . .

Für mich ist es wichtig geworden, dass ich Trauer in meinem Leben erkennen kann und sie auch spüre. Ab einem gewissen Punkt ist dann auch wieder "gut" und ich lege das Gefühl beseite, oder ich schaue, was ich daraus machen kann. Gibt es etwas, was ich "im Kleinen" davon umsetzen kann, ohne mich zu überfordern? Soll ich dem nachgehen oder reicht es, wenn ich es einfach anerkenne und dann beiseite lege? Darüber mit jemandem reden?

Das Bedauern über verfehlte (zum Teil sehr tiefe) Lebenswünsche ist ein Familienthema (auf beiden Seiten!) und deshalb bin ich da sensibilisiert. Ich will niemandem am Ende meines Lebens einmal vorwerfen: Wegen dir konnte ich nicht XYZ ... Daher ist Behutsamkeit in diesem Thema für mich besonders wichtig ...

... Niemand anderes ist für mein Leben verantwortlich ausser mir selbst ....
.... Für das Tun oder Lassen in meinem Leben ... bin ich selber da!

... Erschreckend, aber auch seeehr erleichternd! ...

Die Trauer nur wegzudrücken, verstärkt und verlängert den Schmerz, das Gefühl des Mangels nur. Der Gier kein Futter geben ... In vielem muss es ein Masshalten sein, auch wenn es mir nicht immer leicht fällt!

. . .



Selbstbestimmt leben mit hoher Sensibilität (meine Erfahrungen)

Aktueller Stand
Nachdem sich der gröbste Stress bei der Arbeit gegen Freitag gelegt hat, konnte ich endlich auch wieder ruhiger werden. Seit Wochen habe ich gestern Abend mal wieder den "Boden" des Abteilungs-Mailpostfach gesehen. Wow ...

Das befürchtete Gespräch fand nicht in dieser Form statt und stattdessen wurde ein Termin verschoben. Jedenfalls ist der Druck weg. Sobald ich wieder Boden unter den Füssen hatte, fragte ich mich: Was war denn da nur mit mir los? Ich verstehe mich immer besser. Es ist seltsam, aber mein Befinden ist sehr von der Wetterlage abhängig. Den Sturm habe ich vorausgespürt, manchmal spüre ich heftig Wetterfronten mehr als 48h voraus. Föhn, Westwind, Bise, Regenwetter, Schnee. .. In früheren Zeiten hätte ich damit Geld als "Wetterwahrsagerin" und Frühwarnsystem verdienen können

... Wenn dann mehreres zusammenkommt (den weiblichen Zyklus gibts ja auch noch) dann zittere ich innerlich wie Espenlaub und als wäre ich ans Stromnetz angeschlossen. Der Druck steigt und steigt ...

Und ich habe am Donnerstag zwei Telefonate erledigen können, die mir unangenehm waren. Telefonieren bei der Arbeit mag ich meistens nicht. Es ist zum Glück auch selten nötig. Immer wieder passiert es mir, dass ich mich dabei verhasple und ins Stocken gerate. Vor allem wenn ich jemanden nicht gut kenne. Im persönlichen Kontakt bin ich oft weniger gehemmt. Da ich aber nur per Mail mit meinen Kunden kommuniziere, ergibt sich selten Gelegenheit zum Kennenlernen. Zum Glück gingen die Telefonate recht flott und ich konnte souverän bleiben. Ein gutes Gefühl, das dann doch erledigt zu haben. Jede Angsthürde, die ich zu nehmen lerne, ist wertvoll.

Ich merke, dass es mir wichtig ist, meinen Teil bei der Arbeit zu leisten, die anderen nicht hängen zu lassen. Bei uns ist das ein gegenseitiges "Geschäft", es funktioniert. Auch ich werde unterstützt. Deshalb ist mir Konstanz wichtig, immer wieder aufzupassen dass ich nicht ausfalle, Routine zu gewinnen und auch zu merken, wann ich eine Pause brauche.

Mein Teil an Arbeit und Verantwortung ist grösser geworden, ich bin stärker geworden und ich arbeite seit Anfang Februar 80% (verteilt auf 5 Tage, vorher waren es auch 5 Tage, aber mit 70%). Dennoch definiere ich mich nicht über meine Arbeit. Mir ist es wichtig, dass ich konstant bleiben kann. Ich gebe nicht mehr Vollgas um dann in ein Loch zu fallen, sondern ich wäge besser ab, was drinliegt und kann nun auch besser Prioritäten setzen.

Ebenso froh bin ich, dass ich wieder einsatzfähig geworden bin, nach der Migräneattacke (war auch teilweise wetterbedingt). Die Erschöpfung ist da, ist vorhanden, ist auch normal in dieser Saison. Ich kann es einordnen, ich muss mich nicht mehr permanent fragen, was mit mir los ist.

Bei uns ist auf der Arbeit jedes Jahr volle Action um diese Zeit. Daher plane ich meinen Urlaub seit einigen Jahren entsprechend auf Anfang März. Ich würde sagen, es geht mir viel besser als in den Vorjahren. Da war ich mental meistens dermassen fertig, dass ich mich von Tag zu Tag geschleppt habe, immer unter Druck und gefühlt am Rande meiner Existenz. Jetzt bin ich einfach abgekämpft, aber ich fühle mich trotzdem lebendig.

Meine eigene Wahrheit nähren
Ich habe nun gelernt, auch unter diesem Druck, bei mir und meiner Wahrheit zu bleiben. Ich glaube mir selbst, vertraue mir selber mehr. Diese Wahrheit zu hüten, zu pflegen, sie zu nähren -- aber sie auch nicht jedem unter die Nase reiben zu müssen. Ich kenne mich, kenne meine Wahrheit. Ich erkenne mich und kann mich immer wieder auch anerkennen. Nicht jedes Hüsteln eines Kollegen hat mit mir zu tun, diese Paranoia hat sich gebessert.

Womit identifiziere ich mich? Mit meiner Stärke oder mit meiner Schwäche?
Das starke Gefühl von Unwert, von Scham, die ständige Bedrohung meiner (mentalen) Existenz konnte ich deutlich als Muster der Vergangenheit erkennen und sie auch dorthin verweisen. Hin und wieder kommt das alles hoch, es ist ein Teil von mir. Ich kenne und anerkenne meinen Weg, aber ich muss mich nicht selber bemitleiden. Was war, das war. Ich identifiziere mich nicht mehr damit!

Es gibt noch gewisse Überlebensmuster und diese werden gelegentich selbständig aktiv. Ich bin aber mehr als das. Viel mehr. Dies zu erkennen, war ein wichtiger Schritt, um mein Leben aktiv gestalten zu können.

Es war sehr viel Sortierarbeit und sie war mühsam, zeit- und kraftraubend. Ich bin froh, dass mein Lebensgefährte mir dabei geholfen hat. Ich habe nun seit 5 Jahren, seit ich diese Stelle habe, Meile um Meile zurückgelegt, um so weit zu kommen und ich war oft genug am Limit. Es ging mir _nicht_ in erster Linie darum, endlich ein "wertvolles Mitglied der Gesellschaft" zu werden. Ich habe die Arbeit nicht erfunden, Arbeit ist für mich kein Selbstzweck. Damit verdiene ich nur mein Geld. Ich war und bin auch sonst wertvoll. Arbeitengehen. Es geht mir weniger um Geld und Status, sondern darum, dass ich mit meiner Umwelt klarkomme.

Die Gedanken auf ihren Platz verweisen
Ich habe damit begonnen, meinen Gedanken von Unwert ein klares NEIN entgegenzusetzen, mich nicht mehr auf diese Nachtgespenster einzulassen. Der Paranoia habe ich erklärt, dass ich sie sehe, aber lieber selber überprüfe, wie sich die Dinge verhalten. Klarer zu kommunizieren, das kam nebenbei, weil die Selbsterkenntnis sich verbessert hat. Zu erkennen, dass meine Gefühle anderen Menschen gegenüber keineswegs konstant sind, war ein weiterer Mosaikstein. Genausowenig bin ich konstant mir selber gegenüber. Aber ich lass es jetzt eher mal stehen und steigere mich mit meinen Gedanken nicht mehr rein. Es zu erkennen, ist oft schon wichtig und reicht jetzt auch meistens aus.

Diesen übergrossen Weltschmerz will ich nicht mehr
Das Geschehen in der Welt begann ich bewusst auszublenden, weil es mir den Boden unter der Füssen wegnimmt. Stattdessen reduziere ich diese Form von Aussenreiz, so weit ich kann. Dies macht mich widerstandsfähiger. Wenn jemand in meiner Umgebung Hilfe benötigt, kann ich da sein.
Wenn ich in Weltschmerz verfalle, kann ich es nicht. Ich habe erkannt, das gewisse Formen von Trauer und Mitleid grosse Ressourcenfresser sind und ich meine Energie da nicht mehr reingeben will. Das hat mich etwas härter werden lassen aber auch klarer. Ich verschwende mich nicht mehr an jeden.

Ständige Betroffenheit -- will ich das denn?
Ich habe schon lange einige Vorstellungen von einem selbstbestimmten kreativen Leben, in dem mir nicht jeder Windhauch und jede Hürde zu schaffen macht, in dem ich nicht von allem und jedem, was um mich herum passiert "betroffen" und "mitgenommen" bin. Ich will doch endlich auch mal mein Potential leben!

Dieses Gefühl von Ausgeliefertsein und von Resignation hat mich schon so lange begleitet, dass ich wusste, _hier_ muss ich noch an mir Arbeiten. Manchmal dachte ich "das bin halt ich". Bis ich merkte: Nein, das ist vor allem Ballast. Sonst komme ich nie soweit, mein Leben zu schaffen oder Träume zu verwirklichen. Oder ich schaffe es irgendwie, aber das Leben fühlt sich nicht als meines an. Die Dinge geschahen mit mir in meiner Vergangenheiz -- und ich wusste nicht, wie ich meinem Leben Herrin werden konnte.

Als mir bewusst wurde, dass mich alles und jedes "mitnimmt", war mir auch klar, dass ich genau da ansetzen musste. Dieser Punkt, ständig ohnmächtig der Welt gegenüber zu sein, den wollte ich verbessern. Und daher bin ich an diesem Weg ins Arbeitsleben drangeblieben. Es wurde mir so deutlich klar, dass ich aus dieser Opfer- und Betroffnenhaltung rausmusste und dass dies nur über diese Konfrontation mit der Aussenwelt geht. Es waren teilweise sehr schmerzhafte Erfahrungen.

Ich habe mich sehr oft nach dem Schneckenhaus zurückgesehnt, inzwischen ist es besser geworden. Ich bin nicht teflonbeschichtet.Auch sensible Menschen haben einen Platz in dieser Gesellschaft. Davon bin ich überzeugt. Dafür wehre ich mich. Und das gebe ich auch an andere weiter.

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Alles in allem gebe ich jeden Tag sehr viel, um weiter zu kommen, aber ich gewinne auch viel zurück. Die Bilanz ist ausgeglichen. Es fühlt sich weitaus besser an als all die Jahre zuvor.




Mittwoch, 22. Februar 2017

Kräftiger & klarer

Wenn ich nicht gerade stundenlang nachts wachliege oder sonstwie "absorbiert" bin, merke ich, dass ich kräftiger geworden bin. Auf jeden Fall nüchterner und klarer. Die Watte im Kopf ist schon lange Geschichte. Es gibt noch Momente, in denen ich mir abhanden komme, aber ich kann es inzwischen besser wahrnehmen.

Dass ich andererseits nicht verhärte, darauf achte ich. Weniger Grübeln, mehr Leben. Meistens klappt es. Nur nicht wenn ich Signale und Infos auf allen Kanälen gleichzeitig bekomme wie in der letzten Zeit, den letzten Wochen. Da kommt es halt nach wie vor zum "Systemabsturz" ... Es ist ok, selbstbestimmt zu denken, zu leben zu handeln. Das sage ich mir immer wieder. Inmitten von alltäglichen Automatismen eine rechte Herausforderung. Aber ich bin ja nicht die einzige, der es so geht!

Heute Nachmittag und Arbeit generell

Der Arbeitsnachmittag endete für mich mit Migräne um 15 Uhr. Da beschloss ich, dass es jetzt genug ist, fuhr nach Hause, nahm eine Tablette und legte mich ins Bett.

Nun bin ich wieder unter den Lebenden. Ruhe ist eingekehrt. Das Gespräch ist morgen. Mal schauen, wieviel Offenheit mir die Sache wert ist und inwieweit ich mich ansonsten zum Selbstschutz bedeckt halte.

Das Herz trage ich schon lang ich mehr auf der Zunge. Es tut mir leid, dass das Arbeitsleben einen in gewisser Weise abstumpft. Mit den Schultern zucken, "nicht mein Bier" denken, weitermachen. Kann ich inzwischen. Wenn ich auch denn Eindruck habe, dass das im Grunde nicht meine echte Haltung wäre.

Inzwischen lautet es bei mir in erster Linie "Alltag nicht so ernst nehmen", "nicht unterkriegen lassen" und "nicht zuviel nachdenken" über Sinn oder Unsinn meiner Beschäftigung. In erster Linie: Möglichst geschmeidig durchkommen, so dass ich mich und meinen Alltag selber managen kann.

Verselbständigtes Nervenkostüm

Nach nur 2 Stunden Nachtschlaf, von 8 eigentlich verfügbaren, fühle ich mich nicht besonders wohl. Strom in allen Kanälen. Die Nerven sind gerade sehr ausser Kontrolle geraten, haben sich selbständig gemacht, da mich auf der Arbeit etwas sehr beschäftigt. Scheinbar so sehr beschäftigt, dass ich innerlich gar nicht mehr Abschalten kann. Ich muss aus der Deckung kommen und einige Wahrheiten aussprechen, deutlich werden und das ist mir unangenehm. Anders sehe ich keine Besserung der Situation. Wie ich das anstelle, das entscheide ich heute.

Dienstag, 21. Februar 2017

Farbe bekennen, sich selber anerkennen

Sich im Prozess der Selbstheilung für die eigene Wahrheit zu entscheiden und diese auch zu vertreten, heisst nicht, sich _gegen_ jemand anderen zu entscheiden, sondern nur, dass man _zu sich selber_ steht.

Jump & Run

Ich merke, dass ich einen recht flachen Schlaf habe derzeit. Viele Träume in denen ich durch endlose Gänge und Labyrinthe laufe, richtige Hindernisparcours wie in manchen Gameshows. Postenläufe durch schöne Gartenlandschaften und fantastische Kulissen -- nur ohne wirklich an ein Ziel zu kommen oder zu wissen, warum ich da unterwegs bin.

Bei meinen Erkundungen bin ich sehr präsent, auch wenn das Umherirren wirklich in fast jedem Traum vorkommt. Meine Stimmung im Traum ist hoffnungsvoll und neugierig. Und es ist mir immer klar, dass die Struktur wirr ist und nicht ich wirr bin.

Es ist fast wie so ein altes «Jump & Run»-Spiel ... nur eben in High Definition. Es ist immerhin sehr abwechslungsreich weil ich immer wieder durch eine andere Kulisse laufe ... Ich weiss nur nicht, wieviele Levels dieses scheinbar endlose Game hat. Aber so lange das Unterwegssein jede Nacht dermassen spannend ist ... ist das auch egal!

Trotzdem bin ich froh, wenn ich in diesem Game mal eine Pause bekomme.
In knapp 2 Wochen habe ich Urlaub. Da ziehe ich der Konsole vorübergehend den Stecker. Ein paar Leben extra hab ich immer.

Sonntag, 5. Februar 2017

Im Boot-Camp

Letzten Mittwochabend hatte ich nun meine erste Lektion "Fight Power" (alter Post zum Thema). 

Nachdem mir der Trainer die Boxbewegungen und die Stellung der Beine gezeigt hatte, gings auch bald heftig los. (Die anderen Teilnehmerinnen waren schon länger dabei, daher musste er ihnen nichts erklären).

Erst richtig Durchwärmen und dann rechter Haken, linker Haken and so on, Ausfallsschritt nach links, nach rechts ....

Ich dachte noch so: Ah, krass! Das ist wohl jetzt noch das Aufwärmen und danach wirds dann sicher ruhiger!!

Denkste: In diesem Tempo und dieser Intensität ging es "locker" fast 40min weiter. Aua!

Sowas hab ich noch nie erlebt. Meine Halbliterflasche Wasser war in kürzester Zeit leer. Ich wusste nicht, ob ich besser die Abfolge sauber mitmachen oder lieber das hohe Tempo halten soll, beides zugleich zu schaffen, war mir nicht möglich.

Ich habe mich dann fürs Tempo entschieden und bin so gut es ging mitgehampelt. Zum Glück hatte ich keinen Blick auf den bodenlangen Spiegel an der Turnhallenfront, da ich direkt hinter jemand anderem stand ;) Dieser Anblick meinerselbst hätte mir wahrscheinlich den Rest gegeben. *feix*

Das Training war nichts besonders Komplexes von den Abfolgen her, aber ich bin totale Anfängerin in Sachen Kickboxen und Co .. und sowieso kein grosser Hirsch in Sachen "Koordination meiner Gliedmassen" ...

Was hab ich mir da nur vorgenommen?!

Als anschliessend noch ein kurzer Teil Krafttraining kam, merkte ich, dass ich wenigstens da sehr gut mithalten konnte, da macht sich das Training aus dem Bodytoning bemerkbar (in den bisherigen Posts als Krafttraining in der Gruppe erwähnt). Ein kleiner Trost!

Am Ende der Lektion war ich völlig perplex über die Heftigkeit dieses Trainings, daher nenne ich es jetzt einfach mal Boot-Camp!

Die erfahreneren Teilnehmerinnen meinten, es sei von den Abläufen her nicht besonders schwierig gewesen, nur das Tempo seit schon etwas hoch gewesen.
Dem Kreislauf hats äusserst gut getan, das Selbstbewusstsein war danach angeknackst. Mein rechter Oberarm hat sich die nächsten Tage angefühlt, als wäre darauf eingeprügelt worden ... *g*

Auf jeden Fall gebe ich noch nicht gleich auf! Und es geht auch nicht darum, dass ich darin super sein oder mir etwas beweisen muss. Ich möchte nur möglichst gut mitkommen, soweit es eben geht. falls das auch mit mehr Erfahrung nicht klappt, suche ich mir eben etwas anderes!

Und als kleinen Nebeneffekt bewältige ich die schlechten Erfahrungen aus dem Schulsport ganz nebenbei, denn es gibt hier keine Noten, denn ich zahl freiwillig fürs Gequältwerden und ich bin ja jetzt ein grosses Mädchen .... ;)

Nächsten Mittwoch gehe ich jedenfalls wieder hin und dann schaue ich weiter ...

Das Leben im Zeitalter der Disclaimer

Wenn ich meine letzten Posts durchgehe, klingt es in meinen Texten etwas dramatisch. Die letzten beiden Wochen war es eine rechte Achterbahn, meinen eigenen Standpunkt zu finden. Den habe ich gefunden. Ich musste mich einmal richtig für mich selber wehren und am Ende war ich damit sogar erfolgreich. Es ging dabei um Berufliches.

Nun merke ich, dass diese Auseinandersetzung mich ziemlich Substanz gekostet hat. Sowas nimmt mich eben stärker mit als andere. Schnell komme ich aus dem Tritt, bin verunsichert. Andererseits hat mich diese Erschütterung im Alltag auch standfester gemacht und mich dazu bewegt, mich für mich einzusetzen. Ich habe gemerkt: So nicht!

Das war eine neue Erfahrung, mich bemerkbar zu machen und es war wichtig für mich. Vor allem auch, dass ich damit tatsächlich vorwärtsgekommen bin. Wahrscheinlich hilft mir das auch, dass ich es beim nächsten Mal etwas weniger dramatisch empfinden kann.

Wenn ich in meinem Blog etwas (scheinbar) Dramatische(re)s oder Emotionales poste, habe ich hinterher immer das Bedürfnis, es relativieren zu wollen. Oder zu müssen? Ich habe den Eindruck, dass ich es genauer und noch vieeeel differenzierter beschreiben muss. Ich will niemanden alarmieren oder antriggern oder sonstwas. Ich mache manchmal solange am Text rum bis ich es zerredet und zerschrieben habe.

Aber ich merke auch, dass ich darauf immer weniger Lust habe. Ein Blog ist immer eine Sammlung von Fragmenten, deshalb nenne ich den Laden hier ja auch "Notizen von Unterwegs". Wenn ich dabei manchmal als Dramaqueen und Hypersensibelchen erscheine, dann ist das halt so. Man kann die Meinung der anderen nicht vorwegnehmen, sonst braucht man gar nichts in Netz zu schreiben!

Mir wird beim Bloggen immer mehr bewusst, dass ein/e Leser/in nie genau das verstehen wird, was diese textlich festgehaltenen Fragmente für mich bedeuten und ob es die "dramatisierte Fassung" ist, weil ich es eben gerade so empfinde. Damit muss ich leben.

Auch nach einem zehnseitigen Disclaimer wird niemand mein Leben 1:1 verstehen können. So wie ich auch niemals das Leben von jemand anderem voll verstehen werde! Das Leben ist eben so. Jeder lebt schlussendlich nur sein eigenes ...

Freitag, 3. Februar 2017

HILDE

.. und zwar die eine: Knef! 

Letztens habe ich endlich das Biopic mit Heike Makatsch auf DVD gesehen. Dramaturgisch fand ich es eher schwurbelig, nicht so ganz überzeugend. Aber stark fand ich das Schauspiel von Makatsch. Und die direkte Emotionalität der dargestellten Frau. Zu ihren Lebzeiten hatte ich sie noch nicht (bewusst) gekannt oder mich mit ihr befasst.

Und das Leben von Hildegard Knef sowieso ... ganz grosses Kino! In einem Roman würde man sagen: Völlig übertriebene Handlung! Es gibt gewisse Ähnlichkeiten zum Leben von Edith Piaf, finde ich.

Heftig war es für mich, wie der Film mit den Kriegsszenen einsetzt. Doch durchaus realistisch eben. Da ich Knefs Autobiografie "Der geschenkte Gaul" vor Jahren gelesen habe, hatte ich auch den direkten Vergleich zum Film.

Und ich weiss, dass sie vieles sehr offen geschildert hat, kein Blatt vor den Mund nahm. Ich habe selten eine so uneitle Autobiografie gelesen. Was mich an ihr eben am meisten beeindruckt!* Zudem der Humor, den sie scheinbar hatte und der sich auch in ihren (Lied)Texten wiederspiegelt. Und ihre Poesie.

Inwiefern ihre Direktheit für den Film überspitzt wurde, weiss ich nicht. Aber sehr weit entfernt von der Wahrheit wird das wohl nicht sein.

Achja, und Roger Cicero (spielt auch im Film mit) kann jetzt direkt mit der Diva Knef herself musizieren, er ist ja auch bereits in den himmlischen Chor befördert worden, leider.

* Vor versammelten Journalisten soll sie Rede und Antwort zum (damaligen) Skandalfilm "Die Sünderin" stehen. In diesem Film spielt sie ein Aktmodell und es gab eine Nacktszene, das war der Hauptskandal. Das erste was sie vor versammelter Presse sagt (in ungefährer Zusammenfassung):  

Meine Herren! Es ist noch nicht lange her, da wurden 6 Millionen Juden vergast, alle haben geschwiegen, es gab keine Empörung. Und nun soll ein nackter Busen ein Skandal sein?!



 

Ich bin einfach: Mensch.

... Interessant einen Arztbericht über sich zu lesen und übers ganze Gesicht grinsen zu müssen. Liest sich unter den Diagnosen fast wie ein Roman. Eine Narzisse bin ich auch. Und ich habe eine schelmische Freude daran.

Und ich meine, es geht wohl um jemanden, den ich nur am Rande vom Sehen kenne! Oder von früher? ....

Kleines Muster gefällig? 

Bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert ICD-10 F31-7 
 
(Ach, und ich meinte das sei meine Batterie!)

- - -

Schön zu merken, dass ich mich selber nun am besten kenne! Die Angst vor der eigenen Ohnmacht und der Macht anderer schwindet. Weil es mich nicht (mehr) (be)trifft. Ich bin eigen-mächtig geworden. Meine Ärztin hat sich mit mir zusammen- und auseinandergesetzt und daraus ist mir Hilfe erwachsen. Eine wertvolle Nische in dieser Gesellschaft ist für mich dadurch entstanden. Ein Freiraum in dem ich lernen konnte, frei zu atmen und zu leben. Was ich jedem Menschen wünsche!

Diagnosen waren die Stempel, die ich brauchte, um in dieser Gesellschaft endlich genügend Zeit zu bekommen, um aus meinem inneren Gefängnis heraus zu kommen.

Die Diagnosen haben ausgedient.

Ich bin einfach: Mensch. Ich lebe.




Selten und wertvoll ist es ...

... mit einem Menschen gleichzeitig feinsinnige und schwarzhumorige Ansichten teilen zu können ...


Ich: Gell, es gibt so Tage, da würde man am liebsten zum Tierarzt gehen und sich einschläfern lassen.

Sie: Ja, genau so ist es.


Wir grinsen uns an ...

Aus dem Leben einer Pixelschubserin

@work ...

Ich weiss nicht recht ob man den obersten Screenshot gut lesen kann: D.h. für Dich, einfach mal was Kreieren, was wahrsch. so oder so wieder geändert wird.
Diese Mail bekam ich auf eine Nachfrage bezüglich gewünschter Gestaltung ... Man wusste es eben noch nicht genau, was man wollte. Und die Auftraggeberin sass in diesem Fall auch nicht am Entscheidungshebel ...

Selbstironische und dankbare Kunden sind auf jeden Fall das i-Tüpfelchen im Leben einer Pixelschubserin und bringen diese zum Lächeln ^_^ ...


Mittwoch, 25. Januar 2017

Selbstheilungsprozess (Zitat)

Und ich glaube das ist das problem mit selbstheilungsprozessen: sie sind nicht zeitgemäss, weil alles schnell gehen muss. Ein selbstheilungsprozess braucht zeit, geduld und zuversicht – und information.


Luisa Francia am 12.01. in ihrem Web-Tagebuch. 

Dienstag, 24. Januar 2017

Fight for your rights [Notiz an mich selbst]

 (Aus Selbstschutz ohne genauen Sachverhalt geschrieben, aber trotzdem verständlich.)

Warum ist es ok für mich, jemand anderen zu verteidigen, emotional zu unterstützen, oder mich sonstwie für ihn/sie einzusetzen, aber bei mir selber knicke ich ein?! ...

Ich weiss, dass ich in einer Sache Recht(e) habe und bin dann doch vor eine Wand gelaufen. ... Systemabsturz. Vor Wut und Verwirrung kann ich dann fast nicht mehr sprechen, geschweige denn Denken. Es kommt zu Blockaden auf vielen Ebenen. Und ich liege Nachts wach, weil ich so unter Strom stehe. Das passiert immer seltener, aber wenn es vorkommt, ist es akut.

Doch eben erst wenn ich so richtig wütend oder verletzt bin, mache ich den Mund auf. Ich werde trotzig. Oder/und ich beginne zu heulen. Nicht besonders cool im Alltag und vor anderen. Aber es ist mal wieder soweit gekommen, grosser Gefühlsausbruch. Dadurch hat sich die Sachlage scheinbar wieder "ein paar Meter" zum Besseren verändert. Bin auch schön bei den "Ich-Botschaften" geblieben und habe einfach geschildert, wie ich mich in dieser Zwangslage fühle. Das vermochte scheinbar etwas zu bewegen.

Doch bevor es soweit kommt, da (ver)zweifle ich schier an mir. Immerhin kommen die Gefühle inzwischen raus, statt dass ich auf längere Zeit depressiv werde -- und ich habe auch den Weglauf-Reflex im Griff. Früher habe ich einfach alle Brücken hinter mir abzubrechen versucht, mich aus dem Staub gemacht, wenn der Druck durch die Emotionen zu gross wurde. Einfach weg, nur weg.

Diese Blösse mag ich mir nicht mehr geben, klein beizugeben. Letztendlich macht Davonlaufen mich nur verletzbarer. Das ist mir bewusst geworden. Ich kann gut mit Worten umgehen, also mache ich es halt Schritt für Schritt, Wort für Wort statt in einem grossen umfassenden Plädoyer das alle sprachlos macht und sie auf meine Seite bringt. Etwas durchzustehen und wieder bei mir selber anzukommen, lässt mich wachsen und stärker werden. Flüchten schürt Ängste und hält mich in Unsicherheit. Mich für mich selber zu wehren hilft mir dabei, meine Gesundheit zu schützen. Es ensteht dadurch kein Hass sondern es entsteht Klarheit.

Für mich da zu sein heisst auch, dass ich eben akzeptiere, dass ich in manchen Situationen meine (emotionalen) Grenzen habe und ich mir deswegen Sorge tragen darf. Ich schäme mich nicht mehr für meine Gefühle. Punkt.

Sonntag, 22. Januar 2017

Tag der urbanen Schönheit 2017: Brücken

Heute wird bei Herr Ackerbau wieder der Urbanen Schönheit gehuldigt. Letztes Jahr war es der Blick von Eisenbahnbrücken. Dieses Jahr ist es der Blick auf Brücken. Ich habe zwei alternative Ansichten zu den Eisenbahnbrücken vom letzten Jahr.

Die Welle(n) am Bahnhof Bern, diesmal von einer anderen Seite und mit Schnee! Gesehen aus dem Gebäudekomplex Welle7. Der Bahnhof Bern ist an sich eher ein unspektakulärer unterirdischer Ort und ein eher hässlicher, die Wellen gefallen mir jedoch gut.

Dächer der Welle am BHF Bern mit Schnee

Und unten ohne Schnee ... dafür mit grünem Doppelstock-BLS-Zug ...

Dächer der Welle am BHF Bern ohne Schnee

Donnerstag, 12. Januar 2017

Macht über sich haben

Kürzlich Hitchcocks "Marnie" gesehen. Welcher mich beeindruckt hat, trotz seiner übertriebenen psychologischen Zeichnung. Danach im Netz etwas recherchiert. Und in einer Filmkritik diesen Satz gefunden, von dem sich mir der erste Teil besonders eingeprägt hat.

Wer wirklich Macht über sich selbst besitzt, muss keine Macht über andere ausüben; er kann anderen mit wirklicher Zuneigung oder Sympathie oder auch mit Antipathie begegnen, ohne allerdings in blinden Hass zu verfallen.     

Ein Zitat einer Filmgrösse passt auch gut dazu, geht aber bereits aufs nächste Level ;)

Macht brauchst du nur,
wenn du etwas Böses vorhast.
Für alles andere reicht Liebe,
um es zu erledigen.

Charlie Chaplin

Mittwoch, 4. Januar 2017

Anderswo in Bloggersdorf (9)

Links zu anderen Blogs und sonstwohin ins Netz ... die ich gerne teile ...

 

Auch Schönes sehen. Sehr sinnig und sinnlich beschreibt Luzia, wie es sich mit Hochsensibilität lebt.

Grete-guck-in-die-Luft. Ein sehr poetischer Winterabend-Spaziergang in Bildern findet sich auf Evas Blog.

Ums Geld -- und nicht nur darum! -- geht es in Claras Blogpost: Das Wichtige im angeblich Unwichtigen. Die Kommentare finde ich auch sehr lesenswert.

Der liegende Riese in der Zinnowitzer Strasse. In Berlin wurde im November der Golem ausgegraben. Wie immer wenn es um die sehr speziellen Merkwürdigkeiten der deutschen Metropole geht hat Herr Ackerbau live vor Ort recherchiert.

Fotos von der Schwäbischen Alb und anderen Orten gibt es auf Blog und Website von Michael Arndt zu sehen. Da geht mir das Herz auf ...



Gut rübergekommen

Zufrieden. Das ist gerade mein konstanter Zustand. Mittig. Ich bin meistens bei mir selbst. Die Festtage waren nicht so besinnlich wie ich es gerne hätte, das sind sie eigentlich nie, aber sie waren ok. Ich geniesse einfach die Zwischenräume, wenn sich Ruhe einstellt im Gewusel der Welt, wenn sich Stille niedersenkt zwischen den festlichen Anlässen -- und ich feiere in meinem Herzen noch ein wenig nach.

Ich wünsche allen ein erfreuliches und ein gutes neues Jahr!